AT390051B - Gasbeton-bauteil - Google Patents

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Gasbeton-Bauteil. 



   Es ist bekannt, dass die Abmessungen hydraulisch gebundener Bauteile eine Funktion des Feuchtigkeitsgehaltes sind. Das trifft auch für Gasbeton-Bauteile zu. Gasbeton   verast   den Autoklaven in der Regel mit Feuchtigkeitsgehalten um 30   Gew.-%.   Es handelt sich dabei um das adsorptiv gebundene Wasser. Je nach Umweltbedingungen in bezug auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit stellt sich nach dem Einbau der Gasbetonteile in ein Mauerwerk oder nach einer Lagerung eine Ausgleichsfeuchtc im Gasbeton-Bauteil und damit eine bestimmte Dimension ein. Die Dimensionen des eingebauten Teils sind im Verhältnis zum autoklavfeuchten Bauteil in der Regel kleiner.

   Die Unterschiede sind nicht konstant, sondern schwanken von Fabrikat zu Fabrikat, weil sie u. a. auch von der gesamten Rohstoffzusammensetzung   beeinflusst   werden   können.   Die Dimensionen beispielsweise der autoklav-feuchten Bauteile mit etwa 30 Gew.-% Feuchtigkeit können in bezug 
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 3 % Feuchtigkeit im Bauteil einstellen,   0, 1   bis 0, 6 % grösser sein. Die aufgezeigten Unterschiede können schwanken, wenn der Bauteil einer   C02-haltigcn   Atmosphäre ausgesetzt wird. Diese Dimensionsveränderung kann zu erheblichen inneren Spannungen im Bauteil und zu Rissbildung führen. 



   Es ist daher Ziel der Erfindung, die Dimensionsstabilität und Festigkeit von Gasbeton zu verbessern. 



   Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass der Gasbeton-Bauteil aus einer Masse aus Bindemittel- 
 EMI1.2 
 
SOCalciumsulfat, bezogen auf den freien   CaO-Gehalt   des Feinkalkes, Treibmittel, insbesondere Aluminiumpulver, und Wasser besteht, welche durch Vormischung von Feinkalk mit Wasser und danach mit Sand oder mit Wasser 
 EMI1.3 
 
15Calciumsulfationen auf die   Gär- und Giesseigenschaften   der Masse. Als Gärmittel findet bevorzugt Aluminiumpulvcr Verwendung. Besonders günstig ist es wenn ein Gemenge mit 58 bis 63   Gew.-%   Kalk im Bindemittel, Rest Zement, vorgemischt und zur Vormischung 6 bis 12   Gew.-% SOo   in Form von Anhydrit 
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 Rest Zement, und ein Zusatz von 8 bis 10   Gew.-% SOa   in Form von Anhydrit zur Vormischung. 



   Nach dem Ansteifen kann die Masse entformt und gegebenenfalls geschnitten werden. Die geschnittenen Formteile werden hydrothermal   gehärtet.   



   Unter der Verwendung von Kalk wird im Sinne der Erfindung die Verwendung von Feinkalk, insbesondere 
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 eignen sich sowohl weich- als auch hartgebrannte Kalke. 



   Bei der Erzeugung von   erfindungsgemässen   Gasbeton-Bauteilen wird zunächst Wasser in den Mischer gefüllt und anschliessend der Mischer in Gang gesetzt. Dann wird das Bindemittel und Sand zugegeben und 40 bis 80, insbesondere 50 bis 70 Sekunden, vorgemischt. Danach wird die   Sot-enthaltende   Komponente in Form des Calciumsulfats vorzugsweise Anhydrit zugesetzt und etwa 30 bis 35, vorzugsweise 32 bis 34 Sekunden,   weitergemischt.   Im Anschluss daran wird das   Gärmittel,   vorzugsweise Aluminiumpulver, zugegeben und 20 bis   40,   insbesondere 25 bis 30 Sekunden, nachgemischt. Danach wird die Masse in die Formen gegossen. 



   Die Verwendung von Calciumsulfat in den angegebenen Mengen zur Herstellung von Gasbeton aus kalkreichen Mischungen lag keineswegs nahe. Denn beispielsweise ist es aus der DE-PS 1 646 580 bekannt, grünen Gasbetonmischungen, bei denen das Bindemittel in Form von   Weiss-Femkalk   eingebracht wird, Calciumsulfat. meist in Form von Doppclhydratgips oder Anhydrit, zuzusetzen. Der Zusatz soll zur Regelung der Löschgewindigkeit dienen, wenn ein zu schnelles Ablöschen des   Weirs-Feinkalk   die Qualität des Gasbetonteils 
 EMI1.6 
 Zusatz von Calciumsulfat mindert jedoch die Festigkeit des aus einer vorwiegend   Weiss-Feinkalk   als Bindemittel enthaltenden Mischung hergestellten Gasbeton-Bauteils erheblich.

   Aus diesem Grunde wurde bei der Herstellung von Gasbeton ohne Zement auf einen Zusatz von Calciumsulfat verzichtet und ein Kalk, sogenannter   Partbrand.   ausgewählt, der aufgrund seines Löschverhaltens von Haus aus dem Gärvorgang angepasst ist. Derartige Spezialkalke sind jedoch teuer. Bei Mischungen mit Zement kann die   Löschgeschwindigkcit   des Kalkes durch den Zcmentzusatz in ausreichendem Masse verzögert werden. 



   Aus der DE-PS 1   646 580   ist ferner bekannt, dass in zemcntreichcn Mischungen, in denen der Zcmentanteil 
 EMI1.7 
 hohen   Zcmentanteils   sehr gering isL
Darüberhinaus ist bekannt, dass die Verwendung von Calciumsulfat bei der Herstellung von Gasbeton aus Mischungen, die Flugasche enthalten, zur Beschleunigung der Reaktion zwischen dem Kalk und der Flugasche   führt.   

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   Demgegenüber war überraschend, dass die schädliche Wirkung des Gipses in kalkreichen Mischungen aufgehoben werden kann und sogar dimensionsstabile Gasbetonteile hergestellt werden können. 



   Darüberhinaus ergibt sich, dass die Festigkeit des Gasbeton-Bauteils nicht gemindert, sondern eher gesteigert und die optische Qualität, insbesondere in bezug auf die Homogenität der Farbe, erheblich verbessert wird. 



   Anhand des folgenden Beispiels wird die Erfindung näher erläutert. 
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 vorgemischt. Dann werden 50 kg Anhydrit mit einem S03-Gehalt von 59   Gew.-%   zur Vormischung gegeben und 32 sek.   weitergemischL   Anschliessend werden 1, 8 kg Aluminiumpulver zugesetzt und 18 sek.   nachgemischt.   



  Die Masse wird im Anschluss daran vergossen und in an sich bekannter Weise   verarbeitet. Nach   der Härtung ergibt sich ein Gasbeton-Bauteil mit einer Dimensionsstabilität von 0, 08 mm/m. Die Dimensionsstabilität wurde ermittelt, indem der Bauteil sofort nach der Autoklavhärtung und nach einer 28-tägigen Einwirkung einer Atmosphäre von 40 % relativer Luftfeuchtigkeit bei   20 oC,   bei der sich eine Ausgleichsfeuchte von 3   Gew.-%   eingestellt hatte, vermessen wurde. Die Druckfestigkeit des Gasbeton-Bauteils lag bei 35 bar. Die optische Qualität war hervorragend. 



   Besonders günstig ist, wenn die Herstellung   erfindungsgemässer   Gasbeton-Bauteile der Güteklasse G 25 mit hohen   Wasser/Mehl-Werten   über 0, 58 durchgeführt wird. Vorzugsweise werden   Wasser/Mehl-Wertc   der Giessmasse von 0, 58 bis 0, 62 gewählt. Gleichzeitig ist es dabei von Vorteil, wenn der Kalkgehalt und der   Wasser/Mchl-Wcrt   so aufeinander abgestimmt werden, dass sich   Endtempcraturen   in der gärenden Masse von 75 bis   90"C, vorzugsweise   von 80 bis   85"C, einstellen.   Dadurch wird die Masse in üblichen Taktzeiten schneidreif und die Dimensionsstabilität des Fertigteils günstig   beeinflusst.   Ferner ist in diesem Zusammenhang von Vorteil, möglichst feine Aluminiumpulver zuzusetzen. 



   Wesentlich ist, dass die   Giessstabilit t   der Masse bei Verwendung bisher bekannter Calciumsulfat-Arten nicht 
 EMI2.2 
 Verfahrensparameter nicht eingehalten werden und die Ausbildung des Kalkhydrats im Mischer durch die Anwesenheit von wirksamen   Sulfatkonzentrationen   behindert wird. Aus diesem Grunde ist es von Vorteil, wenn die Vormischung ohne den Zementzusatz erfolgt und der Zement zusammen mit dem Calciumsulfat zur Vormischung oder kurz vor der Zugabe des Calciumsulfat zur Vormischung gegeben wird. Dies ist dann zu empfehlen, wenn   Zemente   mit hohem Gipsgehalt verwendet werden sollen. Ferner ist es in diesem Fall sogar möglich, auf den Calciumsulfat-Zusatz zu verzichten, wenn der Calciumsulfat-Gehalt des Zements ausreicht, die gewünschte Dimensionsstabilität zu gewährleisten. 



   Während normalerweise ein Gipszusatz die Gärgeschwindigkeit zeitlich derart reduziert, dass der Gärprozess 
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 Masse schnell mit einer idealen Konsistenz hoch, so dass insbesondere Bewehrungen ohne "Schattenbildung" umflossen werden. Die Taktzeiten können reduziert werden. Ausserdem ist weniger Aluminiumpulver erforderlich. 



   Bei Zusatz von Sulfaten bereits zu Beginn des Löschprozesses wird das Aufgären der Masse sehr stark verzögert, d. h. es sind sehr lange Zeiten nötig, bis die Masse ihre   endgültige   Gärhöhe erreicht hat. Dies ist naturgemäss für den Produktionstakt ungünstig. Setzt man den   Sulfatträger   in dem oben beschriebenen geeigneten Zeitpunkt zu, so gärt die Masse sehr schnell auf, praktisch in der gleichen Weise, in der sie ohne Zusatz von 
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 sich hauptsächlich in einem sehr langsamen weiteren Temperaturanstieg äussert.

   Bei der Produktion von Montagebauteilen ergibt sich damit der weitere Vorteil, dass durch die schnell aufgärende, niedrig viskose Masse die Bewehrungseisen gut umschlossen werden. während sich durch langsam gärende zähe Massen, die sich bei hohen   Sulfatzusätzcn   im Kalk ergeben, Hohlstellen (Schattenbildung) hinter den Bewehrungseisen in   Gärrichtung   bilden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Gasbeton-Bauteil, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Masse aus Bindemittel - enthaltend Fei : 1kalk oder Kalk plus Zement, wobei vorzugsweise der Kalkanteil überwiegt und 52 bis 65 Gew.-% beträgt-, sowie Quarzsand oder eine äquivalente Si02-Komponente. 6 bis 12 Gew.-% SO in Form von Calciumsulfat.
    bezogen auf den freien CaO-Gehalt des Fcinkalkcs. Treibmittel, insbesondere Aluminiumpulver, und Wassc bestchl, welche durch Vormischung von Feinkalk mit Wasser und danach mit Sand oder mit Wasser plus Sand und Weitermischung nach Zusatz von Calciumsulfat sowie Nachmischung nach Zusatz des Gärmittels hergestellt wurde, danach geformt und hydrothermal gehärtet wurde, sodass sie sich maximal 0, 15 mm/m, vorzugsweise 0, 05 bis 0, 1 mm/m, dehnt bzw. schwindet bei Zutritt bzw. Entzug von Feuchtigkeit im Bereich zwischen der EMI2.5 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT285282A 1977-08-31 1982-07-22 Gasbeton-bauteil AT390051B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19619263A1 (de) * 1996-05-13 1997-11-20 Ytong Ag Verfahren zur Herstellung von Baustoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19619263A1 (de) * 1996-05-13 1997-11-20 Ytong Ag Verfahren zur Herstellung von Baustoffen
DE19619263C2 (de) * 1996-05-13 2001-04-19 Ytong Ag Verfahren zur Herstellung von Leichtbaustoffen

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