AT3848U2 - Verfahren zur unbaren abwicklung der mehrwertsteuer zwischen unternehmern und finanzverwaltung - Google Patents

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Abstract

Diese Erfindung verhindert unter Zuhilfenahme moderner Kommunikationstechniken den Vorsteuerbetrug zur Gänze. Dabei wird in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Schritten zuerst der Verkaufsvorgang und seine steuerlichen Folgen erfasst und danach das MWSt-Guthaben des Erwerbers mit der MWSt-Schuld des Verkäufers durch Überrechnung ausgeglichen. Durch eine derartige Vorgangsweise kann niemals ein auszahlbares Vorsteuerguthaben entstehen und das MWSt-System bleibt grundsätzlich davon unberührt.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung von Vorsteuerbetrug. Wesentlicher Erfolg dieses Verfahrens ist, dass der Vorsteuerbetrug unmöglich gemacht wird. Im gesamten Bereich der Europäischen Union wird von den Mitgliedsstaaten Mehrwertsteuer eingehoben. Es entspricht der derzeitigen Handhabung dieses Systems, dass bei Umsätzen zwischen Unternehmen, beim liefernden oder leistende Unternehmer eine Steuerschuld und beim Empfänger ein auszahlbares Steuerguthaben entsteht. 



  Durch Betrüger wird dieser Umstand in vielfältiger Weise genutzt. Dazu wird Vorsteuer   geltend   gemacht für deren Auszahlung kein, oder nur ein fingierter Rechtsanspruch besteht. 



  Es besteht auch die Möglichkeit, die Auszahlung der Vorsteuer zu   delegeren,   indem an einen Unternehmer Rechnung gelegt wird und die daraus resultierende Mehrwertsteuer nicht abgeführt wird. Nachdem der Erwerber dem Betrüger den Bruttorechnungsbetrag zumeist gutgläubig   ausbezahlt   hat, macht er dann die Vorsteuer aus dieser Rechnung   geltend.   



  Merkmal all dieser Betrügereien ist, dass es durch derartige Umsätze tatsächlich oder scheinbar zu auszahlbaren Vorsteuerguthaben kommt, welche von der Finanzverwaltung in Unkenntnis der Betrugsabsicht des Antragstellers ausbezahlt werden. 



  Die Aufgabenstellung erfordert es auch, dass es durch eine Lösung dieses Problemes zu keinem Systembruch im Bereich der Mehrwertsteuer kommen darf. Alle grundsätzlichen Bedingungen des   Allphasennettoumsatzsteuersystems   dürfen durch eine Problemlösung nicht berührt werden. 



  Die Aufgabe ist es also, ein Verfahren so auszubilden, dass die grundsätzliche Schwäche des bisherigen Systems, nämlich die Ausbezahlung entstandener Mehrwertsteuerguthaben in bar, verhindert wird und dass die Verpflichtungen zur Rechnungserstellung mit Ausweis der Mehrwertsteuer, sowie die Abgabe von Erklärungen und die Abfuhr der Mehrwertsteuer aus den getätigten Umsätzen nicht in Frage gestellt wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Die Erfindung besteht nun darin, dass eine aus zwei Schritten bestehende Lösung unter   Zuhilfenahme modemer   Kommunikationstechniken gefunden wird : Der Unternehmer (B) der an einen anderen Unternehmer (A) Waren oder Dienstleistungen verkauft, legt an diesen eine Rechnung. 



  Erster Schritt :   'Unternehmer   verfügen über steuerliche Kennungen (Steuemummer und
Umsatzsteueridentifikationsnummer UID-Nr.) Die Kennung des Erwerbers wird in der
Rechnung ausgewiesen. 



    *   Ein Duplikat der Rechung wird Online an den Computer der Finanzverwaltung   übermittelt   (Dies kann auch in   Sammelübermittlungen   erfolgen) 'Durch die Lieferung oder Leistung des Unternehmers B entsteht für Ihn eine
Umsatzsteuerschuld mit der das Abgabenkonto des B belastet wird und für den erwerbenden Unternehmer A ein Umsatzsteuerguthaben, welches A gutgeschrieben wird. 



  Zweiter Schritt : 'Nach jedem Buchungsvorgang aufgrund der übermittelten Informationen wird im zweiten
Schritt das Guthaben des A auf die damit korrespondierende Mehrwertsteuerschuld des B   gutgeschrieben.   



  'Damit ist das Verfahren abgeschlossen. 



  Der zivilrechtliche Preis wurde auf der Rechnung in Form des Bruttobetrages ausgewiesen. 



  Bezahlt wurde von A nur der Warennettowert. Durch die unbare Abwicklung der Mehrwertsteuer zwischen den Unternehmen und dem Finanzamt werden nicht nur die Steurschulden und Steuerguthaben beglichen, sondern gleichzeitig auch die zivilrechtlichen Forderungen zwischen den Unternehmen beglichen. 



  Ein auszahlbares Vorsteuerguthaben kann somit nicht mehr entstehen. Die Möglichkeit eines Vorsteuerbetruges ist dadurch zur Gänze ausgeschlossen. 



  An den übrigen Bedingungen des Mehrwertsteuersystemes kommt es zu keinen Änderungen : Es bleibt eine Allphasennettoumsatzsteuer bei der die Rechnungen mit Mehrwertsteuer ausgestellt werden und bei der periodische   Erklärungen   an das Finanzamt abzugeben sind, in der die erzielten Umsätze, der Eigenverbrauch und die Exporte vollständig anzuführen sind. Bei der Ermittlung der   Zahilast   werden die Umsätze im Bereich unternehmerischer Vorleistungen zwar berücksichtigt, finden aber keinen Niederschlag, weil sie schon im Verrechnungswege ausgeglichen wurden.

Claims (1)

  1. Anspruch Verfahren zur unbaren Abwicklung der Mehrwertsteuer zwischen Unternehmern und Finanzverwaltung (Verfahren zur Verhinderung von Vorsteuerbetrug) dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Unternehmen welches als Verkäufer auftritt und der Finanzverwaltung eine Computerverbindung besteht und dass gleichzeitig mit der Ausstellung der Rechnung an den Käufer, seitens des Verkäufers eine Ausfertigung der Rechnung, oder eine entsprechende Information, online an die Finanzverwaltung ergeht (dem gleichgestellt ist die gesammelte Übermittlung mehrerer derartiger Rechnungen)
    und dass die übermittelten Daten in einem ersten Schritt zu einer Mehrwertsteuergutschrift auf dem Abgabenkonto des Käufers und zu einer Belastung mit Mehrwertsteuer auf dem Abgabenkonto des Verkäufers führen und dass in einem zweiten Schritt, das aus diesem Geschäftsvorgang resultierende Mehrwertsteuergutrhaben, mit der ebenfalls aus diesem Geschäftsvorgang resultierenden Mehrwertsteuerschuld, durch Überrechnung wechselseitig ausgeglichen wird.
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