CH136159A - Verfahren und Vorrichtung zum Schutz elektrischer Maschinen und Apparate. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schutz elektrischer Maschinen und Apparate.

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CH136159A
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  Verfahren und Vorrichtung zum Schutz elektrischer     Naschinen    und Apparate.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zum Schutz elektrischer Maschi  nen und elektrischer Apparate und     besteht.     darin,     dass    die bei nicht normalen Betriebs  zuständen sich bildenden Dämpfe, Rauch  und gasartigen Zersetzungsprodukte der  festen und flüssigen Isoliermittel durch den  Weg der Wärmestrahlen einer     Wärmequelle     geführt     werden,    so     dass    sich der physikalische  Zustand eines die Wärmestrahlen auffangen  den Wärmeempfängers beim Eintreten der  Gase, Dämpfe oder des Rauches in den       Strahlenweg    der Wärmequelle verändert,

    wodurch ein zum Schutz der Maschine oder       fies    Apparates dienender Vorgang eingeleitet  wird.  



  Auf der Zeichnung sind drei Ausfüh  rungsbeispiele der Vorrichtung zur Ausfüh  rung des Verfahrens schematisch dargestellt.  



  In     Fig.    1 bedeutet a eine Wärmequelle,  die     beispielsweise    aus einem elektrisch ge  heizten     Silitstab,    einem Widerstandsdraht,  dem     iSystem    einer Glühlampe, der Flamme    eines Bunsenbrenners bestehen kann. Als  Wärmeempfänger, der für Wärmestrahlung  empfindlich ist, und dessen physikalischer  Zustand sich bei Änderung der Wärmestrah  lung verändert, dient ein     Thermoelement    b.  In dem Stromkreis des     Thermoelementes        b     befindet sich ein     Messinstrument    h, das mit  einem Kontaktsystem i versehen ist.

   Zur  besseren Ausnutzung der     iStrahlung    ist hin  ter der     Wärmequelle    a ein Reflektor c an  geordnet. Zwischen .der Wärmequelle a und  .dem     Thermoelement    b     liegt    im Weg der  Wärmestrahlen ein Rohr d mit Ansatz  stutzen e und f, .die für die Zu- und Abfüh  rung der Gase, Dämpfe oder des Rauches  dienen. Die Enden des Rohres sind mit. für  Wärmestrahlen     ;durchlässigen    Platten g und  g' .abgeschlossen.  



  Entstehen nun in der zu schützenden  elektrischen Maschine oder Apparat, zum  Beispiel in einem Generator, infolge nicht  normaler Betriebszustände Dämpfe, gas  artige :Zersetzungsprodukte oder Rauch, so      gelangen diese durch ein nicht dargestelltes  Verbindungsrohr, das am     Einlassstutzen    e  des Rohres<I>d</I> endet, in ,das Rohr<I>d</I> und durch  ziehen es zum Beispiel in der Richtung der  eingezeichneten     Pfeile.    Da das     Wärmeab-          sorptionsvermö.gen    ,dieser Gase, Dämpfe oder  des Rauches von dem des sonst im Rohr vor  handenen Stoffes abweicht, so gelangt eine  geringere oder grössere Wärmemenge an das       Thermoelement    b, dessen elektrische Eigen  schaften sich damit ändern,

   das heisst es än  dert sich die vom Element erzeugte elektro  motorische Kraft und damit die Stellung des  Kontaktzeigers des in den Stromkreis des       Thermoelementes    eingebauten Instrumen  tes h.  



  Das     Kontaktinstrument    h, .das auch  .durch eine andere mit einer Kontaktvorrich  tung versehene Einrichtung beliebiger Art  ersetzt sein kann, dient dazu, beim Eintreten  der Dämpfe, .des Rauches oder des gasartigen  Zersetzungsproduktes in das Rohr d den  ,dem Schutze dienenden Vorgang einzuleiten,  zum Beispiel ein akustisches oder optisches  Signal ein- oder auszuschalten, den gefährde  ten elektrischen- Apparat direkt oder indirekt  abzuschalten oder eine andere geeignete  Funktion     auszuüben.     



  An Stelle des     Thermoelementes    b könnte  auch ein anderer geeigneter Wärmeemp  fänger verwendet werden, dessen elektrische  Eigenschaften sich bei Änderung der Wär  mebestrahlung verändern, zum Beispiel auch  ein elektrischer Widerstand. In diesem Falle  müsste in seinen Stromkreis eine     .Stromquelle     eingebaut sein. Bei Veränderung der  Wärmestrahlung des Widerstandes ändert  sich dessen Temperatur, also auch sein  Widerstandswert und damit der Stromdurch  gang, sowie damit wiederum die Stellung  des     Kontaktzeigers    des Instrumentes h.  



  Ferner könnte auch ein Wärmeempfänger       verwendet    werden, der so ausgebildet ist,       dass    bei sich ändernder Bestrahlungsintensi  tät desselben nicht dessen elektrische Eigen  schaften geändert werden, sondern     dass    die  Änderung seines physikalischen Zustandes    zum Beispiel in einer Längen- oder Dicken  änderung besteht.  



  An .Stelle des Reflektors c könnte auch  vor ,der Wärmequelle     a    eine Linse zur  Sammlung -der Wärmestrahlen vorgesehen  sein.  



  Anstatt. durch Platten g und g' abge  schlossen zu sein, könnten die Enden des  Rohres d auch offen sein. In diesem Falle  treten die Gase, Dämpfe oder der Rauch  statt durch den     ,Stutzen    e an der     iStelle,    an  der die Platte<I>g</I> sass, in das Rohr<I>d</I> ein, und  an der Stelle, an der die Platte g' sass, aus  dem Rohr wieder aus, so     $ass    die Stutzen e  und f fortfallen.  



  Der Umstand, dass sowohl die Wärme  quelle a als auch der Wärmeempfänger b  ihre Temperatur mit ändernder Aussentem  peratur ändern, ist für die Wirkungsweise  .der ganzen Einrichtung störend, falls man  nicht eine so grobe Einstellung vornimmt,  dass die in den Räumen vorkommenden Tem  peraturschwankungen von der niedrigsten  bis zur höchsten Grenze von der Einrichtung  nicht erfasst werden. Durch Änderungen der  Aussentemperatur würde sich normalerweise  die Einstellung des Instrumentes verändern,  da infolge dieser Änderungen der Gesamt  widerstand des Empfängers, sowie auch die  Gesamttemperatur der Wärmequelle verän  dert wird.

   Um diese infolge der     @Schwan-          kungen    der Aussentemperatur bewirkten  Veränderungen in den Temperaturen der  Wärmequelle oder des Wärmeempfängers  zu verringern, kann man zum Beispiel bei       Anordnungen    mit elektrisch geheizter Wär  mequelle so vorgehen, dass man die der       Wärmequelle    und dem Wärmeempfänger  durch den sie durchfliessenden Strom zu  geführten Wärmemengen in Abhängigkeit  der Veränderungen der Aussentemperatur  verändert. Das geschieht durch Änderung  ,des Stromes.

   Schaltet man in die elek  trischen Stromkreise des Wärmeempfängers       bezw.    der Wärmequelle einen veränder  lichen Widerstand, dessen Einstellung zum  Beispiel durch einen     Bimetallstreifen    kon  tinuierlich verändert wird, so kann man bei           passender    Wahl der Organe eine solche Ver  änderung der Stromstärken bei einer Ver  änderung der Aussentemperatur erreichen,       dass    praktisch die Unabhängigkeit der  Wärmequelle oder des Wärmeempfängers  von der Aussentemperatur erreicht wird.

   Soll  also !die Einrichtung im Bedarfsfalle ohne  Verzögerung in jedem Augenblick, un  bekümmert um die Höhe der Aussentempera  tur, ansprechen, so kann sowohl in den  Stromkreis der Wärmequelle allein, als auch  des     Wärmeempfängers    allein, oder aber in  beide Stromkreise ein Widerstand ein  geschaltet werden, der durch eine auf  Wärme reagierende Vorrichtung, die zum  Beispiel ein Organ aufweist, das sich bei zu  nehmender Temperatur ausdehnt und bei  sinkender Temperatur zusammenzieht, selbst  tätig bedient wird. Auf diese Weise kann  leicht erreicht werden, dass trotz der schwan  kenden Aussentemperatur für gleichbleibende  Verhältnisse im Rohr d .der Zeiger der Kon  taktvorrichtung immer eine bestimmte Stel  lung einnimmt.

   Er verlässt seine Lage erst  dann, wenn der     tStrah,lenweg    zwischen der  Wärmequelle und: dem Wärmeempfänger  zum Beispiel durch Dämpfe beeinflusst wird.  



  Man kann auch die Mittel zur Er  reichung der Unabhängigkeit in das Kon  taktsystem verlegen, indem den entsprechend  den Schwankungen der Aussentemperatur  eintretenden     Verstellbewegungen    des beweg  lichen Kontaktes des Anzeigeinstrumentes  dadurch begegnet wird,     dass    in gleichem  Masse der feste Gegenkontakt durch ein auf  Veränderungen der Aussentemperatur an  sprechendes Organ verstellt wird. Trotz der  Veränderung der Stellungen der Kontakt  teile am Instrument h hat dann unabhängig  von der Aussentemperatur der     bewegliche     Kontakt zum .Schliessen des Kontaktsystems  beim Eintreten der festzustellenden Gase,  Dämpfe oder Rauch stets den gleichen Kon  taktweg zurückzulegen, so dass die Empfind  lichkeit der Kontakteinrichtung unabhängig  von der Aussentemperatur ist.

    



       iSehr    vorteilhaft kann man die Unab  hängigkeit von der Aussentemperatur auch    dadurch erreichen, dass nach Art der in       Fig.    2 dargestellten Anordnung     zwei    Wider  stände benutzt werden, die in Brückenschal  tung .liegen und von denen nur der eine als  Wärmeempfänger b von der Wärmequelle in  der Weise beeinflusst wird, dass die in .den  Weg der Wärmestrahlen zwischen der  Wärmequelle und diesem Widerstand gelan  genden Gase, Dämpfe oder Rauch den elek  trischen Widerstand in seinem Werte ver  ändern.

   Der Wärmeempfänger b, sowie der  genau gleiche Widerstand     1c    und zwei wei  tere unter sich gleiche Widerstände     l        und        l'     sind je in den einen Ast einer     Wheatstone-          schen    Brücke eingeschaltet, die von der  Stromquelle m gespeist wird. Im Brücken  zweig befindet sich eine Kontakteinrichtung       n,    die, unabhängig von der Aussentempera  tur und auch von der Spannung .der Strom  quelle m, stets stromlos ist, solange sich zwi  schen der Wärmequelle a und dem Wärme  empfänger b nicht die nachzuweisenden  Stoffe befinden.

   Treten jedoch in das Rohr  d Gase, Dämpfe oder Rauch ein, so wird  durch die Änderung ,des Widerstandes b das  Brückengleichgewicht gestört. Das Instru  ment n kann zur Einleitung eines dem  Schutze     dienendenaVorganges    benutzt werden.  



  Die Ausführungsart der Einrichtung ge  mäss     Fig.    3 kann dazu dienen, das Verfahren  auch nach unabhängig von den Intensitäts  schwankungen der Wärmequelle zu machen.  Die Wärmequelle a sendet ihre Strahlen  hier nicht nur durch das Rohr d zur Wärme  empfangseinrichtung b, sondern gleichzeitig  auch durch ein mit dem Rohr d nicht in Ver  bindung stehendes Rohr o. zum zweiten Wi  derstand     7c.    Die Gase, Dämpfe oder der  Rauch können durch die Stutzen e und f in  das Rohr d ein- und austreten, jedoch nicht  in das Rohr o eindringen. Es ist klar, dass,  solange sich im Rohr d kein Gas, Rauch  oder Dampf befindet, .das Brückengleich  gewicht nie gestört wird, auch wenn sich  die Intensität der Wärmequelle ändert.

    Beim Vorhandensein der betreffenden nach  zuweisenden Stoffe dagegen wird der     ,Strom     im     Instrument        -n    sich einstellen.      Selbstverständlich lässt sich bei allen  dargestellten Ausführungsformen der Ein  richtung die     Wirkung    durch Verlängerung  des Weges im Rohr d steigern. Ist aus  irgendwelchen Gründen die gradlinige Fort  führungder Wärmestrahlung nicht möglich,  so kann man Spiegel oder Prismen zur Um  lenkung der Wärmestrahlen in eine andere  Richtung     verwenden.     



  Die Widerstände     l    und     l'    können     genau     so     wie,die        Widerstände    b und     1c    rausgebildet  und zur Verstärkung der Wirkungsweise  ebenfalls der Einwirkung :der Wärmestrah  len ausgesetzt werden. Es     werden    dann die  Widerstände     l    mit     lc    zusammen der aus dem  Rohr o kommenden, der Widerstand Z' da  gegen mit dem Widerstand b zusammen -der  aus dem Rohr d kommenden Wärmestrah  lung ausgesetzt.  



  In manchen Fällen ist es möglich, .das  Rohr d oder .das Rohr o     fortzulassen    und die  Wärmestrahlung direkt .auf .die Widerstände  <I>b</I>     bezw.        1e    einwirken zu lassen. In diesem  Fall könnte die Einrichtung in einem ab  geschlossenen Raum zum Beispiel derart  eingebaut sein,     dass,die    Wärmequelle sich an  der einen Seite des Raumes und der Wärme  empfänger     ün,der    gegenüberliegenden Wand  des Raumes befindet, ohne     @dass        zwischen    der  Wärmequelle und dem     Wärmeempfänger     ein Führungsrohr für die Dämpfe,

   Rauch  und gasartigen     Zersetzungsprodukte    ein  gebaut ist. Die Gase, Dämpfe oder der  Rauch würden dann den Weg .der Wärme  strahlen nicht in     Längslichtung    durch  streichen, sondern quer zu diesem Weg  durch ,den Raum     hindurchtreten.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Schutz elektrischer Na. schinen und elektrischer Apparate, da durch gekennzeichnet, dass .die bei nicht normalen Betriebszuständen sich bilden den Dämpfe, Rauch und gasartigen Zer setzungsprodukte der festen und flüssigen Isoliermittel durch den Weg der Wärmestrahlen einer Wärmequelle ge- führt werden, so dass sieh der physika lische Zustand eines die Wärmestrahlen empfangenden Wärmeempfängers beim Eintreten der Gase, Dämpfe oder des Rauches in den Strahlenweg der Wärme quelle verändert, wodurch ein dem Schutze dienender Vorgang eingeleitet wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Wärmequelle, einen Wärmeempfänger, und Mittel, welche geeignet sind, .einen dem :Schutz fienen- den Vorgang einzuleiten, das Ganze der art, dass der physikalische Zustand des Wärmeempfängers sich beim Eintreten der Gase, Dämpfe oder des Rauches in den Strahlungsweg der Wärmequelle verändert, wodurch die Mittel in Funk tion treten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet .durch eine Kontaktvor richtung, welche durch die Änderung des physikalischen Zustandes des Wärmeempfängers betätigt wird. Z. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärme empfänger ein Thermoelement vorge sehen ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärme empfänger ein Widerstand vorgesehen ist.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch Mittel, die die Wärmequelle und die Wärmeempfangs einrichtung unabhängig von den Schwankungen der Aussentemperatur machen. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch Mittel, durch welche eine von .der Aussentemperatur abhängige Beeinflussung :der Kontakteinrichtung erfolgt, derart, -dass die Empfindlichkeit der Kontakteinrichtung unabhängig von der Aussentemperatur ist. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch iI, dadurch gekennzeichnet, dass sie so aus gebildet ist, -dass die Beeinflussung der Wärmeempfangseinrichtung von den Schwankungen der Intensität der Wärmequelle unabhängig ist. 7.
    Einrichtung nach den Unteransprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Brückenschaltung liegende Wider stände vorgesehen sind, von denen wenigstens einer von der Wärmequelle in der Weise beeinflusst wird, dass die in den Weg der Wärmestrahlen zwischen der Wärmequelle und diesem Wider stand gelangenden Dämpfe, Gase oder Rauch die elektrische Leitfähigkeit die ses Widerstandes verändern, das Ganze zum Zwecke, die gesamte Einrichtung unabhängig von den .Schwankungen der Aussentemperatur zu machen.
CH136159D 1927-06-30 1928-06-22 Verfahren und Vorrichtung zum Schutz elektrischer Maschinen und Apparate. CH136159A (de)

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