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Die Erfindung betrifft ein Gebläse, insbesondere drehzahlgeregeltes Radialgebläse für Saugzuganlagen, bei dem das Gebläserad über eine Flanschverbindung mit der Gebläsewelle verbunden ist.
Es sind Gebläse, bei dem das Gebläserad mit einer Flanschverbindung an der Antriebswelle befestigt ist, bekannt. Bei diesen Konstruktionen ist das Gebläserad auf der Welle zentriert und durch Schrauben mit der Welle verbunden. Bei dieser Konstruktion hat es sich aber als nachteilig herausgestellt, dass sich infolge der Fliehkraft bei grösseren Drehzahlen das Gebläserad von der Zentrierung löst und dann unwuchtig läuft, wodurch es zu Maschinenschwingungen und auch Maschinenausfällen gekommen ist. Dieser Nachteil wurde durch eine Aussenzentrierung behoben, die jedoch nur bei voller Drehzahl zur Wirkung kommt. Bei drehzahlgeregelten Maschinen, bei welchen aus regeltechnischen Gründen die volle Drehzahl nicht erreicht wird, kommt es ebenfalls zum unwuchtigen Lauf, wodurch die Schäden nach wie vor nicht abgestellt werden können.
Aus der US-PS Nr. 2, 164, 020 ist eine Zentrierung mittels radial angeordneter Bolzen bekanntgeworden, bei der es neben der genauen radialen Bolzenanordnung auch zu Montageschwierigkeiten kommt. Da die Bolzen auch die Unwuchtigkeit beeinflussen (mehr oder weniger tief eingeschraubt), muss das fertig montierte Rad gewuchtet werden. Ein weiterer Nachteil ist in der Anordnung der Bolzen in Fliehkraftrichtung zu sehen.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Nachteilen zu begegnen und das Gebläserad an der Welle bei allen vorkommenden Drehzahlen zu zentrieren und festzulegen.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Flansch der Flanschverbindung an der normal zur Gebläseachse angeordneten Verbindungsfläche in radialer Richtung verlaufende Nuten oder Ausnehmungen und der andere Flansch in die Nuten oder Ausnehmungen eingreifende Gleitstücke aufweist, und dass zur axialen Verspannung des Gebläserades mit dem Flansch der Gebläsewelle Spannelemente, wie z. B. Schrauben, vorgesehen sind. Insbesondere sind die Nuten oder Ausnehmungen im Flansch der Gebläsewelle und die Gleitstücke am Flansch des Gebläserades angeordnet, und vorzugsweise sind mindestens drei Nuten oder Ausnehmungen und Gleitstücke in regelmässiger Verteilung vorgesehen.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen im Auf- und Kreuzriss die bekannte Flanschverbindung zwischen Gebläsewelle und Gebläserad. Die Fig. 3 bis 6 zeigen schematisch die erfindungsgemässe Ausführung der Flanschverbindung, wobei die Fig. 3 und 4 den Auf- und Kreuzriss der Verbindung und die Fig. 5 und 6 Details aus Fig. 3 in zwei Ausführungsvariationen darstellen.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Flanschverbindung zwischen Gebläserad --5-- und Gebläsewelle --3-- dargestellt. Die beiden Bauteile weisen je einen Flansch --1 und 2-- auf. Beide Flansche sind durch eine Schraubenverbindung--4--verbunden. In Fig. 1 sind zwei Zentrierungsarten dargestellt. Die Innenzentrierung --6-- des Gebläserades --5-- auf der Gebläsewelle --3-- weist den Nachteil auf, dass sich ab einer gewissen Drehzahl durch die Fliehkraft des Gebläserades --5-- die Zentrierfläche erweitert und dadurch das ganze Gebläserad unwuchtig läuft.
Diese Erscheinung kann sich bei grösserer Drehzahl nur verschlechtern. Um diesem Mangel zu begegnen, wurde eine Aussenzentrierung --7-- entwickelt, die das nach aussen Wandern des Gebläserades begrenzt. Diese Massnahme ist aber für drehzahlgeregelte Ventilatoren, wie sie beispielsweise für Saugzuganlagen in Kraftwerken Verwendung finden, nicht geeignet. In den Fig. 3 bis 6 wird Behebung dieses Nachteiles aufgezeigt. An Stelle der Umfangszentrierung tritt eine Radialzentrierung auf, wobei in einem der Flansche--1 oder 2-- eine Nut --10-- oder eine Ausnehmung vorgesehen ist, die in radialer Richtung angeordnet ist und in welcher ein Gleitstück --11-- mit geringem Spiel geführt ist, welches am andern Flansch--2 oder 1-- befestigt ist.
Diese Nut/ Gleitstückkonstruktion ist über den Umfang eines der Flansche --1 oder 2-- in mindestens 3facher Ausführung vorgesehen, so dass bei steigender Drehzahl sowohl ein nach aussen Wandern des Gebläserades möglich ist, aber durch die radiale Anordnung der Nuten --10-- oder Ausnehmungen die Drehachse des Gebläserades immer in der Drehachse der Getriebewelle bleibt. In den Fig. 5 und 6 sind Befestigungsbeispiele für die Anordnung des Gleitstückes am Flansch--1 oder 2-dargestellt, um den hohen Flächenpressungen zwischen dem Gleitstück --11-- und der Nut --10-- oder Ausnehmung zu begegnen.
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Fig. 5 zeigt die Einschweissung des Gleitstückes --11-- in einer Bohrung und dass das Gleit- stück --11-- eine Abflachung --12-- aufweist.
In Fig. 6 ist hingegen das Gleitstück --11-- am Flansch --1 oder 2-- an seiner Aussenseite angeschweisst, wobei zur Verbesserung der Schweissbedingungen ein zentraler Hohlraum--13-vorgesehen ist. Die Abflachung --12-- ist hier nicht sichtbar.
Im dargestellten Beispiel sind die Gleitstücke --11-- am Gebläserad --5-- befestigt. Es ist aber im Rahmen der Erfindung durchaus möglich, die Gleitstücke an der Gebläsewelle anzuordnen und dafür die Nuten in das Gebläserad zu verlegen. Es ist ferner möglich, die Anzahl der Gleitstücke beliebig zu erhöhen, wobei auf die Mindestzahl 3 geachtet werden muss.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gebläse, insbesondere drehzahlgeregeltes Radialgebläse für Saugzuganlagen, bei dem das Gebläserad über eine Flanschverbindung mit einer Gebläsewelle verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flansch der Flanschverbindung (1, 2) an der normal zur Gebläseachse angeordneten Verbindungsfläche in radialer Richtung verlaufende Nuten oder Ausnehmungen (10) und der andere Flansch in die Nuten oder Ausnehmungen (10) eingreifende Gleitstücke (11) aufweist, und dass zur axialen Verspannung des Gebläserades (5) mit dem Flansch der Gebläsewel-
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