AT519257B1 - Brennkraftmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine und ein dazugehöriges Verfahren zur Beladung einer Zündkammer (1) mit einer Brennkammer (2), die im Wesentlichen durch mindestens einen Zylinderkopf, zumindest einen Zylinder und zumindest einen pro Zylinder beweglichen Kolben gebildet ist, und einer zwischen Zylinderkopf und Brennkammer (2) angeordneten Zündkammer (1), in der eine Fremdzündquelle (3) angeordnet ist, wobei die Brennkammer (2) über zumindest eine Übertrittsöffnung (4) mit der Zündkammer (1) strömungsverbindbar ist, und dass die Zündkammer (1) zumindest eine Beladungsöffnung (5) zur Brennkammer (2) aufweist, wobei in der Zündkammer (1) ein Ventil (6) angeordnet ist, durch das die zumindest eine Beladungsöffnung (5) mit der Zündkammer (1) strömungsverbindbar ist. Aufgabe ist es die Beladung zu verbessern. Gelöst wird das dadurch, dass bei geöffneter Beladungsöffnung (5) die Übertrittsöffnung (4) verschlossen ist und bei geöffneter Übertrittsöffnung (4) die Beladungsöffnung (5) durch das Ventil (6) verschlossen ist.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit einer Brennkammer die im Wesentlichen durch mindestens einen Zylinderkopf, zumindest einen Zylinder und zumindest einen pro Zylinder beweglichen Kolben gebildet ist, und einer zwischen Zylinderkopf und Brennkammer angeordneten Zündkammer, in der eine Fremdzündquelle angeordnet ist, wobei die Brennkammer über zumindest eine Übertrittsöffnung mit der Zündkammer strömungsverbindbar ist, und dass die Zündkammer zumindest eine Beladungsöffnung zur Brennkammer aufweist, wobei in der Zündkammer ein Ventil angeordnet ist, durch das die zumindest eine Beladungsöffnung mit der Zündkammer strömungsverbindbar ist, und ein dazugehöriges Verfahren zur Beladung einer Zündkammer und zur Zündung eines zündfähigen Gemischs in der Zündkammer und in einer Brennkammer einer Brennkraftmaschine, bei dem die Zündkammer durch zumindest eine Beladungsöffnung von der Brennkammer aus beladen wird, eine Zündung durch eine Fremdzündquelle von einem zentralen Bereich, einem Zündbereich in der Zündkammer ausgeht, und verbranntes und nicht verbranntes Gemisch, durch zumindest eine Übertrittsöffnung in die Brennkammer eindringt, wobei zur Beladung ein Ventil zumindest eine Beladungsöffnung öffnet und zündfähiges Gemisch in die Zündkammer gedrückt wird.
[0002] Brennkraftmaschinen mit Zündkammern in der eine Fremdzündquelle angeordnet ist, finden beispielsweise Anwendung im Hochleistungsbereich. Unter Übertrittsöffnungen verstehen sich Schusskanäle durch die nach erfolgter Zündung der Ladung in der Zündkammer das verbrannte und das nicht verbrannte Gemisch in die Brennkammer überströmt bzw. durch den erzeugten Überdruck in der Zündkammer in die Brennkammer gedrückt wird.
[0003] Aus der DE 33 31 116 A1 ist eine Zündkammer mit nach Belastung einstellbaren Öffnungsquerschnitten von Schusskanälen bekannt. Nachteilig daran ist, dass zur Beladung der Zündkammer nur die Querschnitte der Schusskanäle zur Verfügung stehen.
[0004] Vorkammern mit einer Übertrittsöffnung und einer Beladungsöffnung, wobei die Beladungsöffnung mit einem Ventil verschließbar ist, sind beispielsweise aus der JP S5371705 A, der JP 2006322367 A, der JP 2002266645 A und der JP S4956304 U bekannt. Dabei besteht bei diesen Anordnungen der Nachteil, dass es zu unerwünschtem Überströmen von der Vorkammer in die Brennkammer kommt und dass sich der Druck in der Vorkammer an den Druck in der Brennkammer angleicht.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Brennkraftmaschine und ein dazugehöriges Verfahren bereitzustellen, damit dieser Nachteil vermieden wird und ein Austritt von im Wesentlichen verbranntem Gemisch aus der Zündkammer begünstigt wird.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass bei geöffneter Beladungsöffnung die Übertrittsöffnung verschlossen ist und bei geöffneter Übertrittsöffnung die Beladungsöffnung durch das Ventil verschlossen ist und dass während der Beladung zumindest eine Übertrittsöffnung verschlossen wird. Das ist vorteilhaft, da die Beladung dadurch arbeitsspielsynchron beinflussbar ist. Durch das Verschließen der Übertrittsöffnung wird beim Beladen ein Überdruck in der Zündkammer erzeugt. Dadurch wird die Verbrennung in der Brennkammer durch das Öffnen der Übertrittsöffnungen gezielt gesteuert. Die Flammenfront verläuft durch diese Maßnahme in definierter Form. Die Flammenfront bewegt sich nicht mehr unkoordiniert und unplanbar wie bisher von der Übertrittsöffnung bzw. den Übertrittsöffnungen durch die Brennkammer.
[0007] Unter arbeitsspielsynchroner Veränderung ist hier eine Veränderung der Beladungsöffnung in Abhängigkeit des Arbeitsspiels eines Viertaktmotors zu verstehen.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausprägung der Erfindung kann abhängig vom momentanen Betriebszustand der Brennkraftmaschine auf die Beladungsöffnung Einfluss genommen werden.
[0009] Es ist günstig, wenn die Summe der Querschnittsflächen aus Übertrittsöffnungen kleiner ist als die Summe der Querschnittsflächen aus Beladungsöffnungen - vorzugsweise so klein, dass das Flächenverhältnis der Übertrittsöffnungen zu den Beladungsöffnungen kleiner als 0,25 ist und wenn vor und durch Austritt von verbranntem Gemisch durch zumindest eine Übertrittsöffnung das entzündete Gemisch einer Drucküberhöhung um mehr als 1 MPa gegenüber der Brennkammer erfährt in vorteilhafter Weise jedoch das 1,7-fache des Kompressionsdruckes in der Brennkammer erreicht wird. Durch diese Druckerhöhung in der Zündkammer strömt das verbrannte Gas mit bis zu Schallgeschwindigkeit aus dem Schusskanal bzw. den Schusskanälen in die Brennkammer, wobei das aufgrund der Geometrie erreicht wird.
[0010] Für eine gleichmäßige und möglichst vollständige und möglichst rasche Verbrennung in der Zündkammer ist es vorteilhaft, wenn ein durch eine Wand der Zündkammer umschlossenes Volumen in einem zentralen Bereich einen Zündbereich aufweist, und dass zumindest eine Übertrittsöffnung um den zentralen Bereich angeordnet ist wodurch erreicht wird, dass bereits zu Beginn des Überströmvorgangs verbrannte Ladung durch diesen hindurchtritt und die Ausbreitung der Flammenfront(en) in der Zündkammer zeitgleich in Richtung eines Zylinderkopfes und in Richtung des Kolbens stattfindet.
[0011] Eine besonders rascher Durchbrand in der Brennkammer wird erreicht, wenn die Zündkammer zumindest vier und in besonders vorteilhafter Ausprägung sechs bis neun Übertrittsöffnungen aufweist.
[0012] Eine besonders einfache und günstige Geometrie ergibt sich, wenn zumindest eine Beladungsöffnung vom zentralen Bereich entfernt angeordnet ist.
[0013] Besonders gut einstellbar ist die Beladung in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Brennkraftmaschine, wenn die Summe von freien Querschnittsflächen der Beladungsöffnungen durch das verschiebbar angeordnete Ventil variabel ist und wenn ein Ventilkörper des Ventils abhängig von einer Verschiebung des Kolbens verschiebbar ist und wenn zumindest eine Beladungsöffnung durch das Ventil synchron zur Bewegung des Kolbens verschlossen beziehungsweise geöffnet wird und dabei eine freie Querschnittsfläche verkleinert beziehungsweise vergrößert wird.
[0014] Wobei bei einem besonders günstigen Verfahren zur Beladung das Ventil während der Bewegung eines Kolbens der Brennkraftmaschine in seinen oberen Totpunkt geöffnet wird, so dass zumindest eine Beladungsöffnung mit der Brennkammer strömungsverbunden wird. Dabei kann günstigerweise durch die Bewegung des Kolbens ein Differenzdruck zwischen Brennkammer und Zündkammer entstehen, der das Ventil in Richtung seiner geöffneten Stellung verschiebt, so dass zumindest eine Beladungsöffnung mit der Zündkammer strömungsverbunden wird.
[0015] Eine abhängige Verschiebung des Ventils lässt sich besonders gut kontrollieren, wenn ein Ventilkörper des Ventils entgegen der Kraft eines Federelementes verschiebbar angeordnet ist, vorzugsweise durch einen Differenzdruck zwischen Brennkammer und Zündkammer.
[0016] Es ist günstig, wenn ein Ventilkörper des Ventils mit einem Betätigungsmechanismus verbunden ist. Dadurch lässt sich unabhängig vom Betriebszustand die Beladung variabel steuern und das zusätzlich verfügbare Volumen in der Brennkammer verändern. Grundsätzlich ist aber auch eine extern aktuierte Steuerung des Betätigungsmechanismus denkbar.
[0017] Der gleiche Vorteil ergibt sich, wenn das Ventil durch einen Betätigungsmechanismus -vorzugsweise entgegen einer Kraft und mit der Kraft eines Federelementes, das auf das Ventil wirkt - verstellt wird.
[0018] Eine besonders einfache Anordnung ergibt sich, wenn das Ventil einen Ringschieber aufweist.
[0019] Die Erfindung wird anhand der nicht einschränkenden Figuren näher erläutert. Es zeigen: [0020] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine in einer ersten Ausführung im
Schnitt; [0021] Fig. 2 die Brennkraftmaschine in der ersten Ausführung im Schnitt; [0022] Fig. 3 eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine in einer zweiten Ausführung im
Schnitt; [0023] Fig. 4 die Brennkraftmaschine in der zweiten Ausführung im Schnitt; [0024] Fig. 5 eine erfindungsgemäße Brennkraftmaschine in einer dritten Ausführung im
Schnitt; und [0025] Fig. 6 die Brennkraftmaschine in der dritten Ausführung im Schnitt.
[0026] In Fig. 1 ist eine Brennkraftmaschine in einer ersten Ausführung bei geschlossener Stellung eines Beladungselements gezeigt. Sie weist eine Zündkammer 1 auf, die von einer Brennkammer 2 umgeben ist. Die Zündkammer 1 weist eine Fremdzündquelle 3 auf, die in der ersten Ausführung als Laserzündquelle ausgebildet ist. Die Zündkammer 1 ist mit der Brennkammer 2 über zwei Übertrittsöffnungen 4 und zwei Beladungsöffnungen 5 strömungsverbindbar angeordnet.
[0027] Die Brennkammer 2 wird begrenzt von einem Zylinderkopf, einem Zylinder und einem im Zylinder angeordneten und verschiebbaren Kolben. Die Zündkammer 1 ist in dieser Ausführung an dem nicht gezeigten Zylinderkopf angeordnet.
[0028] Die Zündkammer 1 weist ein Ventil 6 auf. Dieses dient zum Verschließen der Beladungsöffnungen 5. Dabei ist eine Querschnittsfläche A einer Beladungsöffnung 5 durch einen Ventilkörper 6a variabel verschließbar. Der Ventilkörper 6a ist in der ersten Ausführungsform eine Kreisringscheibe, die durch ein Federelement 6b in Richtung der Beladungsöffnung 5 wirkend angeordnet ist. Das Federelement 6b wirkt entgegen einer Verschiebung des Ventilkörpers 6a mit einer Kraft F. Der Ventilkörper 6a ist in der ersten Ausführung von einem Differenzdruck p gegen die Kraft F verschiebbar. Der Differenzdruck p entsteht aufgrund der Verschiebung des Kolbens und der dadurch hervorgerufenen Kompression der Gase in der Brennkammer und der Zündkammer in Verbindung mit einem hohen Drosselwiderstand an den Übertrittsöffnungen 4.
[0029] Die Zündkammer 1 ist durch eine Wand 7 begrenzt. Die Zündkammer 1 weist ein Volumen V auf, in dem in einem zentralen Bereich ein Zündbereich 8 angeordnet ist. Der Zündbereich 8 versteht sich als der Bereich in dem das zündfähige Gemisch in der Zündkammer 1 durch die Fremdzündquelle 3 initial gezündet wird.
[0030] Nahe zu diesem Zündbereich 1 sind die Übertrittsöffnungen 4 in der Wand 7 der Zündkammer 1 angeordnet. Querschnittsflächen B der Übertrittsöffnungen 4 sind wesentlich kleiner als Querschnittsflächen A der Beladungsöffnungen 5. Dabei ist die Summe der Querschnittsflächen A der Beladungsöffnungen 5 vorteilhafterweise mindestens viermal größer als die Summe der Querschnittsflächen B der Übertrittsöffnungen 4. Ein Flächenverhältnis B/A der Übertrittsöffnungen 4 zu den Beladungsöffnungen 5 ist somit kleiner als 0,25. Die Beladungsöffnungen 5 sind von vom Zündbereich 8 entfernt angeordnet. Die Übertrittsöffnungen 4 sind nahe dem Zündbereich 8 angeordnet.
[0031] In Fig. 1 befindet sich der Ventilkörper 6a des Ventils 6 in einer geschlossenen Stellung C. Dabei ist die Kraft F des Federelementes 6b größer als die, welche durch den Differenzdruck p von der Brennkammer 2 auf den Ventilkörper 6a ausgeübt wird.
[0032] In Fig. 2 befindet sich der Ventilkörper 6a des Ventils 6 in einer geöffneten Stellung O. Dabei ist die Kraft F kleiner als jene, welche durch den Differenzdruck p ausgeübt wird.
[0033] In Fig. 3 und Fig. 4 ist eine Ausführung gezeigt. Dabei ist der Ventilkörper 6a des Ventils 6 als ein Ringschieber 6c ausgebildet.
[0034] Das Ventil 6 stützt sich mit seinem Ventilkörper 6a gegenüber einem Absatz 9 der Wand 7 der Zündkammer 1 mit einem Federelement 6b ab. Auf eine Angriffsfläche 6d des Ventilkörpers 6a wirkt der Differenzdruck p aus der Brennkammer 2.
[0035] In Fig. 3 ist das Ventil 6 in seiner geschlossenen Stellung C gezeigt und in Fig. 4 ist das Ventil 6 in Richtung seiner geöffneten Stellung O verschoben. In der geschlossenen Stellung C sind die Querschnittsflächen A der Beladungsöffnungen 5 verschlossen und in der geöffneten Stellung O sind die Beladungsöffnungen 5 geöffnet und eine freie Querschnittsfläche a der Beladungsöffnung 5 entspricht der Querschnittsfläche A der Beladungsöffnung 5.
[0036] Die freie Querschnittsfläche a der Beladungsöffnung 5 ist je nach Betriebszustand der Brennkraftmaschine unterschiedlich. Der Ringschieber 6c des Ventils 6 weist in der zweiten Ausführung die zwei Übertrittsöffnung 4 auf. In der geschlossen Stellung C des Ventils 6 sind in der gezeigten Ausführung die Übertrittsöffnungen 4 geöffnet. In der geöffneten Stellung O des Ventils 6 sind die Übertrittsöffnungen 4 durch den Ringschieber 6c verschlossen.
[0037] In den Figuren Fig. 5 und Fig. 6 ist eine dritte Ausführung gezeigt. Dabei ist der als Ringschieber 6c ausgebildete Ventilkörper 6a mit einem Betätigungsmechanismus 6e des Ventils 6 verbunden. In dieser Ausführung wird durch eine Verschiebung des Betätigungsmechanismus 6e - die vom Zylinderkopf her rührt - eine Verschiebung des Ringschiebers 6c ausgelöst.
[0038] Die Beladung der Zündkammer 1 erfolgt vorteilhafterweise im Bereich eines oberen Totpunktes des Kolbens. Dabei wird anhand des Differenzdrucks p in der Brennkammer 2 der Ventilkörper 6a in Richtung der geöffneten Stellung O verschoben. Dadurch werden die Querschnittsflächen A der Beladungsöffnungen 5 geöffnet und in der dritten Ausführung werden gleichzeitig die Querschnittsflächen B der Übertrittsöffnungen 4 verschlossen. In die Zündkammer 1 wird in der Folge durch die Beladungsöffnungen 5 zündfähiges Gemisch aus der Brennkammer 2 in die Zündkammer 1 gedrückt, wie mit den Pfeilen 10 in Fig. 2 gezeigt ist.
[0039] Bei Bewegung des Kolbens aus dem oberen Totpunkt erfolgt die Zündung von der Fremdzündquelle 3 vom Zündbereich 8 aus und es erfolgt die Verschiebung des Ventils 6 in die geschlossene Stellung C. Dadurch entsteht aufgrund der Geometrie in der Zündkammer 1 eine Druckerhöhung um zumindest 1 MPa. Bei besonders günstiger Anordnung kann sogar eine Erhöhung auf das 1,7-fache des Kompressionsdruckes in der Zündkammer 1 erfolgen.
[0040] Das zündfähige Gemisch entzündet sich im Zündbereich 8 und strömt über die Übertrittsöffnungen 4 in die Brennkammer 2. Dabei wird aufgrund der günstigen Anordnung in der ersten Ausführung im Wesentlichen verbranntes Gemisch über die Übertrittsöffnungen 4 in die Brennkammer 2 strömen.
[0041] In einer besonders vorteilhaften Ausführung sind acht Übertrittsöffnungen 4 vorgesehen, die mit ihrer Summe der Querschnittsflächen B kleiner sind als die Summe der Querschnittsflächen A der Beladungsöffnungen 5.
[0042] Es sind für die zweite und die dritte Ausführung konventionelle Fremdzündquellen 3 vorgesehen.
Claims (17)
- Patentansprüche1. Brennkraftmaschine mit einer Brennkammer (2), die im Wesentlichen durch mindestens einen Zylinderkopf, zumindest einen Zylinder und zumindest einen pro Zylinder beweglichen Kolben gebildet ist, und einer zwischen Zylinderkopf und Brennkammer (2) angeordneten Zündkammer (1), in der eine Fremdzündquelle (3) angeordnet ist, wobei die Brennkammer (2) über zumindest eine Übertrittsöffnung (4) mit der Zündkammer (1) strömungsverbindbar ist, und dass die Zündkammer (1) zumindest eine Beladungsöffnung (5) zur Brennkammer (2) aufweist, wobei in der Zündkammer (1) ein Ventil (6) angeordnet ist, durch das die zumindest eine Beladungsöffnung (5) mit der Zündkammer (1) strömungsverbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass bei geöffneter Beladungsöffnung (5) die Übertrittsöffnung (4) verschlossen ist und bei geöffneter Übertrittsöffnung (4) die Beladungsöffnung (5) durch das Ventil (6) verschlossen ist.
- 2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Querschnittsflächen (B) aus Übertrittsöffnungen (4) kleiner ist als die Summe der Querschnittsflächen (A) aus Beladungsöffnungen (5) - vorzugsweise so klein, dass das Flächenverhältnis (B/A) der Übertrittsöffnungen (4) zu den Beladungsöffnungen (5) kleiner als 0,25 ist.
- 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch eine Wand (7) der Zündkammer (1) umschlossenes Volumen (V) in einem zentralen Bereich einen Zündbereich (8) aufweist, und dass zumindest eine Übertrittsöffnung (4) um den zentralen Bereich angeordnet ist.
- 4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Beladungsöffnung durch eine arbeitsspielsynchrone Veränderung veränderlich ist.
- 5. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe von freien Querschnittsflächen (a) der Beladungsöffnungen (5) durch das verschiebbar angeordnete Ventil (6) variabel ist.
- 6. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilkörper (6a) des Ventils (6) abhängig von einer Verschiebung des Kolbens verschiebbar ist.
- 7. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilkörper (6a) des Ventils (6) entgegen der Kraft (F) eines Federelementes (6b) verschiebbar angeordnet ist, vorzugsweise durch einen Differenzdruck (p) aus der Brennkammer (2).
- 8. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ventilkörper (6a) des Ventils (6) mit einem Betätigungsmechanismus (6e) verbunden ist.
- 9. Brennkraftmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (6) einen Ringschieber (6c) aufweist.
- 10. Verfahren zur Beladung einer Zündkammer (1) und zur Zündung eines zündfähigen Ge-mischs in der Zündkammer (1) und in einer Brennkammer (2) einer Brennkraftmaschine, bei dem die Zündkammer (1) durch zumindest eine Beladungsöffnung (5) von der Brennkammer (2) aus beladen wird, eine Zündung durch eine Fremdzündquelle (3) von einem zentralen Bereich, einem Zündbereich (8) in der Zündkammer (1) ausgeht, und verbranntes und nicht verbranntes Gemisch, durch zumindest eine Übertrittsöffnung (4) in die Brennkammer (2) eindringt, wobei zur Beladung ein Ventil (6) zumindest eine Beladungsöffnung (5) öffnet und zündfähiges Gemisch in die Zündkammer (1) gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Beladung zumindest eine Übertrittsöffnung (4) verschlossen wird.
- 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Beladungsöffnung (5) durch das Ventil (6) synchron zur Bewegung des Kolbens verschlossen beziehungsweise geöffnet wird und dabei eine freie Querschnittsfläche (a) verkleinert beziehungsweise vergrößert wird.
- 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (6) durch einen Betätigungsmechanismus (6e) - vorzugsweise entgegen einer Kraft (F) und mit der Kraft (F) eines Federelementes (6b), das auf das Ventil (6) wirkt - verstellt wird.
- 13. Verfahren einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beladung das Ventil (6) während der Bewegung eines Kolbens der Brennkraftmaschine in seinen oberen Totpunkt geöffnet wird, so dass zumindest eine Beladungsöffnung (5) mit der Brennkammer (2) strömungsverbunden wird.
- 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Bewegung des Kolbens ein Differenzdruck (p) in der Brennkammer entsteht, der das Ventil (6) in Richtung seiner geöffneten Stellung (O) verschiebt, so dass zumindest eine Beladungsöffnung (5) mit der Brennkammer (2) strömungsverbunden wird.
- 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor und durch Austritt von verbranntem Gemisch durch zumindest eine Übertrittsöffnung (4) das entzündete Gemisch einer Druckerhöhung um mehr als 1 MPa unterliegt, vorzugsweise um das im Wesentlichen 1,7-fache eines Kompressionsdruckes.
- 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das zündfähige Gemisch in der Nähe der zumindest einen Übertrittsöffnung (4) gezündet wird, so dass im Wesentlichen nur vollständig verbranntes Gemisch durch die Übertrittsöffnung (4) in die Brennkammer (2) strömt.
- 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchtritt von verbranntem Gemisch durch die Übertrittsöffnung (4) eine gleichmäßige Verteilung in Richtung eines Zylinderkopfes und in Richtung des Kolbens stattfindet. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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2017
- 2017-11-03 DE DE102017219560.6A patent/DE102017219560A1/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT519257A4 (de) | 2018-05-15 |
| DE102017219560A1 (de) | 2018-05-09 |
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