AT341286B - Rohrverbindung - Google Patents
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohrverbindung mit zumindest einem, in eine Ringnut einer Muffe eingelegten und gegen deren Wandung örtlich abgestützten elastischen Dichtring, welcher ein in die Muffe geschobenes Rohr dichtend umgibt, wobei die Innenfläche des Dichtringes in Einschiebrichtung des Rohres verjüngt ist und an den verjüngten Bereich eine ringförmige Innendichtlippe anschliesst.
Eine bekannt gewordene Rohrverbindung dieser Art (DE-OS 2330594) ist mit Hilfe zweier Wülste in der Ringnut der Muffe gehalten. Der Verjüngungswinkel der Dichtung nimmt in Einschieberichtung des Rohres immer mehr ab und wird gegen das Ende der Innendichtlippe negativ.
Nachteilig bei dieser bekannten Rohrverbindung ist der Umstand, dass die verwendeten Rohre nur geringe Toleranzen aufweisen dürfen, da der Dichtring bei zu dünnen Rohren, d. h. bei Minustoleranzen der Rohre keine genügend hohe Druckfestigkeit der Rohrverbindung ergibt. Bei Plustoleranzen der Rohre tritt hingegen beim Zusammenschieben der Rohrteile ein beträchtlicher Widerstand längs eines kurzen Weges auf, der vielfach einen nicht vertretbaren Kraftaufwand zum Einschieben der Rohre erfordert. Die starken, an dem Dichtring angreifenden Kräfte können überdies zu dessen Beschädigung oder Zerstörung führen. Dies gilt insbesondere für Rohre aus Asbestzement, Beton, glasfaserverstärktem Kunststoff oder Kunststoffbeton, bei welchen herstellungsbedingt verhältnismässig grosse Toleranzen auftreten.
Um diesen Schwierigkeiten einigermassen entgegentreten zu können, wird bei der bekannten Rohrverbindung das Ende des einzuschiebenden Rohres abgeschrägt.
Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Rohrverbindung zu schaffen, die auch bei grösseren Toleranzen von Rohr und Muffe eine dichte und genügend druckfeste Verbindung erlaubt. Insbesondere soll die Rohrverbindung auch für Rohre aus Asbestzement, Beton, glasfaserverstärktem Kunststoff und Kunststoffbeton geeignet sein, z. B. für Kanalrohre aus den genannten Materialien.
Dieses Ziel lässt sich mit einer Rohrverbindung der eingangs erwähnten Art erreichen, bei welcher erfindungsgemäss die Innendichtlippe etwa in Richtung der verjüngten Innenfläche erstreckt ist, im Bereich der Verjüngung zwischen Dichtring und Muffe ein Spiel belassen ist, welches bei fortschreitendem Einschieben des Rohres geringer wird, und dass im Bereich der Innendichtlippe eine schräg nach aussen erstreckte Stützdichtlippe vorgesehen ist.
Die Erfindung ermöglicht eine wirksame Verbindung selbst bei Durchmesser-Toleranzen von etwa 7 mm, wie sie bei Rohren grösseren Aussendurchmessers produktionsbedingt auftreten können. Die zum Zusammenschieben der Rohrverbindung erforderliche verhältnismässig geringe Kraft wird auch bei Rohren mit Plustoleranzen nur unwesentlich grösser.
Das Vermögen des Dichtringes, grosse Toleranzen ausgleichen zu können, wird noch verbessert, wenn die Innendichtlippe etwa doppelt so lang ist wie die Stützdichtlippe.
Der Verjüngungswinkel der Innenfläche des Dichtringes beträgt zweckmässigerweise etwa 25 bis 500.
Will man die Ringnut in der Muffe nicht allzu breit ausbilden, so kann in an sich bekannter Weise an der Aussenfläche des Dichtringes ein umlaufender, zur Aufnahme in die Ringnut der Muffe bestimmter Ringflansch ausgebildet sein.
Um das Spiel zwischen Dichtring und Muffe zu gewährleisten, kann die Aussenfläche des Ringflan- sches in Einschiebrichtung des Rohres konisch verjüngt sein. Aus dem gleichen Grund ist es vorteilhaft, wenn die Aussenfläche des Dichtringes in an sich bekannter Weise nach innen gewölbt ist oder wenn die Ringnut in Einschiebrichtung des Rohres konisch erweitert ist.
An dem Rohr haftende Schmutzteilchen bzw. Fremdkörper können beim Einschieben des Rohres nicht in die Verbindung eindringen, wenn an dem, dem einzuschiebenden Rohr zugewendeten Ende des Dichtringes ein, nach innen vorspringender Abstreifring ausgebildet ist.
Es hat sich weiters erwiesen, dass eine besonders gute Abdichtung erzielt werden kann, wenn an der verjüngten Innenfläche des Dichtringes zumindest ein, an sich bekannter, jedoch im Vergleich zu den Dichtlippen nur gering vorstehender Dichtsteg mit etwa dreieckförmigem Querschnitt ausgebildet ist.
Die Erfindung samt ihren weiteren Vorteilen und Merkmalen ist im folgenden an Hand beispielsweiser Ausführungsformen näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht sind. Es zeigen im Schnitt Fig. 1 eine Überschiebmuffe mit zwei Dichtringen und einem eingeschobenen Rohr, Fig. 2 eine für höhere Betriebsdrücke geeignete Ausführungsform der Erfindung mit einem Stossring zum Schutze der Stirnflächen der Rohre, Fig. 3 eine der in Fig. 2 dargestellten Verbindung ähnliche Ausführungsform der Erfindung und Fig. 4 die Verbindung zweier Rohre, wobei die Muffe einstückig mit einem Rohr ausgebildet ist.
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Wie Fig. 1 zeigt, sind in einer Überschiebmuffe--1--zwei Ringnuten--2--ausgebildet, in welche jeweils ein elastischer Dichtring --3-- eingelegt ist. An der Aussenfläche des Dichtringes --3-- ist ein in die Ringnut --2-- der Muffe --1-- eingelegter umlaufender Ringflansch --4-- vorgesehen. Die Aussenfläche
EMI2.1
Vergleich zu den Dichtlippen --7, 8-- nur gering vorstehenden Dichtstegen--9--versehen, deren Querschnitt etwa dreieckförmig ausgebildet ist. Schliesslich trägt der Dichtring --3-- an dem Ende, welches dem einzuschiebenden Rohr --5-- zugewendet ist, einen nach innen vorspringenden Abstreifring - -10--.
Um zwei Rohre --5-- miteinander zu verbinden, werden zunächst die mit einem gewissen Übermass aus synthetischem Kautschuk, Naturkautschuk, Kunststoff od. dgl. hergestellten Ringe --3-- in die Ringnuten - -4-- der Muffe --1-- eingelegt. So dann werden die an ihren Stirnflächen zweckmässigerweise abgeschrägten Rohre --5-- in die Muffe --1-- eingeschoben. Bei der Darstellung nach Fig. 1 befindet sich ein Rohr
EMI2.2
--1-- wirdAbstreifringes --10-- an dem Rohr haftender Schmutz abgestreift.
Bei weiterem Vorschieben stösst die Stirnfläche des Rohres gegen die verjüngte Innenfläche --6-- des Dichtringes --3--, wobei der Dichtring --3-- mit dem Ringflansch --4-- weiter in die Ringnut --2-- gepresst wird, so dass schliesslich das Spiel - verschwindet (rechte Seite der Fig. 1). Bei fortgesetztem Einschieben des Rohres wird die Innendichtlippe --7-- im wesentlichen konzentrisch zur Rohrachse umgebogen und die Stützdichtlippe - gegen die Muffeninnenfläche gepresst.
Wie der rechten Seite der Fig. 1 entnommen werden kann, liegt der zusammengepresste Dichtring --3-- an mehreren Flächen sowohl an der Muffe --1-- als auch an dem Rohr --5-- an. Die Dichtstege--9--verbessern zusätzlich die Abdichtung an dem Rohr Ein besonderer Vorteil der Erfindung ist die geringe und über eine längere Strecke des Einschiebeweges annähernd gleiche erforderliche Kraft, die sich durch das sukzessive Wegbiegen der einzelnen Teile des Dichtringes ergibt. Die Konstruktion des Dichtringes ermöglicht es weiters, grosse Toleranzen der Rohre bzw. Muffen auszugleichen, ohne dass die Dichtwirkung der Rohrverbindung in Frage gestellt wird.
Die Fig. 2 zeigt eine etwas modifizierte Ausführungsform der erfindungsgemässen Rohrverbindung, bei welcher die Ringnut --2-- zweistufig ausgeführt ist. Der ringflansch --4-- des Dichtringes --3-- ist in den inneren Teil der Ringnut --2-- eingelegt, die äusseren Teile der Ringnut nehmen die Aussenbereiche des Dichtringes, insbesondere auch die Stützdichtlippe --8-- auf. Ein in eine Nut --11-- in der Mitte der Muffe-l-eingelegter elastischer Stossring --12-- vermittelt eine bestimmte Distanzhaltung und einen Schutz der Stirnflächen der beiden Rohre --5--. Die eben beschriebene Rohrverbindung eignet sich besonders für hohe Betriebsdrücke bis etwa 10 bar.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die den Dichtring --3-- aufnehmende Ringnut --2-- der Muffe-l--in Einschiebrichtung-Ä-der Rohre konisch erweitert. Die Aussenfläche des Dichtringes - ist etwas nach innen gewölbt-beispielsweise von einer Torusfläche begrenzt -, so dass ein Spiel - zwischen dieser Aussenfläche und der Muffe --2-- verbleibt. Auch bei dieser Rohrverbindung, deren Wirkungsweise jener der bereits beschriebenen Ausführungsformen gleicht, ist ein Stossring --12-- für die Stirnflächen der Rohre vorgesehen.
Die erfindungsgemässe Rohrverbindung muss nicht notwendigerweise eine getrennte Muffe zur Verbindung zweier Rohrenden aufweisen. Vielmehr kann, wie Fig. 4 zeigt, die Muffe --13-- mit einem Rohr - einstückig ausgebildet sein. Auch kann sich die Muffe --13-- an einem Behälter oder seitlich an einer Rohrleitung befinden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Rohrverbindung mit zumindest einem, in eine Ringnut einer Muffe eingelegten und gegen deren Wandung örtlich abgestützten elastischen Dichtring, welcher ein in die Muffe geschobenes Rohr dichtend umgibt, wobei die Innenfläche des Dichtringes in Einschiebrichtung des Rohres verjüngt ist und an den EMI3.1 Bereich der Verjüngung zwischen Dichtring (3) und Muffe (1) ein Spiel (a) belassen ist, welches bei fortschreitendem Einschieben des Rohres (5) geringer wird, und dass im Bereich der Innendichtlippe (7) eine schräg nach aussen erstreckte Stützdichtlippe (8) vorgesehen ist.2. Rohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die EMI3.2 Ringnut (2) der Muffe (1) bestimmter Ringflansch (4) ausgebildet ist.5. Rohrverbindung nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Aussenfläche des Ringflansches (4) in Einschiebrichtung (A) des Rohres (5) konisch verjüngt ist.6. Rohrverbindung nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass die Aussenfläche des Dichtringes (3) in an sich bekannter Weise nach innen gewölbt ist. EMI3.3 Ringnut (2) in Einschiebrichtung des Rohres (5) konisch erweitert ist.8. Rohrverbindung nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 6, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass an dem, dem einzuschiebenden Rohr (5) zugewendeten Ende des Dichtringes (3) ein nach innen vorspringender Abstreifring (10) ausgebildet ist.9. Rohrverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,6 oder 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass an der verjüngten Innenfläche (6) des Dichtringes (3) zumindest ein, an sich bekannter, jedoch im Vergleich zu den Dichtlippen (7,8) nur gering vorstehender Dichtsteg (9) mit etwa dreieckförmigem Querschnitt ausgebildet ist.
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| EP0016275A1 (de) * | 1979-06-29 | 1980-10-01 | Finring Manufacturing Pty. Ltd. | Elastischer Dichtring |
| EP0090934A3 (de) * | 1982-04-02 | 1983-12-28 | WOCO Franz-Josef Wolf & Co. | Rohrdichtung |
| EP0156222A1 (de) * | 1984-03-28 | 1985-10-02 | ALPHACAN Omniplast GmbH | Muffenrohrverbindung |
-
1975
- 1975-07-09 AT AT532075A patent/AT341286B/de not_active IP Right Cessation
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| EP0156222A1 (de) * | 1984-03-28 | 1985-10-02 | ALPHACAN Omniplast GmbH | Muffenrohrverbindung |
| WO1985004462A1 (fr) * | 1984-03-28 | 1985-10-10 | Omniplast Gmbh & Co Kg | Anneau d'etancheite pour assemblages de tuyaux a emboitement |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ATA532075A (de) | 1977-05-15 |
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