AT528374A1 - Brennkraftmaschine - Google Patents
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- AT528374A1 AT528374A1 ATA50473/2024A AT504732024A AT528374A1 AT 528374 A1 AT528374 A1 AT 528374A1 AT 504732024 A AT504732024 A AT 504732024A AT 528374 A1 AT528374 A1 AT 528374A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine (1) mit einem Einlasssystem (3) und einem Auslasssystem (5) und einem Abgasrückführsystem (7) zur Rückführung von Abgas aus dem Auslasssystem (5) in das Einlasssystem (3), wobei zumindest ein mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbarer Strömungsweg (8) über eine Einmündung (18) in zumindest eine Einlassleitung (4) des Einlasssystems (3) - insbesondere in eine Ansaugstrecke (44) stromaufwärts eines Verdichters (11) - einmündet. Um Abgasrückführung in möglichst vielen Betriebszuständen zu erlauben und den Kraftstoffverbrauch effektiv zu senken, ist zumindest ein Leitungsteil (23) der Einlassleitung (4) im Bereich oder stromabwärts der Einmündung (18) des mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweges (8) doppelwandig ausgeführt und weißt eine Innenwand (24) und eine Außenwand (25) auf, wobei zwischen der Innenwand (24) und der Außenwand (25) ein Mantelraum (26) aufgespannt wird, welcher zumindest einen Mediumeintritt (27) und vorzugsweise zumindest einen Mediumaustritt (28) für ein Heißmedium aufweist.
Description
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine, insbesondere Wasserstoffbrennkraftmaschine, mit einem Einlasssystem und einem Auslasssystem und einem Abgasrückführsystem zur Rückführung von Abgas aus dem Auslasssystem in das Einlasssystem, wobei zumindest ein mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbarer Strömungsweg über eine Einmündung in zumindest eine Einlassleitung des Einlasssystems — insbesondere in eine Ansaugstrecke stromaufwärts eines Verdichters - einmündet.
[0002] Brennkraftmaschinen, insbesondere Wasserstoffbrennkraftmaschinen, tendieren bei kalten Temperaturen zu starker Wasserkondensation vor dem Verdichtereintritt. Das ist bei Wasserstoffbrennkraftmaschinen insbesondere dann der Fall, wenn sie mit einer Niederdruck-Abgasrückführung versehen sind. Selbst wenn ein Kondensatabscheider eingebaut ist, kommt es zwischen der Einmündung des rückgeführten Abgases in den Einlassstrang und den Verdichterschaufeln eines Verdichters zu erneutem Kondensatausfall. Je nach den Umgebungsverhältnissen ist auch Vereisen möglich.
[0003] Um dies zu unterbinden, wurde bisher die Abgasrückführung im Kaltbetrieb der Brennkraftmaschine ausgeschaltet. Dies führte aber zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch oder zu irregulärer Verbrennung, insbesondere bei Wasserstoffmotoren. In diesem Fall ist das Moderieren der Wasserstoffverbrennung etwa zur Vermeidung von Vorzündung dann nicht möglich.
[0004] Durch Beheizen der Strecke zwischen der Einmündung des rückgeführten Abgases in den Einlassstrang und den Verdichterschaufeln des Verdichters kann Kondensation vermieden werden.
[0005] Aus den Veröffentlichungen GB 108 644 A und DE 1287360 B ist es jeweils bekannt, bei einer Brennkraftmaschine für die Erwärmung von Ansaugluft Abgaswärme zu verwenden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, auf effektive und einfache Weise die Verwendung von Abgasrückführung bei unterschiedlichsten Betriebsarten zu ermöglichen.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Brennkraftmaschine der genannten Art dadurch erreicht, dass zumindest ein Leitungsteil der Einlassleitung im Bereich oder stromabwärts der Einmündung des mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweges doppelwandig ausgeführt ist und der Leitungsteil eine Innenwand und eine Außenwand aufweist, wobei zwischen der Innenwand und der Außenwand ein Mantelraum aufgespannt wird, welcher zumindest einen Mediumeintritt und zumindest einen Mediumaustritt für ein HeiRßmedium aufweist.
[0008] Der Mantelraum wird zwischen dem Mediumeintritt und dem Mediumaustritt von dem Heißmedium durchflossen, wobei Wärme vom HeiRßmedium an die Innenwand abgegeben wird. Durch die heiße Innenwand wird das Auskondensieren von Wasser aus dem rückgeführten Abgas vermieden. Dies ermöglicht ein sehr rasches Aufheizen nach einem Motorstart. Insbesondere erlaubt die erfindungsgemäße Lösung damit die Verwendung von Abgasrückführung auch im Kaltbetrieb bzw. bald nach Motorstart.
[0009] Der doppelwandige Leitungsteil der Einlassleitung ist bevorzugt stromaufwärts eines Verdichters — vorzugsweise eines Abgasturboladers - in einer Ansaugstrecke angeordnet. Der doppelwandige Leitungsteil ist in einer Variante zusätzlich bzw. stattdessen stromabwärts einer ersten Drosselvorrichtung — insbesondere einer sogenannten Vordrossel - angeordnet.
[0010] Die Abgasrückführung kann auf konventionelle Weise erfolgen, wobei der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagte Strömungsweg durch eine Abgasrückführleitung gebildet oder mit einer Abgasrückführleitung verbunden oder verbindbar ist. In der Abgasrückführleitung sind ein Abgasrückführventil, vorzugsweise ein Abgasrückführkühler und besonders vorzugsweise auch ein Kondensatabscheider angeordnet, wobei günstigerweise der Kondensatabscheider stromabwärts des Abgasrückführkühlers angeordnet ist.
[0011] In einer Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass das HeiRmedium durch das Abgas der Brennkraftmaschine gebildet ist.
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[0012] Dazu kann vorgesehen sein, dass der Mediumeintritt mit zumindest einem ersten Auslassleitungsteil der Auslassleitung des Auslasssystems verbunden ist. Der erste Auslassleitungsteil ist vorzugsweise durch eine Hochdruckabgasleitung stromaufwärts einer im Auslasssystem angeordneten Abgasturbine — insbesondere eines Abgasturboladers - des Auslasssystems gebildet. Mit anderen Worten ist der Mediumeintritt mit zumindest einem ersten Auslassleitungsteil der Auslassleitung des Auslasssystems, vorzugsweise stromaufwärts einer im Auslasssystem angeordneten Abgasturbine, insbesondere eines Abgasturboladers, verbunden. Günstigerweise ist der Mediumaustritt mit einem beispielsweise durch eine Niederdruckabgasleitung gebildeten zweiten Auslassleitungsteil der Auslassleitung des Auslasssystems - vorzugsweise stromabwärts einer im Auslasssystem angeordneten Abgasturbine, insbesondere eines Abgasturboladers - verbunden. Das heiße Abgas wird aus dem Auslasssystem stromaufwärts der Abgasturbine entnommen und in den Mantelraum der doppelwandigen Einlassleitung geführt, wodurch Wärme an das Frischgas und rückgeführte Abgas innerhalb der Einlassleitung abgegeben wird. Danach verlässt das Abgas den Mantelraum und wird zu dem zweiten Auslassleitungsteil stromabwärts der Abgasturbine geführt.
[0013] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass der Mediumeintritt mit zumindest einer Abgasrückführleitung des Abgasrückführsystems verbunden oder verbindbar ist. Der Mantelraum wird somit durch rückgeführtes Abgas durchflossen. In dieser Ausführung erfolgt die Beheizung des doppelwandigen Leitungsteils der Einlassleitung zwischen der Einmündung des mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweges und den Verdichterschaufeln des Verdichters durch rückgeführtes Abgas.
[0014] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung ist der Mantelraum hydraulisch seriell zur Abgasrückführleitung angeordnet und von einem Hauptstrom des rückgeführten Abgases durchströmbar, wobei vorzugsweise der Mantelraum stromabwärts eines Abgasrückführventiles und/oder eines Abgasrückführkühlers angeordnet ist. Das gesamte rückgeführte Abgas durchströmt somit nach Passieren des Abgasrückführventils und des Abgasrückführkühlers den Mantelraum.
[0015] Vorzugsweise ist der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg mit dem Mediumaustritt des Mantelraumes strömungsverbunden oder strömungsverbindbar. Nach Passieren des Mantelraumes kann das rückgeführte Abgas über den das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweg direkt der Einlassleitung zugeführt werden. Um Kondensatausfall in der Eintrittsleitung zuverlässig zu vermeiden, kann in dem das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweg ein Kondensatabscheider angeordnet sein.
[0016] In einer Variante der Erfindung ist der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg durch zumindest einen Strömungsübertritt in der Innenwand des doppelwandigen Leitungsteils gebildet.
[0017] Nach dem Start der Brennkraftmaschine bleibt der Abgasrückführkühler deaktiviert. Ein Temperatursteuerventil für das Kühlwasser des Abgasrückführkühlers erlaubt es, die Austrittstemperatur des rückgeführten Abgases zu regeln. . In einer Variante der Erfindung kann diese Funktion auch durch einen Bypass für rückgeführtes Abgas umgesetzt werden. Das quasi ungekühlte rückgeführte Abgas wird durch den Mantelraum des doppelwandigen Leitungsteils der Einlassleitung geleitet. Zur Erhöhung des Wärmeüberganges kann die Oberfläche innerhalb des Mantelraumes und/oder innerhalb der Einlassleitung durch Einbauten oder dergleichen vergröBert werden.
[0018] Nach Durchlaufen des Mantelraumes gelangt das rückgeführte Abgas in den Kondensatabscheider. Nach Abscheiden des Großteils des Kondensates gelangt das rückgeführte Abgas in die Ansaugstrecke der Einlassleitung stromaufwärts des Verdichters.
[0019] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass der Mantelraum hydraulisch parallel zumindest zu einem definierten Abschnitt der Abgasrückführleitung angeordnet ist und von einem Nebenstrom des rückgeführten Abgases durchströmbar ist, wobei vorzugsweise der Nebenstrom stromaufwärts des Abgasrückführventiles und/oder stromabwärts oder
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stromaufwärts des Abgasrückführkühlers von dem definierten Abschnitt der Abgasrückführleitung abzweigt.
[0020] Günstigerweise ist der Mediumaustritt des Mantelraumes stromabwärts des definierten Abschnittes mit der Abgasrückführleitung —- vorzugsweise stromabwärts des Abgasrückführventils verbunden oder verbindbar. Nach Durchströmen des Mantelraumes wird der Nebenstrom des rückgeführten Abgases wieder mit dem Hauptstrom vereinigt und gemeinsam über den rückgeführtes Abgas führenden Strömungsweg und die Einmündung der Ansaugstrecke der Einlassleitung zugeführt.
[0021] Auch hier kann zur Vermeidung von Kondensatbildung in der Einlassleitung in dem mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweg ein Kondensatabscheider angeordnet sein. Der Kondensatabscheider ist vorzugsweise im Abgasstrom stromabwärts des Abgasrückführkühlers angeordnet.
[0022] In einer Variante der Erfindung ist der Kondensatabscheider in dem mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweg zwischen dem Mediumaustritt des Mantelraumes und der Einmündung in die Einlassleitung angeordnet.
[0023] Weiters kann auch hier vorgesehen sein, dass der Mantelraum zumindest einen Kondensataustritt aufweist. Über den Kondensataustritt kann im Mantelraum kondensiertes Kondenswasser abgeführt werden. Der Mantelraum erfüllt somit zusätzlich die Funktion einer Kondensatabscheidevorrichtung.
[0024] In einer Variante der Erfindung ist eine einen in der Abgasrückführleitung angeordneten Abgasrückführkühler umgehende Abgasrückführkühlerbypassleitung vorgesehen, die vorzugsweise mit einem Bypassventil steuerbar ist. Damit ist es möglich, den Abgasrückführkühler in bestimmten Betriebszuständen zu umgehen und so eine Abkühlung des rückgeführten Abgases zu verhindern. Zusätzlich oder stattdessen kann der Kühlkreislauf des Abgasrückführkühlers zumindest in einem bestimmten Betriebszustand gedrosselt oder ganz abgeschaltet werden.
[0025] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass das HeiRmedium durch ein Kühl- oder Schmiermittel der Brennkraftmaschine gebildet ist, wobei der Mediumeintritt mit einer Zuführleitung für das Kühl- oder Schmiermittel und der Mediumaustritt mit einer Abführleitung für das Kühl- oder Schmiermittel verbunden ist.
[0026] Die Erwärmung der Einlassleitung erfolgt somit über das durch den Mantelraum strömende Kühl- und Schmiermittel der Brennkraftmaschine.
[0027] In jeder der Ausführungsvarianten der Erfindung kann eine Kondensatbildung und ein Vereisen durch die Beheizung mittels des Mantelraumes wirksam vermieden werden.
[0028] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der nichteinschränkenden Ausführungsbeispiele, die in den Figuren dargestellt sind, näher erläutert. Darin zeigen schematisch
[0029] Fig. 1 eine Konfiguration einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine,
[0030] Fig. 2 das Detail II! aus Fig. 1 in einer ersten Ausführungsvariante der Erfindung, [0031] Fig. 3 das Detail II! aus Fig. 1 in einer zweiten Ausführungsvariante der Erfindung, [0032] Fig. 4 das Detail II! aus Fig. 1 in einer dritten Ausführungsvariante der Erfindung, [0033] Fig. 5 das Detail II aus Fig. 1 in einer vierten Ausführungsvariante der Erfindung, [0034] Fig. 6 das Detail II aus Fig. 1 in einer fünften Ausführungsvariante der Erfindung, [0035] Fig. 7 das Detail II! aus Fig. 1 in einer sechsten Ausführungsvariante der Erfindung, [0036] Fig. 8 das Detail II! aus Fig. 1 in einer siebenten Ausführungsvariante der Erfindung, [0037] Fig. 9 das Detail Il aus Fig. 1 in einer achten Ausführungsvariante der Erfindung, und
[0038] Fig. 10 ein Detail der Einlassleitung in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung.
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[0039] Gleiche Teile sind in den Ausführungsvarianten mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0040] Die wichtigsten Elemente der erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine 1 sind in der schematischen Ansicht eines Ausführungsbeispiels in Fig. 1 dargestellt. Die Brennkraftmaschine 1, beispielsweise eine Wasserstoffbrennkraftmaschine mit mehreren Zylindern 2, weist ein Einlasssystem 3 mit zumindest einer Einlassleitung 4 und ein Auslasssystem 5 mit zumindest einer Auslassleitung 6 auf. Zur Rückführung von Abgasen aus dem Auslasssystem 5 in das Einlasssystem 3 ist ein Abgasrückführsystem 7 vorgesehen, welches zumindest einen ein rückgeführtes Abgas führenden Strömungsweg 8 aufweist, der zumindest teilweise durch eine Abgasrückführleitung 9 gebildet ist.
[0041] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind im Einlasssystem 3 zumindest eine erste Drosselvorrichtung 10, zumindest ein Verdichter 11 eines Abgasturboladers 12, zumindest ein Ladeluftkühler 13 und zumindest eine beispielsweise durch eine Drosselklappe gebildete zweite Drosselvorrichtung 14 angeordnet. Im Auslasssystem 5 ist zumindest eine beispielsweise eine variable Turbinengeometrie VTG aufweisende Abgasturbine 15 des Abgasturboladers 12 angeordnet. In der Abgasrückführleitung 9 sind ein Abgasrückführkühler 16 und ein Abgasrückführventil 17 angeordnet. Die Abgasrückführleitung 9 zweigt stromabwärts der Abgasturbine 15 von der Auslassleitung 6 des Auslasssystems 5 ab und mündet stromaufwärts des Verdichters 11 und stromabwärts der ersten Drosselvorrichtung 10 in die Einlassleitung 4, insbesondere in eine Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4, ein. Die Einmündung der Abgasrückführleitung 9 in die Einlassleitung 4 ist mit Bezugszeichen 18 bezeichnet.
[0042] Der beispielsweise durch Wasserstoff gebildete Kraftstoff wird über Hochdruckinjektoren 19 (jedem Zylinder 2 ist ein solcher Hochdruckinjektor 19 zugeordnet — das Bezugszeichen 19 in Fig. 1 betrifft alle diese Hochdruckinjektoren) direkt in die Zylinder 2 und/oder über Niederdruckinjektoren 20 (es sind vier derartige Niederdruckinjektoren 20 dargestellt, es können aber auch weniger oder mehr Niederdruckinjektoren 20 vorgesehen sein — das Bezugszeichen 20 in Fig. 1 betritt alle vorgesehenen Niederdruckinjektoren) in das Saugrohr 21 des Einlasssystems 3 eingespritzt.
[0043] Die Fign. 2 bis 8 zeigen unterschiedliche Varianten des Details II aus Fig. 1. Allen in den Fign. 2 bis 8 dargestellten Ausführungsvarianten ist gemeinsam, dass die Einlassleitung 4 im Bereich oder stromabwärts der Einmündung 18 des das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweges 8 eine Heizeinrichtung 22 aufweist, welche durch einen doppelwandig ausgeführten Leitungsteil 23 der Einlassleitung 4 gebildet ist. Insbesondere ist die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4 als doppelwandiger Leitungsteil 23 ausgeführt. Punktierte Linien sollen dabei ein vergleichsweise heißes Medium darstellen, während strichlierte Linien ein nur warmes bzw. kühles Medium darstellen.
[0044] Im doppelwandig ausgeführten Leitungsteil 23 weist die Einlassleitung 4 eine die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4 umgebende Innenwand 24 und eine Außenwand 25 auf, wobei zwischen der Innenwand 24 und der Außenwand 25 ein Mantelraum 26 aufgespannt ist, welcher zumindest einen Mediumanschluss 27, 28 — beispielsweise einen Mediumeintritt 27 und einen Mediumaustritt 28 - für ein
[0045] HeiRmedium aufweist. Strömungsmäßig getrennt vom Mantelraum 26 befindet sich im doppelwandig ausgeführten Leitungsteil 23 also die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4, die über den Verdichter 11 zum Saugrohr 21 und zu den Zylindern 2 weiterführt.
[0046] Mit anderen Worten besteht der doppelwandig ausgeführte Leitungsteil 23 aus der Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4, die durch eine Innenwand 24 von einem Mantelraum 26 getrennt ist, der seinerseits durch eine Außenwand 25 gegen die Umgebung abgeschlossen ist. Insbesondere ist die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4 doppelwandig ausgeführt, wobei die Innenwand 24 die erste Wand bildet und die Außenwand 25 die zweite Wand.
[0047] Das HeiRmedium wird durch ein heißes gasförmiges oder flüssiges Medium der Brennkraftmaschine 1 gebildet, beispielsweise durch Abgas oder durch Kühlmittel oder durch Schmiermittel der Brennkraftmaschine 1. Theoretisch kann stattdessen/zusätzlich auch ein anderes Me-
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dium, das nicht direkt der Brennkraftmaschine 1 entstammt, sondern von extern zugeführt wird, zum Einsatz kommen.
[0048] Weiters ist bei allen in den Fign. 2 bis 8 dargestellten Ausführungsvarianten der Abgasrückführkühler 16 abschaltbar ausgeführt. Mit Bezugszeichen 29 ist ein Temperatursteuerventil im Sekundärkreis des Abgasrückführkühlers 16 bezeichnet.
[0049] Bei den in den Figuren 2 und 3 dargestellten Ausführungsvarianten der Erfindung wird als Heißmedium rückgeführtes Abgas verwendet, wobei das gesamte rückgeführte Abgas nach Passieren eines Abgasrückführventils 17 und eines Abgasrückführkühlers 16 durch den Mantelraum 26 geführt wird. Die Abgasrückführleitung 9 ist an den Mediumeintritt 27 des Mantelraumes 26 angeschlossen. An den Mediumaustritt 28 des Mantelraumes 26 ist der das rückgeführte Abgas führende Strömungsweg 8 angeschlossen, welcher über die Einmündung 18 in die Ansaugstrecke 44 des doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 der Einlassleitung 4 einmündet. In dem das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweg 8 ist ein Kondensatabscheider 30 angeordnet. Das aus dem rückgeführten Abgas auskondensierte Wasser wird über die Abflussleitung 31 des Kondensatabscheiders 30 abgeführt. Weiters weist die Innenwand 24 des Mantelraumes 26 eine beispielsweise durch eine Abstufung gebildete Kondensatfalle 32 auf. Dies ermöglicht hohe Kondensat-Abscheideraten im Mantelraum. Mit Bezugszeichen 33 ist ein weiterer, optionaler Kondensataustritt des Mantelraumes 26 zur Abfuhr des Kondenswassers bezeichnet. Der doppelwandig ausgeführte Leitungsteil 23 kann somit zur Zufuhr von rückgeführtem Abgas in die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4 vor dem Verdichter 11 und/oder als Kondensatabscheidevorrichtung genutzt werden.
[0050] Die Fign. 2 und 3 unterscheiden sich nur durch die Anordnung des Abgasrückführventils 17 und des Abgasrückführkühlers 16. In Fig. 2 ist das Abgasrückführventil 17 stromaufwärts des Abgasrückführkühlers 16, in Fig. 3 ist das Abgasrückführventil 17 stromabwärts des Abgasrückführkühlers 16 angeordnet.
[0051] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführung wird als Heißmedium Abgas des Auslasssystems 5 verwendet, welches stromaufwärts der Abgasturbine 15 aus einem ersten Auslassleitungsteil 42 der Auslassleitung 6 entnommen und über die Abgaszuführleitung 34a und den Mediumeintritt 27 dem Mantelraum 26 zugeführt wird. In der Abgaszuführleitung 34a ist ein Abgaszuführventil 35 angeordnet, über das die Zufuhr des Abgases an den Mantelraum 26 gesteuert werden kann. An den Mediumaustritt 28 des Mantelraumes 26 ist eine Abgasabfuhrleitung 34b angeschlossen, welche das Abgas nach Durchströmen des Mantelraumes 26 wieder in einen zweiten Auslassleitungsteil 43 der Auslassleitung 6 stromabwärts der Abgasturbine 15 zurückführt. Bei dieser Ausführung mündet die Abgasrückführleitung 9 stromabwärts des Abgasrückführkühlers 16 und des Abgasrückführventils 17 in den Kondensatabscheider 30 ein, um darin Kondenswassers abzuscheiden. Vom Kondensatabscheider 30 geht der das rückgeführte Abgas führende Strömungsweges 8 aus und mündet über die Einmündung 18 in die Ansaugstrecke 44 des doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 der Einlassleitung 4 ein. Das aus dem rückgeführten Abgas auskondensierte Wasser wird über die Abflussleitung 31 des Kondensatabscheiders 30 abgeführt.
[0052] Die Fign. 5 und 6 zeigen Ausführungsvarianten der Erfindung, bei denen als HeiRmedium rückgeführtes Abgas verwendet wird, wobei — im Unterschied zu den in den Fign. 2 und 3 gezeigten Ausführungen - nur ein Teil des rückgeführten Abgases durch den Mantelraum 26 geführt ist. Eine Zweigleitung 36 der Abgasrückführleitung 9 ist dabei an den Mediumeintritt 27 des Mantelraumes 26 angeschlossen. An den Mediumaustritt 28 des Mantelraumes 26 ist eine Austrittsleitung 37 angeschlossen. Die Austrittsleitung 37 mündet wieder in die Abgasrückführleitung 9 und dient dazu, den Teilstrom des rückgeführten Abgases nach Durchströmen des Mantelraumes 26 wieder mit dem Hauptstrom des rückgeführten Abgases zu vereinen. Wie in den Ausführungsbeispielen der Fign. 2 oder 3 mündet die Abgasrückführleitung 9 stromabwärts des Abgasrückführkühlers 16 und des Abgasrückführventils 17 in den Kondensatabscheider 30 ein, um darin Kondenswassers abzuscheiden. Vom Kondensatabscheider 30 ausgehend führt der das rückgeführte Abgas führende Strömungsweg 8 über die Einmündung 18 in die Ansaugstrecke 44 des
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doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 der Einlassleitung 4. Das aus dem rückgeführten Abgas auskondensierte Wasser wird über die Abflussleitung 31 des Kondensatabscheiders 30 abgeführt. Me in den Fign. 2 oder 3 weist auch hier die Innenwand 24 des Mantelraumes 26 eine beispielsweise durch eine Abstufung gebildete Kondensatfalle 32 auf. Über den Kondensataustritt 33 wird das Kondenswasser aus dem Mantelraum 26 abgeführt.
[0053] In Fig. 5 zweigt die Zweigleitung 36 stromabwärts des Abgasrückführkühlers 16 und stromaufwärts des Abgasrückführventiles 17 von der Abgasrückführleitung 9 ab. In Fig. 6 hingegen zweigt die Zweigleitung 36 stromaufwärts des Abgasrückführkühlers 16 und stromaufwärts des Abgasrückführventiles 17 von der Abgasrückführleitung 9 ab.
[0054] Nach Durchlaufen des doppelwandigen Leitungsteils 23 gelangt das rückgeführte Abgas bei den Ausführungsvarianten der Fign. 2 bis 6 in den Kondensatabscheider 30.
[0055] Nach Abscheiden des Großteils des Kondensates im Kondensatabscheider 30 gelangt das rückgeführte Abgas in die Ansaugstrecke 44 stromaufwärts des Verdichters 11.
[0056] In Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei dem als HeiRmedium rückgeführtes Abgas verwendet wird. Wie in den Ausführungsbeispielen der Fign. 2 oder 3 wird das gesamte rückgeführte Abgas durch den Mantelraum 26 geführt. Die Abgasrückführleitung 9 ist an den Mediumeintritt 27 des Mantelraumes 26 angeschlossen. Als Medienaustritt 28 aus dem Mantelraum 26 ist zumindest ein beispielsweise durch eine oder mehrere Bohrungen gebildeter Strömungsübertritt 38 in der Innenwand 24 des Mantelraumes 26 zur Einlassleitung 4 vorgesehen. Mit anderen Worten stellen die Strömungsübertritte 38 also eine Strömungsverbindung zwischen dem Mantelraum 26 und der Ansaugstrecke 44 der Ansaugleitung 4 dar. Im Gegensatz zu den anderen Ausführungsbeispielen ist hier also der Medienaustritt 28 nicht mit einem das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweg 8 verbunden, der dann über eine Einmündung 18 in die Ansaugstrecke 44 einspeist, sondern es erfolgt ein Übertritt direkt aus dem Mantelraum 26 in die Ansaugstrecke 44. Das im Mantelraum 26 kondensierte Wasser aus dem Abgas wird über den Kondensataustritt 33 abgeführt.
[0057] Der zumindest eine Strömungsübertritt 38 bildet sozusagen den Medienaustritt 28, den das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweg 8 und die Einmündung 18. Das rückgeführte Abgas strömt durch die Abgasrückführleitung 9 und gelangt nach Passieren des Abgasrückführkühlers 16 und des Abgasrückführventils 17 durch den Medieneintritt 27 in den Mantelraum 26, wobei es das Innere des doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 der Einlassleitung 4 erwärmt. Danach strömt das rückgeführte Abgas durch den zumindest einen Strömungsübertritt 38 in das Innere des doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 der Einlassleitung 4 und wird der Ansaugluft der Ansaugstrecke 44 zugemischt.
[0058] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung, bei der als Heißmedium heiBes Kühlmittel oder Schmiermittel der Brennkraftmaschine 1 verwendet wird, welches über eine Zuführleitung 39 und den Mediumeintritt 27 dem Mantelraum 26 zugeführt wird. An den Mediumaustritt 28 des Mantelraumes 26 ist eine Abfuhrleitung 40 für das Kühlmittel oder Schmiermittel angeschlossen. Bei dieser Ausführung mündet die Abgasrückführleitung 9 — ähnlich wie in Fig. 4 - stromabwärts des Abgasrückführventils 17 und des Abgasrückführkühlers 16 in den Kondensatabscheider 30 ein, um darin Kondenswassers abzuscheiden. Vom Kondensatabscheider 30 geht der das rückgeführte Abgas führende Strömungsweg 8 aus und mündet über die Einmündung 18 in die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 4 ein. Das aus dem rückgeführten Abgas auskondensierte Wasser wird über die Abflussleitung 31 des Kondensatabscheiders 30 abgeführt.
[0059] Fig. 9 zeigt eine andere Ansicht eines doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 der Einlassleitung 4, welcher als Heizeinrichtung 22 für eine Ansaugstrecke 44 zwischen der Zufuhr von rückgeführtem Abgas und den Verdichterschaufeln des Verdichters 11 ausgebildet ist. Der dargestellte doppelwandige Leitungsteil 23 ist insbesondere für die in den Fign 2, 3, 4, 5, 6 und 8 gezeigten Ausführungsvarianten geeignet. Der als Wärmetauscher fungierende doppelwandige Leitungsteil 23 ist als beispielsweise 90°-Leitungsbogen mit einer Innenwand 24 und einer AuBenwand 25 ausgeführt, zwischen denen ein Mantelraum 26 für das Heißmedium aufgespannt
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ist. Der Mantelraum 26 weist zwei Mediumanschlüsse 27, 28 auf, wobei ein Mediumanschluss als Mediumeintritt 27 und der andere Mediumanschluss als Mediumaustritt 28 dient. Die Mediumanschlüsse 27, 28 sind beispielsweise an unterschiedlichen Enden des doppelwandig ausgeführten Leitungsteils 23 angeordnet. Je nachdem, ob die Aufwärmung im Gegenstrom oder im Gleichstrom erfolgt, ist der Mediumeintritt 27 — bezogen auf die Einlassströmung in der Einlassleitung 4 — stromabwärts bzw. stromaufwärts des Mediumaustrittes 28 angeordnet. Eine Aufwärmung im Gegenstrom ist beispielsweise in den Ausführungsbeispielen der Fign. 2, 3, 4, 5 und 6, eine Aufwärmung im Gleichstrom ist beispielsweise in der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsvariante vorgesehen.
[0060] Der doppelwandige Leitungsteil 23 weist etwa im Bereich der halben Bogenlänge des Leitungsbogens einen Anschluss 41 als Einmündung 18 für den das rückgeführte Abgas führenden Strömungsweg 8 auf.
[0061] Zusätzlich zu dem durch den doppelwandigen Leitungsteil 23 gebildeten Wärmetauscher können weitere Heizmaßnahmen, beispielsweise eine elektrische Beheizung über ein elektrisches Heizelement 45 und/oder oberflächenvergrößernde Maßnahmen, wie etwa Rippen 46, in der Heizeinrichtung 22 vorgesehen sein.
[0062] Mit Bezugszeichen 47 ist in Fig. 9 eine Endoskopöffnung, mit Bezugszeichen 48 eine Thermokupplung zur Überwachung der Kondensatbildung und Regelung der Temperatur innerhalb des Leitungsteils 23 bezeichnet.
[0063] Bei der vorliegenden Erfindung erfolgt die Beheizung der Ansaugstrecke 44 zwischen der Zufuhr von rückgeführtem Abgas und den nicht weiter dargestellten Verdichterschaufeln des Verdichters 11 durch den doppelwandig ausgeführten Leitungsteil 23 der Einlassleitung 4 durch ein Heißmedium, beispielsweise Abgas, Kühlmittel oder Schmiermittel. Dies ermöglicht ein sehr rasches Aufheizen nach dem Motorstart.
[0064] Nach dem Motorstart bleibt der Abgasrückführkühler 16 mittels des Temperatursteuerventils 29 deaktiviert. Das Temperatursteuerventil 29 erlaubt es, die Austrittstemperatur des rückgeführten Abgases zu regeln. Damit kann der Kühlkreislauf des Abgasrückführkühlers 16 je nach Betriebszustand gedrosselt oder abgeschaltet werden. In einem solchen Fall wird das quasi ungekühlte rückgeführte Abgas wird durch den doppelwandigen Leitungsteil 23 in die Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 8 eingeleitet.
[0065] In einer Variante der Erfindung, gezeigt in Fig. 9 (entspricht abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Details dem in Fig. 2 dargestellten Aufbau), ist eine den Abgasrückführkühler 16 umgehende Abgasrückführkühlerbypassleitung 49 vorgesehen, die mit einem Bypassventil 50 steuerbar ist. Damit kann beispielsweise nach dem Start der Brennkraftmaschine 1 der Abgasrückführkühler 16 umgangen werden. Das Bypassventil 50 erlaubt es, die Austrittstemperatur des rückgeführten Abgases hochzuhalten bzw. zu regeln. Auch hier wird dann das quasi ungekühlte rückgeführte Abgas durch den doppelwandigen Leitungsteil 23 der Ansaugstrecke 44 der Einlassleitung 8 zugeführt.
[0066] Bei der Ausführungsvariante gemäß Fig. 9 können die beschriebenen Verfahren auch kombiniert werden, dass also mit dem Temperatursteuerventil 29 der Kühlkreislauf des Abgasrückführkühlers 16 geregelt und zusätzlich die Abgasrückführkühlerbypassleitung 49 aktiviert wird.
[0067] Zur Erhöhung des Wärmeüberganges kann die Oberfläche durch Einbauten, beispielsweise Rippen 46 oder dergleichen vergrößert werden. Durch die Beheizung in der Heizeinrichtung 22 kann Kondensatbildung und Vereisen wirksam vermieden werden.
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Patentansprüche
1. Brennkraftmaschine (1), insbesondere Wasserstoffbrennkraftmaschine, mit einem Einlasssystem (3) und einem Auslasssystem (5) und einem Abgasrückführsystem (7) zur Rückführung von Abgas aus dem Auslasssystem (5) in das Einlasssystem (3), wobei zumindest ein mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbarer Strömungsweg (8) über eine Einmündung (18) in zumindest eine Einlassleitung (4) des Einlasssystems (3) —- insbesondere in eine Ansaugstrecke (44) stromaufwärts eines Verdichters (11) - einmündet, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Leitungsteil (23) der Einlassleitung (4) im Bereich oder stromabwärts der Einmündung (18) des mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweges (8) doppelwandig ausgeführt ist und der Leitungsteil (23) eine Innenwand (24) und eine Außenwand (25) aufweist, wobei zwischen der Innenwand (24) und der Außenwand (25) ein Mantelraum (26) aufgespannt wird, welcher zumindest einen Mediumeintritt (27) und zumindest einen Mediumaustritt (28) für ein HeiRmedium aufweist.
2. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg (8) durch eine Abgasrückführleitung (9) gebildet ist oder mit einer Abgasrückführleitung (9) verbunden oder verbindbar ist, wobei in der Abgasrückführleitung (9) zumindest ein Abgasrückführventil (17) und vorzugsweise zumindest ein Abgasrückführkühler (16) angeordnet ist.
3. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Heißmedium durch das Abgas der Brennkraftmaschine gebildet ist.
4. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Heißmedium durch ein Kühl- oder Schmiermittel der Brennkraftmaschine (1) gebildet ist, wobei der Mediumeintritt (27) mit einer Zuführleitung (39) für das Kühl- oder Schmiermittel und der Mediumaustritt (28) mit einer Abführleitung (40) für das Kühl- oder Schmiermittel verbunden ist.
5. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumeintritt (27) mit zumindest einem ersten Auslassleitungsteil (42) der Auslassleitung (6) des Auslasssystems (5) - vorzugsweise stromaufwärts einer im Auslasssystem (5) angeordneten Abgasturbine (15), insbesondere eines Abgasturboladers (12), - verbunden ist.
6. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumaustritt (28) mit einem zweiten Auslassleitungsteil (43) der Auslassleitung (6) des Auslasssystems (5) - vorzugsweise stromabwärts einer im Auslasssystem (5) angeordneten Abgasturbine (15), insbesondere eines Abgasturboladers (12) verbunden ist.
7. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumeintritt (27) mit zumindest einer Abgasrückführleitung (9) des Abgasrückführsystems (7) verbunden oder verbindbar ist.
8. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelraum (26) hydraulisch seriell zur Abgasrückführleitung (9) angeordnet ist und von einem Hauptstrom des rückgeführten Abgases durchströmbar ist, wobei vorzugsweise der Mantelraum (26) stromabwärts eines Abgasrückführkühlers (16) und/oder eines Abgasrückführventiles (17) angeordnet ist.
9. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelraum (26) hydraulisch parallel zumindest zu einem definieren Abschnitt der Abgasrückführleitung (9) angeordnet ist und von einem Nebenstrom des rückgeführten Abgases durchströmbar ist.
10. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Nebenstrom stromaufwärts des Abgasrückführventiles (17) von dem definierten Abschnittes der Abgasrückführleitung (9) abzweigt und/oder dass der Nebenstrom stromaufwärts eines Abgasrück-
führkühlers (16) von dem definierten Abschnittes der Abgasrückführleitung (9) abzweigt.
11. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Nebenstrom stromabwärts eines Abgasrückführkühlers (16) von dem definierten Abschnittes der Abgasrückführleitung (9) abzweigt.
12. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumaustritt (28) des Mantelraumes (26) stromabwärts des definierten Abschnittes mit der Abgasrückführleitung (9) — vorzugsweise stromabwärts des Abgasrückführventils (17) - verbunden oder verbindbar ist.
13. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg (8) mit dem Mediumaustritt (18) des Mantelraumes (26) strömungsverbunden ist.
14. Brennkraftmaschine (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mit rückgeführtem Abgas beaufschlabare Strömungsweg (8) durch zumindest einen Strömungsübertritt (38) in der Innenwand (24) des doppelwandigen Leitungsteils (23) gebildet ist.
15. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelraum (26) zumindest einen Kondensataustritt (33) aufweist.
16. Brennkraftmaschine (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in dem mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweg (8) ein Kondensatabscheider (30) angeordnet ist, wobei vorzugsweise der Kondensatabscheider (30) stromabwärts eines Abgasrückführkühlers (16) angeordnet ist.
17. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensatabscheider (30) in dem mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweg (8) zwischen dem Mediumaustritt (28) des Mantelraumes (26) und der Einmündung (18) in die Einlassleitung (4) angeordnet ist.
18. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelwandige Leitungsteil (23) stromaufwärts eines Verdichters (11) — vorzugsweise eines Abgasturboladers (12) —- und/oder stromabwärts einer ersten Drosselvorrichtung (10) angeordnet ist.
19. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine einen in der Abgasrückführleitung (9) angeordneten Abgasrückführkühler (16) umgehende Abgasrückführkühlerbypassleitung (49) vorgesehen ist, die vorzugsweise mit einem Bypassventil (50) steuerbar ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (18)
1. Brennkraftmaschine (1), insbesondere Wasserstoffbrennkraftmaschine, mit einem Einlasssystem (3) und einem Auslasssystem (5) und einem Abgasrückführsystem (7) zur Rückführung von Abgas aus dem Auslasssystem (5) in das Einlasssystem (3), wobei zumindest ein mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbarer Strömungsweg (8) über eine Einmündung (18) in zumindest eine Einlassleitung (4) des Einlasssystems (3) —- insbesondere in eine Ansaugstrecke (44) stromaufwärts eines Verdichters (11) — einmündet, wobei zumindest ein Leitungsteil (23) der Einlassleitung (4) im Bereich oder stromabwärts der Einmündung (18) des mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweges (8) doppelwandig ausgeführt ist und der Leitungsteil (23) eine Innenwand (24) und eine Außenwand (25) aufweist, wobei zwischen der Innenwand (24) und der Außenwand (25) ein Mantelraum (26) aufgespannt wird, welcher zumindest einen Mediumeintritt (27) und zumindest einen Mediumaustritt (28) für ein HeiRmedium aufweist und wobei der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg (8) durch eine Abgasrückführleitung (9) gebildet ist oder mit einer Abgasrückführleitung (9) verbunden oder verbindbar ist, wobei in der Abgasrückführleitung (9) zumindest ein Abgasrückführventil (17) und zumindest ein Abgasrückführkühler (16) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Abgasrückführleitung (9) angeordnete Abgasrückführkühler (16) durch eine Abgasrückführkühlerbypassleitung (49) umgehbar ist, wobei die Abgasrückführkühlerbypassleitung über ein Bypassventil (50) steuerbar ist.
2. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das HeiRmedium durch das Abgas der Brennkraftmaschine gebildet ist.
3. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Heißmedium durch ein Kühl- oder Schmiermittel der Brennkraftmaschine (1) gebildet ist, wobei der Mediumeintritt (27) mit einer Zuführleitung (39) für das Kühl- oder Schmiermittel und der Mediumaustritt (28) mit einer Abführleitung (40) für das Kühl- oder Schmiermittel verbunden ist.
4. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumeintritt (27) mit zumindest einem ersten Auslassleitungsteil (42) der Auslassleitung (6) des Auslasssystems (5) - vorzugsweise stromaufwärts einer im Auslasssystem (5) angeordneten Abgasturbine (15), insbesondere eines Abgasturboladers (12), - verbunden ist.
5. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumaustritt (28) mit einem zweiten Auslassleitungsteil (43) der Auslassleitung (6) des Auslasssystems (5) - vorzugsweise stromabwärts einer im Auslasssystem (5) angeordneten Abgasturbine (15), insbesondere eines Abgasturboladers (12) - verbunden ist.
6. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumeintritt (27) mit zumindest einer Abgasrückführleitung (9) des Abgasrückführsystems (7) verbunden oder verbindbar ist.
7. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelraum (26) hydraulisch seriell zur Abgasrückführleitung (9) angeordnet ist und von einem Hauptstrom des rückgeführten Abgases durchströmbar ist, wobei vorzugsweise der Mantelraum (26) stromabwärts eines Abgasrückführkühlers (16) und/oder eines Abgasrückführventiles (17) angeordnet ist.
8. Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelraum (26) hydraulisch parallel zumindest zu einem definieren Abschnitt der Abgasrückführleitung (9) angeordnet ist und von einem Nebenstrom des rückgeführten Abgases durchströmbar ist.
9. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Nebenstrom stromaufwärts des Abgasrückführventiles (17) von dem definierten Abschnitt der Abgasrückführleitung (9) abzweigt und/oder dass der Nebenstrom stromaufwärts eines Abgasrückführkühlers (16) von dem definierten Abschnitt der Abgasrückführleitung (9) abzweigt.
10. Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Nebenstrom
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stromabwärts eines Abgasrückführkühlers (16) von dem definierten Abschnitt der Abgasrückführleitung (9) abzweigt.
Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Mediumaustritt (28) des Mantelraumes (26) stromabwärts des definierten Abschnittes mit der Abgasrückführleitung (9) — vorzugsweise stromabwärts des Abgasrückführventils (17) - verbunden oder verbindbar ist.
Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg (8) mit dem Mediumaustritt (18) des Mantelraumes (26) strömungsverbunden ist.
Brennkraftmaschine (11) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbare Strömungsweg (8) durch zumindest einen Strömungsüberrtritt (38) in der Innenwand (24) des doppelwandigen Leitungsteils (23) gebildet ist.
Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelraum (26) zumindest einen Kondensataustritt (33) aufweist.
Brennkraftmaschine (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in dem mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweg (8) ein Kondensatabscheider (30) angeordnet ist, wobei vorzugsweise der Kondensatabscheider (30) stromabwärts eines Abgasrückführkühlers (16) angeordnet ist.
Brennkraftmaschine (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensatabscheider (30) in dem mit rückgeführtem Abgas beaufschlagbaren Strömungsweg (8) zwischen dem Mediumaustritt (28) des Mantelraumes (26) und der Einmündung (18) in die Einlassleitung (4) angeordnet ist.
Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelwandige Leitungsteil (23) stromaufwärts eines Verdichters (11) — vorzugsweise eines Abgasturboladers (12) —- und/oder stromabwärts einer ersten Drosselvorrichtung (10) angeordnet ist.
Brennkraftmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine einen in der Abgasrückführleitung (9) angeordneten Abgasrückführkühler (16) umgehende Abgasrückführkühlerbypassleitung (49) vorgesehen ist, die vorzugsweise mit einem Bypassventil (50) steuerbar ist.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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| ATA50473/2024A AT528374B1 (de) | 2024-06-11 | 2024-06-11 | Brennkraftmaschine |
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| ATA50473/2024A AT528374B1 (de) | 2024-06-11 | 2024-06-11 | Brennkraftmaschine |
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