AT38761B - Himmelsglobus mit eingeschlossenem Tellurium. - Google Patents

Himmelsglobus mit eingeschlossenem Tellurium.

Info

Publication number
AT38761B
AT38761B AT38761DA AT38761B AT 38761 B AT38761 B AT 38761B AT 38761D A AT38761D A AT 38761DA AT 38761 B AT38761 B AT 38761B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
planets
globe
tellurium
enclosed
heliocentric
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ladislaus Von Szilvinyi
Original Assignee
Ladislaus Von Szilvinyi
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ladislaus Von Szilvinyi filed Critical Ladislaus Von Szilvinyi
Application granted granted Critical
Publication of AT38761B publication Critical patent/AT38761B/de

Links

Landscapes

  • Tires In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Himmelsglobus mit   einge8chlos8enem   Tellurium. 



  Der im Folgenden beschriebene Himmelsglobus hat einen dreifachen Zweck : Er soll erstens dazu dienen, den Anblick, den das Himmelsgewölbe zu den verschiedenen 
 EMI1.1 
 stellung des Fixsternhimmels und der   scheinbaren-geozentrischen-Orter   der beweglichen   Gestirne.)  
Er soll es zweitens ermöglichen, den   wirklichen-heliozentrischen-Ort,   den die Planeten bei ihrem Lauf um die Sonne jeweils einnehmen, zu veranschaulichen.

   (Darstellung der wirklichen   - heliozentrischen-Orter   der Planeten.)
Er soll drittens durch eine Kombination dieser beiden Aufgaben die Möglichkeit bieten. den   geozentrischen   und den heliozentrischen Ort der Planeten zugleich darzustellen und so in anschaulicher Weise zu zeigen, wie sich aus den wirklichen Bahnen der Erde und der Planeten ihre scheinbare am Himmel sichtbare Bahn ergibt. (Darstellung der wirklichen und scheinbaren Bewegung der Planeten.) 
 EMI1.2 
 stellt sich jedoch keines der   erwähnten   Instrumente zur Aufgabe, und unterscheidet sich dadurch insbesondere dieser Globus von jenen. 



   Man füge hier   bei, dass   der   Globus in   seiner gegenwärtigen Einrichtung hauptsächlich den Zwecken der sich für dieses Gebiet interessierenden Laien und der Schule dienen soll und daher 
 EMI1.3 
 
Dementsprechend ist der Globus   folgendermassen   eingerichtet :
Er besteht :

   aus einem grossen Holzreif a, einem Stativ, einer aus Eisenblechreifen b zusammengesetzten Kugel von etwas kleinerem Durchmesser als der grosse Holzreif a, Fig. 1 und einem schwächeren Holzreif mit einem Netz, gebildet aus sechs beiläufig konzentrischen Kreisen und drei über den Mittelpunkt des Reifens gespannten Drähten, für die Darstellung der Planetenbahnen (Fig. 2) und aus kleinen Drahtgestellen mit Holzkugeln für die Darstellung der   Fixsterne   und Sternbilder, ferner aus Marken für die Planeten,   Sonne und Mond.   



   Im Folgenden wird der Apparat, nach seinem dreifachen Zweck getrennt, und zwar   zunächst     zur Darstellung des Fixsternhimmels   und der Planeten und der scheinbaren Bewegung derselben eingerichtet, besprochen. 



   Dazu werden alle   aufgezählten   Teile verwendet mit Ausnahme des schwächeren Holzreifens mit dem Drahtnetz. 



   Der Globus, in dieser Zusammensetzung, besteht demnach im Wesentlichen aus einer Kugel die aus, an den   Kreuzungspunkteil   mit Schrauben zusammengehaltenen Eisenblechreifen b (Fig. 1) gebildet ist. Auf diese Blechreifen werden mittels Blechkammern die   Sternbildergestelle < x nnd   
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 gelötet. Fig. 3. 



   Die Marken für die Planeten sind   Blechklammern, auf deren einer-dem   Innern des Globus zuzuwendender Seite-ein Draht angelötet   ist ;   auf diesem lässt sich eine kleine hölzerne Scheibe in der Grösse der Sternkugeln, die in der Richtung eines Durchmessers durchbohrt und ebenfalls mit Leuçhtpapier beklebt ist, verschieben. Eine doppelte Biegung des Drahtes gestattet es, dieses   Scheibchen auch bis vor die   Klammer zu schieben, d. h.   auf 00 Brei. e einzustelleu.   Fig. 4. 



   Die Marke für die Sonne ist eine kleine Messingblechscheibe mit einem Strahlenkranz oder eine kleine Glühlampe mit einem Reflektor. 



   Die Marken für den Mond in seinen verschiedenen Phasen sind mit Leuchtpapier beklebte Kartonplättchen. Auch diese sind auf der Klammer mit dem aufgelöteten Draht wie die Planetenmarken verschiebbar. 



   Der Globus in der beschriebenen Gestalt bietet   die Möglichkeit,   für verschiedene geographische Breiten den Anblick des   Himmels   mit den grösseren Fixsternen und den mit    freinn Auge sicht-   baren Planeten sowie mit Sonne und Mond zu jeder Stunde des Jahres darzustellen. Die Art, in der dies geschieht ist ganz dieselbe wie bei den gewöhnlichen Himmelsgloben. Nur befestigt man   vor Einstellung des Globus die Marken für die beweglichen Gestirne an der ihnen am betretend   Tage zukommenden Stelle des die Ekliptik darstellenden Eisenreifens.

   Welche Stelle sie an eben dem Tage einnehmen, entnimmt man aus einer astronomischen TafeL
Verbrennt man bei verdunkeltem Raum im Innern des Globus ein Stück Magnesiumdraht, so leuchten nach dessen Erlöschen die Sterne und der Mond vermögen des aufgeklebten phosphorezierenden Papiers durch ca. 20 Minuten in intensivem bläulichen Licht. 



   Zur Lösung der zweiten Aufgabe, d. i. zur Darstellung der wirklichen Bewegung der Planeten dient der schwächere Holzreif mit dem oben erwähnten Drahtnetz allein. 



   Er ist so gross, dass er genau in die Eisenreifen passt. Über seinen   Rand sind 3 Drähte ge-   spannt, die sich im Mittelpunkte kreuzen und hierdurch eine Messingblechkammer in Kugelform zusammengehalten werden. Auf ihnen werden die die Planetenbahnen vorstellenden Drahtkreise c befestigt. (Fig. 2). Diese sind aus dickem Draht hergestellt und entsprechen den Bahnen des Merkur, der Venus, der Erde, des Mars, des Jupiter und des Saturn.-Uranus und Neptun bleiben ausser Betracht, weil sie mit freiem Aug nicht sichtbar sind, und die Darstellung ihrer Bahn den Globus übermässig vergrössern würde, oder eine zu weit gehende Verkleinerung der übrigen Planetenbahnen zur Folge hätte. 



   Auf der nach oben gewendeten Fläche des hölzernen   Reifrandes     ist rlie Eintpilung vun 00   bis 360  angebracht. 



   Im Kreuzungspunkte der als Träger der Planetenbahnreifen dienenden Drähte ist ein Faden befestigt, der an seinem anderen Ende durch eine kleine Bleikugel beschwert ist und dazu dient, auf den   Planetenbahnen jene Stellen zu ermitteln, welche   den gesuchten resp. angegebenen heliozentrischen Längen entsprechen. 
 EMI2.2 
 die an der Biegung eines kurzen   haarnadelförmig gebogenen dünnen   Drahtes auf einer Achse sitzen. Fig. 5. 



     HoU   nun die   Situatn im Sonnensystem für   einen bestimmten Tag dargestellt werden, so   bestimmt man   vor allem den heliozentrischen Ort der Erde und zwar entweder nach dem   Aussenmass   unter Zuhilfenahme der auf der Erdbahn angebrachten Einteilung oder nach dem astronomischen Kalender. Darin ist zwar nur der geozentrische Ort der Sonne für die einzelnen Tage angegeben, daraus findet man aber leicht den heliozentrischen Ort der Erde. 



   Hierauf entnimmt man einem astronomischen Kalender die heliozentrischen Längen der Planeten für den betreffenden Tag, spannt den oben erwähnten Faden vom Mittelpunkte aus über den der ermittelten heliozentrischen Länge entsprechenden Teilstrichen der Skala am Holzreif und findet so aus den Kreuzungspunkten zwischen dem Faden und den betreffenden Planetenbahnen den gesuchten heliozentrischen Ort der einzelnen Planeten. Dahin setzt man nun die kleinen Marken und hat das gewünschte Bild. Fig. 2. 



   Zum Zwecke der gleichzeitigen Darstellung der wirklichen und der scheinbaren Planeten-   porter,   dem dritten und Hauptzweck des Himmelsglobus, bringt man den eben beschriebenen 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 kleinen in Fig. 5 dargestellten Marken für den heliozentrischen Ort der Planeten an die ihnen am betreffenden Tag zukommende Stelle   der Drahtkreise   und kann nun aus der heliozentrischen Situation des Sonnensystems den   geozentnschen   Ort eines bestimmten Planeten, d. h. jenen Ort am Himmel, an dem er von der Erde    Åarus gesehen   zu stehen scheint, dadurch finden, dass man etwa mit Hilfe eines Lineals oder dünnen Stabes über die die Erde und den betreffenden Planeten darstellenden Marken bis zum Holzreifen visiert.

   Hier projiziert sich der Planet am Sternhimmel und hier bringt man die Marke ss für den geozentrischen Ort des betreffenden Planeten an. (Fig. 2.)
Verschiebt man nun die Erde und die Planeten ihren wirklichen Lauf um die Sonne entsprechend, so kann man durch Visieren den scheinbaren Lauf der Planeten zwischen den Sternen verfolgen. Dies kann durch Kartonstreifen, auf denen der Lauf der Planeten dargestellt ist und die an den die Ekliptik darstellenden Eisenreifen angebracht werden, erleichtert werden.

Claims (1)

  1. EMI3.1 Himmelsglobus mit eingeschlossenem Tellurium, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern eines in bekannter Weise aus Reifen b zusammengeschraubten Himmelsglobus, ein mit konzentrischen Kreisen c ausgestatteter Reif angebracht ist, wobei sowohl auf dem Himmelsglobus- gestell als auch auf den Kreisen die die Planeten darstellenden Marken &alpha;, #225, # verschiebbar an- geordnet sind.
AT38761D 1906-12-24 1906-12-24 Himmelsglobus mit eingeschlossenem Tellurium. AT38761B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT38761T 1906-12-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT38761B true AT38761B (de) 1909-09-10

Family

ID=3556627

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT38761D AT38761B (de) 1906-12-24 1906-12-24 Himmelsglobus mit eingeschlossenem Tellurium.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT38761B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT38761B (de) Himmelsglobus mit eingeschlossenem Tellurium.
Sparavigna Bononia, the Roman Bologna: Archaeoastronomy and Chronology
DE1472318A1 (de) Geographisches Zeitmessinstrument
DE911C (de) Astronomischer Universalapparat
AT213107B (de) Geographisches Modell
CH660245A5 (en) Device with manually adjustable planetary positions for measuring the aspects
Niewöhner Ein astronomisch-astrologisches Gedicht des persischen Dichters Ḥusain Ḥakīm Ṯanāʾī Mašhadī auf der Berliner Indischen Weltkarte.
DE2414749A1 (de) Drehbare sternkarte himmel und erde
DE577897C (de) Lehrmittel zur Darstellung des Sternhimmels
DE540527C (de) Sternkarte
DE31665C (de) Neuerung an Globen
Oestmann Barocke Weltmodelle
Sheikholeslami DER DEUTSCHE EINFLUSS IM WERKE VON BORIS PASTERNAK.(GERMAN TEXT)
AT163800B (de) Astronomisches Lehrspiel
Krafft William Herschel
DE157564C (de)
DE353679C (de) Planetarium
DE408033C (de) Sternkarte mit Wandelsternen
DE2252300C3 (de) Sonnenglobus
DE32776C (de) Apparat, welcher die Bewegung von Plimmelskörpern veranschaulicht
DE528631C (de) Lichtreklame
DE68293C (de) Geocentrische Himmelskarte
DE863270C (de) Drehbare Sternkarte
DE3839680C1 (en) Celestial globe
DE834916C (de) Immerwaehrender Weltallkalender