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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Steckvorrichtung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche Steckvorrichtungen sind beispielsweise aus der EP 0 921 605 A1 bekannt. Die beiden Gehäuseteile werden dort mittels eines Bajonettverschlusses miteinander verbunden und so axial und gegen Verdrehung gesichert. Die axiale Fixierung wird dabei mittels radial von einem der beiden Gehäuseteile abstehenden Rippen ermöglicht. Die Verdrehsicherung erfolgt durch ein Federelement, dass als Fortsetzung einer Rippe ausgebildet ist und welches in einer Ausnehmung eines Gehäuseteils einrastet.
Als nachteilig dabei hat sich herausgestellt, dass durch mehrmaliges Öffnen und Schliessen das Federelement, welches einstückig mit der Rippe ausgebildet ist und daher auch aus demselben Material gefertigt ist, relativ rasch verschleisst und einerseits an Federkraft verliert und andererseits ein am Federelement angeordneter Zahn, der die Relativbewegung der beiden Gehäuseteile in eingerasteter Stellung verhindert, sehr schnell abgeschoren wird, so dass eine ausreichende Verdrehsicherung nicht gegeben ist. Im Falle eines zu grossen Verschleisses des Federelementes samt Zahn, ist die gesamte Steckvorrichtung unbrauchbar.
Aus der US 5, 743, 763 A ist eine elektrische Steckvorrichtung bekannt, bei welcher ein separates Federelement zwischen den beiden zu verbindenden Gehäuseteilen verspannt wird, um ein unbeabsichtigtes Drehen zu verhindern.
Um die Verdrehsicherung wieder zu lösen, ist jedoch ein zusätzliches Werkzeug erforderlich.
Aus der US 5, 980, 293 A ist eine Vorrichtung bekannt, weiche ein exaktes Positionieren zweier Gehäuseteile zueinander ermöglicht, wobei ein Anzeigeelement vorgesehen ist, welches an definierten Positionen in fluchtend angeordnete Ausnehmungen der Gehäuseteile einführbar ist. Das Anzeigeelement bildet jedoch keine Verdrehsicherung.
Es sind weiters Steckvorrichtungen bekannt, deren beide Gehäuseteile zusammenschraubbar sind und auf diese Art und Weise eine axiale Sicherung gewährleisten. Die Verdrehsicherung erfolgt mittels eines axial verschiebbaren Stiftes, der an der Mantelfläche des einen Teils angeordnet ist und mit einer Öffnung an einem Flanschabschnitt des anderen Teils zusammenwirkt. Nachteilig dabei ist jedoch der erforderliche breitere Flanschabschnitt sowie die Tatsache der relativ umständliche Austauschbarkeit des axial verschiebbaren Stiftes.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu vermeiden und eine Steckvorrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die eine Verdrehsicherung vorsieht, die einerseits robust ist und auch bei mehrmaligem Öffnen und Schliessen stets dieselbe Sicherung bewirkt und andererseits auch ein einfaches Austauschen ermöglicht.
Erfindungsgemäss wird dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 ermöglicht.
Dadurch ist es einerseits möglich das Fixierelement als Einzelteil aus einem robusteren, der Beanspruchung angepasstem Material zu fertigen. Andererseits kann bei einer Zerstörung das Fixierelement einfach durch ein anderes ersetzt werden. Die Steckvorrichtung bleibt somit weiterhin einsetzbar.
Durch die Merkmale des Anspruchs 2 kann Aussehen und Abmessungen der existierenden Steckvorrichtungen im wesentlichen beibehalten werden.
Merkmale der Ansprüche 3 und 4 beschreiben eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Steckvorrichtung samt Fixierelement. Selbstverständlich kann das Fixierelement und damit verbunden der Durchbruch und die Aufnahme jede beliebige Form aufweisen. Wesentlich dabei ist, dass bei fluchtender Anordnung des Durchbruchs und der Aufnahme diese eine Art Bohrung bzw. Öffnung bilden müssen, in welche das Fixierelement einschiebbar ist.
Das kennzeichnende Merkmal des Anspruchs 5 ermöglicht eine einfache Herstellung der Aufnahme, wobei eine der axialen Sicherung dienenden Rippen ausgenutzt wird.
Durch die Merkmale der Ansprüche 6 und 7 erfolgt eine Arretierung des Fixierelementes im Durchbruch. Ein versehentliches Herausrutschen des Fixierelementes ist somit nicht möglich.
Im Anschluss erfolgt nun eine detaillierte Beschreibung einer erfindungsgemässen Steckvorrichtung. Dabei zeigt :
Fig. 1 eine elektrische Steckvorrichtung in verriegeltem Zustand in axonometrischer Ansicht
Fig. 2 Detail A aus Fig. 1
Fig. 3 eine elektrische Steckvorrichtung in entriegeltem Zustand in axonometrischer Ansicht
Fig. 4 Detail B aus Fig. 3
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Fig. 5 eine Frontansicht einer erfindungsgemässen Steckvorrichtung in Richtung des die
Kontaktierung der Steckerstifte mit den Anschlussleitungen umgebenden Schutzman- tels
Fig. 6 eine Schnittansicht nach Line AA aus Fig. 5 in entriegeltem Zustand
Fig. 7 eine halb geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemässen Steckvorrichtung
Fig. 8 Detail C aus Fig. 7
Fig. 9 eine Detailansicht des Fixierelementes in verriegeltem Zustand entlang Linie BB aus
Fig. 12
Fig.
10 eine Detailansicht des Fixierelementes in entriegeltem Zustand entlang Linie BB aus
Fig. 12
Fig. 11 eine Schnittansicht einer erfindungsgemässen Steckvorrichtung entlang der Linie BB aus Fig. 12
Fig. 12 eines Seitenansicht einer erfindungsgemässen Steckvorrichtung
Fig. 1 zeigt eine elektrische Steckvorrichtung 1 mit einem ersten Gehäuseteil 2 und einem zweiten Gehäuseteil 3. Der erste Gehäuseteil 2 dient zur Aufnahme von Steckerstiften (nicht gezeichnet), welche in den dafür vorgesehenen Steckerkanälen 4 (Fig. 11) befestigbar sind. Alternativ dazu kann der erste Gehäuseteil 2 auch zur Aufnahme von Kontaktbuchsen dienen. Der Begriff Steckvorrichtung umfasst somit sowohl Stecker als auch Kupplungen bzw. Steckdosen.
Der erste Gehäuseteil 2 weist weiters einen schmalen Flanschabschnitt 5 auf, der beim Zusammenstecken der beiden Gehäuseteile 2,3 den Grad der Überlappung bestimmt. Im Überlappungsbereich 6 des einen Gehäuseteils 2 sind radial abstehende Rippen 7 (Fig. 11) angeordnet. Eine Rippe 16 der Rippen 7 ist mit einer halbkreisförmigen Bohrung 17 versehen, die als Aufnahme für einen Zapfen 19 eines Fixierelements 15 dient. Die Kanten der Rippe 16, vorzugsweise jedoch eine Kante 22 weist in radialer Richtung gesehen eine Hinterschneidung 18 auf (Fig. 6, 8).
Der zweite Gehäuseteil 3 dient zur Ummantelung der Kontaktierung der Steckerstifte mit den elektrischen Anschlussleitungen. Im Überlappungsbereich 8, der ausgestellt ist, um den Überlappungsbereich 6 des ersten Gehäuseteils 2 umschliessen zu können, sind Schlitze bzw. Ausnehmungen 21 (Fig. 11) vorgesehen, welche hauptsächlich der leichteren Entformung des Spritzgussteils dienen. An der Innenseite des Überlappungsbereichs 8 sind radial nach innen abstehende Stege 9 angeordnet, die mit den Rippen 7 des ersten Gehäuseteiles 2 zusammenarbeiten und so die axiale Fixierung ermöglichen. Es ist klar ersichtlich, dass die Rippen 7 auch am zweiten Gehäuseteil 3 und die Stege 9 am ersten Gehäuseteil 2 angeordnet sein können.
Der zweite Gehäuseteil 3 weist des weiteren im ausgestellten Überlappungsbereich 8 einen Durchbruch 10 auf. Dieser hat im vorliegenden Beispiel im wesentlichen die Form eines Rechtecks. Die untere Längskante 11 ist mit einer halbkreisförmigen Freischneidung 12 versehen. Die obere Längskante 13 ist in ihrem Mittenbereich unterbrochen und der Durchbruch 10 reicht an dieser Stelle bis zum nicht ausgestellten Abschnitt 14 des Gehäuseteils 3 (Fig. 2).
Ein vom Umriss her mit dem Durchbruch 10 identisches Fixierelement 15 ist in den Durchbruch 10 einsteckbar. Das Fixierelement 15 weist des weiteren den in Einsteckrichtung abstehenden Zapfen 19, sowie Widerhaken 23 auf, welche die Kanten des Durchbruchs 10 hintergreifen.
Die Funktionsweise der Steckvorrichtung samt Fixierelement ist wie folgt :
Die beiden Gehäuseteile 2,3 werden in axialer Richtung ineinandergeschoben, so dass Überlappungsbereich 8 Überlappungsbereich 6 umschliesst. Der Flanschabschnitt 5 dient dabei als Begrenzung des axialen Zusammenschiebens. Die vom Überlappungsbereich 8 des zweiten Gehäuseteils 3 nach innen abstehenden Stege 9 erlauben dabei das axiale Zusammenschieben der beiden Gehäuseteile 2,3 nur in einer definierten Position zueinander.
Nach dem Zusammenschieben der beiden Gehäuseteile 2,3 werden diese gegeneinander verdreht, wobei die Stege 9 das Verdrehen lediglich in eine Richtung ermöglichen. Dadurch werden die Rippen 7 und die Stege 9 unter-bzw. übereinander positioniert, so dass eine axiale Bewegung der beiden Gehäuseteile 2,3 nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig werden die als Aufnahme für das Fixierelement 15 dienende Bohrung 17 und der Durchbruch 10 fluchtend zueinander ausgerichtet, so dass die Aufnahme 17 und die Freischneidung 12 im Durchbruch 10 eine durchgehende zylindrische Bohrung bilden, in weiche der Zapfen 19 des Fixierelementes 15 einsteckbar ist. Gleichzeitig mit dem Einstecken des Zapfens 19 rastet das Fixierelement 15 in der Hinter-
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schneidung 18 der Rippe 16 ein. Das Verdrehen der beiden Gehäuseteile 2,3 zueinander ist dadurch nicht mehr möglich.
Es sei an dieser Stelle explizit darauf hingewiesen, dass Aufnahme 17 und Freischneidung 12 beliebige Form haben können. Daraus folgt, dass auch die aus der fluchtenden Anordnung von Aufnahme 17 und Freischneidung 12 resultierende Aufnahme beliebige Form haben kann.
Zum Entriegeln des Fixierelementes 15 ist es lediglich erforderlich einen spitzen Gegenstand in die zwischen Fixierelement 15 und dem nicht ausgestellten Abschnitt 14 des Gehäuseteils 3 befindliche Öffnung 20 einzuführen und das Fixierelement 15 radial aus dem Durchbruch 10 herauszuziehen bis die Widerhaken 23 an den Kanten des Durchbruchs 10 greifen. Ein komplettes Entfernen des Fixierelementes 15 aus dem Durchbruch 10 zur Freigabe der Verdrehsicherung ist somit nicht erforderlich. Dadurch besteht auch nicht die Gefahr das Fixierelement zu verlieren, obwohl dieses als Einzelstück gefertigt ist und somit auch leicht austauschbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrische Steckvorrichtung (1) mit einem mindestens zwei Teile (2,3) umfassenden Ge- häuse, wobei der erste Teil (2) zur Aufnahme von Steckerstiften bzw. Kontaktbuchsen dient und der zweite Teil (3) einen die Kontaktierung der Steckerstifte bzw. Kontaktbuch- sen mit den Anschlussleitungen umgebenden Schutzmantel bildet und radiale abstehende
Rippen (7) an einem der beiden Teile (2) vorgesehen sind, die mit entsprechenden Stegen (9) am anderen der beiden Teile (3) nach Verdrehung der beiden Teile (2,3) zueinander eine axiale Fixierung der beiden Teile (2,3) bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Teil (3) einen Durchbruch (10) aufweist und der andere Teil (2) eine Aufnahme (17) und
Durchbruch (10) und Aufnahme (17) in fluchtende Ausrichtung bringbar sind und ein
Fixierelement (15) in radialer Richtung durch den Durchbruch (10)
in die Aufnahme (17) steckbar ist, um ein Verdrehen der beiden Teile (2,3) zu verhindern.