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Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Herstellung der Stromquellen, genauer gesagt, eine
Vorrichtung zum Einführen der Füllstoffe und gegebenenfalls der Stromableitung in das Gehäuse einer galvanischen Zelle.
Es ist eine Vorrichtung zum Einführen der Füllstoffe und der Stromableitung in das Gehäuse einer galvanischen Zelle bekannt, die ein in Form eines Mundstückes ausgeführtes Werkzeug mit konzentrischen Hohlräumen, deren Anzahl der Anzahl der Füllstoffe entspricht, und einem Zentralkanal, eine Einrichtung zur volumetrischen Zuführung der Füllstoffe in die Hohlräume des Werkzeuges, die zwei Zylinder umfasst, vorbei in Hohlraum eines jeden Zylinders ein Kolben mit einer Stange untergebracht ist, sowie ein System der Ventile, welche die Hohlräume der genannten Zylinder mit den Hohlräumen des Werkzeuges und Druckleitungen abwechselnd verbinden, aus welchen die Füllstoffe zugeführt werden, enthält. Die Vorrichtung ist auch mit einer Einrichtung zur Erzeugung des Gegendruckes gegen das Ausfliessen der Füllstoffe versehen (s. z.
B. den Urheberschein Nr. 469169, [1966], UdSSR).
Eine solche Vorrichtung gewährleistet eine qualitätsmässige und produktive Einführung der Füllstoffe in das Gehäuse der galvanischen Zelle. Sie weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf :
1. Ein grosser Verlust der Zeit bei der Durchführung des Zyklus der Herstellung der Zelle, der mit der Drehung der Ventile verbunden ist.
Während der Durchführung eines Zyklus der Arbeit führen die Ventile zwei Drehungen aus, u. zw. die erste Drehung zum Öffnen des Durchganges für Füllstoffe aus den Hohlräumen der Zylinder in die Hohlräume des Werkzeuges und die zweite Drehung zum Schliessen der Leitung der zuzuführenden Füllstoffe und zum Verbinden der Hohlräume der Zylinder mit Druckleitungen. Eine vollständige Beseitigung oder eine bedeutende Reduzierung dieses Zeitverlustes gestattet es, unter der Beibehaltung einer konstanten Zeitdauer des Ausfliessens der Füllstoffe (die entsprechend den Bedingungen der physikalisch-mechanischen Eigenschaften dieser Füllstoffe gewählt ist) die Leistung der Vorrichtung um mindestens 25 bis 30% zu erhöhen.
2. Eine Erschwerung der Konstruktion, die mit dem Antrieb der Ventile verbunden ist. Die Steuerung des Prozesses des Ausfliessens der Füllstoffe wird durch zwei Bewegungen der Kolben und der Ventile verwirklicht, wobei die Steuerung der Drehung der Ventile die Verwendung einer Reihe von kinematischen Gliedern, u. zw. kegelförmiger und zylindrischer Elementenpaare, eines Maltheserkreuzgetriebes usw. erfordert.
Die Beseitigung der Einrichtungen, welche die Drehung der Ventile steuern, vereinfacht wesentlich die Konstruktion der Vorrichtung. Zweck der Erfindung ist die Beseitigung der Nachteile, die den bekannten Vorrichtungen eigen sind.
Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, eine solche Vorrichtung zum Einführen der Füllstoffe und der Stromableitung in das Gehäuse einer galvanischen Zelle zu schaffen, die eine vereinfachte Konstruktion sowie eine erhöhte Leistung aufweist, die Qualität der hergestellten Zellen verbessert sowie deren Charakteristiken stabilisiert und es gewährleistet, dass der Füllstoff hinter die Stirn des Werkzeuges nicht ausfliesst.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch erreicht, dass in einer Vorrichtung zum Einführen der Füllstoffe und gegebenenfalls der Stromableitung in das Gehäuse einer galvanischen Zelle, die ein in Form eines Mundstückes ausgeführtes Werkzeug mit mindestens einem konzentrischen Hohlraum und einem Zentralkanal, durch den gegebenenfalls auch die Stromableitung in die Zelle gebracht wird, eine Einrichtung zur volumetrischen Zuführung der Füllstoffe in die Hohlräume des Werkzeuges, die Zylinder mit innerhalb dieser angeordneten Kolben mit Stangen und Anschlägen zur Begrenzung der Bewegung dieser Stangen besitzt, wobei die Hohlräume der Zylinder durch Öffnungen mit Druckleitungen und Hohlräumen des Werkzeuges verbunden sind, sowie auch eine Einrichtung zur Erzeugung des Gegendruckes gegen das Ausfliessen des Füllstoffes enthält, erfindungsgemäss,
der Kolben eines jeden Zylinders der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung der Füllstoffe mit einem beweglichen Steuerkolben zum Freigeben des Volumens für Füllstoff versehen ist, und der Abstand zwischen den Öffnungen, welche den Hohlraum eines jeden Zylinders mit der Druckleitung und dem Hohlraum des Werkzeuges verbinden, die Höhe des zum Einbringen der dosierten Füllstoffmenge notwendigen Hubes übersteigt.
Bei einer solchen Ausführung der Vorrichtung wird die Aufnahme der Dosis vom Füllstoff und deren Nachpressen in den Hohlraum des Mundstückes gewährleistet, wobei die Hohlräume des Mundstückes mit den Druckleitungen nicht verbunden werden.
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In der erfindungsgemässen Vorrichtung kann zweckmässigerweise der Kolben eines jeden Zylinders innerhalb der Stange angeordnet und mit einem Schaft mit Rille versehen werden ; es ist weiter zweckmässig, den Anschlag zur Begrenzung der Bewegung des Kolbens regelbar mit einem Kugelschnapperstift für die Einführung und zur Befestigung des genannten Schaftes im Anschlag und die Einrichtung zur Erzeugung des Gegendruckes gegen das Ausfliessen des Füllstoffes in Form eines Stössels auszuführen, der an die Stütze mittels eines federbelasteten Gleitsteines angedrückt ist.
Eine solche Ausführung der Vorrichtung verbessert die Eigenschaft der Zelle, weil dabei die Möglichkeit der Elektrodenschlüsse beseitigt wird. Das lässt sich dadurch erklären, dass das Ausfliessen der Füllstoffe, insbesondere des Materials der negativen Elektrode eher beginnt, als das vom Zyklogramm der Vorrichtung, vorgesehen ist, d. h. bevor die Buchse des Kolbens mit dem Anschlag in Berührung kommt.
Das wird durch die Reibung hervorgerufen, die zwischen der Buchse des Kolbens und der Wand des Zylinders entsteht, und führt in einer Reihe von Fällen zu Elektrodenschlüssen durch den Austrieb des Materials der negativen Elektrode am Boden des Zellengehäuses. Nach dem beendeten Austrieb der Füllstoffe dauert das Ausfliessen des Materials der negativen Elektrode aus dem Werkzeug noch eine gewisse Zeit an.
Das wird durch die Dehnung des Materials der negativen Elektrode hervorgerufen, das in der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung, in den Verbindungsöffnungen und den Hohlräumen des Werkzeuges durch den Widerstand gegen das Ausfliessen des Füllstoffes und die Kraft des Gegendruckes zusammengedrückt ist, wobei nach dem beendeten Ausfliessen des Füllstoffes das Material des Füllstoffes in den Hohlräumen des Werkzeuges weiter durch die Kraft des Gegendruckes zusammengedrückt wird.
Die oben dargelegte zweite Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ermöglicht die Beseitigung dieses Nachteiles. In einigen Fällen werden bei einer stabförmigen Konstruktion der Stromableitung in die Einrichtung zur volumetrischen Zuführung gleichzeitig der vorherig eingedickte Elektrolyt und das Material der negativen Elektrode, d. h. die Füllstoffe nachgepresst, und die Stromableitung wird später eingesetzt. In diesem Fall ist der Zentralkanal des Werkzeuges mit der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung des Füllstoffes der Elektrode verbunden.
Bei einer solchen Methode der Herstellung der Zelle fehlt die Stromableitung, wodurch die Bedingungen für das Loslösen der Füllstoffe, insbesondere des Materials der negativen Elektrode, des gepasteten Zinkes, bedeutend verschlechtert werden. Eine Vergrösserung der Menge des gepasteten Zinkes in der Zelle, und folglich in dem in Form des Mundstückes ausgeführten Werkzeug, welche dadurch hervorgerufen ist, dass bei der Verwendung einer stabförmigen Stromableitung aus konstruktionsmässigen Gründen zwischen der Einrichtung der volumetrischen Zuführung und dem Ende des Mundstückes immer 5 bis 10 Dosiseinheiten vorhanden sind, führt auérdem zu einem fortgesetzten Ausfliessen des Zinkes nach dem Loslösen der Elektrode und nach der Beseitigung des Druckes.
Das gepastete Zink wird bei der Herstellung und insbesondere bei dessen Aufbewahrung durch die Wasserstoffkorrosion mit Gas gesättigt.
Beim Ausfliessen, wo das gepastete Zink unter Druck steht, werden die Gasblasen zusammengedrückt ; bei der Beseitigung des Druckes wird der Umfang der Gasblasen vergrössert. Dadurch tritt nach dem Loslösen der geformten Elektrode ein nicht kontrollierbares Ausfliessen des gepasteten Zinkes aus dem Mundstück ein, das ungefähr 10 bis 15% der Länge der auszutreibenden Elektrode beträgt. Aus diesem Grund ändert sich die Menge des gepasteten Zinkes in der Zelle, was zu unstabilen elektrischen Charakteristiken einzelner Zellen führt.
Zur Beseitigung des genannten Nachteiles kann das Werkzeug mit einem Einsatzstück versehen werden, das in seinen Zentralkanal eingeführt wird und in Form einer Schraube ausgeführt ist, die an der Stirnseite radial angeordnete Rippen aufweist ; das Werkzeug ist auch mit einem Messer versehen, das an der Stirnseite des Einsatzstückes angebracht ist, die Form und die Abmessungen des Einsatzstückes besitzt und an einem durch das Einsatzstück geführten Stab befestigt ist. Eine solche Ausführung der Vorrichtung ist bei der Herstellung der Zellen mit einer stabförmigen Stromableitung notwendig, um die Möglichkeit der Bildung von Elektrodenschlüssen vollständig zu beseitigen und eine exakte Formbildung der Stirn der Elektrode zu gewährleisten.
Der Zentralkanal des Werkzeuges, der mit der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung des Füllstoffes für Elektrode verbunden ist, kann zweckmässigerweise in der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem Kolben versehen werden, der die einzelne Dosis des Füllstoffes für Elektrode abtrennt und diese in die Zelle einführt.
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Alle vorgeschlagenen Ausführungsformen der Vorrichtung zum Einführen der Füllstoffe und der Stromableitung in das Gehäuse einer galvanischen Zelle lassen die oben gestellten Aufgaben erfolgreich lösen.
Zu einem besseren Verständnis des Erfindungsgegenstandes werden nachstehend Ausführungsbei-
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:der Zylinder ; Fig. 2, 3,4 dieselbe Vorrichtung in den darauffolgenden Stadien der Arbeit ; Fig. 5 schematische Darstellung einer andern Ausführungsform einer ähnlichen Vorrichtung während der Aufnahme der Dosis des Füllstoffes ; Fig. 6 einen Schnitt nach VI-VI in Fig. 5, d. h. die Einrichtung zur Erzeugung des Gegendruckes ; Fig. 7, 8 darauffolgende Stadien der Arbeit der Vorrichtung, die in Fig. 5, 6 wiedergegeben ist ; Fig. 9 schematische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung im Schnitt, in welcher das Werkzeug mit einem beweglichen Einsatzstück versehen ist ; Fig. 10 die Vorrichtung gemäss Fig. 9, in der das Werkzeug mit einem Messer versehen ist ;
Fig. 11 schematische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung im Schnitt, in der der Zentralkanal des Werkzeuges mit einem Kolben versehen ist ; Fig. 12 die Vorrichtung gemäss Fig. 11 während der Einführung der Füllstoffe in die Zelle.
Wie das aus Fig. l zu ersehen ist, besteht die Vorrichtung aus einem in Form eines Mundstückes - -1-- ausgeführten Werkzeug mit konzentrischen Hohlräumen --2. 3-- und einem Zentralkanal --4--. Die konzentrischen Hohlräume --2, 3-- werden, z.B. jeweils mit dem Füllstoff --5-- der negativen Elektrode und mit dem vorherig eingedickten Elektrolyt --6-- gefüllt, und durch den Zentralkanal --4-- wird eine Stromableitung --7-- eingeführt.
Die Füllstoffe --5 und 6--werden mittels der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung zugeführt, die aus Zylindern --8, 9-- besteht, in welchen sich Kolben--10, 11--jeweils mit Stangen --12, 13-- bewegen. Die Hohlräume der Zylinder --8, 9-- sind mittels Öffnungen mit Druckleitungen --14, 15-- und den Hohlräumen --2, 3-- des Mundstückes --1-- durch Kanäle --16, 17-- derart verbunden, dass der Abstand zwischen den genannten Öffnungen in einem jeden Zylinder die Höhe des zum Einbringen der dosierten Füllstoffmenge notwendigen Hubes übersteigt. Das Gehäuse einer galvanischen Zelle --18-- mit der positiven Elektrode wird auf das Mundstück --1-- und einen Führungsring --19-- mittels einer Stange - aufgesetzt.
Die Zuführung der Stromableitung --7-- wird mittels einer Stange --21-- verwirklicht,
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des Volumens für den Füllstoff bestimmt ist.
Um das Ausfliessen des Materials der negativen Elektrode aus dem Werkzeug nach dem beendeten Nachpressen der Füllstoffe zu verhindern, ist die Vorrichtung mit einer Einrichtung zur Erzeugung des Gegendruckes ausgestattet, die in Form einer Stütze --24-- ausgeführt ist. an welche die Stange --20-angedrückt wird.
Die Vorrichtung hat folgende Arbeitsweise. In der Zeit. wo sich die Kolben-10, 11-in der unteren Endstellung befinden, überfliessen die Füllstoffe--5, 6--durch die entsprechenden Druckleitungen --14, 15-- in die Hohlräume der Zylinder --8, 9--, wie das in Fig. l wiedergegeben ist. Dabei bewegen sich die Steuerkolben unter der Einwirkung des Druckes der Füllstoffe --5, 6-- entlang der Achse der Stangen --12, 13-- bis zum Anschlag gegen Begrenzungsteile --25, 26--.
Nachdem die Hohlräume der Zylinder --8, 9-- gefüllt sind. fangen die Kolben-10. 11-mit den damit verbundenen Stangen-12, 13-an, sich nach oben zu bewegen ; dabei werden aufeinanderfolgend folgende Arbeitsgänge verwirklicht ; a) Überdeckung der Druckleitungen --14, 15-- durch die Kolben--10, 11-- (Fig. 2) ; b) Verbinden der Hohlräume der Zylinder --8, 9-- durch die Kanäle --16, 17-- jeweils mit den Hohlräumen --3, 2-- des Mundstückes --1-- (Fig. 3) ; die Steuerkolben --22, 23-- bewegen sich bis zu Anschlägen--27, 28--und werden zum Stehen gebracht ;
c) Nachpressen der Füllstoffe --5, 6-- in die Hohlräume --2, 3-- des Mundstückes --1-- (Fig.4).
Gleichzeitig mit dem Nachpressen der Füllstoffe --5, 6-- findet die Bewegung der Stromleitung --7-mittels der Stange --21-- statt. Die hergestellte Zelle wird von dem Mundstück --1-- abgezogen, die Kolben-10, 11-werden bis zur unteren Endstellung gesenkt und der Prozess beginnt von neuem.
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In Fig. 5, 6 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, die sich von der in Fig. 1 bis 4 wiedergegebenen Vorrichtung dadurch unterscheidet, dass in der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung der Füllstoffe die Steuerkolben --29, 30-- der Zylinder --8, 9-- innerhalb der Stangen - -31, 32-- untergebracht sind und Schäfte-33, 34-aufweisen, die jeweils mit Rillen --35, 36--
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Das Füllen der Hohlräume der Zylinder --8, 9-- mit den Füllstoffen --5, 6-- wird durch die Druckleitungen --14, 15-- zu der Zeit verwirklicht, wo sich die Stangen --31, 32-- in der unteren Endstellung befinden.
Unter der Einwirkung des Druckes der Füllstoffe --5, 6-- bewegen sich dabei die Steuerkolben --29, 30--, welche innerhalb der Stangen --31, 32-- angeordnet sind, in Begrenzer --43, 44-- bis zum Anschlag. Nachdem die Hohlräume der Zylinder --8, 9-- mit den Füllstoffen gefüllt worden sind, fangen die Kolben --10, 11-- zusammen mit den Stangen --31, 32-- und den Steuerkolben --29, 30-- an, sich nach oben zu bewegen ; dabei werden folgende Arbeitsgänge aufeinanderfolgend verwirklicht : a) Überdecken der Druckleitungen --14, 15-- durch die Kolben-10, 11- (Fig. 7) ; b) Verbinden der Hohlräume der Zylinder --8, 9-- durch die Kanäle --16, 17--, mit den entsprechenden konzentrischen Hohlräumen --2, 3-- des Werkzeuges --1-- (Fig.7);
c) zu der Zeit, wo die Schäfte --33, 34-- der Steuerkolben --29, 30-- mit den entsprechenden regelbaren Anschlägen --37, 38-- in Berührung kommen, werden die Steuerkolben-29, 30-zum Stehen gebracht, und durch die Bewegung der Stangen --31, 32-- werden die Füllstoffe --5, 6--, d.h. der vorherig eingedickte Elektrolyt und das Material der negativen Elektrode, in den Hohlraum der positiven Elektrode der herzustellenden Zellen --18-- nachgepresst, die auf das Werkzeug --1-- und den Führungsring --19-- mittels der in Form eines Stössels ausgeführten Stange --20-- aufgesetzt ist.
Mittels der Stange --20-- wird das Gehäuse der Zelle --18-- auf das Werkzeug-l-zwangsläufig unter der Mitverwendung eines Nockens (in Fig. 1 nicht dargestellt) aufgesetzt, und beim Ausfliessen der Füllstoffe --5, 6-- wird durch diese Stange mittels der Reibungskraft Gegendruck erzeugt ; zu diesem Zweck ist die Stange --20-- mittels der Federn --42-- über den Gleitstein --41-- an die Stütze --24-angedrückt.
Gleichzeitig mit dem Nachpressen der Füllstoffe --5, 6-- wird die Bewegung der Stromableitung --7-mittels der Stange --21-- verwirklicht. Am Ende der Bewegung der Stangen --31, 32-- werden die Kugelschnapperstifte --39, 40-- mittels der zylindrischen Teile "a" und "b" der genannten Stangen in die Rillen --35, 36-- der Schäfte --33, 34-- der Steuerkolben --20, 30-- gerichtet.
Nachdem das Einführen der Füllstoffe --5, 6-- in das Gehäuse der galvanischen Zelle --18-- beendet ist, fangen die Stangen --31--, --32-- an, sich nach unten zu bewegen. Dabei werden aufeinanderfolgend folgende Arbeitsgänge verwirklicht : a) Zurückhalten der Steuerkolben --29, 30-- in der oberen Endstellung zur Verwirklichung der
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h.(Fig. 7) gebildet wird ; b) Befreiung der Steuerkolben --29, 30-- von der Befestigung und deren Rückführung zusammen mit den Stangen --31, 32-- in die Ausgangsstellung, wonach der Prozess von neuem beginnt.
In Fig. 9, 10 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung wiedergegeben, die bei der Herstellung der galvanischen Zellen mit einer stabförmigen Stromableitung vollständig die Möglichkeit der Entstehung von Elektrodenschlüssen ausschliesst sowie eine exakte Formbildung der Stirn der Elektrode gewährleistet. In diesen Fällen werden in den Hohlraum der positiven Elektrode gleichzeitig der eingedickte Elektrolyt und das Material der negativen Elektrode nachgepresst, und das Einsetzen der Stromableitung wird später vorgenommen.
Die kennzeichnende Besonderheit einer solchen Vorrichtung besteht darin, dass das Werkzeug --1-mit einem Einsatzstück versehen ist, das in den Zentralkanal --4-- eingeführt wird. Das Einsatzstück stellt eine Schraube --47-- dar, die an der Stirnseite radial angeordnete Rippen aufweist und bewegbar ausgebildet ist, um das Heraustreten des Füllstoffes hinter die Stirn des Werkzeuges zu verhindern.
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Ausserdem kann das Werkzeug --1-- mit einem Messer --48-- (Fig. 10) versehen werden, das an der Stirnseite des in Form einer Schraube --47-- ausgeführten Einsatzstückes angebracht ist und die Form sowie die Abmessungen dieses Einsatzstückes wiederholt, wobei das Messer --48-- an einem Stab --49-befestigt ist, der durch die Schraube --47-- geführt ist.
Die Vorrichtung hat folgende Arbeitsweise. Das Gehäuse der galvanischen Zelle --18-- mit der positiven Elektrode wird mittels der Stange --20-- auf das Mundstück --1-- und den Führungsring-19- aufgesetzt. Zur Erzeugung des Gegendruckes gegen das Ausfliessen der Füllstoffe --5, 6-- durch die Reibungskraft ist die Stange --20-- an die Stütze --24-- mittels der Federn über den Gleitstein --41-- angedrückt. Die Einrichtung zur volumetrischen Zuführung, die die Zylinder-8, 9-umfasst, "erwirklicht gleichzeitig das Nachpressen der einzelnen Volumen der Füllstoffe --5, 6--, die aus den Druckleitungen-14, 15-durch die Kanäle --16, 17--,
den Hohlraum --3-- und den Zentralkanal --4-des Mundstückes --1-- in den Innenraum des Gehäuses der Zelle --18-- zugeführt wurden, indem sie die I'üllstoffe formt. Nach dem beendeten Ausfliessen der Füllstoffe --5, 6-- und zu der Zeit, wo die hergestellte Zelle --18-- abgezogen wird, geht das in Form einer Schraube --47-- ausgeführte und in dem Zentralkanal --4-- angeordnete Einsatzstück ins Innere des Kanals --4-- zurück, indem es gleichzeitig eine Teildrehung um die eigene Achse (-90 ) in der in Fig. 9,-10-mit einem Pfeil angegebenen Richtung ausführt, so dass der Füllstoff --5-- der negativen Elektrode auch ins Innere der Zelle gerichtet . vird.
Durch das Zurückgehen der Schraube --47-- ins Innere des Zentralkanals --4-- unter gleichzeitiger Drehung derselben um die eigene Achse wird mittels des Wegziehens des Füllstoffes eine exakte Fortbildung der Stirn der Elektrode gewährleistet, wobei das Ausfliessen des Materials der Elektrode hinter die Stirn des Mundstückes-l-nach der Beendigung des Prozesses des Ausfliessens sowie Elektrodenschlüsse völlig ausgeschlossen sind. Wie das oben dargelegt wurde, kann die Vorrichtung gemäss der vorliegenden Ausführungsform mit dem Messer --48-- versehen werden. Das ist zweckmässig, wenn grössere galvanische Zellen mit der negativen Elektrode von einem grösseren Durchmesser hergestellt werden.
Nachdem das Ausfliessen der Füllstoffe --5, 6-- beendet ist, dreht sich das Messer --48-- (der Antrieb zur Drehung des Messers ist nicht wiedergegeben) um die eigene Achse um, indem es die geformte Elektrode abtrennt.
In Fig. 11, 12 ist noch eine Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, die in den Fällen verwendet wird, wo in den Hohlraum der positiven Elektrode gleichzeitig der vorherig eingedickte Elektrolyt und das Material der negativen Elektrode, d. h. die Füllstoffe nachgepresst werden, während das Einsetzen der Stromableitung später vorgenommen wird.
In einer solchen Vorrichtung ist der Zentralkanal --4-- des Mundstückes --1-- mit der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung des Füllstoffes der Elektrode verbunden und mit einem Kolben --50-versehen, der die Dosiseinheit des Füllstoffes der Elektrode abtrennt und diese in die Zelle --18-einführt.
Durch den Zentralkanal --4-- wird der Füllstoff --5--, das gepastete Zink, und durch den
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durch die Druckleitungen --14, 15-- den Zylindern --8, 9-- der Einrichtung zur volumetrischen Zuführung zugeführt, wo die Dosen der Füllstoffe abgetrennt werden, die dann durch die Kanäle --16, 17-- in den konzentrischen Hohlraum --3-- des Mundstückes --1-- und in dessen Zentralkanal--4-nachgepresst werden. Mittels eines Kolbens --50-- wird eine Dose des gepasteten Zinkes abgetrennt und gleichzeitig mit dem eingedickten Elektrolyt in die Zelle nachgepresst, wobei das Ausfliessen des Elektrolyts aus dem konzentrischen Hohlraum --3-- des Mundstückes --1-- wie oben beschrieben, vor sich geht.
Da sich in dem Zentralkanal --4-- des Mundstückes --1-- nur eine einzelne Dose des gepasteten Zinkes befindet, liegen die Abweichungen des Gewichts von verschiedenen Dosen unter 0, 1 bis 0, 2 g.