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Die Erfindung bezieht sich auf einen Heisswasserbereiter, mit einem ihn umgebenden im wesentlichen geschlossenen Gehäuse und mit einer abnehmbaren Aussenhülle.
Heisswasserbereiter, die in einer Fabrikationsstätte in Grossserie gefertigt werden, werden zum Teil unter verschiedenen Marken vertrieben und zur Produktdifferenzierung z. B. mit unterschiedlichen
Gehäusen bzw. Verkleidungen versehen. Dabei ist es jedoch nicht erwünscht, die Produktionsdifferenzie- rung bereits in der Serienfertigung vorzunehmen, um nicht den Rationalisierungseffekt zum Teil wieder aufzuheben.
Bei einer bekannten Anordnung der eingangs genannten Art (s. DE-PS Nr. 859214) ist eine den
Heisswasserbereiter umgebende Aussenhülle aus flexiblem, mattenartigem Material hergestellt, ähnlich der Ausführung gemäss FR-PS Nr. 2. 171. 522. Hier kann auf den Heisswasserbereiter eine Aussenhülle aus flexiblem Material aufgebracht werden, welche eine Wärmeabstrahlung weitgehend verhindert. Der Erfindung hingegen liegt die Aufgabe zugrunde, die Aussenhülle so auszugestalten, dass der Heisswasserbereiter in einfacher Weise modifizierbar und den Kundenwünschen anpassbar ist, ohne dass hiebei die
Serienfertigung beeinträchtigt wird. Das heisst es muss gewährleistet sein, dass diese Aussenhülle als sichtbares Gerätegehäuse in Erscheinung tritt.
Eine flexible Aussenhülle wie bei der Anordnung nach der FR-PS Nr. 2. 171. 522 tritt nicht als Gerätegehäuse, sondern vielmehr als zusätzliche Umhüllung in Erscheinung. Von wesentlicher Bedeutung hiebei ist auch der Umstand, dass die Aussenhülle gemäss der Erfindung durch die einstückige Ausbildung einen geschlossenen Eindruck vermittelt. Demgegenüber besteht die Aussenhülle gemäss der DE-PS Nr. 859214 aus zwei zueinander schwenkbaren Teilen, wobei sowohl die Scharniere als auch die Trennstelle bzw. die Handhaben auf der andern Seite des Gerätes deutlich in Erscheinung treten.
Bei der Anordnung nach der DE-OS 1950811 sowie bei der korrespondierenden CH-PS Nr. 515468 kann von einer Aussenhülle im Sinne der Erfindung nicht gesprochen werden. Bei diesen vorbekannten Ausführungen ist der schubkastenartige Unterteil Bestandteil des ursprünglichen Gerätes. Auch andere bekannte Anordnungen besitzen keine zusätzlichen Aussenhüllen, die auf ein an sich fertiges und funktionsbereites bzw. geschlossenes Heisswassergerät aufgebracht werden könnten. Bei diesen bekannten Anordnungen bilden die geoffenbarten Hüllen das eigentliche Gehäuse des Gerätes, sind also nicht zusätzlich auf ein schon vorhandenes Gehäuse aufstülpbar.
Schliesslich ist es noch bekannt, auf Telephonapparate flexible verschiedene Verkleidungsmäntel aufzubringen, um sie dem umgebenden Raum besser anzupassen. Bei dieser bekannten Anordnung handelt es sich erstens nicht um einen Heisswasserbereiter und zweitens werden an solche Verkleidungsmäntel nicht die gleichen technischen Anforderungen hinsichtlich Steifigkeit und anderer technischer Belange (Zu- und Ableitungen sowie Befestigungsteile) gestellt wie beim Erfindungsgegenstand.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Heisswasserbereiter der obengenannten Art so auszubilden, dass er in einfacher Weise modifizierbar und den Kundenwünschen anpassbar ist, ohne dass hiebei die Serienfertigung beeinträchtigt wird.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Aussenhülle als steifer und einstückiger kappenförmiger Verkleidungsmantel, welcher Ausschnitte für den Durchtritt von Zu- und Ableitungen und allenfalls von Wandbefestigungsteilen des Heisswasserbereiters aufweist, auf das Gehäuse aufgesteckt ist. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die Heisswasserbereiter in Serienfertigung in bezug auf ihre technische Ausgestaltung vollständig herzustellen und eine Komplettierung dieser Heisswasserbereiter, durch Aufbringen der mit unterschiedlichen Marken oder Design-Merkmalen versehenen oder z. B. aus unterschiedlichem Material mit unterschiedlichem Isolationsverhalten bestehenden Verkleidungsmäntel im Vertriebsbereich oder beim Kunden vorzunehmen.
Damit ist eine in jeder Hinsicht variable Produktdifferenzierung möglich, ohne dadurch den durch die Serienfertigung eines einheitlichen Heisswasserbereitertypes gegebenen Rationalisierungseffekt zu beeinträchtigen.
Mit der Erfindung wird ein Problem gelöst, das rein technischer Natur ist. Durch die Erfindung wird nämlich die Herstellung von produktdifferenzierten Heisswasserbereitern wesentlich verbilligt, da nun nicht mehr, wie an sich üblich, die verschiedenen Geräte-Typen mit im Design unterschiedlichen Gerätegehäusen versehen sein müssen, sondern vielmehr ein einheitlicher Gerätetyp mit identischem Gerätegehäuse verwendet werden kann, wobei dann lediglich auf das einheitliche Gerätegehäuse der im Design unterschiedliche Verkleidungsmantel aufgesetzt wird. Ähnliches gilt in bezug auf die Umrüstbarkeit schon vorhandener Heisswasserbereiter.
In diesem Fall muss, um den Heisswasserbereiter etwa an eine veränderte Badezimmerausstattung anzupassen, dieser nicht mehr in aufwendiger Weise mit einem neuen Gerätegehäuse
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versehen werden, sondern es besteht die Möglichkeit, das äussere Erscheinungsbild des Gerätes durch Aufstecken eines neuen Verkleidungsmantels zu verändern. Die Vorteile der Erfindung liegen also auf rein technischem Gebiet (Verbilligung, Vereinfachung, Ersparnis an Zeit und Material durch Vorsehen eines kappenförmigen Verkleidungsmantels).
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine perspektivische Rückansicht auf einen von oben über einen Heisswasserbereiter schiebbaren, kappenförmigen Verkleidungsmantel und Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von hinten auf einen von vorne über einen Heisswasserbereiter aufsteckbaren kappenförmigen Verkleidungsmantel.
Fig. 1 zeigt einen kappenförmigen Verkleidungsmantel --3--, der dazu bestimmt ist, von oben über einen an einer Wand befestigbaren nicht gezeigten, von einem Gehäuse umschlossenen Heisswasserbereiter gestülpt zu werden und der einstückig vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt ist. Der kappenförmige Verkleidungsmantel --3-- liegt im montierten Zustand mit seiner Oberseite --9-- auf dem Heisswasserbereiter auf und seine Seitenflächen --5-- überdecken die Seitenflächen des Heisswasserbereiters. Die Unterseite des kappenförmigen Verkleidungsmantels --3-- ist völlig offen.
Die der Rückseite des Heisswasserbereiters zugeordnete Seite des kappenförmigen Verkleidungsmantels --3-- weist vom unteren Rand her einen tiefen Ausschnitt --7-- auf, der den Bereich auf der Rückseite des Heisswasserbereiters unbedeckt lässt, mit dem der letztere an der Wand befestigt ist oder an dem er mit Wandbefestigungselementen versehen ist.
Fig. 2 zeigt einen von vorn über einen Heisswasserbereiter stülpbaren kappenförmigen Verkleidungsmantel --11--. Die vordere Wand --13-- des kappenförmigen Verkleidungsmantels weist ein Fenster --14-auf, durch das eine Anzeige des Gerätes sichtbar ist und die untere Wand --15-- ist mit Randausschnitten - 17 und 19-- versehen, durch die sich im montierten Zustand des kappenförmigen Verkleidungsmantels Zu- und Ableitungen des Heisswasserbereiters erstrecken.