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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneefangvorrichtung für Blechdächer, die an den
Verbindungsstellen der Blechtafeln Stehfälze aufweisen, mit Fangstäben und für die Befestigung der Fangstäbe an den Stehfälzen vorgesehenen, mit Schrauben und Muttern ausgestatteten Klemmen, wobei jede Klemme aus zwei im wesentlichen rechteckigen Backen besteht, die zur Aufnahme von Schrauben Durchstecköffnungen aufweisen.
Solche Schneefangvorrichtungen sind bekannt beispielsweise aus der AT-PS Nr. 222329, aus der CH-PS Nr. 204783 oder aus der DE-OS 2523087. Solche Schneefangvorrichtungen haben sich durchaus bewährt. Ihr Nachteil liegt darin, dass zum Festspannen der Klemmen der Arbeiter beide Hände benötigt, mit der einen Hand muss er den Kopf des Gewindebolzens mittels eines
Schraubenschlüssels festhalten, mit der andern Hand muss er mit einem Schraubenschlüssel die
Mutter anziehen. Dies unter erschwerten Arbeitsbedingungen (Dachschräge).
Es wurde bereits eine Klemme in Verbindung mit einer Schneefangvorrichtung entwickelt (US-PS Nr. 1, 330, 309), bei welcher die zur Befestigung der Klemme dienende Schraube nur mit einer Hand angezogen werden muss. Die Klemme ist als Gussteil ausgebildet und besitzt einen
U-förmigen Querschnitt mit nach unten offener Seite. Ein Abschnitt einer Wange dieser U-förmigen
Klemme ist mit verstärkter Wand ausgebildet und in diesem verstärkten Wandabschnitt ist eine
Gewindebohrung eingeschnitten. Die der Gewindebohrung gegenüberliegende Innenseite der andern
Wand ist etwas vertieft. In die Gewindebohrung im verstärkten Wandabschnitt der Klemme wird ein Schraubenbolzen mit einem Sechskantkopf eingedreht. Zum Festziehen und Anziehen der Schraube muss nur eine Hand verwendet werden.
Die Schraube wird so fest angezogen, dass sie mit ihrem inneren Ende auf den Stehfalz des Blechdaches einwirkt und diesen in die erwähnte Vertiefung drückt und damit verformt, so dass der feste Halt dieser Klemme auf den Stehfalz gesichert ist. Der Nachteil dieser Konstruktion liegt jedoch in der ausserordentlich aufwendigen Herstellung der Klemme, die einen verstärkten Wandabschnitt besitzen muss, um ein ausreichend langes Gewinde zu erhalten, es muss hier eine Bohrung mit einem Gewinde gefertigt werden und die erwähnte
Vertiefung an der Innenseite der Gegenflanke erfordert ebenfalls einen aufwendigen Herstellungs- vorgang.
Bekannt sind ferner sogenannte Torbandschrauben. Torbandschrauben besitzen keinen Sechs- kantkopf, sondern einen Kopf in Form einer flachen Kappe oder flachen Kuppel, an welcher kein Haltewerkzeug zum Festspannen angesetzt werden kann. Diese Schrauben wurden, wie schon ihr Name sagt, für die Torbänder bei Toren entwickelt und dort verwendet. Dadurch, dass die flachen bombiert ausgebildeten Köpfe mittels eines Werkzeuges nicht festgehalten werden konnten, wurde auf einfache Weise eine Einbruchsicherheit geschaffen, da die Schrauben von aussen nicht lösbar waren.
Die Erfindung geht nun von einer Schneefangvorrichtung aus, wie sie im einleitenden Teil der Beschreibung definiert ist und sie zielt darauf ab, die Montage einer solchen Schneefangvorrichtung zu erleichtern, ohne den Aufwand für die Herstellung der Schneefangvorrichtung selbst zu vergrössern. Die Erleichterung der Montage wird darin gesehen, dass zum Festziehen der Befestigungsschraube nur eine Hand verwendet werden soll, dies unter Berücksichtigung der erschwerten Arbeitsbedingungen, unter welchen solche Schneefangvorrichtungen montiert werden müssen.
Erfindungsgemäss gelingt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass die Schrauben nach Art von Torbandschrauben mit einer unterhalb des Schraubenkopfes angeformten und an diesen unmittelbar anschliessenden Verdrehsicherung, beispielsweise in Form eines Vierkantes oder eines Ovals ausgebildet sind und die Durchstecköffnungen mindestens der einen Backe jeder Klemme korrespondierend zur Umfangskontur der Verdrehsicherung der Schraube ausgebildet sind.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles.
Es zeigen Fig. 1 eine Schneefangvorrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 im Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l ; Fig. 3 eine Schraube und Fig. 4 Durchstecköffnungen in einer Backe in Draufsicht.
Die aus Zinkblechtafeln oder verzinktem Eisenblech bestehende Dachhaut --1-- ist in üblicher Weise auf die Dachschalung --3-- aufgelegt und je zwei benachbarte Blechtafeln sind durch einen in den Fig. 1 und 2 vereinfacht dargestellten Stehfalz --2-- miteinander verbunden.
An jedem Stehfalz sitzt eine Klemme, die aus zwei rechteckigen Backen--4 und 5-- besteht.
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Diese Backen --4 und 5-- sind mit Durchstecköffnungen ausgestattet für die Aufnahme der Schrauben --8--. Im konkreten Fall sind zwei solche Schrauben --8-- vorgesehen. Durch die aufgeschraubten Muttern --9-- werden die beiden Backen fest gegeneinander gezogen und am Steh-
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--2-- festgeklemmt.Rand --6--, der unter die Falzumbiegung greift und dadurch verhindert, dass die Klemmbacken --4 und 5-- vom Stehfalz abgezogen werden.
Zwischen den Durchstecköffnungen für die Aufnahme der Schrauben --8-- sind an den Backen--4 und 5-- noch Löcher --10-- zum Durchstecken eines Fangstabes--11--vorgesehen. Diese letztgenannten Ausnehmungen oder Löcher --10-- liegen etwas höher als die knapp über dem Stehfalz --2-- vorgesehenen Durchstecköffnungen für die Schrauben --8--. Die durch die Lage der Löcher --10-- bestimmte Höhe des Fangsta- bes --11-- reicht aus, um beim Abschmelzen abrutschende Schneemassen abzufangen. Die Durchsteck- öffnungen oder Löcher --10-- für den Schneefangstab haben einen Durchmesser von zirka 10 bis 20 mm, so dass je nach der Dachgrösse schwächere oder stärkere Rundeisen durchgezogen und eingeschoben werden können.
Als Schrauben --8-- sind hier Torbandschrauben vorgesehen, welche unter ihrem Kopf --12-- einen Vierkant --13-- angeformt haben, der unmittelbar an diesen Kopf anschliesst (Fig. 3).
In dem einen Backen--4-- (Fig. 4) sind die Durchstecköffnungen --7-- für die Aufnahme der Schrau- ben --8-- korrespondierend zur Kontur des Vierkantes --13-- der Schraube ausgebildet. Dadurch ist die in die Durchstecköffnung --7-- eingeführte Schraube --8-- gegen Verdrehung gesichert, die Mutter --9-- kann daher mit einer Hand fest angezogen werden.
An Stelle eines Vierkantes --13-- kann unterhalb des Kopfes --12-- der Schraube --8-- beispielsweise ein ovaler Abschnitt angeordnet sein, also ein Element, das keine Rotationssymme- trie bezüglich der Achse der Schraube aufweist. Die axiale Länge dieses Abschnittes --13-- entspricht der Wandstärke des Backens --4-- bzw. kann etwas kleiner als dieselbe sein.
Torbandschrauben sind seit langem bekannt, ebenso lange bekannt sind Schneefangvorrichtun- gen der eingangs erwähnten Art. Trotz der erschwerten Arbeitsbedingungen, unter welchen Schneefangvorrichtungen dieser Art montiert werden müssen, wurden bislang ausschliesslich einfache Sechskantschrauben mit Muttern verwendet, wobei zum Festspannen dieser Elemente unbedingt beide Hände benötigt werden, ein Nachteil, der Dank des erfindungsgemässen Vorschlages überwunden ist.
Vorstehend wurde vermerkt, dass im Backen --4-- Durchstecköffnungen --7-- angeordnet sind, deren Umfangskontur der Kontur der Verdrehsicherung --13-- der Schraube --8-- entspricht.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, in beiden Backen-4 und 5-Durchstecköffnungen dieser Art auszuformen, was die Montage insofern erleichtert, als dass die Schraube sowohl von rechts wie auch von links her eingeschwenkt und eingefügt werden kann.