AT528370A1 - Modulbauhausabschnitt mit zumindest zwei Modulbauteilen - Google Patents
Modulbauhausabschnitt mit zumindest zwei ModulbauteilenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Modulbauhausabschnitt (1) für ein Modulbauhaus (5), wobei der Modulbauhausabschnitt (1) zumindest ein erstes Modulbauteil (2) und ein zweites Modulbauteil (3) umfasst und zumindest eine Stirnseite (S) des Modulbauhausabschnitts (1) zur Verbindung mit einem weiteren Modulbauhausabschnitt (1) offen ausgeführt ist, wobei das erste Modulbauteil (2) einen Bodenabschnitt (7) und zwei erste Wandabschnitte (8) aufweist, und wobei das zweite Modulbauteil (2) auf die zwei ersten Wandabschnitte (8) aufsetzbar ist, wobei der Bodenabschnitt (7) und die zwei ersten Wandabschnitte (8) unlösbar ausgeführt sind.
Description
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MODULBAUHAUSABSCHNITT MIT ZUMINDEST ZWEI MODULBAUTEILEN
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet der Modulbauhäuser, und insbesondere auf Techniken zur Verbindung und Anordnung von zumindest zwei Modulbauteilen zur Errichtung von Modulbauhausabschnitten für Modulbauhäuser.
[0002] Modulhäuser, auch als Modulbauhäuser bekannt, sind eine innovative und flexible Bauweise, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat. Diese Bauweise basiert auf der Verwendung von vorgefertigten Modulen, die in einer Fabrikumgebung hergestellt und anschlieBend an den endgültigen Standort transportiert werden. Modulhäuser bestehen typischerweise aus mehreren Modulen, die jeweils verschiedene Teile des Gebäudes bilden können, wie z.B. Bodenplatten, Wände, Decken und Dächer. Diese Module werden dann vor Ort miteinander verbunden, um das fertige Gebäude zu erstellen.
[0003] Die Module selbst bestehen häufig aus einem stabilen Stahlskelett, das mit verschiedenen Materialien wie Beton, Holz oder Verbundwerkstoffen verkleidet wird. Die Verbindungen zwischen den Modulen können je nach Konstruktionsanforderungen unterschiedlich gestaltet sein, wobei Schraubverbindungen, Schweißnähte und spezielle Verbindungselemente zum Einsatz kommen können. Durch diese modulare Bauweise wird eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erreicht, was sie besonders attraktiv für verschiedene Anwendungsbereiche macht, von Wohnhäusern über Bürogebäude bis hin zu temporären Unterkünften und Notfallunterkünften.
[0004] Aus der CN 108824648 A ist ein Modulbauhaus bekannt, das aus zwei Modulbauteilen besteht. Bei diesem bekannten Modulbauhaus bildet eines der Modulbauteile den Boden und zwei Wände, während das andere Modulbauteil das Dach bildet. Die Konstruktion ermöglicht es, mehrere dieser Modulbauhäuser nebeneinander zu stellen, um ein beliebig langes Modulbauhaus zu schaffen. Beide Modulbauteile sind durch ein Stahlskelett und eine Betonschalung gekennzeichnet. Um das Dach auf den Wänden zu fixieren, wird eine Schraubverbindung verwendet.
[0005] Dieses bekannte System hat jedoch mehrere Nachteile. Ein bedeutender Nachteil besteht darin, dass die Wände und der Boden des Modulbauteils lösbar miteinander verbunden sind. Dies bedeutet, dass das Modulbauteil erst am Einsatzort zusammengebaut werden muss. Diese Notwendigkeit des Vor-Ort-Zusammenbaus bringt erhebliche Probleme mit sich, insbesondere da bei lösbaren Verbindungen oft Schraubverbindungen zum Einsatz kommen, und es zu punktuellen Kraftübertragungen kommt, wenn die Schraubverbindungen mit unterschiedlichen Drehmomenten angezogen werden. Unabhängig von der konkreten Wahl der lösbaren Verbindung ist es aufgrund der Größe und des Gewichts in der Praxis immer zu dem Problem, dass es über die Breite der Modulbauteile zu unterschiedlich wirkenden Verbindungen und damit zu asymmetrischen Krafteinleitungen von den Wänden in den Boden kommt.
[0006] Ein weiterer Nachteil der CN 108824648 A besteht in der Verwendung einer Schraubverbindung zur Befestigung des Daches auf den Wänden. Konkret sieht diese Schrift vor, ein Stahlskelett der Wände mit einem Stahlskelett des Daches punktuell durch Schraubverbindungen zu verbinden. Diese Art der Verbindung ist besonders fehleranfällig und es kommt auch hier zu einer ungleichmäßigen Verbindung und in der Folge zu einer asymmetrischen Krafteinleitung des Daches in die Wände.
[0007] Zusammengefasst führen beide genannten Nachteile zu einer ungleichmäßigen Lastverteilung und erhöhen das Risiko von strukturellen Schwächen und möglichen Schäden.
[0008] Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Modulbauhaus bzw. Abschnitte hierfür bereitzustellen, das eine verbesserte Statik aufweist, um die oben genannten Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu überwinden.
[0009] In einem ersten Aspekt der Erfindung wird dieses Ziel durch einen Modulbauhausabschnitt für ein Modulbauhaus erreicht, wobei der Modulbauhausabschnitt zumindest ein erstes Modulbauteil und ein zweites Modulbauteil umfasst und zumindest eine Stirnseite des Modulbauhaus-
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abschnitts zur Verbindung mit einem weiteren Modulbauhausabschnitt offen ausgeführt ist, wobei das erste Modulbauteil einen Bodenabschnitt und zwei erste Wandabschnitte aufweist, und wobei das zweite Modulbauteil auf die zwei ersten Wandabschnitte aufsetzbar ist, wobei das erste Modulbauteil zwei erste Anschlagsriegel und das zweite Modulbauteil zwei zweite Anschlagsriegel aufweist, wobei die zweiten Anschlagsriegel (bevorzugt deckungsgleich) über den ersten Anschlagsriegeln liegen, wenn das zweite Modulbauteil auf das erste Modulbauteil aufgesetzt ist.
[0010] In einem zweiten Aspekt der Erfindung wird dieses Ziel durch einen Modulbauhausabschnitt für ein Modulbauhaus erreicht, wobei der Modulbauhausabschnitt zumindest ein erstes Modulbauteil und ein zweites Modulbauteil umfasst und zumindest eine Stirnseite des Modulbauhausabschnitts zur Verbindung mit einem weiteren Modulbauhausabschnitt offen ausgeführt ist, wobei das erste Modulbauteil einen Bodenabschnitt und zwei erste Wandabschnitte aufweist, und wobei das zweite Modulbauteil auf die zwei ersten Wandabschnitte aufsetzbar ist, wobei der Bodenabschnitt und die zwei ersten Wandabschnitte unlösbar ausgeführt sind.
[0011] Beide Aspekte sind durch die allgemeine erfinderische Idee verbunden, dass die Statik des Modulbauhausabschnitts dadurch verbessert wird, dass punktuelle Krafteinleitungen im Modulbauhausabschnitt weitgehend eliminiert werden. Im ersten Aspekt der Erfindung wird dies durch die Bereitstellung der Anschlagsriegel an der Schnittstelle des zweiten Modulbauteils zum ersten Modulbauteil gelöst, um eine im Wesentlichen flächige oder zumindest im Wesentlichen lineare Krafteinleitung zu erzielen. Im zweiten Aspekt wird dies durch die unlösbare Verbindung der Wandabschnitte am Bodenabschnitt gelöst, wodurch bereits bei der Herstellung des ersten Modulbauteils die Gefahr einer punktuellen Krafteinleitung weitgehend vermieden werden kann. Beide genannten Aspekte der Erfindung sind somit durch die Idee verbunden, dass punktuelle Krafteinleitungen eliminiert werden.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitt wird erreicht, dass ein Modulbausystem geschaffen wird, bei dem das Gebäude innerhalb der Räume vertikal und horizontal geschnitten wurde. Dadurch können die Modulbauteile auf ein transportierbares Maß gebracht werden und somit auf der Straße, insbesondere gemäß den in der EU vorherrschenden Transportmaximalmaßen, transportierbar zu machen.
[0013] Wie bereits erwähnt erzielt die Lösung des ersten Aspekts der Erfindung, dass die Kräfte des oberen, zweiten Modulbauteils flächig in das untere, erste Modulbauteil eingeleitet werden können. Dadurch wird die strukturelle Integrität des Modulbauhausabschnitts erhöht, denn die Gewichtskräfte des oberen Modulbauteils können vertikal flächig bzw. linear in das untere Modulbauteil eingeleitet werden. Dieser Vorteil wird insbesondere ersichtlich, wenn man die erfindungsgemäße Lösung mit der Lehre der CN 108824648 A vergleicht, in welcher ein Stahlskelett des Daches punktuell über Schrauben mit einem Stahlskelett der Wände verbunden wird.
[0014] Da die zwei Dachflächen des Daches der CN 108824648 A zudem unmittelbar schräg auf den Wänden aufsitzen, wird es hier zu einer Kraftübertragung in der horizontalen Ebene kommen, was zu Biegekräften in Wandabschnitten bzw. in den lösbaren Verbindungen der Wandabschnitte am Bodenabschnitt führt. Erfindungsgemäß treten derartige Horizontalkräfte durch die flächig aneinander liegenden Anschlagsriegel nicht auf, insbesondere wenn die Auflagefläche zwischen den Anschlagsriegeln in einer horizontalen Ebene liegt.
[0015] Die erfindungsgemäße Lösung des zweiten Aspekts, dass der Bodenabschnitt und die zwei ersten Wandabschnitte unlösbar ausgeführt sind und ein selbsttragendes Bauteil bilden, hat insbesondere den Vorteil, dass die strukturelle Integrität erhöht wird, denn es sind keine Schraubverbindungen oder dergleichen notwendig, welche bei Krafteinwirkungen wie im Modulhausbau besondere Schwachstellen bilden. Unlösbar bedeutet hierin, dass sich die Verbindung nicht zerstörungsfrei trennen lässt und/oder dass sich die Verbindung nach dem Trennen nicht mehr in einen Zustand bringen lässt, in welchem sie die gleichen mechanischen Eigenschaften aufweist. In anderen Worten ist eine „unlösbare“ Verbindung hierin als „irreversible“ Verbindung anzusehen. Unlösbare oder irreversible Verbindungen sind dafür ausgelegt, hohe mechanische Belastungen zu tragen und gewährleisten die strukturelle Integrität des Gesamtsystems.
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[0016] Trotz dieser Unlösbarkeit der Wandabschnitte vom Bodenabschnitt bleibt das untere Modulbauteil überraschenderweise transportabel, da die Breite des unteren Modulbauteils begrenzt werden kann und die Höhe der Wandabschnitte durch die vertikale Trennung des Modulbauhausabschnitts in einem akzeptablen Maß gehalten wird, insbesondere bei drei oder mehr vertikal aufeinander aufsetzbaren Modulbauteilen. Insbesondere für den europäischen Straßenverkehr ist bevorzugt, wenn das erste und das zweite Modulbauteil eine Breite von maximal 3,5 m aufweisen, bevorzugt von 2,5 m bis 3,5 m. Es sei angemerkt, dass hierin der Breite des erste Modulbauteils der (größte) Abstand zwischen der offenen Stirnfläche und der gegenüberliegenden Seite (entweder eine weitere offene Stirnfläche oder ein dritter Wandabschnitt) verstanden wird. Unter Länge des ersten Modulbauteils wird der (größte) Abstand des ersten Wandabschnitts zum zweiten Wandabschnitt verstanden. Typische Längen des hierin beschriebenen ersten Modulbauteils sind z.B. 4 m bis 20 m.
[0017] Erfindungsgemäß konnte somit der größtmögliche transportierbare Teil identifiziert werden. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass hierbei bei dem „unteren“ Modulbauteil nicht die Wände vom Boden demontierbar ausgeführt werden müssen, wie dies in der CN 108824648 A vorgeschlagen wurde, sondern die Wandabschnitte können unlösbar am Bodenabschnitt ausgeführt sein. Durch dieses „De-Modularisieren“ des unteren Modulbauteils kann ein selbsttragendes, transportfähiges Modulbauteil geschaffen werden, das in dieser Form bereits an einem Herstellungsort vollständig zusammengebaut, in dieser Weise auf einem Fahrzeug zum Einsatzort transportiert und dort als Gesamtheit platziert werden kann.
[0018] Die zwei Modulbauteile sind in sich transportstabil ausgeführt und hinsichtlich der Transportlasten voneinander unabhängig. Sobald die zwei Modulbauteile zusammengeführt werden, ist der Modulbauhausabschnitt in sich statisch stabil. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Wandabschnitte unlösbar am Bodenabschnitt vorgesehen werden. Auch die Abschnitte des zweiten Modulbauteils sind bevorzugt unlösbar ausgeführt.
[0019] An dieser Stelle sei festgehalten, dass es selbstverständlich möglich ist, den ersten Aspekt der Erfindung mit dem zweiten Aspekt der Erfindung zu kombinieren, d.h. dass sowohl die Lösung der Anschlagsriegel als auch die Lösung der unlösbaren Wandabschnitte am Bodenabschnitt im selben Modulbauhausabschnitt verwirklicht werden können.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform verlaufen die ersten Anschlagsriegel über die gesamte Breite des ersten Modulbauteils (d.h. über die gesamte Länge der ersten Wandabschnitte) und die zweiten Anschlagsriegel über die gesamte Breite des zweiten Modulbauteils. Dadurch wird eine bestmögliche Krafteinleitung über die gesamte Breite des Modulbauhausabschnitts erzielt.
[0021] Weiters bevorzugt umfassen die ersten Wandabschnitte jeweils zumindest einen, zumindest zwei, zumindest drei oder zumindest fünf Stützriegel, die parallel zueinander angeordnet sind und vom Bodenabschnitt bis zu einem bzw. einem der ersten Anschlagsriegel verlaufen. Hierdurch kann das untere Modulbauteil einen strukturellen Kern umfassen, der ohne Stahl und/oder Beton verwirklicht ist. Hierdurch kann jeweils ein Anschlagsriegel normal zu den Stützriegeln angeordnet sein, wodurch die Gewichtskraft des zweiten Modulbauteils unmittelbar in die Stützriegel eingeleitet werden kann. Bevorzugt werden zumindest zwei Stützriegel eingesetzt, wobei zwei der Stützriegel an gegenüberliegenden Enden der Anschlagsriegel vorliegen.
[0022] Besonders bevorzugt weist auch das zweite Modulbauteil zumindest einen oder zumindest zwei Stützriegel auf, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln wie die Anzahl der Stützriegel der ersten Wandabschnitte, wobei die Stützriegel des zweiten Modulbauteils jeweils bis zu einem bzw. einem der zweiten Anschlagsriegel verlaufen. Die oben für das erste Modulbauteil beschriebenen Vorteile können somit auch für das zweite Modulbauteil eingesetzt werden. Wenn die gleiche Anzahl von Stützriegeln im ersten Modulbauteil und im zweiten Modulbauteil vorliegen, können diese jeweils gegenüberliegend angeordnet werden, wodurch es zu einer besonders günstigen Krafteinleitung kommt und insbesondere in den Anschlagsriegeln keine Schwachpunkte auftreten können.
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[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Bodenabschnitt zumindest einen oder zumindest zwei Stützriegel auf, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln wie die Anzahl der Stützriegel der ersten Wandabschnitte aufweist, wobei die Stützriegel des Bodenabschnitts jeweils von einem Stützriegel eines der ersten Wandabschnitte zu einem Stützriegel des anderen ersten Wandabschnitts verlaufen. Somit kann der gesamte untere Modulbauteil bzw. der gesamte Modulbauhausabschnitt in einer Stützriegelkonstruktion gefertigt werden.
[0024] Wie bereits eingangs erläutert ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Bodenabschnitt und die zwei ersten Wandabschnitte unlösbar ausgeführt sind. Hierfür kann vorgesehen sein, dass das erste Modulbauteil zumindest ein, bevorzugt zwei oder vier, L-förmige Versteifungselemente umfasst, wobei jeweils ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements mit dem Bodenabschnitt und ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements mit einem der ersten Wandabschnitte verbunden ist. Es versteht sich, dass derartige L-förmige Versteifungselemente nur dann Sinn ergeben, wenn der Bodenabschnitt und die Wandabschnitte unlösbar ausgeführt sind. Die Versteifungselemente bewirken eine erhebliche Verbesserung der strukturellen Integrität.
[0025] In Kombination der beiden vorherstehenden Ausführungsformen kann vorgesehen werden, dass die L-förmigen Versteifungselemente jeweils einen Stützriegel des Bodenabschnitts mit einem Stützriegel eines der ersten Wandabschnitte verbinden. Dies ermöglicht eine besonders effektive strukturelle Verbindung, insbesondere da die Versteifungselemente die lasttragenden Elemente des ersten Modulbauteils verbinden können.
[0026] Es ist bevorzugt, wenn die genannten wobei die Anschlagsriegel und optional auch die Stützriegel aus Holz bestehen und/oder wobei die Anschlagsriegel eine Breite aufweisen, die zumindest 50%, bevorzugt zumindest 70%, zumindest 80% oder zumindest 90%, der Dicke der ersten Wandabschnitte entspricht. Die Anschlagsriegel und/oder die Stützriegel können z.B. eine Breite von 40 mm bis 300 mm und/oder eine Dicke von 40 mm bis 300 mm aufweisen.
[0027] In allen obenstehenden Ausführungsformen ist bevorzugt, wenn das zweite Modulbauteil zwei zweite Wandabschnitte umfasst, und wobei die zweiten Wandabschnitte auf den ersten Wandabschnitten aufsitzen, wenn das zweite Modulbauteil auf das erste Modulbauteil aufgesetzt ist. Diese zweiten Wandabschnitte stellen somit eine obere Verlängerung der unteren Wandabschnitte dar. Dies hat einige Vorteile, z.B. dass gewährleistet wird, dass das obere Modulbauteil mit im Wesentlichen vertikalen Elementen auf dem unteren Modulbauteil aufsitzt, wodurch es zu einer vertikalen Krafteinleitung kommt. Weiters kann durch die zweiten Wandabschnitte eine Erhöhung der Raumhöhe erzielt werden. Es ist insbesondere zu beachten, dass die ersten Wandabschnitte eine gewisse Höhe nicht überschreiten sollen, um den Transport nicht zu erschweren (da die erfindungsgemäßen Wandabschnitte im Gegensatz zur Lösung der CN 108824648 A nicht für den Transport demontiert werden). Daher kann die Höhe der ersten Wandabschnitte zur Vereinfachung des Transports begrenzt werden, aber eine gewünschte Raumhöhe durch die zweiten Wandabschnitte erreicht werden.
[0028] Besonders bevorzugt ist daher, dass die zweiten Wandabschnitte im Wesentlichen vertikal sind, wenn das zweite Modulbauteil auf das erste Modulbauteil aufgesetzt ist, und wobei bevorzugt auch die ersten Wandabschnitte im Wesentlichen vertikal sind, wenn das zweite Modulbauteil auf das erste Modulbauteil aufgesetzt ist, um die Krafteinleitung vom zweiten Modulbauteil in das erste Modulbauteil zu optimieren. Hierfür können weiters die zwei ersten Wandabschnitte und die zwei zweiten Wandabschnitte in einer im Wesentlichen horizontalen Verbindungsebene aneinander ansetzen.
[0029] Die erfindungsgemäßen Varianten ermöglichen weiters, dass die zwei ersten Wandabschnitte eine unterschiedliche Höhe aufweisen können, z.B. um den Transport zu vereinfachen oder um bestimmte Raumprofile zu erzeugen. Wenn die zwei ersten Wandabschnitte unterschiedliche Höhen aufweisen, kann dennoch ein symmetrisches Raumprofil erzeugt werden, z.B. wenn die zwei zweiten Wandabschnitte einen entsprechend gleichen Höhenunterschied aufweisen.
[0030] In einer Variante könnte das genannte zweite Modulbauteil ein Dach bilden. Dies ist je-
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doch nicht zwingend, sodass der Modulbauhausabschnitt auch ein drittes Modulbauteil umfassen könnte, welches auf das zweite Modulbauteil aufsetzbar ist. In diesem Fall kann das zweite Modulbauteil beispielsweise eine Zwischendecke bilden und das dritte Modulbauteil ein Dach. Der Modulbauhausabschnitt kann zudem optional ein viertes Modulbauteil umfassen, welches auf das dritte Modulbauteil aufsetzbar ist. In diesem Fall könnten das zweite und das dritte Modulbauteil eine Zwischendecke bilden und das vierte Modulbauteil ein Dach. In diesen Ausführungsformen können das zweite Modulbauteil und/oder das dritte Modulbauteil wiederum Wandabschnitte aufweisen, die auf die jeweiligen Wandabschnitte des darunterliegenden Modulbauteils aufgesetzt werden können und/oder Wandabschnitte aufweisen, auf welche die jeweiligen Wandabschnitte des darüberliegenden Modulbauteils aufgesetzt werden können. Eine durchgehende Platte ist nicht zwingend erforderlich, aber es sollten zumindest Riegel oder Streben vorgesehen werden, welche die genannten Wandabschnitte verbinden.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform könnte das erste Modulbauteil zumindest zwei Fundamentabschnitte aufweisen, die auf der den Wandabschnitten gegenüberliegenden Seite des Bodenabschnitts vorgesehen sind. Diese Fundamentabschnitte stehen vom Bodenabschnitt somit in Richtung des Untergrundes ab und können so das erste Modulbauteil im Bodem verankern. Die Fundamentabschnitte können plattenförmig, stabförmig oder dergleichen ausgeführt sein.
[0032] Optional können die zwei ersten Wandabschnitte unterschiedliche Längen aufweisen, um einen gewinkelten oder einen gebogenen Modulbauhausabschnitt zu bilden. Dadurch kann dieser Modulbauhausabschnitt einen Winkel oder eine Kurvatur im Modulbauhaus bilden, sodass die resultierende Grundfläche des Modulbauhauses nicht unbedingt rechtwinklig ist. Es versteht sich, dass das Modulbauhaus eine Mischung aus unterschiedlich geformten Modulbauhausabschnitten aufweisen kann, z.B. eine Kombination aus geraden und gewinkelten Modulbauhausabschnitten.
[0033] Weiters bevorzugt kann der Modulbauhausabschnitt, eine Dichtung umfassen, insbesondere eine als Klebeband ausgeführte Dichtung, welche auf eine zwischen dem ersten Modulbauteil und dem zweiten Modulbauteil entstehenden Fuge aufbringbar ist. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Außenflächen des ersten Modulbauteils und des zweiten Modulbauteils bündig ineinander übergehen, sodass um die Fuge herum eine ebene Außenfläche vorliegt, an welcher die Dichtung aufbringbar, bevorzugt aufklebbar ist.
[0034] Mittels der vorstehend erläuterten Modulbauhausabschnitte kann in der Folge ein Modulbauhaus geschaffen werden, welches zumindest zwei erfindungsgemäße Modulbauhausabschnitte umfasst, wobei das erste und das zweite Modulbauhausabschnitt jeweils an ihren offenen Stirnseiten miteinander verbindbar bzw. verbunden sind.
[0035] Um den genannten Modulbauhausabschnitt vor Ort herzustellen, können die folgenden Schritte durchgeführt werden: - Bereitstellen einer Hebeeinrichtung, bevorzugt eines Kranes, - Befestigen von zumindest vier Hebewerkzeugen der Hebeeinrichtung an den Wandabschnitten des ersten Modulbauteils, - Anheben und Positionieren des ersten Modulbauteils an einer gewünschten Stelle, - Befestigen von zumindest vier Hebewerkzeugen der Hebeeinrichtung am zweiten Modulbauteil, - Anheben und Aufsetzen des zweiten Modulbauteils auf dem ersten Modulbauteil.
[0036] Es ist ersichtlich, dass das erste Modulbauteil als Ganzes an den Wandabschnitten angehoben werden kann, da es ein selbsttragendes Bauteil ist. Das erste Modulbauteil kann sich beispielsweise noch auf einem Fahrzeug befinden, auf dem es angeliefert wurde, wenn es von der Hebeeinrichtung angehoben wird. Sobald das erste Modulbauteil positioniert wurde, wird das zweite Modulbauteil auf dieses aufgesetzt, beispielsweise als Dach oder als Zwischengeschoß.
[0037] Nachdem der Modulbauhausabschnitt gemäß den obigen Schritten hergestellt wurde, können noch die folgenden Schritte durchgeführt werden:
- Herstellen eines weiteren Modulbauhausabschnitts unmittelbar neben dem ersten Modulbauhausabschnitt, wobei die beiden Modulbauhausabschnitte jeweils an ihren offenen Stirnseiten miteinander verbunden werden;
- Montieren einer Außenwand an einer offenen Stirnfläche eines der Modulbauhausabschnitte;
- Durchführen von Ausbauarbeiten an einer Innenseite und/oder an einer Außenseite eines der Modulbauhausabschnitte.
[0038] Um die vorliegende Erfindung besser zu verstehen, werden im Folgenden die beigefügten Figuren näher beschrieben. Diese Figuren veranschaulichen beispielhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnittes und zeigen die wesentlichen Merkmale und Komponenten, die zur Erreichung der angestrebten Vorteile beitragen. Die nachfolgenden Figuren sollen die Beschreibung der Erfindung ergänzen und das Verständnis der technischen Details und der Funktionsweise erleichtern.
[0039] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitt mit einem ersten Modulbauteil und einem zweiten Modulbauteil.
[0040] Die Figuren 2 bis 4 zeigen ein Verfahren zur Herstellung eines Modulbauhausabschnitts nach Figur 1.
[0041] Figur 5 zeigt eine erste Variante eines Modulbauhauses mit mehreren erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitten.
[0042] Figur 6 zeigt einen erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitt mit unterschiedlich hohen ersten Wandabschnitten.
[0043] Figur 7a zeigt Anschlagsriegel mit einer im Wesentlichen horizontalen Verbindungsebene.
[0044] Figur 7b zeigt Anschlagsriegel mit einer gegenüber der horizontalen Ebene geneigten Verbindungsebene.
[0045] Figur 8 zeigt einen erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitt mit unterschiedlich langen Wandabschnitten.
[0046] Figur 9 zeigt eine zweite Variante eines Modulbauhauses mit mehreren erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitten.
[0047] Figur 10 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitts.
[0048] Figur 11 zeigt einen erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitt mit drei vertikal stapelbaren Modulbauteilen.
[0049] Figur 12 zeigt einen erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitt mit vier vertikal stapelbaren Modulbauteilen.
[0050] Figur 13 zeigt ein Modulbauhaus mit vier Modulbauhausabschnitten gemäß Figur 12.
[0051] Figur 14 zeigt eine erste Variante zur Anbringung von Versteifungselemen-
ten auf Stützstreben.
[0052] Figur 15 zeigt eine zweite Variante zur Anbringung von Versteifungselementen auf Stützstreben, wobei ein Versteifungselemente in eine Einkerbungen eingelegt ist.
[0053] Figur 16 zeigt eine Möglichkeit zum Vorsehen von Versteifungselementen innerhalb der Stützstreben.
[0054] Figur 17 zeigt eine Verbindungsmöglichkeit von Stützstreben mittels Leimbinders.
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[0055] Figur 1 zeigt einen Modulbauhausabschnitt 1 mit einem ersten Modulbauteil 2 und einem zweiten Modulbauteil 3. Der Modulbauhausabschnitt 1 soll derart ausgeführt sein, dass er an zumindest einer Seite eine offene Stirnfläche S aufweist, an welcher ein weiterer Modulbauhausabschnitt 1 angesetzt werden kann, um ein Modulbauhaus 5 mit zwei oder mehreren Modulbauhausabschnitten 1 umzusetzen. Ein derartiges Modulbauhaus 5 ist in den Figuren 5 und 9 dargestellt.
[0056] Ein mit dem Modulbauhausabschnitt 1 hergestelltes Modulbauhaus 5 soll insbesondere folgende Eigenschaften haben: Es soll entsprechend hochwertig sein, dass es beispielsweise als vermietbare Einheit, z.B. als Ferienunterkunft, eingesetzt werden kann. Es kann jedoch auch andere Einsatzzwecke für das Modulbauhaus 5 geben, wie beispielsweise als Einfamilienhaus mit permanenter Bewohnung. Weiters soll das Modulbauhaus 5 einfach und mit möglichst wenig Komponenten vor Ort aufbaubar sein, insbesondere um Montagekosten zu senken. Bereits bei der Einsparung eines oder zwei Montageschritten können viel Zeit und damit auch Kosten eingespart werden. Weiters soll das Modulbauhaus 5 bevorzugt auch demontierbar sein. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Modulbauhaus 5 zwei bis drei Mal (oder auch öfter) in seiner Lebensdauer demontiert und an einen anderen Ort transportiert wird, um es dort wieder herzustellen. Es handelt sich bei dem Modulbauhaus 5 somit um ein demontierbares Modulbauhaus 5, wobei auch nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Modulbauhaus 5 in einigen Fällen bis zum Ende seiner Lebensdauer an einem einzigen Ort verbleibt.
[0057] Bevor auf die konstruktiven Besonderheiten des Modulbauhausabschnitt 1 und des Modulbauhauses 5 eingegangen wird, wird das Herstellungsverfahren eines Modulbauhausabschnitts 1 anhand der Figuren 1 bis 4 erläutert.
[0058] In einem Vorabschritt werden das erste Modulbauteil 2 und das zweite Modulbauteil 3 an einem Montageort hergestellt und werden dann von einem oder mehreren Transportfahrzeugen an einen Zielort verbracht. Am Zielort wird eine Hebeeinrichtung wie ein Kran bereitgestellt, mit dem das erste Modulbauteil 2 und später das zweite Modulbauteil 3 angehoben werden können. Zur Positionierung des ersten Modulbauteils 2 werden vier Hebewerkzeuge 6 (z.B. an Seilen gelagerte Anker) der Hebeeinrichtung an den Wandabschnitten des ersten Modulbauteils 2 befestigt, wie in Figur 2 dargestellt ist. Es könnten jedoch auch mehr als vier Hebewerkzeuge 6 mit dem ersten Modulbauteil 2 verbunden werden. Das Befestigen der Hebewerkzeuge 6 erfolgt üblicherweise noch dann, wenn sich das erste Modulbauteil 2 auf dem Transportfahrzeug befindet, wobei dies jedoch nicht zwingend ist. Danach kann das erste Modulbauteil 2 mittels der Hebeeinrichtung angehoben werden und an einer gewünschten Stelle am Zielort positioniert werden. Danach können die Hebewerkzeuge 6 vom ersten Modulbauteil 2 gelöst werden.
[0059] Anschließend werden zumindest vier Hebewerkzeuge 6 am zweiten Modulbauteil 3 befestigt, das wie in Figur 3 dargestellt ein Dach sein kann. In anderen Ausführungsformen könnte das zweite Modulbauteil jedoch auch eine Zwischendecke oder ein Zwischengeschoß sein (siehe z.B. Figur 11). Danach wird das zweite Modulbauteil 3 angehoben und über das erste Modulbauteil 2 bewegt (Figur 1) und danach auf dieses abgesenkt (Figur 4), d.h. das zweite Modulbauteil 3 wird auf das erste Modulbauteil 2 aufgesetzt, um wie in Figur 4 gezeigt den Modulbauhausabschnitt 1 zu erhalten.
[0060] Aus Figur 4 ist zudem ersichtlich, dass der derart hergestellte Modulbauhausabschnitt 1 zwei gegenüberliegende Stirnseiten S aufweist, an denen keine Wände vorgesehen sind, d.h. zwei Stirnseiten S des Modulbauhausabschnitts 1 sind zur Verbindung mit einem weiteren Modulbauhausabschnitt 1 offen ausgeführt. Wie in Figur 5 gezeigt ist, können dadurch mehrere Modulbauhausabschnitte 1 an ihren jeweils offenen Seiten zusammengesetzt werden, um das Modulhaus 5 herzustellen. In der Praxis erfolgt dies dadurch, dass nach dem Herstellen des Modulbauhausabschnitts 1 an der gewünschten Stelle am Zielort mit dem genannten Verfahren ein zweiter Modulbauhausabschnitt 1 unmittelbar neben dem ersten Modulbauhausabschnitt 1 errichtet wird, wobei die offenen Stirnseiten S der zwei Modulbauhausabschnitte 1 im Wesentlichen deckungsgleich vorliegen (in Figur 5 sind die Modulbauhausabschnitte 1 zur leichteren Übersichtlichkeit versetzt dargestellt).
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[0061] Es ist jedoch nicht zwingend, dass die Modulbauhausabschnitte 1 zwei offene Stirnseiten S haben, sondern sie könnten auch nur eine offene Stirnfläche haben, wie z.B. in Figur 10 dargestellt ist. Ein Modulbauhausabschnitt 1 mit nur einer offenen Stirnseite S kann somit als Abschlussteil eingesetzt werden. Wenn alle Modulbauhausabschnitte 1 zwei offene Stirnseiten S haben, wird ein Modulhaus 5 mit zwei offenen Stirnseiten S entstehen, wobei jedoch eine gesonderte Außenwand auf die offenen Stirnseiten S montiert werden kann.
[0062] Nachdem das Modulhaus 5 wie beschrieben errichtet wurde, können weitere Arbeiten wie das Durchführen von Ausbauarbeiten an einer Innenseite und/oder an einer Außenseite eines der Modulbauhausabschnitte 1 durchgeführt werden.
[0063] Im Folgenden werden die konstruktiven Besonderheiten des erfindungsgemäßen Modulbauhausabschnitts 1 beschrieben.
[0064] Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, weist das erste Modulbauteil 2 einen Bodenabschnitt 7 und zwei erste Wandabschnitte 8 auf. Die Wandabschnitte 8 liegen sich jeweils im Wesentlichen gegenüber, sodass sich in dieser Variante im Wesentlichen eine U- Form des ersten Modulbauteils 2 ergibt. Wenn das Modulbauhaus 5 errichtet ist, liegen die Wandabschnitte 8 bevorzugt in Wesentlichen vertikal vor und der Bodenabschnitt 7 liegt besonders bevorzugt im Wesentlichen horizontal vor. Weiters bevorzugt werden die Wandabschnitte 8 somit von vertikalen offenen Stirnseiten beabstandet, wobei zwei Wandabschnitte 8 jedoch auch mit einem weiteren Wandabschnitt verbunden sein könnten und nur eine offene Stirnseite vorliegt.
[0065] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, verlaufen die zwei Wandabschnitte 8 über die gesamte Breite B des ersten Modulbauteils 2. Es wäre jedoch auch möglich, dass mehr als zwei Wandabschnitte 8 vorgesehen sind, z.B. wenn zwei Wandabschnitte 8 in derselben vertikalen Ebene unmittelbar nebeneinanderliegen und z.B. mittels eines Dämmelements verbunden sind.
[0066] Bei dem ersten Modulbauteils 2 wird bevorzugt vorgesehen, dass der Bodenabschnitt 7 und die zwei ersten Wandabschnitte 8 unlösbar ausgeführt sind, wodurch das erste Modulbauteil 2 als selbsttragendes Bauteil ausgebildet werden kann. Dies hat einerseits den Grund, dass das oben gezeigte Herstellungsverfahren ermöglicht wird, insbesondere der Schritt des Anhebens des ersten Modulbauteils 1 an den Wandabschnitten 8, d.h. die Hebewerkzeuge können auf jenen Seiten der Wandabschnitte 8 befestigt werden, die dem Bodenabschnitt 7 abgewandt sind, und das erste Modulbauteil 2 kann angehoben werden, ohne dass die Belastungen beim Anheben zu einem Brechen des ersten Modulbauteils 2 an den Verbindungspunkten der Wandabschnitte 8 zum Bodenabschnitt 7 führt.
[0067] Bevorzugt sind die tragenden Elemente des ersten Modulbauteils 2 im Wesentlichen vollständig aus Holz ausgeführt. In anderen Worten sind die tragenden Elemente des ersten Modulbauteils 2 im Wesentlichen betonfrei und/oder metallfrei und/oder stahlfrei ausgeführt, sodass es nachhaltig und umweltverträglich gebaut werden kann. Selbst wenn alle tragenden Elemente des ersten Modulbauteils 2 aus Holz ausgeführt ist, können Metallteile wie Schrauben oder die unten beschriebenen Versteifungselemente verwendet werden, um die tragenden Holzteile zu verbinden. In wieder anderen Ausführungsformen ist das gesamte erste Modulbauteil 2 vollständig aus metallfrei gefertigt.
[0068] Eine mögliche Bauweise zur Umsetzung eines ersten Modulbauteils 2 und/oder zweiten Modulbauteils 3 ist in Figur 6 dargestellt. Hierbei ist insbesondere ersichtlich, dass die Schnittstellen zwischen dem ersten Modulbauteil 2 und den zweiten Modulbauteil 3 durch jeweils zwei aneinander liegende Anschlagsriegel 9, 10 gebildet wird. In anderen Worten umfasst das erste Modulbauteil 2 zwei erste Anschlagsriegel 9 und das zweite Modulbauteil 3 zwei zweite Anschlagsriegel 10. Wenn das zweite Modulbauteil 3 auf das erste Modulbauteil 2 aufgesetzt ist, liegen die zweiten Anschlagsriegel 10 im Wesentlichen deckungsgleich über den ersten Anschlagsriegeln 9.
[0069] Es ist ersichtlich, dass es bei der dargestellten Konstruktion zu einer flächigen Krafteinleitung der Gewichtskraft des zweiten Modulbauteils 3 in das erste Modulbauteil 2 kommt und nicht zu punktuellen Übertragungen, wie dies bei Schraubverbindungen von Stahlskeletten der Fall ist.
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[0070] Wie in Figur 7a gezeigt, werden die Anschlagsriegel 9, 10 üblicherweise derart vorgesehen, dass diese in einer im Wesentlichen horizontalen Verbindungsebene aneinander ansetzen. Im Allgemeinen könnten die Anschlagsriegel jedoch auch in einem Winkel angeordnet sein, wie in Figur 7b durch den Winkel a dargestellt ist.
[0071] Aus den Figuren 7a und 7b ist weiters ersichtlich, dass bevorzugt ist, dass auch das zweite Modulbauteil 3 einen Wandabschnitt 8‘ umfasst, der im Wesentlichen vertikal steht, wenn das zweite Modulbauteil 3 auf das erste Modulbauteil 2 aufgesetzt ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Einleitung der Gewichtskraft des zweiten Modulbauteils 3 in das erste Modulbauteil 2 ausschließlich in vertikaler Richtung erfolgt. Würde das zweite Modulbauteil beispielsweise ein einfaches Satteldach mit zwei schrägen Flächen sein, die ohne weitere Vorkehrungen auf die vertikalen Wandabschnitte 8 des ersten Modulbauteils 2 aufgesetzt werden, würde ein Biegemoment auf die Wandabschnitte 8 übertragen werden. In anderen Varianten kann der Wandabschnitt 8 des ersten Modulbauteils 2 und/oder der Wandabschnitt 8‘ des zweiten Modulbauteils 3 aber auch geneigt ausgeführt sein, beispielsweise wenn die Wandabschnitte ausgelegt sind, um derartige Biegemomente aufzunehmen.
[0072] Hinsichtlich des vertikalen Wandabschnitts 8‘ des zweiten Modulbauteils 3 kann noch erwähnt werden, dass dieser keine besondere Länge aufweisen muss, sondern auch nur durch die Dicke des Anschlagriegels 10 verwirklicht sein kann, wie in Figur 6 dargestellt ist. Die Lösung des vertikalen Wandabschnitts 8‘ des zweiten Modulbauteils 3 kann auch dann eingesetzt werden, wenn das zweite Modulbauteil 2 ohne Riegelbauweise oder ohne Anschlagsriegel 10 ausgeführt ist.
[0073] Auch die weiteren tragenden Elemente des ersten Modulbauteils 2 und des zweiten Modulbauteils 3 können durch eine Riegelbauweise verwirklicht werden. Wie in Figur 6 dargestellt, umfassen die ersten Wandabschnitte 8 jeweils zumindest einen, zumindest zwei, zumindest drei oder zumindest fünf Stützriegel 11, die parallel zueinander angeordnet sind und vom Bodenabschnitt 7 bis zu einem der ersten Anschlagsriegel 9 verlaufen. Weiters kann der Bodenabschnitt 7 zumindest einen oder zumindest zwei Stützriegel 12 aufweisen, wobei die Stützriegel 12 des Bodenabschnitts 7 jeweils von einem Stützriegel 11 eines der ersten Wandabschnitte 8 zu einem Stützriegel 11 des anderen ersten Wandabschnitts 8 verlaufen. Wie in Figur 6 gezeigt ergeben sich dadurch mehrere U-förmige Riegelanordnungen, die in einer Breitseite des ersten Modulbauteils 2 beabstandet sind. Die Beabstandung kann vorrangig durch die Position der ersten Stützriegel 11 am Anschlagsriegel vorgegeben sein. Weiters können jedoch auch flächige Platten wie Verschalungen auf den Stützriegeln 11, 12 befestigt werden, um die Beabstandung in Richtung der Breitseite zu fixieren. Es könnte auch vorgesehen werden, dass nur der Bodenabschnitt 7 oder nur die Wandabschnitte 8 Stützriegel 11, 12 umfassen und der jeweils andere Abschnitt z.B. mit einer tragenden Plattenkonstruktion gefertigt wird. Bevorzugt weisen alle parallelen Stützriegel 11 der Wandabschnitte 8 und/oder alle parallelen Stützriegel 12 des Bodenabschnitts 7 denselben Querschnitt auf. Es können aber auch in den Wandabschnitten 8 und/oder im Bodenabschnitt 7 zusätzlich Verstrebungen mit einem dünneren Querschnitt als die Stützriegel 11 vorgesehen sein, wie in den Figuren 11 — 13 für das dritte Modulbauteil 18 bzw. vierte Modulbauteil 21 dargestellt ist. Die Verstrebungen können parallel zu den Stützriegeln 11, 12 oder in einem Winkel zu diesen angeordnet sein. Weiters können die Verstrebungen aus Holz gefertigt sein.
[0074] Wie zuvor erwähnt sollen der Bodenabschnitt 7 und die zwei ersten Wandabschnitte 8 bevorzugt unlösbar ausgeführt sein. Daher werden in der Ausführungsform von Figur 6 auch die ersten Stützriegel 11 unlösbar an den zweiten Stützriegeln 12 unlösbar montiert. Gleichfalls sind beim Modulbauhausabschnitt 1 in jenem Zustand, in dem es an den Zielort verbracht wird, üblicherweise bereits Schalungselemente 30, üblicherweise aus Holz, auf den Stützriegeln 11, 12, 14 unlösbar befestigt, z.B. vernagelt, verklebt oder ähnliches, sodass auch hierdurch der Bodenabschnitt 7 und die zwei ersten Wandabschnitte 8 unlösbar ausgeführt sind.
[0075] Um eine konstruktiv besonders stabile Variante zu schaffen, können L-förmige Versteifungselemente 13 eingesetzt werden. Hierbei ist jeweils ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements 13 mit dem Bodenabschnitt 7 und ein Schenkel des L-förmigen Versteifungsele-
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ments 13 mit einem der ersten Wandabschnitte 8 verbunden. Das Verbinden des Schenkels mit dem jeweiligen Stützriegel 12 kann beispielsweise durch Verschrauben erfolgen. Alternativ oder zusätzlich können die Stützriegel 11, 12 auch jeweils eine Ausnehmung für den Schenkel aufwiesen, wobei die Ausnehmung beispielsweise eine Tiefe aufweist, die der Dicke des L-förmigen Versteifungselements 13 entspricht. Dadurch kann das L-förmige Versteifungselement 13 auch in diese Ausnehmungen eingesetzt werden und z.B. in diesen verleimt sein, ohne dass Schraubverbindungen notwendig sind.
[0076] Die L-förmigen Versteifungselemente 13 können beispielsweise aus Metall oder auch aus Holz oder Kunststoff gefertigt sein. Es ist bevorzugt, wenn jeweils ein L-förmiges Versteifungselement 13 an jedem Verbindungspunkt eines ersten Stützriegels 11 eines Wandabschnitts 8 mit einem zweiten Stützriegel 12 eines Bodenabschnitts 8 vorgesehen wird. Im Beispiel der Figur 6 würde das erste Modulbauteil daher bevorzugt zwölf L- förmige Versteifungselemente 13 umfassen. Es könnte aber auch pro genanntem Verbindungspunkt zwei L-förmige Versteifungselemente 13 eingesetzt werden, jeweils eines links und eines rechts der Stützriegel 11, 12. An dieser Stelle sei jedoch festgehalten, dass die L-förmigen Versteifungselemente 13 auch dann eingesetzt werden könnten, wenn der Bodenabschnitt 7 und/oder die Wandabschnitte 8 keine Stützriegel 11, 12 umfassen.
[0077] Dieselben oder ähnliche konstruktive Maßnahmen, wie sie oben für das erste Modulbauteil 2 beschrieben wurden, können auch für das zweite Modulbauteil 3 eingesetzt werden. Insbesondere kann das zweite Modulbauteil 3 zumindest einen oder zumindest zwei Stützriegel 14 aufweisen, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln 14 wie die Anzahl der Stützriegel 11 der ersten Wandabschnitte 7. Auch die Stützriegel 14 des zweiten Modulbauteils 3 verlaufen jeweils bis zu einem der zweiten Anschlagsriegel 10. Es können im zweiten Modulbauteil 2 zusätzlich Verstrebungen mit einem dünneren Querschnitt als die Stützriegel 11 vorgesehen sein, wie in den Figuren 11 — 13 für das dritte Modulbauteil 18 18 bzw. vierte Modulbauteil 21 dargestellt ist. Die Verstrebungen können parallel zu den Stützriegeln 11, 12 oder in einem Winkel zu diesen angeordnet sein. Weiters können die Verstrebungen aus Holz gefertigt sein.
[0078] Wenn das zweite Modulbauteil 3 wie in Figur 6 dargestellt ein Satteldach sein soll, können die Stützriegel 14 in einer umgekehrten V-Form angeordnet sein, d.h. die Stützriegel 14 des zweiten Modulbauteils 3 können von einem der Anschlagsriegel 10 zu einem anderen Stützriegel 14 verlaufen. Es sind jedoch auch andere Varianten denkbar. Wenn das zweite Modulbauteil beispielsweise ein Zwischenbauteil sein soll (z.B. Figur 11), können die Stützriegel 14 insbesondere von einem unteren Anschlagsriegel 10 zu einem oberen Anschlagsriegel verlaufen. Bei einem Flachdach könnten die Stützriegel 14 auch von einem unteren Anschlagsriegel 10 zu einer oberen Platte verlaufen, die das Flachdach darstellt.
[0079] Beim zweiten Modulbauteil 3 liegt in Breitseite des zweiten Modulbauteil 3 bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln 14 wie die Anzahl der Stützriegel 11 der ersten Wandabschnitte 8 vor, d.h. über einem Stützriegel des ersten Modulbauelements liegt ein Stützriegel des zweiten Modulbauelements, und die jeweils gegenüberliegenden Stützriegel 11, 14 sind nur durch die Anschlagsriegel 9, 10 beabstandet.
[0080] Figur 8 zeigt, dass mit einer Riegelkonstruktion auch gewinkelte oder gebogene Modulbauhausabschnitte 1 hergestellt werden können. Hierfür wird ein Anschlagsriegel 9 des ersten Modulbauteils 2 kürzer ausgeführt als der andere Anschlagsriegel 9 des ersten Modulbauelements 2. Gleichfalls kann ein Anschlagsriegel 10 des zweiten Modulbauteils 3 kürzer ausgeführt als der andere Anschlagsriegel 10 des zweiten Modulbauelements 2. Entsprechend werden die Stützriegel 12 des Bodenelements 7 nicht parallel zueinander verlaufen.
[0081] Figur 9 zeigt, dass mit derartigen gewinkelten oder einen gebogenen Modulbauhausabschnitten 1 besondere Formen des Modulbauhauses 5 erzielt werden können.
[0082] Mit der genannten Riegelbauweise kann auch eine Außenwand des ersten und/oder zweiten Modulbauteils 2, 3 verwirklicht werden, wie in Figur 10 gezeigt ist. Hier verlaufen beim ersten Modulbauteil 2 vertikale Stützriegel 15 an einer Stirnwand zwischen den Wandabschnitten 7 vom
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Bodenabschnitt 7 bis zu einem Quer-Anschlagsriegel 16, der zwischen den Anschlagsriegeln 9 des ersten Modulbauteils 2 verläuft. Gleichfalls verlaufen im zweiten Modulbauteil 3 vertikale Stützriegel 15 an einer Stirmwand von einem Quer-Anschlagsriegel 17, der zwischen den Anschlagsriegeln 10 des zweiten Modulbauteils 2 verläuft, zu den Stützriegeln 14. Die vertikalen Stützriegel 15 der Außenwand können wieder derart vorgesehen sein, dass diese gegenüberliegend auf den Anschlagsriegeln 9, 10 zu liegen kommen.
[0083] Wie bereits zuvor erwähnt muss das zweite Modulbauteil 3 nicht zwingend ein Dach sein. Wie in Figur 11 dargestellt kann das zweite Modulbauteil 3 auch ein Zwischenbauteil wie eine Zwischendecke, ein ZwischengeschoßR oder eine vertikale Verlängerung der Wandabschnitte sein. Es ist nicht notwendig, dass das zweite Modulbauteil 3 eine ebene Fläche umfasst, die z.B. ein GeschoRß ausbildet, sondern das zweite Modulbauteil 3 könnte einfach einen Rahmen ausbilden, wie in Figur 11 gezeigt ist. In beiden Fällen umfasst der Modulbauhausabschnitt 1 jeweils ein drittes Modulbauteil 18, welches auf das zweite Modulbauteil 3 aufsetzbar ist. In Figur 11 bildet der dritte Modulbauteil 18 das abschließende Dach.
[0084] In Figur 12 ist weiters dargestellt, dass der Modulbauhausabschnitt 1 auch ein viertes Modulbauteil 21 umfassen könnte, welches auf das dritte Modulbauteil 18 aufsetzbar ist. In diesem Fall ist das vierte Modulbauteil 21 das Dach oder es könnte ein weiteres Modulbauteil auf dieses aufgesetzt werden. Figur 13 zeigt den Zusammenbau eines Modulbauhauses 5 mit mehreren Modulbauhausabschnitten 1 nach Figur 12.
[0085] Abschließend wird noch auf einige konstruktive Modifikationen verwiesen, die bei dem genannten Modulbauhausabschnitt 1 vorgenommen werden können. Beispielsweise kann das erste Modulbauteil 2 zumindest zwei Fundamentabschnitte aufweist, die auf der den Wandabschnitten gegenüberliegenden Seite des Bodenabschnitts vorgesehen sind. Diese Fundamentabschnitte stehen vom Bodenabschnitt 7 somit in Richtung des Untergrundes ab und können so das erste Modulbauteil 2 im Bodem verankern. Die Fundamentabschnitte können z.B. als Plattenfundament, Streifenfundament oder Punktfundament ausgeführt sein.
[0086] Weiters können das erste Modulbauteil 2 und/oder das zweite Modulbauteil 3 wie in Figur 6 gezeigt als reine Riegelkonstruktion vorgesehen werden, und in diesem Zustand an der gewünschten Stelle am Zielort zum Modulbauhausabschnitt 1 hergestellt werden. Danach können Dämmungen, Böden etc. verlegt werden. In dieser Variante wird die Dicke der Wandabschnitte 8 üblicherweise der Dicke des Anschlagsriegels 9 entsprechen. Alternativ können Dämmungen, Böden, Wandverkleidungen etc. bereits vorab am erste Modulbauteil 2 und/oder das zweite Modulbauteil 3 vorgesehen werden und in diesem Zustand zum Zielort transportiert und an der gewünschten Stelle zum Modulbauhausabschnitt 1 hergestellt werden. In dieser Variante werden die Anschlagsriegel 9 eine Breite (gemessen entlang der Länge des Modulbauhauses 1) aufweisen, die z.B. zumindest 70%, bevorzugt zumindest 80% oder zumindest 90%, der Dicke der ersten Wandabschnitte 8 entspricht.
[0087] Ein weiterer Aspekt, der durch die erfindungsgemäße Lösung implementiert werden kann, ist die asymmetrische Bauweise, die auch aus Figur 1 ersichtlich ist. Es ist ersichtlich, dass einer der Wandabschnitte 8 des ersten Modulbauteils 2 kürzer ausgeführt ist als der andere. Dies wird insbesondere durch die Anschlagsriegel 9 ermöglicht und/oder durch Lösung, dass die zwei ersten Wandabschnitte 8 und die zwei zweiten Wandabschnitte 8‘ in einer im Wesentlichen horizontalen Verbindungsebene aneinander ansetzen.
[0088] Weiters wurde zuvor erläutert, dass L-förmige Versteifungselemente 13 zwischen dem Bodenabschnitt 7 und den Wandabschnitten 8 vorgesehen sein können. Im erfindungsgemäß en Modulbauhausabschnitt 1 könnten aber auch noch an anderen Stellen L- förmige Versteifungselemente eingesetzt werden, z.B. im zweiten Modulbauteil 3, das in Figur 6 dargestellt ist, wobei ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements an einem der Stützriegel 14 ansetzt und der andere Schenkel am anderen Stützriegel 14. Es könnten aber auch T-förmige Versteifungselemente 19 eingesetzt werden, z.B. im zweiten Modulbauteil 3 von Figur 11.
[0089] Zu den Versteifungselementen 13, 19 sei noch gesagt, dass diese entweder nur an einer
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Seite der Stützriegel 11, 12, 14 vorgesehen sein können oder auch an beiden Seiten der Stützstreben, wie in den Figuren 14 und 15 dargestellt ist. In Figur 14 ist gezeigt, dass die Versteifungselemente 13 auf beiden flächig auf die Stützstreben 11, 12 aufgelegt werden können.
[0090] Figur 15 zeigt, dass die Stützstreben 11, 12 auch eine Einkerbung 22 aufweisen können, in welche die Versteifungselemente 13 eingelegt werden können, sodass diese nicht über die Stützstreben 11, 12 herausragen. Die Einkerbung 22 kann wie dargestellt auf einer Seite der Stützstreben 11, 12 vorliegen oder alternativ auch an beiden Seiten. Die Lösung der Figur 15 wird üblicherweise an den äußersten Stützstreben 11, 12 vorgesehen, wobei die Einkerbungen 22 der Innenseite des Modulbauhausabschnitts 1 abgewandt sind, damit die Versteifungselemente 13 den Modulbauhausabschnitt 1 nicht überragen. Die Lösung der Figur 14 wird in der Regel für jene Stützstreben 11, 12 vorgesehen, die zwischen den äußersten Stützstreben 11, 12 liegen.
[0091] Figur 16 zeigt eine Lösung, bei der die Versteifungselemente 13 innerhalb der Stützstreben 11, 12 angeordnet werden können. Hier weisen die zu verbindenden Stützstreben 11, 12 Schlitze 23 auf, welche von den Seitenflächen der Stützstreben 11, 12 beabstandet sind, wodurch die Versteifungselemente 13 in die Schlitze 23 eingeschoben werden können, um eine Stützstrebe 11 mit der anderen Stützstrebe 12 zu verbinden. Die Schlitze 23 können nach dem Einschieben der Versteifungselemente 13 mit einer Füllung mit Dämmwirkung verschlossen werden.
[0092] Die Lösungen der Figuren 14 bis 16 können für alle Typen von Versteifungselementen 13, 19 und zur Verbindung von beliebigen Stützriegeln beliebiger Modulbauteile eingesetzt werden. Zum Fixieren der Versteifungselemente 13 an den Stützstreben 11, 12 können z.B. Bolzen eingesetzt werden.
[0093] Figur 17 zeigt eine Lösung, die alternativ oder zusätzlich zu den Versteifungselementen 13, 19 eingesetzt werden kann. Hier weisen beide Stützriegel 11, 12 Enden auf, die gegengleich zum Ende des jeweils anderen Stützriegels ausgeführt sind. Dadurch können die Enden der Stützriegel 11, 12 ineinander eingreifen und z.B. mittels Leim permanent verbunden sein. In anderen Worten können die Stützriegel mittels eines Leimbinders verbunden sein. Es versteht sich, dass auch andere Verbindungsmöglichkeiten eingesetzt werden können, die ohne Versteifungselemente 13, 19 auskommen.
[0094] Weiters könnte der Modulbauhausabschnitt 1 auch eine Dichtung wie das in Figur 6 dargestellte Klebeband umfassen. Ein derartiges Klebeband kann auch die zwischen dem ersten Modulbauteil 2 und dem zweiten Modulbauteil 3 entstehenden Fuge aufgebracht werden, nachdem das zweite Modulbauteil 3 auf das erste Modulbauteil 2 aufgesetzt wurde. Üblicherweise wird das Klebeband 20 über die gesamte Länge der Fuge geklebt. Für die Zwecke der vereinfachten Darstellung wurde jedoch nur ein kurzer Abschnitt des Klebebands 20 eingezeichnet.
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Patentansprüche
1. Modulbauhausabschnitt (1) für ein Modulbauhaus (5), wobei der Modulbauhausabschnitt (1) zumindest ein erstes Modulbauteil (2) und ein zweites Modulbauteil (3) umfasst und zumindest eine Stirnseite (S) des Modulbauhausabschnitts (1) zur Verbindung mit einem weiteren Modulbauhausabschnitt (1) offen ausgeführt ist, wobei das erste Modulbauteil (2) einen Bodenabschnitt (7) und zumindest zwei erste Wandabschnitte (8) aufweist, und wobei das zweite Modulbauteil (2) auf die zwei ersten Wandabschnitte (8) aufsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass - das erste Modulbauteil (2) zwei erste Anschlagsriegel (9) und das zweite Modulbauteil (3) zwei zweite Anschlagsriegel (10) aufweist, wobei die zweiten Anschlagsriegel (10) über den ersten Anschlagsriegeln (9) liegen, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist und/oder - der Bodenabschnitt (7) und die zwei ersten Wandabschnitte (8) unlösbar ausgeführt sind.
2. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die ersten Anschlagsriegel (9) über die gesamte Breite (B) des ersten Modulbauteils (2) verlaufen und die zweiten Anschlagsriegel (10) über die gesamte Breite (B) des zweiten Modulbauteils (3) verlaufen.
3. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die ersten Wandabschnitte (8) jeweils zumindest einen, zumindest zwei, zumindest drei oder zumindest fünf Stützriegel (11) umfassen, die parallel zueinander angeordnet sind und vom Bodenabschnitt (7) bis zu einem bzw. einem der ersten Anschlagsriegel (9) verlaufen.
4. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 3, wobei das zweite Modulbauteil (3) zumindest einen oder zumindest zwei Stützriegel (14) aufweist, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln (14) wie die Anzahl der Stützriegel (11) der ersten Wandabschnitte (8) aufweist, wobei die Stützriegel (14) des zweiten Modulbauteils (3) jeweils bis zu einem bzw. einem der zweiten Anschlagsriegel (10) verlaufen.
5. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei der Bodenabschnitt (7) zumindest einen zumindest zwei, zumindest drei oder zumindest fünf Stützriegel (12) umfasst, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln (12) wie die Anzahl der Stützriegel (11) der ersten Wandabschnitte (8) aufweist, wobei die Stützriegel (12) des Bodenabschnitts (7) jeweils von einem Stützriegel (11) eines der ersten Wandabschnitte (8) zu einem Stützriegel (11) des anderen ersten Wandabschnitts (8) verlaufen.
6. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das erste Modulbauteil (2) zumindest ein, bevorzugt zwei oder vier, L-förmige Versteifungselemente (13) umfasst, wobei jeweils ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements (13) mit dem Bodenabschnitt (7) und ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements (13) mit einem der ersten Wandabschnitte (8) verbunden ist.
7. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 5 und nach Anspruch 6, wobei die L- förmigen Versteifungselemente (13) jeweils einen Stützriegel (12) des Bodenabschnitts (7) mit einem Stützriegel (11) eines der ersten Wandabschnitte (8) verbinden.
8. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die Anschlagsriegel (9, 10) und bevorzugt auch die Stützriegel (11, 12, 14) aus Holz bestehen und/oder wobei die ersten Anschlagsriegel (9) eine Breite aufweisen, die zumindest 70%, bevorzugt zumindest 80% oder zumindest 90%, der Dicke der ersten Wandabschnitte (8) entspricht.
9. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das zweite Modulbauteil (3) zwei zweite Wandabschnitte (8‘) umfasst, wobei die zweiten Wandabschnitte (8°) auf den ersten Wandabschnitten (8) aufsitzen, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist.
10. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 10, wobei die zweiten Wandabschnitte (8°) im
Wesentlichen vertikal sind, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist, und wobei bevorzugt auch die ersten Wandabschnitte (8) im Wesentlichen vertikal sind, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist.
11. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 10 oder 11, wobei die zwei ersten Wandabschnitte (8) und die zwei zweiten Wandabschnitte (8°) in einer im Wesentlichen horizontalen Verbindungsebene aneinander ansetzen.
12. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die zwei ersten Wandabschnitte (8) eine unterschiedliche Höhe aufweisen, und wobei bevorzugt die zwei zweiten Wandabschnitte (8°) einen entsprechend gleichen Höhenunterschied aufweisen.
13. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das erste und das zweite Modulbauteil (2, 3) eine Breite von maximal 3,5 m aufweisen, bevorzugt von 2,5 m bis 3,5 m.
14. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, ferner umfassend ein drittes Modulbauteil (18), welches auf das zweite Modulbauteil (3) aufsetzbar ist, wobei der Modulbauhausabschnitt (1) bevorzugt ferner ein viertes Modulbauteil umfasst, welches auf das dritte Modulbauteil (18) aufsetzbar ist.
15. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das erste Modulbauteil (2) zumindest zwei Fundamentabschnitte aufweist, die auf der den ersten Wandabschnitten (8) gegenüberliegenden Seite des Bodenabschnitts (7) vorgesehen sind.
16. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die zwei ersten Wandabschnitte (8) unterschiedliche Längen aufweisen, um einen gewinkelten oder einen gebogenen Modulbauhausabschnitt (1) zu bilden.
17. Modulbauhausabschnitt (1) einem der vorherstehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Dichtung, insbesondere eine als Klebeband ausgeführte Dichtung, welche auf eine zwischen dem ersten Modulbauteil (2) und dem zweiten Modulbauteil (3) entstehenden Fuge aufbringbar ist.
18. Modulbauhaus (5), umfassend zumindest zwei Modulbauhausabschnitte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei die beiden Modulbauhausabschnitte (1) jeweils an ihren offenen Stirnseiten (S) miteinander verbunden sind.
19. Verfahren zur Herstellung eines Modulbauhausabschnitts (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Bereitstellen einer Hebeeinrichtung, bevorzugt eines Kranes,
- Befestigen von zumindest vier Hebewerkzeugen (6) der Hebeeinrichtung an den ersten Wandabschnitten (8) des ersten Modulbauteils (2),
- Anheben und Positionieren des ersten Modulbauteils (2) an einer gewünschten Stelle,
- Befestigen von zumindest vier Hebewerkzeugen (6) der Hebeeinrichtung am zweiten Modulbauteil (3),
- Anheben und Aufsetzen des zweiten Modulbauteils (3) auf dem ersten Modulbauteil (2).
20. Verfahren nach Anspruch 19, umfassend zumindest einen der Schritte:
- Herstellen eines weiteren Modulbauhausabschnitts (1) nach dem Verfahren von Anspruch 19 unmittelbar neben dem ersten Modulbauhausabschnitt (1), wobei die beiden Modulbauhausabschnitte (1) jeweils an ihren offenen Stirnseiten (S) miteinander verbunden werden;
- Montieren einer Außenwand an einer offenen Stirnseite (S) eines der Modulbauhausabschnitte (1);
- Durchführen von Ausbauarbeiten an einer Innenseite und/oder an einer Außenseite eines der Modulbauhausabschnitte (1).
Hierzu 11 Blatt Zeichnungen
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Claims (20)
1. Modulbauhausabschnitt (1) für ein Modulbauhaus (5), wobei der Modulbauhausabschnitt (1) zumindest ein erstes Modulbauteil (2) und ein zweites Modulbauteil (3) umfasst und zumindest eine Stirnseite (S) des Modulbauhausabschnitts (1) zur Verbindung mit einem weiteren Modulbauhausabschnitt (1) offen ausgeführt ist, wobei das erste Modulbauteil (2) einen Bodenabschnitt (7) und zumindest zwei erste Wandabschnitte (8) aufweist, und wobei das zweite Modulbauteil (3) auf die zwei ersten Wandabschnitte (8) aufsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass - das erste Modulbauteil (2) zwei erste Anschlagsriegel (9) und das zweite Modulbauteil (3) zwei zweite Anschlagsriegel (10) aufweist, wobei die zweiten Anschlagsriegel (10) über den ersten Anschlagsriegeln (9) liegen, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist, und wobei die Anschlagsriegel (9, 10) aus Holz bestehen.
2. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die ersten Anschlagsriegel (9) über die gesamte Breite (B) des ersten Modulbauteils (2) verlaufen und die zweiten Anschlagsriegel (10) über die gesamte Breite (B) des zweiten Modulbauteils (3) verlaufen.
3. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die ersten Wandabschnitte (8) jeweils zumindest einen, zumindest zwei, zumindest drei oder zumindest fünf Stützriegel umfassen, die parallel zueinander angeordnet sind und vom Bodenabschnitt (7) bis zu einem bzw. einem der ersten Anschlagsriegel (9) verlaufen.
4. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 3, wobei das zweite Modulbauteil (3) zumindest einen oder zumindest zwei Stützriegel aufweist, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln wie die Anzahl der Stützriegel der ersten Wandabschnitte (8) aufweist, wobei die Stützriegel des zweiten Modulbauteils (3) jeweils bis zu einem bzw. einem der zweiten Anschlagsriegel (10) verlaufen.
5. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 3 oder 4, wobei der Bodenabschnitt (7) zumindest einen zumindest zwei, zumindest drei oder zumindest fünf Stützriegel umfasst, bevorzugt die gleiche Anzahl von Stützriegeln wie die Anzahl der Stützriegel der ersten Wandabschnitte (8) aufweist, wobei die Stützriegel des Bodenabschnitts (7) jeweils von einem Stützriegel eines der ersten Wandabschnitte (8) zu einem Stützriegel des anderen ersten Wandabschnitts (8) verlaufen.
6. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das erste Modulbauteil (2) zumindest ein, bevorzugt zwei oder vier, L-förmige Versteifungselemente (13) umfasst, wobei jeweils ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements (13) mit dem Bodenabschnitt (7) und ein Schenkel des L-förmigen Versteifungselements (13) mit einem der ersten Wandabschnitte (8) verbunden ist.
7. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 5 und nach Anspruch 6, wobei die L- förmigen Versteifungselemente (13) jeweils einen Stützriegel des Bodenabschnitts (7) mit einem Stützriegel eines der ersten Wandabschnitte (8) verbinden.
8. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, wobei die Stützriegel aus Holz bestehen und/oder wobei die ersten Anschlagsriegel (9) eine Breite aufweisen, die zumindest 70%, bevorzugt zumindest 80% oder zumindest 90%, der Dicke der ersten Wandabschnitte (8) entspricht.
9. Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das zweite Modulbauteil (3) zwei zweite Wandabschnitte (8‘) umfasst, wobei die zweiten Wandabschnitte (8°) auf den ersten Wandabschnitten (8) aufsitzen, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist.
10. Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 10, wobei die zweiten Wandabschnitte (8°) im Wesentlichen vertikal sind, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2)
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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AT 528 370 A1 2025-12-15
aufgesetzt ist, und wobei bevorzugt auch die ersten Wandabschnitte (8) im Wesentlichen vertikal sind, wenn das zweite Modulbauteil (3) auf das erste Modulbauteil (2) aufgesetzt ist.
Modulbauhausabschnitt (1) nach Anspruch 10 oder 11, wobei die zwei ersten Wandabschnitte (8) und die zwei zweiten Wandabschnitte (8°) in einer im Wesentlichen horizontalen Verbindungsebene aneinander ansetzen.
Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die zwei ersten Wandabschnitte (8) eine unterschiedliche Höhe aufweisen, und wobei bevorzugt die zwei zweiten Wandabschnitte (8°) einen entsprechend gleichen Höhenunterschied aufweisen.
Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das erste und das zweite Modulbauteil (2, 3) eine Breite von maximal 3,5 m aufweisen, bevorzugt von 2,5 m bis 3,5 m.
Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, ferner umfassend ein drittes Modulbauteil (18), welches auf das zweite Modulbauteil (3) aufsetzbar ist, wobei der Modulbauhausabschnitt (1) bevorzugt ferner ein viertes Modulbauteil umfasst, welches auf das dritte Modulbauteil (18) aufsetzbar ist.
Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei das erste Modulbauteil (2) zumindest zwei Fundamentabschnitte aufweist, die auf der den ersten Wandabschnitten (8) gegenüberliegenden Seite des Bodenabschnitts (7) vorgesehen sind.
Modulbauhausabschnitt (1) nach einem der vorherstehenden Ansprüche, wobei die zwei ersten Wandabschnitte (8) unterschiedliche Längen aufweisen, um einen gewinkelten oder einen gebogenen Modulbauhausabschnitt (1) zu bilden.
Modulbauhausabschnitt (1) einem der vorherstehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Dichtung, insbesondere eine als Klebeband ausgeführte Dichtung, welche auf eine zwischen dem ersten Modulbauteil (2) und dem zweiten Modulbauteil (3) entstehenden Fuge aufbringbar ist.
Modulbauhaus (5), umfassend zumindest zwei Modulbauhausabschnitte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei die beiden Modulbauhausabschnitte (1) jeweils an ihren offenen Stirnseiten (S) miteinander verbunden sind.
Verfahren zur Herstellung eines Modulbauhausabschnitts (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: - Bereitstellen einer Hebeeinrichtung, bevorzugt eines Kranes, - Befestigen von zumindest vier Hebewerkzeugen (6) der Hebeeinrichtung an den ersten Wandabschnitten (8) des ersten Modulbauteils (2), - Anheben und Positionieren des ersten Modulbauteils (2) an einer gewünschten Stelle - Befestigen von zumindest vier Hebewerkzeugen (6) der Hebeeinrichtung am zweiten Modulbauteil (3), - Anheben und Aufsetzen des zweiten Modulbauteils (3) auf dem ersten Modulbauteil (2).
Verfahren nach Anspruch 19, umfassend zumindest einen der Schritte:
- Herstellen eines weiteren Modulbauhausabschnitts (1) nach dem Verfahren von Anspruch 19 unmittelbar neben dem ersten Modulbauhausabschnitt (1), wobei die beiden Modulbauhausabschnitte (1) jeweils an ihren offenen Stirnseiten (S) miteinander verbunden werden;
- Montieren einer Außenwand an einer offenen Stirnseite (S) eines der Modulbauhausabschnitte (1);
- Durchführen von Ausbauarbeiten an einer Innenseite und/oder an einer Außenseite eines der Modulbauhausabschnitte (1).
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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|---|---|---|---|
| ATA50489/2024A AT528370A1 (de) | 2024-06-14 | 2024-06-14 | Modulbauhausabschnitt mit zumindest zwei Modulbauteilen |
| PCT/AT2025/060227 WO2025255594A1 (de) | 2024-06-14 | 2025-06-11 | Modulbauhausabschnitt mit zumindest zwei modulbauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50489/2024A AT528370A1 (de) | 2024-06-14 | 2024-06-14 | Modulbauhausabschnitt mit zumindest zwei Modulbauteilen |
Publications (1)
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| AT528370A1 true AT528370A1 (de) | 2025-12-15 |
Family
ID=96092848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50489/2024A AT528370A1 (de) | 2024-06-14 | 2024-06-14 | Modulbauhausabschnitt mit zumindest zwei Modulbauteilen |
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- 2024-06-14 AT ATA50489/2024A patent/AT528370A1/de unknown
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2025
- 2025-06-11 WO PCT/AT2025/060227 patent/WO2025255594A1/de active Pending
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