CH166017A - Entzerrende Verstärkerschaltung für Fernmeldekabel. - Google Patents

Entzerrende Verstärkerschaltung für Fernmeldekabel.

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CH166017A
CH166017A CH166017DA CH166017A CH 166017 A CH166017 A CH 166017A CH 166017D A CH166017D A CH 166017DA CH 166017 A CH166017 A CH 166017A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

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  Entzerrende     yerstärkersehaltung    für Fernmeldekabel.    Die Erfindung betrifft eine entzerrende       Verstärkerschaltung    für Fernmeldekabel, bei  der die     Einschwingzeit    und Grösse der nicht  linearen Verzerrung erheblich vermindert  sind.  



       Abb.    1 zeigt schematisch den Aufbau be  kannter     Verstärkerschaltungen    unter     Fort-          lassung    der für die Erläuterung der Erfin  dung unwesentlichen Teile.

   P ist ein     Poten-          tiometer,    welches eine veränderliche Ein  stellung der Verstärkungsziffer gestattet und  im Falle eines     -#Tierdrahtverstärkers    so be  messen ist, dass die dort endende Leitung  mit ungefähr ihrem Wellenwiderstand ab  geschlossen ist.

       L'd,    ist ein     Vorübertrager,     der     sekundärseitig    unmittelbar auf das Git  ter der Röhre arbeitet, R eine     Verstärker-          röhre,,        Dr    eine Drossel, über welche die     Ano-          deh        y-    "     g    der Röhre zugeführt wird.

       Pa-          ralleI        ä-dtmer    Drossel liegt unter Zwischen  schaltung der beiden Kondensatoren     C.=    und  Ca, die zur Abriegelung des Gleichstromes  dienen, der Nachübertrager     Ue2.    Die Klem-         men    1, 2 und 3, 4 führen im Falle einer       Vierdrahtleitung    entweder direkt oder über       Ringübertrager    zum Kabel; im Falle einer       Zweidrahtleitung    zu den Ausgleichsübertra  gern, gegebenenfalls unter Zwischenschal  tung von Spulen- und     Kondensatorketten    zur  Begrenzung des Frequenzbandes.  



  In dem Primärkreis des     Vorübertragers     liegt ferner eine     Entzerrerschaltung.    die  meist aus der Serienschaltung eines     Konden-          sators        C,    und einer Spule     L,    besteht. Diese  dient dazu, die Verstärkung so     frequenz-          abhängzg    zu machen, dass die unvermeid  liche, durch das Kabel bedingte Verzerrung  aufgehoben wird. Bei     Vierdrahtleitungen          liegt    ferner aus Anpassungsgründen ein Kon  densator     C.,    in Serie mit den Eingangsklem  men.  



  In     Abb.    2 sind einige Grenzfälle für den       frequenzabhängigen        Dämpfungsverlauf    der  besonders wichtigen Kabeltypen dargestellt.  Die Kurven 1 und 2 zeigen einen besonders  stark abfallenden Verlauf nach den niederen      Frequenzen hin. Der zur Kompensation  dieses     Dämpfungsabfalles        nötige    Abfall der  Verstärkung wurde bisher dadurch erreicht,  dass der Kondensator     C2    so klein gewählt  wurde, dass die niederen Frequenzen in dem.

         gewünschten    Mass gedrosselt     wurden.    Zur  Hebung der     Verstärkerkurve    bei hohen Fre  quenzen dient im wesentlichen eine derart  gewählte     Induktivität        L1,    dass im Zusammen  wirken mit der     Windungskapazität        Q    des       Vorübertragers    infolge Resonanz die     ge-          wünschte    Spannungssteigerung am Vorüber  trager erzielt wird.  



  Um möglichst für alle Kabeltypen einen  einheitlichen Aufbau zu haben,     wurde    in den  Fällen, in denen bei niederen Frequenzen ein  weniger steiler Abfall der Verstärkung not  wendig ist (Kurve 3     und    4) in Serie mit  der Spule     L,_    eine Kapazität     C"    eingeschaltet,  die so gewählt wurde, dass sie bei niederen  Frequenzen mit     L,    und der     Primärinduk-          tivität    des     Verstärkerübertragers        U81    infolge  Resonanz die     gewünschte    Spannungserhö  hung am     Vorübertrager    ergibt.  



  Die Erfindung beruht auf der Erkennt  nis, dass diese mehrfache Benutzung von Re  sonanzen (trotzdem die     Resonanzenstellen     meist erst ausserhalb des     Übertragerbereiches     liegen) sehr erhebliche Nachteile in bezug  auf     Einschwingzeit    und nichtlineare Verzer  rungen hat.

   Die     nichtlinearen    Verzerrungen  lassen sich zwar zum Teil dadurch vermin  dern, dass als Kernmaterial nur hochwertige  magnetische     Materialien    benutzt werden, je  doch ist dieser Ausweg ausserordentlich     un-          wirtschaftlich.    Die Erzielung des steilen Ab  falles der     Verstärkungskurve    bei     niederen          Frequenzen    durch Wahl eines kleinen     Kon-          densators        C.    hat ausserdem 'den Nachteil,

   dass  das     Rohr        unnötig    weit ausgesteuert werden  muss (da im Anodenkreis nur ein Teil der  Energie weiter verwendet     wird    und ein  wesentlicher Teil nutzlos am Kondensator     C2     verlorengeht) und dadurch weitere nicht  lineare Verzerrungen auftreten     können.    Die       Annäherung    an Resonanz bei tiefen Fre  quenzen hat     weiterhin    den Nachteil, dass da  durch in diesem Gebiet der Eingangswider-    stand wesentlich geändert und die Anpas  sung erschwert wird.  



  Alle diese Nachteile werden nun gemäss  der Erfindung dadurch behoben, dass die       Ankopplungskondensatoren        zwischen    Ano  dendrossel und Nachübertrager so gross ge  wählt sind, dass ihr     Scheinwiderstand    im ge  samten     Übertragungsbereich    klein ist gegen  den Scheinwiderstand des Nachübertragers,  so dass sie im ganzen     Übertragungsbereich     keine merkliche Änderung der Übertragung  bewirken, das heisst für alle     Tonfrequenzen     praktisch als Kurzschluss     wirken    und ledig  lich den Gleichstrom abriegeln.

       Gleichzeitig          wird    die jeweils zur Entzerrung der     infolge     der     frequenzabhängigen    Kabeldämpfung ver  zerrten Übertragung erforderliche Frequenz  abhängigkeit der Verstärkung ohne irgend  welche zusätzliche Schaltmittel ausschliess  lich nur durch geeignete Abmessung der  Transformatoren erzielt. Die Zahl der schwin  gungsfähigen Gebilde und damit die Ein  schwingzeit ist dadurch gegenüber der erläu  terten, bekannten     Verstärkerschaltung    ver  mindert.  



  Durch diese Massnahme wird zunächst er  reicht, dass die     Entzerrungsspule        L,    im Ein  gangskreis des     Vorübertragers    überflüssig  wird.     Ausser    diesem in erster Linie wirt  schaftlichen Vorteil     wird    ferner eine sehr  wesentliche elektrische Verbesserung ermög  licht. Da der Abfall der Verstärkungskurve  bei niederen Frequenzen ohne Resonanz  mittel eintritt, die im     Nebenschluss    zum       Schwächungswiderstand    den Eingangsschein  widerstand erheblich beeinflussen, kann auch  der     Anpassungskondensator        C°    am Eingang  des Verstärkers entbehrt werden.  



  Versuche haben ergeben, dass die neue       Verstärkerschaltung    bei sonst gleichen Mate  rialien zu     einer    überraschenden Verbesserung  in der     Einschwingzeit    und nichtlinearen  Verzerrung führt.  



       Abb.    3, 4 und 5 zeigen zum Vergleich die       Einschwingzeit    an drei Verstärkern gleicher  Verstärkung und     Frequenzabhängigkeit,    und  zwar gilt     Abb.    3 für die bisherigen Verstär  ker mit kleinem Kondensator     C2    = 0,02     ,u   <I>f,</I>           Entzerrungskondensator        Cl,    Spule und An  passungskondensator     C.,    und die     Abb.    4 und 5  für Ausführungsbeispiele erfindungsgemässer  Schaltungen.

       Abb.        -t    gilt für grosse Konden  satoren     Cl,        C,    und ohne zusätzliche Schalt  mittel für die Entzerrung. Bei den Verstär  kern gemäss     Abb.5    ist ausserdem der An  passungskondensator     C4    fortgelassen.  



  Bei allen drei Abbildungen bedeutet stets  die obere Kurve die     Eingängsspannung    und  die untere Kurve die Ausgangsspannung des  Verstärkers.  



  Bei der erfindungsgemässen Schaltung  wird die Entzerrung im     wesentlichen    durch  die Eigenschaften der Übertrager bestimmt.  Eine vollkommene Anpassung an die     Dämp-          fungskurve    der jeweils zugeordneten     Leitung     ist nun aber nicht möglich, wenn die elek  trischen Eigenschaften der serienmässig her  gestellten Übertrager beim Zusammenschal  ten des Verstärkers mit der zugeordneten  Leitung nicht mehr beeinflusst werden kön  nen.    Dieser Nachteil kann vermieden werden,  wenn die Übertrager mit einer von aussen  zugänglichen Vorrichtung versehen werden,  die eine Änderung der     Streuinduktivität    auch  nach Fertigstellung des Übertragers ge  stattet.

   Die Änderung der     Streuinduktivität     kann dabei auf verschiedene Weise bewirkt  werden, so können zum Beispiel die     Primär-          und    Sekundärwicklungen auf dem Kern ver  schiebbar angeordnet sein und etwa mit Hilfe  einer Schraubenspindel einander genähert  oder voneinander entfernt werden. Eine wei  tere Möglichkeit besteht in der Veränderung  des magnetischen Leitwertes des Eisenkernes  mit Hilfe eines variablen Luftspaltes.

   End  lich kann man     zwischen    den beiden Spulen  einen magnetischen     Nebenschluss        veränder-          Iieher    Grösse     anbringen,    so dass sich ein Teil  
EMI0003.0025     
  
    vier <SEP> Kraftlinien <SEP> jeder <SEP> Spule <SEP> schliessen <SEP> kann,
<tb>  Q. <SEP> \ <SEP> <B>J</B> <SEP> ern <SEP> der <SEP> andern <SEP> Wicklung <SEP> zu
<tb>  dnrc <SEP> ." <SEP> -,       In den     Abb.    6 bis .8 sind die beschriebenen  drei Möglichkeiten schematisch dargestellt.

         Bei    der Anordnung nach     Abb.    6, die einen    Gittertransformator     darstellt,    erfolgt die  Veränderung der Streuung durch Nähern  oder Entfernen der auf dem Kern 1 auf  gebrachten Spulen 2, 3 und 4 mit Hilfe     dei     Schraubenspindel 5. 3 ist die Primärspule,  die zweckmässig     unverschiebbar    angeordnet  ist,     während    die beiden Sekundärspulen 2  und 4 durch Drehen der Spindel 5 der Pri  märspule gleichzeitig genähert oder gleich  zeitig von ihr entfernt werden.

   Der Ein  gangsscheinwiderstand des Übertragers än  dert sich dabei in gewissen Grenzen, und  zwar steigt er     mit    zunehmender Streuung,  das heisst beim Entfernen der Spulen und  fällt     mit    abnehmender     Streuung,    das heisst  beim Nähern der Spulen.  



  Bei der Anordnung der     Abb.    7 wird die  Veränderung der Streuung durch Vergrössern       bezw.    Verkleinern des     magnetischen    Leit  wertes des Eisenweges bewirkt, und zwar  durch Verkleinern     bezw.        Vergrössern    des  Luftspaltes 6. Eine Vergrösserung des Luft  spaltes 6 hat eine Verkleinerung des Leit  wertes des Eisenweges zur Folge und da  mit eine Veränderung des Verhältnisses von  Leitwert des Streuweges zu     Leitwert    des  Eisenweges, das für die prozentuale Streuung  massgebend ist.

   Da sich aber der Gesamt  fluss dadurch auch verringert, so kann die  tatsächliche     Streuinduktivität    in Wirklich  keit je nach der Grösse des Luftspaltes klei  ner oder grösser sein als die ursprüngliche.  Im übrigen ist mit der Verringerung des Ge  samtflusses auch eine Verringerung des     Ein-          gangsseheinwiderstandes    verbunden. Der       Eingangsscheinwiderstand    fällt somit bei der  Anordnung der     Abb.    7 mit     wachsender    pro  zentualer Streuung im Gegensatz zu der  Anordnung der     Abb.    -6, bei der. Eingangs  scheinwiderstand und prozentuale Streuung  gemeinsam ansteigen.

   Die konstruktive Aus  führung der Vorrichtung, die zum Ver  grössern oder Verkleinern des Luftspaltes 6  dient, ist beliebig. Beispielsweise kann die  eine Hälfte des     Eisenkernes    fest an der Kap  sel des     Übertragers    angebracht sein, während  die andere Hälfte mit Hilfe einer Druck  schraube mehr oder weniger gegen die fest-      stehende Hälfte     bezw.    gegen zwischen beiden  befindliche Federn aus magnetischem oder  aus nichtmagnetischem Material gepresst wird.  Es kann auch nach Art eines Drehkonden  sators     ein        Stück    magnetisches Material von  der Grösse des     Luftspaltes    mehr oder weniger  in den Luftspalt eingedreht werden.

   Zweck  mässig     wird    man in diesem Fall nur     einen     Luftspalt, vorzugsweise in dem mittleren  Schenkel anbringen.    In     Abb.    8 ist eine Anordnung dargestellt,  bei der die variable Streuung durch einen  magnetischen     Nebenschluss    veränderlicher  Grösse erzeugt     wird.    Zu diesem Zweck sind  auf der Platte 7, die mit Hilfe des Bolzen 9  und des Drehkopfes 10 gedreht werden kann,  zwei Klötzchen 8 aus magnetischem Mate  rial angebracht.

   Ist die Stellung der Scheibe  7     nun    so, dass sich die Klötzchen 8 in der  Ebene des Kernes 1 befinden, so ist der mag  netische Leitwert des Streuweges über die  beiden     Klötzchen    am grössten und damit auch  die Streuung. Stehen die     beiden    Klötzchen  dagegen senkrecht zu der Ebene des Kernes  1, so ist der     Leitwert    des Streuweges und  damit auch die Streuung selbst am kleinsten.  Der Einfluss auf den Scheinwiderstand ist  bei der Anordnung nach     Abb.    8 im wesent  lichen derselbe wie bei der Anordnung nach       Abb.    G.  



  Die Möglichkeiten zur Verwirklichung  der Anpassung sind mit diesen drei Bei  spielen natürlich nicht erschöpft. So lässt  sich zum Beispiel eine     Kombination    der An  ordnungen nach     Abb.7    und 8 ausführen,  indem man dem     Mittelschenkel        einen    recht  eckigen Querschnitt gibt, der von der Qua  dratform möglichst abweicht     und    die Scheibe  7 entweder teils aus magnetischem, teils aus       unmagnetischem    Material zusammensetzt  oder aber aus     magnetischem    Material her  stellt und verschieden stark macht.

   Durch  eine derartige     Kombination    kann     die    Ab  hängigkeit des     Eingangsscheinwiderstandes     von der Streuung     entweder    völlig aufgeho  ben oder aber ihr Verlauf in weiten Grenzen  festgelegt werden.         Ferner    beschränken sich die Ausfüh  rungsmöglichkeiten nicht auf nebeneinander  angeordnete Spulen. Es können zum Beispiel  auch zwei übereinander angeordnete Spulen  gegeneinander verschoben werden, oder es  kann .ein Zylinder aus     magnetischem    Mate  rial zwischen- die Spule eingeschoben werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Entzerrende Verstä,rkerschaltung für Fern meldekabel, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer möglichst kurzen Ein schwingzeit und möglichst kleiner nicht linearer Verzerrungen die Ankopplungskon- densatoren zwischen Anodendrossel und Aus gangsübertrager so gross gewählt sind, dass ihr Scheinwiderstand im gesamten Über tragungsbereich klein ist gegen den Schein widerstand des Nachübertragers,
    und dass die jeweils zur Entzerrung der infolge der fre- quenzabhängigen Kabeldämpfung verzerrten Übertragung erforderliche Frequenzabhängig- keit der Verstärkung ohne irgendwelche zu sätzliche Schaltmittel ausschliesslich nur durch geeignete Abmessung der Transforma toren erzielt ist. UNTERANSPRüCHE 1. Verstärkerschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Übertrager mit einer von aussen zugänglichen Vorrichtung versehen ist, die eine Änderung der Streuinduktivität des Übertragers gestattet.
    2. Verstärkerschaltung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Betätigung der Vorrichtung, welche die Änderung der Streuung gestattet, ein gegenseitiges Nähern oder Entfernen der Primär- und Sekundärwicklung des Über tragers bewirkt wird.
    3. Verstärkerschaltung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Betätigung der Vorrichtung, die die Änderung der Streuung gestattet, eine Änderung des magnetischen Leitwertes des Eisenweges bewirkt wird, indem ein Luftspalt variiert wird.
    -1 ,. Verstärkerschaltung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Betätigung der Vorrichtung, die die Ändermi- der Streuung gestattet, ein magnetischer Nebenschluss von Null bis zu einem Maximalwert variiert wird.
CH166017D 1931-04-23 1932-04-04 Entzerrende Verstärkerschaltung für Fernmeldekabel. CH166017A (de)

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