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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entnahme einer Leerpalette aus einem vertikal beweglich geführten Palettenstapel, bei welchem während einer Abwärtsbewegung des Palettenstapels die zweitunterste Palette in einer die Höhe einer einzelnen Palette übersteigenden Höhe über einer Transport- ebene festgehalten wird und die unterste freigegebene Palette abtransportiert wird, sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei dem bekannten Verfahren dieser Art (DE-OS 2314007) wird für eine Palettenentnahme der Stapel durch sein Eigengewicht absinken gelassen, wodurch ein Laufwerk betrieben wird, das mit einem die
Absenkgeschwindigkeit des Stapels begrenzenden Hemmwerk verbunden ist und Sperrglieder aufweist, die nacheinander in die einzelnen aufeinanderfolgenden Paletten des Stapels vorübergehend eingreifen und beim Zurückweichen die im Stapel jeweils zuunterst liegende Palette auf einen unterhalb des Stapels befindlichen Horizontalförderer fallenlassen. Nachteilig an diesem bekannten Verfahren ist vor allem, dass die Entnahme aus dem Plattenstapel nicht restlos erfolgen kann und eine Blockiervorrichtung vorgesehen werden muss, um die Entnahme zu überwachen und bei einem verbleibenden Vorrat von zwei Paletten den
Entnahmevorgang zu stoppen, bis der Stapel wieder aufgestockt ist.
Weiters ist die zur Durchführung des
Verfahrens dienende Vorrichtung äusserst aufwendig und damit nicht wirtschaftlich und schliesslich ist auch der Umstand, dass die Paletten einfach fallengelassen werden, als nachteilig anzusehen.
Diese Nachteile des Standes der Technik werden ausgehend von einem Verfahren der eingangs angegebenen Art erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass für jede Palettenentnahme der Stapel einer kontinuierlichen Heb- und Senkbewegung unterworfen wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt einerseits eine restlose Palettenentnahme, sowie ein sanftes
Ablegen der einzelnen Paletten auf der Transportebene und erfordert anderseits nur eine einfache und wenig aufwendige Vorrichtung zu dessen Durchführung.
Eine solche Vorrichtung besitzt ein Gestell zur vertikalen Führung des Palettenstapels sowie eine
Einrichtung zum Festhalten der zweituntersten Palette des Stapels im Zuge einer Abwärtsbewegung des
Stapels in einer die Höhe einer einzelnen Palette übersteigenden Höhe über einem Horizontalförderer, insbesondere Rollenförderer, und ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass eine Hubvorrichtung zur kontinuierlichen Heb- und Senkbewegung des Palettenstapels, insbesondere in Form eines Hubtisches, vorgesehen ist und die Haltevorrichtung aus zwei auf gegenüberliegenden Seiten des Palettenstapels symmetrisch angeordneten Pendelgehängen besteht, deren jedes mehrere, vorzugsweise zwei in der Festhaltestellung in die festzuhaltende Palette eingreifende Aufnehmer besitzt.
Hiebei ist es vorteilhaft, wenn jedes Pendelgehänge mit seinen Aufnehmern mit einer kreisbogenförmigen Bewegung von unten in die Palette einschwenkbar bzw. nach unten aus dieser ausschwenkbar ist, da dadurch eine reibungslose Übernahme bzw. Übergabe des Palettenstapels durch die Pendelgehänge ohne die Gefahr einer Beschädigung der Palette möglich ist.
Um die Vorrichtung an verschiedene Palettengrössen anpassen zu können, kann nach weiteren Merkmalen der Erfindung die Anordnung zweckmässig so getroffen sein, dass der Abstand zwischen den beiden Pendelgehängen und/oder der Abstand zwischen den Aufnehmern eines Pendelgehänges einstellbar ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch zur Rückführung von Leerpaletten in den Stapel herangezogen werden. In einem solchen Fall wird durch Festhalten der untersten Palette der gesamte Stapel an einem Absenken gehindert, so dass die zu stapelnde Palette unter den Stapel eingeführt werden kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 und 2 im Vertikalschnitt eine erfindungsgemässe Vorrichtung in zwei verschiedenen Betriebsphasen, und die Fig. 3 und 4 Schnitte durch jeweils eine Hälfte der Vorrichtung entlang den Linien III-III bzw. IV-IV der Fig. 1 und 2.
Die dargestellte Vorrichtung umfasst ein aus Walzträgern aufgebautes Traggestell --1--, das auf Querholmen --2-- einen Rollenförderer --3-- trägt. Unterhalb des Rollenförderers --3-- ist eine Hubvorrichtung --4-- in Form eines Hubtisches angeordnet, deren Tragbalken --5-- in der abgesenkten Stellung der Hubvorrichtung etwas unterhalb der Transportebene des Rollenförderers --3-- liegen (Fig. 2 und 4).
Oberhalb des Rollenförderers --3-- ist auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Traggestells-ljeweils in einem Kasten --6-- ein Pendelgehänge --7-- vorgesehen, das im wesentlichen aus einem mittels
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an seinen Stirnseiten angeordneten Laschen --8-- um eine horizontale Achse --9-- schwenkbar montierten Balken --10-- besteht, der an seiner Unterseite mit zwei im gegenseitigen Abstand --1-- (Fig. 2) vorgesehenen Aufnehmern --11-- versehen ist.
Die beiden Pendelgehänge --7-- tragen einen Palettenstapel --12--, indem ihre Aufnehmer --11-- in der nach innen geschwenkten Lage der Pendelgehänge in die unterste Palette des Stapels eingreifen (Fig. 2 und 4). Zum Entstapeln des Palettenstapels --12-- wird die Hubvorrichtung --4-- kontinuierlich auf eine Höhe H (Fig. 1 und 3) über der Transportebene des Rollenförderers --3-- angehoben, wobei vor dem Erreichen dieser Höhe die Hubvorrichtung durch Angreifen an dem Palettenstapel --12-- die Pendelgehänge --7-- entlastet, und letztere ausgeschwenkt werden. Nach Erreichen der Höhe H wird auf kontinuierliches Absenken umgeschaltet.
Während dieser Abwärtsbewegung des Palettenstapels --12-werden die beiden Pendelgehänge --7-- zeitgemäss so nach innen geschwenkt, dass sie mit ihren Aufnehmern --11-- in die zweitunterste Palette --12a-- des Stapels eingreifen und diese sowie die darüberliegenden Paletten an der weiteren Abwärtsbewegung hindern und auf einer Höhe h, die grösser ist als die Höhe einer einzelnen Palette, über der Transportebene des Rollenförderers --3-- festhalten. Die unterste Palette --12b-- senkt sich hingegen mit der Hubvorrichtung --4-- bis zum Aufliegen auf dem Rollenförderer --3-- ab und kann ausgefahren werden (Fig. 2 und 4). Sobald die Palette --12b-ausgefahren ist, fährt die Hubvorrichtung --4-- wieder hoch und der Vorgang wiederholt sich.
Im umgekehrten Sinn können Leerpaletten gestapelt werden. Hiezu wird zunächst wie beim Entstapeln die Hubvorrichtung --4-- mit dem Palettenstapel --12-- auf die Höhe H angehoben und auf Absenken umgeschaltet. Zum Unterschied zum Entstapeln werden nun die Pendelgehänge --7-- nicht in die zweit-
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erreicht, wird mittels des Rollenförderers --3-- eine zu stapelnde Leerpalette unter den Stapel eingeführt und der Vorgang kann sich wiederholen.
Um beim Stapeln die Leerpalette unter dem Stapel --12-- in der richtigen Stellung anzuhalten, wird man zweckmässig einen wegnehmbaren Anschlag-13- (Fig. l) vorsehen. Im Hinblick auf eine Anpassung der Vorrichtung an verschiedene Palettengrössen ist es vorteilhaft, wenn die Höhen H und h, der Abstand - zwischen den Aufnehmern --11-- der Pendelgehänge --7-- und der gegenseitige Abstand zwischen den beiden Pendelgehängen einstellbar ist, wobei letzteres zweckmässig dadurch erreicht werden kann, dass zumindest einer der Kasten --6-- in bezug auf den andern verstellbar am Traggestell --1-- montiert ist.
Um eine reibungslose Übernahme und Übergabe des Palettenstapels --12-- durch die Pendelgehänge - ohne Gefahr einer Beschädigung der Paletten zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die Pendelgehänge mit ihren Aufnehmern --11-- mit einer kreisbogenförmigen Bewegung von unten in die
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betätigten Kniehebel erfolgen, der einerseits im Kasten --6-- und anderseits am Balken --10-- des Pendelgehänges --7-- angelenkt ist, wobei die Anordnung in vorteilhafter Weise so getroffen ist, dass sich der Kniehebel bei in die Palette eingeschwenktem Pendelgehänge --7-- in seiner gestreckten Lage befindet, so dass ein Ausschwenken des Pendelgehänges durch das Gewicht des Palettenstapels --12-unmöglich ist.
Die zeitgemässe Betätigung der Pneumatikzylinder für die Pendelgehänge --7-- sowie die Ein- und Ausschaltung der Hubvorrichtung --4-- und des Rollenförderers --3-- kann über einen Programmzeitschalter oder über von der Hubvorrichtung und der ab-bzw. zugeführten Palette betätigte Initiatoren erfolgen.
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