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Verfahren zur Verarbeitung eisen- und Kupferhaltiger sulfidischer Nickelerze oder Hüttenprodukte.
Die Verarbeitung weniger reichhaltiger kupferführender sulfidischer Nickelerze nach den bisher bekannten Verfahren ist bei bestimmten Grenzen nicht mehr lohnend. So gelten beispiels-
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sich für kobaltführende Nickel-Kupfererze das Verfahren gemäss dem D. R. P. Nr. 200467 anwenden lassen, wenn nicht die Kobaltpreise inzwischen auf etwa den dritten Teil ihrer bisherigen Höhe gefallen wären. Die Nickel-Kupferbcheidung allein war, wo weniger reichhaltige Erze in Frage kamen, nicht vollkommen genug ; denn beim sulfatisierenden Rösten des rohen Erzes, wie es dieses Verfahren vorschrieb, wurde entweder das Kupfer nicht vollständig aufgeschlossen oder es wurde zu viel Nickel mit aufgeschlossen.
Mit anderen Worten, der Grundgedanke des Patentes liess sich praktisch nicht unter allen Umständen mit Sicherheit verwirklichen. Dieser Grund-
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Es ist nun gelungen, die Nickel-Kupferscheidung und die Gesemtmetallausbeute auf eine praktisch vollkommene Stufe zu bringen. indem im Gegensatz zu dem aufgegebenen Verfahren Nickel und Kupfer gemeinschaftlich als Stein erschmolzen, beide Metalle wiederum gemeinschaftlich bei einer gegenüber der früheren Arbeitsweise höheren Temperatur in Sulfate übergeführt, dann
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su1fatisierendes Rösten führt bei dieser Arbeitsweise dadurch zu keinerlei Metallverlusten im Endergebnis, weil die Laugereirückstände als wertvoller, die Steinkonzentration und die Schmelz-
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setzt sich aus folgenden Einzelarbeiten zusammen :
1.
Je nach der Beschaffenheit der Gangart wird das Erz am zweckmässigsten in einem elektrischen Ofen mit oder ohne Zuschläge so verschmolzen, dass ein nahezu alles Nickel und Kupfer und einen grol3en Teil Eisen und Schwefel enthaltender Rohstein und eine saure Schlacke entstehen, welcheletztereabgesetztoderaufBausteineundandereSchlackenfabrikateverarbeitetwerdenkann.
2. Der Rohstein wird sulfatisierend so geröstet, dass nicht nur das Kupfer, sondern auch das Nickel zum grösseren Teile in Sulfat übergeht, das Eisen aber in Oxyd übergeführt wird. Man erreicht dies durch Aufrechterhaltung einer in der Nähe von 6006 C liegenden Rösttemperatur.
3. Durch Laugerei mit saurem Wasser, erhältlich aus Rieseltürmen, durch welche die Abgase der Röstöfen einer Wasserberieselung entgegengeleitet, werden, führt man nun die bei 2 entstandenen Kupfe- und Nickelsulfate in eine wässerige Lösung über.
4. Der ausgelaugte Rückstand, welcher vorwiegend aus Eisenoxyd besteht, aber noch ullaufgeschlossene Kupfer-und Nickeh'erbilldungen enthält, wird beim Erzschmelzen (1) zu- geschlagen. Dadurch wird das nicht aufgeschlossene Kupfer und Nickel wieder dem Rohstein zugeführt, während das Eisenoxyd durch Oxydation von Eisensulnd :
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Die Einzelarbeiten, aus denen sich das vorliegende Verfahren zusammensetzt, bieten für sich betrachtet, natürlich nichte Neues.
Das Verschmelzen eines sulfidischen Erzes auf Stein, das aulfatisierende Rösten von Erz oder Stein, die Laugerei von Röstprodukten, die Fällung von
Einzelbestandteilen aus Lösungen, das elektrische', Verschmelzen von Nickelsulfid mit Kalk und
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schlagen von Gips vermieden werden soll, an sich nicht neu.
Nicht bekannt aber war es bisher, dass selbst aus armen kupferhaltigen Nickelerzen beide Metalle durch Verschmelzen der Erze auf einen armen Nickel-Kupfer-Rohstein, durch sulfatisierendes Rösten des Steines, durch Laugerei des Röstgutes, durch partielle Fällung mittels löslicher Sulfide und durch getrenntes Verschmelzen dieser Sulfide trotz aller dem sulfatisierenden Rösten und Laugen anhaftenden Unvollkommenheiten praktisch vollständig ausgebracht werden können, wenn man bei dieser Arbeitakombination noch berücksichtigt, die Laugereirückstände als Zuschläge bei der ersten Arbeit, dem Verschmelzen der Erze auf den Nickel-Kupfer-Rohstein, zu verwenden.
Es ist bekannt, dass bei keinem Röst-und Ijaugere*erfahren in einer Operation eine befriedigende Metallausbeute erzielt wird. Auch beim vorliegenden Verfahren werden aus dem Rohstein nur 80 bis 90% des in dem Stein vorhandenen Cu + Ni als Sulfat erzielt. Die übrigen 20 bis 10% bleiben in dem Rückstand. Nun könnte man ja den Laugereirückstand einer Nachröstung unterwerfen und nochmals laugen, wie dies in Mansfeld beim Ziervogel-Verfahren geschieht, um die letzten Reste Silber herauszuholen. Das bedeutet aber eine erhebliche Verteuerung des Betriebes. Dagegen wurde durch den Gedanken, den Röstrückstand als Zuschlag beim Erzschmelzen zu verwenden, eine wesentliche Verringerung der Betriebskosten herbei- geführt ; dies erklärt sich aus folgendem : 1.
Das-Fes cs Röstrückstandes oxydiert Sulfide des Erzes
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2. Die nächste Folge dieser Reaktion ist eine Verschlackung grösserer Mengen Eisen, also
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Fe 0 + Si 03 = Fe 81 : Oa bei der Verschlackung des Fe 0 mit der Kieselsäure der diese Nickelerze führenden sauren Gangart kommt. Dies wird bestätigt durch die Tatsache, dass bei den durchgeführten Schmelzversuchen bei gleichen Mengen Erz weniger Wärme verbraucht wurde, wenn dem Erze noch Laugereirückstand zugeschlagen war, als wenn das Erz allein verschmolzen wurde.
4. Die Schlacke wird durch den kostenlos verfügbaren Zuschlag leichtflüssiger.
5. Alles, was der Laugereirückstand noch an nicht ausgelaugtem Kupfer und Nickel enthält, geht nun in den Rohstein über, also auch noch zur Anreicherung dieses Steines beitragend. Bei den Schmelzversuchen wurden sehr reine Schlacken meist mit weniger als 0'1 % Ni + Cu erschmolzen.