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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abwicklung von Bestellungen aus einem Bestellkatalog, in dem den Waren maschinenlesbare Bestelldaten zugeordnet sind, mit einer einen Speicher aufweisenden Leseeinrichtung für die maschinenlesbaren Bestelldaten, einer vorzugsweise mit einem Modem versehenen Übertragungseinheit zur Übermittlung der gelesenen Bestelldaten und für den Endverbraucher spezifischer Daten an einen entfernten Rechner, einer Anzeigeeinheit für die visuell lesbare Darstellung einer vom entfernten Rechner rückübertragenen Auftragsbestätigung, die eine aus den Bestelldaten zusammengesetzte Bestelliste enthält, und mit mindestens einer Taste für die weitere Bearbeitung der Bestellung.
Aus dem DE-Gbm 296 13 393 U ist eine Vorrichtung zur Fernauswahl von Objekten, beispielsweise Katalogwaren bekannt, die eine maschinenlesbare Kennung aufweisen. Diese wird mittels eines Strichcodelesers oder Handscanners erfasst und über ein mit einem Modem versehenes Mobil- oder Festtelefon an ein Versandhaus übermittelt, dessen Rechner die Bestellung verarbeitet. Wenn nicht das Übertragungssystem (z. B. ISDN) bereits eine Absendekennung mitübermittelt, werden mit der Bestellung auch absenderspezifische Daten übertragen. Vom Rechner kann eine Auftragsbestätigung zurückgesandt werden, die etwa auf dem Telefondisplay lesbar angezeigt wird. Eine Bezahlung kann in der Weise erfolgen, dass mit der Bestellung auch Kreditkartendaten übermittelt werden.
Diese Vorgangsweise enthält eine Reihe von Schritten, die für einen ungeschulten, durchschnittlichen Endverbraucher schwierig durchzuführen sind.
Insbesondere entsteht dann ein Problem, wenn der Kunde nach der Übermittlung an den entfernten Rechner feststellt, dass ihm bei der Auswahl der Waren ein Fehler unterlaufen ist.
Weiters ist aus der US-A 5, 664, 110 ein Fembestellsystem mit einem Katalog bekannt, in dem Besteiidaten der Waren maschinenlesbar enthalten sind. Die maschinenlesbaren Bestelldaten der gewünschten Waren können durch eine kabellose Leseeinrichtung erfasst und gemeinsam mit für den Endverbraucher spezifischen Daten an einen entfernten Rechner zur Weiterverarbeitung übertragen werden.
Die übertragenen Bestelldaten werden vom entfernten Rechner zuerst in Form einer eine Bestelliste enthaltenden Auftragsbestätigung an den Endverbraucher rückübertragen und beim Endverbraucher visuell lesbar dargestellt, und dann gemeinsam mit den Daten des Endverbrauchers zur Auslieferung weitergegeben, sobald der Endverbraucher die Richtigkeit der Auftragsbestätigung dem entfernten Rechner wieder mitgeteilt hat.
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Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung mit maximaler Bedienerfreundlichkeit zu schaffen, sodass die Bestellung der Waren oder Dienstleistungen möglichst von jedem privaten, auch unerfahrenen Endverbraucher vorgenommen werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Übertragungseinrichtung einen Aufnahmeschacht für die Leseeinrichtung aufweist, in dem eine Schnittstelle für die Übernahme der gelesenen Daten aus der Leseeinrichtung vorgesehen ist. Nach dem Einlesen der Beste)) daten der gewünschten Waren wird die Leseeinrichtung in die Aufnahme eingesteckt, und die gelesenen Daten werden über die Schnittstelle in die Übertragungseinrichtung transferiert. Ober die Schnittstelle ist auch die Stromversorgung der Leseeinrichtung möglich. Die Aufnahme kann auch eine Auslösetaste für die Herstellung der Verbindung und/oder Übertragung der aus der Leseeinrichtung übernommenen Daten zum entfernten Rechner enthalten, die durch das Einsetzen der Leseeinrichtung betätigt oder aktiviert wird.
Dem Endverbraucher werden nur jene Waren geliefert werden bzw. jene Dienste geleistet, die er tatsächlich wünscht, da bevorzugt die Übertragungseinheit eine Bestätigungstaste aufweist. Der Endverbraucher kann auf seiner Anzeigeeinheit nicht nur die bestellten Waren im Klartext, sondern bevorzugt auch die begleitenden Daten, beispielsweise den aktuellen Tagespreis von Preisschwankungen unterliegenden Artikeln, die zu bezahlende Gesamtsumme, seine spezifischen Daten wie Name, Adresse, Kreditkartennummer usw. sowie die Lieferbedingungen und den Liefertermin überprüfen. Entspricht auch nur eines der angegebenen Kriterien nicht den Verstellungen des Endverbrauchers, so wird er die Richtigkeit der Bestellung nicht bestätigen, und letztlich die Bestellung nicht zur Auslieferung freigegeben.
Für diesen Fall bietet sich einerseits die Möglichkeit an, die Bestellung nach einer bestimmten Zeit automatisch zu stornieren, oder die Stornierung aktiv auszulösen. Für letztere Möglichkeit ist bevorzugt vorgesehen, dass die Übertragungseinheit eine Stornotaste aufweist.
Die Anzeige der die Bestelliste enthaltenden Auftragsbestätigung kann für den Endverbraucher besonders vorteilhaft durchgeführt werden, wenn sie ausgedruckt wird. Der Ausdruck kann in verständlicher übersichtlicher Form mit vom Endverbraucher bestimmbarer
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wobei diese in Wort, und gegebenenfalls auch in Bild, auf dem Ausdruck vorliegen. Eine zusätzliche nochmalige, maschinenlesbare Kennung kann ebenfalls vorgesehen sein, um beispielsweise in bestimmten Stomofällen, etwa dem Wegfall eines Artikels, die verbleibenden Waren nicht nochmals aus dem Katalog suchen zu müssen. Die Vorrichtung weist für den Ausdruck bevorzugt einen Normalpapier- oder Thermodrucker auf.
Die Bezahlung erfolgt in einer bevorzugten Ausführung bei Zustellung, wobei eine bargeldlose Bezahlung mittels Kreditkarte, Bankomatkarte od. dgl., beispielsweise dadurch möglich wird, dass die Übertragungseinheit eine Schnittstelle zur Verbindung mit einem Kreditkartenleser aufweist. Der Kartenleser wird vom Lieferanten mitgebracht und an die Übertragungseinheit angeschlossen, über die die Verbindung zum Kreditkartensystem aufgebaut wird.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist extrem einfach bedienbar, sodass sie auch ungeübte Personen anwenden können. Das Verfahren und die Vorrichtung können dadurch auch für die Abwicklung des täglichen Einkaufs von Privathaushalten usw. eingesetzt werden, da hiefür nur folgende Tätigkeiten auszuführen sind :
1. Einlesen der Strichcode der gewünschten Waren in die Leseeinrichtung
2. Einstecken der Leseeinrichtung in die Übertragungseinheit
3. Kontrolle der gedruckten Auftragsbestätigung, und
4. Betätigung der Bestätigungs- oder der Stornotaste.
Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden schematischen Zeichnung näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein.
Fig. 1 zeigt eine Leseeinrichtung, und Fig. 2 eine Übertragungseinheit zur Verbindung mit einem Telekommunikationsnetz.
Zum Auswählen von in einem Bestellkatalog beschriebenen und mit einem Strichcode versehenen Waren oder Dienstleistungen wird eine von Hand führbare Leseeinrichtung 1 eingesetzt, die einen Strichcodeleser 2 und eine Taste 3 aufweist, mittels der die Lesebeleuchtung des Strichcodelesers 2 eingeschalten werden kann. Die eingelesenen
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Bestelldaten werden in eine Übertragungseinheit 5 übergeführt, die an ein Telefonnetz angeschlossen ist. Die Übertragungseinheit 5 enthält ein Modem, über das die Daten an einen entfernten Rechner weitergegeben werden, der die weitere Bearbeitung der Bestellung veranlasst.
Bevorzugt besteht zwischen der Leseeinrichtung 1 und der Übertragungseinheit 5 keine Kabelverbindung, sodass die Leseeinrichtung 1 frei beweglich ist. Sie enthält neben einer Stromquelle auch einen Speicher, um die gelesenen Daten zu speichern.
Die Übertragungseinheit 5 weist einen Aufnahmeschacht 6 auf, in den die Leseeinrichtung 1 eingesteckt wird. Der Aufnahmeschacht 6 enthält eine Schnittstelle für die Überführung der Daten in die Übertragungseinheit und eine Auslösetaste, deren Betätigung den Verbindungsaufbau zum entfernten Rechner, und die Übertragung der Daten zum entfernten Rechner auslöst. In der Übertragungseinheit 5 sind spezifische Daten des Kunden gespeichert (Name, Adresse, usw. ), die jedesmal mit den Bestelldaten an den Rechner mitübertragen werden.
Der entfernte Rechner erstellt eine Auftragsbestätigung, die eine Bestelliste umfasst, und sendet diese an die Übertragungseinheit 5 zurück. Die Übertragungseinheit 5 ist mit einem Drucker 7, beispielsweise einem Thermodrucker ausgestattet, sodass der Kunde eine visuell lesbare Liste 4 der zuvor aus dem Katalog eingelesenen Waren einschliesslich des Rechnungsbetrages und seiner spezifischen Daten erhält, in der auch der voraussichtliche Lieferzeitpunkt ausgewiesen ist. Aus der Liste 4 ersieht der Kunde auch den gültigen Tagespreis von Waren, deren Preis Schwankungen unterliegt, beispielsweise Gemüse, Obst od. dgl.
Ist der Kunde sowohl mit den zur Lieferung vorgesehenen Waren als auch den Lieferbedingungen einverstanden, so kann er über eine an der Übertragungseinheit 5 vorgesehene Bestätigungstaste 8 die weitere Bearbeitung seiner Bestellung veranlassen, d. h. der entfernte Rechner gibt sie zur Auslieferung frei, wobei die organisatorischen Massnahmen verschieden sein können. Ist beispielsweise der entfernte Rechner in einem
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oderIst der Kunde jedoch auch mit nur einer Position der Auftragsbestätigung, aus welchen Gründen auch immer, nicht einverstanden, so wird eine an der Übertragungseinheit 5 vorgesehene Stomotaste 9 gedrückt, die sich vorzugsweise auch durch Farbe und Form von der Bestätigungstaste 8 unterscheidet, und der entfernte Rechner löscht die Bestellung.
Wird die Richtigkeit der Bestellung durch Drücken der Betätigungstaste 8 dem entfernten Rechner mitgeteilt, so löscht dies vorzugsweise auch den Speicher der Leseeinrichtung 1.
Alternativ kann hiefür aber auch eine Taste an der Leseeinrichtung 1 selbst vorgesehen sein. Weist die Leseeinrichtung 1 ein eigenes Display auf, können aus dem Speicher auch einzelne Positionen gelöscht werden, sodass die gewünschten Waren nicht nochmals eingelesen werden müssen.
Für die Bezahlung der Lieferung kann der Zusteller ein Kreditkartenlesegerät mit sich führen, das über eine Schnittstelle an die Übertragungseinheit 5 angeschlossen werden kann, wenn der Kunde mittels Kredit- oder Bankomatkarte bezahlen will.
Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich insbesondere zur Versorgung privater Haushalte, und hier wiederum insbesondere zur Versorgung von Personen, für die ein üblicher Einkauf im Geschäft Schwierigkeiten bereitet.