AT522648B1 - Schablone und Verfahren zum Einstellen einer Kettenspannung sowie ein Verfahren zum Prüfen einer Kette - Google Patents

Schablone und Verfahren zum Einstellen einer Kettenspannung sowie ein Verfahren zum Prüfen einer Kette Download PDF

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AT522648B1 ATA50933/2019A AT509332019A AT522648B1 AT 522648 B1 AT522648 B1 AT 522648B1 AT 509332019 A AT509332019 A AT 509332019A AT 522648 B1 AT522648 B1 AT 522648B1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schablone (100) zum Einstellen einer Kettenspannung einer Kette (300) an einer Schwinge (200) eines Zweirads sowie eine Schablone zum Prüfen einer Kette eines Zweirads hinsichtlich deren Verwendbarkeit. Die Schablone weist ein Kopfteil (120) und ein Fußteil (140) auf, welche mit einem Verbindungsteil (130) miteinander verbunden sind. Das Kopfteil (120) und das Fußteil (140) sind so voneinander beabstandet, dass eine Schwinge (200) in dem dazwischen befindlichen Bereich ohne Spiel aufnehmbar ist, so dass die Schablone (100) eindeutig an der Schwinge (200) positionierbar ist. Das Kopfteil (120) weist eine Höhe (123) auf, so dass die Einstellung der Kette (300) bezüglich der Schwinge (200) einfach kontrollierbar ist. Zudem oder alternativ kann die Schablone (100) zumindest zwei voneinander beabstandete Zähne (126a, 126b, 146a, 146b) aufweisen, welche jeweils mit einem Glied der Kette (300) eingreifen können, so dass die Funktionsfähigkeit der Kette (300) hierdurch kontrollierbar ist.

Description

Beschreibung
SCHABLONE UND VERFAHREN ZUM EINSTELLEN EINER KETTENSPANNUNG SOWIE EIN VERFAHREN ZUM PRUFEN EINER KETTE
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schablone sowie ein Verfahren zum Einstellen einer Kettenspannung als auch ein Verfahren zum Prüfen einer Kette.
[0002] Motorräder weisen heutzutage oftmals eine Schwinge auf, an dessen hinterem Ende eine Welle angeordnet ist, auf dem ein Hinterrad des Motorrades drehbar gelagert ist. Das Hinterrad ist mit einem Zahnrad gekoppelt, das über eine Kette von einem Motor angetrieben wird.
[0003] Im Bereich der Schwinge lassen sich unterschiedliche Parameter, wie z.B. die Position der Welle, die Kettenspannung und der Abstand der Schwinge zum übrigen Rahmen in gewissen Bereichen einstellen. Eine korrekte Einstellung ist für den sicheren Betrieb eines Motorrades essentiell.
[0004] Der Internetlink https://www.brnoffroad.com/chain-slack-tool-ktm-55mm-to-58mm/ beschreibt ein Werkzeug zum Bestimmen der Kettenspannung eines Motorades welches einen Abstand zwischen einer Schwinge und der Kette definiert, indem mit einem Sichtfenster im Werkzeug die Kette bei einem Anheben sichtbar wird.
[0005] Der Internetlink https://www.motionpro.com/product/08-0674 beschreibt ein Werkzeug zum Bestimmen der Kettenspannung eines Motorrades, welches einen Montageabschnitt zum Aufnehmen der zu prüfenden Kette aufweist und einer beweglichen Skala mit welcher ein Abstand der Kette von einer Schwinge ermittelt werden kann.
[0006] Der Internetlink https://www.youtube.com/watch?v=ZLWWLeCBMGOQ zeigt ein weiteres Werkzeug aus Kunststoff zum Bestimmen der korrekten Kettenspannung bzgl. einer Schwinge.
[0007] CN 207585494 U sieht eine Kettenspannungserfassungsvorrichtung vor, die einen Montageabschnitt und einen fest mit dem Montageabschnitt verbundenen Messabschnitt umfasst, wobei der Montageabschnitt zur Aufnahme einer zu prüfenden Kette dient und der Messabschnitt konfiguriert ist, um einen Abstand zwischen der zu testenden Kette der Hintergabel zu messen.
[0008] GB2437097A beschreibt ein Werkzeug zum Messen der Spannung einer Motorradantriebskette, welche einen Griff, eine Skala und einen Saugnapf zum Anbringen des Werkzeugs an einer Schwinge umfasst. Durch Drehen des Werkzeugs um eine Achse kann das Werkzeug so orientiert werden, dass auf einer Skala ein Wert für die Spannung der Kette ablesbar ist.
[0009] DE 20 2017 104 246 U1 beschreibt eine Buchsenförderketten-Verschleißmesslehre mit
- einem Lehrengrundkörper und
- zwei im Abstand voneinander von dem Lehrengrundkörper vorstehenden Messnocken mit jeweils mindestens einer Kontaktfläche zur Anlage an den Buchsenaußenflächen von zwei im Abstand voneinander angeordneten Buchsen einer Buchsenförderkette,
wobei der Abstand der an die Buchsenaußenflächen anlegbaren Kontaktflächen dem Abstand der beabstandeten Buchsenaußenflächen entspricht, den diese nach Erreichen einer festgelegten, den Verschleißgrad bestimmenden Längung der Buchsenförderkette aufweisen.
[0010] EP 0 994 279 A1 beschreibt einen Kettenverschleißindikator zum Messen des Verschleißes in einer Kette, welcher einen Körperabschnitt mit einem ersten Ende, einem zweiten Ende und einer ersten und einer zweiten Seite aufweist, die sich zwischen dem ersten und dem zweiten Ende erstrecken. Die erste Seite des Körperabschnitts misst einen ersten vorbestimmten Verschleißbetrag in der Kette, während die zweite Seite des Körperteils bestimmt, ob eine neue Kette defekt ist.
[0011] GB 2 396 420 A beschreibt eine Lehre, welche die Kettenlängung mit Hilfe einer schwenkbaren Nische und eines Spannzinkens misst. Der Spannzinken weist eine Skala auf, um das Messen zu unterstützen.
[0012] DE 91 10 896 U1 beschreibt eine Lehre zum Feststellen des Verschleißes von Rollenketten, bestehend aus einem starren Grundkörper, der an einer Längsseite mit zwei zum Eintreten in die von den Kettengliedern begrenzten Zwischenräume bestimmten Nasen versehen ist, deren Abstand einem Mehrfachen der Länge eines Kettengliedes entspricht.
[0013] DE 295 08 570 U1 beschreibt eine Vorrichtung zur Feststellung des Verschleißes an Rollenketten, bestehend aus einem starren Grundkörper aufweisend eine Prüfnase und eine Rollenabstütznase, wobei jede zu überprüfende Kettenteilung auf Verschleiß mit einer einzigen Prüfnase und einer Rollenabstütznase geprüft wird.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schablone und entsprechende Verfahren zu schaffen, die das Einstellen einer Kettenspannung und/oder das Prüfen einer Kette erlauben.
[0015] Die Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend näher anhand der Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
[0017] Fig. 1 eine Schablone in einer Draufsicht auf eine Hauptebene der Schablone [0018] Fig. 2A in einem Querschnitt eine Schablone die auf eine Schwinge eingreift [0019] Fig. 2B in einem Querschnitt eine Schablone die nicht auf eine Schwinge eingreift [0020] Fig. 3 in perspektivischer Ansicht eine Schablone die auf eine Schwinge eingreift [0021] Fig. 4 eine Illustration zur Bestimmung für eine Kettendehnung,
[0022] Fig. 5 in einem Querschnitt ein Eingreifen von Zähnen auf eine Kette, und
[0023] Fig. 6 eine Schablone in perspektivischer Ansicht mit Magneten auf der Rückseite
[0024] Fig. 1 zeigt eine Schablone 100 in einer Draufsicht auf deren Hauptebene. Als Hauptebene der Schablone 100 wird die Ebene einer größten Ausdehnung der Schablone 100 bezeichnet. Die Schablone 100 weist ein Kopfteil 120 und ein Fußteil 140 auf, welche durch ein Verbindungsteil 130 miteinander verbunden sind. Das Kopfteil 120 und das Fußteil 140 sind in einer gleichen Richtung senkrecht zu einer Hauptausbreitungsrichtung der Schablone 100 ausgerichtet, wobei die Hauptausbreitungsrichtung als Richtung zwischen Kopfteil 120 und Fußteil 140 entlang des Verbindungsteils 130 definiert ist. Die Hauptausrichtung der Schablone 100 und die Ausrichtung des Kopfteils 120 bzw. des Fußteils 140 spannen die Hauptebene der Schablone auf.
[0025] Ein äußerstes oberes Ende der Schablone am Kopfteil 120 wird als Kettenaufliegefläche 121 bezeichnet. Das untere Ende des Kopfteils 120 wird als obere Anstoßfläche 122 bezeichnet. Damit wird durch die Kettenaufliegefläche 121 und die obere Anstoßfläche 122 eine Kopfteilhöhe 123 definiert. Eine Eingriffshöhe 133 wird durch einen Abstand zwischen der oberen Anstoßfläche 122 (des Kopfteils 120) und einer unteren Anstoßfläche 141 des Fußteils 140 bestimmt. Die obere Anstoßfläche 122 (des Kopfteils 120) und untere Anstoßfläche 141 (des Fußteils 140) liegen einander gegenüber.
[0026] Die obere Anstoßfläche 122 des Kopfteils 120 kann in Richtung des Verbindungsteils 130 etwas geneigt sein, so dass ein Kopfteilneigungswinkel 134 zwischen dem Kopfteil 120 bzw. der unteren Anstoßfläche 122 und dem Verbindungsteil 130 weniger als 90° betragen kann. Insgesamt bilden das Kopfteil 120 von dessen oberen Anstoßfläche 122 beginnend mit dem Verbindungsteil 130 und hin zu der unteren Anstoßfläche 141 des Fußteils 140 ein sehr lang gezogenes U das auf der Seite liegt, wobei auch die beiden Seiten des U gegenüber der Basis (Verbindungsteil 130) geneigt sein können (z.B. wie abgebildet ist die obere Anstoßfläche 122 nach Innen und die untere Anstoßfläche 141 nach außen geneigt).
[0027] Das Verbindungsteil 130 kann Aussparungen 135 aufweisen, die eine Gewichtsreduktion bzw. eine visuelle Gestaltung erlauben. Die Aussparungen 135 können dabei die Form von ausgeschnittenen Dreiecken haben. Das Verbindungsteil 130 kann am oberen Ende der Schablone
100 fließend in das Kopfteil 120 und am unteren Ende der Schablone 100 fließend in das das Fußteil 140 übergehen. Die Schablone 100 kann einteilig aus einem Werkstoff, wie beispielsweise Kunststoff, ausgeführt sein.
[0028] Jeweils am seitlichen Ende, also senkrecht zur Hauptausbreitungsrichtung der Schablone 100 (jedoch in der Hauptebene der Schablone 100), weisen das Kopfteil 120 eine Kopfteilkrone 125 und das Fußteil 140 eine Fußteilkrone 145 auf, welche folglich in die gleiche Richtung orientiert sind und jeweils mit einer Vielzahl von Zähnen 126a,b, 146a,b besetzt sind. Die Vielzahl der Zähne 126a,b, 146a,b auf der Kopfteilkrone 125 bzw. der Fußteilkrone 145 sind in die gleiche Richtung senkrecht zur Hauptausbreitungsrichtung der Schablone 100, wie auch das Kopfteil 120 und das Fußteil 140 selbst, ausgerichtet und weisen also von dem Verbindungsteil 130 weg. Dennoch liegen die Zähne 126a,b, 146a,b jeweils parallel in der Hauptebene der Schablone 100.
[0029] Durch einen Abstand zwischen den Zähnen 126a,b, welche am Kopfteil 120 angeordnet sind und den Zähnen 146a,b, welche am Fußteil 140 angeordnet sind, wird ein Kettenreferenzmaß 142 definiert, welches dazu verwendet werden kann, um die Verwendbarkeit einer Kette 300 (siehe Fig. 4) zu bestimmen.
[0030] Fig. 2A zeigt die Schablone 100, welche auf eine Schwinge 200 eingreift, die im Querschnitt dargestellt ist. Wenn die Schablone 100 auf die Schwinge 200 eingreift, dann stößt die obere Anstoßfläche 122 des Kopfteils 120 an eine Schwingenoberseite 201 der Schwinge 200 an bzw. liegt auf dieser Schwingenoberseite 201 auf. Weiterhin liegt bei Eingreifen der Schablone 100 auf die Schwinge 200 eine Konturlinie 150 der Schablone 100, auf einer zur Schablone 100 hin gerichteten Außenfläche 250 der der Schwinge 200 an.
Damit liegt die U-förmige Konturlinie 150 (wie oben ausgeführt) an der Außenfläche 250 der Schwinge 200 an ohne diese zu umschließen. Die Konturlinie 150 und der Schablone 100 und die Außenfläche 250 der Schwinge 200 liegen dann nicht mehr an, wenn beispielsweise eine Schwingenunterseite 202 welche an der unteren Anstoßfläche 141 anstößt verhindert, dass die Konturlinie 150 der Schablone 100 an der Außenfläche 250 der Schwinge 200 anliegt (siehe Fig. 2B). Dies ist dann der Fall, wenn die eine veränderliche Schwingenhöhe 222, welche als Abstand zwischen der Schwingenoberseite 201 und der Schwingenunterseite 202, definiert ist, zu groß ist und dann zwar die obere Anstoßfläche 122 des Kopfteils 120 auf der Schwingenoberseite 201 aufliegt, aber ein Anstoßen der oberen Anstoßfläche 141 des Fußteils 141 an der Schwingenunterseite 202 verhindert, dass die Konturlinie 150 und die Außenfläche 250 aneinander anliegen (Fig. 2B). Dann kann die Schablone 100 nicht ausreichend weit zur Schwinge 200 einschwenken, sondern sie muss in einer Richtung verschoben bzw. positioniert werden, in welcher die Schwinge 200 verjüngt ist und damit die Schablone 100 vollständig zur Schwinge 200 eingeschwenkt werden kann.
[0031] Die Schablone 100 kann in einer Richtung von oben nach unten 264 auf die Schwingenoberseite 201 schräg aufgesetzt werden (und auch wieder entfernt werden). Weiterhin kann die Schablone 100 zur Schwinge 200 eingeschwenkt werden, wie Pfeil 265 illustriert, so dass die Schablone 100 auf der Schwinge 200 eine Endposition 266 erreicht. In dieser Endposition 266, liegt, wie oben bereits beschreiben, sowohl die obere Anstoßfläche 122 auf der Schwingenoberseite 201 auf und auch die Konturlinie 150 der Schablone 100 liegt an der Außenfläche 250 der Schwinge 200 an. Durch einen Vergleich der Silhouetten der Konturlinie 150 der Schablone 100 mit der Außenfläche 250 der Schwinge 200 kann also überprüft werden, ob sich die Schablone 100 in der gewünschten Endposition 266 befindet. Sind die Konturlinie 150 und die Außenfläche 250 stark voneinander entfernt, dann befindet sich die Schablone 100 nicht in der Endposition 266.
[0032] Fig. 3 zeigt einen Vorgang eines Eingreifens der Schablone 100 auf die Schwinge 200 in der Endposition 266 in perspektivischer Ansicht und illustriert zusätzlich verschiedene Varianten auf welche Weise das Eingreifen der Schablone 100 auf der Schwinge 200 bzw. die Endposition 266 realisiert werden kann. Insbesondere kann bei Eingreifen der Schablone 100 auf der Schwinge 200 bzw. in der Endposition 266 ein Kettenreferenzabstand 366 einer Kette 300 von der Schwingenoberseite 201 zur Kette 300 selbst überprüft werden. Dieser Kettenreferenzab-
stand 366 kann insbesondere der Kopfteilhöhe 123 entsprechen, wenn sich die Schablone 100 in der Endposition 266 auf der Schwinge 200 befindet.
[0033] Zusätzlich kann durch ein gleichzeitiges Eingreifen der Schablone 100 auf der Schwinge 200 in der Endposition 266 mithilfe der Kopfteilhöhe 123 bzw. des Kettenreferenzabstand 366 eine Kettenspannung eingestellt werden. Dabei wird der Effekt ausgenutzt, dass sich ein Kettenreferenzabstand 366 von der Schwingenoberseite 201 zur Kette 300 dann gegeben ist, wenn die Kettenspannung einen gewünschten Wert hat. Das bedeutet, dass in der Endposition 266 durch die Kopfteilhöhe 123 der Kettenreferenzabstand 366 eine optimale Kettenspannung vorgibt. Insbesondere berührt die Kette 300 in der Endposition 266 der Schablone 100 die Kettenaufliegefläche 121 leicht bzw. ist minimal beabstandet, wenn die Kette 300 eine geeignete Kettenspannung aufweist.
[0034] Ein kartesisches Koordinatensystem kann so vorgegeben sein, dass ein Aufsetzen 264 (vgl. Fig. 2) der Schablone 100 auf der Schwinge 200 entgegensetzt zur y-Achse, in Richtung des Pfeils 262, erfolgt und dass folglich ein Einschwenken 265 der Schablone 100 zur Schwinge 200 im Wesentlichen in ein Richtung der z-Achse (senkrecht zu einer Hauptebene eines Zweirads bzw. parallel zu einer Hinterradachse), in Richtung des Pfeils 263 erfolgt, bis die Schablone 100 auf der Schwinge 200 in der Endposition 266 eingreift.
[0035] Alternativ könnte die Schablone 265 auf einem verjüngten Abschnitt der Schwinge 200 (normalerweise näher zum Hinterrad des Zweirads) erfolgen und die Schablone 100 bis zu einem Eingreifen in der Endposition 266 auf der Schwinge 200 nach vorne (in Richtung Vorderrad des Zweirads und entgegengesetzt zur x-Achse), in Richtung des Pfeils 261 verschoben werden.
[0036] Fig. 4 illustriert eine Bestimmung einer Kettendehnung mittels der Schablone 100. Zur Verdeutlichung sind zwei identische Schablonen 100 abgebildet, die zwei unterschiedlich beanspruchten bzw. gedehnten Ketten 400a,b gegenüberliegen. Die beiden Schablonen 100 befinden sich auf der gleichen Referenzposition 410, so dass jeweils die Zähne 126a,b der Kopfteilkrone 125 einen gleichen Kettenanfang 411 für die beiden Ketten 400a,b vorgeben. Das bereits erwähnte Kettenreferenzmaß 142 (s. Fig.1) wird dabei durch den Abstand zwischen den Zähnen 126a,b der Kopfteilkrone 125 und den Zähnen 146a,b, der Fußteilkrone 145 vorgegeben. Wenn, wie hier abgebildet, die untere Kette 400b beispielsweise durch Beanspruchung um eine Differenz d gedehnt ist, können die Zähne 146a,b, der Fußteilkrone 145 nicht mehr in die Kette 400b eingreifen. Im Gegensatz hierzu können bei der oberen Kette 400a die Zähne 146a,b, der Fußteilkrone 145 jedoch in die obere Kette 400a eingreifen, welche damit ihr Verwendbarkeit zeigt. In Abhängigkeit vom Kettenreferenzmaß 142 und der Ausführung der Zähne 126a bzw.b146a,b kann damit festgelegt werden, welches ein optimales Maß für eine ungedehnte Kettenlänge 412a ist und ab welcher Differenz d eine zu stark gedehnte Kettenlänge 412b vorliegt und deshalb eine Kette 300, 400a,b nicht mehr verwendet werden sollte.
[0037] Fig. 5 a,b illustriert in einem Querschnitt ein Eingreifen von Zähnen 126a,b bzw. 146a,b der Kopfteilkrone 125 bzw. Fußteilkrone 145 auf eine Kette 300. Hierzu kann eine Dicke des Kopfteils 120 bzw. des Fußteils 140 größer sein, als eine Dicke der jeweiligen Zähne 126a,b bzw. 146a,b (s. Fig. 5a), wodurch jeweils eine Kronenanstoßfläche 155 gebildet wird. Durch die Kronenanstoßfläche 155 wird dann das Eingreifen der Zähne 126a,b bzw. 146a,b in die Kette 300 begrenzt (Fig. 5b), weil die Kronenanstoßfläche 155 auf der Kette 300 aufliegt.
[0038] Fig. 6 illustriert die Schablone 100 in perspektivischer Ansicht, wobei auf einer dem Kopfteil 120 und dem Fußteil 140 gegenüberliegenden Rückseite 600 jeweils ein erster Magnet 601 und ein zweiter Magnet 602 angeordnet sind. Die beiden Magnete 601 und 602 können in die Rückseite 600 der Schablone 600 vertieft eingelassen sein und einen bestimmten Abstand aufweisen, so dass mittels der beiden Magnete 601 und 602 die Schablone 100 an einer ebenen metallischen (ferromagnetischen) Fläche, z.B. eines Werkstattwagens angeheftet werden kann. Die beiden Magnete 601 und 602 mögen hierzu Außenflächen aufweisen, welche in einer identischen Ebene liegen, wobei die identische Ebene der Außenflächen der beiden Magnete 601 und 602 der Rückseite 600 der Schablone - oder einer hierzu im wesentlichen parallelen Ebene entsprechen kann.
[0039] Nachfolgend kann die Erfindung folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:
[0040] Die Erfindung betrifft eine Schablone zum Einstellen einer Kettenspannung einer Kette an einer Schwinge eines Zweirads sowie eine Schablone zum Prüfen einer Kette eines Zweirads hinsichtlich deren Verwendbarkeit.
[0041] Die Schablone weist ein Kopfteil und ein Fußteil auf, welche mit einem Verbindungsteil miteinander verbunden sind.
[0042] Das Kopfteil und das Fußteil sind so voneinander beabstandet, dass eine Schwinge in dem dazwischen befindlichen Bereich ohne Spiel aufnehmbar ist, so dass die Schablone eindeutig an der Schwinge positionierbar ist. Das Kopfteil weist eine Höhe auf, so dass die Einstellung der Kette bezüglich der Schwinge einfach kontrollierbar ist. Zudem oder alternativ kann die Schablone zumindest zwei voneinander beabstandete Zähne aufweisen, welche jeweils mit einem Glied der Kette eingreifen können, so dass die Funktionsfähigkeit der Kette hierdurch kontrollierbar ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
100 Schablone
120 Kopfteil
121 Kettenaufliegefläche
122 obere Anstoßfläche
123 Kopfteilhöhe
126a,‚b Zähne (der Kopfteilkrone)
130 Verbindungsteil
133 Eingriffshöhe
134 Kopfteilneigungswinkel
135 Aussparungen
140 Fußteil
141 untere Anstoßfläche
142 Kettenreferenzmaß
145 Fußteilkrone
146a,b Zähne (der Fußteilkrone)
150 Konturlinie 150
200 Schwinge
201 Schwingenoberseite
202 Schwingenunterseite
222 Schwingenhöhe
250 Außenfläche (der Schwinge)
261 Verschieberichtung/Verschieben 262 Pfeil (wesentliche Aufsetzrichtung) 263 Pfeil (wesentliche Einschwenkrichtung) 264 Aufsetzen (der Schablone auf der Schwinge) 265 Einschwenken (der Schablone) 266 gewünschte Endposition
300 Kette
366 Kettenreferenzabstand
400a,b gedehnte Kette
410 Referenzposition
411 Kettenanfang
412a ungedehnte Kettenlänge
412b gedehnte Kettenlänge
600 Rückseite (der Schablone)
601 erster Magnet
602 zweiter Magnet

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Schablone (100) zum Einstellen einer Kettenspannung einer Kette (300) an einer Schwinge (200) eines Zweirads, insbesondere eines Motorrads, gekennzeichnet durch: ein Kopfteil (120) und ein Fußteil (140), welche durch ein Verbindungteil (130) miteinander verbunden sind, wobei das Kopfteil (120) eine Kettenaufliegefläche (121) und eine obere Anstoßfläche (122) aufweist, und die Kettenaufliegefläche (121) und die obere Anstoßfläche (122) eine vorbestimmte Kopfteilhöhe (123) vorgeben, und das Fußteil (140) eine untere Anstoßfläche (141) aufweist, welche der oberen Anstoßfläche (122) des Kopfteils (120) gegenüber liegt, wobei die obere Anstoßfläche (122) des Kopfteils (120) und die untere Anstoßfläche (141) des Fußteils (140) so voneinander beabstandet sind, dass die Schablone (100) auf der Schwinge (200) bis zu einer Endposition (266) bewegbar ist, an welcher die obere Anstoßfläche (122) des Kopfteils (120) an einer Schwingenoberseite (201) der Schwinge (200) anstößt und die untere Anstoßfläche (141) des Fußteils (140) an einer Schwingenunterseite (202) der Schwinge (200) anstößt, wobei in der Endposition (266) durch die Kopfteilhöhe (123) ein Kettenreferenzabstand (366) der Kette (300) von der Schwingenoberseite (201) bis zur Kette (300) bestimmbar ist, mit welchem die Kettenspannung einstellbar ist.
    2. Schablone (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenaufliegefläche (121) und die obere Anstoßfläche (122) einander entgegengesetzt nach außen gerichtet sind und ein Abstand der Kettenaufliegefläche (121) und der oberen Anstoßfläche (122) die Kopfteilhöhe (123) vorgibt, so dass in der Endposition (266) die Kopfteilhöhe (123) mit einem definierten Kettenreferenzabstand (366) der Kette (300) vom der Schwingenoberseite (201) bei einer vorgegebenen Kettenspannung korreliert.
    3. Schablone (100) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Anstoßfläche (121) und die untere Anstoßfläche (141) einander gegenüber liegen und einen dazwischen liegenden Abstand definieren, welcher als Eingriffshöhe (133) bezeichnet wird und welcher mit einer Schwingenhöhe (222) korreliert, welche die Schwinge (200) aufweist, wenn sich die Schablone (100) in der Endposition (266) befindet.
    4. Schablone (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Endposition (266) der Schablone (100) entlang der Schwinge (200) dadurch bestimmbar ist, dass eine Konturlinie (150) der Schablone (100) an einer Außenfläche (250) der Schwinge (200) anliegt, wenn sich die Schablone (100) in der Endposition (266) auf der Schwinge (200) befindet und nicht in einer Richtung der sich verdickenden Schwinge (200) bewegbar ist, ohne dass sich die Konturlinie (150) der Schablone (100) und die Außenfläche (250) der Schwinge (250) voneinander entfernen.
    5. Schablone (100), nach einem der Ansprüche 1 bis 4, zum Prüfen einer Kette (300) eines Zweirads, hinsichtlich deren Verwendbarkeit, gekennzeichnet durch: eine Kopfteilkrone (125) mit zumindest einem Zahn (126a), welcher eingerichtet ist in ein Glied der Kette (300) einzugreifen und eine Fußteilkrone (145) mit zumindest einem Zahn (146a) welcher eingerichtet ist in ein Glied der Kette (300) einzugreifen, wobei der zumindest eine Zahn (126a) der Kopfteilkrone (125) von dem zumindest einen Zahn (146a) der Fußteilkrone (145) beabstandet ist, so dass ein gleichzeitiges Eingreifen des zumindest einen Zahns (126a) der Kopfteilkrone (125) und des zumindest einen Zahns (146a) der Fußteilkrone (145) auf der Kette (300) eine Verwendbarkeit der Kette (300) anzeigt.
    6. Schablone (100) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein verhindertes gleichzeitiges Eingreifen des zumindest einen Zahns (126a) der Kopfteilkrone (125) und des zumindest einen Zahns (146a) der Fußteilkrone (145) auf der Kette (300) eine mangelnde Verwendbarkeit der Kette (300) anzeigt.
    10.
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    Ästerreichisches AT 522 648 B1 2021-03-15
    Schablone (100) nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Kopfteilkrone (125) oder der Fußteilkrone (145) einen dickeren Querschnitt besitzt als ein zugeordneter zumindest ein Zahn (126a) oder (1463), so dass die zumindest eine Kopfteilkrone (125) oder Fußteilkrone (145) eine Kronenanstoßfläche (155) aufweist, welche an ein beliebiges Glied der Kette (300) anstößt während ein der zumindest einen Kopfteilkrone (125) oder Fußteilkrone (146) zugeordneter Zahn (126a), (146a) eingerichtet ist in ein Glied der Kette (300) einzugreifen.
    Verfahren zum Einstellen einer Kettenspannung einer Kette (300) an einer Schwinge (200) eines Zweirads, insbesondere eines Motorrads, mittels einer Schablone (100), gekennzeichnet durch:
    - Bewegen der Schablone (100) auf der Schwinge (200) bis zu einer Endposition (266), wobei die Schablone ein Kopfteil (120) und ein Fußteil (140) aufweist, welche durch ein Verbindungteil (130) miteinander verbunden sind, wobei das Kopfteil (120) eine obere Anstoßfläche (122) aufweist und das Fußteil (140) eine untere Anstoßfläche (141) aufweist, welche der oberen Anstoßfläche (122) des Kopfteils (120) gegenüber liegt, so dass die Schablone (100) in eine Richtung auf der Schwinge (200) bis zu der Endposition (266) verschiebbar ist, an welchem die obere Anstoßfläche (122) des Kopfteils (120) an einer Schwingenoberseite (201) der Schwinge (200) anstößt und die untere Anstoßfläche (141) des Fußteils (140) an einer Schwingenunterseite (202) der Schwinge (200) anstößt, und
    - Einstellen der Kettenspannung der Kette (300), wobei das Kopfteil (120) weiterhin eine Kettenaufliegefläche (121) aufweist, welche mit der oberen Anstoßfläche (122) eine Kopfteilhöhe (123) vorgibt, mittels welcher ein die Kettenspannung definierender Kettenrefernzabstand (366) der Kette (300) von einer Schwingenoberseite (201) der Schwinge (200) einstellbar ist.
    Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch:
    - Einstellen der Kettenspannung der Kette (300), wobei die Kettenaufliegefläche (121) und die obere Anstoßfläche (122) einander entgegengesetzt nach außen gerichtet sind und ein Abstand der Kettenaufliegefläche (121) und der oberen Anstoßfläche (122) die Kopfteilhöhe (123) vorgibt, so dass in der Endposition (266) die Kopfteilhöhe (123) mit einem definierten Kettenabstand (366) der Kette (300) von der Schwingenoberseite (201) bei einer vorgegebenen Kettenspannung korreliert.
    Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, gekennzeichnet durch:
    - Bewegen der Schablone (100) auf der Schwinge (200) bis zu einer Endposition (266), wobei die obere Anstoßfläche (121) und die untere Anstoßfläche (141) einander gegenüber liegen und einen dazwischen liegenden Abstand definieren, welcher als Eingriffshöhe 133 bezeichnet wird und welcher mit einer Schwingenhöhe (222) korreliert, welche die Schwinge (200) aufweist, wenn sich die Schablone (100) in der Endposition (266) befindet.
    Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch:
    - Bestimmen der Endposition (266) der Schablone dadurch, dass eine Konturlinie (150) der Schablone (100) an einer Außenfläche (250) der Schwinge (200) anliegt, wenn sich die Schablone (100) in der Endposition (266) auf der Schwinge (200) befindet und nicht in einer Richtung der sich verdickenden Schwinge (200) bewegbar ist, ohne dass sich die Konturlinie (150) der Schablone (100) und die Außenfläche (250) der Schwinge (250) voneinander entfernen.
    Verfahren zum Prüfen einer Kette (300) eines Zweirads, hinsichtlich deren Verwendbarkeit, insbesondere nach einem der Ansprüche 8 bis 11, mittels einer Schablone (100), dadurch gekennzeichnet, dass die Schablone (100) eine Kopfteilkrone (125) mit zumindest einem Zahn (126a), welcher eingerichtet ist in ein Glied der Kette (300) einzugreifen und eine Fußteilkrone (145) mit zumindest einem Zahn (146a) welcher eingerichtet ist in ein Glied der Kette (300) einzugreifen aufweist, wobei der zumindest eine Zahn (126a) der Kopfteilkrone (125) von dem zumindest einen Zahn 146a der Fußteilkrone (145) beabstandet ist, weist auf:
    - In ein Eingreifen bringen des zumindest einen Zahns (126a) der Kopfteilkrone (125) und des zumindest einen Zahns (146a) der Fußteilkrone (145) auf der Kette (300), so dass dadurch eine Verwendbarkeit der Kette (300) anzeigt wird.
    13. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch: - Nachweisen, dass ein gleichzeitiges Eingreifen des zumindest einen Zahns (126a) der Kopfteilkrone (125) und des zumindest einen Zahns (146a) der Fußteilkrone (145) auf der Kette (300) verhindert ist, so dass hierdurch eine mangelnde Verwendbarkeit der Kette (300) anzeigt wird.
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch: - In ein Eingreifen bringen zumindest eines Zahnes (126a) oder (146a) mit einem Glied der Kette (300) und - auflegen zumindest der Kopfteilkrone (125) oder Fußteilkrone (145) mit einer Kronenanstoßfläche (155) auf das Glied der Kette (300), wobei zumindest eine der Kopfteilkrone (125) oder der Fußteilkrone (145) einen dickeren Querschnitt besitzt als der zugeordneter zumindest eine Zahn (126a) oder (1463).
    Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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"Information KTM PowerParts, HUSQVARNA Motorcycles Accessories - Chain Gage" (17.08.2018) [online], [abgerufen am 04.05.2020], URL: https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/ csbpublic/2a6a9c0adf574b838a7aaaec0f395eac/1000605/ dok_pp_bed_00029920000eb_ha_om__sall__awsg__v1.pdf *
„TwoRide Chain Adjustment Block - Product Review", Quelle: YouTube, [veröffentlicht am 01.03.2019], [online] [video], [abgerufen am 04.05.2020] URL: https://www.youtube.com/watch?v=ZLWWLeCBMGQ&feature=emb_title *

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