AT98141B - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Formfräsern. - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Formfräsern.

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  Verfahren und Maschine zur   Herstellung   von Formfräsern. 



   Es sind Verfahren und Maschinen zur Herstellung von   Formfräsern   mit hinterdrehten Schneidzähnen bekannt, die radial zur Fräserachse liegende   Brustflächen   bzw. Schneidflächen besitzen. Diese   Brustflächen   können dabei entweder parallel zur   Fräserachse   oder in   Schraubenflächen   liegen. Bei diesen Verfahren führt das Werkstück eine Drehbewegung und das Werkzeug eine hin und hergehende Hinterdrehbewegung aus. Demgegenüber bildet den Gegenstand der Erfindung ein Verfahren und eine Maschine zur Herstellung von Formträsern mit hinterdiekten Schneidzähnen, die hinterschnittene, 
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 Weise entweder parallel zur Fräserachse oder in   Schraubenflächen   liegen.

   Unter der Voraussetzung, dass das Werkstück eine Drehbewegung und das Werkzeug die hin und her gehende Hinterdrehbewegung ausführt, besteht das Veifahien   da : in.   dass entweder das Werkstück oder das Werkzeug eine   zusätzliche   Bewegung erhält, um das Nacheilen der Punkte der   Schneidkanten   mit kleinerem Abstand von der   Fräserdrehachse   gegenüber den weiter entfernten Punkten auszugleichen. Bei der Maschine betrifft die Erfindung die Einrichtung zur Erzeugung der zusätzlichen Bewegung des Werkzeuges. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Formfräser im Querschnitt, dessen Zähne mit hinterschnittenen, nicht radialen   Brustflächen   bzw. Schneidflächen versehen sind. Die Fig. 2-5 veranschaulichen das Verfahren zur Herstellung solcher Fräser und die Fig.'6 und 7 eine zur Ausführung dieses Verfahrens dienende beispielsweise Ausführungsform der Maschine. 



   Aus Fig.   l   ist in Verbindung mit Fig. 6 die Gestalt des herzustellenden Fräsers   A   ersichtlich. 



  Die Zähne a des Fräsers haben   hinteischnittene     Brustflächen   bzw   Schneidflächen   b, so dass sich ein   Hinterschliffwinkel a   und ein günstiger Schneidwinkel ss ergibt. Die Hinterdiehung der Zähne ist mit dem Winkel y bezeichnet. Die   Brustflächen   b der Zähne und damit auch die Zahnlücken e liegen entweder parallel zur Fräserachse oder in   Schraubenflächen.   



   Um ein Werkstück mit nicht radialen, hinterschnittenen   Brustflächen   zu schneiden, ist es nötig, die bisherige Beziehung zwischen Werkzeugschwingbewegung und   Werkstückdrehung zusätzlich   abzuändern, da sich das Werkzeug mit Rücksicht auf die verschiedenen Dmchmesser an verschiedenen Stellen des Werkstückes um ein verschiedenes   Mass nach innen   und aussen bewegt. 



   In der schematischen Fig. 2 möge t ein Querschnittsteil an der Stelle des grössten Durchmessers eines Fräsers mit hinterschnittenen Brustflächen sein, und der Halbmesser an dieser Stelle sei r. Durch das Zusammenwirken von Schablone 18 und Taster 17 (Fig. 6 und 7) befindet sich das Werkzeug S (Stichel) in einem Abstande r von der Werkstüc. kachse und in solcher Stellung, dass es auf die Kante 
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   würde, wenn. keine   besondere Vorkehrung getroffen   wäre,   sich der Stichel   S in   der punktiert gezeichneten Stellung in der   Entfemung 1J von   der Achse befinden.

   Infolge der   Schrägstellung   der   Schneidflächen   des Werkstücks würde sein Zahn aber nicht in Berührung mit dem Stichel stehen, sondern würde von ihm durch ein dem Winkel m' entsprechendes Mass getrennt sein. Der Stichel würde jedoch sogleich 
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 die Zahnspitze von dem Stichel um ein dem grösseren Winkel m" entsprechendes Mass getrennt sein wurde, mit dem Ergebnis, dass die falsche   Schneidlinie   weiter von der richtigen Linie 11 enfernt 
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 und Drehbewegung des Werkstücks verändert. 



   Fig. 3 zeigt das Werkzeug in der Stellung   t   und in dem Abstande   1',   wie in Fig. 2. Für diesen grössten Halbmesser ist keine Veränderung der Stellung erforderlich. Fig. 4 zeigt den Stichel in der Stellung l' und bei dem gleichen Abstande r' von der Werkstüekachse, den Fig. 2 zeigt ; die Einstellung der Hinterdrehbewegung ist aber so verändert worden, dass der Zahn von der Werkzeugspitze erfasst wird. wenn die Hinterdrehbewegung einsetzt. Demnach wird der Zahn bei   e   mit der richtigen Linie 11 geschnitten. 



  Ähnlich zeigt Fig. 5 den Stichel in der Stellung l" und im gleichen   Abstande 1"1 von   der Werkstüekachse, wie in Fig. 2 ; die Einstellung der Rinterdrehbewegung ist aber auch hier so verändert. dass der Zahn von der Werkzeugspitze erfasst wird, wenn die wirksame Hinterdrehbewegung einsetzt. Der Zain wird also auch bei   t mit   der richtigen Wölbungslinie 11 geschnitten. Der in Fig. 3-5 dargestellte Arbeitsvorgang wird in keiner Weise beeinflusst oder ist in keiner Weise abhängig von der   Längsneigung   der   Schneidflächen,   d. h. es ist unwesentlich, ob diese Flächen schraubenförmig gewunden oder eben sind. 



   Die erforderlichen Veränderungen in der Beziehung zwischen Hinterdrehbewegung des Stichels und Drehbewegung des Werkstückes werden in der Weise bewirkt, dass entweder das Werkstück oder das Werkzeug eine zusätzliche Bewegung erhält, um das Nacheilen der Punkte der Schneidkanten mit kleinerem Abstand von der Drehachse, beispielsweise der Punkte 101 und   102 in   Fig. 2. gegenüber den weiter entfernten Punkten, nämlich gegenüber dem Punkt 100, auszugleiehen. Diese   zusätzliche   Bewegung kann entweder durch Verändern (vorzugsweise Voreilenlassen) der Werkstückbewegung oder durch Verändern (vorzugsweise Verzögern) der   Stichelbewegungen   erzeugt werden.

   Als einfacher hat sich die Verzögerung der Stichelbewegungen erwiesen, und das ist insbesondere erwünscht, wenn, wie es hier geschieht, eine Vorkehrung getroffen ist, zur richtigen Bearbeitung der Schraubenzähne die Werkstückbewegung (und nicht die   Hinterdrehbewegungen)   zu ändern. Um deshalb das in den Fig. 2-5 erläuterte Verfahren zu verwirklichen, werden die   Hinterdrehbewegungen verzögert. wobei   der Betrag der   Verzögerung   von der Stellung des Drehstichels bei den   verschiedenen Halbmessern abhängt,   die kleiner als der Grössthalbmesser r sind. Die Hinterdrehbewegung muss   ohne Änderung   der gegenseitigen Stellung von Stichel und Taster verzögert werden.

   Die Verzögerung bei den verschiedenen Halbmessern ist derart, dass sieh der Stichel bezüglich seiner Hinterdrehbewegung stets an derselben Stelle befindet, wenn er auf einen Werkstüekzahn trifft. Die Verzögerung erfolgt also genau im Verhältnis zu dem Mass, das die Zahnkante braucht, um die Ebene zu erreichen, in der die   Stiehdspitze   hin und her geht. 



   Bei der in den Fig. 6 und 7 dargestellten Maschine zur   Ausfühlung   des beschriebenen Verfahrens wird in der angegebenen Weise die Hinterdrehbewegung des Werkzeuges verzögert. Ein   Dorn 36 dient   zur Aufnahme des Werkstücks A. An   Führungen'37, 37   ist ein   BettscLlitten 38 versehiebbar, der einen   Querschlitten 39 trägt, auf dem ein zweiter unabhängig verschiebbarer Quersel litten 40 gleitet. der 
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 Fühlung mit der Schablone 18. Wenn der Bettschlitten   38   in der   Längsrichtung verschoben wird.   so wird der Querschlitten 39, geführt von der Schablone, quer verschoben, und der Stichel 8 so veranlasst. einem Umriss zu folgen, der jenem der Schablone 18 genau entspricht. 



   Auf den Schlitten 38 und 39 ist ein Antrieb zur Hin-und Herbewegung des Schlitten- 10 zur 
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 scheibe 45 ist drehbar in einem Lager an einem auf dem Schlitten 39 angebrachten Arm   43. An   dem Schlitten 39 ist ein Hebel 46 angelenkt, der mit seinem unteren Ende auf der Nockenscheibe 4J aufliegt und mit seinem oberen Ende auf den Schlitten 40 einwirkt. Eine Feder 47 hält den Schlitten 40 in Belührüng mit dem Hebel 46. Wenn die Welle 44 und die Nockenscheibe   4J umlaufen, wild der Hebel 46   in Schwingung versetzt und lässt den Schlitten 40 und den Stichel S hin und her gehen. Zum Antrieb der Welle 44 und der Nockenscheibe 45 dient eine in beliebiger Weise in Drekung versetzte Längs- 
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 mit der Längswelle 48.

   Auf dem Schlitten 38 ist eine wagrechte Querwelle 50 gelagert. die ein mit der Schnecke 49 in Eingriff stehendes Schneckenrad 51 trägt. Auf der Welle 50 ist ein Kegelrad 52 verschiebbar, das in ein Kegelrad   J3 auf   der Welle 44 eingreift. Zwecks Veränderung der Beziehung zwischen den Hinterdrehbewegungen des   Stichels   und den Drehbewegungen des   Werkstücks ffir vei.-chiedene   Durchmesser ist das Rad   52   mit der Welle 50 durch Stifte 62 verbunden, die in   Kurvennuten   63 der Welle fassen. Die Neigung und Krümmung dieser Nuten ist derart, dass die   Hinterdrehbewegungen   
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   Das Kegelrad 53 wird von dem   Arm 4.) getragen und   so in Eingriff mit dem Kegelrad 52 gehalten, wenn sich der Schlitten   39   und die damit verbundenen Teile quer bewegen. Die Welle 48 wird in einem solchen Verhältnis zur Spindel 55   angetlieben,   dass die Nockenscheibe 45 so viele volle Umdrehungen für jede   Werkstuckumdrehung   ausführt, als diese Zähne hat. 



   Um die Hinterdrehbewegungen des Stichels 8 nach Massgabe der Schraubengestalt der Schneidflächen zu verändern, werden vorzugsweise Mittel vorgesehen, um das   Werkstück zusätzlich   in einem Verhältnis zur Längsbewegung des Werkzeugs zu drehen. Gemäss der Zeichnung wird der Dorn 36 durch das Futter 54 einer Spindel 55 mitgenommen. Die Kraft für den Spindelantrieb wird durch eine Muffe 56 zugeführt, die in Nut-und Federeingriff mit einer kleineren Muffe 57 steht. Eine Stange 58 und ein Gabelarm 59 dienen dazu, die Muffe 57 mit dem Schlitten 38 längs zu verschieben. Die Spindel 55 ist gegen   Längsverschiebung   gesichert und ragt in die Muffe 57 hinein. Die Muffe 57 besitzt eine 
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 stücks. Ein Stift 61 der Spindel 55 ragt in die Nut 60 hinein und überträgt so Kraft von der Muffe 57 auf die Spindel 55.

   Diese Anordnung gestattet, die Spindel 55 mittels der Muffe 56 anzutreiben, wobei aber die Spindel zusätzlich im Verhältnis zur Längsverschiebung des Bettschlittens und des Stichels gedreht wird. Diese Zusatzdrehung ist so gross, dass das Werkzeug die   Schraubenzähne   richtig bearbeitet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Formfräsern mit hinterdrehten Schneidzähnen, die hinterschnitten (nicht radiale), entweder parallel zur Fräserachse oder in   Schraubenflächen   liegende Brustflächen besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass entweder das Werkstück ausser der Drehbewegung oder das Werkzeug ausser der hin und her gehenden Hinterdrehbewegung eine zusätzliche Bewegung erhält, um das Nacheilen der Punkte der Schneidkanten mit kleinerem Abstand von der Fräserdrehachse gegenüber den weiter entfernten Punkten auszugleichen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hin und her gehenden Hinterdrehbewegungen des Schneidwerkzeugs (8) mit Bezug auf die Drehbewegungen des Werkstücks in dem Masse verzögert werden, als der Abstand der Schneidkante von der Fräserdrehachse abnimmt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegungen des Werkstücks mit Bezug auf die hin und her gehenden Hinterdrehbewegungen des Schneidwerkzeugs in dem Masse beschleunigt werden, als der Abstand der Schneidkante von der Fräserdrehachse abnimmt.
    4. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsteil (52) für die die Hinterdrehbewegungen des Werkzeugs (8) bewirkende Einrichtung, z. B. eine Unrundscheibe (45), mittels der Tastervorrichtung (17, 18) so auf seiner diese Hinterdrehbewegungen nicht mitmachenden Antriebswelle (50) verstellt wird, dass je nach der Stellung dieses Antriebsteiles der Antrieb des Werkzeugs mehr oder weniger verzögert wird.
    5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil (52) auf seiner Welle (50) axial verstellbar ist und mit ihr durch Schrägschlitze (63) und Stifte (62) verbunden ist.
AT98141D 1920-02-19 1920-02-19 Verfahren und Maschine zur Herstellung von Formfräsern. AT98141B (de)

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