Verfahren zum Betrieb von schnellaufenden Einspritzbrennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmasehinen. Bei schnellaufenden Dieselmaschinen steht zur Einspritzung und Verbrennung des Brennstoffes nur jener kurze Zeitraum zur Verfiigung, während welchem der Arbeits- kolben jenen Teil seines Hubes durchläuft, der für die Verbrennung vorgesehen ist. Mit steigender Drehzahl wird dieser Zeitraum immer mehr verkürzt, wodurch der Steige rung der Drehzahl Grenzen gesetzt sind.
In Wirklichkeit kann nur die Einspritz- dauer, also die Öffnungsdauer des Brennstoff - einspritzventils beherrscht werden. Wie lange die Verbrennung aber dauert, hängt von verschiedenen Umständen, hauptsächlich von der Güte der Zerstäubung ab. Es ist sicher, dass die Verbrennung länger dauert als die Einspritzung.
In Fig. 1 und 1a ist beispielsweise ein Viertaktdieseldiagramm über einem Kurbel diagramm gezeichnet. Die Linie A -B ent spricht dem Ansaugen von Luft in den Zy linder vom Volumen V und mit dem Kom- pressionsvolumen V,. Die Linie B-C stellt die Verdichtung, die Linie C-D die Ein- spritzung und Verbrennung,
die Linie D-E die Ausdehnung und endlich die Linie B-A den Auspuff dar. In diesem Diagramm be deutet pade n Atmosphärendruck und p" den Verdichtungsenddruck. Wenn man nun den Zeitraum, der zur Verbrennung zur Verfü gung steht, am Verdrehungswinkel der Kur bel misst (Fig. ja), so beginnt die Verbren nung,
unter der Voraussetzung"dass die Ein spritzung um den Voreinspritzwinkel ss vor dem Totpunkt H im Punkt A* beginnt und dass der Zündverzug eben gleich .dem. diesem Winkel ,B entsprechenden Zeitraum ist, im Totpunkte H und endet im Kurbelpunkt B## also nach einer Drehung der Kurbel um den Winkel a. Bei schnellaufenden Maschinen ist der diesem Kurbelwinkel entsprechende Zeit raum für die Verbrennung zu kurz und es kommt vor, dass die Verbrennung bei hohen Drehzahlen noch während des Auspuffes an- dauert.
In .diesen Fällen ist das Diagramm, nach welchem die Maschine tatsächlich ar beitet, nicht .das in Fig. 1 gezeichnete, son dern die Verbrennung erfolgt bei stets sin kendem Druck und dehnt sich auf einen grö sseren Teil des Kolbenhubes aus, so dass weniger für die Ausdehnung verbleibt.
Das Diagramm, Fig. 1, kann nur dann erreicht werden, wenn der dem Kurbelwinkel a entsprechende Zeitraum grösser als oder im Grenzfalle gleich gross wie der zur Ver brennung notwendige Zeitraum ist.
Dadurch ist bei bekannten Maschinen die grösste Umdrehungszahl bestimmt.
Nehmen wir ein Beispiel: Der Kolbenweg, welcher der Verbren nung zugewiesen ist, sei 8 % des ganzen Kolbenhubes. Das entspreche einem Winkel a - 30 , also ein Zwölftel einer Umdrehung. Die Verbrennung erfordere @@loo Sekunden. Dann muss bei der grössten Umdrehungszahl der Winkel von 30 während '/,o" Sekunden bestrichen werden. Das entspricht
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Touren pro Minute.
Wenn die Maschine zum Beispiel mit 1500 Touren läuft, dann dreht sich die Kur bel während .der Verbrennung von l@loo Se kunden um einen Winkel von 3 X 30 = 90 , das heisst während eines halben Kolbenhubes. Die Ausdehnung wird dann, von 1 bis 0,08 auf 1 bis 0,55, also von 2 auf 1 verkleinert, was sowohl für die Leistung, als auch für den Brennstoffverbrauch nachteilig ist.
Die Erfindung will nun bei .derselben Brennzeit den der Verbrennung entsprechen den Kolbenweg um ein Vielfaches verlän gern bezw. den Kurbelwinkel a vergrössern. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch er reicht, dass der Brennstoff nicht in den Ar beitszylinder selbst, sondern in einen diesen vorgeschalteten kleineren Zylinder mit einem hin- und hergehenden Kolben eingeführt wird und dort mindestens zum Teil verbrennt. Die Verbrennungsprodukte des kleineren Zy linders werden nachher in den Arbeitszylin der übergeführt und expandieren dort.
Je kleiner dieser Vorschaltzylinder ist, um so grösser werden unter sonst gleichen Umstän den -der Hubteil und der Kurbelwinkel, wel che der Verbrennung entsprechen. Dadurch kann eine erhebliche Erhöhung der Drehzahl von Dieselmaschinen erreicht werden.
Wenn die Kolben im Vorschaltzylinder und im Arbeitszylinder in derselben Zeit hin- und hergehen, so ist das Volumen des Vorschaltzylinders gegenüber dem des Ar beitszylinders im gleichen Verhältnis kleiner, wie der der Verbrennung entsprechende Kur belwinkel vergrössert wird.
Der Vorschaltzylinder kann nur vom Arbeitszylinder mit Luft geladen werden; oder sein Kolben kann ausserdem noch Luft ansaugen, oder er kann von einem eigenen Ladeverdichter mit Luft versehen werden.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 6, 9, 12, 17, 20, 23, 26 beispielsweise stehende Maschinen schematisch dargestellt, die nach .dem Verfahren gemäss der Erfindung betrie ben und in den Fix. 1, ja, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 10, 11, 13, 14, 15, 16, 18, 19, 21, 22, 24, 25, 27, 28, 29, 30 Diagramme von solchen Maschinen beispielsweise dargestellt. Anhand derselben wird im folgenden das Verfahren gemäss der Erfindung beispielsweise erläutert.
Nach Fig. 2 ist dem Arbeitszylinder mit -dem Volumen V ein Zylinder mit einem kleineren Volumen v vorgeschaltet, in den der Brennstoff eingespritzt wird und in dem die Verbrennung stattfindet. In Fig. 2 sind ein Zwischenbehälter für .die Luft und einer für die Verbrennungsgase vorausgesetzt, ,die beide so gross sind, dass Druckschwankungen, die bei Aufnahme und Abgabe der einer Zy linderfüllung entsprechenden Gasmenge ent stehen, vernachlässigt werden können.
Der Arbeitszylinder arbeitet in folgender Weise: Erster Hub: Ansaugen von Luft in den Zylinder (Linie F-G).
Zweiter Hub: Die angesaugte Luft wird verdichtet und in den Zwischenbehälter ge- presst. Die Linie G-P zeigt die Verdichtung auf den Druck pz des Zwischenbehälters, die Linie P-J den ttberschub vom Zylinder in den Behälter.
Dritter Hub: Füllung des Arbeitszylin ders mit den vom Vorschaltzylinder geliefer ten Verbrennungsgasen, die unter dem Druck ps in dem Zwischenbehälter für die Ver brennungsgase aufgespeichert waren (Linie J--K), und Ausdehnung der Verbrennungs dase im Arbeitszylinder (Linie K-0).
Vierter Hub: Auspuff der Verbrennungs gase (Linie 0-G-F).
Der Vorschaltzylinder arbeitet wie folgt: Erster Hub: Ansaugen von Luft unter dem Druck pz aus dem Zwischenbehälter für Luft (Linie J-K).
Zweiter Hub: Zurückschiebung eines "Teils der angesaugten Luft in den Zwischen behälter (Linie K -P) und darauffolgend Verdichtung der im Zylinder zurückgeblie benen Luft (Linie P-M).
Dritter Hub: Brennstoffeinspritzung und Verbrennung (Linie 31-N) und Jarauf- folgend Ausdehnung (Linie N-K).
Vierter Hub: Ausschieben der Verbren nungsgase in den Zwischenbehälter für Ver brennungsgase (Linie K-J).
Fig. 2 zeigt, dass in dem vorgeschalteten Zylinder die Verbrennung auf dem Kolben weg v, stattfindet, der nur wenig kleiner als der ganze Kolbenweg v im Diagramm ist.
Wenn man die Fig. 1 mit Fig. 2 ver gleicht, so ergibt sich, dass bei Verbrennung im Arbeitszylinder die gleich lange Verbren nungsstrecke v, nur einen kleinen Bruchteil, zum Beispiel 0,14 des ganzen Kolbenweges V beträgt, wogegen sie nach Fig. 4 einen erheblich grösseren Bruchteil des Kolben weges v beträgt. Der Hubteil, welchen der Kolben des Vorschaltzylinders während der unverändert gebliebenen Verbrennungszeit bestreicht, wird durch den Vorschaltzylinder im Verhältnis
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vergrössert.
Durch Verkleinerung .des Vorschaltzylin- ders kann der Kurbelwinkel, welcher bei maximaler Belastung der Verbrennung ent spricht, bis auf<B>180'</B> vergrössert werden. In diesem Grenzfq11e ist v = v, und die Aus dehnung findet nur im Arbeitszylinder statt.
In den Fig. 3 und 4 sind die Diagramme der beiden Zylinder für eine Maschine mit Zwischenbehälter von erheblich kleinerem Volumen gezeigt.
Der Zwischenbehälter für Luft hat das Volumen Vzi, jener für die Verbrennungs gase das Volumen Vz2. Der Einfachheit hal ber sind beide Volumen gleich gross angenom men. Der Druck in den Zwischenbehältern schwankt und hängt von dem Verhältnis
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der beiden Zylinder und vom Verhältnis
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der Zwischenbehälter und des Arbeitszylin ders, sowie von der Grösse der Füllung V., im Arbeitszylinder ab.
In den Fig. 2 bis 4 ist angenommen, dass V,, = v ist.
In dem Diagramm nach Fig. 5 ist V, grösser als v angenommen und die Zwischen behälter sind gross wie nach Fig. 2, stehen aber .unter verschiedenen Drücken p,1 und pZ2 so, dass ein Zurückschieben .der Luft während der Füllung des Vorschaltzylinders wegfällt.
Die Arbeitsweise des Arbeitszylinders ist folgende: Erster Hub: Ansaugen von Frischluft (Linie F-G).
Zweiter Hub: Verdichtung der Luft (Linie G-P) und Überschiebung in den Luftzwischenbehälter unter dem Druck pzi (Linie P-J).
Dritter Hub: Einströmen der Verbren nungsgase aus dem Zwischenbehälter für Verbrennungsgase unter dem Drucke<B>p,2</B> (Linie Jl-P,) und Ausdehnung (Linie P,-0), Vierter Hub: Auspuff (Linie 0-G-F). Der Vorschaltzylinder arbeitet wie folgt: Erster Hub : Füllung mit Luft vom Drucke p.i aus dem ersten Behälter (Linie J-P). Zweiter Hub: Verdichtung (Linie P-M). Dritter Hub:
Verbrennung und Aus dehnung der Verbrennungsgase (Linie 111-N-1). Vierter Hub: Ausschieben der Gase in den zweiten Zwischenbehälter für Verbren nungsgase (Linie <B>K</B> -R-J,).
Dieses Diagramm weist eine negative Ar beitsfläche auf, die jedoch von einer entspre chenden Arbeitsfläche des Arbeitszylinders ausgeglichen wird.
Fig. 6 zeigt eine vertikale Maschine, bei der sowohl der Arbeitszylinder, als auch der Vorsehaltzylinder im Zweitakt arbeiten.
Der Kolben 1 des Arbeitszylinders 2 ist mit dem Kolben 3 des Vorschaltzylinders 4 zu einem Stufenkolben vereinigt. Arbeits zylinder und Vorschaltzylinder sind über zwei Behälter 12, 13 miteinander verbunden, von denen jeder durch ein eigenes Ventil 10 bezw. 11 mit dem Arbeitszylinder und durch eigene Öffnungen 14 bezw. 15 mit dem Vor schaltzylinder verbunden ist.
Der Ladeverdichterzylinder 5 ist mit dem Kolben 6 und einem Saugvenitii 7 versehen und über ein Druckventil 8 und Schlitze 9a mit dem Arbeitszylinder 2 verbunden der mittelst Auspufföffnung 9 an den Auspuff 17 angeschlossen ist.
Die Wirkungsweise dieser Maschine wird anhand der Diagramme nach den Fig. 7 und 8 erläutert.
In der untern Totpunktlage des Stufen kolbens wird der Arbeitszylinder mittelst Luft gespült und geladen, die vom Ladever dichter durch das Ventil 8 und die Schlitze 9a dem Arbeitszylinder zuströmt, während die Verbrennungsgase durch die Öffnungen 9 und den Auspuff 17 hinausgetrieben wer den (Linie 21, 22, 23, in Fig. 7).
Zur selben Zeit erfolät .die Ausspülung und Ladung des Vorschaltzylinders mittelst Luft, -die aus dem Behälter 12 durch die .Öffnung 14 hinein strömt und die Verbrennungsgase durch die Öffnungen 15 in .den Behälter 13 treibt (Linie 24, 25, 26, Fig. 8).
Im Arbeitszylinder erfolgt während des Aufwärtsganges des Kolbens die Verdichtung .der Luft (Linie 2.3, 27, Fig. 7) und,der Aus schub in den Behälter 12 (Linie 27, 28, Fig.7), während im Vorschaltzylinder .die Verdichtung stattfindet (Linie 26, 29, Fig. 8).
Beim Abwärtshub des Kolbens erfolgt im Arbeitszylinder die Einströmung aus dem Gasbehälter 13 (Linie 30, 31, Fig. 7) und Ausdehnung (Linie 31, 21), während im Vor- schaltzylin.der die Verbrennung (Linie 29, 32, Fig. 8) und Ausdehnung (Linie 32, 24) stattfinden.
In Fig. 9 ist eine vertikale Maschine ge zeigt, bei welcher der Arbeitszylinder 58 und der Vorschaltzylinder 59 mit eigenen Lade verdichtern (61 und 60) versehen sind, deren Kolben mit ihren Kolben zu Stufenkolben 65 bezw. 81 vereinigt sind. Die Arbeitsweise der Maschine wird anhand der Diagramme in den Fig. 10 und 11 erläutert.
Der Ver dichter 61 saugt durch das Ventil 62 Luft an und drückt dieselbe über das Ventil 83 in den Behälter 63, aus dem sie, wenn der Kol ben 65 im untern Totpunkt steht, durch die Öffnungen 64 in den Arbeitszylinder :strömt und die Verbrennungsgase -durch die Öffnun gen 66 ins Freie fegt (Fix. 10, Linie 70-71-T2). Beim auf diesen Totpunkt folgenden Aufwärtshub (in Fig. 10 mit II bezeichnet) erfolgt die Verdichtung der Luft im Arbeitszylinder (Linie 72, 73).
Beim darauffolgenden Abwärtshub strömen Ver brennungsgase vom Varschaltbehälter 80 durch das Ventil 67 in .den Arbeitszylinder 5,8 (Linie 74, 75) und expandieren dort (Linie 75, 70) bis der Kolben 65 die Aus pufföffnungen 66 freilegt.
Im Vorschaltzylinder 59 werden in der untern Totpunktlage des ,Stufenkolbens 81 die Verbrennungsgase mittelst Luft hohen Druckes, die aus dem Verdichter 60 über das Ventil 68 und die Einströmöffnungen 69 einströmt, in den Behälter 80 geschoben (Fix. 11, Linie 76-77), von wo sie nach Öffnung .des Ventils 67 in den Arbeitszylin der strömen.
Beim Aufwärtshub des Stufenkolbens 81 erfolgt Verdichtung der Ladung (Linie 77-78). Beim darauffolgenden Abwärtshub erfolgt die Verbrennung (Linie 78-79) und idie Ausdehnung (79-82), worauf wieder ,las Spülen und Füllen (82, 76, 77) statt finden.
Bei dieser Maschine erfolgt die Verbren nung nicht nur im Vorschaltzylinder, in den der ganze Brennstoff eingespritzt wird, son dern auch im Arbeitszylinder auf ,der Linie 74-75 des Diagrammes, Fig. 10; denn, da der Brennstoff im Vorschaltzylinder des Luftmangels wegen nicht vollständig ver brennen kann, findet im Arbeitszylinder in der verdichteten heissen Luft eine Nachver brennung statt.
Fig. 12 zeigt eine Maschine, bei welcher beide Zylinder im Viertakt arbeiten, Fig. 13 und Fig. 14 zeigen ihre Diagramme.
Der Arbeitszylinder 31 mit dem Kolben 32, dem Saugventil 33, dem Auspuffventil 34, dem Druckluftventil 35 und dem Ladeventil 36 arbeitet über die Behälter 37 und 38 mit dem Vorschaltzylinder 39 zusammen, der einen Kolben 40, ein Füllventil 41 und ein Ausströmventil 42 besitzt.
Nach dem Diagramm des Arbeitszylin ders (Fig. 14) erfolgt im ersten Hub: An saugen von Luft durch das Ventil 33 (Linie 43-44); im zweiten Hub: Verdichtung (Linie 44-45) und Überschiebung von Luft durch das Ventil 35 in den Behälter 38 (Linie 45-46); im dritten Hub: Ladung mit Verbrennungsgasen aus .dem Behälter 37 über das Ventil 36 (Linie 46-47) und Aus dehnung im Arbeitszylinder (Linie 47-48) und im vierten Hub: Auspuff durch das Ven til 34 ins Freie (Linie 48-,50).
Nach dem Diagramm für den Vorschalt- zylinder (Fig. 13) erfolgt im ersten Hub: Verbrennung (51-52) und Ausdehnung (52-ä3). Der zweite Hub findet gleichzeitig mit dem dritten Hub des Kolbens im Ar beitszylinder statt. Es erfolgt Überströmen über da, Ventil 42 (nach der Linie 53--g - 47 ) in den Behälter 37, der durch das Ventil 36 mit dem Arbeitszylinder 37. in offener Verbindung ist. [Die Linie - 47 zeigt infolgedessen diesel#benDrücke wie Linie 46-47 im Arbeitszylinder].
Im zweiten Teil des Hubes ist das Ventil 36 ge schlossen und es findet ein Übersehieben der Verbrennungsgase in den Behälter 37 statt (Linie 47 -54). Das Überströmen in den Arbeitszylinder 31 könnte aber auch bis zum Hubende dauern und dann könnte der Behäl ter 37 durch eineinfaches Rohr ersetzt sein.
Dritter Hub: Saugen, respektive Fül lung aus, dem Behälter 38 durch das Ven til 41 (Linie 55-56).
Vierter Hub: Verdichtung (Linie 56 57).
Der Zylinder 39 könnte noch mit einem Saugventil versehen sein.
In Fig. 15 ist das Diagramm des Vor schaltzylinders, und in Fig. 16 das Dia gramm des Arbeitszylinders für eine solche Maschine gezeigt.
Nach Fig. 16 erfolgt im Arbeitszylinder im ersten Hub: Luftansaugen (Linie 90-.91), im zweiten Hub: Verdichtung und För derung in einen Behälter 38 (Linie 91-92-93), im dritten Hub: Ladung mit Verbrennungsgasen aus dem Vorschaltzylin- der 39 und dem Behälter 37 (Linie 9.3-94) und Ausdehnung (94-95), und im vierten Hub: Auspuff (95-96-97).
Im Vorschaltzylinder erfolgt nach Fig. 15 im ersten Hub: Verbrennung und Ausdehnung (101-102-103), im zweiten Hub: Hinüberschieben der Verbrennungs gase in den Behälter 37 (Linie 104-105), im dritten Hub: Ansaugen von Luft durch ein Ventil (Linie 105-106) und im vierten Hub: zuerst Aufladung aus dem Behälter 38 (Linie 106-107) und dann die Verdichtung (107-108).
Die Fig. 17 zeigt eine Maschine, bei der ,der Vorschaltzylinder nach dem Diagramm in Fig. 18 im Zweitakt und der Arbeits zylinder nach dem Diagramm in Fig. 19 im Viertakt arbeitet und selbst Frischluft an saugt.
Im Arbeitszylinder 110 erfolgt nach Fig. 19, im ersten Hub des Kolbens 111: Ansaugen von Luft durch das Ventil 112 (Linie 120-121), im zweiten Hub:
Ver dichtung (Linie 121-122) und Überschie bung (Linie 122-124) der Luft über das Ventil 115 in das Rohr 123, das auch mit einem Behälter versehen werden könnte, im dritten Hub: Überströmen von Verbren nungsgasen aus dem Vorschaltzylinderdurch. die Öffnungen 118, den Behälter 119 und das Ventil 114 (Linie 124-125) und Aus dehnung (125-126) und im vierten Hub: Auspuff durch das Ventil 113 (126-127).
Im Vorsohaltzylinder erfolgt nach Fig. 18: im ersten Hub: Verbrennung und Aus dehnung (127-12.8-129); am Ende dieses Hubes und am Anfang des nächsten Hubes Ausspülen und Füllen aus dem Rohr<B>123</B> über die Öffnungen 117 und 118 (Linie 129-130-131), im zweiten Hub: Verdich- tung 131-132.
Die Fig. 20 zeigt eine Maschine, welche zwei Vorschaltzylinder 140 und 140a, die beide im Viertakt aber um zwei Takte ge- geneinander versetzt arbeiten, und einen Arbeitszylinder 141 aufweist, der im Zwei takt arbeitet und mit einem Ladeverdichter 142. versehen ist, dessen Kolben mit dem Arbeitskolben einen Stufenkolben bildet.
Im Arbeitszylinder erfolgt nach dem Diagramm in Fig. 21 im ersten Hub: Spü lung .durch Luft, die durch ein Ventil in den Aufladeverdichter gesaugt und dort. ver dichtet worden ist, und jetzt durch das Ven til 143 und die Öffnungen 144 in den Ar beitszylinder 141 strömt und dort die Aus puffgare hinaustreibt, dann Verdichtung der Ladung (Linie 156-164);
-am Ende des Hubes wird ein Teil dieser Ladung abwech selnd zum Aufladen des einen und des an dern Vorsehaltzylinders verwendet und strömt über ein Ventil 146, ein Rohr 147 und Öffnungen im Vorschaltzylinder, wel che dessen Kolben in der untersten Lage abdeckt. Infolgedessen bleibt,der Druck im Arbeitszylinder gegen Ende der Kompres sion nach Linie 164-165 etwas niedriger.
Im zweiten Hub erfolgt Ladung mit Verbrennungsgasen abwechselnd von einem der Vorschaltzylinder (Linie 165-1,66) und gemeinsame Ausdehnung (166-167), sowie Spülung (167-168).
In jedem Vorschaltzylinder spielt sich gemäss Fig. 22 folgender Vorgang ab: Erster Hub: Verbrennung und Ausdeh nung (Linie 160-170-171).
Zweiter Hub: Überströmen in den Ar beitszylinder (Linie 171-172) und gemein same Expansion (Linie 172-173).
Dritter Hub. Ansaugen von Luft durch ein Ventil (Linie 173-174)-, gegen Ende dieses Hubes Aufladung vom Arbeitszylinder der (Linie 174-175).
Vierter Hub: Verdichtung (Linie<B>175-</B> <B>176).</B>
Nach Fig. 2,3 arbeitet der Arbeitszylin der im Sechstakt und ein Vorschaltzylinder im Sechstakt und ein Vorschaltzylinder im Zweitakt. Dieser erhält vom Arbeitszylinder Spül- und Ladeluft.
Das Diagramm des Arbeitszylinders zeigt (Fix. 24) Erster Hub: Ausdehnung von im Ar beitszylinder zurüokg,ebliebener Luft und Ansaugen aus der Atmosphäre -durch das Ventil 203 (Linie 217-218).
Zweiter Hub: Verdichtung und Aus schieben von Luft in den; Behälter 205 durch das Ventil 204 (Linie 21.8-219-220).
Dritter Hub: Füllung aus dem Behälter 208 über,das Ventil 207 mit Verbrennungs gasen (Linie 221-222) und Ausdehnung (Linie 222-223).
Vierter Hub: Auspuff über .das Ventil 210 (Linie 223-224). Fünfter Hub: Sau gen durch das Ventil 203, aus der Atmo sphäre (Linie 224-225), und Sechster Hub: Verdichtung und Aus schieben von Luft in den Behälter 205 (Linie 225-227).
Diagramm des Vorschaltzylinder (Fix. 2,5) Erster Hub: Spülung und Ladung aus dem Behälter 205 über die Öffnungen 206 (Linie 211-212), hierauf Verdichtung (Linie 212-213).
Zweiter Hub: Verbrennung und Ausdeh nung (Linie 21,3-214-215), hierauf Aus puff durch die Öffnungen 209 in den Be hälter 208 (Linie 215-216).
Der Arbeitszylinder ist gegenüber dem Vorschaltzylinder so, gross, dass die beiden Saughübe genügen, die für drei Füllungen des Vorschaltzylinders notwendige Luft auf zubringen.
Fig. 26 zeigt eine Maschine, bei welcher ein im Sechstakt. arbeitender Arbeitszylin der 23(# mit einem im Viertakt arbeitenden Vorschaltzylinder 231 zusammenarbeitet.
Da:s Diagrajnm des Arbeitszylinders zeigt Fig. 28.
Erster Hub: Ausdehnung eines im Zy linder zuriiekgebliebenen Druckluftrestes lind Luftansaugen durch das Ventil 232 in den Zylinder 230 (Linie 240-241).
Zweiter Hub: Verdichtung (Linie 241 242) und Überschieben in den Behälter 233 durch das Ventil 234 Linie 242-243).
Dritter Hub: Füllung aus dem Behälter 2:35 mit. Verbrennungsgasen über das Z'entil 230 (Linie 244-245) und Ausdehnung (Linie 245-246).
Vierter Hub: Auspuff dur.cb das Ventil 239 (Linie 2.17-Z48).
Fünfter Hub: Ansaugen von Luft durch das Ventil 232 (248-249).
Sechster Hub: Verdichtung und Über- #;chieben von Luft in den Behälter 233 (Linie ?49-250=251).
Diagramm des Vorschaltzylinclers in Fio 27.
Erster Hub: Verbrennung und Ausdeh- nung (Linie 252-253-254).
Zweiter Hub: Überschieben der Verbren nungsgase in den Behälter 235 über das Ventil 238 (Linie 255-256).
Dritter Hub: Füllung mit Luft aus dem Behälter 233 über das Ventil 237 (Linie )7--258).
Vierter Hub: Verdichtung (Linie 258 259).
Der Arbeitszylinder kann im zweiten Hub, anstatt in die Behälter 2'33 zu för- clern, die Luft im Zylinder verdichten, der art, dass diese Luftmenge nicht in den Vor schaltzylinder gelangt. Der :dieser Luft menge entsprechende Brennstoff wird aber trotzdem in den Vorschaltzylinder einge spritzt und verbrennt aber dort nicht voll- ständig. Das Gemisch gelangt in die im Arbeitszylinder verdichtete heisse Luft, wo .die Verbrennung während der Überströmung in den Arbeitszylinder beendet wird.
Bei .der in Fig. 26 gezeichneten Maschine kann der Arbeitszylinder auch im Achttakt und der Vorschaltzylinder im Viertakt ar beiten.
Das Diagramm des Arbeitszylinders zeigt Fig. 30; Erster Hub: Ansaugen von Luft .durch das Ventil 232 (Linie 261-262).
Zweiter Hub: Verdichten und Hinaus schieben der Luft in den Behälter 2'33 (262-263-264).
Dritter Hub: Expansion des Luftrestes im Arbeitszylinder und Luftansaugen (Linie 2;64-265).
Vierter Hub- Verdichten und Ausschub von Luft in den Behälter 233 (Linie 265-266-267).
Fünfter Hub: Expansion des Luftrestes im Arbeitszylinder und Luftansaugen (Linie 267-268).
Sechster Hub: Verdichtung (Linie 268-269).
Siebenter Hub: Überströmen infolge Luftmangels im Vorschaltzylinder unvoll ständig verbrannter Verbrennungsgase vom Behälter 235, wobei die Verbrennung in der heissen Luft beendigt wird, und Ausdehnung (Linie 270-271-272).
Achter Hub: Auspuff (Linie 272 273-274).
Das Diagramm des Vorsehaltzylinders zeigt Fig. 29.
Erster Hub: Verbrennung und Aus dehnung Linie 275-276-\377).
Zweiter Hub: Ausschieben der Verbren nungsgase in den Behälter 235 (Linie 278-279).
Dritter Hub: Füllung mit Luft aus dem Behälter<B>233</B> (Linie 280-28l), und Vierter Hub: Vexdichtung (Linie 281-282). Diese vier Hübe wiederholen sich nochmals während des Achttaktes des Arbeitszylinders.