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Die Erfindung betrifft eine Gliederkette für Rohrflanschverbindungen, welche aus aneinander angelenkten Kettengliedern besteht und an ihren Enden durch eine aus einer vorzugsweise als Drehteil ausgebildeten hülsenförmigen Mutter und einem darin eingeschraubten Gewindebolzen bestenenden Spannschraube verbunden ist, wobei der Gewindebolzen am freien Ende des einen endseitigen Kettengliedes schwenkbar angelenkt und in einen Schlitz des freien Endes des anderen endseitigen Kettengliedes einschwenkbar ist, und wobei sich die Mutter in der Spannstellung mit einem an ihrem der Gliederkette zugekehrten Ende frei drehbar gelagerten Teil, vorzugsweise einen Ring, am letztgenannten endseitigen Kettenglied abstützt und ein Abheben der Spannschraube aus dem Schlitz des Kettengliedes verhindert.
Gliederketten dieser Art sind durch die US-PS 4 341 406 bekanntgeworden. Sie zeigt eine Spannschraube mit einer Mutter und einem daran drehbar gelagerten Teil, welcher beim Anziehen der Mutter auf einer Fläche des letzten Kettengliedes anliegt und die Spannschraube sichert. Der Nachteil dieser Gliederkette besteht darin, dass beim Anziehen der Spannschraube die Berührungsflächen zwischen dem endseltigen Ring und dem endseltigen Kettenglied verhältnismässig stark abgenützt werden.
Durch die AT-PS 394 428 Ist eine Gliederkette bekanntgeworden, bei weicher die endseitigen Kettenglieder an ihrem freien Ende je ein Abstützglied aufweisen, wobei die Abstützglieder durch eine Spannschraube verbunden sind, welche in dem einen der beiden Abstützglieder eingeschraubt und in einen Schlitz des anderen Abstützgliedes eingesetzt ist und sich mit ihrem Kopf an einer Aussenseite der Stirnfläche des Abstützgliedes abstützt. Der Nachteil dieser Gliederkette besteht In der verhältnismässig umständlichen Handhabung.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung von Massnahmen, durch welche die Wirksamkeit der Spannschraube erhöht und ihre Handhabung erleichtert wird, wobei in der Endphase des Anziehens der Spannschraube der endseitige Ring blockiert wird, um die Berührungsflächen zwischen dem endseltigen Ring und dem endseitigen Kettenglied zu schonen.
Diese Aufgabe wird bei einer Gliederkette der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass zwischen dem frei drehbaren Teil, insbesondere Ring. und der Mutter am Gewindebolzen der Spannschraube eine Scheibe drehbar gelagert ist, deren Reibung am drehbar gelagerten Teil, Insbesondere am Ring. beim Anziehen der Spannschraube kleiner als die Reibung zwischen insbesondere dem Ring und Kettenglied ist.
Der Vorteil beim Erfindungsgegenstand ist darin gelegen, dass in der Endphase des Anziehens der Spannschraube der endseitige Ring blockiert ist und sich nicht drehen kann, wodurch die Berührungsflächen zwischen dem endseitigen Ring und dem endseitigen Kettenglied nicht so stark abgenützt werden können bzw. Druckstellen erhalten, als wenn der Ring in der Endphase des Anziehens der Spannschraube mitgedreht wird.
Um eine grosse Haltbarkeit der Scheibe zu erzielen, besteht diese nach einem weiteren Merkmal der Erfindung aus Kupfer, Bronze oder Keramik.
Eine einfache Konstruktion der Gliederkette wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch erreicht, dass der frei drehbare Teil, Insbesondere der Ring, über einen Teil seiner Länge in dem dem endseitigen Kettenglied zugekehrten Ende der Hülse sitzt, welche mit einer einseitigen Einbördelung in eine umlaufende Nut der Oberfläche des frei drehbaren Teiles, insbesondere Ringes, eingreift. Um einen hohen Schutz der Bestandteile der Gliederkette gegen äussere Einflüsse zu erzielen, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass die Scheibe innerhalb des kettengliedseitigen Endes der Hülse sitzt und bel entspannter Spannschraube zwischen dem drehbaren Tell, insbesondere dem Ring, und einer gegenüberliegenden Anschlagfläche, insbesondere Absatz der Hülse ein Spiel hat.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in weicher ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Gliederkette dargestellt ist.
Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht der Gliederkette und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1 in grösserem Massstab.
7 bezeichnet eine Gliederkette mit Kettengliedern 8. weiche an ihren Enden durch ein Gelenk 9 verbunden sind. Die Gliederkette 7 dient zur Verbindung der Flansche zweier Rohrleitungen, die vor allem für die Anwendung von Vakuum oder zur Leitung von Hochdruckmedien bestimmt sind. Die Rohrleitungen und Flansche werden nicht näher beschrieben und dargestellt, da sie keinen Gegenstand der Erfindung bilden. Der Einfachheit halber werden sie mit 1 bezeichnet.
Zum Spannen der Gliederkette 7 dient eine Spannschraube 22, welche einen Gewindebolzen 39 aufweist, der an seinem einen Ende eine Öse 23 besitzt, die um einen Bolzen 24 in einem Schlitz 25 des einen endseitigen Kettengliedes 26 in einer senkrecht auf die Rohrachse bzw. Achse der gespannten Gliederkette 7 gelegenen Ebene schwenkbar gelagert-ist. Am Gewindebolzen 39 ist ein rohrartiger Drehteil mit Innengewinde, einem sechskantigen Spannschraubenkopf 29, sowie einer Hülse 27 aufgeschraubt, die an ihrem dem Kopf 29 abgekehrten vorderen freien Ende mit einer Einbördelung 30 In eine ringförmige Nut 31 an der Oberfläche eines am Gewindebolzen 39 frei drehbaren Ringes 28 od. dgl. eingreift und
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verhindert, dass sich der Ring von der Hülse 27 lösen kann, aber in der Hülse 27 frei drehbar ist.
Zwischen dem Ring 28 od. dgl. und einem inneren Absatz 32 der Hülse 27 ist eine Scheibe 33 auf dem Gewindebolzen 39 frei drehbar gelagert, welche vorzugsweise aus Kupfer, Bronze oder Keramik ausgeführt ist und die Eigenschaft hat, dass beim Anziehen der Spannschraube 22 bzw. Eindrehen des Drehteiles, sobald der Ring 28 od. dgl. am endseitigen Kettenglied 34 zur Anlage kommt, die Reibung zwischen Ring 28 od. dgl. und dem Kettenglied 34 grösser als die Reibung zwischen Scheibe 33 und Ring 28 od. dgl. ist, wodurch der Ring 28 od. dgl. beim Anziehen des Spannschraubenkopfes 29 nicht mitgedreht wird und der Bolzen 39 in die Hülse 27 eingeschraubt werden kann. Zu diesem Zweck ist im entspannten Zustand der Spannschraube 22 zwischen der Scheibe 33 und den benachbarten Auflageflächen ein Spiel vorhanden.
Vorzugsweise ist der Aussendurchmesser des aus der Hülse 27 hinausragenden Teiles des Ringes 28 od. dgl. gleich dem Durchmesser der Hülse 27.
Der Gewindebolzen 39 der Spannschraube 22 ist in einen Schlitz 35 des freien Endes des endseitigen Kettengliedes 34 einsetzbar, wobei der Ring 28 od. dgl. in eine Aussparung 36 eingreift und sich an einem kegelförmig ausgebildeten Boden 37 der Aussparung 36 mit einem kongruenten Kegel 38 abstützt.
Vorzugsweise sind die Kettenglieder 8 wie in der AT-PS 394 428 beschrieben und dargestellt ausgebildet, indem sie mit im Querschnitt keilförmigen Berührungsstellen die zu verbindenden Rohrflansche aneinandergeschlossener Rohrenden umgreifen, wobei die Berührungsstellen der Kettenglieder als nngseg- mentförmige Auflageflächen ausgebildet sind und an schrägen Aussenflächen der Rohrflansche aufliegen.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich, die Scheibe 33 aus einem anderen Material als erwähnt, herzustellen, welches die oben erwähnten Reibungseigenschaften aufzuweisen vermag.