AT56755B - Verfahren zur Verarbeitung eisen- und kupferhaltiger sulfidischer Nickelerze oder Hüttenprodukte. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung eisen- und kupferhaltiger sulfidischer Nickelerze oder Hüttenprodukte.

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AT56755B
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Wilhelm Dr Borchers
Harald Pedersen
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Wilhelm Dr Borchers
Harald Pedersen
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    Verfahren zur Verarbeitung eisen- und Kupferhaltiger sulfidischer Nickelerze oder Hüttenprodukte.   



   Die Verarbeitung weniger reichhaltiger   kupferführender   sulfidischer Nickelerze nach den bisher bekannten Verfahren ist bei bestimmten Grenzen nicht mehr lohnend. So gelten beispiels- 
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 sich für kobaltführende Nickel-Kupfererze das Verfahren gemäss dem D. R. P. Nr. 200467 anwenden lassen, wenn nicht die   Kobaltpreise   inzwischen auf etwa den dritten Teil ihrer bisherigen Höhe gefallen wären.   Die Nickel-Kupferbcheidung allein   war, wo weniger   reichhaltige   Erze in Frage kamen, nicht vollkommen genug ; denn beim sulfatisierenden Rösten des rohen Erzes, wie es dieses Verfahren vorschrieb, wurde entweder das Kupfer nicht vollständig aufgeschlossen oder es wurde zu viel Nickel mit aufgeschlossen.

   Mit anderen Worten, der Grundgedanke des Patentes liess sich praktisch nicht unter allen   Umständen   mit Sicherheit verwirklichen. Dieser Grund- 
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   Es ist nun gelungen, die Nickel-Kupferscheidung und die Gesemtmetallausbeute auf eine praktisch   vollkommene   Stufe zu bringen. indem im Gegensatz zu dem aufgegebenen Verfahren   Nickel und Kupfer gemeinschaftlich als Stein erschmolzen, beide Metalle wiederum gemeinschaftlich   bei einer gegenüber der früheren Arbeitsweise höheren Temperatur in Sulfate   übergeführt,   dann 
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   su1fatisierendes   Rösten führt bei dieser Arbeitsweise dadurch zu keinerlei Metallverlusten im Endergebnis, weil die   Laugereirückstände   als wertvoller, die Steinkonzentration und die Schmelz- 
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 setzt sich aus   folgenden Einzelarbeiten zusammen   :
1.

   Je nach der Beschaffenheit der Gangart wird das Erz am zweckmässigsten in einem elektrischen Ofen mit oder ohne   Zuschläge so verschmolzen,   dass ein nahezu alles Nickel und Kupfer und   einen grol3en Teil   Eisen und   Schwefel enthaltender Rohstein und   eine saure Schlacke entstehen, welcheletztereabgesetztoderaufBausteineundandereSchlackenfabrikateverarbeitetwerdenkann. 



   2. Der Rohstein wird sulfatisierend so geröstet, dass nicht nur das Kupfer, sondern auch das Nickel zum grösseren Teile in Sulfat übergeht, das Eisen aber in Oxyd übergeführt wird. Man erreicht dies durch   Aufrechterhaltung   einer in der Nähe von 6006 C liegenden Rösttemperatur. 



   3. Durch Laugerei mit saurem Wasser, erhältlich aus Rieseltürmen, durch welche die Abgase der Röstöfen einer   Wasserberieselung entgegengeleitet,   werden, führt man nun die bei 2 entstandenen Kupfe- und Nickelsulfate in eine wässerige Lösung über. 



   4. Der   ausgelaugte Rückstand, welcher vorwiegend aus Eisenoxyd   besteht, aber noch   ullaufgeschlossene     Kupfer-und Nickeh'erbilldungen   enthält, wird beim Erzschmelzen   (1)   zu-   geschlagen. Dadurch wird das nicht aufgeschlossene Kupfer und Nickel wieder dem Rohstein zugeführt, während das Eisenoxyd durch Oxydation von Eisensulnd :   
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Die   Einzelarbeiten,   aus denen sich das vorliegende Verfahren zusammensetzt, bieten für sich betrachtet, natürlich nichte Neues.

   Das Verschmelzen eines sulfidischen Erzes auf Stein, das   aulfatisierende   Rösten von Erz oder Stein, die Laugerei von   Röstprodukten,   die Fällung von
Einzelbestandteilen aus Lösungen, das elektrische', Verschmelzen von   Nickelsulfid   mit Kalk und 
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 schlagen von Gips vermieden werden soll, an sich nicht neu.

   Nicht bekannt aber war es bisher, dass selbst aus armen kupferhaltigen Nickelerzen beide Metalle durch Verschmelzen der Erze auf einen armen Nickel-Kupfer-Rohstein, durch sulfatisierendes Rösten des Steines, durch Laugerei des Röstgutes, durch partielle Fällung mittels löslicher Sulfide und durch getrenntes Verschmelzen dieser Sulfide trotz aller dem sulfatisierenden Rösten und Laugen anhaftenden Unvollkommenheiten praktisch vollständig ausgebracht werden können, wenn man bei dieser   Arbeitakombination   noch berücksichtigt, die   Laugereirückstände als Zuschläge   bei der ersten Arbeit, dem Verschmelzen der Erze auf den Nickel-Kupfer-Rohstein, zu verwenden. 



   Es ist bekannt, dass bei   keinem Röst-und Ijaugere*erfahren   in einer Operation eine befriedigende Metallausbeute erzielt wird. Auch beim vorliegenden Verfahren werden aus dem Rohstein nur 80 bis 90% des in dem Stein vorhandenen   Cu   + Ni als Sulfat erzielt. Die übrigen 20 bis 10% bleiben in dem Rückstand. Nun könnte man ja den Laugereirückstand einer Nachröstung unterwerfen und nochmals laugen, wie dies in Mansfeld beim Ziervogel-Verfahren geschieht, um die letzten Reste Silber herauszuholen. Das bedeutet aber eine erhebliche Verteuerung des Betriebes. Dagegen wurde durch den Gedanken, den Röstrückstand als Zuschlag beim Erzschmelzen zu verwenden, eine wesentliche Verringerung der Betriebskosten herbei-   geführt ; dies erklärt sich aus folgendem : 1.

   Das-Fes cs Röstrückstandes oxydiert Sulfide des Erzes   
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 2. Die nächste Folge dieser Reaktion ist eine Verschlackung grösserer Mengen Eisen, also 
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 Fe   0     + Si 03 = Fe 81 : Oa   bei der Verschlackung des Fe 0 mit der Kieselsäure der diese Nickelerze führenden sauren Gangart kommt. Dies wird bestätigt durch die Tatsache, dass bei den   durchgeführten   Schmelzversuchen bei gleichen Mengen Erz weniger Wärme verbraucht wurde, wenn dem Erze noch   Laugereirückstand zugeschlagen   war, als wenn das Erz allein verschmolzen wurde. 



   4. Die Schlacke wird durch den kostenlos verfügbaren Zuschlag leichtflüssiger. 



   5. Alles, was der Laugereirückstand noch an nicht ausgelaugtem Kupfer und Nickel enthält, geht nun in den Rohstein über, also auch noch zur Anreicherung dieses Steines beitragend. Bei den Schmelzversuchen wurden sehr reine Schlacken meist mit weniger als   0'1 % Ni + Cu erschmolzen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verarbeitung eisen-und kupferhaltiger sulfidischer Nickelerze oder Hütten- produkte durch eine Vereinigung von Schmelz-, Röst-, Laugerei-und Fällungsarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass man einen kupfer-und nickeiarmen, eisen-und schwefelreichen Rohstein erschmilzt, diesen bei einer in der Nähe von 6000 C liegenden Temperatur oxydierend röstet zwecks Sulfatisierung von Kupfer und Nickel, die Sulfate beider Metalle durch saure Wasser auslaugt, die Laugereirückstände beim Verschmelzen der Erze wieder zuschlägt, die Lösung der Sulfate'mit Erdalkali-oder besser mit Alkalisulfide nacheinander getrennt fällt, die filtrierten und getrockneten Sulfide, ein jedes für sich, mit Kalkstein und Kohle auf Kupfer bzw.
    Nickel und eine aus Schwefelkalzium bestehende Schlacke verschmilzt und letztere entweder direkt als Fällungsmittel für die obenerwähnten Kupfer-Nickel-Sulfatlösungen verwendet oder das hiezu als Fällungsmittel besser geeignete Schwefelnatrium durch Umsetzung dieser Schwefelkalziumschalacke mit Natriumverbindungen, beispielsweise Natriumsulfat, herstellt.
AT56755D 1911-03-22 1911-12-18 Verfahren zur Verarbeitung eisen- und kupferhaltiger sulfidischer Nickelerze oder Hüttenprodukte. AT56755B (de)

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