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Elektrischer Plattenkondensator.
Die Erfindung betrifft einen Plattenkondensator, bei welchem abwechselnd Metallplatten mit Isolationsplatten aneinander gelegt und zu einem Paket zusammengepresst sind, zum Unterschied von solchen Kondensatoren, bei welchen ebene Platten oder Zylinder aus Isoliermaterial auf beiden Seiten mit einem dünnen Metallblatt durch Niederschlag, Kleben od. dgl. fest verbunden und im Abstand untereinander in ein Ölbad eingehängt sind.
Bei solchen Plattenkondensatoren aus wechselweise aneinandeigelegten und durch Zusammenpressen zu einem Paket vereinigten Isolierplatten und Metallplatten ist der in Wärme umgesetzte Energieverlust sehr unsicher gleichmässig abzuführen, so dass sich innerhalb der Pakete leicht sogenannte Wärmenester bilden, die zu einem Durchschlagen führen können. Man hat daher zur besseren Wärmeabführung schon gewellte oder gebuckelte Metallbleche angewendet, so dass Kanäle entstehen, durch die das Kühlmittel, z. B. Öl zirkulieren und eine gleichmässige Wärmeverteilung bewirken soll.
Weil aber zur Erzielung einer bestimmten Kapazität auf ein gegebenenes Volumen der Abstand zwischen den Isolierplatten durch die Rillen oder Buckel der Metallplatten nicht gross werden darf, so bieten die durch die Rillen oder Buckel entstehenden sehr engen Kanäle dem freien Öldurchgang einen grossen Reibungwiderstand. In der praktischen Ausführung können daher diese Rillen oder Buckel nur 1/2 mm hoch sein. Wollte man sie auf 4-5 mm erhöhen, so würde die Kapazität des gegebenen Volumens nur höchstens den zehnten Teil betragen und die Kondensatorbatterien, z. B. einer Grossstation für drahtlose Telegraphie, würden noch umfangreicher und kostspieliger wenden, wie sie bereits sind.
Bei dem Plattenkondensator gemäss der vorliegenden Kiindung Î3t dieser Mangel beseitigt. Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1 und 2 schematisch zwei beispielsweise Ausführung-formen.
In Fig. 1 sind 1 die stromleitenden glatten Metallplatten, 2 sind die dazwischen liegenden Isolationsplatten aus irgendeinem geeigneten isolierenden Material und 3 sind Distanzstücke aus isolierendem Material, die vorteilhaft zur Vergrösserung des Krieehweges gerillt sind. Die Abstandsweite zwischen den Metallplatten 1 wird ungefähr so gewählt, dass die Uberschlagspannung zwischen den distanzierten Metallplatten ebenso gross wird wie die Durchschlagpannung der Isolationsplatten. Das Plattenpaket wird durch Stirnplatten 4 mittels Zugstangen 5 fest zusammengespannt. Die unteren Zugstangen 5 können hiebei gleichzeitig als Stütze für die Isolationsplatten 2 dienen.
Die Kühlung erfolgt bei dieser Auführungform entweder nur durch die Aussenluft oder durch einen mittels Ventilators od. dgl. durchgeblasenen Luftstrom. Die Plus-und Minuszeichen zeigen, dass die Metallplatten abwechselnd an der positiven und negativen Klemme liegen. Die Stromzuführung kann in irgendeiner geeigneten nicht dargestellten Weise erfolgen.
In Fig. 2 sind 6 die Metallplatten, 7 die Dolationsplatten und 8 Distanztücke, welche hier aber nicht aus Itolationqmaterial zu bestehen brauchen, sondern aus Metall sein können, weil die mit ihnen verbundenen Metallplatten an dem gleichen Pol liegen. Unterschiedlich von dem in der Fig. 1 dargestellten Kondensator sind nämlich hier zwei nebeneinander liegende Platten an die Klemmen gleicher Polarität angeschlossen, wie die Plus-und Minuszeichen andeuten.
Die Distanzstücke können mit der einen oder teils mit der einen, teils mit der andern der beiden benachbarten Metallplatten 8 aus einem Stück bestehen und können statt der dargestellten Form auch die Form von Rippen haben, welche dann vorteilhaft in der Strömungsrichtung des durchströmenden Kühlmittels sich erstrecken. Die durch die Zugstangen 9 zusammengespannten Stirnplatten 10 ruhen auf Füssen 11 in einem Gefäss 12, welches
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bei 13 einen Eintrittsstutzeji und bei 14 einen Austrittsstutzen für eine mittels einer äusseren, nicht dargestellten Fördervorrichtung, z. B. Pumpe, hindurchzirkulierende Kühlflüssigkeit, z. B. Öl, hat.
Die Kapazität eines Kondensators gemäss der vorliegenden Erfindung ist eine relativ grosse, da der Abstand zwischen je zwei durch eine Isblierplatte getrennten Metallplatten nur durch die Stärke dieser Isolationsplatte bestimmt wird, weil bekanntlich die Kapazität entgegengesetzt proportional dem Abstand der Metallplatten ist. Gleichzeitig mit der hohen Kapazität wird aber auch der erhebliche Vorteil erreicht, dass die Kanäle zur Zirkulation des kühlenden bzw. die Wärme von den Metallplatten abführenden Mediums, z. B. Luft, Öl od. dgl., relativ weit sein können, ohne die Kapazität zu verringern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Plattenkondensator, bestehend aus aneinandergelegten und zu einem Paket zu- sammengepressten Metallplatten und Isolationsplatten, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei glatten Isolierplatten zwei durch Distanzstücke gegeneinander abgestützte glatte Metallplatten eingefügt sind.