CH166316A - Leichtmetallkolben für Brennkraftmaschinen. - Google Patents
Leichtmetallkolben für Brennkraftmaschinen.Info
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Leichtmetallkolben für Brennkraftmasehinen. Bei der Verwendung von Leichtmetall kolben wird es als störend empfunden, dass die Brin.ellhärte der bekannten Leichtmetall kolbenlegierungen bei der Betriebstemperatur des Kolbenbodens sehr gering ist gegenüber dem früher als Kolbenwerkstoff fast all- (-"einein verwendeten Grauguss. Man hat schon versucht, diesem Nachteil dadurch zu begegnen,
dass man bei Leichtmetallkolben für die Kolbenringträger eine Einlage aus Graug iss oder Stahl verwendete.
Es zeigte sich jedoch, dass die bekannten Ausführungen dieser 'Art keine so betriebs- sichere Verbindung dieser Kolbenringträger mit dem Leichtmetallkolben ergeben, wie es nötig ist, um den Beanspruchungen im Be trieb durch sehr rasch ihre Grösse und Rich tung wechselnde Kräfte und über einen sehr grossen Temperaturbereich standzuhalten.
Verbindungen, die sonst als durchaus sicher gelten, zum Beispiel durch Eingiessen oder durch Verschraubung, erwiesen sich im Dauerbetrieb als ungenügend. Das Locker werden der Verbindung hatte aber den wei- teren, schwerwiegenden Nachteil im Gefolge, dass der Wärmefluss, der ja vom Kolben boden hauptsächlich durch die Kolbenringe an die Zylinderwand führt, empfindlich ge stört wurde.
Gemäss vorliegender Erfindung sind diese Verhältnisse dadurch verbessert worden, dass die spezifische Wärmeausdehnung der für den Kolbenringträger verwendeten Eisen legierung durch entsprechende Legierungszu sätze so gross gemacht wird, dass sie der jenigen der für den Kolbenkörper verwen deten Leichtmetallegierung nahezu gleiclh kommt.
Die Wärmeausdehnung des Kolbenring trägers kann hierbei so gross sein, dass die grössere Wärmeausdehnung des Kolbenwerk stoffes bei eintretender Erwärmung zwar in einem die Festigkeit des Kolbenringträgers nicht übersteigenden Masse gegen diesen Trä ger drückt und dadurch eine gewisse Ein schnürung des Kolbenkörpers bezw. eine Ausdehnung des Kolbenringträgers über das durch die Temperatur gegebene Mass hinaus verursacht, diese<B>Ei</B> inschnürung jedoch im wesentlichen innerhalb der Elastizitätsgrenze des Kolbenwerkstoffes,
sowie des Werk stoffes des harten Ringträgers bleibt.
Durch Legierungszusätze von Nickel, Kupfer, Molybdän usw. lässt. sich eine spe zifische Wärmeausdehnung vön 0,000020 er reichen. Als Kolbenbaustoff stehen Alumi- niumleg ierangen zur Verfügung, deren Wärmeausdehnung verhältnismässig gering ist. und beispielsweise nur noch etwa 0,000022 beträgt.
Dadurch wird eine genügende Anglei chung der Wärmeausdehnung erreicht. Der geringfügige, noch bestehende Unterschied hat auf die Betriebssicherheit keinen Einfluss, weil bei gleichzeitiger Erwärmung von Kol- benringträger und Kolbenwerkstoff dieser Unterschied sich durch noch zulässige Form änderungen innerhalb der Elastizitätsgrenze der beiden Werkstoffe ausgleicht.
Als Werkstoff für den Kolbenkörper kann man in diesem Fall eine der gebräuch lichen Aluminium-Kupfer-Legierungen ver wenden, zum Beispiel eine Legierung, wel che aus
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9 <SEP> -11 <SEP> % <SEP> Kupfer
<tb> 0,1- <SEP> 0,59o1 <SEP> Mangan
<tb> 1 <SEP> % <SEP> Eisen <SEP> und <SEP> mindestens
<tb> 8 <SEP> 7 <SEP> % <SEP> Aluminium besteht. oder eine Legierung, die aus
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4 <SEP> % <SEP> Kupfer
<tb> 1,5 <SEP> % <SEP> Magnesium
<tb> 2 <SEP> % <SEP> Nickel
<tb> 92,5 <SEP> % <SEP> Aluminium besteht, oder auch eine Legierung mit Kupfer. Nickel und Silizium, zum Beispiel
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12 <SEP> % <SEP> Kupfer
<tb> <B>-9,5 <SEP> /wo</B> <SEP> Nickel
<tb> 4 <SEP> ;ö <SEP> Silizium
<tb> 81,5 <SEP> % <SEP> Aluminium.
An Stelle einer Aluminiumlegierung könnte auch eine Magnesiumlegierung ver wendet werden, zum Beispiel
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3 <SEP> % <SEP> Zinn
<tb> 2 <SEP> % <SEP> .Silizium
<tb> 95 <SEP> % <SEP> Magnesium. Die Eisenlegierung für den Kolbenring träger kann 9-7% Nickel und 5 % Molybdän enthalten.
Soll die Angleichung noch weiter ge trieben weiden, so kann die Wärmeausdeh nung der Leichtmetallegierung durch Sili zium herabgedrückt werden. Hierdurch kann man eine Wärmeausdehnung von 0,000017 bis 19 erreichen für Aluminium- legierungen mit etwa 13 bis<B>25%</B> Silizium. In diesem Fall ist. eine so grosse Erhöhung der Wärmeausdehnung ,der Eisenlegierung für den Kolbenringträger nicht mehr nötig.
Hier genügt ein Zusatz von minimal <B>12)%</B> Nickel und minimal 550v Kupfer, um dem Grauguss eine Wärmeausdehnung von<B>0,000016</B> bis 18 zu geben.
Der früher bestehende Unterschied in der @j7ärmeausdehnung zwischen Leichtmetall und Grauguss kann nunmehr fast ganz über brückt werden.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausfüh rungsbeispiele für die Gestaltung und An bringung solcher Kolbenringträger aus Eisenlegierungen.
Fig. 1 und 2 zeigen zwei verschiedene Ausführungsbeispiele je im Schnitt längs.,der Achse; Fig. 3 ist eine Draufsicht zu Fig. 2; Fig. 4 stellt eine dritte Ausführung im Achsialsehnitt dar; Fig, 5 und 6 zeigen Sonderausführungen im Schnitt.
Gemäss Fig. 1 ist der Gussring a oben mit einem halsartigen Ringfortsatz b ver sehen. Dieser Fortsatz zeigt verschiedene Einfräsungen e. Die für den Kolbenkörper d verwendete Aluminiumlegierung fliesst in die Zwischenräume hinein und :sichert so den Ring gegen Verdrehen.
In Fig. 2 ist ein ähnlicher Ring gezeigt, bei dem besonders die radialen Aussparungen e beachtenswert sind. Auf der Innenseite ist der Ring mit einer ringförmigen Mulde i ausgestattet. Die Erprobung hat ergeben, dass, dies die :günstigste Form ist, um ein gutes Ausfliessen des Leichtmetalles zu er reichen. Eine weitere Form zeigt die Fig. d.
Hier ist ein Kordelgewinde f in den Pling a ein geschnitten, und zwar gegenläufig, das heisst bis zurr :litte Rechtsgewinde, die andere Hälfte Linksgewinde.
Die Fig. 5 zeigt einen Ring a, in dem zwei Kolbenringe g eingebettet sind. Hier- < lurch wird das Ausschlagen ider Kolbenring- uttten vermieden, da. die Härte des Ringes a bei Betriebstemperatur genügend gross ist, ,ini die schlagartigen Beanspruchungen auf zunehmen.
Trotzdem ist eine gute Wärme- ableituiig nach der Zylinderwand gewähr leistet, weil nicht alle Kolbenringe, sondern nur die am meisten beanspruchten, obersten Hinge in dem harten Material a eingebettet sind. Die eingezeichneten Pfeile veranschau lichen den Wärmefluss.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführung s form, bei der der harte Ring<I>a</I> bei h. bis zum Kolbenboden hochgezogen ist. Dies ist aus folgendem Grunde zweckmässig. Durch den Seitendruck wird bekanntlich der Kol ben von einer Zylinderwand zur andern ge schoben und der Kolbenboden kommt in un mittelbare Berührung- mit der Zylinderwand.
Während das Leichtmetall des Kolben körpers zu weich isst, um dieser dauernden Reibung an der Zylinderwand Widerstand zt1 leisten, ist durcb das Hochziehen des Grau- "#-tissringes entsprechend längere Verwendbar- keit des Kolbens erreicht.
In allen Fällen ist es vorteilhaft, den Ringträbei- vor dein Einlegen in die Kokille derart zii erwärmen, dass eine gleichmässige Erstarrung des L eiclitmetalles am Ringträger erreicht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Leichtmetallkolben für Brennkraftma- schinen mit eisernem Kolbenringträger, da- durch gekennzeichnet, dass der Eisenlegie rung für den Kolbenringträger durch Legie rungszusätze eine so grosse spezifische Wärmeausdehnung gegeben ist, dass sie der jenigen der für den Kolbenkörper verwen- deten Leichtmetallegierung nahezu gleich kommt.UNTERANSPRACHE: 1. Leichtmetallkolben nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die spezifisch,- Wärmeausdehnung des. eiser nen Kolbenringträgers durch Anwendung einer Eisen-Nickellegierung etwa 0,000020 beträgt und als Werkstoff für :den Kol benkörper eine Leichtmetallegierung ver wendet ist von nicht wesentlich mehr als 0,000022 spezifischer Wärmeausdehnung. ?. Leichtmetallkolben nach dem Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Eisen-Nickellegie- rung ein Zusatz von Holybdän gegeben ist. 3. Leichtmetallkolben nach dem Patentan spruch, @dadureh gekennzeichnet, dass der Leichtmetallegierung des Kolbenkörpers .durch Zusatz von Silizium eine besonders geringe Wärmeausdehnung gegeben ist. d.Leichtmetallkolben nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der eiserne Kolbenringträger auf seiner Innen seite mit einer ringförmigen Mulde ver sehen ist. 5. Leichtmetallkolben nach .dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur die dem Kolbenhoden benachbarten Kol- benringnuten im .eisernen Kolbenring träger eingeformt .sind.
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| CH166316T | 1932-12-19 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH166316A true CH166316A (de) | 1933-12-31 |
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|---|---|---|---|
| CH166316D CH166316A (de) | 1932-12-19 | 1932-12-19 | Leichtmetallkolben für Brennkraftmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH166316A (de) |
-
1932
- 1932-12-19 CH CH166316D patent/CH166316A/de unknown
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