AT528457A2 - Brandschutzschrank, Brandschutzeinrichtung hierfür und Thermotrennglied - Google Patents
Brandschutzschrank, Brandschutzeinrichtung hierfür und ThermotrenngliedInfo
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Abstract
Es wird ein Brandschutzschrank (1), eine Brandschutzeinrichtung (2) hierfür und ein Thermotrennglied (5, 50) für diese Brandschutzeinrichtung (2) und ein Verfahren ge- zeigt. Um ein reaktionsschnelles Thermotrennglied (5, 50) zu schaffen, wird vorge- schlagen, dass der Grundkörper (7) zumindest einen hakenförmigen ersten Grund- körperabschnitt (8) mit dem Angriffspunkt oder -bereich (P) zum Einhaken des An- schlusselements (6) aufweist, wobei der erste Grundkörperabschnitt (8) unter der Wärmebelastung (H1, H2) und unter der Kraftbelastung (F) zumindest abschnitts- weise verformbar ausgebildet ist, um eine das Anschlusselement (6) aushakende, insbesondere zumindest rotatorische, Bewegung zur Auslösung der Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung (2) zu ermöglichen.
Description
x bes AT 528 457 A2 2026-01-15
Ss N
[0002] Die Erfindung betrifft einen Brandschutzschrank, eine Brandschutzeinrichtung hierfür und ein Thermotrennglied für diese Brandschutzeinrichtung mit einem einen Angriffspunkt oder -bereich aufweisenden Grundkörper, insbesondere aus Kunststoff, wobei der Grundkörper unter Wärmebelastung und unter an seinem Angriffspunkt oder -bereich wirkender Kraftbelastung, insbesondere Zug- und/oder Druckbelastung, eines Anschlusselements, insbesondere Stifts, der Brandschutzeinrichtung verformbar ausgebildet ist, um eine Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung auszulösen.
[0003] Verschiedenste Auslösemechanismen zum Verschließen einer Öffnung einer Brandschutzeinrichtung sind aus dem Stand der Technik bekannt (DE102019002428A1). Beispielsweise weisen thermomechanische Auslösemechanismen ein lotbasiertes Thermotrennglied auf, das aus zwei miteinander über ein Schmelzlot verbundene Grundkörper besteht, die sich im Brandfall voneinander lösen und damit die Brandschutzeinrichtung aktivieren, um damit beispielsweise eine Öffnung zu verschließen. Auch sind thermomechanische Auslösemechanismen mit einem kunststoffbasierten Thermotrennglied bekannt, welches Thermotrennglied durch Verformung seines Grundkörpers in Längsrichtung die Brandschutzeinrichtung aktiviert, in dem sich dieser unter Wärmebelastung und unter an seinem Angriffspunkt oder -bereich wirkenden Zugbelastung eines für die mechanische Betätigung der Brandschutzeinrichtung vorgesehenen Anschlusselements, beispielsweise Seils, längt. Um diese ausreichende Längung am Grundkörper zu erreichen, bedarf es eines flächigen Erwärmens des Grundkörpers sowie vergleichsweise hohe Zugkräfte, was sich nachteilig auf die Reaktionszeit des Auslösemechanismus auswirken kann. Zudem nimmt auch die Positionierung des Thermotrennglieds in einem, eine Brandhitze mitführenden Luftstrom eine funktionsrelevante Rolle ein, was nachteilig die Konstruktion des Auslösemechanismus verkompliziert.
[0004] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Thermotrennglied der eingangs geschilderten Art mit einem Grundkörper, insbesondere aus Kunststoff, derart konstruktiv zu verändern, dass dieses reaktionsschnell auslöst und universell bei verschiedensten Brandschutzeinrichtungen verwendet werden kann.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe hinsichtlich des Thermotrennglieds durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Weist der Grundkörper zumindest einen hakenförmigen ersten Grundkörperabschnitt mit dem Angriffspunkt oder -bereich zum Einhaken des Anschlusselements auf, wobei der erste Grundkörperabschnitt unter Wärmebelastung und unter Kraftbelastung zumindest abschnittsweise verformbar ausgebildet ist, kann damit ein Abschnitt am Grundkörper geschaffen werden, der zur sichereren Aktivierung eines Auslösemechanismus verwendet werden kann.
Der erste Grundkörperabschnitt kann nämlich eine das Anschlusselement der Brandschutzeinrichtung aushakende Bewegung zur Auslösung der Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung ermöglichen. Denn im Gegensatz zum Stand der Technik muss es daher nicht zu einer erhebliche Längung des Grundkörpers kommen - es reicht bereits aus, wenn sich der hakenförmige erste Grundkörperabschnitt verformt, um diese sicherheitsrelevante Funktion zu erfüllen. Dies auch reaktionsschnell, weil der erste Grundkörperabschnitt durch seine hakenförmige Form vergleichsweise schnell auf eine Brandtemperatur ansprechen kann. Die Bewegung ist beispielsweise zumindest rotatorisch, um damit die sicherheitsrelevante Funktion verbessert reaktionsschneller auszulösen.
Des Weiteren kann durch die aushakende Bewegung die Konstruktion des Thermotrennglieds kompakt gehalten werden, was eine Integration am Auslösemechanismus vereinfacht und damit auch deren Konstruktionsanforderungen vermindert.
Damit ist ein reaktionsschnelles Thermotrennglied geschaffen, das vielseitig verwendbar ist.
[0007] Vorzugsweise ist der erste Grundkörperabschnitt zumindest abschnittsweise biege-, knick- und/oder scherverformbar, um damit die aushakende Bewegung reproduzierbarer ausführen zu können.
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[0008] Weist der erste Grundkörperabschnitt einen Hakenschaft und einen an den Hakenschaft anschließenden Hakenkopf auf, der geneigt zum Hakenschaft, beispielsweise horizontal, verlaufend den Angriffspunkt oder -bereich aufweist, kann dies beispielsweise die Zuverlässigkeit der Aktivierung des Auslösemechanismus weiter erhöhen. Zudem kann diese Ausbildung des ersten Grundkörperabschnitts zu einem kompakten Thermotrennglied führen. Vorzugsweise weist der Hakenkopf am Angriffspunkt oder -bereich eine Senke auf.
[0009] Vorzugsweise weist der Grundkörper eine diesen durchringende Materialausnehmung auf, um die Reaktionsschnelligkeit des Thermotrennglieds weiter verbessern zu können.
[0010] Vorstehendes kann weiter verbessert werden, wenn sich die Materialausnehmung zumindest bereichsweise quer zur Längsrichtung des Grundkörpers erstreckt.
Vorzugsweise kann die Materialausnehmung zumindest bereichsweise einen gebogenen Verlauf aufweisen, um damit die aushakende Bewegung verbessert gewährleisten zu können.
[0011] Vorzugsweise bildet die Materialausnehmung am Grundkörper eine geschlitzte Öse aus, was beispielsweise die Handhabung des Thermotrennglieds weiter erleichtern kann. Verläuft diese Öse oval, kann dies die Montage weiter erleichtern. Dies insbesondere, wenn die Öse invers oval verläuft.
[0012] Vorstellbar ist, dass der Grundkörper zumindest einen zweiten Grundkörperabschnitt aufweist, an den der erste Grundkörperabschnitt, insbesondere in Längsrichtung des Grundkörpers gesehen, beispielsweise sich gegenüber dem zweiten Grundkörperabschnitt verjüngend, anschließt.
[0013] Die Konstruktion des Thermotrennglieds kann weiter vereinfacht werden, wenn der Grundkörper eine Plattenform oder Folienform aufweist. Insbesondere ist der Grundkörper länglich ausgebildet.
[0014] Das Thermotrennglied kann mit einer Aktivierung erweitert werden, wenn das Thermotrennglied ein, insbesondere elektrisches, Heizelement aufweist, das am ersten Grundkörperabschnitt vorgesehen ist. Für verbesserte Reaktionsschnelligkeit kann das elektrische Heizelement beispielsweise am Hakenschaft vorgesehen sein.
[0015] Vorteilhaft für die sicherheitsrelevante Funktion kann sein, wenn der Grundkörper aus PET besteht.
[0016] Vorzugsweise eignet sich das erfindungsgemäße Thermotrennglied für einen Auslösemechanismus einer Brandschutzeinrichtung, insbesondere Brandschutzklappe, wobei der Auslösemechanismus ein mit dem Thermotrennglied mechanisch verbundenes Anschlusselement aufweist.
[0017] Beispielsweise kann die Brandschutzeinrichtung eine Klappe aufweist, die am Anschlusselement oder am Thermotrennglied lastet, um damit das Thermotrennglied auf Zug und/oder Druck zu belasten.
[0018] Das Thermotrennglied oder die Brandschutzeinrichtung kann sich beispielsweise für eine Verwendung bei einem Brandschutzschrank auszeichnen.
[0019] Die Erfindung hat sich zudem die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zu schaffen, mit dem verlässlich eine Schutzfunktion an einer Brandschutzeinrichtung ausgelöst werden kann.
[0020] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 15.
[0021] Eine Schutzfunktion an einer Brandschutzeinrichtung kann zuverlässig ausgelöst werden, wenn ein erfindungsgemäßes Thermotrennglied oder eine erfindungsgemäße Brandschutzeinrichtung oder ein erfindungsgemäßer Brandschutzschrank verwendet wird.
[0022] Vorzugsweise führt bei einer Wärmebelastung durch Brandhitze und/oder durch ein, insbesondere elektrisches, Heizelement ein hakenförmiger erster Grundkörperabschnitt des Thermotrennglieds eine, eine Kraftbelastung auf einen Angriffspunkt oder -bereich des ersten Grund-
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körperabschnitts aushakende, insbesondere zumindest rotatorische, Bewegung durchführt, um die Schutzfunktion auszulösen.
[0023] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher dargestellt. Es zeigen
[0024] Fig. 1 eine Frontansicht auf einen teilweise dargestellten Brandschutzschrank, Fig. 1a eine vergrößerte teilweise aufgerissene Ansicht der Fig. 1,
[0025] Fig. 2 eine Frontansicht auf ein Thermotrennglied des Brandschutzschranks nach Fig. 1 und 1a nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
[0026] Fig. 3 eine Seitenansicht des nach Fig. 2 dargestellten Thermotrennglieds,
[0027] Fig. 4a eine Frontansicht des Thermotrennglieds nach Fig. 2 im durch Brandhitze aktivierten Zustand,
[0028] Fig. 49 eine Frontansicht des Thermotrennglieds nach Fig. 2 im durch ein elektrisches Heizelement aktivierten Zustand,
[0029] Fig. 5 eine Frontansicht auf ein Thermotrennglied des Brandschutzschranks nach Fig. 1 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel und
[0030] Fig. 6 eine Frontansicht des Thermotrennglieds nach Fig. 5 im durch Brandhitze und durch ein elektrisches Heizelement aktivierten Zustand.
[0031] Nach Fig. 1 ist ein Brandschutzschrank 1 mit einer Brandschutzeinrichtung 2 dargestellt. Die im Detail nach Fig. 2 dargestellte Brandschutzeinrichtung 2 weist eine Klappe 3 und einen thermomechanischen Auslösemechanismus 4 mit einem Thermotrennglied 5 und mit einem für die mechanische Betätigung der Brandschutzeinrichtung 2 vorgesehenes Anschlusselement 6, nämlich Stift, auf. Andere Ausführungen des Anschlusselements 6 sind vorstellbar, beispielsweise als Seil, Stange, Koppelstange, etc.. Zwischen dem Anschlusselement 6 und dem Thermotrennglied 5 besteht eine lose Verbindung.
[0032] Nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist das Anschlusselement 6 Teil der für die Betätigung der Brandschutzeinrichtung 2 vorgesehenen Mechanik. Hierzu ist das Anschlusselement 6 an der Klappe 3 befestigt. Damit lastet die Gewichtskraft der Klappe 3 über das Anschlusselement 6 auf den Angriffspunkt P des Thermotrennglieds 5 und belastet damit das Thermotrennglied 5 mit einer Kraft F, nämlich Druckkraft. Löst das Thermotrennglied 5 im Brandfall aus, dann verschließt die Klappe 3 eine, beispielsweise zu Belüftungszwecken vorgesehene, Öffnung 1a des Brandschutzschranks 1, in dem diese Klappe 3 nach unten fällt.
[0033] Zur Erfüllung dieser Schutzfunktion weist das nach den Figuren 3 und 4a, 4b im Detail dargestellte Thermotrennglied 5 einen Grundkörper 7 aus Kunststoff auf, der unter, beispielsweise durch einen Brand, nämlich Brandhitze, verursachte, Wärmebelastung H1 und Kraftbelastung F verformbar ausgebildet ist. Vorzugsweise besteht der Grundkörper 7 aus einem PETKunststoff (Polyethylenterephthalat-Kunststoff).
[0034] Erfindungsgemäß wird diese Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung 2 bei kompakten Bauverhältnissen reaktionsschnell ausgelöst. Hierzu weist der Grundkörper 7 des Thermotrennglieds 5 einen hakenförmigen ersten Grundkörperabschnitt 8 auf. An dem ersten Grundkörperabschnitt 8 befindet sich der Angriffspunkt P, an dem die Kraft F, nämlich Druckkraft, angreift. Der erste Grundkörperabschnitt 8 ist unter Wärmebelastung H1 und unter Kraftbelastung F derart abschnittsweise verformbar ausgebildet, um eine das Anschlusselement 6 aushakende Bewegung B zur Auslösung der Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung 2 zu ermöglichen. Diese Bewegung B ist zumindest rotatorisch, wie in Fig. 4a zu erkennen, weist aber auch eine durch Dehnung bzw. Längung des ersten Grundkörperabschnitts 8 verursachte translatorische Komponente auf, was aber nicht zwingend sein muss. Der erste Grundkörperabschnitt 8 ist, um eine rotatorische und translatorisch Bewegung durchzuführen, abschnittsweise biege- und scherverformbar. Vorstellbar ist auch für dieses Aushaken eine knickende Bewegung, was nicht dargestellt worden ist.
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Im Ausführungsbeispiel, bewegt sich das freie Ende 8a des ersten Grundkörperabschnitts 8 unter dem Anschlusselement 6 vollständig weg. Das eine vertikale Kraft nach unten ausübende Anschlusselement 6 zwingt nämlich zumindest einen Bereich des ersten Grundkörperabschnitts 8 zu dieser rotatorischen und gegebenenfalls translatorischen Bewegung B. Das Anschlusselement 6 verliert damit den Halt am Thermotrennglied 5, wodurch die Kappe nach unten fällt und die Öffnung 1a des Brandschutzschranks 1 verschließen kann.
[0035] Wie zudem in den Figuren 4a und 4b zu erkennen, wird eine die Kraftbelastung F auf den Angriffspunkt P oder -bereich aushakende Bewegung B zumindest des Hakenkopfs 11 des ersten Grundkörperabschnitts 8 ermöglicht.
[0036] So besteht der hakenförmige erste Grundkörperabschnitt 8, wie in Fig. 2 im Detail dargestellt, aus einem Hakenschaft 10 und einen an den Hakenschaft 10 anschließenden Hakenkopf 11, der das freie Ende 8a des Grundkörperabschnitts 8 ausbildet: Zudem weist der Hakenkopf 11 den Angriffspunkt P auf und weist dort eine Senke aus. In dieser Senke lastet das Anschlusselement 6 zuverlässig. Zudem verläuft der Hakenkopf 11 geneigt zum Hakenschaft 10, nämlich horizontal, um die mechanische Belastung des Anschlusselements 6 standfest aufnehmen zu können.
[0037] Diese standfeste Aufnahme des Anschlusselements 6 ergibt sich auch durch eine besonders verlaufende Materialausnehmung 12 am Grundkörper 7, die diesen durchringend. So erstreckt sich diese Materialausnehmung 12 zumindest bereichsweise quer zur Längsrichtung L des Grundkörpers 7, was zu einem Schlitz 13a zwischen dem ersten Grundkörperabschnitt 8 und einem zweiten Grundkörperabschnitt 9 der beiden Grundkörperabschnitt 8, 9 des Grundkörpers 7 führt. Außerdem verläuft die Materialausnehmung 12 zumindest bereichsweise gebogenen, was zu einer - aufgrund des Schlitzes 13a- zu einer geschlitzten Öse 13 im Verlauf führt. Diese Öse 13 ist auch in Richtung der Kraft F gesehen invers oval ausgebildet, was die Montage des Anschlusselements 6 erleichtert, an dem die Klappe 3 hängt.
[0038] Wie zudem in Fig. 2 zu erkennen, schließt der zweite Grundkörperabschnitt 9 an den ersten Grundkörperabschnitt 8 in Längsrichtung des Grundkörpers 7 gesehen direkt an. Und zwar schließt der Hakenschaft 10 an diesen zweiten Grundkörperabschnitt 9 direkt an, der sich auch gegenüber diesem zweiten Grundkörperabschnitt 9 verjüngt. Damit kann bereits eine geringe Wärmebelastung H1 ausreichen, die Schutzfunktion reaktionsschnell auszulösen.
[0039] Zudem weist der Grundkörper 7 eine längliche Plattenform auf, in der eine durchdringende Materialausnehmung 12 vorgesehen ist, wie in Fig. 3 zu erkennen. Es ist aber auch vorstellbar, dass der Grundkörper 7 eine längliche Folienform aufweist.
[0040] Des Weiteren ist in Fig. 2 ein elektrisches Heizelement 15 zu erkennen, mit dem auch die aushakende Bewegung B ausgelöst werden kann. Das elektrische Heizelement 15 kann beispielsweise ein spulenförmig gewickelter Widerstandsdraht, Heizwiderstand etc. sein. Über das elektrische Heizelement 15 wird der erste Grundkörperabschnitt 8 mit einer Wärmebelastung H2 belastet. Hierzu wird ein Strom | durch das elektrische Heizelement 15 geleitet. Das Thermotrennglied 5 kann damit auch elektrisch ausgelöst werden, welcher ausgelöste Zustand in Fig. 4b zu erkennen ist.
[0041] Fig. 5 zeigt eine alternative Ausgestaltung zum nach Fig. 2 dargestellten Thermotrennglieds 5. Auch dieses Thermotrennglied 50 bedient sich ebenso eines hakenförmigen ersten Grundkörperabschnitts 8, um im Brandfall eine nicht näher dargestellte Klappe am Brandschutzschrank 1 zu verschließen. Zum Unterschied zum Thermotrennglied 5 ist bei diesem Thermotrennglied 50 die Kraft F entgegengesetzt zur Gewichtskraft der Klappe 3. Die Klappe 3 ist nämlich mit dem Thermotrennglied 50 fest verbunden. Das Anschlusselement 6 ist ortsfest befestigt, das Thermotrennglied 50 hängt damit am Anschlusselement 6. Zwischen dem Anschlusselement 6 und dem Thermotrennglied 5 besteht eine lose Verbindung.
[0042] In diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist sohin das Thermotrennglied 50 nicht Teil der für die mechanische Betätigung der Brandschutzeinrichtung 2 (und damit der Betätigung der Klappe 3) vorgesehenen Mechanik.
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[0043] Der erste Grundkörperabschnitt 8 führt bei Wärmebelastung H1 (Brandhitze) und/oder H2 (Hitze durch aktiviertes/bestromtes elektrisches Heizelement 15) eine nach oben weg aushakende Bewegung B durch, und löst sich damit vom Anschlusselement 6, nämlich Stift, wie in Fig. 6 zu erkennen. Damit wird die Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung 2 ausgelöst, beispielsweise verschließt die Klappe 3 die Öffnung 1a im Brandschutzschrank 1.
[0044] Im Allgemeinen wird festgehalten, dass „insbesondere“ als „more particularly" ins Englische übersetzt werden kann. Ein Merkmal, dem „insbesondere" vorangestellt ist, ist als fakultatives Merkmal zu betrachten, das weggelassen werden kann, und stellt damit keine Einschränkung, beispielsweise der Ansprüche, dar. Das Gleiche gilt für „vorzugsweise“, ins Englische übersetzt als „preferably“.
Claims (16)
1. Thermotrennglied für eine Brandschutzeinrichtung (2) mit einem einen Angriffspunkt oder bereich (P) aufweisenden Grundkörper (7), insbesondere aus Kunststoff, wobei der Grundkörper (7) unter Wärmebelastung (H1, H2) und unter an seinem Angriffspunkt oder -bereich (P) wirkender Kraftbelastung (F), insbesondere Zug- und/oder Druckbelastung, eines Anschlusselements (6), insbesondere Stifts, der Brandschutzeinrichtung (2) verformbar ausgebildet ist, um eine Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung (2) auszulösen, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) zumindest einen hakenförmigen ersten Grundkörperabschnitt (8) mit dem Angriffspunkt oder -bereich (P) zum Einhaken des Anschlusselements (6) aufweist, wobei der erste Grundkörperabschnitt (8) unter der Wärmebelastung (H1, H2) und unter der Kraftbelastung (F) zumindest abschnittsweise verformbar ausgebildet ist, um eine das Anschlusselement (6) aushakende, insbesondere zumindest rotatorische, Bewegung zur Auslösung der Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung (2) zu ermöglichen.
2. Thermotrennglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Grundkörperabschnitt (8) zumindest abschnittsweise biege-, knick- und/oder scherverformbar ist.
3. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Grundkörperabschnitt (8) einen Hakenschaft (10) und einen an den Hakenschaft (10) anschließenden Hakenkopf (11) aufweist, der geneigt zum Hakenschaft (10), insbesondere horizontal, verlaufend den Angriffspunkt oder -bereich (P) aufweist.
4. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) eine diesen durchringende Materialausnehmung (12) aufweist.
5. Thermotrennglied nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Materialausnehmung (12) zumindest bereichsweise quer zur Längsrichtung (L) des Grundkörpers (7) erstreckt und/oder dass die Materialausnehmung (12) zumindest bereichsweise einen gebogenen Verlauf aufweist.
6. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialausnehmung (12) am Grundkörper (7) eine geschlitzte, insbesondere invers oval verlaufende, Öse (13) ausbildet.
7. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) zumindest einen zweiten Grundkörperabschnitt (9) aufweist, an den der erste Grundkörperabschnitt (8), insbesondere in Längsrichtung (L) des Grundkörpers (7) gesehen, beispielsweise sich gegenüber dem zweiten Grundkörperabschnitt (9) verjüngend, anschließt.
8. Thermotrennglied nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialausnehmung (12) vom ersten und zweiten Grundkörperabschnitt (8, 9) begrenzt wird.
9. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) eine, insbesondere längliche, Platten- oder Folienform aufweist.
10. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Thermotrennglied (5, 50) ein, insbesondere elektrisches, Heizelement (15) aufweist, das am ersten Grundkörperabschnitt (8), insbesondere am Hakenschaft (10), vorgesehen ist.
11. Thermotrennglied nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (7) aus PET besteht.
12. Brandschutzeinrichtung, insbesondere Brandschutzklappe, mit einem das Thermotrennglied (5, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 aufweisenden Auslösemechanismus, der ein mit dem Thermotrennglied (5, 50) mechanisch verbundenes Anschlusselement (6) aufweist.
13. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandschutzeinrichtung eine Klappe (3) aufweist, die am Anschlusselement (6) oder am Thermotrennglied (5, 50) lastet.
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14. Brandschutzschrank mit einem Thermotrennglied (5, 15) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 oder mit einer Brandschutzeinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 12 bis 13.
15. Verfahren zum Auslösen einer Schutzfunktion an einer Brandschutzeinrichtung (2) mit einem Thermotrennglied (5, 50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 oder mit einer Brandschutzeinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 12 bis 13 oder mit einem Brandschutzschrank (1) nach Anspruch 14.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Wärmebelastung (H1, H2) durch Brandhitze und/oder durch ein, insbesondere elektrisches, Heizelement (5) ein hakenförmiger erster Grundkörperabschnitt (8) des Thermotrennglieds (5, 50) eine, das Anschlusselement (6) aushakende, insbesondere zumindest rotatorische, Bewegung durchführt, um die Schutzfunktion an der Brandschutzeinrichtung (2) auszulösen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| ATA60132/2024A AT528457A3 (de) | 2024-07-10 | 2024-07-10 | Brandschutzschrank, Brandschutzeinrichtung hierfür und Thermotrennglied |
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| AT528457A2 true AT528457A2 (de) | 2026-01-15 |
| AT528457A3 AT528457A3 (de) | 2026-03-15 |
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Family Applications (1)
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| ATA60132/2024A AT528457A3 (de) | 2024-07-10 | 2024-07-10 | Brandschutzschrank, Brandschutzeinrichtung hierfür und Thermotrennglied |
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