AT97392B - Drehrohrofen zur Entgasung von Kohle u. dgl. - Google Patents

Drehrohrofen zur Entgasung von Kohle u. dgl.

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AT97392B
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Niels Dr Young
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  Drehrohrofen zur Entgasung von Kohle u. dgl. 



   Beiden bekanntenkontinuierlich arbeitenden   Drehrohröfen zur Erzeugung   von Urteer, hochwet tigem Brenngas und Halbkoks erfolgt die Übertragung der Wärme auf die zu entgasende Kohle u. dgl. durch das sich drehende Rohr. Da nun die durch das Rohr gehende Wärmemenge durch die   Oberfläche des   Rohres gegeben ist, so wird auch die Leistung des Ofens, also der Durchsatz, lediglich nach seiner wirksamen Oberfläche bestimmt. Auf Grund dieser Erkenntnis wird nach der Erfindung das Drehrohr zwecks Erhöhung seiner   wirksamen Oberflächeinmehrere kleine   (enge) Rohre aufgelöst, die in einen gemeinsamen   Ein-und Auslasskopf münden   und sich um eine gemeinsame Achse drehen. Hiedurch wird eine bedeutend grössere Oberfläche geschaffen, wie aus nachstehendem Beispiel klar wird. 



   Ein Rohr von 2 m Durchmesser hat einen   Umfang vrn 6-28 m.   Auf der gleichen   Querschnittsfläche   von 2 m Durchmesser lassen sich unter Berücksichtigung der Öffnung für den   Gasdurchlass   bequem 6 Rohre von 50 cm Durchmesser anordnen, die zusammen einen Umfang von   9. 5   m besitzen, also etwa 50% mehr als bei einem Rohr. Ein Rohrdurchmesser   von 50 cm   ist aber für einen geregelten Betrieb selbst bei grossstückigem Material   noch genügend, zumaJ der wirksam zugefühiten Wärmemenge   entsprechend die Füllung doch nur klein sein darf. 



   Es hat sich weiter hetausgestellt, dass bei Verwendung wasserhaltiger Brennstoffe, wie Braunkohle Torf, Lignit,   Klärschlamm   u. dgl., die Schwierigkeit auftritt, dass der aus dem Brennstoff austretende Wasserdampf als unnötiger Ballast durch die ganze Einrichtung hindurch mitgeschleppt werden muss. Bei der Ausführung des Drehrohrofens nach vorliegender Erfindung kann in derselben Apparatur eine vorherige Trocknung des Brennstoffes vorgenommen und von dem dabei entstehenden Wasserdampf nur so viel durch die eigentliche Entgasungstrommel mit   hindurchgeführt   werden als zum Transport der Schwelgase erforderlich ist, während der übrige weit grössere Teil des Wasserdampfes aus dem als Trockner dienenden Teil der Entgasungstrommel entfernt und zur Kühlung der Schwelgase oder der Entgasungsprodukte im Kondensator benützt wird.

   Dabei lässt sich dann gleich dieser Wasserdampf im Kondensator überhitzen, so dass er für Kraft-und Wärmeabgabe brauchbar ist. Die eigentliche Entgasungstrommel wird hiedurch wesentlich entlastet und die Leistung erheblich gesteigert. Durch diese Momente gestaltet sich der Betrieb des Drehrohrofens ausserordentlich wirtschaftlich und es kann nicht nur Kohle, sondern auch fast jeder minderwertige Brennstoff entgast werden. 



   Die Anordnung wird erfindungsgemäss so getroffen, dass man vor der Entgasungstrommel eine besondere Trockentrommel anbringt, die mit ihr durch einen Übergangsraum verbunden ist. Die Trockentrommel kann dabei in irgend einer bekannten Form ausgeführt sein.   Zweckmässig   wird man sie   ähnlich   gestalten wie die Entgasungstrommel, also aus einem Rohrbündel. Am vorderen Teil dieser Retorte ist ein Absaugrohr für den Wasserdampf vorgesehen und dieses führt über eine Saugpumpe zu dem Kondensator, durch den die Produkte der Entgasung aus der Entgasungstrommel hindurchgehen. Die Wärme dieser Produkte wird dadurch auf den Wasserdampf unter gleichzeitiger Abkühlung der Produkte übertragen, so dass der Wasserdampf überhitzt und für weitere Verwendung brauchbar wird. 



   Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 einen Längsschnitt und in Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig.   l   einer Ausführungsform des Drehrohrofens. Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung form im Längsschnitt. 

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   Der Ofen besteht aus einem Einlaufkopf a und einem Auslaufkopf b, auf denen die   Auflagerung ; !-   ringe c und der   Antriebszahnkranz d   angeordnet sind. Die Ein-und Austragung erfolgt unter Luftabschluss. Zwischen Ein-und Auslauf ist das Drehrohr in mehrere kleinere (engere) Rohre e aufgelöst. die sich um eine gemeinsame Achse drehen und in den   Ein-und Auslaufkopf   münden. 



   Durch Führungsbleche oder Schaufeln wird die in den Einlaufkopf eingetragene zu vergasende Kohle u. dgl. den einzelnen Rohren zugeführt. Nach erfolgter Entgasung in den einzelnen Rohren sammelt sich das Gut wieder in dem gemeinsamen Auslaufkopf   b   und wird dort ausgetragen. Der Ofen ist von einem   Mauerwerk f derart umgeben, dass   nur der Ein- und Auslaufkopf freiliegen. Die Heizgase werden durch Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas erzeugt und   umstreichen   die einzelnen Rohre. Durch Erhitzung der Oberfläche der einzelnen Rohre gelangt die Wärme in die Rohre und erhitzt und entgast somit die hindurchgeführte Kohle.

   Der Drehrohrofen kann überall dort Verwendung finden, wo zum Vergasen und Trocknen ein Drehrohrofen benutzt wird und die Anordnung besonderer, die   wärmeüber-   tragenden Oberflächen vergrössernder Einbauten nicht angängig ist. 



   In Fig. 3 ist die aus einem Rohrbündel bestehende Entgasungstrommel mit   A   bezeichnet. Vor ihr liegt, durch den Raum B mit ihr verbunden, die ähnlich gebaute Trockentrommel C, welcher der zu   entgasende Brennstoff aus dem Vorratsbehälter D mittels der Fördervorrichtung E zugeführt wird. 



  Die Trommel C besitzt ein Abzugsrohr F für den Wasserdampf, während die gasförmigen Produkte der   
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   In der Trommel 0 werden die wasserhaltigen Brennstoffe vorgetrocknet und der entweichende Wasserdampf wird durch das Rohr F abgesaugt, so dass er nicht in die Trommel   A   eintreten kann. Nur ein geringer Teil dieses Wasserdampfes muss in die Trommel A eintreten, um als Träger für die dort entstehenden Schwelgase zu dienen. Durch Einstellung der Leistung der an die RohreG undFangesehlossenen Absaugpumpen lässt sich die für den Transport der Schwelgase dienende Wasserdampfmenge genau bestimmen.

   Die durch eine Pumpe durch Rohr F abgesaugten Wasserdämpfe von   verhältnismässig-   niedriger Temperatur werden nun in dem sich an das Rohr   G anschliessenden   Kondensator für die   Ent-   gasungsprodukte an Stelle des KÜhlwassers verwendet, wobei sie erhitzt werden, so dass sie zur Krafterzeugung oder für   Wännezweeke   Verwendung finden können. Diese Kombination bedeutet einen wirtschaftliehen Fortschritt in der Trocknung und Vergasung der Braunkohle gegenüber den jetzt in Anwendung stehenden Troeken-und Sehweleinriehtungen. 
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1.

   Drehrohrofen zur Entgasung von Kohle u. dgL, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen zur   Vergrösserung der wirksamen Oberfläche   in mehrere kleine Rohre aufgelöst ist, die in einen gemeinsamen Ein- und Auslaufkopf münden und sich um eine gemeinsame Achse drehen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Drehrohrofens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen unmittelbar vor der Entgasungstrommel angeordneten Vortrockner, in welchem bei Verwendung wasserhaltiger Brennstoffe, wie Braunkohle, Torf, Lignit, Klärschlamm usw., der Wassergehalt entfernt wird.
    3. Ausführungsform des Drehrohrofensnach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch ein einerseits mit der Trockentrommel und anderseits mit dem Kondensator der Entgasungstrommel verbundenes Rohr, durch welches der grössere Teil des in der Trockentrommel entstehenden Wasserdampfes abgesaugt und dem Kondensator der Entgasungstrommel zugeführt wird. während der kleinere Teil des Wasser- EMI2.3
AT97392D 1919-10-06 1920-12-15 Drehrohrofen zur Entgasung von Kohle u. dgl. AT97392B (de)

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