AT405168B - Wiederverwendbare kartusche mit einem kolben zum auspressen eines in die kartusche stirnseitig eingesetzten folienbeutels - Google Patents

Wiederverwendbare kartusche mit einem kolben zum auspressen eines in die kartusche stirnseitig eingesetzten folienbeutels Download PDF

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Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf eine wiederverwendbare Kartusche mit einem Kolben zum Auspressen eines in die Kartusche eingesetzten Folienbeutel mittels einer die Kartusche lösbar aufnehmenden Auspressspritze, die eine Schubstange mit einer Schubplatte zur Kolbenverstellung aufweist. 



   Um beispielsweise eine Dichtmasse mit Hilfe einer Auspressspritze aus einer Kartusche auszupressen, werden üblicherweise mit der Dichtmasse gefüllte Kartuschen in die Auspressspritze eingesetzt, die eine Schubstange mit einer Schubplatte zur Verstellung des in der Kartusche verschiebbaren Kolbens aufweisen. 



  Nachteilig bei diesen mit dem Auspressgut gefüllten Kartuschen ist allerdings, dass sie nach ihrer Entleerung zusammen mit dem Kolben entsorgt werden müssen. Zur Vermeidung dieses Nachteiles sind wiederverwendbare Kartuschen bekannt (US-PS 3 162 337), in die das in einem Behälter, beispielsweise einem Folienbeutel, verpackte Auspressgut eingesetzt wird. Damit der   Behälter   mit dem Auspressgut in die Kartusche eingesetzt werden kann, ist es jedoch erforderlich, den Kolben, der sich nach dem Auspressen des vorhergehend eingesetzten Behälters in der vorderen Endstellung befindet, in die hintere Ausgangsstellung zurückzuziehen, damit nach der Entnahme der Kartusche aus der Auspressspritze ein neuer Behälter mit frischem Auspressgut in die Kartusche eingesetzt werden kann.

   Dieses Zurückziehen des Kolbens in der Kartusche erfordert eine lösbare Verbindung zwischen der Schubplatte der Schubstange und dem Kolben, beispielsweise über einen durch ein Verdrehen der Schubstange betätigbaren Bajonettverschluss, was den Konstruktionsaufwand vergrössert. Ausserdem ist für das Zurückziehen des Kolbens nach dem Auspressen des jeweils in die Kartusche eingesetzten Behälters für die Auspressmasse ein zusätzlicher Arbeitsgang erforderlich. 



   Zur dosierten Ausgabe eines pastösen Tubeninhaltes ist es schliesslich bekannt (DE-OS 37 17 092), an den Tubenausgang eine Dosiereinrichtung anzusetzen, die einen Dosierzylinder mit einem Auspresskolben aufweist, der durch das Ausdrücken des Tubeninhalts in den Dosierzylinder verschoben wird und die Zylinderfüllung auf der der Tube abgewandten Kolbenseite aus dem Dosierzylinder drückt. Die aus der Tube in den Dosierzylinder gedrückte Masse bildet dann die Dosiermenge, die nach einem Drehen des Dosierzylinders um   180.   bei der Wiederholung des Ausdrückvorganges abgegeben wird. Diese bekannte Dosiervorrichtung kann jedoch keine Lehre dafür geben, wie ein Folienbeutel vorteilhaft mit Hilfe einer wiederverwendbaren Kartusche ausgepresst werden kann. 



   Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine wiederverwendbare Kartusche der eingangs geschilderten Art mit einfachen Mitteln so zu verbessern, dass mit einer einfachen Konstruktion ein Auspressen von Folienbeutel mit einem vergleichsweise geringen Arbeitsaufwand   ermöglicht wird.   



   Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die je nach der Kolbenstellung von beiden Stirnseiten her mit einem Folienbeutel befüllbare Kartusche jeweils um   180 um   eine Querachse gedreht in die Auspressspritze einsetzbar ist und dass der Kolben auf beiden Kolbenseite eine Anschlagaufnahme für die Schubplatte der Schubstange bildet. 



   Da die Kartusche in Abhängigkeit von der Kolbenstellung einmal von der einen und das andere Mal von der anderen Stirnseite her mit einem Folienbeutel befüllt werden kann, erübrigt sich ein Zurückziehen des Kolbens in eine vorgegebene Ausgangsstellung, weil eben beide Kolbenendlage innerhalb der Kartusche als Ausgangsstellung für das Auspressen des Folienbeutel möglich sind, wenn die Kartusche jeweils um   180.   gedreht in die Auspressspritze eingesetzt wird. Damit entfällt aber auch die Notwendigkeit, den Kolben in der Kartusche zurückzuziehen, was nicht nur einen Arbeitsgang einspart, sondern auch eine lösbare Zugverbindung zwischen der Schubplatte der Schubstange und dem Kolben überflüssig macht. Ausserdem ergibt sich ein geringerer Verschleiss, weil die Hubzahl des Kolbens wegen des fehlenden   Rückholhubes   halbiert wird. 



   Die Anschlagaufnahme für die Schubplatte der Schubstange auf beiden Kolbenseite kann unterschiedlich ausgebildet sein. Es kommt ja nur auf eine entsprechende Druckübertragung von der Schubstange auf den Kolben an. Besonders günstige   Konstruktionsverhältnisse   ergeben sich jedoch, wenn der Kolben auf beiden Stirnseiten eine kreisförmige Einsenkung als Anschlagaufnahme für die Schubplatte der Schubstange aufweist. Diese kreisförmigen Einsenkungen erlauben nämlich eine gute, verkantungsfreie Führung des Kolbens in beiden Richtungen innerhalb der Kartusche. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine erfindungsgemässe Kartusche in einem vereinfachten Axialschnitt gezeigt. 



   Die dargestellte Kartusche 1 stellt einen nach beiden Stirnseiten hin offenen Zylinder dar, in dem ein Kolben 2 axial verschiebbar geführt ist. Dieser Kolben 2 ist auf beiden Stirnseiten mit kreisförmigen Einsenkungen 3 als Anschlagaufnahme für eine Schubplatte 4 an einer Schubstange 5 versehen, die Teil einer   herkömmlichen   Auspressspritze ist und mit Hilfe dieser Auspressspritze koaxial zu der in die Auspressspritze eingesetzten Kartusche 1 verschoben werden kann. Ein in die Kartusche 1 von der dem Kolben 2 abgewandten Stirnseite her eingesetzter, mit einem Auspressgut 6, beispielsweise eine Dichtmasse, gefüllter Folienbeutel 7 kann somit in herkömmlicher Weise über den von der Schubstange 5 her beaufschlagten 

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 Kolben 2 ausgepresst werden, wofür eine an die Kartusche 1 ansetzbare Auspressdüse vorgesehen ist.

   Nach dem Entleeren des Folienbeutel 7 kann die der Auspressspritze entnommene Kartusche 1 mit einem neuen Folienbeutel 7 gefüllt werden, der nunmehr von der bezüglich des vorhergehenden Folienbeutel hinteren Stirnseite in die Kartusche eingesetzt wird, weil sich ja der Kolben 2 im Bereich des vorderen Kartuschenendes befindet, das nach einem um 1800 gedrehten Einsetzen der Kartusche 1 in die Auspressspritze zum hinteren Kartuschenende wird, so dass der Kolben 2 über die Schubstange 5 und die nunmehr auf der anderen Kolbenseite in die kreisförmige Einsenkung 3 eingreifende Schubplatte 4 wieder nach vorne geschoben werden kann. 



  

Claims (2)

  1. Patentansprüche 1. Wiederverwendbare Kartusche mit einem Kolben zum Auspressen eines in die Kartusche stirnseitig eingesetzten Folienbeutel mittels einer die Kartusche lösbar aufnehmenden Auspressspritze, die eine Schubstange mit einer Schubplatte zur Kolbenverstellung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die je nach der Kolbenstellung von beiden Stirnseiten her mit einem Folienbeutel (7) befüllbare Kartusche (1) jeweils um 180 um eine Querachse gedreht in die Auspressspritze einsetzbar ist und dass der Kolben (2) auf beiden Kolbenseite eine Anschlagaufnahme für die Schubplatte (4) der Schubstange (5) bildet.
  2. 2. Wiederverwendbare Kartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (2) auf belden Stirnseiten eine kreisförmige Einsenkung (3) als Anschlagaufnahme für die Schubplatte (4) der Schubstange (5) aufweist.
AT0081792A 1992-04-22 1992-04-22 Wiederverwendbare kartusche mit einem kolben zum auspressen eines in die kartusche stirnseitig eingesetzten folienbeutels AT405168B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2166619A (en) * 1937-05-01 1939-07-18 Nat Pectin Products Company Container construction
US3162337A (en) * 1963-11-15 1964-12-22 Sabaka George Flow control plunger assembly
DE3717092A1 (de) * 1987-05-21 1988-12-01 Reinhard Badewien Vorrichtung zur abgabe vorbestimmter teilmengen fliessfaehiger stoffe, insbesondere hochviskoser stoffe wie pasten, salben, cremes und dergl. aus einem behaeltnis, vorzugsweise einer tube

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2166619A (en) * 1937-05-01 1939-07-18 Nat Pectin Products Company Container construction
US3162337A (en) * 1963-11-15 1964-12-22 Sabaka George Flow control plunger assembly
DE3717092A1 (de) * 1987-05-21 1988-12-01 Reinhard Badewien Vorrichtung zur abgabe vorbestimmter teilmengen fliessfaehiger stoffe, insbesondere hochviskoser stoffe wie pasten, salben, cremes und dergl. aus einem behaeltnis, vorzugsweise einer tube

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