AT8917U1 - Vorrichtung zur ausbildung von bewegungsfugen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung von Bewegungsfugen für den Stoßbereich zweier nebeneinander liegender Bodenbeläge, welche auf schwimmendem Estrich verlegt sind, welche sich dadurch auszeichnet, dass sie aus zwei Elementen 1 und 2 besteht, die jeweils im Kantenbereich zweier aneinander grenzender Estrichbetonplatten (3, 4) montiert sind und im montierten Zustand gegeneinander in waagrechter Richtung entlang der Berührungsfläche ihrer Abschnitte (5) und (8) verschiebbar sind, wobei jedes Element (1, 2) im wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist und aus einem Abschnitt (5, 8) geringerer Bauhöhe, einem Abschnitt (6, 7) größerer Bauhöhe und einem angeformten Steg (11, 12) besteht, wobei das Element (1) wesentlich breiter ist als das Element (2) und sich zwischen den äußeren Berührungsflächen (15, 16) der Stege (11, 12) ein Spalt (24) befindet, welcher in seiner lichten Weite im wesentlichen der lichten Weite der Dehnungsfuge (23) zwischen den Estrichbetonplatten (3, 4) entspricht.
Description
2 AT 008 917 U1
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung von Bewegungsfugen für den Übergang zwischen zwei nebeneinander liegenden Bodenbelagsschichten im Bereich einer Dehnungsfuge eines schwimmenden Estrichs. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich insbesondere für den Übergang zwischen zwei Kunststoffbelagsschichten. Selbstverständlich 5 kann das Übergangsprofil aber auch mit allen anderen Bodenbelägen Anwendung finden.
Die Herstellung dauerhaft rissfreier Beläge auf schwimmenden Estrichen bzw. auf Heizestrichen in niedrigen Schichtdicken, wie sie für den Innenbereich üblich sind, wird üblicherweise dadurch hergestellt, dass die Bewegungsfuge des Belages direkt über die Dehnungsfuge des schwim-io menden Estrichs zu liegen kommt. Der Kantenschutz des Belages an der Dehnungsfuge wird hier üblicherweise mit einer Metallkantenschiene bewirkt, um eine mechanische Beschädigung der Belagskante zu vermeiden. Auftretende Lasten werden durch die Konstruktion des Profils in den Belag und insbesondere in den Untergrund abgeleitet. 15 Dabei tritt in Bereichen stärkerer Belastung, die z.B. durch Spitalsbetten, schwere Apparaturen auf Rollen oder sonstigen Flurförderverkehr sehr hoch beansprucht werden, das Problem auf, dass die Estrichbetonkante abbricht. Dieses Problem ist auch dadurch nicht zufriedenstellend zu lösen, dass der Auflagebereich der Profilkante vergrößert wird. 20 Aus der DE 100 08 944 A1 ist eine Vorrichtung zur Ausbildung von Bewegungsfugen zwischen auf einem Rohboden verlegten Bodenbelagsfeldern bekannt, bei der jeweils Begrenzungsprofile an den die Fuge begrenzenden Bodenbelagskanten bzw. im entsprechenden Befestigungsmörtel angebunden sind, wobei beide Begrenzungsprofile parallel zu den Bodenbelagsfeldern schiebend miteinander verbunden sind, wobei die beiden Bewegungsprofile etwa im Quer-25 schnitt U-förmig ausgebildet sind.
Solche Begrenzungsprofile sind jedoch nur dort einsetzbar, wo auf Rohböden, beispielsweise Betonböden, Fließen, Naturstein, Terrazzo-Beläge, Estriche bzw. entsprechende Beläge auf Mörtelbetten oder Klebeschichten auf diesen Rohböden verlegt werden sollen. Für auf schwim-30 mendem Estrich verlegte Bodenbeläge sind diese Begrenzungsprofile nicht verwendbar.
Ein Kantenbruch des Estrichs an der Dehnungsfuge lässt sich nur vermeiden, indem der zum Estrichbeton abgeleitete Druck der Rollen an den Kanten des Bodenbelags über ein größeres Flächenmaß des Estrichbetons abgeleitet wird und damit Abplatzungen an der Betonkante 35 vermieden werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die gegenseitige seitliche Verschiebbarkeit für beispielsweise unterschiedliche thermische Ausdehnungen von Estrichbeton und Bodenbelag uneingeschränkt erhalten bleiben muss und die Belagskanten zuverlässig vor einem vorzeitigen Verschleiß zu schützen sind. 40 Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe eine Lösung für die aufgezeigten Probleme anzubieten, indem sie eine Vorrichtung zur Ausbildung von Bewegungsfugen für den Stoßbereich zweier nebeneinander liegender Bodenbeläge vorschlägt, welcher gleichzeitig einen wirksamen Schutz gegen den Kantenbruch des Estrichbetons bei hoher Belastung darstellt. 45
Diese Aufgabe wird durch die technischen Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figur näher erläutert. 50
In der einzigen Figur ist die Vorrichtung im montierten Zustand als Vertikalschnitt über ihre gesamte Breite gezeigt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus zwei Elementen 1 und 2, die jeweils im Kanten-55 bereich der Estrichbetonplatten 3 und 4 befestigt sind. Diese Befestigung kann in üblicher
Claims (6)
- 3 AT 008 917 U1 Weise durch Ankleben am Estrich oder durch Anschrauben erfolgen, wofür die Ausnehmungen 19 und 20 vorgesehen sein können. Das im wesentlichen plattenförmige Element 1 besteht aus einem Abschnitt 7 größerer Bauhö-5 he, einem angrenzenden Abschnitt 5 geringerer Bauhöhe und einem im Übergangsbereich der Abschnitte 5 und 7 angeformten Steg 11. Das Element 1 weist dabei eine wesentlich größere Breite auf als das Element 2. Abschnitt 7 von Element 1 überdeckt den gesamten Kantenbereich des Estrichbetons 4 über eine Breite von mehreren Zentimetern. Die äußere Berührungsfläche 15 des Steges 11 befindet sich in vertikaler Richtung über der Kante 13 des Estrichbe-io tons 4. Das im wesentlichen plattenförmige Element 2 besteht aus einem Abschnitt 8 geringerer Bauhöhe mit angeformtem Steg 12 und einem gegenüber dem Steg 12 angrenzenden Abschnitt 6 größerer Bauhöhe. Die Bauhöhe der Abschnitte 6 und 7 entspricht dabei im wesentlichen der 15 Summe der Bauhöhen der Abschnitte 5 und 8, welche im montierten Zustand aufeinander gleitend gelagert sind. Die äußere Berührungsfläche 16 des Steges 12 von Abschnitt 8 befindet sich in vertikaler Richtung über der Kante 14 des Estrichbetons 3, wobei Abschnitt 8 gleichzeitig den Abschnitt 5 von 20 Element 1 über eine Breite von einigen Zentimetern überdeckt. Zwischen den Berührungsflächen 15 und 16 befindet sich ein Spalt 24, welcher in seiner Ausdehnung im wesentlichen der Ausdehnung der Dehnungsfuge 23 entspricht. Die beiden Elemente 1 und 2 sind in waagrechter Richtung im selben Ausmaß gegeneinander verschiebbar 25 wie die Estrichbetonplatten 3 und 4. Sobald nun eine Kanteneinfassung punktuell durch eine Laufrolle belastet wird, wird der entstehende Druck entweder über die Fläche der angrenzenden, darunter liegenden Abschnitte 5 und 7 oder 5 und 8 über eine größere Fläche der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dabei gleichzeitig über eine größere Fläche des Estrichbetons verteilt. Insbesondere bleibt dabei der Kantenbereich der Estrichplatten gegen punktuelle 30 Druckbelastung geschützt, womit ein Abbrechen der Estrichkanten zuverlässig vermieden wird. Ansprüche: 1. Vorrichtung zur Ausbildung von Bewegungsfugen für den Stoßbereich zweier nebeneinan der liegender Bodenbeläge, welche auf schwimmendem Estrich verlegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus zwei Elementen (1, 2) besteht, die jeweils im Kantenbereich zweier aneinander grenzender Estrichbetonplatten (3, 4) montiert sind und im montierten Zustand gegeneinander in waagrechter Richtung entlang der Berührungsfläche ihrer Ab- 40 schnitte (5) und (8) verschiebbar sind, wobei jedes Element (1, 2) im wesentlichen platten förmig ausgebildet ist und aus einem Abschnitt (5, 8) geringerer Bauhöhe, einem Abschnitt (6, 7) größerer Bauhöhe und einem angeformten Steg (11,12) besteht, wobei das Element (1) wesentlich breiter ist als das Element (2) und sich zwischen den äußeren Berührungsflächen (15, 16) der Stege (11, 12) ein Spalt (24) befindet, welcher in seiner lichten Weite 45 im wesentlichen der lichten Weite der Dehnungsfuge (23) zwischen den Estrichbetonplat ten (3, 4) entspricht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (24) der Vorrichtung annähernd genau über der Dehnungsfuge (23) angeordnet ist. 50
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Element (1) im Bereich seines Abschnittes (7) und Element (2) im Bereich seines Abschnittes (6) eine durchgehende Bohrung (19, 20) zur Aufnahme von Befestigungsmittel besitzt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der 4 AT 008 917 U1 Flächen (21, 22) der vertikalen Stege (11, 12) der Dicke der aufliegenden Bodenbeläge entsprechen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen 5 Stege (11,12) gleiche oder unterschiedliche Höhe besitzen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass an die vertikalen Stege (11, 12) ein die obere Belagskante in geringem Umfang umfassender Kantenschutz angeformt ist. 10 Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 15 20 25 30 35 40 45 50 55
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| AT0078605U AT8917U1 (de) | 2005-11-18 | 2005-11-18 | Vorrichtung zur ausbildung von bewegungsfugen |
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| AT0078605U AT8917U1 (de) | 2005-11-18 | 2005-11-18 | Vorrichtung zur ausbildung von bewegungsfugen |
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| AT8917U1 true AT8917U1 (de) | 2007-02-15 |
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| AT (1) | AT8917U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT15948U1 (de) * | 2017-05-03 | 2018-10-15 | Prossegger Walfred | Vorrichtung zur dehnfugenverkleidung zwischen mit belägen verkleideten fussbodenabschnitten |
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2005
- 2005-11-18 AT AT0078605U patent/AT8917U1/de not_active IP Right Cessation
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