AT397833B - Datenübertragungsverfahren für grab- und erdbohrgeräte sowie für bohrlochförderungseinrichtungen - Google Patents
Datenübertragungsverfahren für grab- und erdbohrgeräte sowie für bohrlochförderungseinrichtungen Download PDFInfo
- Publication number
- AT397833B AT397833B AT0112191A AT112191A AT397833B AT 397833 B AT397833 B AT 397833B AT 0112191 A AT0112191 A AT 0112191A AT 112191 A AT112191 A AT 112191A AT 397833 B AT397833 B AT 397833B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- earth
- electrode
- liquid
- drill head
- transmission
- Prior art date
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B47/00—Survey of boreholes or wells
- E21B47/12—Means for transmitting measuring-signals or control signals from the well to the surface, or from the surface to the well, e.g. for logging while drilling
- E21B47/13—Means for transmitting measuring-signals or control signals from the well to the surface, or from the surface to the well, e.g. for logging while drilling by electromagnetic energy, e.g. radio frequency
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Geophysics (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
- Geophysics And Detection Of Objects (AREA)
- Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
Description
AT 397 833 B
Die Erfindung betrifft ein Datenübertragungsverfahren für Grab- und Erdbohrgeräte sowie für Bohrlochförderungseinrichtungen, wobei leitfähige Flüssigkeiten zumindest teilweise als Übertragungsmedium verwendet werden.
Im Zuge der Verwendung der oben angeführten Geräte und Einrichtungen werden häufig elektrisch leitfähige Spülflüssigkeiten, leitfähiges, flüssiges Fördergut oder Stützsuspensionen verwendet. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand darin, ein Verfahren zur Übertragung von Daten wie beispielsweise beliebiger Meßgrößen oder Steuergrößen anzugeben, das ohne zusätzlichen Aufwand für Übertragungseinrichtungen auch bei elektrisch nicht leitfähigen Rohren, Schläuchen oder sonstigen Gestängen durchführbar ist.
Erfindungsgemäß wird dazu mittels eines Senderingkernes, der einen Schlauch, in welchem sich die leitfähige Flüssigkeitssäule befindet, umschließt, ein Sendestrom in der leitfähigen Flüssigkeit erzwungen, der an geeigneter Stelle mit einer Empfangstoroidspule, die ebenfalls den Schlauch umgibt, detektiert werden kann, wobei der Stromkreis, sofern selbiger nicht über die Flüssigkeit geschlossen ist, durch sende-und empfangsseitige Erdung der Flüssigkeitssäule geschlossen ist. Damit können verschiedene physikalische Größen, die durch geeignete Meßwertaufnehmer ermittelt werden, beispielsweise Druck, Temperatur, Neigungswinkel, etc. übertragen werden, ohne daß zusätzliche beschädigungsanfällige Einrichtungen selbst bei elektrisch nicht leitfähigen Verbindungseiementen nötig wären. Darüberhinaus kann durch eine geeignete Anordnung auch eine bidirektionale Übertragungsstrecke, welche eine Datenkommunikation zwischen beispielsweise am Bohrkopf und an der Erdoberfläche befindlichen Geräten ermöglicht, realisiert werden. Somit erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren unter anderem prozeßrechnergesteuerte Grab- und Bohrvorgänge.
Unter Erzielung derselben Vorteile wie zuvor beschrieben werden erfindungsgemäß bei zumindest teilweiser Verwendung von leitfähigen Flüssigkeiten als Übertragungsmedium, Signale zwischen Erde und leitfähiger Flüssigkeit mittels Elektroden eingekoppelt, wobei der Stromkreis durch die leitfähige Flüssigkeit und das Erdreich gebildet wird, und der Stromfluß mittels einer Toroidspule, die den mit leitender Flüssigkeit gefüllten Schlauch umschließt, detektiert wird. Erfindungsgemäß wird der Strom also in die leitfähige Flüssigkeitssäule entweder induktiv über eine Ringspule, durch welche die Flüssigkeitssäule gleitet wird, eingekoppelt, oder die Einkopplung erfolgt über eine geeignete Elektrodenanordnung. Vorzugsweise wird z.B. der Bohrkopf und ein Teil des Bohrgestänges zur Einkopplung herangezogen, wobei diese Teile ohne Modifikation als Elektroden verwendet werden können.
Soll die Datenübertragung über große Entfernungen erfolgen, so werden zweckmäßigerweise mehrere Übertragungsstrecken hintereinander geschaltet, wobei das Signal in jeder Teilstrecke von einer Empfangsspule aufgenommen, in eine andere Frequenzlage transponiert und anschließend verstärkt in eine Sendes-puie eingekoppelt wird. Die Sende- und Empfangsspule einer Teilstrecke, deren Wicklungen auf einem Kunststoffkörper aufgebracht sind, werden von einem stabilen Kunststoffgehäuse geschützt. Die Spulen werden so angeordnet, daß sie die Flüssigkeitssäule möglichst eng umfassen, um Verluste durch Streufluß zu minimieren. Die Stromversorgung einer Teilstrecke wird am besten mit Hilfe von Akkumulatoren, die im Inneren des Bohrgestänges in einem entsprechenden Gehäuse mit dazugehöriger Elektronik angeordnet sind, vorgenommen.
Wenn gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung eine Elektrode des Sendegerätes mit Erde verbunden ist und die zweite großflächige Elektrode den elektrischen Übergang zur leitfähigen Flüssigkeit ermöglicht, wobei die zweite Elektrode von der ersten und von Erde vorzugsweise isoliert ist, gestattet dies in einfacher Weise die Einspeisung von Signalen ohne Senderingkern.
Andererseits kann zur Erzielung des selben Effektes die Elektroden-Einkoppelung über den Bohrkopf und den elektrisch vom Bohrkopf getrennten Gestängeabschnitt oberhalb des Bohrkopfes erfolgen, wobei eine Elektrode über Kabel und Schelle an den metallischen Bohrkopf geleitet wird und jener somit den Erder darstellt, während die zweite Elektrode über Kabel und Schelle an den elektrisch vom Bohrkopf isolierten Gestängeabschnitt geleitet wird, wodurch die Einkoppelung des Stromes in die Flüssigkeit erfolgt.
Bei stationären Betrieb des Sendegerätes erfolgt die Erdung des Sendegerätes vorteilhafterweise durch ein Erdungskabel und einen Erdungsspieß, wodurch der Kontakt mit dem Erdreich besonders innig ist.
Andernfalls kann zur Erhaltung der Beweglichkeit die Erdung durch das Bohrgerät erfolgen, das seinerseits über innigen Kontakt mit dem Erdreich verfügt.
Falls der innige Kontakt mit dem Erdreich über das Bohrgerät selbst nicht möglich sein sollte, ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Erdung mittels einer mechanischen Einrichtung am Bohr- oder Pumpgerät erfolgt, die den innigen Kontakt mit dem Erdreich ermöglicht.
Schließlich kann vorteilhafterweise noch vorgesehen sein, daß die Erdung durch eine großflächige Bezugselektrode am Behälterrand erfolgt, sofern die Flüssigkeit in einem Behälter aufbewahrt wird. 2
AT 397 833 B
In der nachfolgenden Beschreibung werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt die Fig. 1 eine aus drei Teilstrecken zusammengesetzte Übertragungsstrecke des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Fig. 2 zeigt das Blockschaltbild einer Teilstrecke der Fig. 1. Fig. 3 zeigt schematisch den Aufbau für das Übertragungsverfahren mit induktiver Einkoppelung. In Fig. 4 ist eine Variante des Verfahrens mit einer Einkoppelung mittels Elektroden dargestellt und Fig. 5 zeigt das elektrische Ersatzschaltbild der Übertragungsanordnung.
Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Bohrkopfes samt Bohrgestänge. Im Gestänge 1 sind in einem gepanzerten, druckdichten Gehäuse 3 die Elektronik und die Akkumulatoren untergebracht. Die beispielsweise in einem Gestänge 1 befindliche Flüssigkeitssäule wird von einer Empfangsspule 2 und einer Sendespule 4 umschlossen. Das Gestänge kann entweder mit den Spulen nachgerüstet werden, wobei die Spulen durch ein entsprechendes Gehäuse geschützt werden müssen, oder aber sie werden mit einer entsprechenden Vergußmasse starr in einem nichtferromagnetischen Gehäuse mit dem Gestänge zu einer Einheit verbunden.
In Fig. 1 sind drei Teilübertragungsstrecken angeführt, wonach in der ersten Teilstrecke die Empfangseinrichtung durch die Meßelektronik ersetzt wird. Nach der letzten Teilstrecke kann das Signal an der Spule 5 abgenommen werden. Die Empfangsspule 5 wird an der Erdoberfläche angeordnet sein, wobei diese vorteilhafterweise nicht unbedingt starr mit dem Gestänge verbunden sein muß. Das Rohr oder Gestänge muß keine elektrisch durchgehende Verbindung aufweisen. Die üblicherweise notwendigen Überbrückungen der Flansche mittels Kabel oder induktiver Koppeielemente entfallen damit ebenso. Schließlich werden die in Spule 5 aufgenommenen Signale dem stationären Verarbeitungsgerät 6 zugeführt.
Sollen mit einem Übertragungsverfahren Daten von der Erdoberfläche an den Bohrkopf übermittelt werden, so werden die Daten vom Sendegerät 7 in die Sendespule 8 eingekoppelt und über die beispielsweise im Gestänge transportierte Flüssigkeit zum Bohrkopf weitergeleitet. Der zuvor nichtbenutzte Empfangsteil mit Empfangsspule 2 am Bohrkopf leitet die Daten nach eventueller Decodierung an die zugehörige Elektronik im Bohrkopf weiter. Somit kann ein bidirektionales Übertragungsverfahren aufgebaut werden, wobei der Datenfluß vom Boden des Bohrlochs zur Erdoberfläche und in umgekehrter Richtung zweckmäßigerweise nach einem Handshake-Verfahren erfolgt.
Die Elektronik einer Teilstrecke kann durch das in Fig. 2 dargestellte Blockschaltbild beschrieben werden. In Fig. 2 wird der Datenerfassungsbiock 100 dargestellt, von welchem die Daten eines Rechners 101 oder die Meßgrößen der Sensoren 102 mittels eines U/f-Konverters 103 über die Endstufe 204 in die Sendespule 205 geleitet werden. Der Block 100 befindet sich am Anfang bzw. am Ende einer gesamten Übertragungsstrecke. In der Repeaterkette 200 werden die Signale von der Empfangsspule 201 aufgenommen, mittels der Signalregenerierung 202 bandbegrenzt und zwischenverstärkt; mit Hilfe der Frequenztransponierung 203 wird das Signal in eine andere Frequenzlage gebracht, um störende Verkopplungen zu vermeiden. Schließlich wird das Signal über die Endstufe 204 in die Sendespule 205 eingespeist. Der Handshake Controller 206 sendet geeignete Steuer-Signale, um im Falle eines bidirektionalen Datenflusses den zeitlichen Ablauf der Daten-Kommunikation zu steuern.
In der Entfernung lu von der Bohrkopfspitze wird ein Wechselspannungssignal mittels des Transformators 4 in die beispielsweise im Gestänge 1 befindliche Flüssigkeitssäule eingekoppelt. Dadurch ergibt sich ein Stromfiuß lu, der durch Ableitströme Ia über das leitfähige Medium (Erdreich od. dgl.) gemindert wird, sodaß an der Oberfläche der Strom l0, der über das geerdete Grabgerät (z.B. Bohrturm) zu da unterhalb des Transformators 4 verbleibenden Flüssigkeitssäule, Gestängestücks oder Bohrkopfes mit der Länge lu fließt, mittels Transformator 5 detektiert werden kann.
Fig. 5 zeigt das elektrische Ersatzschaltbild: Der untere Erdübergangswiderstand /?„ des Gestängestücks mit der Länge lu und dem Durchmesser d ist ungefähr wobei la den spezifischen Widerstand des umgebenden Mediums darstellt. Der Widerstand des Gestänges pro Längeneinheit ist 3
AT 397 833 B wobei Lj für den spezifischen Widerstand der Flüssigkeit steht. Der Ableitstrom über das umgebende Medium wird durch Leitwert pro Längeneinheit
6« bestimmt, in welchem k einen dimensionslosen, die geometrischen Verhältnisse berücksichtigenden Propo-tionaiitätsfaktor darstellt {k ... 0.1 - 10). Tatsächlich wird der Leitwert G' auch vom Ort der Ableitung abhängigen; dies führt allerdings auf sehr komplizierte Feidverhältnisse, die in Hinblick auf eine einfache Abschätzung vernachlässigt werden sollen.
Du Wellenwiderstand Zw der Leitung bei vernachlässigter Kapazität und Induktivität ist gegeben durch
2.= Für den an der Einspeisetelle fließenden Strom gilt entsprechend der Ausgangspannung U des Transformators (4)
V
Die Spannung U0 am oberen Ende der Leitung - mit dem Abstand l0 von der Einkoppelsteile - errechnet sich aus der unten anliegenden Spannung UX — Ιχ · Ζψ gemäß der Leitungstheorie zu U0 = Ux · exp(-«/0) mit der Dämpfungskonstanten α = VRO7, sodaß sich mit dem oberen Erdübergangswiderstand R0 des Bohrturms oder ähnlicher mechanischer Vorrichtungen, die mit dem Erdreich innigen Kontakt hersteilen, wie der hier beispielhaft angeführte Kugelerder mit dem Radius r, der Strom l0 zu
Hi
Ro ergibt, wobei ist.
4
AT 397 833 B
Somit folgt für den oben detektierbaren Strom l0 in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit la des umgebenden Mediums aus den oberen Beziehungen /· =
Diese Funktion ist insofern interessant, als sie bezüglich te zumindest ein Maximum aufweist. Sowohl bei extrem schlechter, als auch bei besonders guter Leitfähigkeit verschwindet der Strom l0. Bei Vernachlässigung des Terms
gegenüber den Termen wird der Strom l0 bei ieP.eit ‘“ΤΓ maximal.
Fig. 3 zeigt schematisch den Aufbau des Übertragungsverfahrens mit induktiver Einkopplung:
Das Signal wird vom Sender 300 in die Sendespule 301 eingekoppelt, wodurch in der Flüssigkeitssäule 302 ein Stromfluß erzwungen wird. Dieser Strom kann mit der Empfangsspule 303 detektiert werden, sofern der Stromkreis zwischen der Flüssigkeitssäule über Erde 304 geschlossen wird. Dabei muß der Erdungswiderstand möglichst klein gehalten werden, um den Stromfluß durch den Spannungsabfall zwischen den Erdungspunkten nicht zu beeinträchtigen. Die Erdung wird zweckmäßigerweise mit Erdungsspießen 306 oder Kugelerdern 305 vorgenommen, wobei diese über eine Hilfselektrode 307 mit der Flüssigkeit verbunden sind. Ist jedoch die Flüssigkeit über ein Arbeitsgerät bereits mit dem Erdpotential sicher verbunden, dann können diese Erder auch entfallen.
Ist es aufgrund der technischen Gegebenheiten nicht möglich, die Signale in den Senderingkern einzuspeisen, so können sie zu zwei Elektroden geleitet werden, deren eine Elektrode innigen Kontakt mit dem Erdreich gewährleistet, während die zweite Elektrode den Übergang zur elektrisch leitfähigen Flüssigkeit ermöglicht. Fig. 4 zeigt den Aufbau des Übertragungsverfahrens mit Einkopplung mittels Elektroden:
Der Erdkontakt kann über das geerdete metallische Gehäuse des Sendegerätes 401 erfolgen, das seinerseits innigen Kontakt mit dem umgebenden Erdreich 405 besitzt. Weiters wäre bei stationärem Betrieb des Sendegerätes eine Erdung über ein Erdungskabel 402 mittels Erdspieß 403 denkbar. Bohrgeräte könnten über den Bohrkopf den geforderten innigen Erdkontakt ermöglichen, sofern der metallische Außenteil des Bohrkopfes oder sonstige mechanische Vorrichtungen mit der Elektronik über eine Erdungsschelle oder ein Erdungsband verbunden sind.
Die zweite Elektrode 404 wird zweckmäßigerweise durch großflächige Gestaltung den Kontakt mit der leitfähigen Flüssigkeit ermöglichen. Elektrode 404 kann starr oder beweglich über Kabel mit dem Grundgerät 401 verbunden sein, wobei allerdings auf gute elektrische Isolierung zum Erdreich 405 bzw. zum Grundgerät 401 durch geeignete Montage der Elektrode 404 geachtet werden muß. Schließlich wird das Signal an geeigneter Stelle mittels der Ringkernspule 406 abgenommen und dem Verarbeitungsgerät 407 zugeführt. Da auch bei diesem Verfahren der Datentransport durch den Stromfluß durch die von leitender Flüssigkeit und dem Erdreich gebildete Schleife ermöglicht wird, soll der Erdübergangswiderstand eventuell verwendeter Erder oder Erdepieße 408 möglichst gering sein. 5
Claims (8)
- AT 397 833 B Die hier beschriebenen Übertragungsverfahren werden bevorzugt im Bereich der Erdölfördertechnik, sowohl am Land als auch im Off-Shore-Bereich Verwendung finden, sind aber keineswegs auf diesen Einsatzbereich beschränkt; die erwähnten Übertragungsverfahren können in all jenen Bereichen der Industrie eingesetzt werden, wenn leitfähige Flüssigkeiten zur Datenübertragung herangezogen werden müssen. Durch geeignete Anordnung kann auch eine bidirektionale Übertragungsstrecke, welche eine Datenkommunikation zwischen am Bohrkopf und an der Erdoberfläche befindlichen Geräten ermöglicht, realisiert werden. Somit erlaubt dieses Verfahren unter anderem prozeßrechnergesteuerte Grab- und Bohrvorgänge. Patentansprüche 1. Datenübertragungsverfahren für Grab- und Erdbohrgeräte sowie für Bohrlochförderungseinrichtungen, wobei leitfähige Flüssigkeiten als Übertragungsmedium verwendet werden, gekennzeichnet dadurch, daß mittels eines Senderingkerns (4, 301), der einen Schlauch, in welchem sich die leitfähige Fiüssigkeitssäule (302) befindet, umschließt, ein Sendestrom in der leitfähigen Flüssigkeit erzwungen wird, der an geeigneter Stelle mit einer Empfangstoroidspule (5, 303), die ebenfalls den Schlauch umgibt, detektiert werden kann, wobei der Stromkreis, sofern selbiger nicht über die Flüssigkeit geschlossen ist, durch sende- und empfangsseitige Erdung der Flüssigkeitssäule (302) geschlossen ist.
- 2. Datenübertragungsverfahren für Grab- und Erdbohrgeräte sowie für Bohrlochförderungseinrichtungen, wobei leitfähige Flüssigkeiten teilweise als Übertragungsmedium verwendet werden, gekennzeichnet dadurch, daß Signale zwischen Erde und leitfähiger Flüssigkeit mittels Elektroden (404) eingekoppeit werden, wobei der Stromkreis durch die leitfähige Flüssigkeit (409) und das Erdreich (405) gebildet wird und der Stromfluß mittels einer Toroidspule (406), die den mit leitender Flüssigkeit gefüllten Schlauch umschließt, detektiert wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß eine Elektrode (401) des Sendegerätes mit Erde (405) verbunden ist, und die zweite großflächige Elektrode (404) den elektrischen Übergang zur leitfähigen Flüssigkeit (409) ermöglicht, wobei die zweite Elektrode (404) von der ersten (401) und von Erde (405) vorzugsweise isoliert ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Elektroden-Einkoppelung über den Bohrkopf und dem elektrisch vom Bohrkopf getrennten Gestängeabschnitt oberhalb des Bohrkopfes erfolgt, wobei eine Elektrode über Kabel und Schelfe an den metallischen Bohrkopf geleitet wird und jener somit den Erder darstellt, während die zweite Elektrode über Kabel und Schelle an dem elektrisch vom Bohrkopf isolierten Gestängeabschnitt geleitet wird, wodurch die Einkoppelung des Stromes in die Flüssigkeit erfolgt.
- 5. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Erdung des Sendegerätes (401) durch ein Erdungskabel (402) und einen Erdungsspieß (403) erfolgt.
- 6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Erdung durch das Bohrgerät erfolgt, das seinerseits über innigen Kontakt mit dem Erdreich (405) verfügt.
- 7. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Erdung mittels einer mechanischen Einrichtung (408) am Bohr- oder Pumpgerät erfolgt, die den innigen Kontakt mit dem Erdreich (405) ermöglicht.
- 8. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Erdung durch eine großflächige Bezugselektrode am Behälterrand erfolgt, sofern die Flüssigkeit in einem Behälter aufbewahrt wird. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 6
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0112191A AT397833B (de) | 1991-06-03 | 1991-06-03 | Datenübertragungsverfahren für grab- und erdbohrgeräte sowie für bohrlochförderungseinrichtungen |
| DE4217962A DE4217962A1 (de) | 1991-06-03 | 1992-05-30 | Datenuebertragungsverfahren fuer messsignale in grab- und erdbohrgeraeten sowie bohrloch-foerderungseinrichtungen |
| FR9206705A FR2677134A1 (fr) | 1991-06-03 | 1992-06-03 | Procede de transmission de donnees pour engins d'excavation et de forage du sol ainsi que pour des dispositifs de transport dans des trous de forage. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0112191A AT397833B (de) | 1991-06-03 | 1991-06-03 | Datenübertragungsverfahren für grab- und erdbohrgeräte sowie für bohrlochförderungseinrichtungen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA112191A ATA112191A (de) | 1993-11-15 |
| AT397833B true AT397833B (de) | 1994-07-25 |
Family
ID=3507042
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT0112191A AT397833B (de) | 1991-06-03 | 1991-06-03 | Datenübertragungsverfahren für grab- und erdbohrgeräte sowie für bohrlochförderungseinrichtungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT397833B (de) |
| DE (1) | DE4217962A1 (de) |
| FR (1) | FR2677134A1 (de) |
Families Citing this family (22)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2777594B1 (fr) * | 1998-04-17 | 2000-07-13 | Sol Comp Du | Installation de transmission d'informations dans un puits de forage |
| FR2777595B1 (fr) * | 1998-04-17 | 2000-07-13 | Sol Comp Du | Installation de transmission d'informations dans une excavation de forage |
| US7259688B2 (en) | 2000-01-24 | 2007-08-21 | Shell Oil Company | Wireless reservoir production control |
| US7114561B2 (en) | 2000-01-24 | 2006-10-03 | Shell Oil Company | Wireless communication using well casing |
| US6633236B2 (en) | 2000-01-24 | 2003-10-14 | Shell Oil Company | Permanent downhole, wireless, two-way telemetry backbone using redundant repeaters |
| CN1229567C (zh) * | 2000-01-24 | 2005-11-30 | 国际壳牌研究有限公司 | 井中无线通信和控制的扼流电感器及在管路中的布置方法 |
| US6758277B2 (en) | 2000-01-24 | 2004-07-06 | Shell Oil Company | System and method for fluid flow optimization |
| US20020036085A1 (en) | 2000-01-24 | 2002-03-28 | Bass Ronald Marshall | Toroidal choke inductor for wireless communication and control |
| US6715550B2 (en) | 2000-01-24 | 2004-04-06 | Shell Oil Company | Controllable gas-lift well and valve |
| US6633164B2 (en) | 2000-01-24 | 2003-10-14 | Shell Oil Company | Measuring focused through-casing resistivity using induction chokes and also using well casing as the formation contact electrodes |
| US6840316B2 (en) | 2000-01-24 | 2005-01-11 | Shell Oil Company | Tracker injection in a production well |
| US6817412B2 (en) | 2000-01-24 | 2004-11-16 | Shell Oil Company | Method and apparatus for the optimal predistortion of an electromagnetic signal in a downhole communication system |
| US6662875B2 (en) | 2000-01-24 | 2003-12-16 | Shell Oil Company | Induction choke for power distribution in piping structure |
| US6679332B2 (en) | 2000-01-24 | 2004-01-20 | Shell Oil Company | Petroleum well having downhole sensors, communication and power |
| WO2001065056A1 (en) | 2000-03-02 | 2001-09-07 | Shell Internationale Research Maatschappij B.V. | Wireless downhole measurement and control for optimizing gas lift well and field performance |
| US7073594B2 (en) | 2000-03-02 | 2006-07-11 | Shell Oil Company | Wireless downhole well interval inflow and injection control |
| BR0108881B1 (pt) | 2000-03-02 | 2010-10-05 | sistema de injeção de substáncia quìmica para uso em um poço, poço de petróleo para produção de produtos de petróleo, e método de operar um poço de petróleo. | |
| AU4538901A (en) | 2000-03-02 | 2001-09-12 | Shell Oil Co | Wireless power and communications cross-bar switch |
| US6851481B2 (en) | 2000-03-02 | 2005-02-08 | Shell Oil Company | Electro-hydraulically pressurized downhole valve actuator and method of use |
| US7170424B2 (en) | 2000-03-02 | 2007-01-30 | Shell Oil Company | Oil well casting electrical power pick-off points |
| EG22420A (en) | 2000-03-02 | 2003-01-29 | Shell Int Research | Use of downhole high pressure gas in a gas - lift well |
| US7322410B2 (en) | 2001-03-02 | 2008-01-29 | Shell Oil Company | Controllable production well packer |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4302757A (en) * | 1979-05-09 | 1981-11-24 | Aerospace Industrial Associates, Inc. | Bore telemetry channel of increased capacity |
| US4630243A (en) * | 1983-03-21 | 1986-12-16 | Macleod Laboratories, Inc. | Apparatus and method for logging wells while drilling |
| EP0211935A1 (de) * | 1985-02-11 | 1987-03-04 | Comdisco Resources, Inc. | Verfahren und vorrichtung zur datenübertragung in einem bohrloch das eine leitende flüssigkeit enthält |
| JPS63160430A (ja) * | 1986-12-24 | 1988-07-04 | Reideitsuku:Kk | 電磁誘導信号伝送方式 |
| FR2617901B1 (fr) * | 1987-07-06 | 1989-10-27 | Alsthom | Procede de forage avec transmission electromagnetique d'informations depuis le fond |
-
1991
- 1991-06-03 AT AT0112191A patent/AT397833B/de not_active IP Right Cessation
-
1992
- 1992-05-30 DE DE4217962A patent/DE4217962A1/de not_active Withdrawn
- 1992-06-03 FR FR9206705A patent/FR2677134A1/fr active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2677134A1 (fr) | 1992-12-04 |
| DE4217962A1 (de) | 1992-12-10 |
| ATA112191A (de) | 1993-11-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT397833B (de) | Datenübertragungsverfahren für grab- und erdbohrgeräte sowie für bohrlochförderungseinrichtungen | |
| DE60119899T2 (de) | Stromerzeugeung unter verwendung von wiedereinstellbaren entladungsbatterien | |
| DE60112041T2 (de) | Drosselspule für drahtloses kommunikations- und steuerungssystem in einem bohrloch | |
| EP0909876B1 (de) | System zur Übertragung von Daten oder elektrischem Strom für ein Bohrgerät | |
| DE102007035356A1 (de) | Verfahren zum Bestimmen des elektrischen Zustands eines verkabelten Gestängerohrs und Fehlerlokalisierungsvorrichtung | |
| DE69625792T2 (de) | Verfahren und anordnung zum aufspüren von unterirdischen versorgungsleitungen | |
| DE2848722A1 (de) | Telemetriesystem | |
| DE69434746T2 (de) | Verbesserte, mit Fett geschmierte Kabelanordnung zur Echtzeit-Oberflächenabbildung | |
| DE68915275T2 (de) | Detektor. | |
| DE102004051615A1 (de) | Verkabelte Kommunikationsverbindung für einen Bohrstrang, Telemetriesystem für einen Bohrstrang und Verfahren zum Bohren eines Bohrlochs | |
| WO1990014497A2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur übertragung von informations- und/oder steuersignalen in einem bohrstrang | |
| DE4135708A1 (de) | Empfangsvorrichtung | |
| DE60003307T9 (de) | Ein verfahren und eine vorrichtung zur bestimmung eines formationswiderstandes, durch welchen ein verrohrtes bohrloch führt | |
| DE68906073T2 (de) | Anordnung und verfahren mit passiven resonanzschaltungsmarken zur lokalisierung von eingegrabenen elektrischen leitungen. | |
| DE60002862T2 (de) | Ein verfahren und eine vorrichtung zur bestimmung des formationswiderstandes um ein verrohrtes bohrloch | |
| EP0195100A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Datenübertragung zwischen einer in einem Bohrloch angeordneten Sende- und Empfangseinrichtung und einer über Tage angeordneten Sende- und Empfangseinrichtung | |
| DE3930530A1 (de) | Leckueberwachungseinrichtung fuer rohrleitungen | |
| DE19909243C1 (de) | Verfahren zum Übertragen eines Steuersignals zu einem Fahrzeug und eine Empfangseinrichtung zum Empfangen des Steuersignals | |
| DE3880375T2 (de) | Verzweigtes sensorsystem. | |
| EP0440123B1 (de) | Vorrichtung zur Übertragung von Signalen in einem Bohrloch | |
| DE19819626C2 (de) | Datenübertragungssystem | |
| EP3696369A1 (de) | Erdbohrvorrichtung für ein kabelgeführtes bohren, verfahren zum kabelgeführten erdbohren und verwendung beim kabelgeführten erdbohren | |
| EP2440736B1 (de) | Vorrichtung zum erfassen der länge eines bohrgestänges | |
| DE60102281T2 (de) | Verfahren zur Übertragung von Informationen über ein Bohrgestänge | |
| EP1093202B9 (de) | Verfahren zur Detektion von geerdeten Leitungen zum Abschalten einer Bohrmaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| ELJ | Ceased due to non-payment of the annual fee |