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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlafsack mit einer im Bereich eines Schlafsackendes aussen am Schlafsack angesetzten, eine sich quer über die Schlafsackbreite erstreckende Öffnung bildenden Tasche od. dgl.
Schlafsäcke, vor allem Daunenschlafsäcke, lassen sich für den Transport nicht nur einfach zusammenrollen, sondern kurzzeitig, z. B. auf Reisen, auch zu Kleinstformaten komprimieren, sie sollen aber beim Aufbewahren über längere Zeiten zum Regenerieren locker verpackt, luftig und trocken lagern. So gibt es für Schlafsäcke auch drei verschiedene Arten von Aufnahmebehältern, nämlich den Packbeutel zum normalen Verpacken, den Kompressionsbeutel zum besonders platzsparenden komprimierten Verpacken und den Ruhebeutel zum lockeren Aufbewahren des Schlafsackes, was zur schonenden und ordnungsgemässen Behandlung eines Schlafsackes bisher auch zwei oder gar drei spezielle Beutel erfordert.
Es gibt zwar auch bereits Schlafsäcke mit aussen angesetzten Taschen als Schlafsackverpackung, doch können diese bekannten Taschen lediglich einen Ruhebeutel oder eventuell einen Packbeutel, aber niemals einen Kompressionsbeutel bilden, so dass die Notwendigkeit eines weiteren zusätzlichen Beutels bestünde. Abgesehen davon, sind diese Taschen nicht in der Lage, den aufgenommenen Schlafsack vor Feuchtigkeit und Verschmutzung während einer Reise zu schützen, da die vorgesehenen Verschlüsse ohne eine stärkere Kompression der Tasche ein Eindringen von Nässe und Schmutz nicht sicher verhindern können. Ein zusätzlicher, als Losteil vorliegender Beutel wird wiederum leicht verlegt oder geht verloren und steht im Gebrauchsfall meist nicht zur Verfügung.
Unabhängig vom Mehraufwand erschweren die losen Pack- oder gar Kompressionsbeutel aber auch das eigentliche Versorgen der Schlafsäcke selbst, die ja doch recht mühsam und mit einiger Anstrengung in die befüllungsgerecht aufzuhaltenden Beutel hineingestopft werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Schlafsack der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der mit einer stets griffbereiten, leicht zu handhabenden und die gewünschte Versorgung erlaubenden Verpackung ausgestattet ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Tasche vorzugsweise in Schlafsacklängsrichtung verlaufende Zuggurte aufweist. Diese einfache Massnahme macht aus der mit dem Schlafsack eine Einheit bildenden Tasche eine optimale und universell brauchbare Verpackung für den Schlafsack, der sich, mit dem der Tasche gegenüberliegenden Ende beginnend, vergleichsweise schnell und einfach in die weit öffenbare, in ihrem Aufnahmevolumen an die Grösse eines Ruhebeutels angepasste Tasche hineinstopfen lässt. Der in der Tasche verstaute Schlafsack kann so mit losen Zuggurten ordnungsgemäss über längere Zeit aufbewahrt werden, er kann aber auch bedarfsweise durch entsprechendes Zusammenziehen der um die Tasche geschlungenen Zuggurte mehr oder weniger stark komprimiert und transportgerecht, feuchtigkeits- und verschmutzungssicher verpackt werden.
Die am Schlafsack angesetzte Tasche erfüllt daher die Funktion eines Ruhebeutels genauso wie die eines Packoder Kompressionsbeutels, wobei die Zuggurte, abgesehen von ihrer eigentlichen Aufgabe als Kompressionsgurte, auch als Trag- und Aufhängehilfe verwendbar sind und bei Längsverlauf einen Taschenverschluss ergeben.
Ist die Tasche aus dem einen Endteil des Schlafsackes selbst und einer an diesem Endteil randseitig angenähten Hüllwand zusammengesetzt, können erfindungsgemäss im Taschenbereich Schlafsackverschluss und Gurte auf verschiedenen Seiten der Hüllwand liegen. Die entstehende Tasche kann demnach je nach Gebrauch gewendet werden, so dass einmal bei Benützung des Schlafsackes der Randverschluss des Schlafsackes frei zugänglich an der Aussenseite vorhanden ist und das andere Mal im Verpackungsfall die Zuggurte bedienungsgerecht nach aussen kommen und der Schlafsackverschluss geschützt im Inneren der Tasche liegt.
Der Schlafsack kann daher gut und sicher versorgt werden, die Schlafsack-Verpackungseinheit ist mit wenigen Handgriffen bequem zu bedienen und, ohne die Nachteile eines Losteiles in Kauf nehmen zu müssen, können für den Schlafsack die passenden Verpackungsmöglichkeiten gewählt werden.
Gemäss einer anderen Ausgestaltung der Erfindung dient als Tasche ein über seinen Boden mit dem Schlafsack zusammenhängender Beutel. Dieser Beutel kann ebenfalls entweder über das Schlafsackende gestülpt oder von diesem abgezogen werden, so dass einerseits ein den Schlafsack gut schützender Beutel, anderseits auch ein über Nacht für andere Gegenstände nützbarer Aufnahmebehälter vorhanden ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 einen erfindungsgemässen Schlafsack mit Verpackung in Untersicht und Seitenansicht, Fig. 3,4 und 5 verschiedene Verpackungszustände dieses Schlafsackes in Seitenansicht, Fig. 6 und 7 ein etwas abgeändertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Schlafsackes mit Verpackung in Draufsicht und Seitenansicht und Fig. 8 den zum Verpacken vorbereiteten Schlafsack gemäss Fig. 6 und 7 in Seitenansicht
Um eine einfach zu handhabende und unterschiedlich verwendbare Verpackung für Schlafsäcke zu erreichen, ist am Schlafsack (1) im Fussendbereich aussen eine Tasche (2) angesetzt, so dass eine Einheit aus Schlafsack und Verpackung entsteht.
Die Tasche (2) weist eine sich über die Schlafsackbreite erstreckende Öffnung (3) auf und ist mit Zuggurten (4) ausgestattet. Wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 5 angedeutet, setzt sich die Tasche (2) aus dem fussseitigen Endteil (la) des Schlafsackes und einer der Form dieses Fussteils angepassten randseitig mit dem Fussteil vernähten Hüllwand (5) zusammen, wobei der Schlafsackverschluss (6) im Bereich der Tasche (2) und die an der Hüllwand (5) befestigten Zuggurte (4) auf verschiedenen Hüllwandseiten liegen, so dass entweder die Hüllwand den Schlafsackverschluss (6) abdeckt und die Gurte (4) freigibt oder umgekehrt
Bei aufgelegtem Schlafsack (1) wird die Hüllwand (5) dem Endteil (la) des Schlafsackes gegenüber so gewendet, dass der Schlafsackverschluss (6) freiliegt und bequem zugänglich ist (Fig. 1 und 2).
In dieser Lage
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kann der Schlafsack (1) ohne Beeinträchtigung benützt werden und die Tasche (2) lässt sich beispielsweise bei unterseitig angeordneter Hüllwand (5) zum Einschieben und Fixieren einer nicht weiter dargestellten Unterlagematte verwenden. Soll nun der Schlafsack (1) verpackt werden, braucht lediglich die Tasche (2) gewendet zu werden, wodurch die Zugriemen (4) nach aussen kommen und die Hüllwand (5) den Verschluss (6) abdeckt (Fig. 3), und ist zum Verstauen des Schlafsackes (1) bereit. Der Schlafsack wird vom Kopfende her durch die Öffnung (3) in die Tasche (2) hineingestopft, was aufgrund des festen Ansatzes der Tasche schnell und mühelos gelingt, und durch einfaches Schliessen der die Tasche umgebenden Gurte (4) ist eine lose Verpackungsform erreicht (Fig. 4).
Diese Verpackungsform entspricht einer Ruhepackung und erlaubt das langzeitige luftige und trockene Aufbewahren des Schlafsackes (1). Werden hingegen die Zuggurte (4) stark
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erfindungsgemässen Tasche (2) der Schlafsack (1) ordnungsgemäss aufbewahren oder für den Transport entsprechend eines Pack- oder Kompressionsbeutels mehr oder weniger stark zusammenschnüren.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 bis 8 dient als Tasche (2) ein über den Boden (7) mit dem Schlafsack (1) zusammenhängender Beutel (8), der bei aufgelegtem Schlafsack (1) von dessen Endteil (la) abgezogen ist und als Behälter zur Aufnahme von Schuhen oder anderen Ausrüstungsgegenständen verwendet
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sich mühelos in den Beutel (8) hineinstopfen und kann wiederum je nach Wunsch im Beutel lose aufbewahrt oder mit Hilfe der Zuggurte (4) mehr oder weniger komprimiert werden.