AT386413B - Verfahren zur herstellung neuer grenzflaechenaktiver kohlenhydrat-derivate - Google Patents

Verfahren zur herstellung neuer grenzflaechenaktiver kohlenhydrat-derivate

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AT386413B
AT386413B AT0089286A AT89286A AT386413B AT 386413 B AT386413 B AT 386413B AT 0089286 A AT0089286 A AT 0089286A AT 89286 A AT89286 A AT 89286A AT 386413 B AT386413 B AT 386413B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 Stärken oder kondensierten Polyglucosen wird vor allem durch die Anhäufung von alkoholischen Hydroxylgruppen geprägt : Sie bedingen einen ausgeprägt hydrophilen Charakter und ermöglichen eine Reihe von Reaktionen. Allerdings werden die Umsetzungsmöglichkeiten sowohl durch die beschränkte Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln als auch durch eine relativ geringe Beständigkeit   z. B.   gegen   Temperatur- und pH-Änderungen   in gewissem Umfang begrenzt. 



   Technisches Interesse haben vor allem Ester- und Ätherderivate gefunden, deren Substituenten aus langkettigen aliphatischen, araliphatischen oder andern hydrophobierenden organischen Resten bestehen. Derartige Derivate - insbesondere die Fettsäureester der Saccharose - sind 
 EMI1.2 
 hautreizende und biologisch vollständig abbaubare Tenside in Waschmitteln, Kosmetika oder auch in Nahrungsmitteln eingesetzt werden. 



   Trotz dieser umweltfreundlichen Eigenschaften konnten sich Tenside auf Basis von Kohlenhydraten bisher in der Technik nicht in breitem Umfang durchsetzen. Dies ist zum einen in ihrer relativ schwierigen Zugänglichkeit, zum andern in ihrer mangelnden hydrolytischen Stabilität begründet. Hinzu kommt, dass die besten oberflächenaktiven Eigenschaften vorzugsweise nur die wirtschaftlich bisher nicht herstellbaren einheitlich monosubstituierten Derivate aufweisen. 



  Da jedoch die Reaktivität der Hydroxylgruppen der unsubstituierten Kohlenhydrate im Vergleich mit teilweise substituierten Kohlenhydraten geringer ist, entstehen bei Reaktionen von Kohlenhydraten immer Gemische verschieden substituierter - gegebenenfalls noch isomerer - Derivate, aus denen einheitliche Produkte nur mit grossem Aufwand und in geringen Ausbeuten isolierbar sind. Ausserdem können wegen der schlechten Löslichkeit von unsubstituierten Kohlenhydraten in organischen Lösungsmitteln nur wenige, meist toxische und kostspielige Lösungsmittel (Dimethylformamid DMF, Dimethylsulfoxyd DMSO, Pyridin) verwendet werden, die zudem aus dem Endprodukt nur mit sehr grossem Aufwand entfernt werden können.

   Zwar sind auch Verfahren zur Herstellung von grenzflächenaktiven Kohlenhydratestern in der Schmelze (ohne Verwendung von Lösungsmitteln) bekannt   [s.   beispielsweise A. J. Vlitos et   al., Sucorchemistry. ACS Symp., Ser. Nr. 41,   83-144 (1977)], die aber zu Produktgemischen mit hohem Anteil (zirka   30%)   an Kaliumseifen führen. 



   Auf Grund der hohen Hydrolyseempfindlichkeit der Esterbindung können grenzflächenaktive Kohlenhydratester nur in annähernd neutralen Flotten als waschaktive Substanzen eingesetzt werden und sind somit für den Einsatz in alkalischen Grobwaschmitteln ungeeignet   [vgl. H. Bertsch   et al., Tenside 2 (1965),   397].   Bei der alkalischen Hydrolyse der Ester entstehen Alkaliseifen, welche zwar ebenfalls eine hohe Waschaktivität besitzen, die aber in hartem Wasser bekanntlich drastisch abnimmt. 



   Die ebenfalls als waschaktive Substanzen bekannten Carbaminsäureester der Kohlenhydrate [Kohlenhydrat-N-alkylurethane, vgl.   W. Gerhardt,   Tenside 2 (1965), 101, und 5 (1968),   10],   sind-obgleich im Vergleich zu den Carbonsäureestern weniger hydrolysempfindlich-auch nicht stabil genug für den Einsatz in Waschmitteln. Ausserdem ist die Herstellung der Kohlenhydraturethane mit ähnlichen Problemen verbunden wie die Gewinnung von Kohlenhydratestern (Einsatz toxischer Lösungsmittel, Anfall schwierig auftrennbarer Produktgemische). 



   Grenzflächenaktive Kohlenhydratester sind zwar ebenfalls literaturbekannt, besitzen aber auf Grund ihrer noch schwierigeren Zugänglichkeit nur wissenschaftliches Interesse. 



   Die Aufgabe der Erfindung war es daher, grenzflächenaktive Kohlenhydrat-Derivate zu entwickeln, die in alkalischen Medien stabil, auf einfache Weise herstellbar und biologisch abbaubar sind. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer Kohlenhydrat-Derivate mit ätherartig gebundenen   Y-Alkylamido- bzw. Y-N-Alkylharnstoff-Gruppen   der allgemeinen Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 oder 
 EMI2.4 
 worin n = 0 bis 180 bedeutet, und mindestens ein X pro Monosaccharid-Einheit für eine ätherartig   gebundene y-Alkylamido-bzw. y-N-Alkylharnstoff-Gruppe   der allgemeinen Formel 
 EMI2.5 
 steht, worin Y R oder-NH-R bedeutet, wobei R für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Rest mit 1 bis 20 C-Atomen steht, und die restlichen X Wasserstoff darstellen. 



   Die neuen Kohlenhydrat-Derivate der allgemeinen Formel (I) mit ätherartig gebundenen   y-Alkylamido- bzw. y -Alkylharnstoff-Gruppen   erhält man erfindungsgemäss durch Umsetzung   entsprechender y-Aminopropyl-Kohlenhydrate   mit Alkylcarbonsäuren bzw. Alkylcarbonsäurederivaten bzw.

   Alkylisocyanaten : 
 EMI2.6 
 Z   = OH, Halogen,-OR',-OCOR,   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
KH = Kohlenhydrat 
Die erfindungsgemäss als Ausgangsmaterialien eingesetzten   v-Aminopropyl-Kohlenhydrate   können dadurch hergestellt werden, dass Cyanäthyl-Kohlenhydrate mit dem Boran-Dimethylsulfid- 
 EMI3.2 
 halogeniden, insbesondere Carbonsäurechloriden, kann grundsätzlich in Lösungsmitteln durchgeführt werden, die gleichzeitig als Säurefänger wirken (beispielsweise Pyridin, Triäthylamin) oder in andern inerten Lösungsmitteln (DMF, DMA) unter Zusatz eines Säurefängers. Besonders vorteilhaft aus ökonomischer und ökologischer Sicht sind wässerige Lösungen nach Art einer Schotten-Baumann-Reaktion mit Alkalihydroxyd als Säurefänger. 



   Für die Herstellung grenzflächenaktiver Derivate werden vorzugsweise Gemische niedrigsubstituierter AP-KH mit einem durchschnittlichen Substitutionsgrad (DS) von 1 bis 2 eingesetzt. Das Carbonsäurehalogenid wird mit dem AP-KH im Molverhältnis   l : l,   bezogen auf die Aminogruppen, umgesetzt, also beispielsweise 1 Mol AP-KH mit DS 1, 3 mit 1, 3 Mol Carbonsäurehalogenid. Unter diesen Bedingungen reagieren die Aminogruppen auf Grund ihrer grossen Reaktivität ganz bevorzugt gegenüber den restlichen freien Hydroxylgruppen, so dass ausschliesslich y-Alkylamido-substituierte Kohlenhydrate mit gleichem DS wie das eingesetzte AP-KH gebildet werden, die keine Estergruppen enthalten.

   Setzt man dagegen das AP-KH mit dem Carbonsäurehalogenid nur im Molverhältnis   l : l,   bezogen auf das AP-KH, also unabhängig vom Substitutionsgrad, ein, beispielsweise 1 Mol AP-KH mit DS 1, 3 mit 1 Mol Carbonsäurehalogenid, so erhält man überwiegend monosubstituierte Produkte, wie aus den Elementaranalysen ersichtlich ist. 
 EMI3.3 
 2 bis 6 h bei Raumtemperatur gerührt. Das überschüssige Lösungsmittel wird abdestilliert und der Rückstand wird mit wässeriger Natriumbicarbonatlösung gerührt. Nach dem Abdestillieren des Wassers wird der Rückstand in einem organischen Lösungsmittel-vorzugsweise Äthanol, n-oder iso-Propanol-aufgenommen, die unlöslichen Salze werden abfiltriert und das Endprodukt wird durch Abdestillieren des Lösungmittels und Vakuumtrocknung des Rückstandes isoliert. 



   Nach einer andern Herstellungsvariante wird das AP-KH in Wasser gelöst und das Carbonsäurederivat unter Rühren zugetropft, wobei gleichzeitig durch Zugabe von verdünnter Alkalihydroxydlösung der PH-Wert schwach alkalisch gehalten wird. Anschliessend wird das Wasser im Vakuum abdestilliert, der Rückstand in Äthanol oder n- oder iso-Propanol aufgenommen und nach Abfiltrieren der unlöslichen Salze das Endprodukt durch Abdestillieren des Lösungsmittels und Vakuumtrocknung erhalten. Eine andere Möglichkeit der Aufarbeitung besteht darin, die wässerige Lösung mit einem geeigneten Lösungsmittel zu extrahieren. Hiezu eignen sich-in Abhängigkeit vom mittleren Substitutionsgrad und der Anzahl der C-Atome des Restes R in Formel (II) - beispielsweise halogenierte Kohlenwasserstoffe, Diäthyläther oder Petroläther. 



   Als aktive Carbonsäurederivate können erfindungsgemäss auch   Carbonsäureester - beispiels-   weise   Carbonsäuremethyl-oder-äthylester-eingesetzt   werden, die mit dem AP-KH unter Aminolyse reagieren. Als Reaktionsmedium können dabei geeignete organische Lösungsmittel verwendet werden, die eine problemlose destillative Abtrennung des gebildeten Alkohols (beispielsweise Methanol oder Äthanol) aus dem Gleichgewicht gestatten, beispielsweise höhere Alkohole, Dioxan, Dimethylformamid. 



   Die Umsetzung der AP-KH mit Carbonsäureanhydriden kann analog der Reaktion mit Carbonsäurehalogeniden durchgeführt werden, jedoch können auf Grund der hohen Reaktivität der Carbon- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Produkte <SEP> gemäss <SEP> Konzentration <SEP> Oberflächenspannung
<tb> g/l <SEP> min. <SEP> m <SEP> 
<tb> Beispiel <SEP> 1
<tb> Saccharose- <SEP> (3-dodecylamido)-
<tb> -propyl <SEP> äther <SEP> 0,5 <SEP> 28
<tb> Beispiel <SEP> 7
<tb> Saccharose- <SEP> (3-methylamido)- <SEP> 
<tb> - <SEP> propyläther <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 53
<tb> Beispiel <SEP> 8
<tb> Saccharose- <SEP> (3-butylamido)-
<tb> - <SEP> propyläther <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 52
<tb> 3, <SEP> 0 <SEP> 47
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Produkte <SEP> gemäss <SEP> Konzentration <SEP> Oberflächenspannung
<tb> g/l <SEP> mon <SEP> .

   <SEP> m <SEP> 
<tb> Beispiel <SEP> 4
<tb> Sacharose- <SEP> (3-decylamido)-
<tb> - <SEP> propyläther <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 28
<tb> Beispiel <SEP> 6
<tb> Sacch <SEP> arose- <SEP> (3-octadecylamido)- <SEP> 
<tb> -propyläther <SEP> - <SEP> 28
<tb> Beispiel <SEP> 13
<tb> Saccharose- <SEP> (3-N-butylureido)-
<tb> -propyl <SEP> äther <SEP> 0,5 <SEP> 44
<tb> Beispiel <SEP> 16
<tb> Saccharose- <SEP> (3-N-dodecylureido)-
<tb> - <SEP> propyläther <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 32
<tb> Beispiel <SEP> 17
<tb> Saccharose <SEP> (3-N-octadecylureido)-
<tb> -propyläther <SEP> - <SEP> 29
<tb> 
 
Beispiel 1 :
A) Herstellung der Ausgangssubstanz
2 g (4,5 mMol) Cyanäthylsaccharose mit DS 1, 9 werden in 20 ml wasserfreiem THF suspendiert.

   Dann werden unter Stickstoff 7 ml 2molare   Boran-Dimethylsulfid-Lösung   in THF [entspricht 14 mMol BH3   S (CH q) o]   bei Raumtemperatur unter Rühren zugetropft und anschliessend 3 h unter Rückfluss erhitzt, wobei das freigesetzte Dimethylsulfid über eine kurze Vigreux-Kolonne abdestilliert wird. Dann wird auf Raumtemperatur abgekühlt und der pH-Wert des Reaktionsgemisches durch tropfenweise Zugabe von lmolarer methanolischer Salzsäure auf 3 eingestellt. Aus der Lösung wird das Methylborat über die Kolonne abdestilliert, zum Rückstand nochmals Methanol zugegeben und erneut abdestilliert, bis im Destillat kein Bor mehr nachgewiesen werden kann (grüne Flammenfärbung). Der Rückstand wird im Vakuum bei 60 C getrocknet.

   Die so erhaltenen 2, 1 g Hydrochlorid der   v-Aminopropyl-Saccharose   werden zur Überführung in das freie Amin in wässeriger Lösung mit 10 g stark basischem Ionenaustauscher gerührt, nach dem Abfiltrieren eingeengt und der Rückstand im Vakuum getrocknet. 



   Ausbeute : 2 g Y-Aminopropyl-Saccharose. 



   Die Titration der Aminogruppen mit Perchlorsäure in Eisessig ergibt   2, 5 mMol NH2/g,   das entspricht einem DS   von 1, 3.   



     B)   Herstellung der Endverbindung
2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS   1,     3 (0, 0045   Mol) werden in 20 ml wasserfreiem Pyridin gelöst und unter Rühren 1, 0 g (0, 0046 Mol) Laurinsäurechlorid bei 0 bis 5 C zugetropft. Dann wird noch 6 h bei Raumtemperatur gerührt und das Pyridin im Vakuum abdestilliert. Der Rückstand wird in wässeriger   NaHCO,-Lösung   gerührt und das Wasser am Rotationsverdampfer abdestilliert. Der Rückstand wird in Isopropanol aufgenommen, die unlöslichen Salze werden abfiltriert 
 EMI5.3 
 : 2, 8Beispiel 2 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 1   B)   wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl) -Saccharose DS 1, 3 und 1, 3 g (0, 0058 Mol) Laurinsäurechlorid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 3, 1   g Saccharose-(3-dodecylamido)-propyläther. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



   Beispiel 3 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 1 B) wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Amino- propyl) -Saccharose DS 1, 3 und 0, 62 g (0, 0046 Mol) Capronsäurechlorid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 4   g   Saecharose- (3-hexylamido)-propyläther.   



   Beispiel 4 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 1   B)   wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Amino-   propyl)-Saccharose   DS 1, 3 und 0, 88 g (0, 0046 Mol) Caprinsäurechlorid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 7   g Saccharose-(3-decylamido)-propyläther. 



   Beispiel 5 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 1 B) wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Amino-   propyl)-Saccharose   DS 1, 3 und 1, 05 g (0, 0055 Mol) Caprinsäurechlorid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 9   g   Saccharose- (3-decylamido)-propyläther.   



   Beispiel 6 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 1 B) wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl) -Saccharose DS 1, 3 und 1, 4 g (0, 0046 Mol) Stearinsäurechlorid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 3, 2   g Saccharose-(3-octadecylamido)-propyläther. 



   Beispiel 7 :
2 g   (3-Aminopropyl)-Saccharose   DS 1, 3 werden in 20 ml wasserfreiem Pyridin gelöst und 0, 64 g (0, 0046 Mol) Essigsäureanhydrid zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird 12 h bei Raumtempereatur stehengelassen, das Pyridin und die Essigsäure im Vakuum abdestilliert und der Rückstand im Vakuum bei   50 C   getrocknet. 



     Ausbeute : 2, 2   g Saccharose-(3-methylamido)-propyläther. 



   Beispiel 8 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 7 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS 1, 3 und 0, 91 g   (0, 0046 Mol)   Buttersäureanhydrid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 3   g   Saccharose- (3-butylamido)-propyläther.   



   Beispiel 9 :
2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS 1, 3 werden in 10 ml Wasser gelöst und unter Rühren 1, 05 g (0, 0048 Mol) Laurinsäurechlorid zugetropft. Gleichzeitig wird der PH-Wert durch Zugabe von 10%iger Natronlauge bei zirka 8 gehalten. Das Reaktionsgemisch wird noch 3 h gerührt, das Wasser im Vakuum abdestilliert und der Rückstand in Äthanol aufgenommen. Nach dem Abfiltrieren der unlöslichen Salze wird das Lösungsmittel abdestilliert und das Produkt im Vakuum bei   50 C   getrocknet. 



     Ausbeute : 2, 7   g   Saccharose- (3-dodecylamido)-propyläther.   



   Beispiel 10 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 9 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS 1, 3 und 1, 45 g (0, 0048 Mol) Stearinsäurechlorid eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 3, 1   g   Saccharose- (3-octadecylamido)-propyläther.   



   Beispiel 11 :
2 g   (3-Aminopropyl) -Saccharose (0, 0045   Mol) DS   1, 3,   50 ml Isobutanol und 1, 1 g (0, 0051 Mol) Laurinsäuremethylester werden in einer Destillationsapparatur unter Rühren 3 h lang auf   65 C   erhitzt, wobei das gebildete Methanol langsam abdestilliert. Dann wird das Lösungsmittel im 
 EMI6.1 
 
Beispiel 12 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 11 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS 1, 3 und 0, 93 g (0, 005 Mol) Caprinsäuremethylester eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 7   g Saccharose-(3-decylamido)-propyläther. 



   Beispiel 13 :
2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS   1,     3 (0, 0045   Mol) werden in 20 ml wasserfreiem Pyridin gelöst und 0, 46 g   (0, 0046 Mol) n-Butylisocyanat zugegeben.   Das Reaktionsgemisch wird 12 h bei Raumtemperatur stehengelassen. Dann wird das Pyridin im Vakuum abdestilliert und der Rückstand im Vakuum bei   50 C   getrocknet. 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



     Ausbeute : 2, 3   g   Saccharose- (3-N-butylureido)-propyläther.   



   Beispiel 14:
Die Vorgangsweise von Beispiel 13 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass Wasser als Lösungsmittel verwendet wird. 



     Ausbeute : 2, 3   g Saccharose-(3-N-butylureido)-propyläther. 



   Beispiel 15 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 13 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass Äthanol als Lösungsmittel verwendet wird. 



     Ausbeute : 2, 3   g   Saccharose- (3-N-butylureido)-propyläther.   



   Beispiel 16 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 15 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl)-Saccharose DS 1, 3 und 0, 97 g (0, 0046 Mol) Dodecylisocyanat eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 7   g   Saccharose- (3-N-dodecylureido)-propyläther.   



   Beispiel 17 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 15 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Amino-   propyl)-Saccharose   und 1, 36 g (0, 0046 Mol) Octadecylisocyanat eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 3, 1   g Saccharose-(3-N-octadecylureido)-propyläther. 



   Beispiel 18 : 
 EMI7.1 
 (0, 007werden. 



   Ausbeute : 3, 3 g Methylglucosid-(3-dodecylamido)-propyläther. 



   Beispiel 20 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 9 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g lösliche 
 EMI7.2 
 
Beispiel 21 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 9 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3-Aminopropyl)-polydextrose DS   1,     3 (0, 0084   Mol) und 2, 1 g (0, 0095 Mol) Laurinsäurechlorid eingesetzt werden. 



   Ausbeute : 3, 9 g   Polydextrose- (3-dodecylamido)-propyläther.   



   Beispiel 22 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 14 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g lösliche 
 EMI7.3 
 (0, 0088werden. 



   Ausbeute : 3, 2 g Stärke-(3-N-dodecylureido)-propyläther. 



   Beispiel 23 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 1 B) wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g 
 EMI7.4 
 eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 4, 3   g Saccharose-(3-dodecylamido)-propyläther DS an Dodecylamido-Gruppen   : 3, 1.   



   Die als Ausgangssubstanz eingesetzte   (3-Aminopropyl) -Saccharose   mit    DS N H2   = 3, 5 kann 
 EMI7.5 
 



   Beispiel 24 :
Die Vorgangsweise von Beispiel 13 wird wiederholt, mit dem Unterschied, dass 2 g (3,55 mMol) (3-Aminopropyl)-Saccharose mit   DS NH2 = 3, 5   und 1, 23 g (12,4 mMol) n-Butylisocyanat 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 eingesetzt werden. 



     Ausbeute : 2, 9   g   Saccharose- (3-N-butylureido) -propyläther   DS an Butylureido-Gruppen   : 3, 0.   

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung von neuen Kohlenhydrat-Derivaten mit ätherartig gebundenen Y-Alkylamido- bzw. Y-N-Alkylharnstoff-Gruppen der allgemeinen Formel EMI8.1 EMI8.2 EMI8.3 oder EMI8.4 worin n = 0 bis 180 bedeutet, und mindestens ein X pro Monosaccharid-Einheit für eine ätherartig gebundene y-Alkylamido-bzw.
    v-N-Alkylharnstoff-Gruppe der allgemeinen Formel EMI8.5 steht, worin Y R oder NH-R bedeutet, wobei R für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Rest mit 1 bis 20 C-Atomen steht, und die restlichen X Wasserstoff darstellen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Kohlenhydrat-Derivat der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 9> EMI9.1 EMI9.2 EMI9.3 EMI9.4 EMI9.5 EMI9.6 Gruppe der Formel - CH -CH-CH-NH (VIII) steht und die restlichen X'Wasserstoff bedeuten, mit einer Alkylcarbonsäure bzw. einem Alkylcarbonsäurederivat bzw. einem Alkylisocyanat der allgemeinen Formeln RCOZ bzw.
    RNCO (IX) (X) worin R die oben angeführte Bedeutung hat und Z für Hydroxy, Halogen, Alkoxy oder Alkoxycarbonyl steht, umsetzt. EMI9.7 Formel (IX) in einem Lösungsmittel, gegebenenfalls unter Zusatz eines säurebindenden Mittels, ausführt. EMI9.8 (IX) in einem organischen Lösungsmittel, das vorzugsweise eine destillative Abtrennung des bei der Umsetzung gebildeten Alkohols gestattet, ausführt. <Desc/Clms Page number 10> EMI10.1
AT0089286A 1986-04-04 1986-04-04 Verfahren zur herstellung neuer grenzflaechenaktiver kohlenhydrat-derivate AT386413B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0166089A2 (de) * 1984-06-27 1986-01-02 National Starch and Chemical Corporation Derivate von monomeren kationischen Glykosiden

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