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Umlaufender oder Turbinen-Kondensator.
Nach der Erfindung ist das Laufrad des Kondensators bezw. der Turbine mit hohlen Schaufeln versehen, die als Dampfleitungen dienen, während das Wasser zwischen den Schaufeln hindurchtritt und sich an einem bestimmten Punkte mit dem Dampf mischt. Die Wirkung beruht dabei auf dem Prinzip der \'enturi'schen Wassermesser. Das Einspritzwasser wird in einem Behälter durch dessen Drehung auf hohen Druck gebracht und dieser Druck wird in den Ausströmkanälen in Geschwindigkeit umgesetzt. Dabei wird in diesen Kanälen der Druck geringer als in dem umlaufenden Behälter, so dass der in die Kanäle an der Stelle des geringsten Druckes und der höchsten Geschwindigkeit eingeführte Dampf sich mit dem Wasser mischen kann und vollständig oder nahezu vollständig kondensiert wird.
Die Mischung findet an der engsten Stelle der Ausstrm- düsen statt. Hei Kondensatoren. in denen der Dampf keine Arbeit mehr leistet, tritt der Dampf dem Wasser unter rechtem Winkel entgegen, während sich bei Turbinenkondensatoren Dampf und Wasser annähernd parallel zueinander und in tangentialer Richtung zum Laufrad bewegen.
Die dem Abdampf noch innewohnende Energie kann durch geeignete Form und Richtung der Düsen als Reaktionswirkung auf das Laufrad nutzbar gemacht werden, um die zu dessen Drehung. : nötige Arbeit zu verringern. Diese Ausnutzung der Energie des Abdampfes hat zur Folge, dass das Laufrad sich selbst regelt.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist ein achsialer Schnitt durch einen nach der Erfindung gebauten Kondensator, Fig. zur Hälfte Ansicht, zur Hälfte ein Schnitt senkrecht hiezu. Fig. 3 ein horizontaler Achsialschnitt; Fig. 4 zeigt die Schaufelform eines Kondensators ohne Reaktionswirkung. Fig. 5 die eines solchen mit mehrfach unterteilter Mündung der Dampfkanäle, Fig. 6 und 7 dieselbe für einen Kondensator mit Reaktionswirkun : Fig. 8 zeigt konzentrische Düsen für Dampf und Wasser anstelle der
Schaufeln und Kanäle. Die Fig. 9. 10 und 11 zeigen einen Querschnitt, eine teilweise geschnittene Stirnansicht und eine Einzelheit eines Rades mit zwei konzentrischen Druckkammern, die Fig. 12 und 13 im Quer- bezw.
Längsschnitt die Schaufelung eines Rades, bei dem zwischen den Schaufeln Mischkammern ausgebildet sind. Fig. 14 stellt eine weitere Ausbildung dieser Schaufelung mit vor den Mischkammern gelagerten Streudüsen dar.
In den Fiv. 1 bis 3 ist 1 die Druckkammer, die durch eine mittlere Wand a in zwei gleiche Teile
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Schaufeln austritt. Der Austritt und folglich die Mischungsstelle liegen im engsten Teil der Wasserkanäle F ; Dampf und Wasser begegnen einander unter rechtem Winkel. Die Ausbildung nach Fig. 5 stimmt mit der vorigen im wesentlichen überein, nur sind die Austrittsöffnungen der Kanäle E mehrfach unterteilt.
Bei der Schaufelung nach Fig. 6 und 7 sind wieder F die Wasserkanäle, E die Dampfkanäle.
Die Schaufeln haben die Laval'sche Form, d. h. die Kanäle sind in Hen Schaufeln tangential verlängert, der Dampf tritt bei EI in tangentialer Richtung aus und mischt sich hier mit dem aus Kanal F ausströmenden Wasser. Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind die Kanäle EI etwas kürzer gehalten.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind die Dampfkanäle E1, H2 in Verbindung mit Wasserdüsen gebracht, die in einem Ring ausgebildet sind. Die Mischung findet hier am Ende der Kanäle EI statt. Diese Form eignet sich sowohl für Kondensatoren wie für Turbinen.
Die Fig. 9,10 und 11 zeigen ein Laufrad mit zwei Druckkammern. Die Einlässe e, ei gehen in die Druckkammern. f1 über, aus denen das Wasser durch Kanal g der zweiten Druckkammer ; zugeführt wird. In diesen Kanal q münden die Kanäle i, durch die der Dampf aus h. h1 dem Wasser zugeführt und mit ihm gemischt wird. Das Gemisch gelangt in die zwe te Druckkammer. i, die mit Schaufeln j3 versehen ist. Diese zwingen das Gemisch, an der Drehung des Rades teilzunehmen, bis l'8 beijl zwischen den Schaufeln am Umfang des Rades (Fig. 10) austritt. Kanäle j2 dienen zur Abfuhr von in der Kammer etwa zurückgebliebenem unkondensiertem Dampf oder anderen gasförmigen Beimischungen.
Anstelle einzelner Kanäle i, i kann auch ein durchlaufender Schlitz i0 (Fig. 11) angebracht werden. In diesem Falle werden die beiden Kammern durch angegossene Rippen 0 verbunden. Die Anordnung der zweiten, ringförmigen Druckkammer hat den Zweck, die Luftverdünnung im Kondensator zu verstärken, indem die zweite Kammer auf die Flüssigkeit in der ersten Kammer eine Saugwirkung ausübt.
Die Kanäle des Laufrades können auch so ausgebildet werden, dass das Wasser durch enge
Schlitze in Form von Strahlen in die Mischkammern eintritt, in denen es dem Dampf begegnet.
Derartige Räder zeigen die Fig. 12 und 13. Das Wasser wird dem Rade so wie nach Fig. 9 bis 11 durch beiderseits angeordnete Kanäle zugeführt. Die Schaufeln bilden untereinander eine Reihe von engen Schlitzen f, an die sich die Mischkammern j anschliessen. Der Dampf tritt aus den
Düsen i aus und das Gemisch verlässt das Rad bell. Die Ausführung nach Fig. 14 ist der vorigen ähnlich, doch wird hier dem Wasser nach Art der Körting'schen Streudüse durch in die Schlitze f eingefügte Leitschrauben k eine wirbelnde Bewegung erteilt.
PATENT-ANSPRüCHE :
1. Umlaufender oder Turbinen-Kondensator mit im Laufrad angeordneter Druckkammer für das Kühlwasser, bei dem der zu kondensierende Dampf im Laufrade mit der Kühlflüssigkeit genuscht wird, gekennzeichnet durch am Umfang des Rades angeordnete Wasserdüsen (f) von im Verhältnis zur Druckkammer kleinem Querschnitt und Dampfleitungen (E), die an der Stelle des kleinsten Querschnitt der Wasserdüsen oder nahe davon in diese münden.