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Durch das Patent Nr. 86511 ist eine Kreiselmasehine mit radial durehflossenem Leitrad und axial beaufschlagtem Laufrad geschützt, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Leitrad-Austritts (Eilltritts) kanten in einer Entfernung von der Achse liegen, die gleich oder grösser ist als der grösste Halbmesser der Eintritts (Austritts) kante des Laufrades, so dass ein schaufelloser Leitradrau, entsteht, in dem der grösste Teil des Antriebsmittels um 900 oder nahezu 900 abgelenkt wird.
Derartige Kreiselmaschinen haben den Nachteil, dass der Wirkungsgrad mit wechselnder Drehzahl stark veränderlich ist. Dieser Nachteil macht sich besonders bei solchen Kraftanlagen geltend, bei welchen bei veränderlicher Gefälls (Druck) höhe eine unveränderliche Drehzahl verlangt wird. wie dies beispielsweise der elektrische Betrieb erfordert. Ein weiterer Nachteil der üblichen Bauweisen derartiger Kreiselmaschinen liegt in der geringen spezifischen Drehzahl derselben, die den wirtschaftlichen Ausbau des Kraftwerkes erschwert und nicht selten ganz unmöglich macht. Die geschilderten Nachteile lassen sich vermeiden, wenn eine nach dem Patent Nr. 86511 gebaute Ereiselmasohine ein mit flügelartigen Schaufeln versehenes Laufrad besitzt, wie dies im Ausführungsbeispiel noch näher erläutert ist.
In der Figur ist der Schnitt zweier benachbarter Schaufelflächen mit einer Stromfläche dargestellt und die diesen Schnittlinien entsprechenden Schaufelprofile b1 und b2 in die Bildebene aufgerollt. Wie aus dieser Darstellungsweise ersichtlich ist, können derartige Schaufeln nur dann erzeugt werden, wenn die in der Umfangsrichtung des Laufrades gemessene Seha'ifelprofillänge X gegenüber der Schaifel-
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der geschilderten Leitraumanordnung die höchst erreichbaren spezifischen Drehzahlen. Dazu kommt aber noch eine bisher unbekannte Gleichmässigkeit des Wirkungsgrades gegenüber Gefällsschwankungen. welche letztere bekanntlich im Turbinenbetrieb nicht zu vermeiden sind.
Da die von der Turbine angetriebenen Arbeitsmaschinen eine konstante Drehzahl erfordern, so muss daher das Laufrad oft durch lange Zeit hindurch mit unrichtigen Schaufelwinkeln beaufschlagt werden. Eine solche Beaufschlagung ist aber bei den üblichen Bauweisen mit grossen Effektverlusten verbunden. Diese Nachteile werden aber dann wirksam vermieden, wenn das in einem schaufellosen Leitradraum entsprechend abgelenkte Wasser einen mit flügelartigen Schaufeln versehenem Laufrade zugeführt wird. weil es sich in einem solchen Falle selbst jene Eintrittsrichtung ins Laufrad wählen kann, welche den augenblicklichen Betriebsverhältnissen am besten entspricht.
Diese zwanglose Einströmung des Wassers in das Laufrad, welche durch die geschilderte Vereinigung der besprochenen Leitraumanordnung mit der Flügelform des Laufrades bewirkt wird, vermeidet ausserdem jede überflüssige Führung des Wassers, weshalb dasselbe einen genügend widerstandslosen Durchfluss durch die Turbine auch dann noch findet, wenn die Radwinkel den augenblicklichen Betriebsverhältnissen nicht entsprechen.
Eine nach vorliegender Erfindung ausgebildete Kreiselmasehine lässt sich überall dort verwenden, wo ein geordneter Strömungsverlauf im Leit- und Laufrade gesichert ist. Ein solcher Strömungszustand findet bekanntlich nicht nur bei allen Turbinen (Wasser-, Dampf- oder Gasturbinen), sondein auch bei
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allen zeitgemässen Kreiselpumpen und Gebläsen statt. Es bedarf keiner weiteren Begründung, dass das Leit-und Laufrad der Beschaffenheit des Arbeitsmittels ohne Änderung des Wesens der vorliegenden Erfindung angepasst werden muss. Ebenso muss selbstverständlich bei unelastischen Arbeitsmitteln durch Verwendung entsprechender Sa1Jg- bzw.
Druckrohre für eine wirksame Umsetzung der beim Laufradaustritt in der Flüssigkeit noch vorhandenen Energie gesorgt werden. Schliesslich sei noch bemerkt, dass durch die bei Pumpen und Gebläsen erforderliche Umkehrung der Strömungsrichtung die"SehaufeI- austrittskanten" den #Schaufeleintrittskanten" der Pumpen und Gebläse entsprechen und umgekehrt.