AT349646B - Absorbierendes material und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

Absorbierendes material und verfahren zu seiner herstellung

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AT349646B
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/42Use of materials characterised by their function or physical properties
    • A61L15/60Liquid-swellable gel-forming materials, e.g. super-absorbents
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F13/00Bandages or dressings; Absorbent pads
    • A61F13/15Absorbent pads, e.g. sanitary towels, swabs or tampons for external or internal application to the body; Supporting or fastening means therefor; Tampon applicators
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Einweg-oderg
<tb> CaCl2'2 <SEP> HaO <SEP> 3, <SEP> 680 <SEP> 
<tb> K2S0, <SEP> 0, <SEP> 175
<tb> KCI <SEP> 44, <SEP> 740 <SEP> 
<tb> KOH <SEP> 2,190
<tb> NH <SEP> Cl <SEP> 6,020
<tb> Citronensäure <SEP> 2, <SEP> 630 <SEP> 
<tb> 
 
Wasser-Retentionswerte, auf die hier Bezug genommen wird, wurden nach den gleichen Verfahren erhalten, mit der Ausnahme, dass destilliertes Wasser (10 ml) an Stelle des synthetischen Urins verwendet wurde. Versuche haben gezeigt, dass bei Verwendung natürlichen Urins an Stelle künstlichen Urins die gleichen Urin-Retentionswerte erhalten wurden. Die erfindungsgemässen absorbierenden Materialien haben Urin-Retentionswerte von wenigstens 6 g/g und liegen wunschgemäss im Bereich von 8 bis 20 g/g. 

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   Die erfindungsgemässen absorbierenden Stärkederivate sind im wesentlichen wasserunlöslich und enthalten wenigstens 90%, bevorzugt wenigstens 95% unlösliche Kohlenhydrate. Die am stärksten bevorzugten Materialien gemäss der Erfindung sind solche mit einer Wasserunlöslichkeit von 99% oder darüber. 



   Ein Merkmal der erfindungsgemässen absorbierenden Materialien besteht darin, dass, obgleich der Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen verhältnismässig gering ist (beispielsweise viel kleiner als der der in den Beispielen 1 bis 6 der CA-PS Nr. 960652 beschriebenen vernetzten Stärkeerzeugnisse oder des Stärkeerzeugnisses des Beispiels 2 der GB-PS Nr. 936, 039), sie in Wasser praktisch unlöslich sind. Die in diesen Patentschriften beschriebenen, stärker vernetzten Stärkeerzeugnisse absorbieren erheblich weniger als die erfindungsgemässen Materialien. 



   Die Vernetzung der   Stärkemoleküle   kann durch Ätherbrücken der Formel   - 0-R-O-    erfolgen, wobei R eine aliphatische Gruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, die durch eine oder mehrere Hydroxylgruppen substituiert sein kann. Bevorzugt ist R   CHCH (OH) CH -,   was der Fall ist, wenn die Stärke unter Verwendung von Epichlorhydrin vernetzt ist. 



   Die ionischen Gruppen haben bevorzugt die Formel   Z-R-   wobei R1 eine Alkylengruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und   Z eine   anionische Gruppe aus der Reihe der Carboxyl-, Sulfon- oder Phosphon-Gruppen oder eine kationische Gruppe der Formel 
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 EMI2.2 
 sammen einen 5-oder 6-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, sind. Besonders geeignete Materialien sind solche, bei denen   R1   eine Alkylengruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen und   Z-COO Ist,   und bevorzug- 
 EMI2.3 
 Gruppen ist   erwünschtermassen   wenigstens   0,     2, um die bevorzugten höheren Urin-Retentionswerte zu   erzielen
Ist Z eine anionische Gruppe, ist das Gegenion bevorzugt ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammolium-oder substituiertes Ammoniumion.

   Die substituierten Ammoniumderivate können solche sein, bei   lenen   ein oder mehrere Wasserstoffatome durch   C 1-4 -Alkyl- oder C2-4 -Hydroxyalkylgruppen   ersetzt sind ) der in denen das Stickstoffatom Teil eines heterocyclischen Rings ist. Ein Beispiel für solch ein sub-   stituiertes Ammoniumion   ist Tetramethylammonium. Ist Z eine anionische Gruppe, so sind Natrium-, Kalium- und Ammoniumionen bevorzugte Gegenionen. Ist Z eine kationische Gruppe, kann das Gegenion   z. B.   



  Chlorid, Bromid oder Sulfat sein. 



   Besonders bevorzugte absorbierende Materialien gemäss der Erfindung sind die Natrium-und Ammo-   tiumsalze   carboxymethylierter, mit Epichlorhydrin vernetzter gelatinierter Stärke mit einem Urin-Reentionswert von wenigstens 10 g/g und einer Unlöslichkeit in Wasser von wenigstens 99   Gel.-%.   



   Zur Erfindung gehört ferner ein Verfahren zur Herstellung der zuvor beschriebenen absorbierenden Materialien, bei dem   1.   Stärke gelatiniert wird,
2. während des Gelatinierens oder danach die Stärke mit einer vernetzenden, bifunktionellen Verbin- dung zu einer vernetzten gelatinierten Stärke behandelt wird, die in Wasser praktisch unlöslich ist und in der der Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen von 0,001 bis 0, 04 beträgt und
3.

   beim Gelatinieren oder danach die Stärke mit einem monofunktionellen Verätherungsmittel zur Sub- stitution durch ionische Gruppen umgesetzt wird, die über Ätherbrücken an die Stärke gebunden wer- den und mit ein-oder   zweiwertigen Gegenionen assoziieren,   wobei die ionischen Gruppen bis zu einem
Substituionsgrad von wenigstens 0, 1 eingeführt werden, wobei ein Urin-Retentionswert der sub- stituierten, vernetzten, gelatinierten Stärke von wenigstens 6 g/g erreicht wird. 



   Bei einer bevorzugten Durchführung dieses Verfahrens werden die Stufen   (1)   und (2) durchgeführt, in- 
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 funktionelle Verbindung enthält, und b) die Aufschlämmung durch Aufbringen auf eine auf 100 bis   1800C   erhitzte Oberfläche zum Gelatinie- ren der Stärke, Umsetzung der vernetzenden bifunktionellen Verbindung mit dieser und gleichzei- tiges Trocknen zu einer vernetzten, gelatinierten Stärke in Trockenform rasch erhitzt wird. 



   Bei einer weiteren Variante des Verfahrens werden die Stufen   (1)   und (2) durchgeführt, indem c) eine wässerige   Stärkekörnchenaufschlämmung   hergestellt,   d) die Aufschlämmung auf eine auf 100 bis C erhitzte Oberfläche zum Gelatinieren der Stärke und   gleichzeitigen Trocknen aufgebracht und e) dann die gelatinierte Stärke mit der vernetzenden bifunktionellen Verbindung in Gegenwart von Was- ser und Alkali zu einer vernetzten gelatinierten Stärke umgesetzt wird. 



   Bei dieser Arbeitsweise kann das Alkali in der Aufschlämmung enthalten sein. Das Gelatinieren er- folgt am zweckmässigsten durch Aufbringen der wässerigen Stärkeaufschlämmung auf die Oberfläche einer erhitzten Trommel, auf der sie zu einem dünnen Film ausgepresst werden    kann,   Das Gelatinieren von Stär- ke durch Aufbringen einer wässerigen Aufschlämmung auf die Oberfläche einer erhitzten Trommel ist für sich selbst ein sehr bekanntes Verfahren, das als Kaltquell-Stärkeverfahren bezeichnet worden ist (vgL   z. B.   



   GB-PS Nr. 787, 153). 



   Die Reaktion der Stärke mit dem monofunktionellen veräthernden Mittel kann vor, während oder nach der
Behandlung der Stärke mit der bifunktionellen vernetzenden Verbindung erfolgen. 



   Zur Vernetzung der Stärke wird   ein bifunktionelles Vernetzungsmittel verwendet,   und dies kann eine Verbindung der Formel   Q-R -Y    sein, wobei   R5   eine Alkylengruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, die durch eine oder mehrere Hydroxylgruppen substituiert sein kann, und Q und Y jeweils ein Halogenatom oder eine Epoxygruppe sind.

   Geeigne-   teVernetzer sind Epichlorhydrin,   Dichlorhydrin, Dibromhydrin,   1,     2-3, 4-Diepoxybutan, 1, 2-7, 8-Diepoxy-   octan, Bis-epoxypropyläther,   1, 4-Butandion-bis-epoxypropyläther.   Die eingesetzte Vernetzermenge ist die, die erforderlich ist, um einen Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen im Bereich von 0,001 bis 0, 04 zu ergeben, entsprechend einer vernetzenden Gruppe auf jeweils 1000 Anhydroglukose-Einheiten bis zu einer vernetzenden Gruppe auf jeweils 25 Anhydroglukose-Einheiten. Vorzugsweise wird eine solche Menge an Vernetzer eingesetzt, dass sich ein Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen von 0, 003 bis 0,02 ergibt. 



   Die Funktion des Vernetzers besteht darin, die gelatinierte Stärke unlöslich zu machen. Ein über den zum Unlöslichmachen der gelatinierten Stärke erforderlichen Grad erheblich hinausgehender Vernetzunggrad wird nicht angewandt, da grössere Mengen des Vernetzungsmittels zu Produkten führen, die für einen gegebenen ionischen Substitutionsgrad niedrigere Wasser-und Urin-Retentionswerte haben. 



   Ein bevorzugtes Verfahren zur Durchführung der Vernetzung setzt Epichlorhydrin ein und wird mit dem Gelatinieren der Stärke auf der Oberfläche einer erhitzten Trommel durchgeführt. Bei diesem Verfahren sollte die Menge an eingesetztem Epichlorhydrin (oder einem andern   flüchtigen Vernetzer)   die Verdampfungsverluste eines Teils des Vernetzers durch die erhitzte Oberfläche berücksichtigen. 



   Zur Durchführung der Vernetzung ist die Gegenwart von etwas alkalischer Substanz im Reaktionsgemisch erforderlich, mit der Ausnahme, dass bei Verwendung von Formaldehyd saure Bedingungen erforderlich sind, was gut bekannt ist. Natriumhydroxyd ist gut geeignet, natürlich können aber auch andere Alkalien eingesetzt werden. Da der bewirkte Vernetzungsgrad klein ist, ist auch die Menge an zur Förderung der Vernetzungsreaktion erforderlichem Alkali klein.

   Dies hat den Vorteil, dass bei der Herstellung der wässerigen   Stärkekörnchenaufschlämmung,   die auf die erhitzte Oberfläche aufzubringen ist, die Alkalikonzentration in der Aufschlämmung zum Auslösen eines wesentlichen Gelatinierens der Stärke vor dem Erhitzen der Aufschlämmung ungenügend sein kann, was dazu führt, dass die Aufschlämmung leicht durch Rohre von einem   Aufbewahrungsbehälter   zur erhitzten Oberfläche gepumpt werden kann, wo das Gelatinieren. und, wenn gewünscht, Vernetzen und/oder die Substitution durch ionische Gruppen erfolgen. 



   Erwünscht ist ein Wassergehalt von etwa 1 bis 2   Gew.-Teilen   Wasser pro Teil Stärke in der wässerigen Aufschlämmung, wenngleich höhere Wassermengen verwendet werden könnten. 



   Wird die Vernetzung nach dem Gelatinieren und in   Gegenwart von wässerigem Alkali   vorgenommen, kann die erforderliche Wassermenge nur 0, 1 bis 0, 5 Teile pro Teil Stärke betragen. Ein überraschendes Merkmal der Erfindung besteht darin, dass, obgleich das Vernetzen der Stärke (während oder nach dem Gelatinieren) in Gegenwart der obigen geringen Mengen Wasser erfolgen kann, das fertige, vernetzte, praktisch wasserunlösliche, ionisch substituierte Produkt dennoch hohe Wasser-und Urin-Retentionswerte aufweist. 



   Mit Hilfe des monofunktionellen Verätherungsmittels werden ionische Substituentengruppen eingeführt, Sie über eine Äthergruppe an die Stärke gebunden sind Diese ionischen Gruppen können die Formel 

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 Gruppe, Z wie oben definiert oder eine Gruppe, die in eine solche ionische Gruppe überführt werden kann, und X Halogen oder eine Epoxygruppe bedeuten. Doch könnten auch aktivierte olefinische Verbindungenmit einer ionischen Gruppe oder einer Gruppe, die in eine ionische Gruppe überführt werden kann, verwendet werden. Die Gruppe   R1   ist bevorzugt eine Alkylengruppe mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen, und   Z1 ist   eine Carbonsäuregruppe oder deren Salz.

   Beispiele für geeignete monofunktionelle veräthernde Mittel sind Monochloressigsäure, Brompropionsäure, Chloräthylensulfonsäure, Chlorhydroxypropansulfonsäure, Epoxypropansulfonsäure oder 2-Chlor-N, N-diäthyl-äthylamin-Hydrochlorid. Bevorzugte Verätherungsmittel sind Monochloressigsäure und deren Natriumsalz. Wenn Z eine basische Gruppe ist, kann diese, wenn gewünscht, vor der Verätherung der Stärke quaternisiert werden, so kann   z. B.   die Verätherung mit dem aus Epichlorhydrin und Triäthylamin gebildeten quaternären Ammoniumsalz durchgeführt werden. 



     Beispiele für Verätherungsmittel mit   einer aktivierten olefinischen Gruppe und einer Gruppe, die in eine ionische Gruppe   überführt   werden kann,   z. B.   mit Alkali, sind Acrylamid, Acrylnitril und Äthylacrylat Die Verätherung wird in Gegenwart von Alkali durchgeführt. Natriumhydroxyd ist das bevorzugte Alkali, Die Einführung der ionischen Gruppen erhöht den Urin-Retentionswert des Stärkederivats. Die Substitution durch ionische Gruppen wird bis zu einem solchen Grad vorgenommen, dass das Salz einen Urin-Retentionswert von wenigstens 6 g/g aufweist. 



   Den   vorstehendenAusführungen   ist zu entnehmen, dass der tatsächliche Urin-Retentionswert des nachder Stufe (3) erhaltenen Erzeugnisses sowohl von der Höhe der Vernetzung als auch der ionischen Substitution abhängt. Diese Schritte werden bevorzugt so durchgeführt, dass eine ionisch substituierte vernetzte gelatinierte Stärke mit einem Urin-Retentionswert von wenigstens 8 g/g, noch stärker bevorzugt 10 bis 20 g/g, entsteht. Vorzugsweise sollte die Substitution durch ionische Gruppen so durchgeführt werden, dass sich ein Substitutionsgrad von wenigstens   0, 2, ergibt.   



   Wenn die Substitutionsstufe zu einem Salz eines Carboxylstärkederivats führt, umfasst das Verfahren bevorzugt auch die zusätzlichen Stufen
4. der Behandlung des Stärkederivats mit einer Säure zur Überführung der Carboxylgruppen in ihre
Säureform,
5. des Waschens der Säureform des Stärkederivats mit Wasser zum Entfernen Irgendwelcher löslicher
Salze und
6. des Neutralisieren der Säureform des Stärkederivats mit Alkali zur Rückumwandlung des Stärke- derivats in eine anionische Form als Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammonium- oder substituier- tes Ammoniumsalz. 



   Die Umwandlung der Carboxylgruppe in ihre Säureform und das anschliessende Neutralisieren hat den Vorteil, dass das Waschen und das anschliessende Trocknen wegen der geringeren Wasser-Retention der   3äureform   erleichtert werden. Vorzugsweise wird in Stufe (6) die Säureform des Stärkederivats mit über-   schüssiger   Ammoniaklösung neutralisiert, worauf durch Erwärmen   überschüssiges   Ammoniak entfernt und las Ammoniumsalz getrocknet wird. 



   Die erfindungsgemässen Stärkederivate können   z. B.   aus Kartoffelstärke, Maisstärke, Weizenstärke oder rapiokastärke erhalten werden. 



   Das erfindungsgemässe Material wird zur Herstellung von Flüssigkeiten absorbierenden Erzeugnissen verwendet. Das Flüssigkeiten absorbierende Erzeugnis kann einen fasrigen Träger für das absorbierenle Material, wie z. B. gewebtes oder ungewebtes Material, z. B. Baumwollgewebe, Rayon, Wolle, Verband-   ; ase   oder Papier sowie Celluloseflusen aufweisen, auf oder in dem das absorbierende Material getragen oder mthalten ist. Das absorbierende Material kann auf den Träger aufgesprüht oder mit losen Fasern vermischt sein, um einen Verbundflaum oder eine Wattierung zu bilden, die zwischen Deckblättern aus Papier oder Stoff eingeschlossen werden kann. Das Erzeugnis kann auch in Form eines Laminats vorliegen.

   In einer be-   sonderen Form besteht der Träger   aus zwei Blättern, zwischen denen das absorbierende Material sandwichartig angeordnet ist. 
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B.: her, z. B. in der Gartenkultur, und als Träger für verschiedene Stoffe, z. B. Parfüms. 



   Die Herstellung erfindungsgemässer absorbierender Materialien soll nachfolgend unter Bezugnahme auf 

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 die Beispiele 1 bis 19, die der Veranschaulichung dienen, beschrieben werden. 



   In diesen Beispielen wird auf die Schichtvolumina in den verschiedenen Stufen des beschriebenen Verfahrens erhaltenen Produkte Bezug genommen. Das Schichtvolumen eines absorbierenden Materials wird be- stimmt, indem 1 g des Materials in einem Messbehälter in überschüssigem Wasser stehen gelassen und das
Quellvolumen abgelesen wird. 



   Urin- und Wasser-Retentionswerte wurden wie oben beschrieben erhalten und sind als nächstgelegenes Viertel einer Einheit ausgedrückt. 



   Die   Löslichkeitsdaten   für die in den Beispielen gegebenen Stärkederivate wurden wie folgt erhalten : 1 g Absorptionsmittel wurde in 100 ml destilliertem Wasser bei Raumtemperatur unter 15-minütigem Rühren aufgeschlämmt. Diese Aufschlämmung wurde vor dem Filtrieren über Nacht stehen gelassen. Das im Filtrat gelöste Kohlenhydrat wurde nach   derbekannten kolorimetrischen Methode unter Anwendung   des Phenol/Schwefelsäure-Tests auf lösliche Kohlenhydrate gemessen. Bei diesen Bestimmungen wurde zu 1 ml der Probe der Testlösung 1 ml Phenollösung (5 Gew. /VoL-%) und dann 5 ml konzentrierte Schwefelsäure gegeben und die Flüssigkeiten   durch Schütteln   vermischt.

   Nach etwa einstündigem Abkühlen wurde die Konzentration des löslichen Kohlenhydrats mit einem UV-Spektrophotometer (Unicam SP 800) aus der Absorption beim Peak bei 483 nm durch Vergleich mit einem Glukose-Standard bestimmt. 



   Beispiel 1 : 1000 g Kartoffelstärke wurden in 950 ml Wasser,   das 8, 4mlEpichlorhydrinenthielt   (entsprechend 1,0% Epichlorhydrin, bezogen auf das Gewicht der Stärke), aufgeschlämmt. 5 g Natriumhydroxyd in 50 ml   H20   wurden unter Rühren zugesetzt, und das Gemisch wurde über eine Auftragswalze auf eine erhitzte Walze unter Bildung einer Schicht auf der Oberfläche der Walze von etwa   0, 5 mm   Dicke aufgebracht. Die Walze selbst wurde mit Dampf bei 3, 77 bar    (1400C) beheizt.   Das vernetzte Stärkederivat wurde von der Walze als Flockenmaterial in einer Menge von 914 g Produkt abgelöst. Der Gehalt an Löslichem in dem Produkt wurde zu 25,0 mg/g und das Schichtvolumen des Produkts zu 13,5 ml/g ermittelt.

   Da etwa die Hälfte des Epichlorhydrins durch Verdampfen von der erhitzten Walze verloren ging, war der Substitu-   tiansgrad   der vernetzenden Gruppen etwa 0,01. 



   34gNatriumhydroxyd in   66ml Wasser und dann 39gMonochloressigsäure in llml Wasser wurden   langsam unter Rühren 100 g der wie oben hergestellten vernetzten Kartoffelstärke zugesetzt. Das Gemisch wurde über Nacht in einem Polyäthylenbeutel gealtert. Der theoretische Substitutionsgrad war   0, 67.   



   Das feuchte Carboxymethylderivat wurde wiederholt in Wasser dispergiert und filtriert, bis das Filtrat neutral war. Der stark durch Wasser gequollene gewaschene Kuchen wurde in einem Umluftofen (700C) getrocknet und durch ein 2 mm-Sieb gemahlen. Das gemahlene Produkt (102,7 g) hatte einen Wasser-Reten- 
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 lyäthylenbeutel genau wiederholt. Der theoretische Substitutionsgrad war wieder 0, 67. 



   Das feuchte Carboxymethylderivat wurde im Zehnfachen seines Gewichts an 1 n Salzsäure dispergiert,   15min   ziehen gelassen und dann filtriert. Der Gelkuchen wurde wiederholt in Wasser dispergiert und filtriert, bis das Filtrat von Chloridionen praktisch frei war. 70 ml Ammoniumhydroxyd mit einem spezifischen Gewicht von 0, 910 wurden mit dem durch Wasser gequollenen gewaschenen Kuchen vermischt, bevor in einem Umluftofen (70 C) getrocknet und gemahlen (2 mm-Sieb) wurde. Das gemahlene Produkt hatte einen WasserRetentionswert von   20, 00 g/g,   einen Urin-Retentionswert von   10, 25 g/g,   eine Löslichkeit von 0, 3% und ein Schichtvolumen von 51   ml/g.   



   Beispiel 3 : 500 g   Maisstärke wurden in 475 ml Wasser, das 4, 2 ml Epichlorhydrin (1 Gew. -% Epi-   chlorhydrin, gezogen auf Stärke) enthielt, aufgeschlämmt.   2,     5 g   Natriumhydroxyd in 25 ml Wasser wurden unter Rühren zugesetzt, und das Gemisch wurde wie in Beispiel   l auf   eine erhitzte Walze gebracht. Es zeigte sich, dass das vernetzte Stärkederivat ein Schichtvolumen von 8, 5 ml/g hatte. 



   Die vernetzte Maisstärke wurde wie in Beispiel 1 carboxymethyliert, und das Produkt wurde gewaschen und wie in Beispiel 2 durch Behandeln zuerst mit Salzsäure und dann mit Ammoniumhydroxyd als Ammoniumsalz isoliert. Das gemahlene Produkt hatte einen   Wasser-Retentionswertvon 16, 25 g/g,   einen Urin-Retentionswert von 8, 75 g/g, eine Löslichkeit von   1, 5%   und ein Schichtvolumen von 44   ml/g.   



     Beispiel 4 :   100 g Kartoffelstärke wurden in 80 ml Wasser, das   0, 8 ml 1, 2-7, 8-Diepoxyoctan ent-   hielt, aufgeschlämmt.   0, 5   g Natriumhydroxyd in 20 ml Wasser wurden unter Rühren zugesetzt, und die Aufschlämmung wurde wie in Beispiel 1 auf eine erhitzte Walze aufgebracht. Der Gehalt an Löslichem im Produkt war 11, 6 mg/g und das Schichtvolumen 15, 5 ml/g. 



   60 g des durch ein 2 mm-Sieb gemahlenen vernetzten Kartoffelstärkederivats wurden wie in Beispiel 1 carboxymethyliert, und das Produkt wurde nach dem Altern gewaschen und wie in Beispiel 2 als Ammoniumsalz isoliert. Das gemahlene Produkt hatte einen Wasser-Retentionswert von 17, 25 g/g, einen Urin-Reten-   Monswert von 10, 00 g/g,   eine Löslichkeit von 0, 5% und ein Schichtvolumen von 33   ml/g.   



     Beispie l 5 : 100 g 1% vernetzte Kartoffelstärke, hergestellt wie in Beispiel l, wurde wie in   jenem 

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 EMI6.1 
 Schichtvolumen von 42 ml/g. 



     Beispiel 6 : 878, 5g   eines Kuchens saurer, gewaschener,   carboxymethylierter,     vernetzter Stärke,   erhalten wie im vorhergehenden Beispiel, wurden vor dem Trocknen in einem Umluftofen   (700C)   unter Rühren mit einer Lösung von 16, 8 g Magnesiumcarbonat in 100 ml Wasser versetzt. Das gemahlene Produkt 
 EMI6.2 
 lichkeit von 0, 6% und ein Schichtvolumen von 23 ml/g. 



     Beispiel 7 : 20g   Natriumsalz der carboxymethylierten, vernetzten, wie in Beispiel 1 hergestellten Stärke wurden in 1000 ml 1 m Magnesiumchloridlösung unter gelegentlichem Umrühren 24   h eingeweicht,   dann wiederholt gewaschen und filtriert, bis das Filtrat von Chloridionen praktisch frei war, und in einem Umluftofen (70 C) getrocknet.

   Das gemahlene Produkt (16, 8 g) hatte einen Wasser-Retentionswert von 12, 50 g/g, einen Urin-Retentionswert von 10, 50 g/g und ein Schichtvolumen von 29 ml/g. 
 EMI6.3 
    s pie I 8 : Alkali-Kartoffelstärke wurde genauso wie die vernetzte Stärke in Beispiel 1 hergestellt,20ml Wasser   wurden auf   dieAlka. listärke   (100 g) gesprüht, die dann in einen verschliessbaren Behälter überführt wurde, in dem 0,17 ml Epichlorhydrin   (0, 20 Gew.-%, bezogen   auf Stärke) zugesetzt wurden,   undder   Behälter wurde fest verschlossen und 1 h in einen Ofen bei 50 C gebracht.

   Das vernetzte Stärkeprodukt (Schichtvolumen 13 ml/g, Gehalt an löslichem Kohlenhydrat 7, 0 mg/g, Substitutionsgrad vernetzende Gruppen von etwa 0, 004) wurde wie in Beispiel 1 sofort carboxymethyliert, über Nacht gealtert, mit Säure behandelt und wie in Beispiel 2 gewaschen, bis das Filtrat von Chloridionen praktisch frei war, und der durch Wasser gequollene Kuchen (1, 339 g) mit 70 ml Ammoniumhydroxydlösung eines spezifischen Gewichts von 0,910 ammoniakalisch gemacht und in einem Umluftofen   (70 C) getrocknet.   



   Das gemahlene Produkt (108, 6 g) hatte einen Wasser-Retentionswert von 12, 25 g/g, einen Urin-Retentionswert von 9,00 g/g, eine Löslichkeit von 0, 6% und ein Schichtvolumen von 28 ml/g. 



     Beispiele   9   bis 11 : Alkali-Kartoffelstärke   wurde genauso wie die vernetzte Stärke in Beispiel 1 hergestellt, mit   der Ausnahme, dass der Avrschlämmung vor der Walzentrocknung kein Epichlorhydrin zu-   gesetzt wurde. 20 ml Wasser wurden auf 100 g Alkalistärke gesprüht, die dann in einen Behälter überführt wurde, in den Epichlorhydrin gegeben wurde, wie in der nachfolgenden Tabelle 1 angegeben, und der Behälter fest verschlossen und 0, 5 h geschüttelt, dann bei Raumtemperatur 22, 5 h stehen gelassen.

   Die versetzten Stärkeprodukte wurden dann sofort carboxymethyliert, wie in Beispiel 1, über Nacht gealtert, mit Salzsäure behandelt und wie in Beispiel 2 gewaschen, bis die Filtrate praktisch chloridfrei waren, und die durch Wasser gequollenen Kuchen wurden mit 70 ml Ammoniumhydroxydlösung eines spezifischen Gewichts von 0, 910 ammoniakalisch gemacht und in einem Umluftofen (70 C) getrocknet. 



   Die gemahlenen Produkte wurden auf ihren Wasser-, Urin-Retentionswert, ihre Löslichkeit und ihr Schichtvolumen untersucht. Die Daten sind in Tabelle 1 wiedergegeben. 



   Tabelle 1 
 EMI6.4 
 
<tb> 
<tb> Bei- <SEP> Epichlorhydrin <SEP> Wasser- <SEP> Urin- <SEP> Löslich- <SEP> Schichtspiel <SEP> Reten- <SEP> Reten- <SEP> keit <SEP> (%) <SEP> Volumen
<tb> ml <SEP> Substitutions- <SEP> tions- <SEP> tions- <SEP> (ml/g)
<tb> grad <SEP> wert <SEP> wert
<tb> 9 <SEP> 0,1275 <SEP> 0,003 <SEP> 17,75 <SEP> 12,00 <SEP> 0,8 <SEP> 41
<tb> 10 <SEP> 0,1700 <SEP> 0,004 <SEP> 15,25 <SEP> 10,25 <SEP> 0,7 <SEP> 32
<tb> 11 <SEP> 0,2550 <SEP> 0,006 <SEP> 13,25 <SEP> 10,00 <SEP> 0,5 <SEP> 27
<tb> 
   Beispiele   12 bis 16 : 100 g 1% vernetzte Kartoffelstärke wurden wie in Beispiel 1 bis zu einem in Tabelle 2 wiedergegebenen Substitutionsgrad carboxymethyliert. Das gealterte, feuchte Carboxymethylderivat wurde dann wiederholt in 81 destilliertem Wasser dispergiert und filtriert, bis das Filtrat neutral war. 



  Die durch Wasser stark gequollenen Kuchen wurden in einem Umluftofen    (700C) getrocknet.   Die Urin-Reten- tionswerte sind in Tabelle 2 wiedergegeben. 

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  Tabelle 2 Bei-NaOHMonochlor-Substitutions-Urin-Retentionsspiel (g) essigsäure grad wert (g) 
12   19, 8 23, 3 0, 25 10, 50  
13 29, 6 35,0 0, 42 12, 25
14 39, 5 46, 6 0, 56 13,75
15   49, 4 58, 3 0, 66 13, 25  
16   74, 1 87, 4 0, 71 14, 50   
 EMI7.1 
   Beispiel 17 : 12, 5g   Natriumhydroxyd in 30 ml Wasser und dann 8, 8 g Acrylamid in 30 ml Wasser wurden langsam unter Rühren zu 20g 1% vernetzter Kartoffelstärke gegeben ; der theoretische Substitutionsgrad war 1, 0. Das Gemisch wurde über Nacht in einem Polyäthylenbeutel gealtert, dann wiederholt in 2   l   H20 dispergiert und filtriert, bis das Filtrat neutral war. Der stark durch Wasser gequollene Kuchen (704 g) wurde in einem Umloftofen (70 C) getrocknet.

   Das   carboxyäthylierte   Stärkeprodukt (23 g) hatte einen Was- 
 EMI7.2 
 men gerührt, um das quaternäre Ammoniumsalz herzustellen. 25 g Kartoffelstärke,   0, 25   ml Epichlorhydrin und 35 ml des quaternären Addukts wurden 1 min zusammen gemischt, dann wurde die Suspension auf einem Walzentrommeltrockner (auf 1400C erhitzt) zu einer schuppigen Platte getrocknet, wobei Gelatinieren, Vernetzung und Substitution der Stärke erfolgten. Die getrocknete schuppige Platte wurde durch ein 1 mm-Sieb gemahlen. Das Produkt hatte einen Urin-Retentionswert von 11, 25 g/g. Die Stärke war durch quaternäre Gruppen der Formel -CH2CH(OH)CH2N+(C2H5)3 Cl- substitulert. 



     Bei s piel 19 : 0, 5%   vernetzte Kartoffelstärke wurde genauso wie in Beispiel 1 hergestellt, jedoch un- 
 EMI7.3 
    Verwendungerwärmt.   5 kg 35%ige Natronlauge wurden zugesetzt, und das Gemisch wurde 30 min gerührt. 3 kg 75%ige Monochloressigsäure wurden zugesetzt (entsprechend einem theoretischen Substitutionsgrad von 0, 67) und die Temperatur auf   830C   erhöht, und es wurde 4h weiter gerührt. Nach dem Absetzen wurde das organische Lösungsmittel teilweise dekantiert, und der pH-Wert des Gemischs wurde mit 2 n Salzsäure auf PH 1 eingestellt. 



   Dann wurde Aceton zugesetzt und die Masse über eine Nutsche filtriert und wiederholt mit 65%igem wässerigem Aceton gewaschen, bis das Filtrat von Chloridionen frei war. Der feuchte Kuchen wurde mit überschüssiger   25% iger Ammoniumhydroxydiösung gerührt   und dann über Nacht in einem Vakuumtrockner bei 550C 3990 Pa getrocknet. Das gemahlene Produkt hatte einen   Wasser-Retentionswert von 25, 00   g/g, einen Urin-Retentionswert von 12,75 g/g, eine   Löslichkeit von 2, 8%   und ein Schichtvolumen von 60 bis 80   ml/g.   



   Alle nach den obigen Beispielen hergestellten Materialien waren praktisch trocken und bei Berührung in gequollenem Zustand nicht klebrig, sie absorbierten Wasser und Urin irreversibel und besassen trotz der praktischen Wasserunlöslichkeit hohe Urin-Retentionswerte, was für absorbierende Materialien zur Verwendung bei Wegwerferzeugnissen, wie   z. B.   sanitären Tüchern und Tampons, erwünscht ist. 
 EMI7.4 
 die Herstellung Flüssigkeiten absorbierender Erzeugnisse, die das erfindungsgemässe ab-zeigt : Fig. 1 eine Vorrichtung zum Aufbringen des absorbierenden Materials auf eine Trägerschicht ; Fig. 2 ein Tuch für sanitäre Zwecke und Fig. 3 und 4 einen Tampon. 



   Gemäss Fig. 1 enthält ein   Trichter-l-teilchenförmiges   absorbierendes Material, hergestellt, wie in einem   der Beispiele l   bis 19 beschrieben. Ein   Rüttelförderer-2-ist   so angeordnet, dass er dieses Material dem Spalt eines   Walzenpaars-3, 4-- zufuhrt,   deren obere Walze --3-- aus Stahl und deren untere Walze - aus Gummi ist, um Schwankungen der Abmessungen oder Gleichmässigkeit der Teilchenschicht auszugleichen oder sich ihnen anzupassen. 



   Dem Spalt der Walzen-3, 4-werden auch zwei Bahnen eines   Gewebe-Trägermaterials --5, 6-- zuge-   führt, die von Vorratsrollen-7, 8-über zwischengeschaltete   Zuführwalzen "-9-- zugeführt   werden. In jedem Falle ist eine Wassersprüheinrichtung --10-- vorgesehen, die die   Trägergewebebahnen --5   und   6-- be-   netzen, bevor sie die Spalten der Walzen --3 und 4-- erreichen. 



   Die benetzten   Trägerschichten-5, 6-erhalten dann   das teilchenförmige absorbierende Material am 

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 Spalt der beiden Walzen-3 und   4--und   laufen dann als sandwichartige Verbundlage weiter durch einen Heizraum --11--, der aus den Gewebeträgern und dem absorbierenden Material Feuchtigkeit entfernt, um eine Kühlwalze --12-- herum und dann zu einer   Lagerspule --13--.   



   Der Heizraum --11-- ist ein umschlossener Raum, der im wesentlichen aus einem System von Walzen - mit offenem Durchgang, Heizstrahlern --15-- und Abzugsleitung --16-- besteht. 
 EMI8.1 
 
Rayon-Material,Enden --B-- verschlossen. 



   Unmittelbar unter der Hülle befindet sich eine farb- oder fleckenvermindernde Schicht --C--. Dies ist erwünschtermassen eine nicht gewebte, perforierte, mit Silikon behandelte Schicht. 



   Unter dieser Schicht ist eine Penetrationsschicht --D--, die aus 16 Lagen mehrschichtigen Krepp- materials von 26 g/m2 Gewicht besteht. Unter dieser Penetrationsschicht dann befindet sich drei Lagen ab- sorbierenden, überzogenen Sandwichmaterials --E--, hergestellt, wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben. 



   Um die drei Lagen --E-- herum greift eine untere absorbierende Lage --F--, die auch aus einer Gewebeträgerschicht, die eine durchgehende Auflage des absorbierenden Materials trägt, besteht. 



   Unter dieser absorbierenden Lage schliesslich ist eine undurchlässige   Polyäthylenschicht-G-- und   an ihrer Aussenseite ein Streifen --H--, ein herkömmliches, mit Silikon behandeltes Klebeband, um das Tuch beim Gebrauch in seiner Lage zu halten. 



   Die Fig. 3 und 4 zeigen einen Tampon, hergestellt aus einer eingerollten Bahn --20-- des absorbierenden, überzogenen Sandwichmaterials, das wie oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben, hergestellt wurde, eingerollt mit einer Lage --21-- aus einem Material in Form langer Stapelfasern aus Baumwolle, Rayon oder einem   Baumwoll/Rayon-Gemisch.   Ein Faden --22-- zum Herausziehen ist vorgesehen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Absorbierendes Material mit praktisch wasserunlöslicher, vernetzter, gelatinierter   Stärke, sub-   stituiert durch ionische Gruppen, die an die Stärke über Äthergruppen gebunden und mit ein-oder zweiwertigen Gegenionen assoziiert sind, vorzugsweise zum Einsatz in sanitären Tüchern und Tampons, dadurch gekennzeichnet, dass der Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen 0,001 bis 0,04 beträgt und dass der Substitutionsgrad der ionischen Gruppen mindestens 1 und so ist, dass das vernetzte Stärkederivat einen Urin-Retentionswert von wenigstens 6 g/g hat.

Claims (1)

  1. 2. Absorbierendes Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen 0,003 bis 0, 02 beträgt.
    3. Absorbierendes Materialnach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegen- ion der ionischen Substituentengruppen das Ammoniumion ist.
    4. Absorbierendes Material nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Urin-Retentionswert von 8 bis 20 g/g hat.
    5. Verfahren zur Herstellung eines absorbierenden Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass 1) Stärke gelatiniert wird, 2) beim Gelatinieren oder danach die Stärke mit einer vernetzenden bifunktlonellen Verbindung zu einer vernetzten gelatinierten Stärke behandelt wird, die in Wasser praktisch unlöslich ist und in der der Substitutionsgrad der vernetzenden Gruppen 0, 001 bis 0, 04 beträgt, und 3) beim Gelatinieren oder danach die Stärke mit einem monofunktionellenVerätherungsmittel zur Sub- stitution durch ionische Gruppen umgesetzt wird, die über Ätherbrücken an die Stärke gebunden wer- den und mit ein-oder zweiwertigen Gegenionen assoziieren, wobeidie ionischen Gruppen bis zu einem Substitutionsgrad von wenigstens 0,
    1 eingeführt werden, wobei ein Urin-Retentionswert der sub- stituierten, vernetzten, gelatinierten Stärke von wenigstens 6 g/g erreicht wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufen des Gelatinierens und Vernetzens durchgeftlrt werden, indem EMI8.2 funktionelle Verbindung enthält, und b) die Aufschlämmung durchaufbringen auf eine auf 100 bis 1800C erhitzte Oberfläche zum Gelatinie- ren der Stärke, Umsetzen der vernetzenden bifunktionellen Verbindung mit dieser und gleichzei- tiges Trocknen zu einer vernetzten, gelatinierten Stärke in Trockenform rasch erhitzt wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelatinieren (1) und Verletzen (2) erfolgt, indem <Desc/Clms Page number 9> c) eine wässerige Aufschlämmung von Stärkekörnchen bereitet, d) die Aufschlämmung auf eine auf 100 bis 1800 C zum Gelatinierender Stärke und gleichzeitigen Trock- nen erhitzte Oberfläche gebracht und e) dann die gelatinierte Stärke mit einer vernetzenden bifunktionellen Verbindung in Gegenwart von Wasser und Alkali zu einer vernetzten, gelatinierten Stärke umgesetzt wird. EMI9.1 eingesetzt wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 6 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkali in der wässerigen Stärkeaufschlämmung in einer zum Auslösen einer erheblichen Gelatinierung der Stärke vor dem Erhitzen unzureichenden Konzentration eingesetzt wird.
    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die vernetzenden Gruppen bis zu einem Substitutionsgrad von 0, 003 bis 0,02 eingeführt werden.
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass als ionische Gruppen Carboxylgruppen eingeführt werden und dass ausserdem 4) das Stärkederivat mit einer Säure zur Überführung der Carboxylgruppen in ihre Säureform behan- delt, 5) die Säureform des Stärkederivats zum Entfernen jeglicher löslicher Salze mit Wasser gewaschen und 6) die Säureform des Stärkederivats mit Alkali zu dessen Rückumwandlung in eine ionische Form als Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammonium-oder substituiertes Ammoniumsalz neutralisiert wird.
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass in der Stufe des Neutralisierens (6) die Säureform des Stärkederivats mit überschüssiger Ammoniaklösung neutralisiert wird, worauf überschüssiges Ammoniak durch Erwärmen entfernt und das Ammoniumsalz getrocknet wird.
    13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässerige, etwa 1 bis 2 Gew.-Teile Wasser pro Teil Stärke enthaltende Stärkekörnchenaufschlämmung eingesetzt wird.
    14. Verfahren nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in Stufe (e) Wasser in einer Menge von 0, 1 bis 0,5 Teilen pro Teil Stärke eingesetzt wird.
    15. Verfahrennach einemderAnsprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Vernetzen und Veräthern zu einem absorbierenden Material mit einem Urin-Retentionswert von 8 bis 20 g/g erfolgt.
    16. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Vernetzen zu einem absorbierenden Material, das zu wenigstens 95% wasserunlöslich ist, erfolgt.
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