AT509269A2 - Maschinenstrasse zur herstellung einer faserstoffbahn - Google Patents
Maschinenstrasse zur herstellung einer faserstoffbahn Download PDFInfo
- Publication number
- AT509269A2 AT509269A2 AT342011A AT342011A AT509269A2 AT 509269 A2 AT509269 A2 AT 509269A2 AT 342011 A AT342011 A AT 342011A AT 342011 A AT342011 A AT 342011A AT 509269 A2 AT509269 A2 AT 509269A2
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- valves
- machine line
- fluid
- digital
- pressure
- Prior art date
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims abstract description 45
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000010720 hydraulic oil Substances 0.000 claims description 6
- 238000003490 calendering Methods 0.000 claims description 4
- 238000004891 communication Methods 0.000 claims description 2
- 239000000839 emulsion Substances 0.000 claims description 2
- 230000001050 lubricating effect Effects 0.000 claims description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 2
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 claims 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims 1
- 239000000123 paper Substances 0.000 description 6
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 5
- 239000003638 chemical reducing agent Substances 0.000 description 3
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 3
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010790 dilution Methods 0.000 description 1
- 239000012895 dilution Substances 0.000 description 1
- 238000005265 energy consumption Methods 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000004806 packaging method and process Methods 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F9/00—Complete machines for making continuous webs of paper
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
- D21G1/00—Calenders; Smoothing apparatus
- D21G1/002—Opening or closing mechanisms; Regulating the pressure
- D21G1/004—Regulating the pressure
Landscapes
- Paper (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
- Servomotors (AREA)
Abstract
Die Erfindung beschreibt eine aus mehreren Partien bestehende Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn, wobei die Maschinenstraße eine Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren, insbesondere fluiddruckgetriebenen Zylindern zur Regelung der Position von Vorrichtungen oder des Spaltdrucks in mindestens einem zwischen Vorrichtungen ausgebildeten Spalt aufweist, und wobei in der Maschinenstraße über 75% von an der Bewegungssteuerung und der Kraftsteuerung der Aktuatoren beteiligten Ventilen Schaltventile sind.
Description
1 -
TECHNISCHES GEBIET
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn, und insbesondere auf eine Maschinenstraße mit mehreren Partien, bei der fluiddruckgetriebenen Zylindern zur Regelung der Position von Vorrichtungen, wie z.B. Walzen, oder des Spaltdrucks in mindestens einem zwischen derartigen Vorrichtungen ausgebildeten Spalt zur Anwendung kommen.
STAND DER TECHNIK
Eine bekannte Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn besteht unter anderem aus einer Faserstoffmaschine mit mehreren Maschinenpartien, wie z.B. einer Siebpartie, einer Pressenpartie, einer Trockenpartie, einer Aufrollpartie, einem Kalander oder dergleichen. Bekannterweise werden in der Maschinenstraße Hydraulikstellzylinder eingesetzt, um eine Position einer Vorrichtung, wie z.B. einer Walze eines einen Walzenspalt ausbildenden Walzenpaars, und dadurch einen Walzendruck in dem Walzenspalt einzustellen. Abgesehen von der Verwendung herkömmlicher Servo- oder Proportionalventile für die Hydraulikstellzylinder ist es bekannt, zur Regelung eines Antriebs oder einer Position der Hydraulikstellzylinder, wie sie beispielsweise in einem Kalander eingesetzt werden, einen aus digitalen Schaltventilen bzw. Digitalventilen bestehenden Regler zu verwenden, der den Hydraulikstellzylinder durch Verändern des Hydraulikfluiddrucks oder des Hydraulikfluiddurchflusses steuert, wie es beispielsweise in der DE-A-103 93 693^beschrieben ist.
Der Begriff "Digitalventil" steht generell für ein Schaltventil, das zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zuständen direkt von dem ersten Zustand, beispielsweise dem vollständig geöffneten Zustand, in den zweiten Zustand, beispielsweise den vollständig geschlossenen Zustand, und zurück verfahren werden kann. Wenn das Digitalventil vollständig geöffnet ist, wird es von dem gesamten Volumendurchsatz des von diesem Ventil zugelassenen Fluidstroms durchflossen, im vollständig geschlossenen Zustand hingegen durchfließt das Ventil kein Fluidstrom. Ein derartiges Digitalventil wird daher auch als An-Aus-Ventil oder An-Aus-Digitalventil bezeichnet. Da Digitalventile also nur zwei Zustände (offen oder geschlossen) aufweisen, arbeiten diese im Vergleich zu bekannten Servo- oder ProportionalVentilen überaus schnell. Es sind auch Digitalventile bekannt, die mehr als zwei Zustände aufweisen, beispielsweise ein Digitalventil mit drei Stellungen, wobei das Ventil in der ersten Stellung den Durchfluss in eine Richtung zulässt, in der zweiten Stellung den Durchfluss in eine andere Richtung zulässt, und in der dritten Stellung keinen Durchfluss zulässt bzw. den Durchfluss unterbindet (Aus-Zustand).
Unter den An-Aus-Digitalventilen sind unter anderem zwei verschiedene Arten allgemein bekannt, und zwar die normal geschlossenen Digitalventile, die in schematischen Zeichnungen in der Regel mit NC (vom englischen Begriff "normally closed") gekennzeichnet sind, und die normal offenen Digitalventile, die in der Regel mit NO (vom englischen Begriff "normally open")gekennzeichnet sind. Die normal geschlossenen Digitalventile sind Ventile, die in einem unbetätigten Zustand, z.b. in einem Zustand, in dem bspw. kein Strom zu einem Schaltelektromagneten zugeführt wird, durch eine Feder oder dergleichen in eine geschlossene Stellung (Aus-Stellung) gedrängt werden. Normal offene Digitalventile hingegen sind Ventile, die in einem unbetätigten Zustand, z.B. in einem Zustand, in dem bspw. kein Strom zu einem Schaltelektromagneten zugeführt wird, durch eine Feder oder dergleichen in eine offene Stellung (An-Stellung) gedrängt werden.
Wesentliche Vorteile von Digitalventilen im Vergleich zu herkömmlicherweise eingesetzten Servo- oder Proportionalventilen sind unter anderem ein überaus schnelles Ansprechverhalten, der einfache Aufbau der Digitalventile und deren geringer • * · ♦· · » * · · • «· · ♦ · · ··· ««ft ·····* * « · * «·····* · · · · · · · · #··#·· · φ - 3 -
Energieverbrauch, da kein ständiger Durchfluss von Hydraulikfluid durch die Ventile erforderlich ist.
In bisher bekannte Maschinenstraßen zur Herstellung einer FaserStoffbahn, wie z.B. einer Papier-, Karton- oder Tissu-ebahn werden jedoch abgesehen von der Verwendung von Digitalventilen in einem oben beschriebenen Regler immer noch hauptsächlich altbekannte Servo- oder Proportionalventile verwendet. Bei Verwendung derartiger bekannter Ventile sind üblicherweise bei einem einfachen Aufbau zur Steuerung eines Hydraulikzylinders des Weiteren mindestens ein Druckminderer sowie Strömungsdrosseln in beide Strömungsrichtungen des Ventils notwendig. Diese notwendigen Komponenten zur Aktuatorsteuerung sind jedoch teuer und reagieren sensibel auf Fluidverunreinigungen, wie zum Beispiel Fremdpartikel in dem Steuerfluid, beispielsweise dem Hydrauliköl oder dergleichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn bereitzustellen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Maschinenstraße mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Eine erfindungsgemäße, aus mehreren Partien bestehende Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn hat eine Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren, insbesondere fluiddruckgetriebenen Zylindern, die dazu dienen, die Position von Vorrichtungen, vorzugsweise Hydraulikzylindern, oder den Spaltdruck in mindestens einem zwischen derartigen Vorrichtungen ausgebildeten Spalt zu regeln. Dabei sind über 75% der Ventile der Maschinenstraße, die an der BewegungsSteuerung und der Kraftsteuerung der Aktuatoren beteiligt sind, Schaltventile. Es können auch alle Ventile, die an der Bewegungssteuerung und der Kraftsteuerung der Aktuatoren beteiligt sind, Schaltventile sein. Vorzugsweise sind die vorhergehend genannten
Schaltventile als Digitalventile ausgebildet, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zuständen direkt von dem vollständig geöffneten Zustand in den vollständig geschlossenen Zustand und zurück verfahren werden können. Die Digitalventile ersetzen dabei bisher in bekannten Maschinenstraßen verwendete Servo- oder Proportionalventile wenigstens zu einem Großteil. Weiter vorzugsweise sind mindestens vier Schaltventile je fluiddruckgetriebenem Aktuator angeordnet, sodass ein Digitalventil für jede Steuerkante vorgesehen ist, wodurch langsame Bewegungen des Aktuators erreicht werden können. Um schnellere Bewegungen des Aktuators umzusetzen, kann alternativ auch eine Vielzahl von Digitalventilen je Steuerkante verwendet werden, beispielsweise zwei, drei, vier oder entsprechend mehr Digi-talventile je Steuerkante, wobei die Geschwindigkeit der Aktuatorbewegung mit der Anzahl der Digitalventile je Steuerkante proportional zunimmt. Bei einer großen Anzahl an Digitalventile pro Steuerkante kann eine derartige Auflösung erreicht werden, wie sie bisher von einem herkömmlichen Servo- oder Proportionalventil bekannt ist. Abgesehen von den geringem Kosten sind Digitalventile zudem wartungsfreundlicher, energiesparsamer und fehlertoleranter als die bisher verwendeten Servo- oder Proportionalventile.
Weiterhin kann das die fluiddruckgetriebenen Aktuatoren abtreibende Fluid entweder Wasser, Hydrauliköl oder eine Emulsion aus Wasser und Hydrauliköl sein. Ein Fluidkreislauf der BewegungsSteuerung und der Richtungssteuerung der Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren, beispielsweise ein Hydraulikölkreislauf zur Bewegungs- und Richtungssteuerung von Hydraulikzylindern der Maschinenstraße, steht weiter vorzugsweise mit einem anderen Fluidkreislauf in Verbindung, beispielsweise einem Ölkreislauf für den Antrieb und/oder die Schmierung einer Walze der Papiermaschinenstraße. Das Fluid zum Antrieb der fluiddruckgetriebenen Aktuatoren stammt dabei also aus dem Fluidkreislauf für den Antrieb und/oder die Schmierung einer Walze der Papiermaschinenstraße.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Maschinenstraße sind die fluiddruckgetriebenen Aktuatoren und die Schaltventile in einer Offline-Kalanderpartie angeordnet. Herkömmlicherweise weisen Offline-Kalander separate Versorgungseinheiten für fluiddruckgetriebene Aktuatoren, wie z.B. Stellzylinder für Kalanderwalzen, und für den Kalanderwalzenantrieb selbst auf. Da Digitalventile Fluide mit unterschiedlichen Viskositäten und damit unterschiedliche Fluidvo-lumenströme steuern können, ohne dass Probleme auftreten, wie sie bei bekannten Servo- oder Proportionalventilen Vorkommen, ist es möglich, Öl mit hoher Viskosität von den Fluidversorgungseinheiten für den Walzenantrieb ebenfalls für die Stellbewegung der Aktuatoren zu verwenden. Durch die sich daraus ergebende Verringerung auf nur eine Fluidversorgungsquelle für alle Fluidanwendungen in dem Offline-Kalander kann der Offline-Kalander weniger wartungsintensiv und energiesparender betrieben werden.
Beispielsweise verbraucht eine Fluidversorgungspumpe für den Aktuatorstellbetrieb eines Valsoft-Kalanders™ der Fa. Metso etwa 370kWh/Tag. Durch die Anwendung von Digitalventilen und die daurch mögliche Abzweigung von Fluid aus dem Walzenantrieb kann der Energieverbrauch des AktuatorStellbetriebs um etwa 98% auf 7kWh/Tag gesenkt werden. Der vorhergehend genannte Aufbau von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren und Schaltventilen kann alternativ auch in einer Online-Kalanderpartie der Maschinenstraße verwendet werden.
Alternativ zu Öl oder Wasser kann das Fluid auch ein Gas, insbesondere Luft, oder ein Gasgemisch sein. Bei dieser alternativen Ausführung der erfindungsgemäßen Maschinenstraße weist die Faserstoffbahnmaschinenstraße des Weiteren mindestens eine Luftdrucksteuerung zur Steuerung von Luftdruckeinrichtungen auf, insbesondere für eine Luftblaseinrichtung, die beispielsweise dazu dient, die Faserstoff bahn zu trocknen oder zu führen, wobei alle an der Luftdrucksteuerung beteiligten Ventile Schaltventile sind. Die vorhergehend genannten Schaltventile • · »*··» » »·· *·**·* # · ♦ » ·* * ·«··*·♦ ·* - 6 - können Digitalventile sein, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zuständen direkt von dem vollständig geöffneten Zustand in den vollständig geschlossenen Zustand und zurück verfahren werden können. Vorzugsweise sind dabei mindestens vier Schaltventile je Luftdruckeinrichtung vorgesehen.
Bei bisher bekannten Steuerungen für pneumatische Zylinder sind zusätzlich zu dem verwendeten Steuerventil mindestens ein Druckminderer, Strömungsdrosseln in beide Richtungen sowie Luftfilter und Zufuhrluftdruckminderer notwendig. Bei einem derartigen Aufbau, der üblicherweise sensibel auf Luftunreinheiten reagiert, kommen in der Regel u.a. Verlustströmungen vor. Diese Nachteile sowie der komplexe Aufbau können durch den Einsatz von Digitalventilen für die Steuerung pneumatischer Zylinder verringert bzw. beseitigt werden. Vorzugsweise sind mindestens vier Schaltventile je pneumatisch angetriebenen Aktuator angeordnet, wobei ein Schaltventil für jede Steuerkante vorgesehen ist, sodass langsame Bewegungen des Aktuators erreicht werden können. Die vorhergehend genannten Schaltventile sind vorzugsweise Digitalventile. Um schnellere Bewegungen des Aktuators zu verwirklichen, können auch mehrere Digitalventile je Steuerkante verwendet werden, beispielsweise zwei, drei, vier oder entsprechend mehr Ventile je Steuerkante, wobei die Geschwindigkeit der Aktuatorbewegung mit der Anzahl der Digitalventile je Steuerkante zunimmt. Bei einer großen Anzahl an Digitalventile pro Steuerkante kann eine Auflösung erreicht werden, wie sie von einem herkömmlichen Servo- oder Proportionalventil bekannt ist. Digitalventile sind außerdem kostengünstig, wartungsfreundlicher, energiesparsamer und fehlertoleranter als die bisher verwendeten Servo- oder Proportionalventile. Mit denselben Ventilen können auch Luftblasvorgänge, beispielsweise für den Faserbahneinzug in die Maschinenstraße gesteuert werden.
Weiterhin kann die Steuerung des Aktuatorfluiddrucks eines jeden der Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren durch mindestens einen gemeinsamen, eine Vielzahl von Digitalventi- • ·*· « · « len aufweisende Digitalventil-Druckregler erfolgen. Dabei ist vorzugsweise zwischen dem mindestens einen Digitalventil-Druckregler und jedem Aktuator ein als Abschaltventil wirkendes Digitalventil vorgesehen, und die Steuerung eines Aktuatorfluiddruck eines jeden der Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren durch den Digitalventil-Druckregler kann wahlweise nach dem Prinzip einer Auswahlansteuerung erfolgen. Dadurch ist es möglich, anhand eines zentralisierten Digitalventilmoduls, das beispielsweise 24 Digitalventile aufweist, und anhand von Leitungen, die von dem Digitalventilmodul zu jedem anzusteuernden Aktuator führen und mit einem Verbindungsdigitalventil versehen sind, jeden Aktuator in der Maschinenstraße durch nur ein zentralisiertes Digitalventilmodul zu steuern. Das Digitalventilmodul wird bei diesem Aufbau mit dem gerade anzusteuernden Aktuator verbunden, indem das entsprechende Verbindungsventil geöffnet wird. Der Aktuator wird anschließend angesteuert bzw. betätigt, bis der gewünschte Zustand erreicht ist. Danach wird das geöffnete Verbindungsventil wieder geschlossen und die Leitung zu dem nächsten anzusteuernden Aktuator kann geöffnet werden, um diesen entsprechend anzusteuern.
Falls mehrere Aktuatoren parallel betrieben werden sollen, wie es beispielsweise bei Hydraulikstellzylindern ein und derselben Walze in einer Faserbahnmaschine der Fall sein kann, können auch mehrere zentralisierte Digitalventilmodule vorgesehen sein, die jeweils einen der parallel zu betätigenden Aktuatoren ansteuern. Eine zentrale, wenn auch mehrteilige Ansteuerung der Aktuatoren einer Maschinenstraße ist dadurch weiterhin denkbar.
Weitere Aufgaben, Vorteile und Gesichtspunkte ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der Beschreibung des nachfolgenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
Eine Maschinenstraße gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht prinzipiell aus einer Papiermaschine, einem Rollenschneider sowie der Verpackungseinheit» Die Papiermaschine der Maschinenstraße setzt sich dabei grundsätzlich aus einem Stoffauflaufkästen, einer Siebpartie, einer Pressenpartie, einer Trockenpartie, einer Streichpartie, einem Online-Kalander und dem Aufroller, in dieser Reihenfolge zusammen. In dem Stoffauflaufkästen wird Papierstoff in den Einlaufspalt zwischen zwei schnell laufenden Sieben anhand von Digitalventilen eingespritzt, wobei der Papierstoff in einer Fasersuspension gelöst ist, die größtenteils aus Wasser besteht. Durch eine gezielte Kombination von Digitalventilen mit verschieden großen Durchmessern und damit verschieden großen Durchläufen können die Faserstoffströme genau geregelt werden, die in den Stoffauflaufkästen strömen. Dadurch kann neben den oben genannten Vorteilen von Digitalventilen die Verteilung von Wasser und Fasern in dem Stoffauflauf und damit die Verdünnung des Stoffauflaufs exakt geregelt werden.
Die aus dem Einlaufspalt austretende Suspension wird zwischen Kunststoffsieben durch die Walzen der Siebpartie geführt, wobei Wasser aus der Suspension durch die Siebe hindurch abläuft. In der nachfolgenden Partien, d.h. der Pressenpartie, der Trockenpartie, der Streichpartie, dem Online-Kalander sowie dem Aufroller kommen verschiedene Walzen, wie z.B. Beförderungswalzen, Presswalzen, etc. zum Einsatz, deren Antrieb sowie deren Positionierung in der Maschinenstraße zueinander bzw. in Bezug auf die Faserbahn anhand von hydraulischen Aktuatoren bewirkt werden. Diese Aktuatoren werden in dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel durch ein zentrales Digitalventilmodul gesteuert, das aus einer Vielzahl von Digitalventilen besteht und mit einer Hydraulikpumpe verbunden ist. Das Digitalventilmodul ist durch Hydraulikleitungen mit jedem der Hydraulikaktuatoren verbunden, wobei jede Leitung zwischen dem Digitalventilmodul und jedem einzelnen Hydraulikaktuator mit • f « · · « «I · • * · * · · ·«· ··· ···**· · «·· • I « ι · · « «·· ** «· I I *+*·»· · « - 9 -einem An/Aus-Verbindungsventil, also einem digitalen Schaltventil versehen ist, wodurch es ermöglicht wird, dass immer nur der gerade anzusteuernde Hydraulikatuator mit dem Digital-ventilmodul verbunden ist.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung in einer Papiermaschinenstraße beschränkt, sondern kann in jeder Maschinenstraße zum Einsatz kommen, in der Servo- oder Proportionalventile zur Ansteuerung von Aktuatoren verwendet werden.
Claims (13)
- t« ·· ·· ♦*·*·«· i· - 10 - Patentansprüche: 1. Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn, mit mehreren Partien, wobei die Maschinenstraße eine Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren, insbesondere fluiddruckgetriebenen Zylindern zur Regelung der Position von Vorrichtungen oder des Spaltdrucks in mindestens einem zwischen Vorrichtungen ausgebildeten Spalt aufweist, und wobei in der Maschinenstraße über 75% von an der Bewegungs Steuerung und der Kraftsteuerung der Aktuatoren beteiligten Ventilen Schaltventile sind.
- 2. Maschinenstraße nach Anspruch 1, wobei die Schaltventile Digitalventile sind, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zuständen direkt von dem vollständig geöffneten Zustand in den vollständig geschlossenen Zustand und zurück verfahren werden können.
- 3. Maschinenstraße nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Fluid Wasser, ein Hydrauliköl oder eine Emulsion aus Wasser und Hydrauliköl· ist.
- 4. Maschinenstraße nach Anspruch 3, wobei ein Fluidkreislauf der Bewegungssteuerung und der Richtungssteuerung der Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren mit einem Fluidkreislauf für den Antrieb und/oder die Schmierung einer Walze der Faserstoffbahnmaschinenstraße in Verbindung steht und das Fluid aus diesem Fluidkreislauf stammt.
- 5. Maschinenstraße nach Anspruch 2 oder 3, wobei die fluiddruckgetriebenen Aktuatoren und die Schaltventile in einer Offline-Kalanderpartie oder einer Online-Kalanderpartie der Maschinenstraße angeordnet sind.
- 6. Maschinenstraße nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens vier Schaltventile je fluiddruckgetriebenem Aktuator vorhanden sind.
- 7. Maschinenstraße nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Fluid ein Gas, insbesondere Luft, oder ein Gasgemisch ist.
- 8. Maschinenstraße nach Anspruch 7, wobei die Faserstoffbahnmaschinenstraße des weiteren mindestens eine Luftdrucksteuerung zur Steuerung von Luftdruckeinrichtungen, insbesondere für eine Luftblaseinrichtung aufweist, und wobei alle an der Luftdrucksteuerung beteiligten Ventile Schaltventile sind.
- 9. Maschinenstraße nach Anspruch 8, wobei die Schaltventile Digitalventile sind, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zuständen direkt von dem vollständig geöffneten Zustand in den vollständig geschlossenen Zustand und zurück verfahren werden können.
- 10. Maschinenstraße nach Anspruch 8 oder 9, wobei mindestens vier Schaltventile je Luftdruckeinrichtung vorgesehen sind.
- 11. Maschinenstraße nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuerung des Aktuatorfluiddrucks eines jeden der Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren durch mindestens einen gemeinsamen, eine Vielzahl von Digitalventilen aufweisende Digitalventil-Druckregler erfolgt.
- 12. Maschinenstraße nach Anspruch 11, wobei zwischen dem mindestens einen Digitalventil-Druckregler und jedem Aktuator ein als Abschaltventil wirkendes Digitalventil vorgesehen ist.
- 13. Maschinenstraße nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Steuerung eines Aktuatorfluiddruck eines jeden der Vielzahl von fluiddruckgetriebenen Aktuatoren durch den Digitalventil-Druckregler wahlweise nach dem Prinzip einer Auswahlansteue-rung erfolgt. Wien, am 11. Jänner 2011 Anmelder durch:Keschmann te OG
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201010000833 DE102010000833A1 (de) | 2010-01-12 | 2010-01-12 | Maschinenstraße zur Herstellung einer Faserstoffbahn |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT509269A2 true AT509269A2 (de) | 2011-07-15 |
| AT509269A3 AT509269A3 (de) | 2012-12-15 |
| AT509269B1 AT509269B1 (de) | 2013-12-15 |
Family
ID=44257129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT342011A AT509269B1 (de) | 2010-01-12 | 2011-01-11 | Maschinenstrasse zur herstellung einer faserstoffbahn |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CN (1) | CN102154901A (de) |
| AT (1) | AT509269B1 (de) |
| DE (1) | DE102010000833A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202014100058U1 (de) * | 2014-01-08 | 2014-02-10 | Valmet Technologies, Inc. | Faserbahnmaschine |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN1215111A (zh) * | 1997-10-17 | 1999-04-28 | 王武立 | 生产一次性饭盒的方法和设备及生产线 |
| EP1316732B1 (de) * | 2001-11-29 | 2004-09-08 | Festo AG & Co | Fluidbetätigte Arbeitsvorrichtung |
| FI113794B (fi) | 2002-11-14 | 2004-06-15 | Metso Paper Inc | Menetelmä ja järjestely pitkänomaisen telavälineen paikan ja/tai voiman säätämiseksi |
| FR2880143A1 (fr) * | 2004-12-23 | 2006-06-30 | Peugeot Citroen Automobiles Sa | Dispositif et procede pour moduler la pression fluidique entre une source haute pression et un equipement de vehicule utilisant cette pression |
| US7426827B2 (en) * | 2006-06-15 | 2008-09-23 | Cnh Canada, Ltd. | Suspension arrangement for a boom assembly mounted on an agricultural sprayer |
| CN101888960A (zh) * | 2007-12-05 | 2010-11-17 | 美卓造纸机械公司 | 用于纤维幅材的生产或处理线的配置 |
| FI120317B (fi) * | 2007-12-14 | 2009-09-15 | Metso Paper Inc | Menetelmä materiaalirainan valmistuksen aikaisten häiriöiden käsittelemiseksi ja laitteisto menetelmän toteuttamiseksi kalanterissa |
-
2010
- 2010-01-12 DE DE201010000833 patent/DE102010000833A1/de not_active Withdrawn
-
2011
- 2011-01-11 AT AT342011A patent/AT509269B1/de not_active IP Right Cessation
- 2011-01-12 CN CN2011100207253A patent/CN102154901A/zh active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT509269A3 (de) | 2012-12-15 |
| AT509269B1 (de) | 2013-12-15 |
| DE102010000833A1 (de) | 2011-07-14 |
| CN102154901A (zh) | 2011-08-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2435713B1 (de) | Verfahren zum entfernen von fremdstoffen aus einem digitalhydraulischen druckregler eines hydrauliksystems | |
| EP0894895B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung und Korrektur einer Faserorientierungs-Querprofil-Veränderung | |
| WO2013174572A1 (de) | Dichtleistensystem | |
| DE60104295T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur steuerung der feuchtigkeit in einem mehrrollenkalander | |
| DE69119859T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung in der Trockenpartie einer Papiermaschine zum Einfädeln einer Papierbahn | |
| EP1225046A1 (de) | Druckzylinder zum Aufnehmen einer Druckhülse | |
| AT509269B1 (de) | Maschinenstrasse zur herstellung einer faserstoffbahn | |
| DE4014742A1 (de) | Duesensystem eines papiermaschinenblaskastens | |
| EP2531651A1 (de) | Ventil zum regulieren eines fluidstroms | |
| EP4240899B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum befeuchten einer materialbahn | |
| EP0898013B1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung oder Regelung eines Bahneigenschaftsprofils | |
| EP2435715A1 (de) | Digitalhydraulischer regler | |
| EP2900868B1 (de) | Verfahren zur regelung der formation einer faserstoffbahn eines faser- oder papierherstellungsprozesses | |
| EP2516737B1 (de) | Anordnung zur regelung der position einer walze oder des spaltdrucks eines walzenspalts einer faserstoffbahnmaschine | |
| DE4211290A1 (de) | Mischeinrichtung mit veränderlichen Rohrquerschnitten zum Mischen von zwei Flüssigkeiten bei konstantem Gemischvolumenstrom zur Versorgung des Stoffauflaufs einer Papiermaschine | |
| EP2847381B1 (de) | Dichtleiste mit integriertem schmierwasserzuführungssystem | |
| DE102012213544A1 (de) | Dichtleistensystem | |
| AT510884B1 (de) | Aufroller | |
| DE202014100223U1 (de) | Vorrichtung zur Bearbeitung einer Faserbahn | |
| DE102011083069A1 (de) | Fluidsystem für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn | |
| DE202014100143U1 (de) | Vorrichtung zur Bearbeitung einer Faserbahn | |
| EP2586911A1 (de) | Bahnbehandlungsvorrichtung | |
| EP1754827A1 (de) | Verfahren zur Regelung mindestens einer Eigenschaft einer Faserstoffbahn und dazugehöriges Blattbildungssystem | |
| WO2012167960A1 (de) | Digitalpneumatischer druckregler und stellgliedsteuerungsanordnung damit | |
| DE102019120818A1 (de) | Reinigungssystem und Saugwalze |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MM01 | Lapse because of not paying annual fees |
Effective date: 20160111 |