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Einrichtung zum telegraphischen Kopieren von Autotypien, Handschriften oder dergl.
Es ist bekannt, Photographien. Handschriften oder dergl. auf die Weise telegraphisch zu übertragen, dass durch vom Absender aus bewirktes, abwechselndes Schliessen und Öffnen des Stromkreises ein Schreibstift oder ein Lichtschieber am Empfänger verschieden lange Zeit in Tätigkeit gesetzt wird, wodurch infolge der steten Bewegung des Trägers am Empfänger je nach der Dauer der Einwirkung des Schreibstiftes bezw. des Lichtstrahles kürzere oder längere Striche auf der Schreibflfi, ehe bezw. auf der Tichtempfindlichcn Schichte erzeugt werden.
Vorliegende
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von Autotypien als Original das durch die Autotypie bewirkte Schliessen und () ffnen des Stromkreises zum Schalten des Trägers benützt wird und zwar in der Weise, dass die Walze oder Platte des Empfängers bei betätigtem Lichtschieber oder Schreibstift stillsteht und erst nach Beendigung
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EmpfängerAutotypienhergestelltwerden.
Zur Ausführung dieses Verfahrens kann beispielsweise am Empfänger ein Elektromagnet
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Anker derart mit dem Schaltwerk in Verbindung steht. dass bei Unterbrechung des Stromkreises die Schaltung erfolgt.
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und zwar ist derselbe zur Herstellung von Autotypicn, Handschriften und dergl. als Bildwiedergabe bestimmt. Fig. 1 und 2 zeigen die Draufsicht und eine Stirnansicht des Gebeapparates. während die Fig. 3 und 4 : die Draufsicht und eine Stirnansicht des Empfangsapparates darstelen ; Fig. 5 ist eine Einzelheit.
Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiele besitzen der Absender und der Empfänger Walzen als Bildträger. Auf die Walze a des Absenders, welche aus leitendem Material besteht. wird das zu übertragende Bild, im vorliegenden Falle eine autotypische Leimkopie, aufgebracht. Die Walze wird ständig von einem Uhrwerk d in Umdrehung versetzt.
Hiebei gleitet ein federnder Kontaktstift b über das Bild und der Strom wird durch die nichtleitenden, ver-hicd.-n Krossen Bildpunkte kürzere oder längere Zeit unterbrochen, bezw. durch die verschieden grossen leitenden
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Metallstelle schleift, geht der Strom von der Batterie aus durch den Stift b äber die Walze a zu dem Kontaktstift e und von hier aus zur Empfangsstation. (Fig. 3 und 4). Hier beeinflusst der Strom einen Elektromagneten f, dessen Anker mit einem Schieber g einer Belichtungsvorrichtung
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dieser Art, wie z.
B. jener von Korn dadurch, dass, während bei letzterer der Lichtstrahl nur durch eine Ön'nung auf die lichtemphndliche Schichte fällt und demgemäss auf dieser als scharf abgegrenzter Lichtpunkt bezw. Liohtstrioh erscheint, die vorliegende Belichtungsvorrichtung
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Nach jeder Umdrehung der Walze des Absenders, als auch jener des Empfängers wird durch an den Walzen vorgesehenen Nasen o ein Sterrhebel p ausgelöst, wodurch eine mit dem Federgehäuse 2 : in Verbindung stehende Zahnscheibe y freigegeben wird, so dass die Scheibe bis zum Wiedereingrin des Sperrhebels eine Umdrehung ausführen kann, wobei sie unter Vermittlung eines Schaltwerkes diesen Kontakt bezw. die Belichtungsvorrichtung tragende Schraubenspindel z um ein bestimmtes Mass verdreht, wodurch der Kontakt und die Belichtungsvorrichtung um ein der Entfernung der Punktzentren der Autotypie entsprechendes Mass in der horizontalen Richtung verschoben wird.
Nun gleitet die nächste Punktreihe unter dem Kontaktstift hinweg ; nach vollendeter Umdrehung der Walzen wird der Stift und zugleich auch die Belichtungvorrichtung zur nächsten Punktreihe verschoben und das Spiel wiederholt sich. Hiebei sei bemerkt, dass, um ein genaues Zusammeutreffen des Kontaktstiftes mit den Punktzentren der Autotypie zu erzielen, der die Walze tragende Lagerbock an seinem Ende in Körner c gelagert ist, sodass das Bild bezw. dessen Punktreihen mittels einer am anderen Ende des Lagerbockes vorgesehenen Stellschraube parallel zur Bewegungsrichtung des Kontaktstiftes eingestellt werden können.
Bei dem vorbeschriebenen Apparat werden also vom Absender aus Ströme von verschiedener Dauer in verschieden langen Pausen in die Leitung geschickt, die auf der lichtempfindlichen Schichte des Empfängers durch die Belichtungsvorricutung in Punkte verschiedener Grösse, wie bei einer Autotypie, umgesetzt werden.
Nachdem, wie bereits erläuternd, die synchrone Bewegung der Empfängerwalze 1 mit der Absenderwalze durch die von den leitenden und nichtleitenden Stellen der Autotypie bewirkten Stromschliessung bezw. Unterbrechung herbeigeführt wird, so könnte der Fall eintreten,
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zurückbleiben und so ein störender Feiner in der Bildwiedergabe entstehen. Um nun solche Fehler zu verhindern, schleift der Kontaktstift e auf einer mit der Walze leitend und fest verbundenen Scheibe s, die mit den Bildpunkten genau korrespondierende Vertiefungen oder nichtleitende Stellen aufweist. Es wird daher auf jeden Fall, also wenn auch einzelne Bildpunkte in der Autotypie fehlen, der Strom in entsprechendem Zeitpunkte unterbrochen.
Die nichtleitenden Stellen der Scheibe sind jedoch so scbmat bemessen, dass zwar durch die 8tromunterbrechnng der Anker
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der Lichtschieber derart rasch bewegt wird, dass die Lichteinwirkung auf die Schicht nicht beeinflusst wird. Der Fehler in der Autotypie könnte aber auch darin bestehen, dass grössere Bild- stellen nicht leitend gedeckt sind. In diesem Falle würde kein Stromschluss erfolgen, was ebenfalls zur Folge hätte, dass, da der Elektromagnet nicht erregt, werden würde, auch die Schaltung der Walze unterbleiben würde. Um auch diesen Fehler zu verhüten, ist ein zweiter Stromzuleitungsstift r vorgesehen, der am Rande der Stirnwand der Scheibe gleitet.
An dieser Stelle der Scheibe wechseln umgekehrt grössere nicht leitende Stellen mit schmalen leitenden Stellen ab, die mit den Zwischenräumen der Bildpunkte korrespondieren. Fehlen daher auch leitende Zwischenräume auf der Autotypie, so wird trotzdem unter Vermittlung des Kontaktstiftes r und der Scheibe s der Strom auf einen Moment geschlossen, der genügt, um den Elektromagneten M für die Schaltung der Walze zu betätigen. Durch diese Einrichtung ist daher eine vollständige über- einstimmende Bewegung der beiden Walzen a und l gesichert.
Dies ist auch der Fall, wenn der Vorschub der Walze l und der Belichtungsvorrichtung am Empfänger gegeniiber jenem der Walze a und dem Kontaktstift b am Absender vergrössert oder verkleinert würde, was nun zur Folge hatte, dass das Bild vergrössert oder verkleinert wiedergegeben erscheint.
Wie bereits eingangs erwähnt, kann anstelle der Belichtungsvorrichtung auch ein z. B. durch einen Elektromagneten betätigter, an sich bekannter Schreibhebei verwendet werden, der beim Ofnen oder Schliessen des Stromes auf ein auf die Walze l aufgespanntes Papier auf-
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versetzte Scheibe in eine anschwellende Vibration versetzt wird, während bei Unterbrechung , de" Stromes die Scheibe durch Federwirkung oder dergl. wieder in ihre Anfangsstellung zurück- bewegt wird.
Sollen Handschriften, Federzeichnungen oder dergl. telegraphisch übertragen werden, so geschieht dies Zweckmässig derart, dass dieselben als negative Leimkopian oder dergl. auf den
Bildträger a aufgebracht werden. In diesem Falle bilden also die Striche leitende Stellen, während die übrige Flache nichtleitend gedeckt ist. Bei Rotation der Walze a besorgt beim Schleifen des
Kontaktatiftes b über die nichtleitenden Flächen die StroD1schaltvorrichtung S, e, r den regel- mässigen Styomsohluss, so dass die synchrone Bewegung der Empfängerwalze mit der Absenderwalze gesichert ist. Der Belichtungsschieber wird dabei so rasch bewegt, dass eine Lichteinwirkung auf die Schichte nicht erfolgt.
Es werden daher nur die Striche des Originals und zwar in einer
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fläche vor-oder zurückbewegt wird, kann nach einem positiven Original eine positive oder negative oder aber nach einem negativen Original eine negative oder positive Kopie erzielt werden.
Es ist selbstverständlich, dass anstelle der Walzen als Bild-oder Schichtträger auch flache Unterlagen, z. B. Platten, sowohl bei dem Absender als auch bei dem Empfänger in Anwendung kommen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum telegraphischen Kopieren von Autotypien, Handschriften oder dergl., bei welchem ein beim Absender abwechselnd geschlossener und geöHneter Stromkreis zur Betätigung
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