AT391526B - Antriebslagerung zur aufnahme von vertikallasten, insbesondere bei federrollenmuehlengetrieben - Google Patents
Antriebslagerung zur aufnahme von vertikallasten, insbesondere bei federrollenmuehlengetrieben Download PDFInfo
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Description
Nr. 391 526
Die Erfindung betrifft die axiale Lagerung des Abtriebsflansches für Federrollenmühlengetriebe zur Aufnahme der vertikalen Belastungen durch das Mahlwerk.
Das Ziel der Erfindung ist es, die Fertigungs- und Instandhaltungskosten zu senken, eine optimale Lastverteilung auf die Lagerung zu erhalten und damit die Lebensdauer der Getriebe zu erhöhen.
In der Literatur ist zwar der Einsatz von Wälzlagern (gemeint sind geschlossene Pendelrollenlager) mit dem Vorteil geringerer Empfindlichkeit zum Abfangen der Mahlschüssel bei Mühlen geringer Leistung beschrieben worden. Jedoch wurde hierzu festgestellt, daß einerseits mit wachsenden Maschinengrößen aus Preisgründen und andererseits durch Überschreitung der Tragfähigkeitsgrenzen ausschließlich die Gleitlagerung zur Anwendung kommt Bei den bekannten Getrieben erfolgt daher das Abfangen der axialen Kräfte auf dem Abtriebsflansch des Getriebes durch ein segmentiertes Axialgleitlager, verbunden mit eine Hochdruckölstation zur intensiven Schmierung (BRD-Fachzeitschrift Zement-Kalk-Gips Nr. 11/81). Diese Lösung hat den Nachteil, daß durch die Hochdruckölstation sich der anlagentechnische Teil erheblich vergrößert und der Einfluß von Störfaktoren zunimmt Weiterhin muß bei Instandsetzungen das Getriebe teilweise demontiert werden.
Die Instandsetzungsarbeiten erfordern einen hohen Aufwand und verursachen große Ausfall- bzw. Stillstandzeiten. Die Einstellbarkeit der Gleitlagersegmente auf die Belastung unter den Bedingungen des Verschleißes ist nur bedingt möglich. Eine Selbstzentrierung des Abtriebsflansches ist ausgeschlossen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abtriebslagerung für ein Federrollenmühlengetriebe zu schaffen, die die geschilderten Nachteile vermeiden, den auftretenden Belastungen des Mahlwerkes entsprechend einstellbar ist und die Belastungsverhältnisse jederzeit kontrollierbar sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Lagerung aus vorzugsweise 3 n Lagerböcken besteht, welche auf einer Grundplatte mit 3 n Paßnuten, die sternförmig mit gleicher Teilung von außen zum Grundplattenmittelpunkt geführt sind, wobei jeder Lagerbock (1) aus einem Lagergehäuse besteht, in dem eine Welle drehbar gelagert ist und die Kegelhülse über ein Schwenklager abstützt. Die Kegelhülse dient der Lastübertragung auf das Schwenklager der Welle sowie dem schlupffreien und verschleißarmen Lauf zwischen Kegelhülse und Abtriebsflansch. Die erfindungsgemäße Lagerung ermöglicht es außerdem, unterschiedliche Belastungsverhältnisse bzw. Baugrößen von Federrollenmühlengetrieben Rechnung zu tragen, indem die Anzahl gleicher Lagerböcke und deren Durchmesseranordnung variabel gestaltet wird. Dabei ist es jedoch notwendig, den Schrägungswinkel der Kegelhülsen, zur Gewährleistung gleicher Umfangsgeschwindigkeiten und Vermeidung von Reibung und Verschleiß, dem jeweiligen Durchmesser der Laufbahn des Abtriebsflansches bei gleicher Kegelhülsenlänge anzupassen. Um die optimalen Traganteile je Lagerbock zu gewährleisten, ist an jedem der n-Lagerböcke an gleicher Stelle ein induktiver Geber montiert, der die Durchbiegung der jeweiligen Welle aufnimmt. Durch den Vergleich der einzelnen Durchbiegungen, die proportional der jeweiligen Belastungen sind, ist ein Nachjustieren der Lagerböcke und damit eine optimale Lastverteilung gewährleistet. Bei Instandsetzungen ermöglicht diese Lagerung eine kostengünstige Durchführung von Reparaturen, weil nur der defekte Lagerbock ausgewechselt werden muß, ohne Demontage des Getriebes, bei Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit der Lagerung. Die Lagerung ist so gestaltet, daß der Winkel zwischen Kegelhülsenlänge und dem Durchmesser der Laufbahn des Abtriebsflansches > 8° beträgt. Damit ist eine Selbstzentrierung des Abtriebsflansches gewährleistet. Die Schmierung der Lagerung erfolgt durch eine Tauchschmierung. In dem statisch belasteten Schwenklager erfolgt keine Drehbewegung; die Welle ist durch einen Mitnehmer mit der Kegelhülse arretiert.
Anhand des in der Zeichnung in Fig. 1 als Schnittbild dargestellten einzelnen Lagerbocks sowie in der Fig. 2 als Draufsicht gezeichneten Lagerung wird die Erfindung näher erläutert. Die Fig. 1 zeigt die gewählte 12er Teilung der erfindungsgemäßen Lagerung in schematischer Darstellung für den Abtrieb eines Federrollenmühlengetriebes. Die Lagerung besteht aus 12 der dargestellten Lagerböcke (1), die gleichmäßig um 30° versetzt auf dem Umfang der Grundplatte (10) verteilt sind. Der Lagerbock (1) ist in Paßnuten der Grundplatte (10) geführt und durch eine Spindel (9) in seiner Lage verstellbar. Der Lagerbock (1) besteht ferner aus dem Lagergehäuse (2), welches eine beidseitig in Pendelrollenlagem (3), (4) gelagerte Welle (6) aufnimmt, die die Kegelhülse (8) über ein weiteres Pendelrollenlager (5), welches als Schwenklager fungiert, abstützt. Die Montage der Lagerung erfolgt in der Weise, daß zunächst drei Lagerböcke (1) in 120° Teilung in die Grundplattenpaßnut (14) eingesetzt werden, und zwar mit, wie vorher dargestellt, definiertem Abstand zueinander und zum Laufbahnradius des Abtriebsflansches (13). Anschließend erfolgt das Aufsetzen des Abtriebsflansches (13), wodurch ein vollständiges Einstellen der Kegelhülse (8) gegen die Laufbahn des Abtriebsflansches (13) erreicht wird.
Zur Gewährleistung der Forderung der gleichmäßigen Lastverteilung auf jeden Lagerbock (2) erfolgt nunmehr das Einschieben der übrigen Lagerböcke (1) und das Einjustieren durch Anziehen jedes Lagerbocks (1) mit Hilfe eines Drehmornentenschlüssels. Die Lastverteilung wird durch die montierten induktiven Geber (7) angezeigt und gegebenenfalls durch die Betätigung der jeweiligen Spindel (9) korrigiert. Bei Betrieb der Mühle erfolgt durch die induktiven Geber (7) stetig die Anzeige der Lastverteilung, wodurch Abweichungen vom normalen Betriebszustand frühzeitig erkennbar sind und durch Nachjustieren, ohne Demontage des Getriebes, die Lebensdauer entscheidend beeinflußt wird. Das Abfangen der Axialkraft des Lagerbocks (1) auf der Grundplatte (10) erfolgt über die Arretierung des Lagerbocks (1) durch Schrauben (11), welche mit dem notwendigen Moment angezogen werden. Durch den Mitnehmer (12) wird die rein statische Belastung des Schwenklagers (5) realisiert. -2-
Claims (2)
- Nr. 391 526 PATENTANSPRÜCHE 1. Abtriebslagerung zur Aufnahme von Vertikallasten, insbesondere bei Federrollenmühlengetrieben, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung aus vorzugsweise 3 n Lagerböcken (1) besteht, welche auf eine Grundplatte (10) mit 3 n Paßnuten, die sternförmig mit gleicher Teilung von außen zum Grundplattenmittelpunkt geführt sind, wobei jeder Lagerbock (1) aus einem Lagergehäuse (2) besteht, in dem eine Welle (6) drehbar gelagert ist und die Kegelhülse (8) über ein Schwenklager (5) abstützt.
- 2. Abtriebslagerung zur Aufnahme von Vertikallasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Lagergehäuse (2), vorzugsweise in der Mitte der Kegelhülse (8), ein an sich bekannter induktiver Geber (7) angeordnet ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -3-
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