AT528381A4 - Handfeuerwaffe mit tiefliegendem Lauf und kurzer Visierschiene - Google Patents

Handfeuerwaffe mit tiefliegendem Lauf und kurzer Visierschiene

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AT528381A4 ATA50877/2024A AT508772024A AT528381A4 AT 528381 A4 AT528381 A4 AT 528381A4 AT 508772024 A AT508772024 A AT 508772024A AT 528381 A4 AT528381 A4 AT 528381A4
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Handfeuerwaffe (1), umfassend ein Griffstück (100), einen im Griffstück (100) gelagerten Lauf (200) mit einer Laufachse (L), ein Schlagsystem (300), eine Visierschiene (400) und einen Schlitten (500), wobei die Visierschiene (400) derart unbeweglich am Griffstück (100) arretierbar ist, dass die Laufachse (L) zwischen dem Griffstück (100) und der Visierschiene (400) liegt, und wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems (300) an der Visierschiene (400) gelagert ist, wobei der Schlitten (500) von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, wobei eine vordere Seite (S1) der Visierschiene (400) hinter einer vorderen Seite (S2) des Schlittens (500) liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe (1).

Description

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Beschreibung
HANDFEUERWAFFE MIT TIEFLIEGENDEM LAUF UND KURZER VISIERSCHIENE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Handfeuerwaffe, umfassend ein Griffstück, einen im Griffstück gelagerten Lauf mit einer Laufachse und einer Laufmündung, ein Schlagsystem, eine Visierschiene und einen verschieblich am Griffstück gelagerten Schlitten, wobei die Visierschiene derart unbeweglich am Griffstück arretierbar ist, dass die Laufachse zwischen dem Griffstück und der Visierschiene liegt, wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems an der Visierschiene gelagert ist, wobei der Schlitten von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist.
[0002] Bei einer derartigen Handfeuerwaffe kann der Lauf besonders tiefliegend ausgeführt werden, da Elemente des Schlagsystems, insbesondere die Abzugsstange und der Hahn, auf der Visierschiene oberhalb des Laufs gelagert sind. Handfeuerwaffen mit einer tiefen Laufachse kombiniert mit einer geringen Verschlussmasse ermöglichen es, den Hochschlag zu minimieren, was zu einem angenehmen und kontrollierbaren Schussverhalten führt. Diese Eigenschaften tragen wesentlich zur Schnelligkeit und Präzision bei rascher Schussfolge bei, was insbesondere im dynamischen IPSC-Sport von großem Vorteil ist, wo Präzision und schnelle Schussfolge entscheidend sind.
[0003] Eine derartige Handfeuerwaffe mit tiefliegendem Lauf ist beispielsweise aus der EP3472549B1 bekannt. Eine entsprechende Handfeuerwaffe wird unter dem Namen Laugo Arms Alien vertrieben. Diese Pistole, die in der EP3472549B1 beschrieben ist, wird durch ihre neuartige Konstruktion hervorgehoben, bei der der Verschluss und der Schlitten von der Visiereinheit getrennt sind. Diese Nicht-Beweglichkeit der Visiereinheit während des Schussvorgangs trägt dazu bei, die Visiereinrichtungen besser vor mechanischen Belastungen zu schützen, da sie nicht den üblichen Rückstoßkräften ausgesetzt sind, die den Verschluss betreffen. Zusätzlich sorgt das Gasdrucksystem der Laugo Arms Alien für einen sanfteren Rückstoß und reduziert die mechanische Belastung auf das gesamte Schlagsystem, was die Lebensdauer der Waffe verlängert und die Genauigkeit erhöht.
[0004] Bei der Handfeuerwaffe der EP3472549B1 ist die Visierschiene derart ausgeführt, dass sie vorne den Lauf umgreift und über die gesamte Länge der Handfeuerwaffe über dem Schlitten geführt ist. Um eine derartige Visierschiene zu tragen und um das Gasdrucksystem zu verwirklichen, muss eine entsprechender Montageblock vom Griffstück hervorstehen. Der Montageblock stützt auch die Schließfeder ab, die zwischen diesem Montageblock und Schlitten geführt ist.
[0005] Die Handfeuerwaffe der EP3472549B1 weist zwar eine Fülle von Vorteilen auf, jedoch bestehen auch einige Nachteile. So führt das Gasdrucksystem zu einer raschen Verschmutzung der Pistole. Der Vorteil der stationären Visierlagerung ist zwar für viele Einsatzzwecke vorteilhaft, jedoch sind diese für einige Wettbewerbe nicht zulässig oder für bestimmte Situationen vom Benutzer nicht gewünscht, sodass entweder die ganze Pistole oder zumindest der Verschluss und die Visierschiene ausgewechselt werden müssen, wenn ein mit dem Schlitten mitbewegte Visier erwünscht wird. Auch der Montageblock führt zu einem erhöhten Konstruktionsaufwand und damit einem größeren Fertigungsaufwand, sodass diese Handfeuerwarffe relativ teuer ist.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, zumindest einige der genannten Nachteile zu überwinden und eine verbesserte Handfeuerwaffe mit tiefem Lauf bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Handfeuerwaffe gelöst, die ein Griffstück, einen im Griffstück gelagerten Lauf mit einer Laufachse und einer Laufmündung, ein Schlagsystem, eine Visierschiene und einen Schlitten umfasst, wobei die Visierschiene derart unbeweglich am Griffstück arretierbar ist, dass die Laufachse zwischen dem Griffstück und der Visierschiene liegt, wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems an der Visierschiene gelagert ist, wobei der Schlitten von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, wobei eine vordere Seite der Visierschiene hinter einer vorderen Seite des Schlittens liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe.
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[0008] Erfindungsgemäß wird somit ein neuer Typ von Visierschiene vorgesehen, welcher gegenüber der Visierschiene der EP3472549B1 völlig neuartige Anwendungsmöglichkeiten bietet. Insbesondere muss die Visierschiene den Schlitten nun nicht mehr unmittelbar über dem Lauf überragen, sodass der unmittelbar über dem Lauf bzw. über dem vorderen Abschnitt des Laufs vorliegende Raum alleine dem Schlitten zur Verfügung gestellt werden kann. Dies ermöglicht, dass dieser Bereich z.B. der Schließfeder zur Verfügung stehen kann, die sich nun zwischen Visierschiene und Schlitten erstrecken kann, oder dass ein Korn am vorderen Bereich der Handfeuerwaffe vom Schlitten getragen werden kann, was von vielen Benutzern als vorteilhaft erachtet wird. Weiters kann in diesem Bereich ein Drehlaufsystem umgesetzt werden Es sei jedoch hervorgehoben, dass es nicht notwendig ist, dass alle diese vorteilhaften Modifikationen umgesetzt werden, um die Erfindung zu verwirklichen. Die neuartige Visierschiene ermöglicht es jedoch, diese Modifikationen nach Wahl umzusetzen, da mehr Bauraum am vorderen Ende der Handfeuerwaffe zur Verfügung steht.
[0009] Zur Vollständigkeit sei erwähnt, dass diese Visierschiene mit einem unten beschriebenen Drehlaufverriegelungssystem oder mit einem Gasdrucksystem wie bei der EP3472549B1 eingesetzt werden könnte.
[0010] Wie oben beschrieben liegt die vordere Seite der Visierschiene hinter der vorderen Seite des Schlittens, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe. Dadurch wird ein Bauraumgewinn erzielt, da die statisch vorliegende Visierschiene nicht den vordersten Bereich an der Handfeuerwaffe einnimmt.
[0011] Wenn der Schlitten auch einen vorderen Abschnitt aufweist, der in Schussrichtung gesehen vor der Visierschiene liegt (d.h. der bei einem unbegrenzten Zurückfahren des Schlittens mit der Visierschiene kollidieren würde), wird in der Regel vorgesehen, dass die vordere Seite der Visierschiene hinter einer Innenseite des vorderen Abschnitts des Schlittens liegt, insbesondere in einem Abstand, welcher dem Versatz zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position des Schlittens entspricht. Der vordere Abschnitt ist z.B. eine Vorderwand, die im Wesentlichen normal zur Laufachse liegt. Zwischen diesem vorderen Abschnitt des Schlittens und der Visierschiene wird somit ein freiliegender Bauraum geschaffen, der für diverse Zwecke eingesetzt werden kann.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Visierschiene im Ruhezustand auf der dem Griffstück abgewandten Oberseite der Handfeuerwaffe zumindest abschnittsweise vom Schlitten abgedeckt (z.B. zumindest in der Ruheposition des Schlittens), wobei der Schlitten auf seiner Oberseite eine Ausnehmung aufweist, durch welche ein Teil der Visierschiene hindurchtritt. Dadurch liegt ein Teil der Visierschiene ständig nach oben hin frei, sodass auf der Visierschiene ein Visier angebracht werden kann, das sich während eines Schusses statisch auf der Visierschiene und damit auch statisch bezüglich des Griffstücks befindet. Gleichzeitig ist Jedoch auch ein Teil der Visierschiene vom Schlitten überdeckt, sodass auf diesem überdeckenden Teil auch ein Visier wie ein Korn auf dem Schlitten montiert werden kann, was von vielen Benutzern gewünscht wird. Es kann somit ein Hybrid-Visier mit einem während eines Schusses statischen Teils und einem während des Schusses bewegten Teils umgesetzt werden.
[0013] In der genannten Ausführungsform ist weiters bevorzugt, wenn die Ausnehmung in Richtung der Laufachse eine Länge x3 aufweist, die im Wesentlichen der Länge des genannten Teils der Visierschiene x1 zuzüglich des Abstands x2 zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position entspricht, d.h. x1 + x2 = x3. Damit kann die Ausnehmung so klein wie möglich gehalten werden, sodass mehr Bauraum auf dem Schlitten zur Verfügung steht.
[0014] In der Regel liegt die genannte Ausnehmung derart vor, dass der Schlitten die Visierschiene vor und hinter dem Abschnitt oben überdeckt, der aus dem Schlitten heraussteht, sodass vor und hinter der Ausnehmung Elemente oben auf den Schlitten montiert werden können. Dies ist jedoch nicht zwingend, z.B. wenn der Schlitten vor oder hinter der Ausnehmung nur aus Seitenwänden besteht und die Visierschiene dort vom Schlitten oben nicht überdeckt wird.
[0015] Üblicherweise wird vorgesehen, dass die Visierschiene kürzer ist als der Schlitten, ge-
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messen in einer Richtung parallel zur Laufachse. Dies ist jedoch nicht zwingend, z.B. wenn der Schlitten am hinteren Ende die Visierschiene weder seitlich noch von oben überdeckt.
[0016] Wie bereits erwähnt ermöglicht die erfindungsgemäße Visierschiene, dass eine oberhalb des Laufs befindliche Schließfeder zwischen der Visierschiene und dem Schlitten vorliegt und den Schlitten in die Ruheposition vorspannt. Damit wird eine besondere Anordnung der Schließfeder ermöglicht, was unter anderem den Zusammenbau der Handfeuerwaffe erleichtert, da die Visierschiene und der Schlitten vorab mit der Schließfeder zusammengebaut werden können, bevor diese Kombination auf das Griffstück aufgesetzt wird.
[0017] Um die Visierschiene auf das Griffstück zu montieren, können viele verschiedene Konstruktionsmöglichkeiten eingesetzt werden. Besonders bevorzugt ist, wenn die Visierschiene zumindest eine erste Stützstrebe aufweist, die auf einer Seite der Laufachse von einem Körper der Visierschiene absteht und mit dem Griffstück arretierbar ist. Da die Stützstrebe in das Griffstück hineinragt, können im Griffstück Elemente vorgesehen werden, mit denen die Stützstrebe im Griffstück arretiert wird.
[0018] Bevorzugt umfasst die Handfeuerwaffe zur Arretierung der Stützstrebe bzw. Stützstreben einen in das Griffstück einsetzbaren Montagebolzen, wobei die erste Stützstrebe an der dem Montagebolzen zugewandten Seite eine dem Montagebolzen entsprechende Krümmung aufweist, wobei der Montagebolzen das Versetzen der Visierschiene in eine Richtung parallel zur Laufachse verhindert, wenn sich der Montagebolzen in einer ersten Position im Griffstück befindet.
[0019] Im einfachsten Fall könnte der Montagebolzen in das Griffstück eingeschoben werden, sodass dieser die erste Position einnimmt, und aus dem Griffstück entnommen werden, um die Visierschiene freizugeben. Das Herausnehmen des Montagebolzens ist jedoch nicht immer erwünscht, da dies die Anzahl der losen Einzelteile erhöht. Bevorzugt wird daher vorgesehen, dass der Montagebolzen zumindest eine erste Nut aufweist, die eine Breite aufweist, die zumindest der Breite der ersten Stützstrebe entspricht, und wobei der Montagebolzen innerhalb des Griffstücks von der ersten Position in eine zweite Position verbringbar ist, wobei die erste Nut in einem Abstand zur ersten Stützstrebe verläuft (gemessen in einer Richtung parallel zur Erstreckungsrichtung des Montagebolzens), wenn sich der Montagebolzen in der ersten Position befindet, um die Visierschiene zu arretieren, und wobei die erste Nut fluchtend zur ersten Stützstrebe verläuft, wenn sich der Montagebolzen in der zweiten Position befindet, um eine Arretierung der Visierschiene zu lösen.
[0020] Wenn der Montagebolzen aus beiden Seiten des Griffstücks hervorsteht, könnte dieser manuell von der ersten Position in die zweite Position und wieder zurückversetzt werden. Bevorzugt ist jedoch, wenn der Montagebolzen mittels einer Feder in die erste Position vorgespannt ist, wobei der Montagebolzen eine Fase aufweist, die ausgehend von der ersten Nut in eine Richtung normal zur Laufachse verläuft, und die erste Stützstrebe eine entsprechend gegengleiche Fase aufweist, wobei die Fasen derart ausgeführt sind, dass die Visierschiene beim Einsetzen der Visierschiene in das Griffstück parallel zur Laufachse verschoben werden kann, während sich der Montagebolzen aufgrund der Fasen von der ersten Position in die zweite Position versetzt, bis sich die Visierschiene in einem Montagezustand befindet, an dem der Montagebolzen aufgrund der Feder wieder in die erste Position versetzt wird. Dadurch muss die Visierschiene nur vor dem Montagebolzen in das Griffstück eingesetzt und nach hinten geschoben werden, wodurch sich der Montagebolzen von selbst von der ersten Position in die zweite Position bewegt, bis sich die Visierschiene in einer Montageposition befindet. Zu diesem Zeitpunkt wird der Montagebolzen durch die Federkraft zurückschnappen und die Visierschiene arretieren.
[0021] Um die Arretierung der Visierschiene mittels des Montagebolzens zu erleichtern, ist bevorzugt, wenn die erste Stützstrebe ein vorderes unteres Ende und ein hinteres unteres Ende umfasst, zwischen denen sich die dem Montagebolzen entsprechende Krümmung erstreckt. Dadurch können die Stützstreben auf den Montagebolzen aufgesetzt und arretiert werden. Alternativ dazu könnten die Stützstreben Löcher umfassen, in welche der Montagebolzen eingesetzt wird. Um die Ausrichtung der Visierschiene beim Arretieren weiter zu erleichtern, kann zudem
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vorgesehen werden, dass das in Schussrichtung vordere untere Ende länger ist als das in Schussrichtung hintere untere Ende.
[0022] Im einfachsten Fall wird nur eine Stützstrebe zur Arretierung vorgesehen. Bevorzugt weist die Visierschiene jedoch weiters eine zweite Stützstrebe auf, welche bevorzugt gleich wie die erste Stützstrebe ausgeführt ist, wobei die erste Stützstrebe und die zweite Stützstrebe auf gegenüberliegenden Seiten der Laufachse vom Körper der Visierschiene abstehen und mit dem Griffstück verbindbar sind. Bevorzugt kann der Montagebolzen weiters eine zweite Nut aufweisen, welche eine Breite aufweist, die zumindest der Breite der zweiten Stützstrebe aufweist, wobei die zweite Nut in einem Abstand zur zweiten Stützstrebe verläuft, wenn sich der Montagebolzen In der ersten Position befindet, um die Visierschiene zu arretieren, und wobei die zweite Nut fluchtend zur zweiten Stützstrebe verläuft, wenn sich der Montagebolzen in der zweiten Position befindet, um eine Arretierung der Visierschiene zu lösen.
[0023] Die Stützstreben bilden erste Montageelemente der Visierschiene am Griffstück und werden insbesondere dazu eingesetzt, um die Visierschiene manuell am Griffstück zu arretieren und von diesem zu lösen. Weiters können jedoch noch zweite Montageelemente und/oder dritte Montageelemente vorgesehen werden, die zusätzliche Verbindungspunkte zwischen Visierschiene und Griffstück bilden.
[0024] Die zweiten Montageelemente können durch zumindest eine erste L-förmige Nut oder Ausnehmung auf einer Seitenfläche der Visierschiene gebildet sein, in welche ein Element, insbesondere ein Schenkel eines L-förmigen oder T-förmigen Vorsprungs, des Griffstücks eingreift, um die Visierschiene zu arretieren.
[0025] Die dritten Montageelemente können die Visierschiene auf der der der Laufmündung abgewandten Seite mit dem Griffstück verbinden. Beispielsweise kann das Griffstück hierfür eine Tförmige Nut aufweist, in welche ein T-förmiger Vorsprung der Visierschiene eingreift.
[0026] Die erfindungsgemäße Visierschiene kann zudem dazu eingesetzt werden, um einen Bildschirm auf der Rückseite der Handfeuerwaffe zu verwirklichen. Insbesondere kann die Visierschiene auf der in Schussrichtung hinteren Seite eine im Wesentlichen normal zur Laufachse stehende Fläche aufweisen, in welcher der Bildschirm integriert sein kann. Die statische hintere Seite der Visierschiene könnte jedoch auch für andere Zwecke eingesetzt werden, z.B. um andere Anzeigen zu verwirklichen.
[0027] Wenn die Handfeuerwaffe einen Bildschirm aufweist, kann diese weiters zumindest einen Sensor umfassen, wobei die Handfeuerwaffe dazu ausgebildet ist, auf dem Bildschirm Messdaten des Sensors oder aus Messdaten des Sensors abgeleitete Daten anzuzeigen.
[0028] Die erfindungsgemäße Ausführung der Visierschiene ermöglicht weiters, dass der Schlitten im Ruhezustand auf der in Schussrichtung vordersten Seite im Griffstück geführt ist. Konkret kann eine Frontalführung des Schlittens in einer Führung des Griffstücks gelagert werden. Bevorzugt kann die Frontalführung auf zumindest einer Seite ständig in der Führung des Griffstücks gelagert sein, d.h. im gesamten Bereich zwischen der Ruheposition und der maximal zurückgefahrenen Position des Schlittens. Wie unten ausgeführt kann die Führung des Griffstücks jedoch auch unterbrochen sein, zumindest an einer Seite, um ein Drehlaufverriegelungssystem umzusetzen.
[0029] Wie bereits erläutert könnte die Handfeuerwaffe als Gasdrucklader ausgebildet sein. Bevorzugt ist die Handfeuerwaffe jedoch mit einem Drehlaufverriegelungssystem ausgeführt. Um dies umzusetzen, weist der Lauf eine Steuerwarze, eine Führungswarze und zumindest eine Verriegelungswarze auf, wobei das Griffstück eine Steuerkurve für die Steuerwarze aufweist, wobei die Steuerkurve derart ausgeführt ist, dass der Lauf von einer ersten Stellung, die der Lauf in der Ruheposition des Schlittens einnimmt, in eine zweite Stellung verbringbar ist, wobei der Lauf in der zweiten Stellung gegenüber der ersten Stellung verdreht und entlang der Laufachse versetzt ist, wobei der Schlitten einen Verriegelungskörper aufweist, wobei die Verriegelungswarze im Verriegelungskörper aufgenommen ist, wenn sich der Schlitten in der Ruheposition befindet, und sich die Verriegelungswarze außerhalb des Verriegelungskörpers befindet, wenn sich der Lauf in
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der zweiten Stellung befindet, und wobei der Schlitten weiters eine Frontalführung aufweist, welche sich über der Führungswarze befindet und dadurch eine Verdrehung des Laufs verhindert, wenn sich der Lauf in der zweiten Stellung befindet. Die Verriegelungswarze(n) bewirken hierbei, dass der Lauf zu Beginn der Schussabgabe mit dem Schlitten mitgenommen wird. Die Steuerwarze in der Steuerkurve bewirkt, dass sich der Lauf auch verdreht, wenn er mit dem Schlitten mitgenommen wird, bis der Lauf die zweite Stellung erreicht. Zu diesem Zeitpunkt wird der Lauf vom Schlitten entkoppelt, da sich die Verriegelungswarzen aus einem Verriegelungskörper des Schlittens durch die Drehung herausbewegt haben. Die Führungswarze bewirkt in Kombination mit der Frontalführung des Schlittens, dass sich der Lauf nicht zurückdrehen kann, nachdem dieser die zweite Position erreicht hat.
[0030] Besonders bevorzugt ist die Frontalführung in einer Führung im Griffstück geführt, wenn sich der Schlitten in der Ruheposition befindet, und wobei die Führung bevorzugt im Griffstück auf beiden Seiten des Laufs vorliegt und nur auf einer Seite eine Ausnehmung aufweist, in welcher die Führungswarze aufgenommen ist, wenn sich der Lauf in der zweiten Stellung befindet. Dies stellt eine besonders effiziente Ausführungsform dar, um die Führungswarze mit dem Schlitten zu sperren, da die Frontalführung eingangs auf dem Griffstück geführt sein kann, um Stabilität beim Schussbeginn zu gewährleisten, und danach die Führungswarze mit demselben Element gesperrt werden kann, das zuvor als Führung gedient hat.
[0031] Weiters bevorzugt kann das Schlagsystem einen Abzug und einen im Abzug verschwenkbar gelagerten Unterbrecherhebel umfassen, wobei der Unterbrecherhebel einen Hebelarm und einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen umfasst, und wobei der Lagerzapfen in zumindest einer Ausnehmung des Abzugs aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel unentfernbar im Abzug gelagert ist. Dadurch wird die Herstellung des Abzugsystems wesentlich vereinfacht, da nur zwei Komponenten bereitgestellt werden müssen, und zwar einerseits der Abzug und der Unterbrecherhebel, die in einem einzigen Arbeitsschritt gefertigt werden können, z.B. mittels eines 3D-Druck-Verfahrens wie Lasersinterdruck. Im Gegensatz dazu mussten im Stand der Technik drei Komponenten eingesetzt werden, und zwar ein Abzug mit Loch, ein Unterbrecherhebel mit Loch und ein Bolzen, der durch die genannten Löcher geführt wird. Das genannte Abzugssystem ist jedoch vereinfacht die Herstellung wesentlich, was insbesondere zu Einsparungen bei Kleinserienfertigungen führt.
[0032] Das Schlagsystem kann überdies einen im Schlitten verschieblich gelagerten Unterbrecherbolzen, eine an der Visierschiene verschwenkbar gelagerte Abzugsstange und einen an der Visierschiene verschwenkbar gelagerten und mit der Abzugsstange verbundenen Hahn umfassen.
[0033] Um die vorliegende Erfindung besser zu verstehen, werden im Folgenden die beigefügten Figuren näher beschrieben. Diese Figuren veranschaulichen beispielhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Handfeuerwaffe und zeigen die wesentlichen Merkmale und Komponenten, die zur Erreichung der angestrebten Vorteile beitragen. Die nachfolgenden Figuren sollen die Beschreibung der Erfindung ergänzen und das Verständnis der technischen Details und der Funktionsweise erleichtern. Die Figuren zeigen jedoch bloß bevorzugte Ausführungsformen und sind daher nicht einschränkend anzusehen. Insbesondere ist anzumerken, dass es sich um eine „best mode“-Ausführungsform handelt und es beispielsweise nicht notwendig ist, das Drehlaufverriegelungssystem oder das einstückig gefertigte Abzugssystem umzusetzen.
[0034] Figur 1 zeigt eine Handfeuerwaffe gemäß der vorliegenden Erfindung in einer schematischen Perspektivansicht, wobei sich die Pistole in einem verriegelten Zustand befindet.
[0035] Figur 2 zeigt die Handfeuerwaffe von Figur 1, wobei sich die Pistole in einem entriegelten Zustand befindet.
[0036] Figur 3 zeigt die Handfeuerwaffe von Figur 1, wobei sich der Lauf in einem verdrehgesicherten Zustand befindet.
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[0037] Figur 4 zeigt die Handfeuerwaffe von Figur 1, wobei sich der Schlitten in einer maximal zurückgefahrenen Position befindet.
[0038] Figur 5 zeigt das Griffstück der Handfeuerwaffe in einer schematischen Perspektivansicht.
[0039] Figur 6 zeigt eine Visierschiene der Handfeuerwaffe in einer Seitenansicht.
[0040] Figur 7 zeigt einen Schlitten der Handfeuerwaffe in einer Seitenansicht.
[0041] Figur 8 zeigt den Schlitten mit darin aufgenommener Visierschiene in einer Seitenansicht.
[0042] Figur 9 zeigt das Zusammensetzen des Schlittens und der Visierschiene in ei-
ner Schnittansicht.
[0043] Figur 10 zeigt die im Schlitten aufgenommene Visierschiene mit weiteren Komponenten der Handfeuerwaffe.
[0044] Die Figuren 11a und 11b zeigen einen Montagebolzen der Handfeuerwaffe, wobei der Montagebolzen für Linkshänder ausgelegt ist.
[0045] Die Figuren 12a und 12b zeigen einen Montagebolzen der Handfeuerwaffe, wobei der Montagebolzen für Rechtshänder ausgelegt ist.
[0046] Die Figuren 13a und 13b zeigen das Arretieren der Visierschiene im Griffstück mittels des Montagebolzens.
[0047] Figur 14 zeigt das Einschieben der Stützstreben der Visierschiene in den Montagebolzen in einer schematischen Draufsicht.
[0048] Figur 15 zeigt das hintere Ende der Handfeuerwaffe in einer schematischen Perspektivansicht.
[0049] Figur 16 zeigt den Lauf der Handfeuerwaffe in einer schematischen Seitenansicht.
[0050] Figur 17 zeigt den Lauf der Handfeuerwaffe in einer schematischen Perspektivansicht.
[0051] Figur 18 zeigt das Griffstück mit darin aufgenommenem Lauf in einer Perspek-
tivansicht, wobei Elemente des Laufs sowohl in einer entriegelten Position als auch in einer verriegelten Position dargestellt sind.
[0052] Figur 19 zeigt eine schematische Schnittansicht entlang der Schnittfläche A-A von Figur 18. [0053] Figur 20 zeigt das vordere Ende der Handfeuerwaffe in einer schematischen Per-
spektivansicht in einem Ruhezustand des Schlittens.
[0054] Figur 21 zeigt die Handfeuerwaffe in einer Zwischenstellung des Schlittens in einem Schnitt durch eine vertikale Ebene, in der die Laufachse liegt.
[0055] Figur 22 zeigt die Handfeuerwaffe in einer Zwischenstellung des Schlittens in einem Schnitt normal zur Laufachse.
[0056] Die Figuren 23a bis 23d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einer Ruheposition des Schlittens.
[0057] Die Figuren 24a bis 24d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einem Zwischenzustand des Schlittens kurz vor der Freigabe der Verriegelungswarzen.
[0058] Die Figuren 25a bis 25d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einem Zwischenzustand des Schlittens kurz nach der Freigabe der Verriegelungswarzen.
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[0059] Die Figuren 26a bis 26d zeigen verschiedene Schnittansichten der Handfeuerwaffe in einer maximal zurückgefahrenen Position des Schlittens.
[0060] Die Figur 27 zeigt den Schlagmechanismus der Handfeuerwaffe vor einer Schussabgabe.
[0061] Die Figur 28 zeigt den Schlagmechanismus der Handfeuerwaffe nach einer Schussabgabe mit gedrücktem Abzug.
[0062] Figur 29 zeigt den Unterbrecherhebel des Schlagmechanismus in einer Perspektivansicht.
[0063] Figur 30 zeigt den Unterbrecherhebel des Schlagmechanismus in einer Seitenansicht.
[0064] Figur 31 zeigt den Unterbrecherhebel des Schlagmechanismus in einer Schnittansicht.
[0065] Figur 1 zeigt eine Handfeuerwaffe 1 bzw. Pistole, die sich insbesondere für den IPSCSchießsport eignet. Diese Handfeuerwaffe 1 könnte aber auch für andere Anwendungszwecke eingesetzt werden. Gleichfalls könnten die im Folgenden beschriebenen Komponenten dieser Handfeuerwaffe 1 bei anderen Handfeuerwaffen eingesetzt werden.
[0066] Die Handfeuerwaffe 1 umfasst ein Griffstück 100, einen Lauf 200, ein Schlagsystem 300, eine Visierschiene 400 und einen Schlitten 500. Die Handfeuerwaffe 1 kann weitere Elemente wie einen Montagebolzen 600, ein oder mehrere Visiere wie ein Korn 701, eine Kimme 702 oder ein optisches Visier 703 oder andere Komponenten umfassen, die im Folgenden beschrieben werden.
[0067] Besonders ist bei dieser Handfeuerwaffe 1, dass diese eine tiefe Laufachse L (hierunter wird die Zentralachse des Laufs 200 verstanden) und eine geringe Verschlussmasse aufweist, um damit den Hochschlag so gering wie möglich zu halten, was ein angenehmes und kontrollierbares Schussverhalten ermöglicht.
[0068] An dieser Stelle sei festgehalten, dass diese Handfeuerwaffe 1 im bestimmungsgemäßen Gebrauch eine Schussrichtung definiert, wobei sich jedoch versteht, dass die Schussrichtung der Handfeuerwaffe 1 auch dann klar definiert ist, wenn kein Schuss abgegeben wird oder sogar, wenn einige Elemente der Handfeuerwaffe 1 demontiert wurden. Die Schussrichtung ist daher auch ein inhärentes Merkmal des Griffstücks 100, des Laufs 200, des Schlagsystems 300, der Visierschiene 400 und des Schlittens 500. Die hierin verwendeten Begriffe „vorne“, „hinten“, „oben“, „unten“, „links“ und „rechts“ und Abwandlungen davon sind anhand der Schussrichtung definiert und bezüglich der Handfeuerwaffe 1 im bestimmungsgemäßen Gebrauch zu lesen. Gleichfalls wird festgehalten, dass die Laufachse L aufgrund der Konstruktion der Handfeuerwaffe 1 nicht nur ein Merkmal des Laufs 400 selbst, sondern ein Merkmal der gesamten Handfeuerwaffe 1 und der einzelnen Elemente der Handfeuerwaffe 1 im bestimmungsgemäßen Gebrauch ist. Hierin bedeutet „in Richtung der Laufachse“ auch „parallel zur Laufachse“, sofern nichts anderes angegeben ist.
[0069] Das Griffstück 100, das in Figur 5 dargestellt ist, besteht in der Regel aus Kunststoff und/ oder Metall und ist jenes Element, das den Abzug 301 des Schlagsystems 300 lagert und vom Benutzer ergriffen wird, um die Handfeuerwaffe 1 zu bedienen, d.h. um einen Schuss abzugeben. An der Unterseite 101 des Griffstücks 100 kann ein Magazin 710 eingeführt werden. Das Griffstück 100 kann weiters eine optionale Griffschale 102 aufweisen. Wie insbesondere in Figur 5 zu sehen ist, weist das Griffstück 100 eine ebene Schnittfläche auf, wobei nur Montagelemente mit einem Vorsprung 103 von der Schnittfläche hervorragen, mit denen die Visierschiene 400 am Griffstück 100 befestigt wird. Insbesondere ist bevorzugt, wenn von der Schnittebene genau zwei Montageelemente hervorragen, die zur Arretierung der Visierschiene 400 dienen. Es versteht sich jedoch, dass hiervon auch abweichende Konstruktionen umgesetzt werden können.
[0070] Der Lauf 200 ist in der Regel ein geschmiedeter und gegebenenfalls spanend nachbearbeiteter Lauf, der in der dargestellten Ausführungsform derart ausgeführt ist, um ein Drehlaufver-
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riegelungssystem umzusetzen. Unter einem Drehlaufverriegelungssystem wird eine mechanische Verriegelung verstanden, die den Lauf 200 und den Schlitten 500 so verbindet, dass sie sich während des Schusses gemeinsam bewegen, bis der Gasdruck im Lauf 200 auf ein sicheres Niveau gesunken ist. Dies ist insbesondere aus dem Ablauf der Figuren 1 bis 4 ersichtlich. In Figur 1 befindet sich der Schlitten 500 in einer Ruheposition, d.h. die Handfeuerwaffe 1 befindet sich in einem verriegelten Zustand, und auch der Lauf 200 befindet sich in einer vorderen (ersten) Stellung. In Figur 2 befindet sich die Handfeuerwaffe 1 in einem entriegelten Zustand und der Schlitten 500 befindet sich in einer Zwischenstellung. Es ist ersichtlich, dass sich der Lauf 200 gegenüber der vorderen Position von Figur 1 nach hinten bewegt hat. Der Lauf 200 befindet sich hier in einer hinteren (zweiten) Stellung und kann nicht weiter nach hinten bewegt werden, was aus Figur 3 ersichtlich ist, da sich der Lauf 200 weiterhin an derselben Position befindet, während sich der Schlitten 500 weiter nach hinten bewegt hat. WMe aus Figur 4 ersichtlich ist, kann der Schlitten 500 weiter nach hinten verfahren, bis er sich in einer maximal zurückgefahrenen Position befindet, wobei sich der Lauf 200 jedoch weiterhin in der Stellung von Figur 2 bzw. 3 befindet. Wie dies mechanisch umgesetzt wird, ist unten anhand der Figuren 16 bis 26d dargestellt.
[0071] An dieser Stelle sei jedoch hervorgehoben, dass die Handfeuerwaffe 1 nicht zwingend mit einem Drehlaufverriegelungssystem umgesetzt werden muss, sondern es könnte auch ein Kippblocksystem, ein Masseverschluss oder ein Gasdrucklader eingesetzt werden, wobei der Lauf je nach System während des Schusses entweder statisch oder beweglich sein kann.
[0072] Wie bereits erwähnt soll die Handfeuerwaffe 1 eine tiefe Laufachse L aufweisen. Dies wird dadurch erzielt, dass das Schlagsystem 300 zumindest teilweise über der Laufachse L liegt. Um dies umzusetzen, wird die in Figur 6 dargestellte Visierschiene 400 eingesetzt, die im Griffstück 100 unbeweglich arretierbar ist. In anderen Worten kann die Visierschiene 400 am Griffstück 100 befestigt werden, wobei sich die Visierschiene 400 während eines Schusses relativ zum Griffstück 100 nicht bewegt. Die Visierschiene 400 kann aber auch vom Griffstück 100 abgenommen werden, um die Handfeuerwaffe 1 zu demontieren.
[0073] Die Visierschiene 400 soll derart am Griffstück 100 montiert werden, dass die Laufachse L zwischen dem Griffstück 100 und der Visierschiene 400 liegt. Dadurch können Teile des Schlagsystems 300 über dem Lauf 200 gelagert werden und die Laufachse L weiter nach unten versetzt werden. In der Folge kann sich ein Hahn 305 des Schlagsystems 300 in einer gespannten Stellung im Wesentlichen über dem Lauf 200 befinden und bei einer Schussabgabe mit einem Ende nach unten verschwenken.
[0074] Der in Figur 7 dargestellte Schlitten 500 sitzt verschieblich auf dem Griffstück 100 auf und umgreift dabei die Visierschiene 400 zumindest teilweise, beispielsweise auch von oben. Der Schlitten 500 umfasst den Verschluss 501, der den Lauf 200 in der Ruheposition des Schlittens 500 verschließt. Der Verschluss 501 wird von einem Schlagbolzenkanal 502 durchsetzt, in dem der in Figur 10 dargestellte Schlagbolzen 503 eingesetzt ist. Der Verschluss 501 kann in bekannter Art und Weise einen Auszieher umfassen, der eine Hülse zum Auswerfen am Rand greift.
[0075] Der Schlitten 500 ist sowohl am Griffstück 100 als auch an der Visierschiene 400 gelagert. Insbesondere umfasst der Schlitten 500 am vorderen Ende zwei Frontalführungen 511, die jeweils in eine Führung 111 am vorderen Ende des Griffstücks 100 eingreifen (vergleiche Figur 2). Die Visierschiene 400 weist am hinteren Ende auf zwei gegenüberliegenden Seitenflächen Führungsaufnahmen 420 auf, in die entsprechende Führungselemente des Schlittens eingreifen können. Es versteht sich, dass andere Arten von Führungen möglich sind.
[0076] In der dargestellten Variante ist besonders, dass eine vordere Seite S1 der Visierschiene 400 hinter einer vorderen Seite S3 des Schlittens 500 liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe 1. Dies ist in Figur 10 dargestellt. In anderen Worten liegt der Schlitten 500 in der Ruheposition näher an der Laufmündung (d.h. das in Schussrichtung vorne gelegene Ende des Laufs 200) als die Visierschiene 400. Damit befindet sich ein Abstand a zwischen der Vorderseite S1 der Visierschiene 400 und einer Innenseite S3 des vorderen Abschnitts des Schlittens 500. Dieser Abstand a entspricht zumindest oder im Wesentlichen dem Versatz zwischen der Ruheposition des Schlittens 500 und der maximal zurückgefahrenen Position des Schlittens 500. Die-
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ser Bereich zwischen der Vorderseite S1 der Visierschiene 400 und einer Innenseite S3 des vorderen Abschnitts des Schlittens 500 ist in der Regel vom Schlitten 500 überdeckt, z.B. seitlich als auch von oben.
[0077] Insgesamt kann die Visierschiene 400 somit auch kürzer als der Schlitten 500 sein, d.h. im zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 100 überragt der Schlitten 500 eine größere Länge des Laufs 200 als die Visierschiene 400 entlang der Richtung der Laufachse L.
[0078] Insbesondere aus den Figuren 1 bis 4 ist auch ersichtlich, dass der Schlitten 500 am vorderen Ende einen Abschnitt 504 mit einer Krümmung aufweist, die der Form des Laufs 200 angepasst ist. Dadurch kann der Schlitten 500 am vorderen Ende unmittelbar über dem Lauf 200 gleiten bzw. unmittelbar über diesem liegen. Es ist auch ersichtlich, dass das Griffstück 100 auch einen Abschnitt 101 mit einer Krümmung aufweist, in dem der Lauf 200 liegt. Der gekrümmte Abschnitt 101 des Griffstücks 100 und der gekrümmte Abschnitt des Schlittens 500 bilden zusammen eine Ausnehmung, die passgenau für den Lauf 200 ist.
[0079] Die hierin beschriebene Kombination aus Visierschiene 400 und Schlitten 500 schafft einige neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Handfeuerwaffe 1. Beispielsweise kann, wie in Figur 10 dargestellt, eine Schließfeder 505 vorgesehen sein, die sich zwischen der Visierschiene 400 und dem Schlitten 500 erstreckt. Dies ist anders als bei üblichen Ausführungsformen wie der EP3472549B1, wo die Schließfeder zwischen dem Schlitten und dem Griffstück vorliegt.
[0080] In der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform umfasst die Visierschiene 400 einen vorderen Abschnitt 410, einen mittleren Abschnitt 411 und einen hinteren Abschnitt 430, die einstückig aneinander anschließen. In anderen Varianten könnten der vordere Abschnitt 410, der mittlere Abschnitt 411 und der hintere Abschnitt 430 jedoch auch durch unterschiedliche Bauteile verwirklicht sein und z.B. zusammengeschraubt sein.
[0081] Der vordere Abschnitt 410 umfasst optional einen Federkörper, der eine Ausnehmung darstellt, in welchen die Schließfeder 505 eingesetzt werden kann. Der vordere Abschnitt des Schlittens 500 weist einen Angriffspunkt 506 für die Schließfeder 505 auf. Somit erstreckt sich die Schließfeder 505 zwischen dem Federkörper und dem Angriffspunkt 506 im Schlitten 500.
[0082] Die Visierschiene 400 weist zudem einen mittleren Abschnitt 411 auf, der auf seiner Oberseite eine Visieraufnahme 412 umfasst. Die Visieraufnahme 412 liegt an der Oberseite frei, und zwar unabhängig davon, ob sich der Schlitten 500 in der Ruheposition, in der maximal zurückgefahrenen Position oder in einer beliebigen Position zwischen der Ruheposition und der maximal zurückgefahrenen Position befindet.
[0083] Gleichfalls überdeckt der Schlitten 500 die Visierschiene 400 in einem zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 1 oberhalb der Visierschiene 400 in einem Bereich, der in Schussrichtung hinter der genannten Visieraufnahme 412 der Visierschiene 400 liegt. In diesem Bereich liegt eine Visieraufnahme 512 am Schlitten vor. Je nach Belieben des Benutzers kann ein Visier damit auf der während des Schusses statischen Visierschiene 400 montiert werden oder auf dem während des Schusses bewegten Schlitten 500.
[0084] Aus den Figuren 1 bis 4 ist ersichtlich, dass die Handfeuerwaffe 1 ein Korn 701 auf einem vorderen Abschnitt des Schlittens 500, eine Kimme 702 auf einem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und ein optisches Visier 703 auf der Visierschiene 400 aufweisen kann. Es versteht sich, dass andere Varianten eingesetzt werden können. Beispielsweise kann, unabhängig ob ein Korn 701 eingesetzt wird, in einer ersten Option eine Kimme 702 auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und kein Visier auf der Visierschiene 400, in einer zweiten Option eine Kimme 702 auf der Visierschiene 400 und kein Visier auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500, in einer dritten Option eine Kimme 702 auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und ein optisches Visier 703 auf der Visierschiene 400 oder in einer vierten Option ein optisches Visier 703 auf dem hinteren Abschnitt des Schlittens 500 und eine Kimme 702 auf der Visierschiene 400 vorgesehen werden. Der hintere Abschnitt des Schlittens 500 bezeichnet jenen oberen Abschnitt des Schlittens 500, der hinter der Visierschiene 400 liegt und der vordere Abschnitt des Schlittens 500 bezeichnet jenen oberen Abschnitt des Schlittens 500, der vor der Visierschiene 400 liegt.
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[0085] Die Visiere 701, 702, 703 können einstückig oder mehrstückig ausgeführt sein. Wie aus Figur 10 ersichtlich ist, kann die Kimme 702 eine Montageplatte 704 und einen auf die Montageplatte 704 aufgesetzten Kimmenaufsatz 705 umfassen. Alternativ könnte die Kimme 702 auch einstückig vorgesehen werden. Gleiches gilt für das Korn 701 und das optische Visier 703.
[0086] Zu den Visieraufnahmen 412, 512 ist weiters zu sagen, dass diese ein Montageloch (Figur 10), zwei Montagelöcher (Figur 9) oder mehr als zwei Montagelöcher aufweisen können, in denen die Visiere 701, 702, 703 fixiert werden können.
[0087] Es sei erwähnt, dass der Schlitten 500 die Visierschiene 400 in einem zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 1 auch oberhalb der Visierschiene 400 in einem Bereich überdecken kann, der in Schussrichtung vor der genannten Visieraufnahme 412 der Visierschiene 400 liegt. Der Schlitten 500 kann in diesem Bereich eine Aufnahme 507 für ein Korn 508 umfassen, siehe die Figuren 9 und 10. In dieser bevorzugten Ausführungsform weist der Schlitten 500 daher eine obere Ausnehmung auf, welche eine Länge x3 aufweist, die zumindest der Länge x1 des Teils der oben herausragenden Visierschiene 400 plus die Versatzlänge x2 zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position entspricht, vergleiche Figur 4. Der Schlitten könnte die Visierschiene 400 aber auch nur vor oder hinter der Visieraufnahme 412 überdecken.
[0088] Im mittleren Abschnitt 411 der Visierschiene 400 liegen zudem Montageelemente 413 für das Schlagsystem 300 vor. Konkret werden die Abzugsstange 304 und der Hahn 305 am mittleren Abschnitt 411 gelagert.
[0089] Am hinteren Abschnitt 430 der Visierschiene 400 liegt eine Fläche 414 vor, die im Wesentlichen normal zur Laufachse L steht. Auf dieser Fläche 414 kann ein Bildschirm montiert werden, der dem Benutzer Informationen anzeigen kann. Der Bildschirm kann beispielsweise mit einem Sensor verbunden sein, und am Bildschirm können Messdaten des Sensors oder aus Messdaten des Sensors abgeleitete Daten angezeigt werden. Beispielsweise kann der Sensor anzeigen, ob die Handfeuerwaffe 1 schussbereit ist, z.B. indem der Sensor erkennt, ob sich eine Patrone im Lauf 200 befindet und sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet. Weiters könnte der Sensor eine Temperatur der Handfeuerwaffe 1 erkennen und am Bildschirm kann die Temperatur angezeigt werden, oder es kann aus der Temperatur abgeleitet werden, ob die Handfeuerwaffe 1 überhitzt ist, was auch am Bildschirm angezeigt werden könnte. Weiters könnte der Sensor die Anzahl an im Magazin verbleibenden Patronen erkennen, was am Bildschirm angezeigt werden könnte.
[0090] Um die Handfeuerwaffe 1 zusammenzusetzen, werden zuerst das Griffstück 100, der Lauf 200, die Visierschiene 400 und der Schlitten 500 bereitgestellt. Die Elemente des Schlagsystems 300 sind hierbei bereits am Griffstück 100, in der Visierschiene 400 und im Schlitten 500 montiert. Der Lauf 200 wird in das Griffstück 100 eingelegt, konkret in den vorderen Abschnitt 101 des Griffstücks 100 mit Krümmung. Wie in Figur 9 dargestellt werden danach die Visierschiene 400 und der Schlitten 500 zusammengeführt. In der dargestellten Variante kann auch davon gesprochen werden, dass die Visierschiene 400 in den Schlitten 500 eingesetzt wird. Dadurch erhält man die Kombination aus Visierschiene 400 und Schlitten 500, die in den Figuren 8 bis 10 dargestellt ist. Diese Kombination aus Visierschiene 400 und Schlitten 500 kann in der Folge auf das Griffstück 100 mit Lauf 200 aufgesetzt werden, um die zusammengesetzte Handfeuerwaffe 1 zu erhalten.
[0091] Die Visierschiene 400 wird wie folgt mit dem Griffstück 100 verbunden. Die Visierschiene 400 weist zwei Stützstreben 401 auf, die von einem Körper der Visierschiene 400 nach unten abstehen. Damit können die Stützstreben 401 in das Griffstück 100 hineinragen und mit diesem verbunden werden. Üblicherweise werden zwei Stützstreben 401 eingesetzt, die beidseitig der Laufachse Lin das Griffstück 100 eingeführt sind und im zusammengesetzten Zustand der Handfeuerwaffe 1 den Lauf 200 links und rechts umgeben. In anderen Fällen kann jedoch auch nur eine Stützstrebe 401 eingesetzt werden.
[0092] Die Stützstreben 401 können beispielsweise mittels eines Montagebolzens 600 mit dem Griffstück 100 verbunden werden. Das Griffstück 100 kann eine Ausnehmung aufweisen, in wel-
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che der Montagebolzen 600 eingesetzt wird, siehe die Figuren 1 bis 4. Die Stützstreben 401 weisen an der dem Montagebolzen 600 zugewandten Seite (d.h. an der dem Körper der Visierschiene 400 abgewandten Seite) eine dem Montagebolzen 600 entsprechende Krümmung auf. Wenn sich der Montagebolzen 600 passgenau in dieser Krümmung befindet, kann dadurch ein Verschieben der Visierschiene 400 nach vorne und/oder nach hinten unterbunden werden, je nach Abhängigkeit der Krümmung. Wenn die Krümmung nur ein Viertelkreis ist (oder im Allgemeinen eine stetig nur steigende oder nur fallende Krümmung), kann dadurch ein Verschieben in eine Richtung unterbunden werden. Wenn die Krümmung jedoch ein Halbkreis ist (oder im Allgemeinen eine sowohl steigende als auch fallende Krümmung mit einem Maximum zwischen den äußersten Punkten, wie in Figur 6 dargestellt ist) kann dadurch ein Verschieben sowohl nach vorne als auch nach hinten unterbunden werden. Es kann zusammengefast werden, dass der Montagebolzen 600 das Versetzen der Visierschiene 400 in zumindest eine Richtung parallel zur Laufachse L verhindert, wenn sich der Montagebolzen 600 im Griffstück 100 befindet.
[0093] Im Allgemeinen könnte der Montagebolzen 600 in das Griffstück 100 einführbar und wieder aus diesem herausführbar, d.h. entnehmbar, sein. Hier würde sich der Montagebolzen 600 in einer ersten Position befinden und die Visierschiene 400 arretieren, wenn der Montagebolzen 600 in das Griffstück 100 eingeführt ist, und die Visierschiene 400 freigeben, wenn er aus dem Griffstück 100 entnommen wurde. Wie im Folgenden beschrieben ist, kann aber auch eine Variante umgesetzt werden, bei der der Montagebolzen 600 nicht aus dem Griffstück 100 entnommen werden muss, um die Visierschiene 400 freizugeben.
[0094] Wie in den Figuren 11a und 11b dargestellt kann der Montagebolzen 600 im Wesentlichen zwei parallel zur Laufachse L verlaufende erste Nuten 601 aufweisen. Die Nuten 601 sind jeweils genauso breit wie die Stützstreben 401 oder auch breiter. Der Montagebolzen 600 kann innerhalb des Griffstücks 100 in zwei verschiedene Positionen gebracht werden, wobei der Montagebolzen 600 die Visierschiene 400 in einer ersten Position arretiert (Figur 13b) und in einer zweiten Position (Figur 13a) freigibt. In der ersten Position sind die Nuten 601 nicht mit den Stützstreben 401 ausgerichtet, d.h. die Nuten 601 befinden sich in einer Richtung normal zur Laufachse L in einem Abstand zu den Stützstreben 401, wodurch der zylindrische Körper des Montagebolzens 600 die Stützstreben 401 daran hindert, nach vorne bzw. nach hinten zu verfahren, da sich die Krümmung der Stützstreben 401 hier passgenau über dem Montagebolzen 600 befindet oder da sich die Stützstreben 401 noch nicht über dem Montagebolzen 600 befinden und die genannte Krümmung verhindert, dass die Stützstreben 401 über den Montagebolzen 600 verbracht werden.
[0095] Wenn die Nuten 601 jedoch mit den Stützstreben 401 fluchten, werden die Stützstreben 401 nicht durch den zylindrischen Körper des Montagebolzens 600 blockiert, sodass die Stützstreben 401 dank der Nuten 601 am Montagebolzen 600 vorbei fahren können. Bevorzugt die die Krümmung der Stützstreben 401 derart ausgeführt, dass das vordere Ende 431 der Stützstreben 401 tiefer liegt als das hintere Ende 432. Das hintere Ende 432 ist dabei genauso tief ausgeführt, dass es über die Nuten 601 gleiten kann, wenn sich der Montagebolzen in der zweiten Stellung befindet. Da das vordere Ende 431 jedoch tiefer liegt als das hintere Ende 432, kann das vordere Ende 431 einen Stopp der Stützstreben 401 am Montagebolzen 600 definieren, wenn sich die Visierschiene 400 in einer Montageposition befindet. Die vorderen Enden 431 verhindern damit, dass die Visierschiene 400 zu weit in das Griffstück 100 eingeführt wird.
[0096] Im einfachsten Fall könnte der Montagebolzen 600 derart weit auf beiden Seiten aus dem Griffstück 100 herausstehen, dass er manuell durch Drücken von links oder rechts von der ersten Position in die zweite Position verschoben werden kann.
[0097] Bevorzugte Varianten sehen jedoch vor, dass der Montagebolzen 600 mittels eines Federmechanismus in die erste Position vorgespannt ist. Der Federmechanismus kann z.B. durch einen Federdraht 602 umgesetzt werden, der mit dem Körper des Montagebolzens 600 verbunden ist. Ausgehend vom Körper des Montagebolzens 600 verläuft der Federdraht 602 zuerst im Wesentlichen parallel zur Laufachse L, ist danach jedoch in eine Richtung normal zur Laufachse L gekrümmt, um den Montagebolzen 600 in die erste Position vorzuspannen.
[0098] Weiters kann ein Mechanismus vorgesehen werden, um den Montagebolzen 600 auto-
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matisch in die zweite Position zu verbringen, wenn die Visierschiene 400 im Griffstück 100 arretiert werden soll. Hierzu weist der Montagebolzen 600 Fasen 603 auf, um die Nuten 601 vorne zu erweitern. Die Stützstreben 401 können jeweils eine gegengleiche Fase 409 auf der hinteren Seite aufweisen. Wie in Figur 14 dargestellt ist, können die Stützstreben 401 auch zwei Fasen 409 auf der hinteren Seite aufweisen, und zwar eine an der linken hinteren Seite und eine an der rechten hinteren Seite. Dadurch kann der Montagebolzen 600 für Rechtshänder mit einem Montagebolzen 600 für Linkshänder ausgetauscht werden, wie unten näher erläutert wird.
[0099] Wenn nun die Stützstreben 401 in die Ausgangsstellung verbracht werden, die in der Figur 13a gezeigt ist, d.h. sich vor dem Montagebolzen 600 befinden, ist es möglich, die Visierschiene 400 nach hinten zu verschieben. Aufgrund der Fasen 603 wird sich der Montagsbolzen 600 entgegen der Federkraft von der ersten Position in die zweite Position versetzten, sodass die Stützstreben 401 durch die Nuten 601 verschoben werden können, bis sich die Stützstreben 401 genau über dem Montagebolzen 600 befinden, d.h. die Visierschiene 400 befindet sich in einem Montagezustand. Durch die Federwirkung wird sich der Montagebolzen 600 zu diesem Zeitpunkt automatisch in die erste Position zurückversetzen, und die Visierschiene 400 ist im Griffstück arretiert, siehe Figur 13b.
[00100] Während die Figuren 11a und 11b den Montagebolzen 600 in einer Ausführungsform für Linkshänder zeigen, zeigen die Figuren 12a und 12b den Montagebolzen 600 in einer Version für Rechtshänder. Der Unterschied ist, dass der Federdraht 602 jeweils in eine andere Richtung vorgespannt ist und sich die Fasen an unterschiedlichen Seiten der Nuten 601 befinden. Wenn das Griffstück 100 eine Y-förmige Aufnahme 105 für den Federdraht 602 aufweist, kann dasselbe Griffstück 100 sowohl mit dem Montagebolzen 600 für Rechtshänder als auch mit dem Montagebolzen 600 für Linkshänder eingesetzt werden, da der Federdraht 602 in jeweils einen anderen Schenkel der Y-förmigen Aufnahme 105 eingesetzt werden kann.
[00101] Aus den Figuren 11a und 11b ist weiters ersichtlich, dass der Montagebolzen 600 mittig eine Einkerbung 604 für den Lauf 200 umfasst. Dadurch kann der Lauf 200 teilweise durch den Montagebolzen 600 gelegt werden, wodurch die Laufachse L weiter gesenkt werden kann. Dies ist jedoch rein optional. Weiters kann der Montagebolzen 600 auf einer Seite einen Griff 605 aufweisen, der in der ersten Stellung des Montagebolzens 600 im Griffstück 100 versenkt ist. Dadurch kann der Montagebolzen 600 von einer dem Griff 605 gegenüberliegenden Seite gedrückt werden und danach von der Seite des Griffs 605 gezogen werden, um den Montagebolzen 600 in die zweite Position zu verbringen. Da das Drücken alleine nicht ausreicht, um den Montagebolzen 600 in die zweite Stellung zu verbringen, ist eine zweihändige Betätigung des Montagebolzens 600 erforderlich, um die Visierschiene 400 zu demontieren, was ein unbeabsichtigtes Entfernen der Visierschiene 400 unterbindet.
[00102] Wie in den Figuren 13a und 13b dargestellt ist, kann die Visierschiene 400 zusätzlich zu den Stützstreben 401 zweite Montageelemente aufweisen, die z.B. durch L-förmige Nuten oder Ausnehmungen 402 ausgeführt sein können. Ein erster Schenkel der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 verläuft vom unteren Ende einer Seitenwand des Körpers der Visierschiene 400 nach oben und der zweite Schenkel der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 verläuft vom oberen Ende des ersten Schenkel nach vorne. Das Griffstück 100 weist wiederum einen L-förmigen oder T-förmigen Vorsprung 103 mit einem Schenkel auf, der in die L-förmigen Nut oder Ausnehmung eingeführt werden kann. Im vorgenannten Ausgangszustand wird der Vorsprung 103 in den ersten Schenkel der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 eingeführt, bis sich dieser am oberen Ende des ersten Schenkels (bzw. im hinteren Ende des zweiten Schenkels) der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 der Visierschiene 400 befindet, siehe Figur 13a. Wird die Visierschiene 400 nun nach hinten in den Montagezustand versetzt, befindet sich der Schenkel des Vorsprungs 103 im vorderen Ende des zweiten Schenkels der L-förmigen Nut oder Ausnehmung 402 der Visierschiene 400, siehe Figur 13b.
[00103] Wie in Figur 15 dargestellt ist, weist die Visierschiene 400 optional weiters dritte Montageelemente auf, die z.B. durch einen T-förmigen Vorsprung 406 auf der hinteren Seite der Visierschiene 400 gebildet sind. Der T-förmige Vorsprung 406 ist in eine T-förmige Nut 106 des Griff-
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stücks 100 einführbar. Im vorgenannten Ausgangszustand liegt der T- förmige Vorsprung 406 vor der T-förmigen Nut 106. Nach dem Zurückschieben der Visierschiene 400 in den Montagezustand liegt der T-förmige Vorsprung 406 in der T- förmigen Nut 106.
[00104] Zusammengefasst weist die dargestellte Handfeuerwaffe 1 drei Montagepunkte auf, an denen die Visierschiene 400 mit dem Griffstück 100 verbunden ist, und zwar die Stützstreben 401 (d.h. erste Montagelemente), die zweiten Montagelemente und die dritten Montagelemente. Im Montagezustand, in dem die Visierschiene 400 im Griffstück 100 arretiert ist, verhindern die Stützstreben 401 und der Montagebolzen 600 ein Versetzen der Visierschiene 400 nach vorne und hinten, die zweiten Montageelemente verhindern ein Versetzen der Visierschiene 400 nach hinten und nach oben und die dritten Montageelemente verhindern ein Versetzen der Visierschiene 400 nach oben. Die Stützstreben 401 sind in der Regel die vordersten Montageelemente. In Schussrichtung liegen die zweiten Montageelemente zwischen den ersten Montageelementen und den dritten Montageelementen. In anderen Fällen könnten aber auch nur zwei Montageelemente zum Einsatz kommen, z.B. die ersten Montageelemente und die zweiten Montagelemente oder die ersten Montageelemente und die dritten Montagelemente.
[00105] Im Folgenden werden Anhand der Figuren 16 bis 26d die Details des Drehlaufverriegelungssystem beschrieben. Aus den Figuren 16 und 17 ist ersichtlich, dass der Lauf 200 einen im Wesentlichen zylindrischen Körper 201, eine Steuerwarze 202, eine Führungswarze 203 und zwei Verriegelungswarzen 204 aufweist. Der Lauf 200 könnte aber auch nur eine Verriegelungswarze 204 oder mehr als zwei Verriegelungswarzen 204 aufweisen. Werden zwei oder mehr Verriegelungswarzen 204 eingesetzt, liegen diese im Wesentlichen entlang einer Linie parallel zur Laufachse L. Die Verriegelungswarzen 204 liegen am hinteren Ende des Laufs 200, insbesondere im hinteren Drittel des Laufs 200. Die Steuerwarze 202 und die Führungswarze 203 liegen in der vorderen Hälfte des Laufs 200. Für die unten beschriebenen Zwecke weist die Führungswarze 203 in der Regel am vorderen Ende eine Fase 205 auf. In Schussrichtung gesehen liegt die Steuerwarze 202 auf einer 6 Uhr Position, die Führungswarze 203 auf einer 3 Uhr Position und die Verriegelungswarzen 204 auf einer 12 Uhr Position, jeweils in einer Ruheposition des Schlittens 500. Diese Ausrichtungen können einem Winkelversatz unterliegen, z.B. von +/- 10% oder +/- 20%. In anderen Worten befindet sich die Steuerwarze 202 in einer 180°+/-20°-Position und die Führungswarze 203 in einer 90°+/-20°-Position oder 270°+/-20°-Position, wenn sich die zumindest eine Verriegelungswarze 204 in einer 0°-Position befindet, gesehen in Richtung der Laufachse L.
[00106] Die Steuerwarze 202 wird in einer Steuerkurve 110 im Griffstück 100 geführt. Dadurch ist der Lauf 200 von einer ersten Stellung, die der Lauf 200 in der Ruheposition des Schlittens einnimmt, in eine zweite Stellung verbringbar, wobei die zweite Stellung hinter der ersten Stellung liegt. Wenn sich der Lauf 200 in der ersten Stellung befindet, liegt die Steuerwarze 202 am vorderen Ende oder zwischen dem vorderen Ende und dem hinteren Ende der Steuerkurve 110. Wenn sich der Lauf 200 in der zweiten Stellung befindet, liegt die Steuerwarze 202 in der Regel am hinteren Ende der Steuerkurve 110.
[00107] Die Steuerkurve 110 ist derart ausgeführt, dass sich der Lauf 200 beim Zurückfahren des Schlittens 500 dreht. Hierzu weist die Steuerkurve 110 zumindest einen Abschnitt auf, der schräg zur Laufachse L verläuft, um die Drehung des Laufs zu bewirken. Es wird insbesondere auf Figur 19 verwiesen, aus der ersichtlich ist, dass die Steuerkurve 110 einen vorderen ersten Abschnitt aufweist, der im Wesentlichen parallel zur Laufachse L verläuft, wodurch eine reine lineare Bewegung des Laufs 200 ohne Rotation erfolgt. Dieser erste Abschnitt ist jedoch nicht zwingend und kann auch nur dazu vorgesehen werden, um das Einsetzen des Laufs 200 in das Griffstück 100 zu erleichtern. Weiters weist die Steuerkurve 110 jedoch auch einen zweiten Abschnitt auf, der schräg verläuft, was eine Rotation des Laufs 200 bewirkt, wenn die Steuerwarze 202 in der Steuerkurve 110 geführt wird.
[00108] Es wird wieder auf Figur 1 verwiesen, aus der ersichtlich ist, dass der Lauf 200 die erste Stellung einnimmt, wenn sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet. In Figur 2 befindet sich der Schlitten 500 in der Zwischenstellung, in welcher der Lauf 200 die zweite Stellung ein-
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nimmt. Ein weiteres Zurückfahren des Schlittens 500 ändert die Position des Laufs 200 nicht, sodass der Lauf 200 in der zweiten Position verbleibt, wenn der Schlitten 500 von der Zwischenstellung in die maximal zurückgefahrene Position verfährt.
[00109] Um zu bewirken, dass der Lauf 200 nur teilweise mit dem Schlitten 500 mitgeführt wird, werden die Verriegelungswarzen 204 vorgesehen, die in einem Verriegelungskörper 510 des Schlittens 500 aufgenommen sind, wenn sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet.
[00110] Beim Zurückfahren des Schlittens 500 verbleiben die Verriegelungswarzen 204 so lange im Verriegelungskörper 510, bis sich der Lauf 200 so weit gedreht hat, dass sich die Verriegelungswarzen 204 aus dem Verriegelungskörper 510 herausbewegt haben. Wie aus Figur 7 ersichtlich ist, ist der Verriegelungskörper 510 hierfür seitlich offen, d.h. auf einer rechten Seite, gesehen in Schussrichtung. Dadurch können sich die Verriegelungswarzen 204 durch die Drehbewegung in einer Richtung normal zur Laufachse aus dem Verriegelungskörper herausdrehen, womit die Verriegelungswarzen 204 nicht mehr im Verriegelungskörper 510 vorliegen und keine Kopplung zwischen Lauf 200 und Schlitten 500 mehr besteht.
[00111] Figur 18 zeigt das Bewegungsschema der Verriegelungswarzen 204 in einer überlagerten Darstellung, während Figur 19 das Bewegungsschema der Steuerwarze 202 in einer überlagerten Darstellung zeigt. Mit T1 ist dargestellt, dass sich der Lauf 200 in der ersten Stellung befindet, d.h. der Schlitten 500 befindet sich in der Ruheposition und die Verriegelungswarzen 204 sind im Verriegelungskörper 510 aufgenommen. Der Schlitten 500 fährt bei einer Schussabgabe nach hinten, sodass der Lauf 200 vom Schlitten 500 mitgenommen wird, da die Verriegelungswarzen 204 im Verriegelungskörper 510 aufgenommen sind. Figur 19 zeigt jedoch, dass sich die Steuerwarze 202 und damit der gesamte Lauf 200 beim Zurückfahren durch die schräge Steuerkurve 110 in die zweite Stellung dreht, was mit T2 bezeichnet ist. Aus Figur 18 ist ersichtlich, dass sich dadurch auch die Verriegelungswarzen 204 in die Stellung T2 gedreht haben, und zwar derart, dass sie sich aus dem Verriegelungskörper 510 herausbewegt haben. Damit wird der Lauf 200 bei einer weiteren Bewegung jedoch nicht mehr mit dem Schlitten 500 mitgenommen, und der Schlitten 500 verfährt ohne Lauf 200 bis zur maximal zurückgefahrenen Position.
[00112] Ohne weitere Vorkehrungen würde jedoch die Gefahr bestehen, dass sich der Lauf 200 wieder in seine ursprüngliche Stellung bewegt (d.h. dass sich die Steuerwarze 202 in der Steuerkurve 110 nach vorne bewegt), nachdem sich die Verriegelungswarzen 204 aus dem Verriegelungskörper 510 bewegt haben. Aus diesem Grund wird die Führungswarze 203 eingesetzt, da diese ein Zurückdrehen des Laufs 200 verhindert.
[00113] Es sei wiederholt, dass der Schlitten 500 am vorderen Ende einen Abschnitt 504 mit einer Krümmung aufweist, die der Form des Laufs 200 angepasst ist, siehe Figur 20. Weiters erstrecken sich zwei Spitzen der Krümmung links und rechts des Laufs 200 nach unten, die auch als Frontalführung 511 bezeichnet werden. In der Ruheposition des Schlittens 500 werden die Frontalführungen 511 von einer Führung 111 im vorderen Abschnitt des Griffstücks 100 geführt und stehen mit dieser im Eingriff. Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, ist die Führung 111 jedoch auf einer Seite nur kurz, sodass sich hinter der Führung 111 auf einer Seite eine Einkerbung 112 befindet, in der die Führungswarze 203 in der zweiten Stellung des Laufs 200 aufgenommen werden kann. Die Führung 111 auf der anderen Seite ist durchgehend ausgeführt und führt eine der Frontalführungen 511 während des gesamten Schussvorganges.
[00114] Figur 20 zeigt die Stellung des vorderen Abschnitts 504 des Schlittens 500 mit den zwei Frontalführungen 511 vor der Schussabgabe. Es ist ersichtlich, dass sich die Frontalführungen 511 auf den Führungen 111 des Griffstücks 100 befinden. Figur 21 zeigt den Zustand der Handfeuerwaffe 1 nach der Schussabgabe zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Schlitten 500 in einer Zwischenstellung befindet. Es ist ersichtlich, dass sich der vordere Abschnitt 504 und damit auch eine der Frontalführungen 511 des Schlittens 500 auf einer Seite von der Führung 111 herunterbewegt hat und nun über der Auskerbung 112 vorliegt. Zu diesem Zeitpunkt liegt jedoch die Führungswarze 203 in der Ausnehmung 112 und unter einer der Frontalführungen 511 vor, wodurch verhindert wird, dass die Führungswarze 203 nach oben gedreht wird. Damit wird ein Zurückdrehen des Laufs 200 unterbunden, nachdem die Verriegelungswarzen 204 vom Schlitten 500 gelöst
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wurden. Dies ist auch in Figur 22 ersichtlich.
[00115] Bei Betrachtung der Figur 21 kann auch entnommen werden, dass die Führungswarze 203 die Drehung des Laufs 200 nicht behindert, wenn sich der Schlitten 500 in der Ruheposition befindet, da zu diesem Zeitpunkt der vordere Abschnitt 504 des Schlittens 500 noch vor der Führungswarze 203 liegt und die Frontalführungen 511 auf der Führung 111 des Griffstücks 100 liegen.
[00116] Oben wurde bereits erwähnt, dass die Führungswarze 203 am vorderen Ende eine Fase 205 aufweist. Dies dient dazu, damit der vordere Abschnitt 504 des Schlittens 500 bzw. eine der Frontalführungen 511 leichter auf die Führungswarze 203 auffahren kann. Der vordere Abschnitt 504 kann auch eine entsprechende Fase aufweisen.
[00117] Die Länge der Führungswarze 203 ist derart gewählt, dass der vordere Abschnitt 504 des Schlittens 500 im gesamten Zeitraum über der Führungswarze 203 liegt, in dem der Schlitten 500 von der Zwischenstellung in die maximal zurückgefahrene Position verfährt. Beispielsweise weist die Führungswarze 203 eine Länge auf, die zumindest einem Viertel der Länge des Laufs 200 entspricht.
[00118] Es sei darauf hingewiesen, dass in den vorstehenden Figuren die Auskerbung 112 auf einer Seite vorlag. Diese Seite bestimmt sich nach der von der Steuerkurve 110 vorgegebenen Drehrichtung des Laufs 200. Die Auskerbung 112 könnte auf der anderen Seite liegen, wenn die Steuerkurve 110 eine entsprechend andere Drehrichtung des Laufs 200 vorgibt.
[00119] Zusammenfassend ist das Wirkungsprinzip des Drehlaufsystems in den Figuren 23a — 26d nochmals anhand von Schnittdarstellungen in den verschiedenen Zuständen der Handfeuerwaffe 1 während der Schussabgabe dargestellt.
[00120] Die Figuren 23a — 23d zeigen den Zustand in der Ruheposition des Schlittens 500 vor der Schussabgabe. Es ist ersichtlich, dass sich die Führungswarze 203 über der Führung 111 bzw. der Ausnehmung 112 befindet. Die Steuerwarze 202 befindet sich am vorderen Ende des zweiten Abschnitts der Steuerkurve 110. Die Verriegelungswarzen 204 sind im Verriegelungskörper 510 aufgenommen.
[00121] Die Figuren 24a — 24d zeigen den Zustand kurz nachdem sich die Verriegelungswarzen aus dem Verriegelungskörper 510 herausbewegt haben. Die Steuerwarze 202 befindet sich am hinteren Ende der Steuerkurve 110. Es ist ersichtlich, dass sich die Führungswarze 203 in die Ausnehmung 112 hineinbewegt hat. Die Frontalführung 511 hat sich bereits von der Führung 111 herunterbewegt, befindet sich jedoch noch nicht über der Führungswarze 203.
[00122] Die Figuren 25a — 25d zeigen den Zustand kurz nachdem sich die Frontalführung 511 über die Führungswarze 203 bewegt hat und somit ein zurückdrehen des Laufs 200 verhindert. Die Steuerwarze 202 befindet sich weiterhin am hinteren Ende der Steuerkurve 110 und die Verriegelungswarzen 204 befinden sich weiterhin außerhalb des Verriegelungskörpers 510.
[00123] Die Figuren 26a — 26d zeigen den Zustand, nachdem sich die Frontalführung 511 an das hintere Ende der Führungswarze 203 bewegt hat und sich der Schlitten in der maximal zurückgefahrenen Position befindet. Die Steuerwarze 202 befindet sich weiterhin am hinteren Ende der Steuerkurve 110 und die Verriegelungswarzen 204 befinden sich weiterhin außerhalb des Verriegelungskörpers 510.
[00124] Im Folgenden wird auf das Schlagsystem 300 eingegangen, das in den Figuren 27 und 28 dargestellt ist. Das Schlagsystem 300 umfasst den Abzug 301, einen Unterbrecherhebel 302, einen Unterbrecherbolzen 303, eine Abzugsstange 304 und einen Hahn 305. Der Abzug 301 ist im Griffstück 100 gelagert, z.B. indem ein Gewindebolzen per Schraubenkleber in den Abzug 501 geklebt wird. Der Unterbrecherhebel 302 ist verschwenkbar am Abzug 301 gelagert. Der Unterbrecherbolzen 303 ist verschieblich im Schlitten 500 gelagert. Die Abzugsstange 304 und der Hahn 305 sind verschwenkbar an der Visierschiene 400 gelagert.
[00125] Die Hauptfunktion des Unterbrecherhebels 302 besteht darin, sicherzustellen, dass die Handfeuerwaffe 1 nach jeder Schussabgabe nur einen einzelnen Schuss auslöst, selbst wenn
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der Abzug 301 weiterhin gedrückt bleibt. Ohne den Unterbrecherhebel 302 würde die Waffe unkontrolliert in den vollautomatischen Modus übergehen.
[00126] Figur 27 zeigt das Schlagsystem 300 vor der Schussabgabe. Der Unterbrecherhebel 302 befindet sich in einer Stellung, in der er im Wesentlichen normal auf den Unterbrecherbolzen 303 steht. Wird der Abzug 301 gedrückt, bewegt sich der Abzug 301 nach hinten und der Unterbrecherhebel 302 im Wesentlichen nach oben. Da der Unterbrecherhebel 302 im Wesentlichen normal auf den Unterbrecherbolzen 303 steht, wird durch Drücken des Abzugs 301 auch der Unterbrecherbolzen 303 nach oben gedrückt, bis die Abzugsstange 304 ausreichend verschwenkt wurde, um den Hahn 305 freizugeben, der sodann auf den Schlagbolzen 503 trifft. Durch die Bewegung des Schlagbolzens 503 auf eine im Lauf befindliche Patrone wird ein Schuss abgegeben.
[00127] Nach der Schussabgabe bewegt sich der Schlitten 500 nach hinten. Dadurch bewegt sich jedoch auch der Unterbrecherbolzen 303 nach hinten, sodass dieser vom Unterbrecherhebel 302 gelöst wird. Der Unterbrecherbolzen 303 fällt dadurch im Schlitten 500 wieder nach unten. Wenn der Abzug 301 weiterhin gedrückt ist, und der Schlitten 500 wieder in die Ruheposition zurückgefahren ist, wird sich der Unterbrecherhebel 302 jedoch neben dem Unterbrecherbolzen 303 befinden, wie in Figur 28 dargestellt ist. Eine automatische Schussabgabe ist daher nicht möglich, und der Abzug 301 muss zuerst wieder in seine ursprüngliche Stellung gebracht werden, damit der Unterbrecherhebel 302 unter den Unterbrecherbolzen 303 bewegt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt ist die Stellung von Figur 21 wiederhergestellt und eine weitere Schussabgabe kann initiiert werden.
[00128] Um den Abzug 301 verschwenkbar mit dem Unterbrecherhebel 302 zu verbinden, wurde im Stand der Technik vorgesehen, dass der Abzug 301 und der Unterbrecherhebel 302 jeweils ein Loch umfassen, und ein Bolzen wurde durch dieses Loch geführt. Es wurde jedoch eine Verbesserung dieses Systems gefunden, indem der Unterbrecherhebel 302 und der Abzug 301 in einem Schritt gefertigt werden, z.B. mittels eines 3D-Druckverfahrens, z.B. Metall-Sintern. Damit befindet sich der Unterbrecherhebel 302 unlösbar und unentfernbar im Abzug 301.
[00129] Um den Unterbrecherhebel 302 während eines 3D-Druckverfahrens unlösbar im Abzug 301 zu fertigen, kann der Unterbrecherhebel 302 wie in den Figuren 29 und 30 gezeigt ausgeführt werden. Wie dargestellt kann dieser Unterbrecherhebel 302 einen Hebelarm 310 und einen einstückig daran ausgeführten Lagerzapfen 311 umfassen. Der Lagerzapfen 311 bildet zwei seitlich des Hebelarms 310 abstehende Auskragungen. Der Lagerzapfen 311 bzw. die Auskragungen des Lagerzapfens 311 kann bzw. können in zwei ringförmigen Aufnahmen 320 des Abzugs aufgenommen werden, wobei der Hebelarm 310 zwischen den ringförmigen Aufnahmen 320 aus dem Abzug 301 hervortritt. In anderen Worten kann sich der Unterbrecherhebel 302 nur um eine Rotationsachse drehen, aber ansonsten in Bezug auf den Abzug 301 im Wesentlichen keine translatorische Bewegung durchführen, ohne dass der Abzug 301 verformt und/oder zerstört wird. Der Unterbrecherhebel 302 ist somit verschwenkbar im Abzug 301 gelagert und in allen drei Raumrichtungen formschlüssig mit dem Abzug 301 verbunden.
[00130] Wie in den Figuren 29 bis 31 dargestellt ist, könnte somit genau ein Lagerzapfen 311 vorliegen, der an einer (unteren) Seite des Hebelarmes 310 vorliegt, und der Lagerzapfen 311 kann zwei vom Hebelarm 310 abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen 320 des Abzugs 301 gelagert sind. Es versteht sich jedoch, dass der Unterbrecherhebel 302 nicht wie in den Figuren 29 und 30 dargestellt ausgeführt sein muss, sondern es könnten beispielsweise zwei Lagerzapfen 311 vorgesehen sein, sodass der Unterbrecherhebel 302 durch einen Hebelarm 310 mit zwei (oder nur einem) seitlich von diesem abstehenden Lagerzapfen 311 gebildet sein könnte, die jeweils eine Auskragung bilden, wobei die Lagerzapfen 311 bzw. Auskragungen in den Aufnahmen 320 des Abzugs 301 gelagert sind. In anderen Worten können zwei Lagerzapfen 311 vorliegen, die jeweils an einer Seitenwand des Hebelarmes 310 vorliegen und zwei vom Hebelarm 310 abstehende Auskragungen ausbilden, die koaxial angeordnet und in gegenüberliegenden Ausnehmungen des Abzugs 301 gelagert sind.
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[00131] Wenn die Kombination aus Abzug 301 und Unterbrecherhebel 302, hierin „Abzugssystem“ genannt, in dieser Ausführung in einem Arbeitsschritt 3D-gedruckt wird, kann der Unterbrecherhebel 302 nicht mehr aus dem Abzug 301 entfernt werden, d.h. er liegt unentfernbar in dem Abzug 301 vor. Eine derartige Fertigung eignet sich insbesondere für Kleinserienfertigungen, bei der nur eine überschaubare Stückzahl produziert wird und der Arbeitsaufwand des Einführens des Bolzens eingespart werden kann.
[00132] Aus Figur 30 ist weiters ersichtlich, dass am Unterbrecherhebel 302 ein Zapfen 312 für eine Feder zwischen Abzug 301 und Unterbrecherhebel 302 vorgesehen sein kann. Der Zapfen 312 kann einstückig am Hebelarm 310 ausgebildet sein, wobei der Zapfen 312 eine Feder führt, die zwischen dem Hebelarm (310) und dem Abzug 301 vorliegt.
[00133] Figur 31 zeigt den Unterbrecherhebel 302 des Schlagmechanismus in einer Schnittansicht. Es ist ersichtlich, dass die Ausnehmungen 320 durchsetzende Öffnungen sind. Die Ausnehmungen 320 könnten jedoch auch als Sacklöcher ausgeführt sein, sodass der bzw. die Lagerzapfen außen abgedeckt sind.
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Patentansprüche
1. Handfeuerwaffe (1), umfassend ein Griffstück (100), einen im Griffstück (100) gelagerten Lauf (200) mit einer Laufachse (L), ein Schlagsystem (300), eine Visierschiene (400) und einen Schlitten (500), wobei die Visierschiene (400) derart unbeweglich am Griffstück (100) arretierbar ist, dass die Laufachse (L) zwischen dem Griffstück (100) und der Visierschiene (400) liegt, und wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems (300) an der Visierschiene (400) gelagert ist, wobei der Schlitten (500) von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine vordere Seite ($1) der Visierschiene (400) hinter einer vorderen Seite (S2) des Schlittens (500) liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe (100).
2. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 1, wobei die Visierschiene (400) im Ruhezustand auf der dem Griffstück (100) abgewandten Oberseite der Handfeuerwaffe (1) zumindest abschnittsweise vom Schlitten (500) abgedeckt ist, und wobei der Schlitten (500) auf seiner Oberseite eine Ausnehmung aufweist, durch welche ein Teil der Visierschiene (400) hindurchtritt, und wobei die Ausnehmung in Richtung der Laufachse (L) bevorzugt eine Länge (x3) aufweist, die im Wesentlichen der Länge (x1) des genannten hindurchtretenden Teils der Visierschiene (400) zuzüglich dem Abstand (x2) zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position entspricht.
3. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Visierschiene (400) kürzer ist als der Schlitten (500), gemessen in einer Richtung parallel zur Laufachse (L).
4. Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Schlitten (500) einen vorderen Abschnitt (504) umfasst, der in Schussrichtung gesehen vor der Visierschiene (400) liegt, wobei die vordere Seite der Visierschiene (400) hinter einer Innenseite des vorderen Abschnitts (504) des Schlittens (500) liegt, bevorzugt in einem Abstand, welcher zumindest oder im Wesentlichen dem Versatz zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position des Schlittens (500) entspricht.
5. Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine oberhalb des Laufs (200) befindliche Schließfeder (505) zwischen der Visierschiene (400) und dem Schlitten (500) vorliegt und den Schlitten (500) in die Ruheposition vorspannt.
6. Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Visierschiene (400) zumindest eine erste Stützstrebe (401) aufweist, die auf einer Seite der Laufachse (L) von einem Körper der Visierschiene (400) absteht und mit dem Griffstück (100) verbindbar ist, um die Visierschiene (400) am Griffstück (100) zu arretieren.
7. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 6, ferner umfassend einen in das Griffstück (100) einsetzbaren Montagebolzen (600), wobei die erste Stützstrebe (401) an der dem Montagebolzen (600) zugewandten Seite eine dem Montagebolzen (600) entsprechende Krümmung aufweist, wobei der Montagebolzen (600) das Versetzen der Visierschiene (400) in eine Richtung parallel zur Laufachse (L) verhindert, wenn sich der Montagebolzen (600) in einer ersten Position im Griffstück (100) befindet.
8. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 7, wobei der Montagebolzen (600) zumindest eine erste Nut (601) aufweist, die eine Breite aufweist, die zumindest der Breite der ersten Stützstrebe (401) entspricht, und wobei der Montagebolzen (600) innerhalb des Griffstücks (100) von der ersten Position in eine zweite Position verbringbar ist, wobei die erste Nut in einem Abstand zur ersten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der ersten Position befindet, um die Visierschiene (400) zu arretieren, und wobei die erste Nut (601) fluchtend zur ersten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der zweiten Position befindet, um eine Arretierung der Visierschiene (400) zu lösen.
9. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 8, wobei der Montagebolzen (600) mittels einer Feder (602) in die erste Position vorgespannt ist, wobei der Montagebolzen (600) eine Fase (603)
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aufweist, die ausgehend von der ersten Nut (601) in eine Richtung normal zur Laufachse (L) verläuft, und die erste Stützstrebe (401) eine entsprechend gegengleiche Fase (409) aufweist, wobei die Fasen (409, 603) derart ausgeführt sind, dass die Visierschiene (400) beim Einsetzen der Visierschiene (400) in das Griffstück (100) parallel zur Laufachse (L) verschoben werden kann, während sich der Montagebolzen (600) aufgrund der Fasen (409, 603) von der ersten Position in die zweite Position versetzt, bis sich die Visierschiene (400) in einem Montagezustand befindet, an dem der Montagebolzen (600) aufgrund der Feder (602) wieder in die erste Position versetzt wird.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei die erste Stützstrebe (401) ein vorderes unteres Ende (431) und ein hinteres unteres Ende (432) umfasst, zwischen denen sich die dem Montagebolzen (600) entsprechende Krümmung erstreckt, wobei das vordere untere Ende (431) bevorzugt länger ist als das hintere untere Ende (432).
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei die Visierschiene (400) weiters eine zweite Stützstrebe (401) aufweist, welche bevorzugt gleich wie die erste Stützstrebe (401) ausgeführt ist, wobei die erste Stützstrebe (401) und die zweite Stützstrebe (401) auf gegenüberliegenden Seiten der Laufachse (L) vom Körper der Visierschiene (400) abstehen und mit dem Griffstück (100) verbunden sind.
Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 11, wobei der Montagebolzen (600) weiters eine zweite Nut (601) aufweist, welche eine Breite aufweist, die zumindest der Breite der zweiten Stützstrebe (401) aufweist, wobei die zweite Nut (601) in einem Abstand zur zweiten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der ersten Position befindet, um die Visierschiene (400) zu arretieren, und wobei die zweite Nut (601) fluchtend zur zweiten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der zweiten Position befindet, um eine Arretierung der Visierschiene (400) zu lösen.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Visierschiene (400) zumindest eine erste L-förmige Nut oder Ausnehmung (402) auf einer Seitenfläche der Visierschiene (400) aufweist, in welche ein Element, insbesondere ein Schenkel eines L-förmigen oder T-förmigen Vorsprungs (403), des Griffstücks (100) eingreift, um die Visierschiene (400) zu arretieren.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Visierschiene (400) auf der hinteren Seite der Handfeuerwaffe (1) mit dem Griffstück (100) verbunden ist, wobei das Griffstück (100) bevorzugt eine T-förmige Nut (106) aufweist, in welche ein T-förmiger Vorsprung (406) der Visierschiene eingreift.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Visierschiene (400) auf der in Schussrichtung hinteren Seite eine im Wesentlichen normal zur Laufachse (L) stehende Fläche aufweist, in welcher bevorzugt ein Bildschirm integriert ist.
Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 15, ferner umfassend zumindest einen Sensor, wobei die Handfeuerwaffe (1) dazu ausgebildet ist, auf dem Bildschirm Messdaten des Sensors oder aus Messdaten des Sensors abgeleitete Daten anzuzeigen.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Schlitten (500) im Ruhezustand auf der in Schussrichtung vordersten Seite im Griffstück (100) geführt ist.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Lauf (200) eine Steuerwarze (202), eine Führungswarze (203) und zumindest eine Verriegelungswarze (204) aufweist,
wobei das Griffstück (100) eine Steuerkurve (110) für die Steuerwarze (202) aufweist, wobei die Steuerkurve (110) derart ausgeführt ist, dass der Lauf (200) von einer ersten Stellung, die der Lauf (200) in der Ruheposition des Schlittens (500) einnimmt, in eine zweite Stellung verbringbar ist, wobei der Lauf (200) in der zweiten Stellung gegenüber der ersten Stellung verdreht und entlang der Laufachse (L) versetzt ist,
wobei der Schlitten (500) einen Verriegelungskörper (510) aufweist, wobei die zumindest eine Verriegelungswarze (204) im Verriegelungskörper (510) aufgenommen ist, wenn sich
der Schlitten (500) in der Ruheposition befindet, und sich die Verriegelungswarze (204) auBerhalb des Verriegelungskörpers (510) befindet, wenn sich der Lauf (200) in der zweiten Stellung befindet, und
wobei der Schlitten (500) weiters eine Frontalführung (511) aufweist, welche sich an der Führungswarze (203) befindet und dadurch eine Verdrehung des Laufs (200) verhindert, wenn sich der Lauf (200) in der zweiten Stellung befindet.
19. Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Frontalführung (511) in einer Führung (111) im Griffstück (100) geführt ist, wenn sich der Schlitten (500) in der Ruheposition befindet, und wobei die Führung (111) bevorzugt im Griffstück (100) auf beiden Seiten des Laufs (200) vorliegt und nur auf einer Seite eine Ausnehmung (112) aufweist, in welcher die Führungswarze (203) aufgenommen ist, wenn sich der Lauf (200) in der zweiten Stellung befindet.
20. Handfeuerwaffe (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Schlagsystem (300) einen Abzug (301) und einen im Abzug (301) verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel (302) umfasst, wobei der Unterbrecherhebel (302) einen Hebelarm (310) und zumindest einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen (311) umfasst, wobei der Lagerzapfen (311) in zumindest einer Ausnehmung (320) des Abzugs (301) aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel (302) unentfernbar im Abzug (301) gelagert ist.
Hierzu 16 Blatt Zeichnungen

Claims (20)

x bes AT 528 381 A4 2026-01-15 Ss N Neue Patentansprüche:
1. Handfeuerwaffe (1), umfassend ein Griffstück (100), einen im Griffstück (100) gelagerten Lauf (200) mit einer Laufachse (L), ein Schlagsystem (300), eine Visierschiene (400) und einen Schlitten (500), wobei die Visierschiene (400) derart unbeweglich am Griffstück (100) arretierbar ist, dass die Laufachse (L) zwischen dem Griffstück (100) und der Visierschiene (400) liegt, und wobei zumindest ein Teil des Schlagsystems (300) an der Visierschiene (400) gelagert ist, wobei der Schlitten (500) von einer Ruheposition in eine maximal zurückgefahrene Position verschieblich ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine vordere Seite ($1) der Visierschiene (400) hinter einer vorderen Seite (S2) des Schlittens (500) liegt, gesehen in Schussrichtung der Handfeuerwaffe (1).
2. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 1, wobei die Visierschiene (400) im Ruhezustand auf der dem Griffstück (100) abgewandten Oberseite der Handfeuerwaffe (1) zumindest abschnittsweise vom Schlitten (500) abgedeckt ist, und wobei der Schlitten (500) auf seiner Oberseite eine Ausnehmung aufweist, durch welche ein Teil der Visierschiene (400) hindurchtritt, und wobei die Ausnehmung in Richtung der Laufachse (L) bevorzugt eine Länge (x3) aufweist, die im Wesentlichen der Länge (x1) des genannten hindurchtretenden Teils der Visierschiene (400) zuzüglich dem Abstand (x2) zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position entspricht.
3. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Visierschiene (400) kürzer ist als der Schlitten (500), gemessen in einer Richtung parallel zur Laufachse (L).
4. Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schlitten (500) einen vorderen Abschnitt (504) umfasst, der in Schussrichtung gesehen vor der Visierschiene (400) liegt, wobei die vordere Seite der Visierschiene (400) hinter einer Innenseite des vorderen Abschnitts (504) des Schlittens (500) liegt, bevorzugt in einem Abstand, welcher zumindest oder im Wesentlichen dem Versatz zwischen Ruheposition und maximal zurückgefahrener Position des Schlittens (500) entspricht.
5. Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei eine oberhalb des Laufs (200) befindliche Schließfeder (505) zwischen der Visierschiene (400) und dem Schlitten (500) vorliegt und den Schlitten (500) in die Ruheposition vorspannt.
6. Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Visierschiene (400) zumindest eine erste Stützstrebe (401) aufweist, die auf einer Seite der Laufachse (L) von einem Körper der Visierschiene (400) absteht und mit dem Griffstück (100) verbindbar ist, um die Visierschiene (400) am Griffstück (100) zu arretieren.
7. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 6, ferner umfassend einen in das Griffstück (100) einsetzbaren Montagebolzen (600), wobei die erste Stützstrebe (401) an der dem Montagebolzen (600) zugewandten Seite eine dem Montagebolzen (600) entsprechende Krümmung aufweist, wobei der Montagebolzen (600) das Versetzen der Visierschiene (400) in eine Richtung parallel zur Laufachse (L) verhindert, wenn sich der Montagebolzen (600) in einer ersten Position im Griffstück (100) befindet.
8. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 7, wobei der Montagebolzen (600) zumindest eine erste Nut (601) aufweist, die eine Breite aufweist, die zumindest der Breite der ersten Stützstrebe (401) entspricht, und wobei der Montagebolzen (600) innerhalb des Griffstücks (100) von der ersten Position in eine zweite Position verbringbar ist, wobei die erste Nut in einem Abstand zur ersten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der ersten Position befindet, um die Visierschiene (400) zu arretieren, und wobei die erste Nut (601) fluchtend zur ersten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der zweiten Position befindet, um eine Arretierung der Visierschiene (400) zu lösen.
9. Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 8, wobei der Montagebolzen (600) mittels einer Feder (602) in die erste Position vorgespannt ist, wobei der Montagebolzen (600) eine Fase (603)
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aufweist, die ausgehend von der ersten Nut (601) in eine Richtung normal zur Laufachse (L) verläuft, und die erste Stützstrebe (401) eine entsprechend gegengleiche Fase (409) aufweist, wobei die Fasen (409, 603) derart ausgeführt sind, dass die Visierschiene (400) beim Einsetzen der Visierschiene (400) in das Griffstück (100) parallel zur Laufachse (L) verschoben werden kann, während sich der Montagebolzen (600) aufgrund der Fasen (409, 603) von der ersten Position in die zweite Position versetzt, bis sich die Visierschiene (400) in einem Montagezustand befindet, an dem der Montagebolzen (600) aufgrund der Feder (602) wieder in die erste Position versetzt wird.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei die erste Stützstrebe (401) ein vorderes unteres Ende (431) und ein hinteres unteres Ende (432) umfasst, zwischen denen sich die dem Montagebolzen (600) entsprechende Krümmung erstreckt, wobei das vordere untere Ende (431) bevorzugt länger ist als das hintere untere Ende (432).
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei die Visierschiene (400) weiters eine zweite Stützstrebe (401) aufweist, welche bevorzugt gleich wie die erste Stützstrebe (401) ausgeführt ist, wobei die erste Stützstrebe (401) und die zweite Stützstrebe (401) auf gegenüberliegenden Seiten der Laufachse (L) vom Körper der Visierschiene (400) abstehen und mit dem Griffstück (100) verbunden sind.
Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 11, wobei der Montagebolzen (600) weiters eine zweite Nut (601) aufweist, welche eine Breite aufweist, die zumindest der Breite der zweiten Stützstrebe (401) aufweist, wobei die zweite Nut (601) in einem Abstand zur zweiten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der ersten Position befindet, um die Visierschiene (400) zu arretieren, und wobei die zweite Nut (601) fluchtend zur zweiten Stützstrebe (401) verläuft, wenn sich der Montagebolzen (600) in der zweiten Position befindet, um eine Arretierung der Visierschiene (400) zu lösen.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Visierschiene (400) zumindest eine erste L-förmige Nut oder Ausnehmung (402) auf einer Seitenfläche der Visierschiene (400) aufweist, in welche ein Element, insbesondere ein Schenkel eines L- förmigen oder T-förmigen Vorsprungs (403), des Griffstücks (100) eingreift, um die Visierschiene (400) zu arretieren.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Visierschiene (400) auf der hinteren Seite der Handfeuerwaffe (1) mit dem Griffstück (100) verbunden ist, wobei das Griffstück (100) bevorzugt eine T-förmige Nut (106) aufweist, in welche ein T- förmiger Vorsprung (406) der Visierschiene eingreift.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Visierschiene (400) auf der in Schussrichtung hinteren Seite eine im Wesentlichen normal zur Laufachse (L) stehende Fläche aufweist, in welcher bevorzugt ein Bildschirm integriert ist.
Handfeuerwaffe (1) nach Anspruch 15, ferner umfassend zumindest einen Sensor, wobei die Handfeuerwaffe (1) dazu ausgebildet ist, auf dem Bildschirm Messdaten des Sensors oder aus Messdaten des Sensors abgeleitete Daten anzuzeigen.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei der Schlitten (500) im Ruhezustand auf der in Schussrichtung vordersten Seite im Griffstück (100) geführt ist.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei der Lauf (200) eine Steuerwarze (202), eine Führungswarze (203) und zumindest eine Verriegelungswarze (204) aufweist,
wobei das Griffstück (100) eine Steuerkurve (110) für die Steuerwarze (202) aufweist, wobei die Steuerkurve (110) derart ausgeführt ist, dass der Lauf (200) von einer ersten Stellung, die der Lauf (200) in der Ruheposition des Schlittens (500) einnimmt, in eine zweite Stellung verbringbar ist, wobei der Lauf (200) in der zweiten Stellung gegenüber der ersten Stellung verdreht und entlang der Laufachse (L) versetzt ist,
wobei der Schlitten (500) einen Verriegelungskörper (510) aufweist, wobei die zumindest eine Verriegelungswarze (204) im Verriegelungskörper (510) aufgenommen ist, wenn sich
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der Schlitten (500) in der Ruheposition befindet, und sich die Verriegelungswarze (204) auBerhalb des Verriegelungskörpers (510) befindet, wenn sich der Lauf (200) in der zweiten Stellung befindet, und
wobei der Schlitten (500) weiters eine Frontalführung (511) aufweist, welche sich an der Führungswarze (203) befindet und dadurch eine Verdrehung des Laufs (200) verhindert, wenn sich der Lauf (200) in der zweiten Stellung befindet.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 18, wobei die Frontalführung (511) in einer Führung (111) im Griffstück (100) geführt ist, wenn sich der Schlitten (500) in der Ruheposition befindet, und wobei die Führung (111) bevorzugt im Griffstück (100) auf beiden Seiten des Laufs (200) vorliegt und nur auf einer Seite eine Ausnehmung (112) aufweist, in welcher die Führungswarze (203) aufgenommen ist, wenn sich der Lauf (200) in der zweiten Stellung befindet.
Handfeuerwaffe (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 19, wobei das Schlagsystem (300) einen Abzug (301) und einen im Abzug (301) verschwenkbar gelagertem Unterbrecherhebel (302) umfasst, wobei der Unterbrecherhebel (302) einen Hebelarm (310) und zumindest einen einstückig an diesem ausgebildeten Lagerzapfen (311) umfasst, wobei der Lagerzapfen (311) in zumindest einer Ausnehmung (320) des Abzugs (301) aufgenommen ist und der Unterbrecherhebel (302) unentfernbar im Abzug (301) gelagert ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3472549B1 (de) * 2016-06-15 2020-12-09 Lucansky, Ján Pistole mit einem niedrig gelegenen lauf

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