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Die Erfindung betrifft einen akustischen Signalgeber, insbesondere mit einem Bariumtitanat- schwinger als Schallquelle, mit einseitiger Schallabstrahlung über einen durch ein Schallrichtgitter abgeschlossenen, zylinderförmigen Schallaustrittstubus und mit Umlenkeinrichtung zur Transfor- mierung eines keulenförmigen, in Richtung Schwingachse liegenden Schallfeldes in ein diskus- förmiges bzw. diskussektorförmiges Schallfeld.
Die akustischen Signalgeber sind wegen geringer Grösse und geringem Gewicht und sehr inten- siver, lauter Signalabgabe ein vielbenutztes Bauelement. Sie werden unter anderem im Verkehrsbe- reich (Flugzeuge, Schiffe, Autos, Unterseeboote, Autobusse, U-Bahnzüge, Blinkeranzeige bei schweren
Motorrädern, Traktoren, Verkehrssignale, Flughäfen) zwecks Übertönung des dort üblichen hohen
Lärmpegel, im Krankenhausbereich (Intensivstationen, Schwesternwohnheim, medizinische Instru- mente, Röntgeneinrichtungen), im Bankbereich (Geldzählautomat), im Fremdenverkehrsbereich (Hotel-
Rufsystem, Küchenausrüstung, Geschirrwaschautomaten, Tiefkühleinrichtungen) und im Militärbe- reich (Feldfernsprecher) als intensiver Ruf- bzw. Warnsignalgeber, in Kleincomputern, in Radar- anlagen und in Feuermeldeanlagen eingesetzt.
Die im Handel befindlichen Signalgeber besitzen alle ein mit der Schwingerachse zusammen- fallendes keulenförmiges Schallfeld. Dieses ist relativ eng gebündelt ; dadurch entsteht für den
Beobachter ein richtungsabhängiger Schalleindruck.
In vielen Anwendungsfällen wäre ein Rundumschallfeld erforderlich. Dies ist jedoch nur mit mehreren Signalgebern annähernd zu erreichen.
In der DE-OS 2433916 wird eine akustische Linse für Membranlautsprecher zur Umlenkung des gerichteten Schalldruckes in eine zur Lautsprecherachse waagrecht liegende 360 -Ebene (Kreis- fläche) beschrieben, wobei die akustische Linse in Form einer Halbkugel, eines kegelförmigen Kör- pers oder eines Körpers von ähnlichen geometrischen Formen vor oder über die Membrane eines
Membranlautsprechers in einem akustisch optimalen Abstand angeordnet wird. Über die Lagerung und Befestigung der Linse ist hier nichts ausgesagt. Zudem ist die Einrichtung speziell auf Mem- branlautsprecher zugeschnitten.
In der GB-PS Nr. 1, 402, 290 ist eine piezoelektrische akustische Einrichtung beschrieben, bei der als eine Plattenkombination ein piezoelektrisches Element auf einer Vibrationsplatte haftet und Elektroden zum Anschluss eines elektrischen Kreises, durch den die Anregung erfolgt, vorgesehen sind, wobei die Plattenkombination in ein mit Öffnungen versehenes Gehäuse eingeschlossen ist und wobei beide Oberflächen der Plattenkombination der Umgebungsatmosphäre ausgesetzt sind. Eine Schallreflexionsplatte ist im Abstand zu einer Öffnung des Gehäuses vorgesehen, die der Schallreflexion des von einer Oberfläche der besagten Plattenkombination erzeugten Schalles dient. Bei einer besonderen Ausführungsform ist eine hornförmige Reflexionsplatte auf einer Seite des Gehäuses so angebracht, dass die Hornöffnung über die Gehäuseseitenflächen reicht.
Die Intention dieser Einrichtung besteht darin, beide Plattenflächen einer Plattenkombination zur Schallerzeugung heranzuziehen, wobei die Hauptabstrahlung in der Richtung senkrecht zu einer Plattenfläche der Plattenkombination liegt und die zweite Plattenfläche zur zusätzlich gerichteten Schallabstrahlung durch Schallumlenkung dient. Insbesondere trifft der Schall auf einen Reflexionstopf mit Löchern in der Seitenwand, wodurch eine Schallverstärkung in der Hauptstrahlrichtung bewirkt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektronischen Signalgeber so auszubilden, dass er mit geringem Aufwand auch für eine Rundum-Schallabgabe geeignet ist, wobei zudem die Möglichkeit einer staub-und wasserdichten Abdeckung vorzusehen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein den Schallaustrittstubus übergreifender, topfförmiger Schalleitkörper in Richtung der Tubusachse verschiebbar und um diese Achse drehbar ist und dass dieser Schalleitkörper im eingefahrenen Zustand durch eine an der Oberseite des Schallaustrittstubus vorgesehene Dichtung als staub-und wasserdichter Abschluss des Signalgebers dient und dass dieser Schalleitkörper im ausgefahrenen Zustand als Umlenkeinrichtung des Schalles dient, wobei mindestens in einem Teil der Zylindermantelfläche des Schalleitkörpers an sich bekannte Schallaustrittsöffnungen vorgesehen sind. Vorteilhaft ist, dass mit einem geringen Adaptierungsaufwand ein rotationssymmetrisches Schallfeld und zudem durch Steigerung des Schalldruckes eine grössere Schallintensität erreichbar ist.
Von Vorteil ist auch die Einsatz-
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möglichkeit bei rauhen Betriebsbedingungen (Staub, Feuchtigkeit). Vorteilhaft ist noch, dass durch
Einfahren des Schalleitkörpers eine Leisestellung möglich ist und durch Abnehmen des Schalleit- körpers die axial gerichtete Schallabstrahlung fakultativ verwendbar ist. In vorteilhafter Weise ist auch der Schalleitkörper mit dem Tubus durch eine Nut-Feder-Befestigung unverlierbar zu machen, wobei zudem durch diese Befestigung bzw. durch eine Schraubenführung am Tubus der
Anpressdruck bei der staub-und wasserdichten Abdichtung erreichbar ist. Durch schlitzförmige
Schallaustrittsöffnungen parallel zu den zylindererzeugenden des Schalleitkörpers wird in vorteil- hafter Weise bei Einschieben des Schalleitkörpers eine Schallintensitätsverminderung erreicht.
Vorteilhafte erfindungsgemässe Merkmale sind auch, dass zur Richtwirkung die Schallaustritts- öffnungen in der Zylindermantelfläche nur in einem Sektor des Zylindermantels liegen, wodurch eine zusätzliche Intensitätssteigerung erreicht wird, und dass der Schalleitkörper mit einer Anzeige- vorrichtung für die eingestellte Abstrahlrichtung versehen ist, wobei z. B. in vorteilhafter Weise der Schalleitkörper an seiner kreisförmigen Deckfläche mit einem kammartigen Betätigungselement als gleichzeitiger Richtungsanzeiger versehen ist.
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist zur Verschiebung des topfförmigen
Schalleitkörpers gegenüber dem Schallaustrittstubus eine Schraubenführung vorgesehen. Vorteil- haft ist hier die Möglichkeit einer empfindlichen und gut reproduzierbaren Feineinstellung im Hin- blick auf eine maximale Schallintensität bei Resonanzen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgen- den näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 einen herkömmlichen elektronischen Signalgeber mit keulen- förmigem Schallfeld, Fig. 2 einen erfindungsgemäss adaptierten Signalgeber mit rotationssymmetrischem
Schallfeld (ohne Richtwirkung).
In Fig. 1 ist der elektronische Signalgeber bestehend aus dem Bariumtitanatschwinger - -2--, der zugehörigen Elektronikeinrichtung --3-- und dem zylinderförmigen Schallaustrittstubus - dargestellt. Zur Achsenrichtung des Signalgebers --1-- liegt rotationssymmetrisch das keu- lenförmige Schallfeld --5--, wobei hier noch die Frequenzabhängigkeit zu berücksichtigen ist.
Handelsübliche elektronische Signalgeber weisen einen maximalen Schalldruck von 74 bis 78 dB (Keule) auf.
Demgegenüber ist in Fig. 2 eine erfindungsgemässe Lösung dargestellt, wobei die Positionen
1.... 5 mit Fig. 1 entsprechend korrespondieren. Auf den zylinderförmigen Schallaustrittstubus --4-- ist ein topfförmiger Schalleitkörper --6-- aufgesetzt, der in der Zylindermantelfläche mit Öffnun- gen --7--, die hier als umlaufender, als Abstrahlöffnung dienender Spalt ausgeführt sind, versehen ist. Andere Öffnungskonfigurationen wie Rundlöcher, Längsspalte entsprechend den Zylinderer- zeugenden, führen zu andern Schallfeldkonfigurationen. Entsprechend der spaltförmigen Öffnung - entsteht ein diskusförmiges Schallfeld, wobei ein maximaler Schalldruck von 80 bis 90 dB erreicht wird. Der Schalleitkörper ist aus Kunststoff (PVC) ausgeführt.
Die innenseitige Reflexions- fläche --8-- des Schalleitkörpers kann auch aus einem andern Material bestehen. Der Schalleitkörper kann auch mit dem Schallaustrittstubus --4-- eine Einheit bilden, wobei der Tubus mit entsprechenden Öffnungen versehen ist, die durch einen Abdeckring mit entsprechenden Öffnungen ganz oder teilweise verschliessbar sind. Zur besseren Einstellbarkeit ist der Schalleitkörper an seinem oberen Rand mit einer Rändelung versehen.
Zur Erreichung eines Richtstrahles ist nur ein Sektor des Schalleitkörpers mit Öffnungen versehen. Nähere Details wie eine Schrauben- oder Bajonettführung, eine Verriegelung, sind in den Zeichnungen nicht dargestellt.
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