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Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung eines Gerätes zur Durchführung sportlich spielerischer Wettbewerbe, bei denen die Zeitdauer der Überwindung einer Belastungskraft eines Körperteiles des Wettbewerbers in vorgeschriebener Haltung massgebend ist, insbesondere für Masskrug-Stemmwettbewerbe, mit einer Standplatzbegrenzung für den bzw. jeden Wettbewerber, einem relativ zur Standplatzbegrenzung entsprechend den individuellen Körpermassen des Wettbewerbers einstellbaren, mit einer Handhabe versehenen Gewicht und einer Anzeigevorrichtung, wobei für das insbesondere aus einem Masskrug bestehende Gewicht auf einer Trageinrichtung eine horizontal und vertikal gegenüber der Standplatzbegrenzung auf die individuellen Körpermasse, insbesondere die Armlänge und die Schulter- bzw.
die Augenhöhe des jeweiligen Wettbewerbers einstellbare Stütze vorgesehen ist, auf der das Gewicht in einer Wartestellung aufruht, die Stütze aus dieser Wartestellung in eine das Gewicht freigebende Stellung verstellbar ist, so dass der Wettbewerber das Gewicht in vorgeschriebener Körperhaltung übernehmen kann, und das Gewicht mit einem Fühler verbindbar ist, der auf den Austritt des Gewichtes zumindest nach unten aus einem zugelassenen Aufenthaltsbereich anspricht und bei seinem Ansprechen die Anzeigevorrichtung betätigt bzw.
eine beim Verstellen der Stütze in die Freigabestellung für das Gewicht gestartete Zeitnehmereinrichtung stoppt, wobei vorzugsweise mehrere Standplätze für mehrere Wettbewerber nebeneinander angeordnet und die zugehörigen Stützen für die Gewichte über einen Auslöser gleichzeitig in die die Gewichte freigebende Lage verstellbar sind, nach Patent Nr. 384948.
Grundsätzlich soll es ein derartiges Gerät ermöglichen, Wettbewerbe der genannten Art unter objektiv fairen Bedingungen durchzuführen und dabei auch die Einhaltung der Bedingungen durch den jeweiligen Wettbewerber ebenso wie die tatsächlichen Leistungen eines jeden Wettbewerbers objektiv zu erfassen. Schon bei der Grundkonstruktion wird durch die Einstellbarkeit der Stütze eine Anpassung an die körperlichen Gegebenheiten eines jeden Wettbewerbers ermöglicht und es wird auch der für das Gewicht zugelassene Aufenthaltsbereich genau bestimmt, dessen Verlassen das Ende des Wettbewerbes für den einzelnen Teilnehmer bestimmt. Bei mehreren gleichzeitig im Einsatz stehenden Geräten kann ein Wettbewerb in der Form ausgetragen werden, dass ermittelt wird, welche Teilnehmer die Wettbewerbsbedingungen länger als die andern Teilnehmer erfüllt haben.
Im Einzelbewerb und auch im Gruppenbewerb ist auch eine Zeitnehmung interessant, da dadurch für eine grössere Teilnehmeranzahl objektiv überprüfbare Werte festgehalten und eine Rangordnungsreihenfolge bestimmt werden kann.
Nach einer Möglichkeit des Gerätes nach dem Patent Nr. 384948 wird am Belastungsgewicht mit Hilfe einer Schnur ein frei schwebender Luftballon befestigt, wobei die Schnur zwischen Masskrug und Luftballon durch eine Öse führt und über der Öse Aufreissdorne angebracht werden, so dass dann, wenn das Gewicht den durch die Schnurlänge definierten, zulässigen Aufenthaltsbereich verlässt, der Luftballon mit der Schnur zu den Aufreissdornen herangezogen wird und platzt. Eine derartige Ausbildung der Anzeigeeinrichtung ist einfach und trägt zur Belustigung des Publikums und der Teilnehmer bei. Beim praktischen Gebrauch kann es durch Pendeln des Luftballons um die Schnur dazu kommen, dass die Luftballone bei verschiedenen Ausziehlängen der Schnur platzen, so dass dann vom Publikum und auch vom Wettbewerber Bedenken gegen die Objektivität der Messung erhoben werden.
Ferner ist die Anzeigevorrichtung nur mit selbstschwebenden Luftballons brauchbar und es wird daher notwendig, die Luftballons kurz vor dem Bewerb oder während des laufenden Bewerbes mit einem gegenüber Luft leichten Gas zu füllen, was, insbesondere auch weil die meisten Gase leicht brennbar sind und nur aus speziellen Abfülleinrichtungen abgegeben werden dürfen, auf Schwierigkeiten stösst.
Bemerkt wird, dass es aus der US-PS Nr. 1, 507, 505 bekannt ist, für Wettbewerbe, bei denen es auf die Treffsicherheit mit einem modifizierten, nur Stöpsel abschiessenden Luftgewehr oder mit einem ähnlich wie beim sogenannten russischen Kegelspiel pendelfähig aufgehängten Gewicht ankommt, als Ziele aufblasbare Luftballons zu verwenden, die so getroffen werden müssen, dass sie gegen feststehend angebrachte Aufreissdorne schlagen und platzen. Nach einer Variante sind entsprechende Aufreissdorne am pendelfähig aufgehängten Gewicht selbst angebracht.
Aufgabe der Erfindung ist es, das Gerät nach dem Hauptpatent so zu verbessern, dass als Anzeigevorrichtung ein Luftballon beibehalten werden kann, für diesen aber keine Leichtgas-
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füllung mehr notwendig ist und zusätzlich die Ansprechgenauigkeit des Gerätes auf das Verlassen des zugelassenen Aufenthaltsbereiches zu erhöhen.
Die Erfindung besteht darin, dass als Anzeigeeinrichtung, wie an sich bekannt, ein in einer am Gerät befindlichen Halterung befestigter Luftballon dient und dass das Gewicht über eine Schnur od. dgl. einen in einer Vertikalführung aus einer Ruhestellung in den Luftballon hinein verstellbaren Aufreissdorn betätigt, der beim Austritt des Gewichtes aus dem dafür zugelassenen Aufenthaltsbereich auf den Luftballon trifft, so dass dieser platzt, und vorzugsweise auf der Schnur ein zusätzlicher, eine Zeitnehmereinrichtung stoppender Auslöser vorgesehen ist.
Der Luftballon kann in seiner Relativlage zu dem auf ihn zielenden Aufreissdorn relativ genau festgelegt werden, wobei ein nur mit Luft gefüllter, nicht schwebender Luftballon genügt.
Nach einer bevorzugten Ausführung sind übereinander und auf einem Traggestell gemeinsam der Höhe nach verstellbar die abklappbar ausgebildete Stütze für das Belastungsgewicht, über dieser eine Vertikalführung für den nach oben ausfahrbaren Aufreissdorn und über dieser Führung die Halterung für den Luftballon angebracht, wobei der Aufreissdorn mittels der über Umlenkrollen geführten Schnur aus der Ruhestellung zum Luftballon verstellbar ist und am freien Ende der Schnur eine Öse sitzt, in die ein mit dem Gewicht verbindbarer Faden einhängbar ist.
Stütze, Vertikalführung und Halterung für den Luftballon werden gemeinsam auf die jeweilige Augenhöhe des Benützers eingestellt.
Nach einer Weiterbildung ist ein Zeitnehmerkontakt mit der Stütze verbunden und auf der geführten Schnur sitzt ein Anschlag, der beim Ausziehen der Schnur über einen in seinem Führungsweg auf dem Träger der Vertikalführung angebrachten Gegenanschlag bzw. einen Kontakt, einen zweiten Zeitnehmerkontakt betätigt. Über die beiden Zeitnehmerkontakte können Starten und Stoppen einer Zeitnehmereinrichtung geschaltet werden, die dann genau anzeigt, wie lange der Wettbewerber das Gewicht im zugelassenen Aufenthaltsbereich frei festgehalten hat.
Neben einer Ausführung, bei welcher der Aufreissdorn unmittelbar über den Schnurzug betätigt, also bewegt wird, besteht eine bevorzugte Variante darin, dass der Aufreissdorn als Pfeilbolzen ausgebildet ist und an seinem in der Ruhestellung auf den Luftballon zielenden Ende eine Nadelspitze trägt, die unter Vorspannung einer Ausstossfeder durch eine Rast od. dgl. in einer in das Bolzenende versenkten Lage gehalten und nach Lösen der Rast mittels eines Auslösers durch die Ausstossfeder aus dem Bolzenende ausfahrbar ist. Der Pfeilbolzen kann auf seinem ganzen Verstellweg in den Führungen lagern oder es sind Fangvorrichtungen vorgesehen, die verhindern, dass der Pfeilbolzen den Gerätebereich verlässt.
Die Halterung für den Luftballon kann als Ringhalterung ausgebildet sein, durch die der aufgeblasene Luftballon mit nach oben weisendem Aufblasmundstück von unten her einhängbar ist.
Ähnliche Halterungen sind für die Befestigung von Luftballons an Haltestöcken oder Tragdrähten bekannt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung ist der Oberteil eines erfindungsgemässen Gerätes schematisch in Seitenansicht dargestellt.
Das dargestellte Gerät besitzt für den bzw. jeden Wettbewerber ein Traggestell in Form einer Säule --1--, die vor einem Standplatz für den Wettbewerber, der mit einer Standplatzbegrenzung in Form einer Querschranke versehen ist, angebracht wird. Der Abstand der Standplatzbegrenzung von der Säule-l-ist durch eine Veränderung des Abstandes dieser Standplatzbegrenzung von der Säule entsprechend der Armlänge des jeweiligen Wettbewerbers einstellbar.
An der zum Wettbewerber weisenden Seite ist auf dem von der Säule gebildeten Traggestell--1-
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--2-- dernier --6-- abklappbare, konsolen artig auskragende Stütze --7-- mit einer Aufstellplatte --8-für ein Belastungsgewicht in Form eines Masskruges --9--, eine eine Vertikalführung --16-- enthaltende Konsole --10-- und über dieser einen auskragenden Arm --11--, an dem eine Ring-
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halterung --12-- mit einem Befestigungsstück --13-- für das Aufblasmundstück --14-- eines von unten her in die Ringhalterung einhängbaren Luftballons --15-- angebracht ist.
Die Vertikalführung --16-- in der Konsole --10-- dient als Führung für einen Aufreissdorn --17--, der durch einen Kopfteil-18-, der sein Durchfallen durch die Vertikalführung --16-- verhindert, zu einem Pfeil bolzen --17, 18-- ergänzt ist und am Kopfteil-18- eine Nadelspitze --19-- trägt. Das unten aus der Vertikalführung --16-- herausragende Ende des Aufreissdornes --17-- ist mit einer Umlenkrolle --20-- versehen.
Eine Schnur --21-- ist mit dem einen Ende --22-- an der die VertikalfÜhrung --16-- enthaltenden Konsole --10-- befestigt und über die Umlenkrolle-20-- und zwei weitere im Abstand voneinander angebrachte Umlenkrollen --23, 24-- durch eine Öffnung in einer Platte --25-- geführt. Eine unterhalb der Platte --25-- am freien Ende der Schnur --21-- angebrachte Öse --26-- verhindert das Zurückfädeln der Schnur durch die Öffnung der Platte --25-- und legt die Ausgangslage des
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Beim Wettbewerb hat der Wettbewerber die Aufgabe, das Gewicht - also den Masskrug --9-- - am Henkel --28-- zu ergreifen und in dem für den Masskrug --9-- zugelassenen Aufenthaltsbereich festzuhalten,
wobei dieser Aufenthaltsbereich durch die Auszuglänge der Schnur definiert ist. Hat der Wettbewerber den meist mit Bier gefüllten Masskrug-9-am Henkel-28-er- griffen, wird über eine nicht dargestellte Auslösevorrichtung ein die Stütze --7-- bis dahin festhaltender Riegel od. dgl. entfernt, so dass die Stütze --7-- in eine den Masskrug --9-- frei- gebende Lage abklappt und der Wettbewerber den Masskrug --9-- frei am Henkel festhalten muss. Kann der Teilnehmer den Masskrug --9-- nicht mehr im zugelassenen Aufenthaltsbereich festhalten, so trifft die Nadelspitze --19-- des Aufreissdornes --17-- auf den Luftballon --15-auf, so dass dieser platzt, wodurch das Ende des einzelnen Wettbewerbes angezeigt wird.
An der abklappbaren Stütze --7-- kann ein Zeitnehmerkontakt --29-- vorgesehen sein, der beim Abklappen der Stütze --7-- eine Zeitnehmervorrichtung startet. Auf der Schnur --21-- sitzt zwischen den beiden Umlenkrollen --23, 24-- ein als Auslöser dienender Anschlag --30--, der in einer vorbestimmten Auszugstellung der Schnur --21-- über einen Gegenanschlag --31-einen zweiten Zeitnehmerkontakt betätigt, über den die Zeitnehmervorrichtung gestoppt wird, so dass die Zeit, in welcher der Wettbewerber den Masskrug --9-- im zugelassenen Aufenthaltsbereich frei festgehalten hat, erfasst ist und auf einer Anzeigeeinrichtung angezeigt werden kann.
Um zu gewährleisten, dass bei unterschiedlich grossen oder unterschiedlich aufreissbaren Luftballons --15-- der Zeitpunkt des Platzens des Luftballons möglichst mit dem Ende der Zeitnehmung bzw. objektiv jenem Augenblick zusammenfällt, in dem das vom Masskrug --9-- bestimmte Gewicht den zulässigen Aufenthaltsbereich verlässt, kann man den Aufreissdorn --17-- ähnlich wie einen Stockdegen ausbilden, bei dem die Nadelspitze --19-- im Kopf teil --18-- des Pfeilbolzens --17, 18-- unter Vorspannung einer Ausstossfeder versenkt ist und in dieser versenkten Stellung durch eine Rast festgehalten wird.
Nach Lösen der Rast mittels eines Auslösers, der von Anschlag --30-- und Gegenanschlag --31-- gebildet sein kann, gegebenenfalls aber auch aus einem Berührungsfühler am Pfeilbolzen besteht, wird die Nadelspitze --19-- durch die Feder aus dem Bolzenende ausgefahren und bringt den Luftballon --15-- zum Platzen. Bei dieser Ausführung kann es vorkommen, dass der Aufreissdorn den Luftballon --15-- bereits berührt, ehe das Auslösen der Nadelspitze --19-- und damit die Zerstörung des Luftballons erfolgt.
Sowohl der Wettbewerber als auch die Zuschauer erhalten aber die Möglichkeit, aus der Annäherung des Aufreissdornes an den Luftballon --15-- festzustellen, wie nahe sich das Gewicht an der Grenze des zulässigen Aufenthaltsbereiches befindet.
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