AT528408A4 - Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises - Google Patents

Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises

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AT528408A4
AT528408A4 ATA50770/2024A AT507702024A AT528408A4 AT 528408 A4 AT528408 A4 AT 528408A4 AT 507702024 A AT507702024 A AT 507702024A AT 528408 A4 AT528408 A4 AT 528408A4
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises mit einem in den Rücklauf des Heiz- und/oder Kühlkreises eingebundenen Gehäuse (1), das in einem an einen Zulauf (3) für das Betriebswasser anschließenden Zulaufbereich wenigstens eine Opferanode (6) und einen Magnetstab (5) aufnimmt, und mit einem Filtereinsatz beschrieben, der den Zulaufbereich von einem an einen Ablauf (4) angeschlossenen Ablaufbereich trennt. Um einfache Konstruktionsbedingungen zu erhalten, wird vorgeschlagen, dass der Filtereinsatz eine dem Ablauf (4) vorgesetzte, auswechselbar eingesetzte, ein Edelstahlsieb aufweisende Filterpatrone (7) umfasst.

Description

x bes AT 528 408 A4 2026-01-15
Ss N
Beschreibung
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises mit einem in den Rücklauf des Heiz- und/oder Kühlkreises eingebundenen Gehäuse, das in einem an einen Zulauf für das Betriebswasser anschließenden Zulaufbereich wenigstens eine Opferanode und einen Magnetstab aufnimmt, und mit einem Filtereinsatz, der den Zulaufbereich von einem an einen Ablauf angeschlossenen Ablaufbereich trennt.
[0002] Zur Vermeidung von Korrosionsschäden im Bereich der Armaturen und anderer Bauteile eines Betriebswasserkreislaufs durch im Betriebswasser enthaltenen Sauerstoff ist es bekannt, Opferanoden, insbesondere Magnesiumanoden, einzusetzen. Aufgrund des im Vergleich zu Eisen niedrigeren Standardelektrodenpotentials gibt das Metall der Opferanode seine Elektronen an den Sauerstoff ab, wird oxidiert und geht in Lösung. Außerdem wird der pH-Wert durch das alkalische, im Betriebswasser gelöste Magnesium angehoben und stabilisiert.
[0003] Um vorteilhafte Voraussetzungen für die Konstruktion und Wartung solcher Vorrichtungen zu schaffen, ist es bekannt (AT 17 389 U1), ein durch einen Zulauf und einen Ablauf für das Betriebswasser in den Rücklauf des Betriebswasserkreislaufs eingebundenes Gehäuse vorzusehen, in dessen Deckel wenigstens eine Opferanode und der Magnetstab gehalten sind. Das Gehäuse ist mit einem die Opferanode und den Magnetstab umschließenden Filtereinsatz aus einem Filterbeutel versehen, der das Gehäuse in einen Zulaufbereich und einen Ablaufbereich trennt. Da die Opferanode und der Magnetstab des Gehäusedeckels auf der Zulaufseite des Betriebswassers in den Filtereinsatz ragen, können nicht nur die im Rücklauf des Betriebswassers enthaltenen Verunreinigungen, sondern auch die im Bereich der Opferanode und des Magnetstabs anfallenden Feststoffanteile im Filterbeutel zurückgehalten werden, der allerdings einer Wartung zur Reinigung mithilfe von Spülwasser bedarf, was den Konstruktionsaufwand zusätzlich vergrößert, der bereits durch das notwendige flüssigkeitsdichte Klemmen des Filterbeutels durch einen über den Gehäusedeckel beaufschlagbaren Klemmring und die mechanische Abstützung des Filterbeutels auf einem Stützkorb erheblich ist.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises so auszugestalten, dass einfache Konstruktionsverhältnisse sichergestellt werden können, und zwar bei einem vergleichsweise geringen Wartungsaufwand.
[0005] Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Filtereinsatz eine dem Ablauf vorgesetzte, auswechselbar eingesetzte, ein Edelstahlsieb aufweisende Filterpatrone umfasst.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass es für die Funktion der Vorrichtung nicht erforderlich ist, einen Filtereinsatz vorzusehen, in den die Opferanode und der Magnetstab des Gehäusedeckels auf der Zulaufseite des Betriebswassers in den Filtereinsatz ragen, um die im Rücklauf des Betriebswassers enthaltenen Verunreinigungen und die im Bereich der Opferanode und des Magnetstabs anfallenden Feststoffanteile zurückzuhalten. Es genügt hierfür ein Filtereinsatz, mit dessen Hilfe wirksam verhindert werden kann, dass diese Verunreinigungen und Feststoffteile zum gehäuseseitigen Ablauf für das Betriebswasser und damit in den Rücklauf des Heiz- und/oder Kühlkreises gelangen. Dies gelingt in vorteilhafter Weise mithilfe einer dem Ablauf zugeordneten Filterpatrone, durch deren Edelstahlsieb das behandelte Betriebswasser in den Ablauf strömt. Die zurückgehaltenen Verunreinigungen und Feststoffteile verbleiben im Zulaufbereich des Gehäuses und können beispielsweise durch einen herkömmlichen Schlammabscheider aus dem Gehäuse ausgetragen werden. Zur Reinigung des Filtereinsatzes braucht lediglich die auswechselbar eingesetzte Filterpatrone entnommen und nach einer Reinigung außerhalb des Gehäuses wieder in das Gehäuse eingesetzt zu werden. Die auswechselbare Anordnung der Filterpatrone eröffnet außerdem die einfache Möglichkeit, die Feinheit des Edelstahlsiebs an die jeweiligen Anforderungen anzupassen.
[0007] Obwohl durch die Verwendung einer Filterpatrone als Filtereinsatz eine weitgehend freie Nützung des Gehäuseinnenraums für die Anordnung der Gehäuseeinbauten möglich ist, ergeben
x bes AT 528 408 A4 2026-01-15
Ss N
sich besonders vorteilhafte Konstruktionsbedingungen, wenn der Gehäusedeckel einander diametral gegenüberliegend den Zulauf und den Ablauf für das Betriebswasser aufweist und wenn die in den Gehäuseboden eingeschraubte Filterpatrone dicht in einen vom Gehäusedeckel in das Gehäuse ragenden Anschlussstutzen des Ablaufs koaxial eingreift. Zufolge dieser Maßnahme erstreckt sich die Filterpatrone in einem wandnahen Gehäusebereich zwischen dem Gehäuseboden und dem deckelseitigen Anschlussstutzen des Ablaufs, sodass trotz eines vergleichsweise kleinen Durchmessers ein zylindrisches Gehäuse zur Verfügung gestellt werden kann, das ausreichend Platz sowohl für eine Filterpatrone mit einer für den Betriebswasserdurchfluss angemessenen Siebfläche als auch die Anordnung von gegebenenfalls mehreren Opferanoden und einem Magnetstab bietet. Die Opferanoden und der Magnetstab können dabei je nach den verfügbaren Ausbauhöhen wahlweise im Gehäusedeckel oder aber auch im Gehäuseboden gehalten werden.
[0008] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
[0009] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises in einer schematischen Draufsicht und
[0010] Fig. 2 diese Vorrichtung in einem Schnitt nach der Linie Il-Il der Fig. 1.
[0011] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/ oder Kühlkreises weist ein in dessen Rücklauf eingebundenes zylindrisches Gehäuse 1 mit einem in einem Gehäusedeckel 2 vorgesehenen Zulauf 3 und einem Ablauf 4 für das Betriebswasser auf. Zwischen den einander diametral gegenüberliegend im Gehäusedeckel 2 angeordneten Zuund Abläufen 3, 4 sind ein zentraler Magnetstab 5 und gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Opferanoden 6 vorgesehen, die einander in Bezug auf den Magnetstab 5 diametral gegenüberliegen. Diese Einbauten sind zwar gemäß dem Ausführungsbeispiel auswechselbar im Gehäusedeckel 2 vorgesehen, was jedoch nicht zwingend ist. Je nach den Einbauverhältnissen kann es durchaus notwendig werden, die Opferanoden 6 und oder den Magnetstab 5 im Gehäuseboden zu lagern.
[0012] Um den Zulaufbereich des Gehäuses 1 mit dem Magnetstab 5 und den Opferanoden 6 durch einen Filtereinsatz von einem Ablaufbereich abzugrenzen, ist eine Filterpatrone 7 in Form eines Siebzylinders aus Edelstahl vorgesehen. Diese Filterpatrone 7 wird durch einen Bodenstutzen 8 von unten in das Gehäuse 1 eingeschoben und greift in einen im Gehäusedeckel 2 vorgesehenen, koaxialen Anschlussstutzen 9 für den Ablauf 4 ein. Mithilfe einer in den Bodenstutzen 8 einschraubbaren Stopfmutter 10 wird die Filterpatrone 7 axial beaufschlagt, sodass sie unter einem entsprechenden Anpressdruck dicht im Anschlussstutzen 9 des Ablaufs 4 gehalten wird, nach Abnahme der Stopfmutter 10 aber ohne Schwierigkeiten axial aus dem Anschlussstutzen 9 abgezogen werden kann.
[0013] Die sich im Zulaufbereich des Gehäuses 1 sammelnden Verunreinigungen und Feststoffteile werden durch die Filterpatrone 7 daran gehindert, durch den Ablauf 4 aus dem Gehäuse 1 ausgetragen zu werden und in den an den Ablauf 4 angeschlossenen Rücklauf des Heizund/oder Kühlkreises zu gelangen. Zum Austrag dieser Verunreinigungen und Feststoffteile kann ein üblicher Schlammabzug vorgesehen sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierfür eine Gehäusespülung vorgesehen, für die ein Spülflüssigkeitszulauf 12 im Gehäusedeckel 2 und ein Spülflüssigkeitsablauf 13 im Gehäuseboden angedeutet sind. Der Spülflüssigkeitszulauf 12 wird vorteilhaft mit einem Entlüfter verschlossen.
[0014] Die Überwachung der Filterpatrone 7 kann in einfacher Art durch den Zu- und Abläufen 3, 4 zugeordnete Manometer erfolgen, für die in der Zeichnung lediglich die Anschlussöffnungen 11 angedeutet sind. Anhand dieser Manometer lässt sich der Druckabfall an der Filterpatrone 7 und damit der Zustand der Filterpatrone 7 in einfacher Art bestimmen.
[0015] Da zufolge des Einsatzes einer Filterpatrone 7 ein vergleichsweise großer Teil des Gehäuses 1 für den Zulaufbereich genützt werden kann, ist es auch möglich, im Zulaufbereich einen zusätzlichen Speicher 14 für einen Wirkstoff zur Behandlung des Betriebswassers unterzubringen.
x bes AT 528 408 A4 2026-01-15
Ss N
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises mit einem in den Rücklauf des Heiz- und/oder Kühlkreises eingebundenen Gehäuse (1), das in einem an einen Zulauf (3) für das Betriebswasser anschließenden Zulaufbereich wenigstens eine Opferanode (6) und einen Magnetstab (5) aufnimmt, und mit einem Filtereinsatz, der den Zulaufbereich von einem an einen Ablauf (4) angeschlossenen Ablaufbereich trennt, dadurch gekennzeichnet, dass der Filtereinsatz eine dem Ablauf (4) vorgesetzte, auswechselbar eingesetzte, ein Edelstahlsieb aufweisende Filterpatrone (7) umfasst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusedeckel (2) einander diametral gegenüberliegend den Zulauf (3) und den Ablauf (4) für das Betriebswasser aufweist und dass die in den Gehäuseboden eingeschraubte Filterpatrone (7) dicht in einen vom Gehäusedeckel (2) in das Gehäuse (1) ragenden Anschlussstutzen (9) des Ablaufs (4) koaxial eingreift.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Claims (1)

x bes AT 528 408 A4 2026-01-15 Ss N Neuer Patentanspruch
1. Vorrichtung zum Behandeln von Betriebswasser eines Heiz- und/oder Kühlkreises mit einem in den Rücklauf des Heiz- und/oder Kühlkreises eingebundenen Gehäuse (1), das in einem an einen Zulauf (3) für das Betriebswasser anschließenden Zulaufbereich wenigstens eine Opferanode (6) und einen Magnetstab (5) aufnimmt, und mit einem Filtereinsatz, der den Zulaufbereich von einem an einen Ablauf (4) angeschlossenen Ablaufbereich trennt, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusedeckel (2) einander diametral gegenüberliegend den Zulauf (3) und den Ablauf (4) für das Betriebswasser aufweist und dass der Filtereinsatz eine dem Ablauf (4) vorgesetzte, auswechselbar eingesetzte, ein Edelstahlsieb aufweisende Filterpatrone (7) umfasst, die in den Gehäuseboden eingeschraubt ist und dicht in einen vom Gehäusedeckel (2) in das Gehäuse (1) ragenden Anschlussstutzen (9) des Ablaufs (4) koaxial eingreift.
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ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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