AT528401A4 - Trommelbremsentestvorrichtung und Verfahren zur Montage - Google Patents
Trommelbremsentestvorrichtung und Verfahren zur MontageInfo
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- AT528401A4 AT528401A4 ATA50522/2024A AT505222024A AT528401A4 AT 528401 A4 AT528401 A4 AT 528401A4 AT 505222024 A AT505222024 A AT 505222024A AT 528401 A4 AT528401 A4 AT 528401A4
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Trommelbremsentestvorrichtung, an der eine Trommelbremse (68) mit drehbarer Bremstrommel (66) und feststehender Tragscheibe (104) montierbar ist, an der eine Bremsbacke (106) mit Bremsbelag (108) über einen Aktuator (110) in Richtung der Bremstrommel (66) schwenkbar befestigt ist, die mit einer Rückstellvorrichtung (112) verbunden ist. Ein Dynamometer (10) zum Antrieb der Bremstrommel (66) umfasst eine drehmomentübertragend mit der Bremstrommel (66) verbindbare Antriebswelle (14), ein Trägerelement (102), an dem die Tragscheibe (104) der Trommelbremse (68) befestigbar ist und welches eine Durchgangsöffnung (126) mit gemeinsamer Mittelachse (38) mit der Antriebswelle (14) aufweist, durch die eine mit der Bremstrommel (66) verbindbare und radial innerhalb der Tragscheibe (104) gelagerte Zentrierwelle (76) ragt, zumindest eine definiert zum Dynamometer (10) angeordnete Ausrichteinrichtung (20), über welche das Trägerelement (102) zum Dynamometer (10) definiert ausrichtbar und verschiebbar ist, und Befestigungsmittel (139) zum Fixieren des Trägerelements (102). Weiters wird ein Verfahren zur Montage einer Trommelbremse an der Testvorrichtung offenbart.
Description
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TROMMELBREMSENTESTVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR MONTAGE
[0001] Die Erfindung betrifft ein Trommelbremsentestvorrichtung, an der eine Trommelbremse zum Testen montierbar ist, wobei die Trommelbremse eine drehbare Bremstrommel und eine feststehende Tragscheibe aufweist, an der zumindest eine Bremsbacke mit einem Bremsbelag schwenkbar befestigt ist, die über einen Aktuator nach außen in Richtung der Bremstrommel schwenkbar ist, und die mit einer Rückstellvorrichtung verbunden ist, sowie ein Verfahren zur Montage einer Trommelbremse an einer derartigen Trommelbremsentestvorrichtung.
[0002] Trommelbremsentestvorrichtungen können unterschiedlichen Zwecken dienen, wie der Messung einer Bremskraft, der entstehenden Temperaturen oder der Bremsemissionen, wie sie entsprechend der zukünftigen EU-7-Norm geregelt werden sollen. Hierzu müssen Leistungsprüfstände geschaffen werden, mit denen reproduzierbare und wiederholbare Messungen der Partikelemissionen vorgenommen werden können. Diese Prüfstände müssen eine abgedichtete Bremseneinhausung aufweisen, in welche konditionierte, saubere Luft einleitbar ist und aus der die Luft mit den an der Bremse bei der Prüfung entstehenden Emissionen abgesaugt werden kann. Dies erfolgt über einen Probenahmetunnel, aus dem über Probenahmesonden Proben abgeführt und gemessen werden können. Der Aufbau und die Form der dabei zu verwendenden Einhausung sowie die Art der folgenden Probenahme sind weitestgehend gesetzlich festgelegt. Der Bremsenprüfstand selbst, über den die Bremse kontrolliert angetrieben wird und welcher beispielsweise Sensoren zur Messung von Temperaturen und Bremskraft aufweisen muss, kann dabei unterschiedlich ausgeführt werden. Er muss jedoch ein Dynamometer zur Simulation des Bremsenantriebs und zur Messung der wirkenden Kräfte und Drehmomente sowie eine mechanische Baugruppe zur Befestigung der Bremse aufweisen, welche einerseits eine freie Drehung des sich drehenden Teils der Bremse ermöglicht und andererseits die vorhandenen Kräfte und Drehmomente aufnehmen muss. Zusätzlich sind Sensoren zur Erfassung und Überwachung des Testbetriebs notwendig. Hierzu ist eine korrekte Ausrichtung der Achsen der sich drehenden und feststehenden Teile der Bremse und des Prüfstandes sicherzustellen, um eine freie Drehung der Bremse mit minimalen Vibrationen und Schwingungen zu ermöglichen. Auftretende Biegemomente müssen entsprechend vermieden werden.
[0003] Diese Vorgaben sind insbesondere beim Testen von Trommelbremsen, welche unterschiedliche axiale und radiale Ausdehnungen aufweisen, häufig nur durch mechanische Baugruppen zu erfüllen, die für jeden einzelnen Trommelbremsentyp separat gefertigt werden müssen. Auch ist es häufig schwierig, die notwendigen Sensoren und insbesondere den Temperatursensor an der Bremstrommel für die Durchführung der vorgeschriebenen Messungen korrekt zu montieren. Zusätzlich tritt durch die hohen auftretenden Kräfte häufig ein erhöhter Verschleiß durch die vorhandene Torsionsbeanspruchung im Bereich der Drehmomentübertragungsebenen an den sich drehenden Teilen auf.
[0004] Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Trommelbremsentestvorrichtung sowie ein Verfahren zum Montieren einer Trommelbremse an einer solchen Trommelbremsentestvorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche möglichst viele Bauteile aufweist, welche für verschiedene Bremsen verwendet werden können, um Kosten zu reduzieren und mit der Montagefehler durch falsche Ausrichtungen der Bauteile zueinander zuverlässig vermieden werden. Des Weiteren ist es wünschenswert, den Verschleiß möglichst gering zu halten und eine möglichst universell einsetzbare Temperaturmessung vorzusehen. Des Weiteren sollte die Trommelbremse an der Trommelbremsentestvorrichtung möglichst einfach und fehlerfrei montiert werden können, wobei der Ablauf der Montage möglichst für verschiedene Trommelbremsen gleich sein sollte.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Trommelbremsentestvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 beziehungsweise ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 21 gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Trommelbremsentestvorrichtung dient insbesondere zur Messung von Bremsemissionen einer Trommelbremse kann jedoch beispielsweise auch für Last- oder Bremskrafttests genutzt werden. Die zu testenden Trommelbremsen sind an der Trommelbrem-
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sentestvorrichtung montierbar und weisen eine drehbare Bremstrommel und eine feststehende Tragscheibe auf, an der zumindest eine, üblicherweise zwei Bremsbacken mit Bremsbelägen um eine Achse schwenkbar befestigt sind. Diese Bremsbacken sind über einen Aktuator nach außen in Richtung der Bremstrommel und gegen die Bremstrommel zur Erzeugung einer Bremskraft schwenkbar. Zum Rückstellen der Bremsbacken nach dem Bremsvorgang sind an der Tragscheibe Rückstellvorrichtungen angeordnet, die beispielsweise als Feder ausgeführt sein können.
[0007] Die Trommelbremsentestvorrichtung weist ein Dynamometer zum Antrieb der drehbaren Bremstrommel auf. Der Dynamometer weist eine Antriebswelle auf, über die geregelt ein messbares Drehmoment auf ein anzutreibendes Bauteil übertragen werden kann. Entsprechend ist die Antriebswelle zumindest indirekt drehmomentübertragend mit der Bremstrommel verbindbar. Während der Prüfung besteht entsprechend eine Übertragung des Drehmomentes von der Abtriebswelle auf die Bremstrommel, die entsprechend in Drehung versetzt wird. Dieses Drehmoment kann über ein oder mehrere zwischen der Antriebswelle und der Bremstrommel angeordnete zusätzliche Bauteile oder direkt durch eine form- oder kraftschlüssige Verbindung übertragen werden.
[0008] Die Trommelbremsentestvorrichtung weist des Weiteren ein Trägerelement auf, an dem die Tragscheibe der Trommelbremse zumindest indirekt befestigbar ist, und welches eine Durchgangsöffnung aufweist, die eine gemeinsame Mittelachse mit der Antriebswelle des Dynamometers aufweist und durch die eine zumindest indirekt mit der Bremstrommel verbindbare Zentrierwelle ragt, welche radial innerhalb der Tragscheibe gelagert ist. Somit wird eine zweite Lagerstelle an der zum Dynamometer entgegengesetzten Seite für die Bremstrommel zur Verfügung gestellt. Zusätzlich weist die Trommelbremsentestvorrichtung zumindest eine Ausrichteinrichtung auf, die definiert zum Dynamometer angeordnet ist und über welche das Trägerelement zum Dynamometer definiert ausrichtbar und verschiebbar ist. Diese Ausrichteinrichtung kann auf unterschiedliche Arten ausgeführt werden. Entscheidend ist, dass eine Führung zur axialen Verschiebung zur Verfügung gestellt wird und in der definierten Endposition ein radialer Versatz zwischen der Drehachse Antriebswelle und der Mittelachse der Zentrierwelle beziehungsweise des Lagers zuverlässig vermieden wird, wodurch Montagefehler ausgeschlossen werden. Zusätzlich ist das Trägerelement an der Ausrichteinrichtung über Befestigungsmittel in dieser Endposition fixierbar.
[0009] Durch eine derartige Trommelbremsentestvorrichtung wird sichergestellt, dass sowohl die Tragscheibe der Trommelbremse korrekt zur Bremstrommel ausgerichtet ist, als auch, dass die Bremstrommel frei drehbar ist, ohne dass Biegemomente, Reibmomente oder ähnliches wirken könnten. So wird ein vorhandener Verschleiß minimiert. Die Montage kann komplett von der zum Dynamometer gerichteten Seite erfolgen, wobei sowohl ein axialer Versatz als auch ein radialer Versatz oder eine Achsrichtungsabweichung zuverlässig vermieden werden. Somit werden Montagefehler zuverlässig verhindert. Durch die automatische Ausrichtung, ohne eine zuvor festgelegte axiale Endposition ist eine einfache Anpassung an unterschiedliche Bremsengrößen möglich, so dass die Trommelbremsentestvorrichtung universell einsetzbar ist.
[0010] Vorzugsweise weist die Ausrichteinrichtung eine Grundplatte mit einer Durchgangsöffnung auf, durch die die Antriebswelle des Dynamometers ragt, und definiert zum Dynamometer fixiert ist. Insbesondere können die Durchgangsöffnung und die Antriebswelle eine gemeinsame Mittelachse aufweisen. Eine solche definierte Fixierung kann durch eine direkte Befestigung der Grundplatte am Dynamometer oder aber durch eine Anordnung des Dynamometers und der Grundplatte auf einem gemeinsamen Basiselement, wie einer Schiene oder ähnlichem erfolgen.
[0011] Des Weiteren erstrecken sich von der Grundplatte eine erste und eine zweite Führungsplatte an den zur Durchgangsöffnung entgegengesetzten Seiten der Grundplatte parallel zur Antriebswelle und vom Trägerelement erstrecken sich eine dritte und eine vierte Führungsplatte an den zur Durchgangsöffnung entgegengesetzten Seiten des Trägerelementes parallel zur Mittelachse der Durchgangsöffnung, wobei die erste und zweite Führungsplatte zur Führung des Trägerelementes dienen, indem der Abstand der ersten Führungsplatte zur zweiten Führungsplatte und der Abstand der dritten Führungsplatte zur vierten Führungsplatte derart gewählt ist, dass
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bei der Bewegung des Trägerelementes zur Ausrichteinrichtung die erste Führungsplatte und die dritte Führungsplatte sowie die zweite Führungsplatte und die vierte Führungsplatte aufeinander gleiten.
[0012] Insbesondere ist das Trägerelement in dieser Ausführung als Trägerplatte ausgebildet, die sich senkrecht zur Drehachse erstreckt. Es ergeben sich entsprechend zwei im Wesentlichen U-förmige Elemente, die bei der Montage der Bremse in axialer Richtung ineinandergeschoben werden und auch aneinander befestigt werden. Durch die definierten und zueinander korrespondierenden Abstände der Führungsplatten zueinander wird eine Fehlausrichtung der Drehachse der Antriebswelle zur Lagerung der Zentrierwelle zuverlässig vermieden und somit der Verschleiß durch auftretende Reibkräfte auf einfache Weise minimiert.
[0013] Für eine zuverlässige Befestigung in verschiedenen axialen Endpositionen je nach Bremsengrößen sind als Befestigungsmittel in den vier Führungsplatten Löcher ausgebildet, durch die Schrauben steckbar sind, wobei die Löcher der ersten oder dritten Führungsplatte und die Löcher der zweiten oder vierten Führungsplatte als Langlöcher ausgebildet sind. Somit kann das Trägerelement in unterschiedlichen axialen Abständen zur Grundplatte der Ausrichteinrichtung über die Führungsplatten mittels der Schrauben befestigt werden.
[0014] In einer weiterführenden Ausführungsform weist ein Gehäuse des Dynamometers einen ringförmigen Vorsprung auf, welcher passgenau in die Durchgangsöffnung der Grundplatte der Ausrichteinrichtung ragt, wobei am Gehäuse des Dynamometers eine flanschförmige Erweiterung ausgebildet ist, an der die Ausrichteinrichtung mittels Schrauben befestigt ist. Somit wird die Ausrichteinrichtung definiert zum Dynamometer und damit zur Drehachse der Antriebswelle befestigt. Eine falsche Montage oder Ausrichtung der Ausrichteinrichtung zum Dynamometer ist somit ausgeschlossen.
[0015] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Zentrierwelle als Hohlwelle ausgeführt ist. Eine solche Hohlwelle ermöglicht es, insbesondere elektrische Leitungen aus dem Bremseninneren zur frei zugänglichen vom Dynamometer abgewandten Seite der Testvorrichtung nach außen zu führen, ohne Änderungen an den Bauteilen der Trommelbremse vornehmen zu müssen.
[0016] Vorzugsweise ist im Inneren der Bremstrommel ein Temperatursensor befestigt, dessen Verkabelung durch die Hohlwelle nach außen geführt ist. Entsprechend kann im Inneren der Bremse die Temperatur an beliebigen Positionen gemessen werden, und zwar sowohl an rotierenden als auch an feststehenden Teilen der Bremse. Der Anschluss des Temperatursensors im Außenbereich der Testvorrichtung sowohl zur Stromversorgung als auch zur Aufnahme der Messwerte kann somit einfach über die nach außen geführte Verkabelung erfolgen.
[0017] In einer wiederum weiterführenden Ausführung der Erfindung ist auf dem durch die Durchgangsöffnung des Trägerelementes ragenden Ende der Zentrierwelle ein Schleifringflansch befestigt, der an seiner Oberfläche eine sich radial erstreckende schlitzförmige Nut aufweist, durch den die Verkabelung des Temperatursensors geführt ist, die über einen Schleifkontakt elektrisch kontaktiert ist. Somit kann auch eine Übertragung der Messwerte sowie eine Stromversorgung eines an den sich drehenden Teilen der Trommelbremse befestigten Temperatursensors sichergestellt werden.
[0018] Eine besonders einfache Befestigung dieses Schleifringflansches an der Zentrierwelle kann hergestellt werden, wenn das durch die Durchgangsöffnung des Trägerelementes ragende Ende der Zentrierwelle ein Außengewinde aufweist, auf welches ein Innengewinde des Schleifringflansches geschraubt ist, wobei die axiale Fixierung des Schleifringflansches über eine Kontermutter erfolgt. Durch diese lösbare Verbindung bleibt die einfache Montage und Demontage erhalten.
[0019] Vorzugsweise ist die Tragscheibe der Trommelbremse an einer Flanschscheibe befestigbar, in deren inneren Flanschöffnung ein Wälzlager zur Lagerung der Zentrierwelle angeordnet ist. Auf diese Weise wird die korrekte Zentrierung der Bremstrommel zur Tragscheibe sichergestellt.
[0020] In einer hierzu weiterführenden Ausführungsform weist die Flanschscheibe mehrere Be
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festigungsaugen auf, über die die Flanschscheibe an der Tragscheibe der Trommelbremse mittels Schrauben befestigbar ist und weist weitere Durchgangsbohrungen auf, über die die Flanschscheibe am Trägerelement befestigt ist. Somit kann die Tragscheibe der Bremse indirekt am Trägerelement befestigt werden. Durch einfachen Austausch der Tragscheibe kann eine Anpassung an eine andere Bremsengröße durchgeführt werden.
[0021] In einer wiederum weiterführenden Ausführung weist die Flanschscheibe einen äußeren ringförmigen Vorsprung auf, der passgenau in eine zentrale Öffnung der Tragscheibe einschiebbar ist und einen inneren ringförmigen Vorsprung auf, der passgenau in die Durchgangsöffnung des Trägerelementes ragt. Durch diese passgenaue Anordnung der Vorsprünge in den Öffnungen wird auch die Lage des Lagers, welches im Innern der Flanschscheibe angeordnet ist, zur Tragscheibe und somit der Tragscheibe der Trommelbremse zur Bremstrommel festgelegt. Fehlmontagen werden so auf einfache Weise vermieden.
[0022] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn ein Ende der Antriebswelle des Dynamometers drehmomentübertragend mit einer Drehmomentübertragungsscheibe verbunden ist. Über eine solche Drehmomentscheibe kann entsprechend eine Befestigung der Bremstrommel zur Antriebswelle erfolgen.
[0023] Vorzugsweise ist am Ende der Antriebswelle des Dynamometers eine zur Drehachse zentrierte, teilkreisförmige Ausnehmung ausgebildet, in deren Inneres ein kreisförmiger Vorsprung der Drehmomentübertragungsscheibe ragt, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser der zumindest teilkreisförmigen Ausnehmung entspricht. So kann auf einfache Weise sichergestellt werden, dass eine Mittelachse der Drehmomentübertragungsscheibe der Drehachse der Antriebswelle entspricht und somit ein Winkelversatz, radialer oder axialer Versatz ausgeschlossen ist.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist am Ende der Antriebswelle des Dynamometers ein das Ende der Antriebswelle in zwei gleiche Teile aufteilender nutförmiger Schlitz ausgebildet, in welchem eine Passfeder befestigt ist, die in eine Nut am kreisförmigen Vorsprung der Drehmomentübertragungsscheibe ragt. Somit wird das Drehmoment über die Passfeder anstatt über eine starre Schraubenverbindung übertragen, wodurch eine zu starke Torsionsbeanspruchung der Schrauben verhindert wird und somit die Verbindung gegen Beschädigungen oder Verschleiß geschützt ist.
[0025] Um auch sicherzustellen, dass die Drehmomentübertragungsscheibe und mit ihr die Antriebswelle die gleiche Drehachse aufweisen, wie die Zentrierwelle, ist an einer zum Dynamometer entgegengesetzten Seite ein zumindest teilkreisförmiger Vorsprung ausgebildet, auf dessen Außendurchmesser im Wesentlichen dem Innendurchmesser eines ersten Endes der Zentrierwelle entspricht. Eine Vormontage der Zentrierwelle kann in diesem Fall durch einfaches Aufstecken eines entsprechend geformten Endes der Zentrierwelle erfolgen.
[0026] In einer Weiterführung der Erfindung liegt gegen die Drehmomentübertragungsscheibe eine Zentrierplatte an, gegen deren entgegengesetzte Seite eine Rückplatte der Bremstrommel anliegt, gegen deren entgegengesetzte Seite eine Flanschfläche der Zentrierwelle anliegt, wobei die Bremstrommel, die Zentrierplatte, die Drehmomentübertragungsscheibe und die Flanschfläche der Zentrierwelle einen gemeinsamen Loch- oder Schlitzkreis aufweisen, über den die Zentrierwelle, die Bremstrommel, die Zentrierplatte und die Drehmomentübertragungsscheibe mittels Schrauben miteinander verbindbar sind. Es können dabei entweder ein einzelner Lochkreis oder mehrere Lochkreise zur Verfügung gestellt werden. So kann die Bremstrommel auf einfache Weise mit der Drehmomentüberragungsplatte und gleichzeitig mit der Zentrierwelle verbunden werden. Fehlmontagen sind dabei weitestgehend ausgeschlossen. Auch kann die Drehmomentübertragungsscheibe für eine Vielzahl verschiedener Trommelbremsen genutzt werden.
[0027] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Zentrierplatte weist diese eine innere Kreisöffnung auf, deren Innendurchmesser im Wesentlichen dem Außendurchmesser des zumindest teilkreisförmigen Vorsprungs der Drehmomentübertragungsscheibe entspricht, wodurch auch eine korrekte Ausrichtung der Drehachsen der Zentrierplatte und der Drehmomentübertragungsscheibe
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sichergestellt wird.
[0028] Die Kreisöffnung ist in einer besonderen Ausführung an der von der Drehmomentübertragungsscheibe entgegengesetzten Seite von einem ringförmigen Vorsprung umgeben, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser einer zentralen Öffnung der Rückplatte der Bremstrommel entspricht, womit sichergestellt wird, dass auch die Bremstrommel zentriert zur Antriebswelle montiert wird. Durch einfachen Austausch der Zentrierplatte kann eine Anpassung an verschiedene Bremsengrößen erfolgen.
[0029] Vorzugsweise ist an der Flanschfläche der Zentrierwelle zumindest ein radial nach außen verlaufender Schlitz ausgebildet, durch den die Verkabelung des Temperatursensors aus der Hohlwelle zur Bremstrommel geführt ist. Über diesen Schlitz kann somit das oder die Kabel des Temperatursensors von einem radial äußeren Bereich der Bremstrommel in die als Hohlwelle ausgeführte Zentrierwelle und von dort nach außen geführt werden. Eine derartige Zentrierwelle kann für eine Vielzahl an Bremsengrößen genutzt werden.
[0030] Diese Durchführung der Verkabelung ist besonders einfach, wenn in dem auf den zumindest teilkreisförmigen Vorsprung aufgesteckten Abschnitt der Zentrierwelle ein sich axial erstreckender Schlitz ausgebildet ist, der in dem radial nach außen verlaufenden Schlitz der Flanschfläche mündet und dessen axiale Erstreckung größer ist als die axiale Erstreckung des kreisförmigen Vorsprungs innerhalb der Zentrierwelle, wobei die Verkabelung aus der Hohlwelle über den axialen Schlitz und den radialen Schlitz zur Bremstrommel geführt ist. Die Verkabelung kann so an der Drehmomentübertragungsscheibe vorbeigeführt werden, so dass keine weitere Bearbeitung anderer Bauteile zur Durchführung der Verkabelung notwendig ist. Stattdessen befindet sich diese in einem mehrseitig geschützten Bereich, so dass auch Schäden durch die Bewegung der Bremstrommel weitestgehend vermieden werden.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Montage einer Trommelbremse an einer solchen Trommelbremsentestvorrichtung weist die nachfolgend beschriebenen Schritte auf. Zunächst wird die Ausrichteinrichtung definiert zum Dynamometer befestigt. Dies erfolgt insbesondere durch Befestigung am Gehäuse des Dynamometers. Dabei kann die Antriebswelle zentral durch eine Durchgangsöffnung der Ausrichteinrichtung ragen. Daraufhin wird die Passfeder in den nutförmigen Schlitz der Antriebswelle des Dynamometers gesteckt. Im Folgenden wird die Drehmomentübertragungsscheibe mit ihrer Nut zur Passfeder ausgerichtet und auf diese aufgesteckt. So wird die Drehmomentübertragungsscheibe an der Antriebswelle des Dynamometers unter Zwischenlage der Passfeder verschraubt. Hierzu sind an der Drehmomentübertragungsscheibe und der Passfeder Durchgangslöcher ausgebildet und am Ende der Antriebswelle Sacklöcher mit Innengewinde ausgebildet. Die Löcher der Drehmomentübertragungsscheibe und der Passfeder sind etwas größer als die Schraubenschäfte, so dass die Drehmomentübertragung ausschließlich über die Passfeder erfolgt. Dann wird die Zentrierplatte auf der Drehmomentübertragungsscheibe aufgesetzt und zur Drehmomentübertragungsscheibe ausgerichtet. Anschließend wird die Bremstrommel auf die Zentrierplatte aufgesetzt und zur Zentrierplatte ausgerichtet. Im Folgenden wird die Zentrierwelle auf den Vorsprung der Drehmomentübertragungsscheibe aufgeschoben und gegen die Bremstrommel geschoben sowie zur Bremstrommel ausgerichtet. Daraufhin wird die Zentrierwelle an der Bremstrommel, der Zentrierplatte und der Drehmomentübertragungsscheibe befestigt. An der anderen Seite wird die Tragscheibe der Trommelbremse auf die Flanschscheibe mit dem Wälzlager aufgesetzt, und die Tragscheibe zur Flanschscheibe ausgerichtet und an der Flanschscheibe befestigt. Die Flanschscheibe wird mit der Tragscheibe auf das Trägerelement aufgesetzt und die Flanschscheibe zum Trägerelement zunächst ausgerichtet und anschließend die Flanschscheibe mit der Tragscheibe am Trägerelement befestigt. Daraufhin erfolgt ein geführtes Bewegen des Trägerelementes mit der Flanschscheibe und der Tragscheibe auf die Ausrichteinrichtung, und Aufschieben des Wälzlagers der Flanschscheibe auf die Zentrierwelle, bis das Wälzlager auf der Lagerfläche der Zentrierwelle angeordnet ist.
[0032] Ist dies erfolgt, kann das Trägerelement an der Ausrichteinrichtung in einer definierten Montageposition befestigt werden, in der eine gemeinsame Drehachse aller drehbaren Teile sichergestellt ist. Abschließend oder auch vor der Bewegung des Trägerelementes kann der
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Schleifringflansch auf der Zentrierwelle befestigt werden. Durch dieses Verfahren können verschiedene Bremsengrößen in immer gleicher, einfacher Weise, ohne einen notwendigen größeren Umbau an der Trommelbremsentestvorrichtung vornehmen zu müssen, montiert werden.
[0033] Die erfindungsgemäße Trommelbremsentestvorrichtung kann somit zu großen Teilen für verschiedene Bremsentypen genutzt werden, da lediglich die Teile, die als Adapter zu der Tragscheibe und zur Bremstrommel dienen, ausgetauscht werden müssen, wobei diese Teile kostengünstig hergestellt werden können. Der Aufbau ermöglicht eine zuverlässige Montage, da Montagefehler durch die geführte Ausrichtung des gesamten Bremsentestaufbaus zum Dynamometer und die Anordnung der Lagerung beinahe vollständig ausgeschlossen werden können. Auch ist der Verschleiß einer derartigen Testvorrichtung deutlich reduziert, da axiale, radiale oder Winkelversätze zuverlässig vermieden werden. Zusätzlich wird eine einfache Temperaturmessung beziehungsweise Montage eines Temperatursensors ermöglicht.
[0034] Ein nicht einschränkendes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Trommelbremsentestvorrichtung wird im Folgenden anhand der Figuren ebenso wie das zugehörige Verfahren zur Montage einer Trommelbremse an einer derartigen Trommelbremsentestvorrichtung beschrieben. Darin zeigen
[0035] Figur 1 eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Trommelbremsentestvorrichtung,
[0036] Figur 2 eine Schnittansicht durch die Drehachse der erfindungsgemäßen Trommelbremsentestvorrichtung gemäß Figur 1, und
[0037] Figur 3 eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Trommelbremsvorrichtung aus Figur 1 ohne Dynamometer und Trommelbremse.
[0038] Die in den Figuren dargestellte erfindungsgemäße Trommelbremsentestvorrichtung weist ein Dynamometer 10 mit einem Gehäuse 12 auf, aus dem eine durch das Dynamometer 10 angetriebene Antriebswelle 14 ragt, über die ein Drehmoment geregelt auf mit der Antriebswelle 10 verbundene Bauteile übertragen werden kann. Das Dynamometer 10 weist eine Steuerung sowie Sensoren auf, so dass die vorhandenen Lastzustände und Drehzahlen bestimmt werden können.
[0039] Am Gehäuse 12 ist eine flanschförmige Erweiterung 16 ausgebildet beziehungsweise befestigt, an die sich abtriebsseitig ein ringförmiger Vorsprung 18 anschließt, aus dem die Antriebswelle 14 ragt. An der flanschförmigen Erweiterung 16 ist eine Ausrichteinrichtung 20 mittels Schrauben 22 befestigt. Diese Ausrichteinrichtung 20 weist eine Durchgangsöffnung 24 auf, in die sich passgenau der ringförmige Vorsprung 18 erstreckt, der entsprechend einen Außendurchmesser aufweist, der dem Innendurchmesser der Durchgangsöffnung im Wesentlichen entspricht.
[0040] Die Ausrichteinrichtung 20 besteht aus einer Grundplatte 26, in der die Durchgangsöffnung 24 ausgebildet ist, die von Löchern 28 umgeben ist, durch die die Schrauben 22 zur Befestigung an der flanschförmigen Erweiterung 16 des Gehäuses 12 des Dynamometers 10 gesteckt sind, sowie einer ersten Führungsplatte 30 und einer zweiten Führungsplatte 32, die an einem oberen und einem unteren Ende der Grundplatte 26 angeordnet sind und sich senkrecht von dieser zur vom Dynamometer 10 entfernten Seite erstrecken. In beiden Führungsplatten 30, 32 sind jeweils vier Löcher 34 ausgebildet.
[0041] Am aus dem Vorsprung 18 des Dynamometers 10 hinausragenden Ende der Antriebswelle 14 ist eine zentrierte, zwei Teilkreise bildende und damit teilkreisförmige Ausnehmung 36 sowie ein die Ausnehmung 36 in die zwei Teilkreise unterteilender, sich radial bezüglicher einer Mittelachse 38 der Antriebswelle 14 erstreckender nutförmiger Schlitz 40 ausgebildet.
[0042] In diesen Schlitz 40 greift eine Passfeder 42, welche mit ihrer entgegengesetzten Seite in eine Nut 44 greift, welche an einem kreisförmigen, sich in Richtung der Antriebswelle 14 erstreckenden Vorsprung 46 einer Drehmomentübertragungsscheibe 48 ausgebildet ist, der im montierten Zustand passgenau in die Ausnehmung 36 der Antriebswelle 14 ragt, wodurch die Drehmomentübertragungsscheibe 48 zur Antriebswelle 14 zentriert wird. Über die Passfeder 42 kann
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das Drehmoment der Antriebswelle 14 auf die Drehmomentübertragungsscheibe 48 übertragen werden.
[0043] Radial außerhalb des kreisförmigen Vorsprungs 46 sind an der Drehmomentübertragungsscheibe 48 zwei verschiedene Lochkreise ausgebildet, von denen ein erster Lochkreis 50 aus vier gleichmäßig über den Umfang verteilten Löchern besteht und ein zweiter Lochkreis 52 aus fünf gleichmäßig über den Umfang verteilten Löchern besteht, welche korrespondierend zu den meisten handelsüblichen Bremstrommeln ausgebildet sind.
[0044] An der von der Antriebswelle 14 abgewandten Seitenfläche ist zentral ein weiterer kreisförmiger Vorsprung 54 an der Drehmomentübertragungsscheibe 48 ausgebildet, der sich entsprechend in eine von der Antriebswelle 14 abgewandten Richtung erstreckt. Auf diesem Vorsprung 54 ist erneut passgenau eine Zentrierplatte 56 angeordnet, die flächig gegen die Drehmomentübertragungsscheibe 48 anliegt, und welche entsprechend eine innere Kreisöffnung 58 aufweist, deren Innendurchmesser dem Außendurchmesser des Vorsprungs 54 im Wesentlichen entspricht. Die Kreisöffnung 58 ist von einem ringförmigen Vorsprung 60 der Zentrierplatte 56 umgeben, der sich wiederum zur von der Antriebswelle 14 abgewandten Seite der Zentrierplatte 56 erstreckt, jedoch eine geringere axiale Ausdehnung aufweist als der Vorsprung 54 der Drehmomentübertragungsscheibe 48, so dass dieser über den Vorsprung 60 der Zentrierplatte 56 hinausragt. Die Zentrierplatte 56 weist zusätzlich einen Lochkreis 62 auf, der zum Lochkreis 50 korrespondiert.
[0045] Ein Außendurchmesser des Vorsprungs 60 der Zentrierplatte 56 korrespondiert zu einem Innendurchmesser einer zentralen Öffnung 63 einer Rückplatte 64 einer Bremstrommel 66 einer zu testenden Trommelbremse 68. Die Bremstrommel 66 liegt mit ihrer Rückplatte 64 im montierten Zustand axial gegen die Zentrierplatte 56 an und weist einen zu den Lochkreisen 50 und 62 korrespondierenden Lochkreis 70 auf. Von der Rückplatte 64 erstreckt sich im radial äußeren Bereich eine umlaufende Seitenwand 72 der Bremstrommel 66, die sich zur von der Antriebswelle 14 abgewandten Richtung erstreckt und eine Bremsfläche bildet.
[0046] Nun wird von der freien Seite der Rückplatte 64 der Bremstrommel 66 ein erweiterter Abschnitt 74 einer Zentrierwelle 76 auf das freie Ende des kreisförmigen Vorsprungs 54 der Drehmomentübertragungsscheibe 48 aufgesteckt, bis eine sich an diesen aufgesteckten Abschnitt 74 anschließende und vom Abschnitt 74 sich nach radial außen erstreckende Flanschfläche 78 gegen die Rückplatte 64 der Bremstrommel 66 anliegt. Diese Flanschfläche 78 weist erneut zwei Lochkreise 80, 82 auf, die zu den Lochkreisen des 50, 52 der Drehmomentübertragungsscheibe 48 korrespondieren, und im vorliegenden Fall nach radial außen offen ausgeführt sind. Der Lochkreis 80 korrespondiert neben dem Lochkreis 50 der Drehmomentübertragungsscheibe auch zu den Lochkreisen 62, 70 der Zentrierplatte 56 und der Bremstrommel 66. Entsprechend können über Schrauben 84 die Zentrierwelle 76, die Bremstrommel 66, die Zentrierplatte 56 und die Drehmomentübertragungsscheibe 48 miteinander verbunden werden. Durch das jeweilige formschlüssige Aufstecken der Bauteile aufeinander wird dabei eine Zentrierung der Zentrierwelle 76, der Bremstrommel 66, der Zentrierplatte 56 und der Drehmomentübertragungsscheibe 48 zur Antriebswelle 14 hergestellt, so dass diese Bauteile eine gemeinsame Mittelachse 38 beziehungsweise Drehachse aufweisen.
[0047] An der Flanschfläche 78 der Zentrierwelle 76 sind mehrere radial vom Abschnitt 74 nach außen verlaufende dünne Schlitze 86 ausgebildet, die im radial Inneren in axial verlaufende Schlitze 88 am aufgesteckten Abschnitt 74 der Zentrierwelle 76 übergehen, wobei sich die axial verlaufenden Schlitze 88 axial über den kreisförmigen Vorsprung 46 der Drehmomentübertragungsscheibe 48 hinaus erstrecken, was insbesondere in Figur 3 zu erkennen ist. Hierdurch wird eine Verbindung zwischen dem Inneren der als Hohlwelle ausgebildeten Zentrierwelle 76 und dem außenliegenden Bereich geschaffen.
[0048] Um nun eine Temperaturmessung der im Betrieb sich drehenden Bremstrommel 66 vornehmen zu können wird an der Seitenwand 72 der Bremstrommel ein Temperatursensor 90 angeordnet, dessen Verkabelung 92 durch einen der Schlitze 86 und den Schlitz 88 in das Innere der Zentrierwelle 76 geführt wird und an einem von der Flanschfläche 78 entfernten Ende 94 der
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Zentrierwelle 76 aus dieser herausgeführt werden kann.
[0049] Auf der Oberfläche der Zentrierwelle 76 ist eine Lagerfläche 96 ausgebildet, auf der im montierten Zustand ein Wälzlager 98 angeordnet ist. Dieses Wälzlager 98 ist in einer inneren Flanschöffnung 99 einer Flanschscheibe 100 befestigt, die wiederum an einem Trägerelement 102 befestigt ist und an der eine feststehende Tragscheibe 104 der zu testenden Trommelbremse 68 befestigt ist. An der vom Trägerelement 102 entfernten Seite sind an der Tragscheibe 104 zwei Bremsbacken 106 um einen Drehpunkt nach außen schwenkbar befestigt, auf denen Bremsbeläge 108 angeordnet sind. Diese können über einen Aktuator 110 verschwenkt werden, der im vorliegenden Fall als hydraulischer Zylinder ausgebildet ist. Eine Rückstellung der Bremsbacken 106 erfolgt über eine Rückstellvorrichtung 112, die in diesem Ausführungsbeispiel durch zwei Federn gebildet ist.
[0050] Zur Befestigung der Flanschscheibe 100 an der Tragscheibe 104 weist die Flanschscheibe 100 einen radial äußeren ringförmigen Vorsprung 114 auf, der passgenau in eine zentrale Öffnung 116 der Tragscheibe 104 greift, so dass diese zur Flanschscheibe 100 zentriert wird. Im äußeren Bereich weist die Flanschscheibe 100 vier Befestigungsaugen 118 auf, die so zueinander angeordnet sind, dass sie zu einem Lochkreis 120 der Tragscheibe 104 korrespondieren, so dass diese mittels Schrauben 122 an der Tragscheibe 104 befestigt werden kann.
[0051] Der ringförmige Vorsprung 114 wird nach radial innen durch einen sich vom Vorsprung 114 aus axial erstreckenden, inneren ringförmigen Vorsprung 124 begrenzt, der nach innen durch die Flanschöffnung 99 begrenzt wird. Dieser Vorsprung 124 ragt im montierten Zustand erneut passgenau und somit zentriert in eine Durchgangsöffnung 126 des Trägerelementes 102, welches vier Durchgangsbohrungen 128 aufweist, die gleichmäßig um die Durchgangsöffnung 126 verteilt angeordnet sind und zu vier Durchgangsbohrungen 130 korrespondieren, welche im Bereich des äußeren ringförmigen Vorsprungs 114 an der Flanschscheibe 100 ausgebildet sind, so dass die Flanschscheibe 100 und mit der Flanschscheibe 100 auch das Wälzlager 98 und die Tragscheibe 104 der Trommelbremse 68 am Trägerelement 102 mittels Schrauben 132 befestigt werden können.
[0052] Das Trägerelement 102 kann nunmehr über die Zentrierwelle 76 geschoben werden, wodurch das Wälzlager 98 auf die Lagerfläche 96 der Zentrierwelle 76 aufgeschoben wird. Diese Bewegung findet jedoch geführt über die Ausrichteinrichtung 20 statt. Das Trägerelement 102 weist hierzu ebenso wie die Ausrichteinrichtung 20 eine Grundplatte 134 auf, von der aus sich eine dritte Führungsplatte 136 und eine vierte Führungsplatte 138 senkrecht in Richtung der Ausrichteinrichtung 20 erstrecken. Der Abstand dieser beiden Führungsplatten 136, 138 ist dabei so gewählt, dass er einem Abstand zwischen den beiden nach außen weisenden Oberflächen der ersten Führungsplatte 30 und der zweiten Führungsplatte 32 der Ausrichteinrichtung 20 entspricht. Dies hat zur Folge, dass bei der Bewegung des Trägerelementes 102 in Richtung der Ausrichteinrichtung 20 die dritte Führungsplatte 136 auf der ersten Führungsplatte 30 und die vierte Führungsplatte 138 entlang der nach unten weisenden Oberfläche der zweiten Führungsplatte 32 gleitet. Diese Führung hat zur Folge, dass ein radialer Versatz oder ein Winkelversatz zwischen der Ausrichteinrichtung 20 und dem Trägerelement 102 und damit auch zwischen der Zentrierwelle 76 und der Antriebswelle 14 sowie der Bremstrommel 66 und der Tragscheibe 104 der Trommelbremse 68 ausgeschlossen wird.
[0053] Sobald das Trägerelement 102 so weit über die Führungsplatten 30, 32 zum Dynamometer 10 bewegt ist, dass es seine Endposition erreicht hat, in der das Wälzlager 98 auf der Lagerfläche 96 der Zentrierwelle 76 angeordnet ist und die Bremstrommel 66 korrekt zur Tragscheibe 104 platziert ist, werden das Trägerelement 102 und die Ausrichteinrichtung 20 über ihre Führungsplatten 30, 32, 136, 138 mittels Befestigungsmitteln 139 miteinander verbunden. Diese Befestigungsmittel 139 werden durch Langlöcher 140, Schrauben 142 und die Löcher 34 an der Ausrichteinrichtung 20 gebildet. Hierzu sind an der dritten und vierten Führungsplatte 136, 138 jeweils vier Langlöcher 140 ausgebildet, die sich in axialer Richtung erstrecken und den gleichen Seitenabstand zueinander aufweisen wie die vier Löcher 34 in der ersten und zweiten Führungsplatte 30, 32. Entsprechend kann über Schrauben 142 weitestgehend unabhängig von der axialen
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Ausdehnung der zu testenden Trommelbremse 68 immer in der korrekten Position eine Befestigung des Trägerelementes 102 an der Ausrichteinrichtung 20 hergestellt werden.
[0054] An dem zur Flanschfläche 78 gegenüberliegenden zweiten Ende 94 der Zentrierwelle 76 ist des Weiteren ein Schleifringflansch 144 befestigt. Die Befestigung erfolgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel, indem an einer radialen Innenfläche des Schleifringflansches 144 ein Innengewinde 146 ausgebildet wird, mit dem der Schleifringflansch 144 auf ein Außengewinde 148 am Endabschnitt der Zentrierwelle 76 aufgeschraubt werden kann. Um ein Lösen bei Drehung der Zentrierwelle 76 zu verhindern, befindet sich auf der Zentrierwelle 76 eine Kontermutter 150, die gegen den Schleifringflansch 144 gedreht wird. Auf der vom Trägerelement 102 wegweisenden Oberfläche ist am Schleifringflansch 144 eine sich radial erstreckende schlitzförmige Nut 146 ausgebildet, die zur Aufnahme des Endes der aus der als Hohlwelle ausgeführten Zentrierwelle 76 herausgeführten Verkabelung 92 des Temperatursensors 90 dient. Die elektrische Kontaktierung erfolgt dann über einen Schleifkontakt 152, der gegenüberliegend zum Schleifringflansch angeordnet wird.
[0055] Um auftretende Torsionskräfte auf Schrauben zwischen der Antriebswelle 14 und der Drehmomentübertragungsscheibe 48 zu verhindern, wird die Drehmomentübertragung ausschließlich über die Passfeder 42 hergestellt. Hierzu wird die Drehmomentübertragungsscheibe 48 mit ihrer Nut 44 auf die in dem nutförmigen Schlitz 40 der Antriebswelle 14 eingesteckten Passfeder 42 aufgeschoben und in dieser Position verschraubt, indem Schrauben durch Durchgangslöcher der Drehmomentübertragungsscheibe 48 und der Passfeder 42 gesteckt und in Innengewinde der Antriebswelle 14 geschraubt werden. Eine Drehmomentübertragung findet jedoch Nut 44 über die Passfeder 42 statt, da die Durchgangslöcher größer sind als die Schraubenschäfte, so dass nur eine axiale Verbindung erfolgt. Die weitere Montage erfolgt, indem die Flanschscheibe 100 an der Tragscheibe 104 der Trommelbremse 68 und am Trägerelement 102 befestigt wird. Des Weiteren erfolgt die beschriebene Verbindung der Zentrierplatte 56, der Bremstrommel 66 sowie der Zentrierwelle 76 an der Drehmomentübertragungsscheibe 48. Die Baueinheit aus Flanschscheibe 100, Tragscheibe 104 der Trommelbremse 68 und Trägerelement 102 kann daraufhin mit ihrem Wälzlager 98 auf die Zentrierwelle 76 geschoben werden, bis das Wälzlager 98 auf der Lagerfläche 96 platziert ist, wobei diese Bewegung durch eine Führung des Trägerelementes 102 auf der Ausrichteinrichtung 20 erfolgt In dieser Position wird das Trägerelement 102 an der Ausrichteinrichtung 20, welche zuvor am Dynamometer 10 befestigt wurde, in seiner Endposition fixiert.
[0056] Je nach Ausführung der Verbindungen der Passfeder 42 ist diese auch in der Lage Querkräfte bei der Montage aufzunehmen. In diesem Fall wäre es auch möglich, nach der Befestigung der Ausrichteinrichtung 20 am Dynamometer 10, zunächst die Drehmomentübertragungsscheibe 48 mit der Passfeder 42 auf die Antriebswelle 14 aufzuschieben, daraufhin die Zentrierplatte 56, die Bremstrommel 66 und die Zentrierwelle 76 aufzuschieben, diese Teile in Umfangsrichtung auszurichten und miteinander über die Schrauben 84 zu verbinden, wobei auf die Verschraubung der Passfeder 42 und der Drehmomentübertragungsscheibe 48 an der Antriebswelle 14 verzichtet würde. Daraufhin kann der Aufbau aus Trägerelement 102, Flanschscheibe 100 und Tragscheibe 104 der Trommelbremse 68 über die Ausrichteinrichtung 20 auf die Zentrierwelle 76 aufgeschoben werden, bis das Wälzlager 98 sich erneut auf der Lagerfläche 96 der Zentrierwelle 76 befindet. Abschließend würde auch in diesem Fall der Schleifringflansch 144 montiert.
[0057] Dieser Aufbau ermöglicht eine sehr einfache Anpassung der Bremsentestvorrichtung an verschiedene Trommelbremsengrößen, da für die meisten gängigen Trommelbremsen lediglich die Zentrierplatte und die Flanschscheibe angepasst werden müssen. Entsprechend werden Kosten gesenkt, da die übrigen Bauteile für verschiedene Bremsengrößen verwendet werden können. Durch die Führung über die Ausrichteinrichtung und die verschiedenen angepassten Durchmesser, die ein zentrierendes Ineinanderstecken der Bauteile ermöglichen, wird eine exakte Ausrichtung ohne Achs- oder Winkelversätze bei der Bremsenprüfung sichergestellt, wodurch Reibungen minimiert werden. Die gesamte Montage und Demontage können von vorne in einfacher Weise erfolgen.
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[0058] Es sollte deutlich sein, dass insbesondere die Ausrichteinrichtung und das Trägerelement auch anders ausgeführt werden können als im Ausführungsbeispiel beschrieben, solange bei der Montage eine klare axiale und radiale Ausrichtung zwischen diesen beiden Teilen und zum Dynamometer sichergestellt wird.
Claims (1)
- x bes AT 528 401 A4 2026-01-15Ss NPatentansprüche1. Trommelbremsentestvorrichtung,an der eine Trommelbremse (68) zum Testen montierbar ist, wobei die Trommelbremse (68)eine drehbare Bremstrommel (66) und eine feststehende Tragscheibe (104) aufweist, an derzumindest eine Bremsbacke (106) mit einem Bremsbelag (108) schwenkbar befestigt ist, die über einen Aktuator (110) nach außen in Richtung der Bremstrommel (66) schwenkbar ist, und die mit einer Rückstellvorrichtung (112) verbunden ist,wobei die Trommelbremsentestvorrichtung aufweist:- ein Dynamometer (10) zum Antrieb der drehbaren Bremstrommel (66), welches eine Antriebswelle (14) aufweist, die zumindest indirekt drehmomentübertragend mit der Bremstrommel (66) verbindbar ist,- ein Trägerelement (102), an dem die Tragscheibe (104) der Trommelbremse (68) zumindest indirekt befestigbar ist, und welches eine Durchgangsöffnung (126) aufweist, die eine gemeinsame Mittelachse (38) mit der Antriebswelle (14) des Dynamometers (10) aufweist und durch die eine zumindest indirekt mit der Bremstrommel (66) verbindbare Zentrierwelle (76) ragt, welche radial innerhalb der Tragscheibe (104) gelagert ist,- zumindest eine Ausrichteinrichtung (20), die definiert zum Dynamometer (10) angeordnet ist und über welche das Trägerelement (102) zum Dynamometer (10) definiert ausrichtbar und verschiebbar ist, und- Befestigungsmittel (139), über die das Trägerelement (102) an der Ausrichteinrichtung (20) fixierbar ist.2. Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dassdie Ausrichteinrichtung (20) eine Grundplatte (26) mit einer Durchgangsöffnung (24) aufweist, durch die die Antriebswelle (14) des Dynamometers (10) ragt, und definiert zum Dynamometer (10) fixiert ist, und sich von der Grundplatte (26) eine erste Führungsplatte (30) und eine zweite Führungsplatte (32) an den zur Durchgangsöffnung (24) entgegengesetzten Seiten der Grundplatte (26) parallel zur Antriebswelle (14) erstrecken und dass sich vom Trägerelement (102) eine dritte Führungsplatte (136) und eine vierte Führungsplatte (138) an den zur Durchgangsöffnung (126) entgegengesetzten Seiten des Trägerelementes (102) parallel zur Mittelachse (38) der Durchgangsöffnung (126) erstrecken, wobei die erste (30) und zweite Führungsplatte (32) zur Führung des Trägerelementes (102) dienen, indem der Abstand der ersten Führungsplatte (30) zur zweiten Führungsplatte (32) und der Abstand der dritten Führungsplatte (136) zur vierten Führungsplatte (138) derart gewählt ist, dass bei der Bewegung des Trägerelementes (102) zur Ausrichteinrichtung (20) die erste Führungsplatte (30) und die dritte Führungsplatte (136) sowie die zweite Führungsplatte (32) und die vierte Führungsplatte (138) aufeinander gleiten.3. Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungsmittel (139) in den vier Führungsplatten (30, 32, 136, 138) Löcher (34, 140) ausgebildet sind, durch die Schrauben (142) steckbar sind, wobei die Löcher (34, 140) der ersten Führungsplatte (30) oder dritten Führungsplatte (136) und die Löcher (34, 140) der zweiten (32) oder vierten Führungsplatte (138) als Langlöcher (140) ausgebildet sind.4. Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (12) des Dynamometers (10) einen ringförmigen Vorsprung (18) aufweist, welcher passgenau in die Durchgangsöffnung (24) der Grundplatte (26) der Ausrichteinrichtung (20) ragt, wobei am Gehäuse (12) des Dynamometers (10) eine flanschförmige Erweiterung (16) ausgebildet ist, an der die Ausrichteinrichtung (20) mittels Schrauben (22) befestigt ist.5. Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierwelle (76) als Hohlwelle ausgeführt ist,10.11.12.13.14.AT 528 401 A4 2026-01-15wobei vorzugsweise im Inneren der Bremstrommel (64) ein Temperatursensor (90) befestigt ist, dessen Verkabelung (92) durch die als Hohlwelle ausgeführte Zentrierwelle (76) nach außen geführt ist.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 5,dadurch gekennzeichnet, dassauf dem durch die Durchgangsöffnung (126) des Trägerelementes (102) ragenden Ende (94) der Zentrierwelle (76) ein Schleifringflansch (144) befestigt ist, der an seiner Oberfläche eine sich radial erstreckende schlitzförmige Nut (146) aufweist, durch den die Verkabelung (92) des Temperatursensors (90) geführt ist, die über einen Schleifkontakt (152) elektrisch kontaktiert ist.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 6,dadurch gekennzeichnet, dassdas durch die Durchgangsöffnung (126) des Trägerelementes (102) ragende Ende (94) der Zentrierwelle (76) ein Außengewinde (148) aufweist, auf welches ein Innengewinde (146) des Schleifringflansches (144) geschraubt ist, wobei die axiale Fixierung des Schleifringflansches (144) über eine Kontermutter (150) erfolgt.Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dassdie Tragscheibe (104) der Trommelbremse (68) an einer Flanschscheibe (100) befestigbar ist, in deren inneren Flanschöffnung (99) ein Wälzlager (98) zur Lagerung der Zentrierwelle (76) angeordnet ist.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet, dassdie Flanschscheibe (100) mehrere Befestigungsaugen (118) aufweist, über die die Flanschscheibe (100) an der Tragscheibe (104) der Trommelbremse (68) mittels Schrauben (122) befestigbar ist und weitere Durchgangsbohrungen (130) aufweist, über die die Flanschscheibe (100) am Trägerelement (102) mittels Schrauben (132) befestigt ist.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,dadurch gekennzeichnet, dassdie Flanschscheibe (100) einen äußeren ringförmigen Vorsprung (114) aufweist, der passgenau in eine zentrale Öffnung (116) der Tragscheibe (104) einschiebbar ist und einen inneren ringförmigen Vorsprung (124) aufweist, der passgenau in die Durchgangsöffnung (126) des Trägerelementes (102) ragt.Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dassein Ende der Antriebswelle (14) des Dynamometers (10) drehmomentübertragend mit einer Drehmomentübertragungsscheibe (48) verbunden ist.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 11,dadurch gekennzeichnet, dassam Ende der Antriebswelle (14) des Dynamometers (10) eine zur Mittelachse (38) zentrierte, teilkreisförmige Ausnehmung (36) ausgebildet ist, in deren Inneres ein kreisförmiger Vorsprung (46) der Drehmomentübertragungsscheibe (48) ragt, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser der zumindest teilkreisförmigen Ausnehmung (36) entspricht.Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12,dadurch gekennzeichnet, dassam Ende der Antriebswelle (14) des Dynamometers (10) ein das Ende der Antriebswelle (14) in zwei gleiche Teile aufteilender nutförmiger Schlitz (40) ausgebildet ist, in welchem eine Passfeder (42) befestigt ist, die in eine Nut (44) am kreisförmigen Vorsprung (46) der Drehmomentübertragungsscheibe (48) ragt.Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass15.16.17.18.19.20.AT 528 401 A4 2026-01-15an einer zum Dynamometer (10) entgegengesetzten Seite ein zumindest teilkreisförmiger Vorsprung (54) an der Drehmomentübertragungsscheibe (48) ausgebildet ist, dessen AußBendurchmesser im Wesentlichen dem Innendurchmesser eines ersten Endes der Zentrierwelle (76) entspricht.Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14,dadurch gekennzeichnet, dassgegen die Drehmomentübertragungsscheibe (48) eine Zentrierplatte (56) anliegt, gegen deren entgegengesetzte Seite eine Rückplatte (64) der Bremstrommel (66) anliegt, gegen deren entgegengesetzte Seite eine Flanschfläche (78) der Zentrierwelle (76) anliegt, wobei die Bremstrommel (66), die Zentrierplatte (56), die Drehmomentübertragungsscheibe (48) und die Flanschfläche (78) der Zentrierwelle (76) einen gemeinsamen Loch- oder Schlitzkreis (50, 62, 70, 80) aufweisen, über den die Zentrierwelle (76), die Bremstrommel (66), die Zentrierplatte (56) und die Drehmomentübertragungsscheibe (48) mittels Schrauben (84) miteinander verbindbar sind.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 15,dadurch gekennzeichnet, dassdie Zentrierplatte (56) eine innere Kreisöffnung (58) aufweist, deren Innendurchmesser im Wesentlichen dem Außendurchmesser des zumindest teilkreisförmigen Vorsprungs (54) der Drehmomentübertragungsscheibe (48) entspricht.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 16,dadurch gekennzeichnet, dassdie Kreisöffnung (58) an der von der Drehmomentübertragungsscheibe (48) entgegengesetzten Seite der Zentrierplatte (56) von einem ringförmigen Vorsprung (60) umgeben ist, dessen Außendurchmesser dem Innendurchmesser einer zentralen Öffnung (63) der Rückplatte (64) der Bremstrommel (66) entspricht.Trommelbremsentestvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17,dadurch gekennzeichnet, dassan der Flanschfläche (78) der Zentrierwelle (76) zumindest ein radial nach außen verlaufender Schlitz (86) ausgebildet ist, durch den die Verkabelung (92) des Temperatursensors (90) aus der als Hohlwelle ausgebildeten Zentrierwelle (76) zur Bremstrommel (66) geführt ist.Trommelbremsentestvorrichtung nach Anspruch 18,dadurch gekennzeichnet, dassin dem auf den zumindest teilkreisförmigen Vorsprung (54) der Drehmomentübertragungsscheibe (48) aufgesteckten Abschnitt (74) der Zentrierwelle (76) ein sich axial erstreckender Schlitz (88) ausgebildet ist, der in dem radial nach außen verlaufenden Schlitz (86) der Flanschfläche (78) mündet und dessen axiale Erstreckung größer ist als die axiale Erstreckung des zumindest teilkreisförmigen Vorsprungs (54) innerhalb der Zentrierwelle (76), wobei die Verkabelung (92) des Temperatursensors (90) aus der als Hohlwelle ausgebildeten Zentrierwelle (76) über den axialen Schlitz (88) und den radialen Schlitz (86) zur Bremstrommel (66) geführt ist.Verfahren zur Montage einer Trommelbremse an einer Trommelbremsentestvorrichtungnach einem der vorhergehenden Ansprüche mit folgenden Schritten:- Definiertes Befestigen der Ausrichteinrichtung (20) zum Dynamometer (10),- Einstecken der Passfeder (42) in den nutförmigen Schlitz (40) der Antriebswelle (14) des Dynamometers (10)- Ausrichten und Aufstecken der Drehmomentübertragungsscheibe (48) mit der Nut (44) auf die Passfeder (42)- Verschrauben der Drehmomentübertragungsscheibe (48) an der Antriebswelle (14) des Dynamometers (10) unter Zwischenlage der Passfeder (42)- Aufsetzen der Zentrierplatte (56) auf der Drehmomentübertragungsscheibe (48) und Ausrichten der Zentrierplatte (56) zur Drehmomentübertragungsscheibe (48),14 / 18- Aufsetzen der Bremstrommel (66) auf die Zentrierplatte (56) und Ausrichten der Bremstrommel (66) zur Zentrierplatte (56),- Aufschieben der Zentrierwelle (76) auf den Vorsprung (54) der Drehmomentübertragungsscheibe (48) und gegen die Bremstrommel (66) und Ausrichten der Zentrierwelle (76) zu der Bremstrommel (66) sowie Befestigung der Zentrierwelle (76) an der Bremstrommel (66), der Zentrierplatte (56) und der Drehmomentübertragungsscheibe (48),- Aufsetzen der Tragscheibe (104) der Trommelbremse (68) auf die Flanschscheibe (100) mit dem Wälzlager (98), Ausrichten der Tragescheibe (104) zur Flanschscheibe (100) und Befestigen der Tragscheibe (104) an der Flanschscheibe (100),- Aufsetzen der Flanschscheibe (100) mit der Tragscheibe (104) auf das Trägerelement (102), Ausrichten der Flanschscheibe (100) zum Trägerelement (102) und Befestigen der Flanschscheibe (100) und der Tragscheibe (104) am Trägerelement (102),- Geführtes Bewegen des Trägerelementes (102) mit der Flanschscheibe (100) und der Tragscheibe (104) auf die Ausrichteinrichtung (20), und Aufschieben des Wälzlagers (98) der Flanschscheibe (100) auf die Zentrierwelle (76) bis das Wälzlager (98) auf der Lagerfläche (96) der Zentrierwelle (76) angeordnet ist- Befestigen des Trägerelementes (102) an der Ausrichteinrichtung (20) in einer definierten Montageposition,- Befestigen des Schleifringflansches (144) auf der Zentrierwelle (76).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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| ATA50522/2024A AT528401B1 (de) | 2024-06-26 | 2024-06-26 | Trommelbremsentestvorrichtung und Verfahren zur Montage |
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