AT528195B1 - Nagelpistole - Google Patents
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- AT528195B1 AT528195B1 ATA50808/2024A AT508082024A AT528195B1 AT 528195 B1 AT528195 B1 AT 528195B1 AT 508082024 A AT508082024 A AT 508082024A AT 528195 B1 AT528195 B1 AT 528195B1
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Abstract
Nagelpistole (1), umfassend einen Schusskanal (2), in welchem zumindest ein Nagel (3) zwischenspeicherbar ist, einen Stößel (4), mit welchem ein in dem Schusskanal (2) befindlicher Nagel (3) mit Kraft beaufschlagbar ist, und eine Austrittsöffnung (5), über welche ein Nagel (3) durch den Stößel (4) aus dem Schusskanal (2) austretbar ist, wobei die Nagelpistole (1) wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6), wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) zur elastisch reversiblen Deformation flexibel ausgestaltet ist und an einem freien Ende (21) des Schusskanals (2) auf den Schusskanal (2) aufgesteckt ist, und/oder wenigstens einen innerhalb des Schusskanals (2) angeordneten Zentrierring (39) zur im Wesentlichen konzentrischen Ausrichtung einer Längsachse (7) eines zumindest bereichsweise in der Nagelpistole (1) angeordneten Nagels (3) relativ zu einer Längsachse (8) des Schusskanals (2) umfasst.
Description
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Nagelpistole, umfassend einen Schusskanal, in welchem zumindest ein Nagel zwischenspeicherbar ist, einen Stößel, mit welchem ein in dem Schusskanal befindlicher Nagel mit Kraft beaufschlagbar ist, und eine Austrittsöffnung, über welche ein Nagel durch den Stößel aus dem Schusskanal austretbar ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine federnde Zentrierhilfe für eine solche Nagelpistole, ein Magazin für eine solche Nagelpistole, eine Verwendung einer solchen Nagelpistole sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung durch eine solche Nagelpistole.
[0002] Eine solche Nagelpistole ist bereits aus den Schriften AT 525798 A4 und AT 526689 A4 bekannt, wobei Nägel zur Verbindung einer metallischen Bauteilkomponente mit einer holzartigen Bauteilkomponente mittels der Nagelpistole eingeschossen beziehungsweise eingebracht werden.
[0003] Nachteilig am Stand der Technik ist, dass die Nägel — bedingt durch einen größeren Nagelkopfdurchmesser als ein Nagelschaftdurchmesser — vor und während des Einbringens des Nagels schräg im Schusskanal gelagert sind (beispielsweise aufgrund eines schwerkraftbedingen Absenkens der Nagelspitze um den Nagelkopf als Auflagerpunkt). Dadurch werden die Nägel schräg in das Material eingeschossen, wodurch eine Festigkeit der Nagelverbindung reduziert wird und ein Nagelkopf einseitig von der genagelten Oberfläche hervorsteht. Zudem werden die Nägel nicht an der gewünschten Position in Verlängerung der Längsachse des Schusskanals eingebracht, wodurch eine Stabilität des zu fertigenden Bauteils reduziert wird und das ästhetische Erscheinungsbild gemindert wird, da zum Beispiel bei einer Vielzahl an Nagelverbindungen diese nicht in einer Linie angeordnet sind. Weiters besteht das Risiko, dass der Nagel — insbesondere bei metallischen Materialien - lediglich unvollständig oder unsachgemäß (beispielsweise in Bezug auf eine gewünschte Verhalsung als plastische Verformung zwischen Metall und holzartigem Material mit einhergehender formschlüssiger und/oder kraftschlüssiger Verbindung) in das zu nagelnde Material eingebracht wird.
[0004] Weitere Nagelpistolen gehen bereits aus den Schriften DE 3121111 A1 sowie US 2,927,324 A hervor. Eine Schraubvorrichtung für Schrauben ist bereits aus dem Dokument US 2024/131662 A1 bekannt.
[0005] Die objektive technische Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Nagelpistole sowie federnde Zentrierhilfe und Verfahren für eine solche Nagelpistole anzugeben, bei welchen die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise behoben sind, und welche sich insbesondere durch eine erhöhte Güte der durch die Nagelpistole zu generierenden Nagelverbindungen auszeichnen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Es ist demnach erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Nagelpistole wenigstens eine federnde Zentrierhilfe und/oder wenigstens einen innerhalb des Schusskanals angeordneten Zentrierring zur im Wesentlichen konzentrischen Ausrichtung einer Längsachse eines zumindest bereichsweise in der Nagelpistole angeordneten Nagels relativ zu einer Längsachse des Schusskanals umfasst.
[0008] Dadurch wird es erst ermöglicht, dass eine Schräglage eines Nagels innerhalb des Schusskanals oder während der Einbringung in das zu nagelnde Material trotz der Nutzung von Nägeln mit einem Nagelkopfdurchmesser größer als ein Nagelschaftdurchmesser zumindest reduziert oder unterbunden werden kann.
[0009] Im Fall der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe kommt die positive Eigenschaft zum Tragen, dass der Nagel selbst nicht mit einer Zentrierhilfe — wie beispielsweise einer Kunststoffkappe — versehen werden muss, welche im Allgemeinen im Zuge des Nagelns von dem Nagel zu lösen wäre oder vermeidbaren Kunststoffabfall bedingen würde.
[0010] Im Fall des wenigstens einen Zentrierrings kommt die positive Eigenschaft zum Tragen,
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dass keine konstruktive Umrüstung herkömmlicher Nagelpistolen erforderlich ist, wobei beispielsweise ein Magazin mit angepassten Nägeln (oder ein einzelner angepasster Nagel) herangezogen werden kann, um eine Nagelverbindung besonders hoher Güte herzustellen.
[0011] Darüber hinaus ist keine in Ergänzung zu der Nagelpistole zu handhabende Montagehilfe oder geschultes Fachpersonal erforderlich, um eine sachgemäße Nagelverbindung sicherstellen zu können oder Ausschuss beziehungsweise Nachbearbeitungsschritte zu verhindern.
[0012] Zudem kann die Handhabung der Nagelpistole vereinfacht, eine vorteilhafte Krafteinwirkung des Nagels gegenüber dem zu nagelnden Material oder des Stößels gewährleistet und/oder eine Qualität der Nagelverbindung gesteigert werden.
[0013] Weiters ist die Nagelpistole durch die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe bei einem breiten Spektrum an Nagelkopfdurchmessern — im Allgemeinen ohne Adaption oder Adjustage des Schusskanals — anwendbar, da durch die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe auch Nägel mit Nagelkopfdurchmesser kleiner als der Innendurchmesser des Schusskanals — beispielsweise unterhalb zwei Drittel des Schusskanals — zentriert in das zu nagelnde Material über zentrierte Orientierung zu dem Schusskanal innerhalb des Schusskanals, während des Austritts aus dem Schusskanal oder der Austrittsöffnung und/oder während des Eintritts in das zu nagelnde Material eingebracht werden, wobei bei derartigen Dimensionierungen des Nagels relativ zu dem Schusskanal die Neigung zur Schräglage in besonders hohem Maße vorliegt.
[0014] Eine Nagelpistole im Kontext der Erfindung ist breit auszulegen, wobei insbesondere die Antriebart des Stößels im Allgemeinen beliebig ist und beispielsweise pneumatisch erfolgen kann. Die konstruktive Ausgestaltung des Schusskanals und der Austrittsöffnung ist im Allgemeinen beliebig, wobei die Austrittsöffnung beispielsweise durch eine von dem Schusskanal gesonderte Hülse oder durch den Schusskanal oder durch die federnde Zentrierhilfe selbst gebildet sein kann.
[0015] Besonders bevorzugt umfasst die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe zumindest eine gelenkige Verbindung oder zumindest eine Federzunge — beispielsweise aus Metall oder Kunststoff —, um mittels elastischer Wirkung eine Flexibilität der federnden Zentrierhilfe dahingehend zu vermitteln, dass die federnde Zentrierhilfe im Zuge des Prozesses des Nagelns zunächst auf die Nagelspitze oder den Nagelschaftdurchmesser und anschließend auf den Nagelkopfdurchmesser abgestimmt werden kann. Die federnde Zentrierhilfe kann im Allgemeinen auch über den Nagelkopfdurchmesser hinweg aufweitbar ausgestaltet sein, wobei ein Aufweiten der federnden Zentrierhilfe über den Nagelkopfdurchmesser hinweg im Allgemeinen nicht erforderlich ist. Die konstruktive Ausgestaltung der federnden Zentrierhilfe kann im Allgemeinen (alternativ oder ergänzend) durch eine Vielzahl an elastischen oder flexiblen oder federnden Mitteln erwirkt werden.
[0016] Es ist im denkbar, zwei in Serie oder parallel geschaltete federnde Zentrierhilfen zu nutzen — beispielsweise für einen sukzessiven oder länger fortwährenden Zentrierprozess oder zur Reduktion einer Belastung des Materials — oder die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe zweiteilig auszubilden, wobei dies im Allgemeinen nicht erforderlich ist.
[0017] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für eine federnde Zentrierhilfe für eine solche Nagelpistole, wobei die federnde Zentrierhilfe in Form eines Federkorbeinsatzes mit zumindest zwei um eine Längsachse der federnden Zentrierhilfe angeordneten federnden Segmente vorliegt, sodass die federnde Zentrierhilfe flexibel durch elastisch reversible Deformation der zumindest zwei federnden Segmente zum Durchtritt eines Nagelkopfes aufweitbar ist.
[0018] Dadurch wird ermöglicht, dass eine herkömmliche Nagelpistole — charakterisierbar beispielsweise durch die Dimensionierung des Schusskanals für Nägel, insbesondere mit in der Möbelbranche genutzten Nagelkopfdurchmessern zwischen 3 mm und 10 mm, besonders bevorzugt zwischen 4 mm und 7 mm -— mit einer federnden Zentrierhilfe als Ad-On nachgerüstet werden kann.
[0019] Beispielsweise kann die federnde Zentrierhilfe nach Demontage der die Austrittsöffnung gegebenenfalls umfassende Hülse auf den Schusskanal aufgesetzt werden.
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[0020] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Magazin für eine solche Nagelpistole, umfassend eine Vielzahl an miteinander verbundenen Nägeln, wobei die Vielzahl an miteinander verbundenen Nägeln jeweils einen Zentrierring zur im Wesentlichen konzentrischen Ausrichtung einer Längsachse des Nagels relativ zu einer Längsachse eines Schusskanals der Nagelpistole (1) umfasst.
[0021] Dadurch wird ermöglicht, bei herkömmlichen Nagelpistolen oder Nagelpistolen, bei welchen eine Nach- oder Umrüstung mittels einer federnden Zentrierhilfe nicht möglich oder zweckdienlich ist, einen Dauerbetrieb der Nagelpistole zu gewährleisten, welcher Nagelverbindung besonders hoher Qualität durch Zentrierung des jeweiligen Nagels ermöglicht.
[0022] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für die Verwendung einer solchen Nagelpistole bei Möbelbeschlägen und/oder bei Möbelbehältnissen, vorzugsweise zur Montage eines Schubladenbodens an einer Schubladenzarge.
[0023] Dadurch wird ermöglicht, dass die Möbelbeschläge oder die Möbelteile vorbohrungsfrei zur Montage herangezogen werden können und/oder keine Schraubverbindung zur Montage erforderlich ist.
[0024] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Herstellung ei-
ner Nagelverbindung durch eine solche Nagelpistole, wobei die folgenden Verfahrensschritte —
insbesondere in chronologischer Reihenfolge — ausgeführt werden:
- ein Nagel wird in den Schusskanal der Nagelpistole eingebracht,
- der Stößel bewegt den Nagel in Richtung der Austrittsöffnung,
- eine Längsachse des Nagels wird durch wenigstens eine federnde Zentrierhilfe im Wesentlichen konzentrisch zu einer Längsachse des Schusskanals ausgerichtet und
- der Nagel tritt zentriert zu der Austrittsöffnung orientiert aus der Austrittsöffnung in das zu nagelnde Material ein.
[0025] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung durch eine solche Nagelpistole, wobei die folgenden Verfahrensschritte — insbesondere in chronologischer Reihenfolge — ausgeführt werden:
- ein Nagel wird in den Schusskanal der Nagelpistole eingebracht,
- eine Längsachse des Nagels wird innerhalb des Schusskanals durch wenigstens einen Zentrierring im Wesentlichen konzentrisch zu einer Längsachse des Schusskanals ausgerichtet,
- der Stößel bewegt den Nagel in Richtung der Austrittsöffnung und
- der Nagel tritt zentriert zu der Austrittsöffnung orientiert aus der Austrittsöffnung in das zu nagelnde Material ein.
[0026] Dadurch beide Verfahren kann beispielsweise eine Verhalsung zwischen Metall und Holz oder holzartigem Material als plastische Verformung der beiden Materialien zur Bildung eines Kraftschlusses und/oder eines Formschlusses, vorzugsweise über einen öffnungsfreien Bereich des Metalls und/oder des Holzes oder dem holzartigen Material, ermöglicht werden. Eine derartige Nagelverbindung kann gegenüber herkömmlichen, insbesondere in der Möbelbranche etablierten, Befestigungsmethoden — wie einer Anbindung mittels einer Schraubverbindung — in zeitlicher Hinsicht und/oder bezüglich einer Abstützungssituation (beispielsweise aufgrund einer Spielfreiheit) vorteilhaft sein.
[0027] Die Verfahrensschritte werden bevorzugt in chronologischer Reihenfolge durchgeführt, wobei dies — insbesondere in Bezug auf den Zeitpunkt der konzentrischen Ausrichtung des Nagels —- nicht zwingend erforderlich ist.
[0028] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0029] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe in Form eines Federkorbeinsatzes und/oder einer Hülse vorliegt und/oder von dem Schusskanal und/oder der Austrittsöffnung gesondert ausgebildet ist.
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[0030] Bei einer gesonderten Ausgestaltung kann die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe als Nachrüstteil eingesetzt werden.
[0031] Eine Hülse eignet sich in besonderer Weise als Aufsteckteil für den Schusskanal, wobei im Allgemeinen auch eine Verwendung der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe innerhalb des Schusskanals möglich ist. Ein Federkorbeinsatz kann zum Beispiel zwischen einer Hülse mit Austrittsöffnung und dem Schusskanal angeordnet werden, wobei sich eine Hülse und ein Federkorbeinsatz gegenseitig nicht ausschließen.
[0032] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe zur elastisch reversiblen Deformation flexibel ausgestaltet ist.
[0033] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe, vorzugsweise über eine Stoßbewegung des Stößels, im Wesentlichen auf einen Innendurchmesser des Schusskanals aufweitbar ist.
[0034] Durch eine reversible Deformation kann die federnde Zentrierhilfe nach dem Durchtreten des Nagelkopfes in eine Ausgangsstellung zur Aufnahme eines Nagelkopfes wiedereintreten.
[0035] Im Allgemeinen kann ein Aufweitvorgang als Vergrößerung des Durchtrittsdurchmessers der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe unabhängig von dem Stößel und/oder dem Nagel vorgesehen sein, wobei eine Kraftvermittlung durch den Stößel und über den Nagel bevorzugt ist, um den Aufweit-beziehungsweise Aufspreizvorgang optimal auf den Nagelkopfdurchmesser beziehungsweise den konkret vorliegenden Nagelprozess abstimmen zu können.
[0036] Als günstig hat sich erwiesen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe und/oder der wenigstens eine Zentrierring aus Kunststoff und/oder Metall ausgebildet ist.
[0037] Metall weist eine besonders hohe Kratzbeständigkeit und Standzeit im Einsatz auf. Kunststoff weist eine besonders hohe Flexibilität respektive Elastizität auf. Eine Mischform aus beiden Materialien kann vorliegen, indem beispielsweise eine gelenkige Verbindung aus Kunststoff und ein Bereich zur primären Kontaktierung des Nagels aus Metall für die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe ausgebildet ist.
[0038] Kunststoff weist eine plastische Verformbarkeit auf, welche genutzt werden kann, indem beispielsweise der wenigstens eine Zentrierring im Zuge der Herstellung der Nagelverbindung von dem Nagel — zum Beispiel durch Bruch oder einem Verdrängen mittels plastischer Verformung um den Nagelkopf — gelöst wird oder — bevorzugt in gequetschter Form — zwischen Nagelkopf und zu nagelndem Material eingeklemmt wird. Kunststoff weist (im Allgemeinen analog zu Metall) einen Reibungskoeffizienten in Bezug auf Metalloberflächen auf, welche ein im Zuge des Nagelns erwirktes Verschieben des wenigstens einen Zentrierrings in Richtung des Nagelkopfes ermöglicht.
[0039] Gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die wenigstens eine
federnde Zentrierhilfe
- zumindest zwei, vorzugsweise zumindest drei, besonders bevorzugt zumindest sechs, um eine Längsachse der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe angeordnete federnde Segmente umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zwischen den zumindest zwei federnden Segmenten zumindest eine Aussparung und/oder zumindest eine Öffnung angeordnet ist, und/oder
- eine trichterförmige oder im Wesentlichen konische Verjüngung umfasst, welche in Richtung der Austrittsöffnung orientiert ist, und/oder
- eine Fangöffnung zum Fangen einer Nagelspitze eines Nagels in einem Schließzustand der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe aufweist und/oder
- wenigstens eine Einlaufschräge zur Kontaktierung eines Nagelkopfes eines Nagels zum Aufweiten der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe umfasst und/oder
- zumindest eine quer von einer Längsachse der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe abstehende Haltelasche und/oder zumindest einen quer von einer Längsachse der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe orientierten Anschlagsteg umfasst.
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[0040] Eine konstruktive Ausgestaltung über Segmente hat sich als besonders effizient und effektiv zur Vermittlung eines elastischen Aufweitprozesses mit anschließender Rückfederung der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe erwiesen, wobei mittels Aussparungen und/oder Öffnungen besonders günstig auf ein den Aufweitprozess und die für den Aufweitprozess erforderliche Krafteinwirkung eingewirkt werden kann. Beispielsweise sind die Segmente partiell stoffschlüssig miteinander verbunden, wobei über die Positionierung und/oder Ausdehnung von Aussparungen auf die Verformbarkeit der wenigstens einen Zentrierhilfe adjustiert werden kann.
[0041] Für den Zentriervorgang hat sich als nützlich erwiesen, wenn der zu nagelnde Nagel über die Nagelspitze über eine Verjüngung vor dem Aufweitprozess ausgerichtet wird, wobei eine Fangöffnung diesbezüglich unterstützend wirken kann.
[0042] Unter Verwendung einer Einlaufschräge — welche im Allgemeinen zumindest bei einer Erstkontaktierung durch den Nagelkopf vorliegt — kann über den Nagelkopf eine Aufweitung der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe zum Durchtritt des Nagels initiiert werden.
[0043] Über den wenigstens einen Anschlagsteg kann eine Abstützung an der wenigstens einen Austrittsöffnung beziehungsweise einer hierfür genutzten Hülse und/oder an einem freien Ende des Schusskanals erfolgen. Über die wenigstens eine Haltelasche kann in analoger Weise ein Formschluss gegenüber dem Schusskanal oder der Austrittsöffnung/Hülse erwirkt werden.
[0044] Als vorteilhaft hat sich erwiesen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe in radialer Richtung orthogonal auf und/oder parallel zu einer Längsachse der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe zumindest bereichsweise zwischen der Austrittsöffnung und dem Schusskanal angeordnet ist.
[0045] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe an einem freien Ende des Schusskanals auf den Schusskanal aufgesteckt ist.
[0046] Bei einer dazwischenliegenden Anordnung kann zum Beispiel eine Hülse für die AustrittsÖffnung als Mittel zum Formschluss entgegen eines unerwünschten Verrutschens oder Herausfallens der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe agieren.
[0047] Bei einem Aufsetzen oder Aufstecken auf den Schusskanal kann der Schusskanal für eine sachgemäße Ausrichtung der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe fungieren.
[0048] Eine vorteilhafte Variante besteht darin, dass der Schusskanal, die Austrittsöffnung und der Stößel konzentrisch zueinander angeordnet sind.
[0049] Bevorzugt ist, dass die Nagelpistole ein Magazin umfasst, mit welchem eine Vielzahl an Nägeln speicherbar ist.
[0050] Dadurch wird ermöglicht, im Zuge der Montage zumindest eines Möbelbeschlages oder zumindest eines Möbelteiles eine Vielzahl an Nagelverbindungen ohne das Erfordernis eines Nachlegens von Nägeln herzustellen, wobei bevorzugt zumindest 100, besonders bevorzugt zumindest 300, Schüsse an Nägeln räumlich an oder in der Nagelpistole gelagert sind.
[0051] Besonders bevorzugt ist die Nagelpistole mit einem in dem Schusskanal angeordneten Nagel vorgesehen, wobei der Nagel einen Nagelkopf, einen Nagelschaft und eine Nagelspitze aufweist und ein Nagelkopfdurchmesser des Nagelkopfes im Wesentlichen einem Innendurchmesser des Schusskanals entspricht und/oder zumindest um ein Drittel größer ist als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes.
[0052] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der Nagelschaft wenigstens eine Profilierung, vorzugsweise Riffelung oder Gewinde, und/oder der Nagelkopf wenigstens eine Einkerbung aufweist.
[0053] Die wenigstens eine Profilierung kann — durch Formschluss und/oder Reibschluss — für einen besonders festen Sitz im zu nagelnden Material sorgen und ein Lösen des Nagels hemmen. Die wenigstens eine Profilierung kann alternativ dazu genutzt werden, um eine Demontage des Nagels — analog zu einer Schraubverbindung — zu erleichtern.
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[0054] Die wenigstens eine Einkerbung kann dazu genutzt werden, um als Werkzeugaufnahme — zum Beispiel für einen Schraubendreher oder einen Inbusschlüssel — für ein etwaiges Entfernen des Nagels von der Nagelverbindung zu ermöglichen.
[0055] Der wenigstens eine Nagel kann in vergüteter, getemperter und/oder galvanisch verzinkter Form vorliegen.
[0056] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Zentrierring, vorzugsweise an einem mittigen Bereich, des Nagelschaftes, vorzugsweise in Kraftschluss mit dem Nagelschaft, angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass ein Außendurchmesser des wenigstens einen Zentrierrings im Wesentlichen einem Innendurchmesser des Schusskanals entspricht und/oder zumindest um ein Drittel größer ist als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes.
[0057] Durch die Anordnung im Bereich des Nagelschaftes kann einem Kippmoment der Nagelspitze gegenüber dem Nagelkopf durch eine Widerlagerkraft unterbunden werden. Durch einen Kraftschluss wird ein unerwünschtes Verrutschen des wenigstens einen Zentrierrings relativ zu dem Nagelkopf vor einer Kontaktierung des wenigstens einen Zentrierrings mit dem zu nagelnden Material gehemmt, wobei beispielsweise eine Profilierung am Nagelschaft und/oder am Innendurchmesser der wenigstens einen Zentrierhilfe zur Steigerung einer Reibungskraft genutzt werden kann.
[0058] Im Allgemeinen kann der Außendurchmesser des wenigstens einen Zentrierrings — beispielsweise um ein Drittel — größer ausgestaltet sein als ein Nagelkopfdurchmesser.
[0059] Im Allgemeinen können zumindest zwei, vorzugsweise voneinander räumlich beabstandete, Zentrierringe an einem Nagel vorgesehen sein, um eine zentrierte Orientierung relativ zu dem Schusskanal — beispielsweise bei kleinerem Nagelkopfdurchmesser relativ zu dem Innendurchmesser des Schusskanals — zu begünstigen.
[0060] Als günstig hat sich erwiesen, dass die federnde Zentrierhilfe eine trichterförmige Verjüngung umfasst, mit welcher eine Nagelspitze, vorzugsweise über eine Fangöffnung, konzentrisch zu einer Längsachse der federnden Zentrierhilfe festlegbar ist.
[0061] Dadurch wird ermöglicht, dass der wenigstens eine Nagel bereits vor dem oder während der Kraftübertragung durch den Stößel in zentrierter Orientierung zu dem Schusskanal vorliegt.
[0062] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe durch den Nagel über die Kraftbeaufschlagung mittels des Stößels aufgeweitet wird.
[0063] Auf eine Steuerung oder zusätzliche Mittel zum Aufspreizen der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe kann dadurch verzichtet werden.
[0064] Weiters ist bevorzugt vorgesehen, dass der wenigstens eine Zentrierring (39) durch den
Eintritt des Nagels (3) in das zu nagelnde Material
- relativ zu dem Nagel (3) verschoben und/oder
- zwischen einem Nagelkopf (23) des Nagels (3) und dem zu nagelndem Material, vorzugsweise unter plastischer Verformung des wenigstens einen Zentrierrings (39), eingeklemmt oder durch Bruch oder plastischer Verformung von dem Nagel (3) gelöst wird.
[0065] Beispielsweise kann der wenigstens eine Zentrierring als gewünschtes Resultat durch den Nagelprozess von der Nagelverbindung entfernt werden oder in gequetschter Form zwischen Nagelkopf und zu nagelndes Material verbleiben.
[0066] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass mit der Nagelverbindung ein Schubladenboden an einer Schubladenzarge oder ein Möbelbeschlag an einem Möbelteil montiert wird.
[0067] Herkömmlicherweise werden in der Möbelbranche Schraubverbindungen, Nietverbindungen oder Schweißverbindungen zur Montage genutzt, wobei durch wenigstens eine Nagelverbindung diverse Vorteile gegenüber derartigen Verbindungsarten — insbesondere spezifisch für Möbelbeschläge und/oder Möbelteile — bedingt sein können.
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[0068] Die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe und der wenigstens eine Zentrierring können alternativ oder in Ergänzung bei der Nagelpistole eingesetzt werden.
[0069] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
[0070] Fig. 1a, 19 eine Nagelpistole gemäß einer bevorzugten Ausführungsform mit und ohne Magazin in perspektivischer Darstellung,
[0071] Fig. 2a, 29 die Nagelpistole gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1b mit einer Schnittansicht durch den Schusskanal und einer federnden Zentrierhilfe gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform in perspektivischer Darstellung,
[0072] Fig. 3 die Nagelpistole gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1b während der Herstellung einer Nagelverbindung an einem Möbelteil mit vergrößert dargestellten Detailansichten,
[0073] Fig. 4a, 49 zwei Detaildarstellungen im Bereich der federnden Zentrierhilfe gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2b zur Veranschaulichung eines Zentriervorgangs eines Nagels,
[0074] Fig. 5a, 5b zwei Detaildarstellungen im Bereich der federnden Zentrierhilfe gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2b zur Veranschaulichung eines Aufweitprozesses der flexiblen Zentrierhilfe durch einen Nagel,
[0075] Fig. 6a, 6b die federnde Zentrierhilfe gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2b in isolierter Darstellung in einer perspektivischen Ansicht und einer Ansicht von der Seite,
[0076] Fig. 7a, 7b eine Nagelpistole gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform in Schnittansicht durch den Schusskanal mit je einem Zentrierring pro an der Nagelpistole gelagertem Nagel mit vergrößert dargestelltem Detailausschnitt im Bereich der Austrittsöffnung der Nagelpistole,
[0077] Fig. 8a, 8b eine Nagelverbindung, welche durch eine Nagelpistole gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7a hergestellt wurde.
[0078] Fig. 1a zeigt eine Nagelpistole 1 mit einem Magazin 22, mit welchem eine Vielzahl an Nägeln 3 speicherbar ist.
[0079] Fig. 1b unterscheidet sich von Fig. 1a lediglich dahingehend, dass das Magazin 22 ausgeblendet ist, wobei das Magazin 22 nicht zwingend erforderlich ist. Das Magazin 22 kann in die Nagelpistole 1 integriert sein (siehe Fig. 2b).
[0080] Mit der Nagelpistole 1 ist ein Nagel 3 dargestellt, welcher eine Längsachse 7 in longitudinaler Richtung des Nagels 3 aufweist. Der Nagel 3 umfasst einen Nagelschaft 24, einen Nagelkopf 23 und eine Nagelspitze 25, wobei die Nagelspitze 25 im Kontext der Erfindung nicht mit einem Punkt am Ende des Nagels 3, sondern mit einem diesen Punkt angrenzenden begrenzten Bereich vor dem Nagelschaft 24, zu identifizieren ist.
[0081] Der Nagelschaft 24 umfasst eine Profilierung 34, welche beispielsweise als Riffelung oder Gewinde ausgestaltet sein kann. Der Nagelkopf 23 umfasst eine Einkerbung 35, welche beispielsweise als Werkzeugaufnahme ausgebildet sein kann.
[0082] Fig. 2a zeigt die Nagelpistole 1 in perspektivischer Ansicht, wobei Fig. 2b eine Schnittansicht dieser Nagelpistole 1 darstellt.
[0083] Die Nagelpistole 1 umfasst einen Schusskanal 2, in welchem ein Nagel 3 zwischengespeichert angeordnet ist, einen Stößel 4 zur Kraftbeaufschlagung des Nagels 3 vor der Kraftbeaufschlagung des Nagels 3 und eine Austrittsöffnung 5, über welche ein weiterer Nagel 3 durch den Stößel 4 aus dem Schusskanal 2 bereits ausgetreten ist.
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[0084] Die Nagelpistole 1 umfasst eine federnde Zentrierhilfe 6 zur konzentrischen Ausrichtung der Längsachse 7 des in der Nagelpistole 1 — innerhalb des Schusskanals 2 oder noch zumindest bereichsweise in der Austrittsöffnung 5 — verorteten Nagels 3 relativ zu einer Längsachse 8 des Schusskanals 2. Die relative Positionierung der federnden Zentrierhilfe 6 zu den umliegenden Bauteilkomponenten der Nagelpistole 1 sowie die Wirkungen der federnden Zentrierhilfe 6 werden zu Fig. 4a bis 5b dargelegt, wobei die geometrische beziehungsweise konstruktive Ausgestaltung zu Fig. 6a und 6b erläutert werden.
[0085] In Fig. 2b ist ersichtlich, dass bedingt durch den Nagelkopf 23 des Nagels 3, welcher durch den Schusskanal 2 geführt werden muss und zudem einen Nagelkopfdurchmesser aufweist, welcher größer ist als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes 24, grundsätzlich eine Schräglage des Nagels 3 im Schusskanal 2 und während der Einbringung des Nagels 3 in das zu nagelnde Material vorliegt, wobei dieser Sachverhalt mit einer unsachgemäßen Güte des zu fertigenden Material einhergeht.
[0086] Der Nagelkopf 23 weist einen Nagelkopfdurchmesser auf, welcher im Wesentlichen einem Innendurchmesser 11 des Schusskanals 2 entspricht und zumindest um ein Drittel größer ist als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes 24. Der Nagelkopf 23 ist jedoch erforderlich, um ein Durchschießen des Nagels 23 durch die Oberfläche des zu nagelnden Materials zu unterbinden oder eine Verhalsung zwischen den beteiligten Materialien der Nagelstelle zu ermöglichen.
[0087] Fig. 3 zeigt die Verwendung der Nagelpistole 1 bei einem Möbelbeschlag 28 und bei einem Möbelbeschlag 29, wobei beispielhaft ein Schubladenboden 30 an einer Schubladenzarge 31 montiert wird.
[0088] Ein exemplarisches Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung 32 durch die Nagelpistole 1 kann wie folgt expliziert werden: Der Nagel 3 wird in den Schusskanal 2 der Nagelpistole 1 eingebracht, der Stößel 4 bewegt den Nagel 3 in Richtung der Austrittsöffnung 5, die Längsachse 7 des Nagels 3 wird durch die federnde Zentrierhilfe 6 konzentrisch zu der Längsachse 8 des Schusskanals 2 ausgerichtet und der Nagel 3 tritt zentriert zu der Austrittsöffnung 5 orientiert aus der Austrittsöffnung 5 — durch flexible respektive elastische Verformung der federnden Zentrierhilfe 6 — in das zu nagelnde Material ein, wobei die federnde Zentrierhilfe 6 im Zuge des Nagelns durch den Nagel 3 über die Kraftbeaufschlagung mittels des Stößels 4 aufgeweitet wird und nach Austritt des Nagels 3 automatisch in die Ausgangsstellung in Form eines Schließzustands 17 übergeht.
[0089] Derart kann mit der Nagelverbindung 32 — wie in der Abbildung visualisiert — ein Schubladenboden 30 an einer Schubladenzarge 31 oder ein Möbelbeschlag 28 an einem Möbelteil 33 montiert werden.
[0090] Fig. 4a und 4b veranschaulichen die Funktion des zentrierten Ausrichtens des Nagels 3 vor dem Austritt des Nagels 3 aus der Nagelpistole 1. Der Nagel 3, welcher grundsätzlich aufgrund des Nagelkopfs 23 mit größtem Durchmesser schräg in dem Schusskanal 2 vorliegt, wird über die Nagelspitze 25 durch die federnde Zentrierhilfe 6 mittels einer Verjüngung 14 konzentrisch zu der Längsachse 8 des Schusskanals 2 ausgerichtet, sodass aufgrund dieser Orientierung der Längsachse 7 des Nagels 3 ein Einbringen des Nagels 3 orthogonal auf die zu nagelnde Oberfläche sichergestellt werden kann. Eine Fangöffnung 15 kann hinsichtlich dieses Ausrichtungsprozess unterstützend wirken.
[0091] Der Schusskanal 2, die Austrittsöffnung 5 und der Stößel 4 sind konzentrisch zueinander angeordnet, wobei die Austrittsöffnung 5 im Allgemeinen zum Beispiel durch eine Hülse oder den Schusskanal 2 selbst konstituiert werden kann.
[0092] Fig. 5a und 5b veranschaulichen die Funktion der Aufrechterhaltung der konzentrischen Orientierung sowie Ausbringens des Nagels 3 während der Bildung der Nagelverbindung 32, wobei der Nagelkopf 23 über Aufspreizen der federnden Zentrierhilfe 6 durch die federnde Zentrierhilfe 6 gedrückt werden kann.
[0093] Die federnde Zentrierhilfe 6 kann aus Kunststoff oder Metall ausgebildet sein, wobei auch eine Mischung aus Kunststoff und Metall möglich ist, um beispielsweise die Beständigkeit von
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Metall für die Lagerung und Kontaktierung des Nagels 3 und die Flexibilität von Kunststoff für eine gelenkige Verbindung zur Vermittlung von Elastizität genutzt werden kann.
[0094] Die federnde Zentrierhilfe 6 ist auf einem freien Ende 21 des Schusskanals 2 aufgesteckt.
[0095] Die federnde Zentrierhilfe 6 ist (in dieser Ausführungsform der Nagelpistole 1) in radialer Richtung 20 orthogonal auf und parallel zu der Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 zwischen der Austrittsöffnung 5 und dem Schusskanal 2 angeordnet ist, wobei die federnde Zentrierhilfe 6 im Allgemeinen auch anderweitig lokalisiert sein kann, sofern die Zentrierung des Nagels 3 gewährleistet ist.
[0096] Fig. Sa zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der federnden Zentrierhilfe 6, wobei die federnde Zentrierhilfe 6 dieses Ausführungsbeispiels in Form eines Federkorbeinsatzes 9 mit acht um eine Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 angeordneten federnden Segmente 13 vorliegt, welcher als Hülse 10 um/auf den Schusskanal 2 aufsteckbar beziehungsweise (im Fall eines an dem Schusskanal 2 anordenbaren Austrittsöffnungs-Aufsatzes) innerhalb oder im Bereich der Austrittsöffnung 5 anordenbar ist.
[0097] Die federnde Zentrierhilfe 6 ist flexibel durch elastisch reversible Deformation der Vielzahl an federnden Segmenten 13 zum Durchtritt des Nagelkopfes 23 aufweitbar.
[0098] Die federnde Zentrierhilfe 6 weist eine trichterförmige und im Wesentlichen konische VerJüngung 14 auf, welche im Gebrauchszustand der Nagelpistole 1 in Richtung der Austrittsöffnung 5 für den Nagel 3 weist und mit welcher die Nagelspitze 25 in eine sachgemäße Lage für die Herstellung eine qualitativ hochwertigen Nagelverbindung 32 bringbar ist.
[0099] Die federnde Zentrierhilfe 6 weist eine Fangöffnung 15 zum Fangen der Nagelspitze 25 des Nagels 3 auf, welche im Schließzustand 17 der federnden Zentrierhilfe 6 vorliegt und sich im Zuge des Nagelns aufweitet, um auch den Nagelkopf 23 des Nagels 3 passieren lassen zu können, wobei der Nagel 3 durch die Fangöffnung 15 für die folgende Herstellung der Nagelverbindung 32 konzentrisch zu der Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 vorbereitend festlegbar beziehungsweise fixierbar ist.
[00100] Die federnde Zentrierhilfe 6 weist pro Segment 13 jeweils eine quer von der Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 abstehende Haltelasche 18 und einen quer von der Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 orientierten Anschlagsteg 19 auf, wobei zum Beispiel eine reduzierte Anzahl an Haltelaschen 18 oder Anschlagstege 19 vorgesehen sein kann.
[00101] Fig. 6b zeigt, dass die federnde Zentrierhilfe 6 dieser Ausführungsform eine eigene Bauteilkomponente der Nagelpistole 1 darstellt, welche von dem Schusskanal 2 und der Austrittöffnung 5 (in diesem Fall als konkrete Bauteilkomponente in Form eines Aufsatzes oder dergleichen für den Schusskanal 2) gesondert ausgestaltet ist. Im Allgemeinen ist jedoch beispielsweise möglich, die federnde Zentrierhilfe 6 stoffschlüssig mit dem Schusskanal 2 als integralen Teil des Schusskanals 2 zu verbinden und/oder die Austrittsöffnung 5 durch die federnde Zentrierhilfe 6 zu bilden.
[00102] Die federnde Zentrierhilfe 6 ist zur elastisch reversiblen Deformation flexibel ausgestaltet, wobei die federnde Zentrierhilfe 6 über eine StoRbewegung des Stößels 4 auf einen Innendurchmesser 11 des Schusskanals 2 zum Durchtritt des Nagelkopfes 23 aufweitbar ist.
[00103] Die federnde Zentrierhilfe 6 umfasst pro Segment 13 eine von dem Segment 13 umfasste Einlaufschräge 38 zur Kontaktierung des Nagelkopfes 23 des Nagels 3 zum Aufweiten der federnden Zentrierhilfe 6, wobei die Einlaufschräge 38 im Allgemeinen zumindest bis zur parallelen Ausrichtung gegenüber der Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 aufweitbar sein kann.
[00104] Die federnde Zentrierhilfe 6 weist stoffschlüssig in Verbindung stehende Segmente 13 auf, zwischen welchen jeweils eine Öffnung 37 und eine Aussparung 36 verortet sind. Die Öffnungen 37 sind bei diesem Ausführungsbeispiel an einem parallel zu der Längsachse 12 der federnden Zentrierhilfe 6 angeordnet, wobei die Aussparungen 36 sich von der Verjüngung 14 bis über die Einlaufschrägen 38 hinweg erstrecken — wobei dies im Allgemeinen nicht zwingend
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erforderlich ist.
[00105] Fig. 7a zeigt eine Nagelpistole 1 mit einem grundsätzlich analogen konstruktiven Aufbau wie jene gemäß Fig. 2b, wobei jedoch keine federnde Zentrierhilfe 6 vorgesehen ist. Diese kann im Allgemeinen in Ergänzung vorgesehen sein. Alternativ ist zur Zentrierung des Nagels 3 innerhalb des Schusskanals 2 an dem Nagel 3 ein Zentrierring 39 angeordnet, welcher zur konzentrischen Ausrichtung der Längsachse 7 des Nagels 3 relativ zu der Längsachse 8 des Schusskanals 2 vorgesehen ist.
[00106] Der Zentrierring 39 ist an einem mittigen Bereich des Nagelschaftes 24 in Kraftschlussverbindung mit dem Nagelschaft 24 angeordnet.
[00107] Ein Außendurchmesser des Zentrierrings 39 entspricht dem Innendurchmesser 11 des Schusskanals 2 und ist um mehr als ein Drittel größer als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes 24.
[00108] Die Nagelpistole 1 umfasst ein Magazin 22, welches eine Vielzahl an miteinander verbundenen Nägeln 3 aufweist, wobei die Vielzahl an miteinander verbundenen Nägeln 3 jeweils einen Zentrierring 39 zur konzentrischen Ausrichtung der Längsachse 7 des Nagels 3 relativ zu der Längsachse 8 des Schusskanals 2 der Nagelpistole 1 umfasst. Das Magazin 22 kann im Allgemeinen als externes oder internes Magazin 22 (zumindest bereichsweise innerhalb der Nagelpistole 1 angeordnet) vorliegen.
[00109] Fig. 7b unterscheidet sich von dem Detailausschnitt gemäß Fig. 7b lediglich dahingehend, dass der Nagel 3 durch die Bewegung des Stößels 4 in Richtung der Austrittsöffnung 5 bewegt wurde, wobei die Austrittsöffnung 5 in Form einer Hülse vorliegt — dies im Allgemeinen jedoch nicht erforderlich ist.
[00110] Der Zentrierring 39 ist zwischen einer Profilierung 34 und dem Nagelkopf 23 angeordnet, wobei der Zentrierring 39 alternativ um die Profilierung 34 angeordnet sein kann. Der Kraftschluss kann beispielsweise durch eine Presspassung zwischen Zentrierring 39 und Nagel 3 und/oder durch ein Aufrauen der Oberfläche des Innenbereichs des Zentrierrings 39 erreich werden.
[00111] Fig. 8a und Fig. 8b zeigen eine durch die Nagelpistole 1 hergestellte Nagelverbindung 32 zwischen dem Nagel 3 und einem Material 33 in Form eines Möbelteiles 33. Im Allgemeinen kann eine Verhalsung zwischen einer metallischen Komponente eines Möbelbeschlages 28 und einem holzartigen Material generiert werden. Fig. 8b visualisiert die Nagelverbindung 32 in Schnittdarstellung.
[00112] In diesem Ausführungsbeispiel liegt der Zentrierring 39 in Form von Kunststoff vor, wobei auch beispielsweise metallische Materialien herangezogen werden können.
Ein exemplarisches Verfahren zur Herstellung der Nagelverbindung 32 durch die Nagelpistole 1 kann wie folgt expliziert werden: Der Nagel 3 wird in den Schusskanal 2 der Nagelpistole 1 eingebracht, wobei die Längsachse 7 des Nagels 3 innerhalb des Schusskanals 2 durch den Zentrierring 39 konzentrisch zu der Längsachse 8 des Schusskanals 2 ausgerichtet wird und anschließend der Stößel 4 den Nagel 3 in Richtung der Austrittsöffnung 5 bewegt, sodass der Nagel 3 zentriert zu der Austrittsöffnung 5 orientiert aus der Austrittsöffnung 5 in das zu nagelnde Material eintritt. Der Zentrierring 39 wird durch den Eintritt des Nagels 3 in das zu nagelnde Material relativ zu dem Nagel 3 verschoben.
[00113] Der Zentrierring 39 kann zwischen dem Nagelkopf 23 des Nagels 3 und dem zu nagelndem Material unter plastischer Verformung oder ohne wesentliche plastische Verformung des Zentrierrings 39 eingeklemmt werden. Der Zentrierring 39 kann im Allgemeinen alternativ durch Bruch oder plastischer Verformung von dem Nagel 3 im Zuge der Herstellung der Nagelverbindung 32 gelöst werden.
Claims (20)
1. Nagelpistole (1), umfassend - einen Schusskanal (2), in welchem zumindest ein Nagel (3) zwischenspeicherbar ist, - einen Stößel (4), mit welchem ein in dem Schusskanal (2) befindlicher Nagel (3) mit Kraft beaufschlagbar ist, und - eine Austrittsöffnung (5), über welche ein Nagel (3) durch den Stößel (4) aus dem Schusskanal (2) austretbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nagelpistole (1) wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6), wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) zur elastisch reversiblen Deformation flexibel ausgestaltet ist und an einem freien Ende (21) des Schusskanals (2) auf den Schusskanal (2) aufgesteckt ist, und/oder wenigstens einen innerhalb des Schusskanals (2) angeordneten Zentrierring (39) zur im Wesentlichen konzentrischen Ausrichtung einer Längsachse (7) eines zumindest bereichsweise in der Nagelpistole (1) angeordneten Nagels (3) relativ zu einer Längsachse (8) des Schusskanals (2) umfasst.
2. Nagelpistole (1) nach Anspruch 1, wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) in Form eines Federkorbeinsatzes (9) und/oder einer Hülse (10) vorliegt und/oder von dem Schusskanal (2) und/oder der Austrittsöffnung (5) gesondert ausgebildet ist.
3. Nagelpistole (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6), vorzugsweise über eine StoRbewegung des Stößels (4), im Wesentlichen auf einen Innendurchmesser (11) des Schusskanals (2) aufweitbar ist.
4. Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) und/oder der wenigstens eine Zentrierring (39) aus Kunststoff und/oder Metall ausgebildet ist.
5. Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6)
- zumindest zwei, vorzugsweise zumindest drei, besonders bevorzugt zumindest sechs, um eine Längsachse (12) der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe (6) angeordnete federnde Segmente (13) umfasst, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass zwischen den zumindest zwei federnden Segmenten (13) zumindest eine Aussparung (36) oder zumindest eine Öffnung (37) angeordnet ist, oder
- eine trichterförmige oder im Wesentlichen konische Verjüngung (14) umfasst, welche in Richtung der Austrittsöffnung (5) orientiert ist, oder
- eine Fangöffnung (15) zum Fangen einer Nagelspitze (25) eines Nagels (3) in einem Schließzustand (17) der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe (6) aufweist oder
- wenigstens eine Einlaufschräge (38) zur Kontaktierung eines Nagelkopfes (23) eines Nagels (3) zum Aufweiten der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe (6) umfasst oder
- zumindest eine quer von einer Längsachse (12) der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe (6) abstehende Haltelasche (18) oder zumindest einen quer von einer Längsachse (12) der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe (6) orientierten Anschlagsteg (19) umfasst.
6. Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) in radialer Richtung (20) orthogonal auf und/oder parallel zu einer Längsachse (12) der wenigstens einen federnden Zentrierhilfe (6) zumindest bereichsweise zwischen der Austrittsöffnung (5) und dem Schusskanal (2) angeordnet ist.
7. Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Schusskanal (2), die Austrittsöffnung (5) und der Stößel (4) konzentrisch zueinander angeordnet sind.
8. Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Nagelpistole (1) ein Magazin (22) umfasst, mit welchem eine Vielzahl an Nägeln (3) speicherbar ist.
9. Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche mit einem in dem Schusskanal (2) angeordneten Nagel (3), wobei der Nagel (3) einen Nagelkopf (23), einen Nagelschaft
10.
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(24) und eine Nagelspitze (25) aufweist und ein Nagelkopfdurchmesser des Nagelkopfes (23) im Wesentlichen einem Innendurchmesser (11) des Schusskanals (2) entspricht und/oder zumindest um ein Drittel größer ist als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes (24).
Nagelpistole (1) nach Anspruch 9, wobei der Nagelschaft (24) wenigstens eine Profilierung (34), vorzugsweise Riffelung oder Gewinde, und/oder der Nagelkopf (23) wenigstens eine Einkerbung (35) aufweist.
Nagelpistole (1) nach Anspruch 9 oder 10, wobei der wenigstens eine Zentrierring (39), vorzugsweise an einem mittigen Bereich, des Nagelschaftes (24), vorzugsweise in Kraftschluss mit dem Nagelschaft (24), angeordnet ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass ein AuBendurchmesser des wenigstens einen Zentrierrings (39) im Wesentlichen einem Innendurchmesser (11) des Schusskanals (2) entspricht und/oder zumindest um ein Drittel größer ist als ein Nagelschaftdurchmesser des Nagelschaftes (24).
Federnde Zentrierhilfe (6) für eine Nagelpistole (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Zentrierhilfe (6) in Form eines Federkorbeinsatzes (9) mit zumindest zwei um eine Längsachse (12) der federnden Zentrierhilfe (6) angeordneten federnden Segmente (13) vorliegt, sodass die federnde Zentrierhilfe (6) flexibel durch elastisch reversible Deformation der zumindest zwei federnden Segmente (13) zum Durchtritt eines Nagelkopfes (23) aufweitbar ist.
Federnde Zentrierhilfe (6) nach Anspruch 12, wobei die federnde Zentrierhilfe (6) eine trichterförmige Verjüngung (14) umfasst, mit welcher eine Nagelspitze (25), vorzugsweise über eine Fangöffnung (15), konzentrisch zu einer Längsachse (12) der federnden Zentrierhilfe (6) festlegbar ist.
Magazin (22) für eine Nagelpistole (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend eine Vielzahl an miteinander verbundenen Nägeln (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl an miteinander verbundenen Nägeln (3) jeweils einen Zentrierring (39) zur im Wesentlichen konzentrischen Ausrichtung einer Längsachse (7) des Nagels (3) relativ zu einer Längsachse (8) eines Schusskanals (2) der Nagelpistole (1) umfasst.
Verwendung einer Nagelpistole (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 bei Möbelbeschlägen (28) und/oder bei Möbelbehältnissen (29), vorzugsweise zur Montage eines Schubladenbodens (30) an einer Schubladenzarge (31).
Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung (32) durch eine Nagelpistole (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- ein Nagel (3) wird in den Schusskanal (2) der Nagelpistole (1) eingebracht,
- der Stößel (4) bewegt den Nagel (3) in Richtung der Austrittsöffnung (5),
- eine Längsachse (7) des Nagels (3) wird durch wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) im Wesentlichen konzentrisch zu einer Längsachse (8) des Schusskanals (2) ausgerichtet und
- der Nagel (3) tritt zentriert zu der Austrittsöffnung (5) orientiert aus der Austrittsöffnung (5) in das zu nagelnde Material ein.
Verfahren nach Anspruch 16, wobei die wenigstens eine federnde Zentrierhilfe (6) durch den Nagel (3) über die Kraftbeaufschlagung mittels des Stößels (4) aufgeweitet wird.
Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung (32) durch eine Nagelpistole (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
- ein Nagel (3) wird in den Schusskanal (2) der Nagelpistole (1) eingebracht,
- eine Längsachse (7) des Nagels (3) wird innerhalb des Schusskanals (2) durch wenigstens einen Zentrierring (39) im Wesentlichen konzentrisch zu einer Längsachse (8) des Schusskanals (2) ausgerichtet,
- der Stößel (4) bewegt den Nagel (3) in Richtung der Austrittsöffnung (5) und
- der Nagel (3) tritt zentriert zu der Austrittsöffnung (5) orientiert aus der Austrittsöffnung (5) in das zu nagelnde Material ein.
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der wenigstens eine Zentrierring (39) durch den Eintritt des Nagels (3) in das zu nagelnde Material - relativ zu dem Nagel (3) verschoben und/oder - zwischen einem Nagelkopf (23) des Nagels (3) und dem zu nagelndem Material, vorzugsweise unter plastischer Verformung des wenigstens einen Zentrierrings (39), eingeklemmt oder durch Bruch oder plastischer Verformung von dem Nagel (3) gelöst wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, wobei mit der Nagelverbindung (32) ein Schubladenboden (30) an einer Schubladenzarge (31) oder ein Möbelbeschlag (28) an einem Möbelteil (33) montiert wird.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
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