AT403128B - Verfahren zur verringerung der menge des schmutzkondensats und einrichtung zur durchführung des verfahrens - Google Patents

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AT403128B
AT403128B AT119496A AT119496A AT403128B AT 403128 B AT403128 B AT 403128B AT 119496 A AT119496 A AT 119496A AT 119496 A AT119496 A AT 119496A AT 403128 B AT403128 B AT 403128B
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Franz Dipl Ing Schneider
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Austrian Energy & Environment
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  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung der Menge des Schmutzkondensats in einer
Eindampfanlage, bei dem der bei der Eindampfung entstehende Brüden zur Kondensation gebracht wird und das entstehende Schmutzkondensat einer Reinigung unterworfen wird. 



   Es ist bekannt, dass bei Eindampfanlage ein mit Fremdstoffen belastetes Brüdenkondensat anfällt, welches bei der Entsorgung Schwierigkeiten bereitet. Insbesondere fällt das Brüdenkondensat in grossen
Mengen an, wobei die Schadstoffe relativ verdünnt sind. Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, diesem Problem zu begegnen, sodass ein Abwasser mit möglichst hoher Konzentration und möglichst geringer Menge entsteht, welches leichter zu reinigen bzw. zu entsorgen ist. Ein wesentlicher Schutt hierbei ist die Eindampfung in der Eindampfanlage selbst durchzuführen, sodass keine zusätzlichen Apparate benötigt werden und auch der zusätzliche Energieaufwand gering ist. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kommt diesen Vorgaben nach und ist dadurch gekennzeichnet, dass das mit Fremdstoffen belastete Schmutzkondensat in eine Eindampfstufe rückgeführt und dort im Gegenstrom zum kondensierenden Heizmedium geführt wird, wobei eine Strippung des abwärts strömenden Schmutzkondensats erfolgt und die freigesetzten Fremdstoffe im Kopfraum der Heizfläche in konzentrierter Form dampfförmig gesammelt, anschliessend einer Kondensation zugeführt und zumindest zum Teil abgeführt werden. Insbesondere wird die Heizfläche der Eindampfstufe in eine Haupt- und eine Nebenheizfläche aufgeteilt und das Schmutzkondensat in der Hauptheizfläche im Gegenstrom zum Heizmedium nach unten geführt, die aufsteigende dampfförmige Phase an der Nebenheizfläche kondensiert und als Kondensat abgeführt. 



   Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Stufe, insbesondere die in Richtung des Heizmediums gesehene Endstufe, abdampfseitig mit einem Kondensator verbunden ist, der kondensatseitig über einen Kondensatsammelbehälter mit dem Kopfraum der Heizfläche verbunden ist, wobei das eigentliche Heizmedium so angeschlossen ist, dass heizungsseitig Kondensat und Heizdampf im Gegenstrom einander berührend geführt sind und die ausgetriebenen Fremdstoffe mit dem verschmutztem Heizdampf im Kopfraum gesammelt und von dort einer Kondensationsstufe zuführbar sind. 



   In der angeschlossenen Figur ist eine sechsstufige Eindampfanlage schematisch dargestellt, bei der das in der letzten Stufe anfallende Brüdenkondensat in einen Kondensator niedergeschlagen und das entstehende Kondensat zur Erhöhung seiner Schmutzkonzentration in der letzten Eindampfstufe behandelt wird. 



   In der schematisch dargestellten Eindampfanlage strömt das zu verdampfende, nahe dem Siedepunkt befindliche Gut über die Leitung 7 in die letzte Stufe 6 der sechsstufigen Eindampfanlage, wobei die noch nicht verdampfte Flüssigkeit in die jeweils niedrigere Stufe 5, 4, 3, 2,1 geführt wird, worauf   schliesslich   das eingedickte Gut über die Leitung 8 abgeführt wird. Der für die Heizung benötigte Heizdampf strömt bei 9 in die erste Verdampfungsstufe 1 ein und verlässt dieselbe hauptsächlich als Kondensat über die Leitung 10. Der bei der Eindampfung entstehende Brüden 13 verlässt nach einem Tröpfchenabscheider 11 die erste Stufe 1 und dient als Heizdampf In der Stufe 2. Das entstehende Kondensat ist relativ rein und wird über die Leitung 12 abgeführt.

   Der in der Eindampfstufe 6 entstehende Brüden wird in einem Kondenstor 14 niedergeschlagen, der beispielsweise von Kaltwasser   gekühlt   wird. Das entstehende Kondensat enthält Schadstoffe in relativ grosser Verdünnung und wird daher über die Leitung 15 in die Heizfläche 16 rückgeführt, die in eine Hauptheizfläche 17 und eine Nebenheizfläche 18 unterteilt ist. In der Hauptheizfläche 17 wird das Schmutzkondensat oben aufgegeben und rieselt an der Innenseite der Heizfläche herunter, wobei das eigentliche Heizmedium dem Kondensat entgegen, also von unten nach oben strömt, wobei es zu einer Strippung kommt, sodass die Schadstoffe in Dampfform übergeführt werden und mit dem Dampf im Kopfraum 19 der Heizfläche 16 gesammelt werden.

   Diese gesammelten Schadstoffe mit dem Dampf des Heizmediums werden nun in einen Kondensator übergeführt, der von der Nebenheizfläche 18 gebildet wird, sodass die flüssige Phase am unteren Ende der Nebenheizfläche 18 gesammelt und über die Leitung 20 abgeführt werden kann. 



   Die erfindungsgemässe Reinigung des Brüdenkondensats ist nicht auf die letzte Stufe der Eindampfanlage beschränkt und kann in jeder einzelnen Stufe vorgesehen werden, sodass die Reinheit des Kondensats in jeder Stufe gegeben ist. Die Auswahl erfolgt lediglich aufgrund der in der Stufe 1-6 vorgesehenen Temperatur und dem Verdampfungspunkt des entsprechenden Schadstoffes. Gegebenenfalls kann dadurch auch eine Art fraktionierte Destillation der einzelnen Schadstoffe erreicht werden, wodurch deren Wiederverwertung eventuell möglich ist. Auf jeden Fall ergibt sich dadurch die Möglichkeit einer gezielten Schadstoffbeseitigung.

   Die Anlage eignet sich nicht nur zur Konzentnerung der eigenen Schadstoffe, sondern auch fremder Schadstoffe, die in anderen Produktionseinrichtungen anfallen, In dem die verschmutzten Wässer über eine Zuführungsleitung 21 in den Kondensatsammelbehälter 22 eingebracht werden und dann in der entsprechenden Eindampfstufe volumsmässig reduziert werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Verringerung der Menge des Schmutzkondensats in einer Eindampfanlage, bei dem der bei der Eindampfung entstehende Brüden zur Kondensation gebracht wird und das entstehende Schmutzkondensat einer Reinigung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Fremd- stoffen belastete Schmutzkondensat in eine Eindampfstufe rückgeführt und dort im Gegenstrom zum kondensierenden Heizmedium geführt wird, wobei eine Strippung des abwärts strömenden Schmutz- kondensats erfolgt und die freigesetzten Fremdstoffe im Kopfraum der Heizfläche in konzentrierter Form dampfförmig gesammelt, anschliessend einer Kondensation zugeführt und zumindest zum Teil abgeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizfläche der Eindampfstufe in eine Haupt- und eine Nebenheizfläche aufgeteilt wird und das Schmutzkondensat in der Hauptheizfläche im Gegenstrom zum Heizmedium nach unten geführt wird, die aufsteigende dampfförmige Phase an der Nebenheizfläche kondensiert und als Kondensat abgeführt wird.
  3. 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stufe, insbesondere die in Richtung des Heizmediums gesehene Endstufe (6), abdampfseitig mit einem Kondensator (14) verbunden ist, der kondensatseitig über einen Kondensatsammelbehälter (22) mit dem Kopfraum (19) der Heizfläche (16) verbunden ist, wobei das eigentliche Heizmedium so angeschlossen ist, dass heizungsseitig Kondensat und Heizdampf im Gegenstrom einander berührend geführt sind und die ausgetriebenen Fremdstoffe mit dem verschmutzten Heizdampf im Kopfraum (19) gesammelt und von dort einer Kondensationsstufe zuführbar sind.
AT119496A 1996-07-05 1996-07-05 Verfahren zur verringerung der menge des schmutzkondensats und einrichtung zur durchführung des verfahrens AT403128B (de)

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ATA119496A ATA119496A (de) 1997-04-15
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4333800A (en) * 1976-12-02 1982-06-08 Rosenblad Corporation Method for the recovery of easily evaporable components from hot gases
DE3316661A1 (de) * 1983-05-06 1984-11-08 Wiegand Karlsruhe Gmbh, 7505 Ettlingen Verfahren zum eindampfen eines geloesten produkts und zum rueckgewinnen eines leichterfluechtigen anteils des loesungsmittels
EP0256214A2 (de) * 1986-08-13 1988-02-24 Krupp Maschinentechnik Gesellschaft Mit Beschränkter Haftung Verfahren zum Abtrennen von wasserunlöslichen Destillaten aus Wasserdampfbrüden
DE4330569C1 (de) * 1992-11-23 1994-07-21 Preussag Noell Wassertech Verfahren und Vorrichtung zur Entfernung von ammoniumhaltigen Verbindungen aus Abwässern

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