Explosionsmotor. Die Erfindung betrifft einen Explosions motor, dessen Zylinder sieh um die eigene Achse dreht.
Die Erfindung besteht darin, dass Brenn stoff, Luft und Schmierbl dem Zylinder ach- sial oder parallel zu seiner Achse zugeführt und am Zylinderumfang in den Zylinder ein geführt werden. Ein derartiger Motor eignet sich besonders zur Herstellung von Mehrfach motoren, die mit grosser Geschwindigkeit- um laufen und bei denen hin- und hergehende Teile nach Möglichkeit züi vermeiden sind.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung veranschaulicht-, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> einen Längsschnitt durch den Mo tor, und Fig. 2 einen Schnitt, in grösserem Mass- stabe gezeichnet, durch den obern Teil dieses Motors, aus welchem Schnitt die Zufuhr von Brennstoffgemenge, Schmieröl und Verbren nungsluft ersichtlich ist.
Wie in Fig. <B>- 1</B> dargestellt, bestellt der Mo tor im wesentlichen aus einem Zylinder 21, der sich um seine geometrische Achse dreht. Am Unterteil dieses Zylinders sitzt zu diesem Zweck ein Kegelzahnrad 22, welches mit einem auf,(lem Teil<B>23</B> der<B>-</B> Motorwelle- sitzen- .den Kegelzahnrad 24 kämmt. Die Motorwelle wird durch die Pleuelstange 25 angetrieben.' Der Teil<B>23'</B> der Motorwelle überträgt die vom Motor erzeugte Drellbewegung mittelbar auf den zu überwindenden Widerstand.
Ritt lings auf den beiden Wellenteilen<B>23, 23'</B> ist eine Süllwungmasse <B>26</B> ang"eordnet.
Wird die Drehung,der Motorwelle auf den Zylinder 21 übertragen, so dreht sich dieser gemä,ss dem gewählten Durchmesserverhältnis der Kegelzahnräder 22 und 24 halb so schnell als die Motorwelle, zum'Zwee'ke, <B>d</B> -en Brenn- stoffeinlass undden Auspuff, sowie die Koni- pressionsperiode in der -gewünschten Weise zu regeln.
-den Zylinder 21 ist Um & n sieh drehen ein Mantel<B>27</B> angeordnet, welcher mit einer Reihe von Durchlochungen- <B>27'</B> -versehen ist mit in das Innere des Hohlraumes<B>28</B> vör- stehenden Randteilen.- Am Oberende-ist der Mantel mit einem Kukellager <B>29</B> v6rdehen, -in -welchem der Zylinder-9-1 sieh dreht. Ein der- artiges Kugellager kann zweckmässig auch unten zwischen Mantel und Zylinder vor- ."eselien werden.
Der Mantel<B>27</B> ist hegelförmig ausgebil det, wobei der engere Teil nach unten gerich tet ist. An seinem untern Ende ist der Man- tel mit den Lagern für die Laufringe der Wel lenteile<B>23, 23'</B> versehen.
Der Zylinder 21 ist an seinem Umfange mit spiralförmig angeordneten Rippen<B>30</B> ver sehen zur Erhöhung der Festigkeit des Zy linders. Am Oberteil des Zylinders befinden <U>sich</U> in verschiedenen Höhenlagen Offnungen <B>31,</B> die zum Einführen des aus vergastem Brennstoff und Verbrennun-sluft bestehen den Verbrennungsgemenges und zum Aus- fretenlassen der Auspuffgase dienen.
Die Kontrolle,dieser Öffnungen geschieht vermit- telts eines am Gehäuse<B>27</B> befestigten Ringes <B>n</B> <B>32,</B> der mit Öffnungen und Trennungswänden versehen ist, durch die bei der Drohung des Zylinders in Verbindung mit den Durelilass- öffnungen in diesem die Steuerung der vor- sehiedenen Arbeitsperioden im Zylinder er folgt.
Das Verbrennungsgemerge strömt durch den obern Teil<B>33</B> des Mantels<B>27</B> zu und dringt oberhalb der Trennungswand<B>32'</B> in den Zylinder ein, während die Auspuff gase unterhalb dieser Trennungswand in den Raum<B>28</B> gedrückt werden. Der Kolben 34 ist mittelst eines Kugelgelenkes<B>35</B> mit dem obern Ende der Pleuelstaiige 25 verbunden. Die Pleuelstange ist so ausgebildet, dass eine gewisse Veränderung ihrer Länge möglich ist, um die Kompressionsperiode entsprechend dem verwendeten Explosion"z:geiTierige regeln <B>zu</B> können.
An seiner Oberseite ist der Kolben 34 mit einer konkaven Absehlusswandung 34' ver sehen, die durch spiralförmige Querwandun- "en (r 34"' verstärkt ist, welche ausserdem den Zwech haben, das<B>01</B> dem Kugelgelenk<B>35</B> zuzuführen.
Der Kolben sitzt frei drehbar auf der Pleuelstange und wird bei der Drehbewegung des Zylinders durch diesen infolge der zwi- sehen beiden vorhandenen Olschicht mit genommen. Es wird hierdurch einerseits ein direkter Reibungseingriff zwischen den Me tallflächen von Zylinder und Kolben vermie den, anderseits bildet das zwischen den bei den -#Vanduii",en vorhandene<B>01</B> eine -ute <B>Ab-</B> dichtung, so dass Kolbendielitungsringe und ihre Nachteile vermieden werden.
Aus der beschriebetien Durehbildung des Motors lässt sich entnehmen, (lass der Motor gegenüber den bekannten Motoren nur sehr wenige bewegte Teile besitzt, und zwar hauptsächlich, weil dureh die Drelibewegung des Zylinders gleichzeitig die Steuerung er- t' er, folgt. Da ein direkter Reibungseingriff zwi- sehen Kolben und Zylinder vermieden ist, ist auch die Abnutzun- sehr -ering.
Der Brennstoff wird durch die Leitung 41 in flüssigem oder gasförmigem, mit Luft vermischtem Zustand zugefülirt, in welch letzterem Falle seine Vergasung züm Beispiel in einem nicht dargestellten.- für mehrere Mo- tore gemeinschaftlichen Vergaser stattfinden kann.
Aus der Leitung 41 gelangt der Brenn- ?n t# stoff durch eine mit kapilhiren Kanälen ver sehene Düse<B>36</B> (Fig. 2) in den vertieften Teil der Zylinderstirnwand, -welcher die Form eines umgestürzten Kegels mit einer ge krümmten Erzeugenden besitzt.
Da der<B>Zy-</B> linder mit seiner Stirnwand sich dreItt, die darüber befindliche Wandung mit den kapil laren Durchlässen aber feststehend angeord net ist, so wird dem Brennstoff bezw. dem Brennstoff- und Luftgemenge eine Dreh bewegung erteilt mit gleichzeitiger Zentri- fiagalbewegung,
so dass es sieh in Form einer dünnen Schicht ausbreitet und innig mit der durch die Offnungen <B>38</B> in dem trichter förmigen Sieb<B>39</B> einströmenden Verbren nungsluft bezw. Zusatzverbrennungsluff vor.- mengot.
Das kalte Verbrennungsgemenge kühlt Trährend seiner Bewegung von der Düse<B>36</B> bis zum Steuerring<B>32</B> längs der spiralför-aii- gen Rippen<B>50</B> die Stirnwand des Zylinders 21, <B>ab</B> und wird in dieser Weise schon vor gewärmt, ehe es in den Zylinder eindringt. Das Schmieröl, wird durch ein Rohr 40 zu führt, welches neben dem Rohr 41 angeord net ist, durch das die Zuführung des Brenn- stoffes erfolgt.
Dieses<B>01</B> gelangt über das Kugellager<B>29,</B> den spiralförmigen Rippen<B>50</B> entlang, bis zum Steuerring<B>32</B> und fliesst durch- den Zwischenraum zwischen Steuer ring und Zylinder nach unten, wo es die Wellenlager und das Lager der Pleuelstange schmiert. Da dieses<B>01</B> in flüssigem Zustande verbleibt, wird es während der Saugperiode nicht in wesentlichem Umfange in das<B>Zy-</B> linderinnere eingesaugt, sondern fliesst zu den La.-lern der Kurbelwelle<B>23, 9,3'</B> und gelangt von hier in der Hauptsache,durch -'L#litn#.tlime durch die Stliwungmassen <B>-9ss</B> aus dem Kur belgehäuse in das Zylinderinnere, wo es durch den gleichfalls sich drehenden Kolben mitgenommen wird.
Im Innern des Zylinders wird es,durch den Kolben nach aufwärts be wegt und zum Teil durch die Rippen 34"* dem 1-Zugel,-,elenl-, <B>35</B> zwischen Kolben und Pleuel- Stange zugeführt.
Die Abgase treten durch die Auslass- öffnuncen unterhalb der Scheidewanclun- <B>32'</B> aus dem Zylinder und strömen hierauf den spiralförmigen, a11 der Zylinderwand-Ling vor- nIesehenen Rippen<B>30</B> entlang, derön Steigung allmählieli so zunimmt, dass die Gase<B>f</B> rei expandieren können.
Die Zündung kann gleichfalls durch deii rotierenden Zylinder erfolgen, und zwar da durch, dass ein feststehendes Reibungsorgan vorgesehen wird"das an einem Isoliersegment reibt, bis es an eine Kontaktstelle kommt. Dabei ist der Körper des Zylinders mit einer Kontaktspitze verbunden, während das Kon taktsegment an der leitenden Stelle mit dem andern Pol in Verbindung sieht.