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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Temperieren von Insassenkabinen, insbesondere für Fahrzeuge.
Je nach dem Klima des geographischen Gebietes, in welchem Fahrzeuge regelmässig im Verkehr stehen, ist eine Kühlung oder Heizung von Insassenkabinen, der Jahreszeit angemessen, erwünscht.
Bisher wurden zum Heizen und zum Kühlen derartiger Kabinen in der Regel voneinander getrennte
Anlagen vorgesehen, soferne auf beide Temperiermöglichkeiten überhaupt Rücksicht genommen worden ist.
Die für beide Anlagen erforderlichen Bauteile sind getrennt nur für das Heizen oder für das Kühlen vorgesehen, obgleich viele dieser Bauteile gleichartig oder identisch sind. Diese übliche Anordnung ist aufwendig an Raum- und Kostenbedarf, weshalb sie auf Insassenkabinen beschränkt geblieben ist, welche mit besonderem Komfort ausgestattet sind.
Die Mehrzahl der im Verkehr befindlichen Fahrzeuge ist daher nur mit einer Temperieranlage ausgestattet, die in den Gebieten nördlicher Breitengrade eine Heizeinrichtung ist. In äquatorialen Zonen könnte an Stelle einer Heizeinrichtung eine Kühlanlage vorgesehen sein.
Die in allen geographischen Breiten oft grossen täglichen bzw. jahreszeitlichen Schwankungen der
Aussentemperatur und der Sonneneinstrahlung lassen es jedoch wünschenswert erscheinen, die
Insassenkabine eines Fahrzeuges wahlweise heizen oder kühlen zu können.
Dieses Ziel bei geringstem Raumbedarf mit kleinstem Aufwand in sparsamster Weise zu erreichen, ist die Aufgabe der Erfindung.
Dabei ist die Erfindung nicht auf Fahrzeuge beschränkt. Sie umfasst vielmehr alle Insassenkabinen, welche einer variablen Zufuhr von Wärme oder Kälte durch Konvektion oder Strahlung von aussen ausgesetzt sind. So kann die Erfindung an beweglichen Objekten wie Fahrerhäusern, Omnibussen,
Personenkraftwagen und Eisenbahnwagenabteilen, und an stehenden Objekten wie Kabinen von Mautstellen, von Sportplätzen, Badeanlagen od. dgl. mit den gleichen Vorteilen angewendet werden, um nur einige
Beispiele zu nennen.
Die Erfindung löst ihre Aufgabe dadurch, dass der für die Heizung der Insassenkabine erforderliche
Temperaturtauscher für die Kühlung der Insassenkabine als Verdampfer dient.
In Anwendung auf die Temperierung der Insassenkabine eines Motorfahrzeuges ist die direkte oder indirekte Verwendung des Motorventilators als Vorrichtung zur Erzeugung der Heiz-und/oder Kühlluft- strömungen vorgesehen.
Die Grösse des jeweils verwendeten Temperaturtauschers richtet sich nach dem jeweiligen Wärme- bzw.
Kühlleistungsbedarf in Abhängigkeit von den gegebenen klimatischen Bedingungen. Erfahrungsgemäss reicht in gemässigten Klimazonen ein für die Heizung einer Insassenkabine dimensionierter Wärmetauscher grössenmässig auch für erforderliche Kühlleistung aus, weil für das Heizen eine grössere Wärmemenge der Insassenkabine zugeführt, als beim Kühlen aus ihr abgeführt werden muss.
Bei Verwendung eines üblichen Wärmetauschers im Kühlbetrieb ist dieser einem stark wechselnden Innendruck ausgesetzt. Während des eigentlichen Kühlbetriebes ist der Innendruck niedrig ; er liegt in der Grössenordnung von 1 bar Überdruck ; nach Abschalten des Kompressors der Kühlanlage steigt er jedoch kurzzeitig stark an und bleibt dann bei einem mittleren Wert von etwa 6 bar Überdruck stehen ; dies deshalb, weil das kondensierte Kältemittel im geschlossenen Kühlsystem nach und nach verdampft und der erhöhte Druck durch Undichtheiten im Kompressor auch den Verdampfer der Kühlanlage erreicht.
Einem so hohen Innendruck sind die üblichen, bisher ausschliesslich für die Heizung einer Insassenkabine verwendeten Wärmetauscher aus miteinander durch Weichlötung verbundenen Lamellen nicht gewachsen.
Deshalb ist eine Anwendung der Erfindung nach einem weiteren Kennzeichen besonders vorteilhaft, wonach der vorzugsweise unter der Motorhaube angeordnete sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen vorgesehene überdruckfest, vorzugsweise aus einem Material hoher Wärmeleitzahl, insbesondere Aluminium ausgebildete Temperaturtauscher für den Heizbetrieb mit einem gasförmigen oder mit einem flüssigen Wärmeträger wie Schmieröl, Dieselöl od. dgl. und für Kühlbetrieb mit dem Kühlmittelstrom einer Kälteanlage gespeist wird.
Ein solcher Temperaturtauscher kann durch geeignete Verbindung seiner Bestandteile überdruckfest, beispielsweise für einen Druck bis etwa 12 bar Überdruck, ausgebildet sein.
Zur besonderen Anpassung an die jeweilige Aussentemperatur und Erzielung eines verbesserten Klimatisierungseffektes ist nach einer Variante der Erfindung vorgesehen, dass der Temperaturtauscher zwecks Verringerung der relativen Luftfeuchtigkeit bei Kühlbetrieb durch einen mit eigener Warmwasser-
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