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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bildung von Paketen aus dünnen Platten, welche zum Durchlauf durch eine Aufteilsäge oder Aufteilanlage zur Herstellung von Formatzuschnitten vorgesehen sind, mit mindestens einem heb- und senkbaren Hubtisch zur Aufnahme eines Plattenstapels, von welchem die zur Bildung der Pakete erforderlichen Platten einzeln abnehmbar sind, und einem Auflagetisch mit Anschlägen und Ausrichtern zur Auflage der Pakete, wobei zwischen Hubtisch und Auflagetisch eine drehbar gelagerte Walze oder drehbar gelagerte Rollen vorgesehen ist oder sind, wobei die Drehachse der Walze oder der Rollen parallel liegt zur Kante des Hubtisches, die dem Auflagetisch benachbart liegt.
Unter dünnen Platten im Sinne der Erfindung werden Platten mit einer Stärke von ca. 0, 1 bis 0, 5 mm verstanden. Meist handelt es sich um Laminate aus Kunststoff, aus Metall oder Verbundmaterialien, wie sie beispielsweise bei Leiterplatten verwendet werden. Diese in der Regel grossformatigen dünnen Platten werden in Stapeln bevorratet, von welchen sie dann einzeln abgenommen werden zur Bildung von Paketen, die dann Aufteilanlage oder Aufteilsägen durchlaufen, in welchen sie zu Formatzuschnitten aufgetrennt werden. Diese Platten besitzen sehr empfindliche Oberflächen. Bislang wurden zum Abheben dieser dünnen Platten von einem bevorrateten Stapel Vakuumhubgeräte verwendet, die ihre Aufgabe zwar ordnungsgemäss erfüllen, die aber relativ langsam arbeiten und sehr aufwendig sind, und zwar sowohl was ihren Aufbau wie auch was ihren Betrieb betrifft.
Auch Walzeneingabegeräte wurden schon eingesetzt in Verbindung mit Schiebern, die die jeweils oberste Platte vom Plattenstapel abgehoben haben. Auch diese Einrichtung ist aufwendig, abgesehen davon, dass die Oberflächen der dünnen Platten bei dieser Arbeitsweise nicht hinreichend geschont sind.
Solche Platten dürfen mit ihrer Stirnkante nicht über die Oberfläche einer gleichartigen Platte hinweggeschoben werden, da eine solche Stirnkante auf die Oberfläche der unten liegenden Platte schabend einwirkt und deren Oberfläche dabei beschädigt.
Aus der DE 42 22 813 C1 ist eine Beschickungseinrichtung zum Beschicken des Maschinentisches einer Plattenverarbeitungsmaschine bekannt. Um beim Transport eines Plattenpakets von einem Plattenvorrat auf den Maschinentisch einer Plattenaufteilmaschine zu verhindern, dass im Verlauf der Transportbewegung die obere Platte des Plattenvorrats adhäsions- und/oder reibungsbedingt mitgeschleppt wird, sind dem Maschinentisch zuführseitig in einer oberen, über die Tischfläche vorstehende Anschlagstellung steuerbare Anschläge zugeordnet, die, bezogen auf den Beginn des Aufschubes eines Plattenpakets auf den Maschinentisch, mit zeitlicher Verzögerung ihre Anschlagstellung einnehmen.
Dabei ist den Plattenanschlägen jeweils eine mit diesen gemeinsam verstellbare und mit einem Umfangsabschnitt über deren oberes Anschlagende vorstehende Abstützrolle zugeordnet. Sobald das abgeschobene Plattenpaket mit seinem vorderen Stirnbereich die Abstützrolle überfahren hat, fällt dieser vordere Bereich des Paketes wieder ab, und seine untere Stirnseite schabt dabei über die Oberfläche derjenigen Platte, auf die dieses abgeschobene Paket nun aufgelegt wird.
In Verbindung mit Kartonagemaschinen ist eine ähnliche Einrichtung bekanntgeworden (US 5 044 874 A), wobei hier die von einem Stapel abgeschobenen Platten aus Wellpappe zur Vereinzelung unter einem R ! egetbatken durchgeschoben werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik zielt die Erfindung darauf ab, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art so auszugestalten, dass sie eine hohe Leistung erbringt, dass die Oberflächen der zu manipulierenden dünnen Platten geschont sind, dass auch sogenannte Schonplatten bei der Bildung der Plattenpakete einsetzbar sind, und darüberhinaus soll die Vorrichtung kostengünstig sein. Dabei soll eine Bedienungsperson in der Lage sein, während des Durchlaufes des Paketes durch die Aufteilsäge oder Aufteilanlage ein neues Paket auf dem Auflagetisch vorzubereiten, wenn die Bildung eines solchen Paketes manuell bewerkstelligt wird.
Die Erfindung löst diese komplexe Aufgabe dadurch, dass oberhalb des Auflagetisches zumindest ein Klemmwagen in einer im wesentlichen horizontalen Ebene und rechtwinkelig zur Achse der Walze oder Rollen verschiebbar gelagert ist, dessen Klemmenmaul gegen die Walze oder die Rollen hin gerichtet ist und das zumindest annähernd in der die Oberkante der Walze oder der Rollen beinhaltenden Horizontalebene liegt. Dadurch, dass die vorlaufende Stirnkante einer solchen Platte mittels des Klemmwagens auf die bereits auf dem Auflagetisch liegenden Platten gezogen wird, und zwar von dieser distanziert, bildet sich zwischen der liegenden Platte und der bewegten Platte ein dünner Luftpolster, der gleichsam als Schmiermittel dient und wirkt und dadurch die Oberfläche der Platten schont, die sich relativ zueinander bewegen.
Um die Vorrichtung zu automatisieren und um sie programmgesteuert zu betreiben, ist zweckmässigerweise vorgesehen, dass das Öffnen des Klemmenmauls in Abhängigkeit des vom Klemmwagen zurückgelegten Weges gesteuert ist. Demselben Zweck dient auch jene vorteilhafte Massnahme, wonach im Klemmenmaul ein den Schliessmechanismus des Klemmenmauls aktivierender Schalter vorgesehen ist.
Ist das Schliessen des Klemmenmauls berührungsabhängig gesteuert, so ist gewährleistet, dass sich das Klemmenmaul erst dann schliesst, wenn der Plattenrand tatsächlich gefasst ist.
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Da die Platten unterschiedliche Abmessungen besitzen können und an unterschiedlichen Stellen des Auflagetisches abgelegt werden, ist weiterhin vorgesehen, dass ein Schalter, der im Steuerkreis zum Öffnen des Klemmenmauls liegt, entlang einer den Klemmwagen tragenden Führungsschiene verstellbar gelagert ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, die die Vorrichtung in Seitenansicht zeigt.
Ein Auflagetisch 1, der einer Aufteilsäge oder Aufteilanlage vorgeschaltet ist und der stationär oder auch verfahrbar angeordnet sein kann, besitzt einen heb- und senkbaren sowie verschiebbaren Anschlag 2.
Oberhalb dieses Auflagetisches 1 befindet sich eine ortsfeste Führungsschiene 3, an welcher ein Klemmwagen 4 verfahrbar ist. Dieser Klemmwagen 4 weist ein Klemmenmaul 5 auf mit einem oberen Klemmbacken 6 und einem unteren Klemmbacken 7. Im Klemmenmaul 5 ist ein Schalter 8, der in einem Steuerkreis liegt, der das Schliessen des Klemmenmauls 5 bewirkt. Dieser Schalter 8 kann als mechanischer Schalter ausgebildet sein oder als berührungsloser Schalter, beispielsweise in Form einer Lichtschranke.
Seitlich dieses Auflagetisches 1 ist ein heb- und senkbarer Hubtisch 9 und zwischen diesen beiden Tischen 1 und 9 liegt eine frei drehbar gelagerte Walze 10, deren Achse parallel liegt zu den beiden einander benachbart liegenden Kanten der beiden Tische 1 und 9. Anstelle einer einstückigen Walze 10 können hier auch mehrere, frei drehbar gelagerte Rollen vorgesehen werden.
Ein weiterer Schalter 11, der verstellbar an der Führungsschiene 3 gelagert ist, liegt in einem Steuerkreis, der das Öffnen des Klemmenmauls 5 aktiviert. Anstelle von mechanischen Schaltern, wie vorstehend beschrieben, können die einzelnen Bewegungsabläufe programmgesteuert sein.
Die frei drehbar gelagerte Walze 10 ist gegenüber dem Klemmwagen 4 so positioniert, dass ihre Oberkante in einer Horizontalebene liegt, die auch das Klemmenmaul 5 beinhaltet, das gegen diese Walze 10 hin gerichtet ist. Die Achse der Walze 10 und die Fahrtrichtung (Pfeil 12) des Klemmwagens 4 schliessen einen rechten Winkel miteinander ein.
Diese Vorrichtung arbeitet nun wie folgt : Auf dem vorerst abgesenkten Hubtisch 9 liegt ein aus einer Vielzahl von dünnen Platten 13 gebildeter Stapel 14, wobei der Hubtisch 9 so weit hochgefahren ist, dass die oberste Platte des Stapels 14 etwa in der Höhe der Oberkante der Walze 10 liegt. Durch manuellen Eingriff oder durch einen pneumatisch wirkenden Einschieber 15 wird die oberste Platte des Stapels 14 etwas angehoben und seitlich gegen den Auflagetisch 1 hin versetzt, so dass die dem Auflagetisch 1 zugewandte Seite dieser Platte auf die Walze 10 gelangt. Der Klemmwagen 4 mit offenem Klemmenmaul 5 befindet sich in seiner rechten Endlage unmittelbar neben der Walze 10.
Die vortaufende Kante der angehobenen Platte 13 gelangt somit in das offene Klemmenmaul 5. betätigt dabei den das Klemmenmaul 5 schliessenden Schalter 8, worauf der Klemmwagen 4 sich nach rechts bewegt und dabei die randseitig gefasste Platte 13 über die frei sich drehende Walze 10 zieht. Hat der nach links fahrende Klemmwagen 4 das Ende des Fahrweges erreicht, so wird er angehalten und öffnet das Klemmenmaul 5, so dass der Rand der Platte 13 frei wird und unter seinem Gewicht nach unten fallt. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis auf dem Auflagetisch 1 ein ausreichend hohes Paket 17 aus Platten 13 aufgeschlichtet ist. Dieses Plattenpaket kann auf einer Schonplatte 16 aufliegen, die auf den Auflagetisch 1 aufgebracht wurde.
Mittels hier nicht dargestellter, aber hinreichend bekannter Ausnchter wird das Plattenpaket ausgerichtet, wobei die Ausrichter zweckmässigerweise aktiviert werden, sobald eine Platte abgelegt wurde. Der beschriebene Vorgang wiederholt sich, wobei der Hubtisch 9 sukzessive hochgefahren wird, so dass jeweils die im Stapel 14 zuoberst liegende Platte in etwa der Höhe der Oberkante der frei drehbar gelagerten Walze 10 liegt. Beim Einziehen einer vom Klemmwagen 4 randseitig gefassten Platte 13 hängt diese in der Regel wegen ihrer geringen Eigensteifigkeit zwischen Klemmenmaul 5 und Walze 10 durch, wie dies in Fig. 1 veranschaulicht ist.
Der durchhängende Teil liegt dabei auf der jeweils obersten Platte des Paketes 17 auf, wobei das hier entstehende Luftpolster zwischen den beiden Platten sicherstellt, dass die Oberflächen dieser Platten nicht beeinträchtigt werden, wie die Erfahrung zeigt.
Dank des erfindungsgemässen Vorschlages ist es möglich, dünne Platten kostengünstig mit hoher Leistung und unter Schonung der Oberflachen auf einem Aufteiltisch 1 zu Paketen 17 zusammenzufügen.
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