AT402494B - Hydraulikschaltung für die ansteuerung eines differentialzylinders zum heben und senken einer verdeckklappe eines lastfahrzeugaufbaues - Google Patents

Hydraulikschaltung für die ansteuerung eines differentialzylinders zum heben und senken einer verdeckklappe eines lastfahrzeugaufbaues Download PDF

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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Hydraulikschaltung für die Ansteuerung eines doppeltwirkenden Differentialzylinders zum Heben und Senken einer schwenkgelagerten Verdeckklappe eines Lastfahrzeugaufbaues, mit einem Anschluss für die Druckleitung eines Hydraulikaggregates, einem Anschluss für die   Rückflussleitung   zum Hydraulikaggregat, einem Anschluss für die der grösseren Kolbenseite des Differentialzylinders zugeordnete Hebeleitung und einem Anschluss für die der kleineren Kolbenseite des Differentialzylinders zugeordnete Senkleitung. 



   Für grossflächige Verdeckklappen von Lastfahrzeugen, die sich beispielsweise über die ganze Seitenwand und einen Teil der Deckwand des Verdeckaufbaues des Lastfahrzeuges erstrecken und dementsprechend grosses Gewicht haben, wird häufig ein hydraulischer Antrieb vorgesehen, der sich einerseits aus einem am Fahrzeugchassis befestigten Hydraulikaggregat zur Erzeugung von Druckfluid und anderseits einem oder mehreren Hubzylindern zusammensetzt, die in der Nähe der Anlenkstellen der Verdeckklappe am Verdeck montiert sind. Die Leitungen zwischen dem Hydraulikaggregat und den Hubzylindern können eine beträchtliche Länge erreichen, beispielsweise bis zu 8 m. Auf einer solchen Länge besteht eine erhöhte Gefahr eines Bruches, Berstens oder einer sonstigen Beschädigung der Leitung.

   Im Falle eines solchen Leitungsleckes läuft das gesamte Hydrauliköl aus dem erhöht, nämlich am Verdeck, angeordneten Hubzylindern aus, was nicht nur zu einer Umweltkontamination, sondern auch zu längeren Standzeiten des Fahrzeuges führt. 



   Die Erfindung zielt daher darauf ab, eine Hydraulikschaltung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche das Auslaufen von Hydraulikfluid im Falle eines Bruches, Berstens   od. dgl.   der Verbindungsleitungen zwischen Hydraulikaggregat und Hubzylindern hintanhält und die Funktionssicherheit der Schaltung gewährleistet. 



   Dieses Ziel wird   erfindungsgemäss   bei einer Hydraulikschaltung der geschilderten Art dadurch erreicht, dass der Hebeleitungsanschluss und der Senkleitungsanschluss über ein erstes Schaltventil miteinander in Verbindung stehen, der Druckleitungsanschluss über ein Rückschlagventil mit einer Seite des ersten Schaltventiles in Verbindung steht, und der Hebeleitungsanschluss über ein zweites Schaltventil mit dem 
 EMI1.1 
 



   Die Hydraulikschaltung lässt sich jeweils in unmittelbarer Nähe eines Differentialzylinders montieren und verhindert ein Auslaufen des in dem Differentialzylinder enthaltenen Hydrauliköls im Falle eines Berstens oder Brechens der angeschlossenen   Druck- und Rückflussleitungen,   die auf langen Wegen zum Hydraulikaggregat führen. 



   Um die Länge der keiner Sicherung unterliegenden Hebeleitung und Senkleitung möglichst kurz zu halten, wird gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Hydraulikschaltung in den Boden und/oder den Mantel des Differentialzylinders integriert ist. Zweckmässig werden dabei die Hebe- und die Senkleitung in   Kanälen   des Zylinderbodens- bzw. -mantels gut geschützt geführt. 



   Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass das Rückschlagventil von einem Überdruckventil überbrückt ist. Im Falle einer übermässigen Belastung, beispielsweise einer nicht spezifizierten Belastung der Fahrzeugverdeckklappe, wird die Hydraulikschaltung vor Schäden bewahrt, auch wenn sie dann ihre Sicherungsfunktion nicht mehr ausüben kann. 



   Bevorzugt ist das erste Schaltventil ein von der Motorsteuerung des Hydraulikaggregates elektrisch freigebbares Absperrventil, so dass die Bedienung der Hydraulikschaltung mit der Betätigung des Hydraulikaggregates gekoppelt werden kann. 



   Weiters ist bevorzugt das zweite Schaltventil ein elektrisch freigebbares Rückschlagventil, das bevorzugt auch manuell freigebbar ist. Dadurch wird die Möglichkeit einer Fernbetätigung auf elektrischem Wege geschaffen, und bevorzugt lässt sich im Notfall,   z. B.   bei einem Ausfall der Bordstromversorgung, die Fahrzeugverdeckklappe auch durch manuelle Betätigung absenken. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 die Anlenkung einer nur ausschnittsweise dargestellten Verdeckklappe eines Lastfahrzeugaufbaues in Verbindung mit dem Zylinder zum Heben und Senken der Verdeckklappe in der Stirnansicht in zwei Betriebsstellungen und Fig. 2 ein Blockschaltbild der erfindunggemässen Hydraulikschaltung in Verbindung mit einem Differentialzylinder und einem Hydraulikaggregat. 



   Die in Fig. 1 dargestellte Verdeckklappe 1 ist Teil eines Verdeckaufbaues eines nicht dargestellten Lastfahrzeuges und bei 2 am übrigen Verdeck angelenkt. Die Verdeckklappe 1 wird mit Hilfe eines Hubzylinders 3 von der mit ausgezogenen Linien dargestellten Stellung in die mit strichpunktierten Linien dargestellte Stellung gehoben, um Zugang zu den vom Verdeck abgedeckten Gütern auf der Ladefläche des Fahrzeuges zu gestatten. Der Hubzylinder 3 ist bei 4 an einem Beschlag des Fahrzeugaufbaues angelenkt. 



   Der Hubzylinder 3 ist als doppeltwirkender Differentialzylinder ausgebildet und in dem Blockschaltbild von Fig. 2 schematisch dargestellt. Die Ansteuerung des Differentialzylinders 3 erfolgt über eine in 

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 unmittelbarer Nähe des Differentialzylinders 3 angeordnete Hydraulikschaltung 5 von einem Hydraulikaggregat 6 aus, wobei eine Druckleitung 7 und eine Rückflussleitung 8 das Hydraulikaggregat 6 mit der Hydraulikschaltung 5 verbinden. 



   Das Hydraulikaggregat 6 ist am Fahrzeugchassis, meist in der Nähe der Fahrzeugbatterie, montiert, und es sind diese Leitungen 7,8, welche sich über eine beträchtliche Länge, beispielsweise über die ganze Länge des Fahrzeuges, bis zu jedem Differentialzylinder 3 erstrecken und der Gefahr eines Bruches, Berstens oder einer sonstigen Beschädigung unterliegen. 



   Bei einer sich über die ganze Länge des Verdeckes erstreckenden Verdeckklappe werden   üblicherwei-   se zwei Differentialzylinder 3 zum Heben und Senken der Verdeckklappe eingesetzt,   u. zw.   einer an der Vorderseite und einer an der Rückseite des Verdeckaufbaues, und vom Hydraulikaggregat 6 erstrecken sich sowohl Leitungen 7, 8 zu dem einen als auch zu dem anderen Differentialzylinder. Zur Vereinfachung zeigt das Blockschaltbild von Fig. 2 allerdings nur die Verbindung zu einem Zylinder.

   Jedem Differentialzylinder 3 ist aber in der Praxis eine eigene Hydraulikschaltung 5 zugeordnet, die im Falle eines Berstens der Leitungen 7, 8 ein Auslaufen des Hydrauliköls aus dem Differentialzylinder ins Freie verhindert. 
 EMI2.1 
 der 3 verbunden, wobei die Hebeleitung 9 auf der der grösseren Kolbenseite zugeordneten Seite des Differentialzylinders und die Senkleitung 10 auf der der kleineren Kolbenseite zugeordneten Seite des Differentialzylinders in die Zylinderkammer mündet. 
 EMI2.2 
 über ein erstes Schaltventil 15, im dargestellten Fall ein elektrisch freigebbares Absperrventil in Form eines   2/2-Wegeventiles,   miteinander verbunden.

   Der Druckleitungsanschluss 11 schliesst über einen Ölfilter 16 und ein Rückschlagventil   17,   das von einem Überdruckventil 18 überbrückt ist, an einer Seite des ersten Schaltventiles 15 an. Der Hebeleitungsanschluss 13 steht ferner über ein zweites Schaltventil 19, im dargestellten Fall ein sowohl elektrisch als auch manuell freigebbares Rückschlagventil in Form eines 2/2Wegeventiles, mit dem   Rückflussleitungsanschluss   12 in Verbindung. In der Ruhestellung befindet sich das erste Schaltventil 15 in der Absperrstellung und das zweite Schaltventil 19 in der   Rückschlagstellung.   



   Die Schaltung arbeitet wie folgt : Zum Ausfahren des Differentialzylinders 3 wird das Schaltventil 15 geöffnet und das Schaltventil 19 bleibt in der Ruhestellung. Druckfluid, das über den Druckleitungsanschluss 11 vom Hydraulikaggregat 6 geliefert wird, beaufschlagt über das öffnende Rückschlagventil 17 und das geöffnete Schaltventil 15 beide Kammern des Differentialzylinders 3, wodurch der Kolben auf Grund der unterschiedlichen Kolbenflächen ausfährt. 



   Nach Beendigung der Druckanspeisung am Anschluss 11 wird das Schaltventil 15 abgeschaltet, so dass es in die Absperrstellung zurückkehrt. Bevorzugt wird das Schaltventil 15 auf elektrische Weise gemeinsam mit dem später beschriebenen Antrieb des Hydraulikaggregates 6 betätigt. In dieser Stellung halten das Rückschlagventil   17,   das Schaltventil 15 und das Schaltventil 19 den Druck im Differentialzylinder 3 aufrecht, sogar wenn die Leitungen 7, 8 auf Grund eines Defektes auf Umgebungsdruck entlüftet werden. 



   Zum Einfahren des Differentialzylinders 3 wird das Schaltventil 19 auf elektnschem Wege oder, im Notfall, per Hand freigegeben, so dass das Hydrauliköl aus dem Differentialzylinder über die   Rückflussleitung   8 zum Hydraulikaggregat 6 zurückkehren kann. 



   Die Hydraulikschaltung 5 ist in unmittelbarer Nähe ihres zugeordneten Differentialzylinders 3 angeordnet, um die Länge der Leitungen 9,10 möglichst kurz zu halten. Bevorzugt ist sie in den Boden und/oder den Mantel des Differentialzylinders 3 selbst integriert, beispielsweise indem der Zylinderboden mit entsprechenden Verbindungsbohrungen und Aufnahmen versehen wird, In welche Ventile in Patronenform eingeschraubt werden, die die Funktionen der Komponenten 15 bis 19 ausführen. Die Leitungen 9,10 können dann durch Bohrungen im Zylinderboden bzw. im Zylindermantel realisiert werden. 



   Zur Vervollständigung wird der Aufbau des Hydraulikaggregates 6 beschrieben, obwohl dieses von herkömmlicher Art und nicht Gegenstand der Erfindung ist. Das Hydraulikaggregat 6 enthält einen Vorratsbehälter 20 für Hydrauliköl, das von einer motorgetriebenen Pumpe 21 über einen Ölfilter 22 angesaugt und über ein Wechselventil 23 am Anschluss 24 als Drucköl zur Verfügung steht. Der Anschluss 25 empfängt das vom Druckölverbraucher rückkehrende Hydrauliköl und leitet es in den Vorratsbehälter 20 zurück. Am Ausgang der Pumpe 21 ist ein in den Vorratsbehälter 20   zurückfuhrendes   Überdruckventil 26 angeschlossen. 



   Um im Falle eines Ansprechens des Überdruckventiles 18 in der Hydraulikschaltung 5 einen Rückfluss des Hydrauliköles über die Druckleitung 7 bei abgeschalteter Pumpe 21 zu ermöglichen, ist die andere Seite des Wechselventile 23 mit dem Rückfluss zum Vorratsbehälter 20 verbunden. 

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   Es versteht sich, dass die speziell dargestellte Hydraulikschaltung nur eine   mögliche   Ausführungsform ist. Insbesondere können anstelle der dargestellten Ventiltypen alle Arten von Ventilen verwendet werden, welche die geschilderten Funktionen haben. Auch Ist es möglich, das Rückschlagventil 17 an der anderen Seite des Schaltventiles 15 an dieses anzuschliessen, ohne die wesentliche Schaltungsfunktion zu verändern. 



  

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1. Hydraulikschaltung für die Ansteuerung eines doppeltwirkenden Differentialzylinders zum Heben und Senken einer schwenkgelagerten Verdeckklappe eines Lastfahrzeugaufbaues, mit einem Anschluss für EMI3.1 tung und einem Anschluss für die der kleineren Kolbenseite des Differentialzylinders zugeordnete Senkleitung, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebeleitungsanschluss (13) und der Senkleitungsan- schluss (14) über ein erstes Schaltventil (15) miteinander in Verbindung stehen, der Druckleitungsan- schiuss (11) über ein Rückschlagventil (17) mit einer Seite des ersten Schaltventiles (15) in Verbindung steht, und der Hebeleitungsanschluss (13) über ein zweites Schaltventil (19) mit dem Rückflussleitungs- anschluss (12) in Verbindung steht.
  2. 2. Hydraulikschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie in den Boden und/oder den Mantel des Differentialzylinders (3) integriert ist.
  3. 3. Hydraulikschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (17) von einem Überdruckventil (18) überbrückt ist.
  4. 4. Hydraulikschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schaltventil (15) ein von der Motorsteuerung des Hydraulikaggregates (6) elektrisch freigebbares Absperrventil ist.
  5. 5. Hydraulikschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schaltventil (19) ein elektrisch freigebbares Rückschlagventil ist, das bevorzugt auch manuell freigebbar ist.
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