AT391859B - Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit - Google Patents

Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit Download PDF

Info

Publication number
AT391859B
AT391859B AT0084189A AT84189A AT391859B AT 391859 B AT391859 B AT 391859B AT 0084189 A AT0084189 A AT 0084189A AT 84189 A AT84189 A AT 84189A AT 391859 B AT391859 B AT 391859B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
substrate
solvent
chlorotrimethylsilane
solution
quartz
Prior art date
Application number
AT0084189A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA84189A (de
Inventor
Ibrahim Adnan Dr Saracoglu
Original Assignee
Avl Verbrennungskraft Messtech
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Avl Verbrennungskraft Messtech filed Critical Avl Verbrennungskraft Messtech
Priority to AT0084189A priority Critical patent/AT391859B/de
Priority to JP2505892A priority patent/JPH04502984A/ja
Priority to EP90905382A priority patent/EP0418360A1/de
Priority to PCT/AT1990/000028 priority patent/WO1990012420A1/de
Publication of ATA84189A publication Critical patent/ATA84189A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT391859B publication Critical patent/AT391859B/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01LSEMICONDUCTOR DEVICES NOT COVERED BY CLASS H10
    • H01L23/00Details of semiconductor or other solid state devices
    • H01L23/28Encapsulations, e.g. encapsulating layers, coatings, e.g. for protection
    • H01L23/29Encapsulations, e.g. encapsulating layers, coatings, e.g. for protection characterised by the material, e.g. carbon
    • H01L23/293Organic, e.g. plastic
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01LSEMICONDUCTOR DEVICES NOT COVERED BY CLASS H10
    • H01L21/00Processes or apparatus adapted for the manufacture or treatment of semiconductor or solid state devices or of parts thereof
    • H01L21/02Manufacture or treatment of semiconductor devices or of parts thereof
    • H01L21/02104Forming layers
    • H01L21/02107Forming insulating materials on a substrate
    • H01L21/02109Forming insulating materials on a substrate characterised by the type of layer, e.g. type of material, porous/non-porous, pre-cursors, mixtures or laminates
    • H01L21/02205Forming insulating materials on a substrate characterised by the type of layer, e.g. type of material, porous/non-porous, pre-cursors, mixtures or laminates the layer being characterised by the precursor material for deposition
    • H01L21/02208Forming insulating materials on a substrate characterised by the type of layer, e.g. type of material, porous/non-porous, pre-cursors, mixtures or laminates the layer being characterised by the precursor material for deposition the precursor containing a compound comprising Si
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N30/00Piezoelectric or electrostrictive devices
    • H10N30/01Manufacture or treatment
    • H10N30/02Forming enclosures or casings
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N30/00Piezoelectric or electrostrictive devices
    • H10N30/80Constructional details
    • H10N30/88Mounts; Supports; Enclosures; Casings
    • H10N30/883Additional insulation means preventing electrical, physical or chemical damage, e.g. protective coatings
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01LSEMICONDUCTOR DEVICES NOT COVERED BY CLASS H10
    • H01L2924/00Indexing scheme for arrangements or methods for connecting or disconnecting semiconductor or solid-state bodies as covered by H01L24/00
    • H01L2924/0001Technical content checked by a classifier
    • H01L2924/0002Not covered by any one of groups H01L24/00, H01L24/00 and H01L2224/00

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Fluid Adsorption Or Reactions (AREA)
  • Semiconductor Integrated Circuits (AREA)
  • Formation Of Insulating Films (AREA)

Description

Nr. 391 859
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erniedrigung und Stabilisierung der elektrischen Leitfähigkeit von für die Sensortechnik bestimmten silikathaltigen dielektrischen Substraten mit kristalliner, polykristalliner oder amorpher Struktur, wobei die Oberfläche des Substrates chemisch gereinigt wird.
Von derartigen Substraten fordert man einen möglichst beständigen hohen Isolationswiderstand, unabhängig 5 von der Temperatur und von chemischen oder mechanischen Einflüssen. Sie werden z. B. als Substrat für den gemeinsamen Aufbau von Sensor und Meßelektronik verwendet, oder für Elektroden oder Durchführungen bei hochohmigen Sensoren und Meßverstärkern, wie z. B. bei elektrochemischen Meßsystemen. Sie dienen auch als Dielektrikum für verschiedene Sensoren, z. B. des resistiven Typs, bei denen die zu bestimmende Meßgröße den Widerstand eines auf dem dielektrischen Substrat aufgebrachten Leiters oder Halbleiters beeinflußt, oder des 10 kapazitiven Typs, bei denen die zu bestimmende Meßgröße die an Elektroden - die auf das Dielektrikum aufgebracht wurden - zu messende Kapazität, Spannung oder Ladungsmenge beeinflußt.
Einen Spezialfall des kapazitiven Sensortyps stellen die piezoelektrischen Sensoren dar, bei denen extrem hohe Isolationswiderstände gefordert werden. Zum Beispiel muß ein guter Quarzdruckaufnehmer einen Isolationswiderstand von größer 10^ Ohm aufweisen, damit ausreichend quasistationäre Messungen möglich 15 sind. Um diesen hohen Wert zu erreichen, muß jedes einzelne der parallel geschaltenen Quarzelemente einen hohen Isolationswiderstand besitzen.
Von Natur aus haben die genannten Substrate zwar häufig eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit, aber der praktisch wirksame Isolationswiderstand wird in den meisten Fällen durch die Oberflächenleitfähigkeit wesentlich herabgesetzt. Schuld daran ist im allgemeinen eine "Verunreinigung" der Oberfläche, also Substanzen, die an die 20 Oberfläche des Substrates angelagert sind und die durch Physisorption, Chemisorption oder durch eine chemische Bindung an der Oberfläche festgehalten werden.
Es sind verschiedene Verfahren zur Erniedrigung der elektrischen Leitfähigkeit von silikathaltigen Substraten bekannt. Verwendet werden vor allem diverse chemische Lösungsmittel zur Reinigung der Oberfläche. Insbesondere muß angelagertes Wasser entfernt werden, was aber auch durch z. B. Lagern in trockener 25 Atmosphäre bei erhöhten Temperaturen erreicht werden kann.
Eine dermaßen gereinigte Silikatoberfläche weist eine äußerst geringe Stabilität auf. Gereinigte Silikatoberflächen sind infolge ihres stark polaren Charakters chemisch sehr aktiv und suchen eine Absättigung ihrer Aktivität durch Anlagerung von Fremdsubstanzen. In erster Linie wird dabei wieder Wasser aus der Umgebungsluft angelagert. In der Folge steigt die elektrische Oberflächenleitfähigkeit und der 30 Isolationswiderstand sinkt.
Es gibt verschiedene Verfahren, Silikatoberflächen nach ihrer Reinigung vor einer erneuten Anlagerung von Wassermolekülen zu schützen. Angewendet werden diese z. B., um das Beschlagen mit Wasserdampf von optischen Geräten, wie Spiegeln, zu verhindern. Im allgemeinen werden dabei hydrophobe Schichten auf das zu schützende Substrat aufgebracht, wobei hier z. B. Fette oder Wachse enthaltende Substanzen, sowie vor allem 35 substituierte Silane und Silikone zu nennen wären.
Beispielsweise wird in "Silicon and Silicones" [ISBN 3-540-17565-2] von E. G. Rochow, Springer Verlag, 1987, im Kapitel "Some Interesting Applications" beschrieben, wie man Silikatoberflächen und Papier durch das Einwirken von Dämpfen verschiedener Methyl-Chlor-Silane hydrophob machen kann.
Nachteilig bei den genannten Verfahren ist, daß die aufgebrachten Schichten eine ungenügende Stabilität bei 40 erhöhten Temperaturen und mechanischer oder chemischer Beanspruchung aufweisen und außerdem sonstige wichtige Eigenschaften des Substrats, wie etwa die optische oder tribologische Beschaffenheit, störend verändern. Diese Verfahren finden daher bei silikathältigen Isolatoren für die Sensortechnik kaum Anwendung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art so weiteizubilden, daß die behandelten Substratoberflächen eine geringe elektrische Leitfähigkeit aufweisen, auf Dauer widerstandsfähig 45 gegen chemische und mechanische Einflüsse sind und dabei eine im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren hohe Temperaturbeständigkeit besitzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Oberfläche des Substrates mit in zumindest einem Lösungsmittel aus der Gruppe der Alkohole und halogenierten Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise niedrige chlorierte Kohlenwasserstoffe, gelöstem Chlortrimethylsilan ((CH^ClSi) in Kontakt gebracht wird und das 50 Lösungsmittel sowie die bei der chemischen Reaktion entstehenden flüssigen und gasförmigen Substanzen anschließend abdampfen gelassen werden. Beispielsweise kann als Lösungsmittel Chloroform oder Dichlormethan verwendet werden.
Damit wird eine stabile, hydrophobe und hochisolierende Substratoberfläche erhalten. Die vorteilhaften Eigenschaften der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten Substrate seien folgendermaßen 55 zusammmengefaßt: - Nichtbenetzend für Wasser, Ausbildung von Wasserkügelchen bei Kondensation von Wasseidampf; - hoher Isolationswiderstand (> 10^ Ω); - der Isolationsgrad sinkt bei Niederschlag von Wasserdampf, beispielsweise nach Anhauchen, erreicht aber innerhalb von Minuten nach dem Abdampfen des Kondensats wieder den Ausgangswert; 60 - Beständigkeit der Passivierung bei Lagerung des Substrates in normaler Raumluft; - Beständigkeit auch bei höheren Temperaturen bis 300 °C; -2-
Nr. 391 859 - chemisch resistent gegenüber üblichen Lösungsmitteln wie Wasser, Wasserdampf, Tenside, Detergenzien, Aceton, Methanol, Benzin, schwache Säuren und Laugen (pH-Wert = 2-11), etc.; - keine merkliche Veränderung der mechanischen Oberflächenbeschaffenheit wie Härte, Spröde, Rauhigkeit, etc.; - die Passivierung kann auch nach dem Aufbringen allfälliger Elektroden, beispielsweise aufgedampfter Goldelektroden, auf das Substrat erfolgen, ohne eine Zerstörung der Elektroden oder eine Schwächung deren Haftung am Substrat nach sich zu ziehen; - Reinigung und Passivierung der Substratoberflächen finden gleichzeitig statt.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die hohe chemische Aktivität der gereinigten Silikatoberfläche durch die Absättigung ihres Bestrebens, chemische Bindungen einzugehen, unwirksam gemacht. Dabei wird das am silikathältigen Substrat, bzw. an dessen Oberfläche angeiagerte Wasser chemisch entfernt und gleichzeitig durch ein organisches hydrophobes Radikal ersetzt.
Als eine für das Verfahren sehr geeignete Lösung wurde in Chloroform (CHCI3) gelöstes Chlortrimethylsilan gefunden. Die vermutete Wirkungsweise dieser Lösung auf z. B. eine Quarzoberfläche mit angelagertem Wasser soll im folgenden beschrieben werden.
Η H
Bereich ΠΙ: angelagertes Wasser
H
Bereich Π: Physisorption
Bereich I: Chemisorption
hn ;her /H OH
Silikat-Substrat
Si. I0
'o-H ? H " ö. H ^ \ OH 0H 1 Si '1^ s; "Ί \ 0 0 H
Si - 0 - Si - 0 - Si —
Dabei kann man davon ausgehen, daß unmittelbar an die Silikatoberfläche ein Bereich I anschließt, der durch die Chemisorption gekennzeichnet ist, also durch die Ausbildung chemischer Bindungen zwischen Substrat und angelagerter Substanz. Die freien Valenzen der an der Oberfläche befindlichen Sauerstoffatome werden durch Wasserstoffatome abgesättigt. Trotzdem behalten diese Sauerstoffatome ihre starke elektrische Polarität, sodaß im anschließenden Bereich Π Wassermoleküle durch die Wirkung der Polarität verzerrt werden und durch die Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen und durch Physisorption haften bleiben. Mit größer werdendem -3-
Nr. 391 859
Abstand von der Qnarzoberfläche wird ihre Polarität immer unwirksamer, bis im Bereich ΠΙ angelagertes Wasser nur mehr durch einfache Wasserstoffbrückenbindungen gehalten wird.
Behandelt man die oben skizzierte Oberfläche mit z. B. in Chloroform gelöstem Chlortrimethylsilan, so rinden folgende Reaktionen statt: 1. Im Bereich ΠΙ wird alles angelagerte Wasser unter Bildung von Trimethylsilolalkohol und Salzsäure entfernt: (CH3)3SiCl + H20 —> (CH3)3SiOH + HCl t Die Salzsäure entweicht und der Alkohol verbleibt im Lösungsmittel. 2. Auch das physisorbierte Wasser im Bereich Π kann auf ähnliche Art entfernt werden: (CH3)3SiCl + <H20> —-> (CH3)3SiOH + HCl t physisorbiert
Dabei setzen einzelne der (CH3)3-Gruppen des Silolalkohols die Bindungsenergie der durch
Wasserstoffbrückenbindung (HBB) und Elektronenwolkenverzerrung (ECD) gebundenen Wassermoleküle so herab, daß die H20-Moleküle aus dem Bereich Π in den Bereich ΠΙ gedrängt werden.
Diese Reaktion setzt sich fort, bis die Schichtstruktur des Wassers an der Grenzfläche der Bereiche Π und I gestört wird. Die Freisetzung der Wassermoleküle entspricht einer Erhöhung ihrer Mobilität und damit einer Erhöhung der Entropie. Wegen AG = ΔΗ - TAS wird somit die freie Enthalpie AG erniedrigt, wodurch die Reaktion stabilisiert wird. 3. Durch die Verdrängung der Wassermoleküle aus dem Bereich H ist die Möglichkeit gegeben, daß Chlortrimethylsilan mit der Oberfläche im Bereich I reagiert: (CH3)3SiCl + H-O-Si = —> (CH3)3Si-0-Si=+ HCl t
Quarzoberfläche mit chemisorbier-tem Wasserstoff
Quarzoberfläche mit chemisorbierten (CH3)3Si-Gruppen
Bei diesem Schritt der Reaktion entweicht wieder gasförmiges HCl, während die (CH3)3Si-Gruppen an die freien Valenzen der Sauerstoffatome des Quarzgitters gebunden werden. Die erwünschte Wirkung einer dauerhaften Erhöhung des Isolationswiderstandes der Oberfläche wurde damit erreicht: Alles für die elektrische Leitfähigkeit verantwortliche Wasser wurde entfernt und die erneute Anlagerung von Wasser wird durch die hydrophobe Eigenschaft der elektrisch nichtleitenden an die Oberfläche chemisch gebundenen (CH3)-Gruppen verhindert.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß eine 5 bis 20 %ige Chlortrimethylsilan-Lösung in Chloroform verwendet wird.
Vorteilhafterweise kann das erfindungsgemäße Verfahren sehr rasch durchgeführt werden. Es ist beispielsweise vorgesehen, daß das Substrat 15 Sekunden bis 2 Minuten in die Lösung aus Lösungsmittel und Chlortrimethylsilan getaucht wird, daß das Substrat bei Temperaturen zwischen 15° und 50 °C 15 Sekunden bis 2 Minuten an Luft oder in trockener Atmosphäre getrocknet und anschließend mindestens eine 1/2 Stunde gelagert wird. Sofort nach der naß-chemischen Behandlung durchgeführte Messungen zeigen einen noch etwas instabilen Isolationswert. Zirka eine Stunde später erreicht man stabile Werte >10^ Ω. Eine optimal stabilisierte Oberfläche erhält man dadurch, wenn man die frisch passivierten Substrate noch einige Stunden in Raumluft im Abzug lagert, bzw. wenn man sie einer trockenen Atmosphäre aussetzt. Der Grund, weshalb es eine gewisse Zeit dauert, bis die direkt an das Substrat gebundene H20-Schicht durch CH3-Gruppen ersetzt wird, bzw. bis sich die kovalenten Bindungen an der Quarzoberfläche gebildet haben, ist folgender: Je näher die chemische Reaktion an die Quaizoberfläche gelangt, desto langsamer wird die Reaktionsgeschwindigkeit, weil einerseits die äußeren Schichten, in denen die Reaktion bereits erfolgt ist, eine hydrophobe Sperre für die darunterliegenden H20-Schichten darstellen, und andererseits die Bindungskiäfte der H20-Moleküle an das Substrat um so stärker werden, je näher man der Substratoberfläche kommt.
Eine besonders vorteilhafte Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gegeben, wenn als Substrat ein silikathältiges, piezoelektrisches Element verwendet wird, bzw. wenn das piezoelektrische Element aus Quarz besteht. Insbesondere bei der Anwendung von piezoelektrischen Quarzkristallen in Druckaufnehmem, -4-

Claims (8)

  1. Nr. 391 859 sind hohe Isolationswerte erwünscht, welche über lange Zeiträume bei höherer Luftfeuchtigkeit, bzw. höheren Temperaturen und mechanischer Beanspruchung aufrecht erhalten werden müssen. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann das Isolationsproblem bei Druckaufnehmem in äußerst billiger, einfacher, kaum Zeit beanspruchender Weise gelöst werden. 5 Es sind natürlich viele weitere Anwendungsmöglichkeiten denkbar, so kann als Substrat optisch durchlässiges Glas zur Herstellung von z. B. Fenstern, Spiegeln, Linsen und optischen Prismen verwendet werden. Als Beispiel sei hier die Passivierung eines Quarzplättchens, beispielsweise eines piezoelektrischen Meßelementes, angegeben: 1) Die Passivierung des Quarzplättchens erfolgt am besten im Abzug, wobei das Quarzplättchen mit einer 10 Glashalterung in die Lösung getaucht wird. Kurzzeitig dürfen auch Metalle, z. B. Pinzetten eingetaucht werden. 2) Aufgrund der hohen Flüchtigkeit der beteiligten Chemikalien soll der Behälter jeweils nur kurz zum Eintauchen und Entnehmen der Quarzscheiben geöffnet werden. 3) Nach ca. einer Minute in der Lösung werden die Quarzscheiben vorsichtig herausgehoben und im Abzug ca. eine Minute der Luft ausgesetzt, damit die chemische Reaktion vollständig ablaufen kann. 15 4) Nach ca. einer Stunde Lagerung in der Luft sind die Quarzscheiben fertig gereinigt und passiviert Sie können anschließend ihrer Verwendung zugeführt werden. 5) Die Protonenaffinität von CH3-Gruppen ist ziemlich groß, sodaß ein Proton aus dem Lösungsmittel unter Bildung von Silol abstrahiert wird. Deshalb soll häufig eine pH-Messung der Lösung durchgeführt werden. Falls der pH-Wert größer als 2,3 ist, sollte eine frische Lösung angesetzt werden. 20 Schließlich ist es erfindungsgemäß auch möglich, daß die Oberfläche des Substrates mit Chlortrimethylsilan ((CHg^ClSi) in Kontakt gebracht wird, sowie daß an der Oberfläche angelagerte chemische Zwischenprodukte mit zumindest einem Lösungsmittel aus der Gruppe der Alkohole und halogenierten Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise niedrige chlorierte Kohlenwasserstoffe (z. B. Chloroform, Dichlormethan), entfernt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren kann somit - falls erforderlich - derart durchgeführt werden, daß die Oberfläche des 25 Substrates zuerst mit Chlortrimethylsilan behandelt und dann mit Chloroform gereinigt wird. Da alle verwendeten Chemikalien bzw. die daraus hergestellte Lösung ätzend und leicht entzündlich sind, ist darauf zu achten, daß sie nicht eingeatmet und stets verschlossen aufbewahrt werden. 30 PATENTANSPRÜCHE 35 1. Verfahren zur Erniedrigung und Stabilisierung der elektrischen Leitfähigkeit von für die Sensortechnik 40 bestimmten silikathaltigen dielektrischen Substraten mit kristalliner, polykristalliner oder amorpher Struktur, wobei die Oberfläche des Substrates chemisch gereinigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Substrates mit in zumindest einem Lösungsmittel aus der Gruppe der Alkohole und halogenierten Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise niedrige chlorierte Kohlenwasserstoffe, gelöstem Chlortrimethylsilan ((CH^ClSi) in Kontakt gebracht wird und das Lösungsmittel sowie die bei der chemischen Reaktion 45 entstehenden flüssigen und gasförmigen Substanzen anschließend abdampfen gelassen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Chloroform oder Dichlormethan verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine 5 bis 20%ige Chlortrimethylsilan- Lösung in Chloroform verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat 15 Sekunden bis 2 Minuten in die Lösung aus Lösungsmittel und Chlortrimethylsilan getaucht wird, daß das Substrat bei 55 Temperaturen zwischen 15° und 50 °C 15 Sekunden bis 2 Minuten an Luft oder in trockener Atmosphäre getrocknet und anschließend mindestens eine 1/2 Stunde gelagert wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Substrat ein silikathaltiges piezoelektrisches Element verwendet wird. -5- 60 Nr. 391 859
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das piezoelektrische Element aus Quarz besteht.
  7. 7. Verfahren zur Erniedrigung und Stabilisierung der elektrischen Leitfähigkeit von für die Sensortechnik bestimmten silikathaltigen dielektrischen Substraten mit kristalliner, polykristalliner oder amorpher Struktur, 5 wobei die Oberfläche des Substrates chemisch gereinigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Substrates mit Chlortrimethylsilan ((CH-^ClSi) in Kontakt gebracht wird, sowie daß an der Oberfläche angelagerte chemische Zwischenprodukte mit zumindest einem Lösungsmittel aus der Gruppe der Alkohole und halogenierten Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise niedrige chlorierte Kohlenwasserstoffe, entfernt werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Chloroform oder Dichlormethan verwendet wird. -6-
AT0084189A 1989-04-10 1989-04-10 Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit AT391859B (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0084189A AT391859B (de) 1989-04-10 1989-04-10 Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit
JP2505892A JPH04502984A (ja) 1989-04-10 1990-04-09 低減されかつ安定化された表面導電性を有する誘電性基体、その製造方法及びその基体の用途
EP90905382A EP0418360A1 (de) 1989-04-10 1990-04-09 Dielektrisches substrat mit erniedrigter und stabilisierter elektrischer oberflächenleitfähigkeit, verfahren zu dessen herstellung, sowie verwendung des substrates
PCT/AT1990/000028 WO1990012420A1 (de) 1989-04-10 1990-04-09 Dielektrisches substrat mit erniedrigter und stabilisierter elektrischer oberflächenleitfähigkeit, verfahren zu dessen herstellung, sowie verwendung des substrates

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0084189A AT391859B (de) 1989-04-10 1989-04-10 Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA84189A ATA84189A (de) 1990-06-15
AT391859B true AT391859B (de) 1990-12-10

Family

ID=3501007

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0084189A AT391859B (de) 1989-04-10 1989-04-10 Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP0418360A1 (de)
JP (1) JPH04502984A (de)
AT (1) AT391859B (de)
WO (1) WO1990012420A1 (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1236481A (en) * 1968-02-02 1971-06-23 Commissariat Energie Atomique A method of improving the behaviour of glass surfaces exposed to laser radiation
US4263350A (en) * 1979-12-31 1981-04-21 Ppg Industries, Inc. Silane release surfaces on glass
US4274856A (en) * 1979-12-31 1981-06-23 Ppg Industries, Inc. Method for developing a release surface on a glass mold
EP0082079A1 (de) * 1981-12-14 1983-06-22 The Dow Chemical Company Verfahren zur Ätzung und Desaktivierung von Glaskapillaren für die Chromatographie

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1347948A (fr) * 1961-12-15 1964-01-04 Pacific Semiconductors Procédé d'estérification du bioxyde de silicium à la pression atmosphérique
US3482977A (en) * 1966-02-11 1969-12-09 Sylvania Electric Prod Method of forming adherent masks on oxide coated semiconductor bodies
JPS5336997B2 (de) * 1973-10-12 1978-10-05
DE3540469A1 (de) * 1985-11-14 1987-05-21 Wacker Chemitronic Verfahren zum schutz von polierten siliciumoberflaechen

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1236481A (en) * 1968-02-02 1971-06-23 Commissariat Energie Atomique A method of improving the behaviour of glass surfaces exposed to laser radiation
US4263350A (en) * 1979-12-31 1981-04-21 Ppg Industries, Inc. Silane release surfaces on glass
US4274856A (en) * 1979-12-31 1981-06-23 Ppg Industries, Inc. Method for developing a release surface on a glass mold
EP0082079A1 (de) * 1981-12-14 1983-06-22 The Dow Chemical Company Verfahren zur Ätzung und Desaktivierung von Glaskapillaren für die Chromatographie

Also Published As

Publication number Publication date
JPH04502984A (ja) 1992-05-28
ATA84189A (de) 1990-06-15
EP0418360A1 (de) 1991-03-27
WO1990012420A1 (de) 1990-10-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0367934B1 (de) Insektizide
Robards et al. Uptake and binding of uranyl ions by barley roots
DE69212113T2 (de) Sonde für Atomkraftmikroskop verwendbar als Sonde für Rastertunnelmikroskop
DE69305368T2 (de) Sonde eines Rastertunnelmikroskops und Verfahren zur deren Herstellung
DE69214615T2 (de) Eine chemisch gebundene Schicht auf ihrer Oberfläche enthaltende Halbleitervorrichtung
DE2915874C3 (de) Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Isolierwirkung einer Außenfläche eines festen elektrischen Isolators
EP3004858A2 (de) Verfahren zum erzeugen einer vielzahl von messbereichen auf einem chip sowie chip mit messbereichen
DE3416108C2 (de)
Bowman et al. Fate of DDT in larvicide suspensions
DE69330664T2 (de) Lösungsmittel zum reinigen und trocknen
EP1436607B1 (de) Ionensensitiver feldeffekttransistor und verfahren zum herstellen eines ionensensitiven feldeffekttransistors
EP0096156B1 (de) Verfahren zur quasihermetischen, rückwirkungsarmen Abdeckung empfindlicher physikalischer Strukturen, insbesondere Dehnungsmessstreifen
AT391859B (de) Verfahren zur erniedrigung und stabilisierung der elektrischen leitfaehigkeit
DE102019108890A1 (de) Sensorelement für einen potentiometrischen Sensor
DE60203382T2 (de) Beschichtung eines glas-substrates mit einer siliziumhaltigen schicht
DE102017200952B4 (de) Halbleitervorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
EP1478737B1 (de) Cmos-prozess-kompatible hoch-dk-oberflächenbeschichtung zur kapazitiven detektion und stimulation biologischer gewebe
DE69319373T2 (de) Feuchtigkeitsfühler
DE10251243B3 (de) Biochip zur kapazitiven Stimulation und/oder Detektion biologischer Gewebe sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung
DE3415772A1 (de) Feuchtigkeits-sensor
DE102010062224A1 (de) Messvorrichtung zur Bestimmung einer Konzentration einer vorgegebenen Ionenart in einer Messflüssigkeit
DE102008006884A1 (de) Siliciumdioxid-Dispersion
DE60010792T2 (de) Stabilisierung einer Glaskeramik
EP3232188B1 (de) Coulometrischer feuchtesensor mit gelförmigem elektrolyt und herstellungsverfahren für einen coulometrischen feuchtesensor mit gelförmigem elektrolyt
DE102007043323A1 (de) Sol-Gel Beschichtungen von Oberflächen mit geruchsbindenden Eigenschaften

Legal Events

Date Code Title Description
UEP Publication of translation of european patent specification
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee
REN Ceased due to non-payment of the annual fee