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Die Erfindung betrifft ein Baublockelement mit den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch 1.
Die Erfindung betrifft weiters eine Verankerung, mit der an aus erfindungsgemässen Baublockelementen hergestellten Wänden weitere Bauteile, beispielsweise vorgehängte Fassaden, befestigt werden können, mit den Merkmalen des einleitenden Teils von Anspruch 17.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein aus wenigstens zwei Baublöcken bestehendes Baublockelement zur Verfügung zu stellen, das als solches für die Herstellung von Wänden verwendet werden kann, so dass es nicht mehr notwenig ist, beim Errichten von Wänden von Bauwerken und dergleichen jeden Baublock gesondert zu versetzen. Insbesondere soll als erfindungsgemässes Baublockelement für das Herstellen von Ziegelwänden (Wänden aus gebrannten Tonziegeln) geeignet sein.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Baublockelement gelöst, das die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 aufweist.
Des weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine, insbesondere für die Verwendung bei aus erfindungsgemässen Baublockelementen hergestellten Wänden geeignete, Verankerung zur Verfügung zu stellen, die an weitgehend beliebigen Stellen solcher Wände befestigt werden kann, um an einer beispielsweise aus erfindungsgemässen Baublockelementen errichteten Wand weitere Bauteile, insbesondere vorgehängte Fassaden, zu befestigen.
Was die Verankerung betrifft, wird die erfindungsgemässe Aufgabe dadurch gelöst, dass die Verankerung die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 17 aufweist.
Bei der Erfindung werden Baublöcke vorzugsweise gebrannte Tonziegel, in einem gewählten Raster, vorzugsweise im Mio-Modul, von Hand aus oder maschinell zu Baublockelementen, beispielsweise Ziegelpaketen, durch Vermörteln oder Verkleben miteinander verbunden.
Die so in verschiedenen Quaderformaten hergestellten Baublockelemente, insbesondere die Ziegelpakete, mit einer Grossfläche, von vorzugsweise 0, 1 m2 bis 3, 0 m2, werden mit Hilfe von Bändern, vorzugsweise Stahlbändern, zusammengespannt, wobei die Spannbänder in senkrecht zu den Lagerflächen der Baublöcke verlaufenden Nuten aufgenommen sind.
Die erfindungsgemässen Baublockelemente (Ziegelpakete) stellen anpassbare Grundelemente eines Fertigteilsystems (Ziegelfertigteilsystem) dar. Die Baublockelemente können an Schlaufen, die beispielsweise aus den Spannbändern an der oberen, horizontalen Fläche (Lagerfläche) des Baublockelementes (Ziegelpaketes) ausgebildet werden, mittels Hebe- bzw. Ver-
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setzvorrichtungen angehoben und nach einem Verlegeplan im Verband, vorzugsweise in ein konventionelles Mörtelbett, das auch zum Toleranzausgleich dient, versetzt werden. Vor dem Versetzen eines darüberliegenden Baublockelementes (Ziegelpaketes) werden die Schlaufen flach gebogen.
Die vertikalen Stossfugen zwischen den erfindungsgemäss Baublockelementen können nach dem Versetzen der Baublockelemente beispielsweise mit Fertigmörtel ausgefüllt, beispielsweise ausgespritzt, werden, so dass sich eine kraftschlüssige Verbindung in den Stossfugen aneinandergrenzender Baublockelemente ergibt.
Ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist also die Verbindungstechnik von einzelnen, vermörtelten bzw. verklebten Baublökken zu einem transport-und versetzfähigen Baublockelement, das ein Kleinfertigteil ist, aus dem beispielsweise Wände hergestellt werden können.
Bevorzugt ist es bei der Erfindung, dass die zu den Lagerflächen senkrecht stehenden und nach dem Versetzen der Baublockelemente lotrechten Nuten in den Baublöcken so angeordnet sind, dass sie bei einer vorgegebenen Verbandvermauerung übereinander zu liegen kommen, so dass nicht nur die Spannbänder über die gesamte Höhe eines Baublockelementes eingezogen werden können, sondern dass über die gesamte, aus den erfindungs- gemässen Baublockelementen hergestellte Wand durchgehende Nuten vorliegen, an welchen nachträglich Verankerungen angebracht und/oder in denen Installationen verlegt werden können. Die Verankerungen können beispielsweise zum Befestigen einer Fassadenverkleidung dienen.
Insbesondere ist die Erfindung für Baublöcke aus gebrannten Tonziegeln mit grosser Scherbenrohdichte und-festigkeit geeignet. Bei diesen Tonziegeln kann, abgesehen von den erfindungsgemäss vorgesehenen Nuten das weitere Lochbild so gewählt werden, dass sich die die Baublöcke bildenden Ziegel problemlos herstellen und brennen lassen. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, auf die Wärmedämmeigenschaften der einzelnen Ziegel besonderen Wert zu legen. Wesentlich ist eine hohe Druckfestigkeit und ausreichender Schallschutz sowie ein gutes Wärmespeichervermögen, das sich durch das Gewicht der so hergestellten Wände ergibt.
Bevorzugt ist es im Rahmen der Erfindung, wenn die erfindungs- gemässen Baublockelemente aus nur zwölf verschiedenen Formaten von Baublöcken (Ziegeln) bestehen und beispielsweise für tragende Aussen- und Innenwände 20 cm dick sind.
T-und Kreuzstösse werden durch Übergreifen der Baublockelemente (Ziegelpakete) an diesen Stossstellen, also durch Verband, hergestellt.
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Mit den erfindungsgemässen Baublockelementen ist es bei entsprechender Planung möglich, einen Raumraster, beispielsweise in 10 cm-oder 5 cm-Schritten sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen einzuhalten.
Mit entsprechend dimensionierten (Ziegel-) Fertigteilträgern können beliebige Öffnungen, beispielsweise Fenster und Türen in 5 cm-Schritten, bis zu einer Spannweite von beispielsweise 3, 0 m nach statischer Berechnung durch Weglassen von Baublockelementen unter den Trägern hergestellt werden.
Bei den erfindungsgemässen Baublockelementen ist es möglich, aus dem System fallende Teile nachträglich mit der Hand herzustellen. Hierfür genügt es, Baublockelemente (Ziegelpakete) an solchen Anschlussstellen mit sogenannten Mauerschmatzen anzuordnen, um die erforderlichen Verbandsregeln, die für die Kraftverteilung im Mauerwerk notwendig sind, einhalten zu können.
Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Nuten nicht bis zu den Seitenflächen der Baublöcke durchgehen, sondern etwa 5 bis 10 mm vorher enden, so dass die Nuten zunächst als lotrechte, nach aussen geschlossene Kanäle vorliegen.
Um die Lage der Nuten von aussen erkennen zu können, kann erfindungsgemäss vorgesehen sein, dass in den Seitenflächen des Baublockes zwei zur Nut parallele Einkerbungen vorgesehen sind, welche die Schlitzbreite markieren. Diese Einkerbungen haben zusätzlich den Vorteil, dass sie eine Sollbruchstelle bilden, so dass Nuten freigelegt werden können, also von aussen her zugänglich sind, wenn an den Baublockelementen, insbesondere nachdem diese zu einer Wand versetzt worden sind, weitere Bauteile, beispielsweise die erfindungsgemässe Verankerung zu befestigen sind. Es genügt also, wenn man zum Befestigen von weiteren Bauteilen, insbesondere der erfindungsgemässen Verankerung, eine offene Nutstelle benötigt, diese mit Hilfe eines Werkzeuges, beispielsweise eines Maurerhammers, an der gewünschten Stelle freigelegt.
In derart freigelegte Nuten in aus den erfindungsgemäss Baublockelementen hergestellten wänden können dann Anker eingehängt und befestigt werden. Dabei ist eine vertikale Ausrichtung und eine kraftschlüssige Festlegung der Anker möglich.
Nicht geöffnete oder allenfalls auch geöffnete Nuten können zur Aufnahme von in dieser Richtung verlaufenden Installationen verwendet werden.
Bei der erfindungsgemässen Verankerung können Konsolen, insbesondere Konsolen aus Bandstahl verwendet werden, die so angeordnet sein können,
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dass ein dreieckförmiges, für vertikale Kräfte (z. B. Fassadengewicht) und hori zontale Druck- und Zugkräfte (z. B. windkräfte) stabiles Tragwerk gebildet wird.
Für das Befestigen der Konsolen, insbesondere der Bandstahlkonsolen, kann gemäss einem Vorschlag der Erfindung in der Nut, insbesondere die hinterschnittene, vorzugsweise trapezförmige Nut, ein trapezförmiger Keil angeordnet werden, der zum Befestigen der wandseitigen Enden der Konsolen in der Nut festgeklemmt wird.
In einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass am Fussteil der in der Gebrauchslage unteren Konsole ein Abstützwinkel befestigt wird, dessen abgewinkelter Teil in die horizontale Stossfuge unterhalb eines Baublockelementes eingreift.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen erfindungsgemässer Baublockelemente und einer erfin- dungsgemässen Verankerung. Es zeigt Fig. 1 in Ansicht zwölf verschieden Formate von Baublöcken, aus welchen erfindungsgemässe Baublockelemente zusammengesetzt werden können, Fig. 2 vier Grundrissformen von Baublökken, aus welchen erfindungsgemässe Baublockelemente zusammengesetzt werden können, Fig. 3 in vergrössertem Massstab die Form einer senkrecht zu den Lagerflächen eines Baublocks ausgerichteten Nut, Fig. 4 Beispiele für aus Baublöcken zusammengesetzte Baublockelemente, wobei sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen ein Raster von 5 cm eingehalten ist, Fig.
5 in Seitenansicht eine Verankerung, die an einem erfindungsgemässen Baublockelement festgelegt ist, Fig. 6 einen Horizontalschnitt zu Fig. 5, Fig. 7 die obere Konsole der Verankerung von Fig.
5, abgewickelt, Fig. 8 die untere Konsole der Verankerung von Fig. 5, abgewickelt, Fig. 9,10 und 11 einen Abstützwinkel der Verankerung von Fig. 5 in verschiedenen Ansichten, Fig. 12 bis 14 den Keil der Verankerung von Fig. 5 in verschiedenen Ansichten, Fig. 15 bis 17 eine Sechskantschraube, eine Unterlagscheibe und eine Sechskantmutter der Verankerung von Fig. 5, jeweils in zwei Ansichten und die Fig. 18 bis 20 ein Verteilelement der Verankerung von Fig. 5 in zwei verschiedenen Ansichten und abgewickelt.
Bevor die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen beschrieben werden, ist darauf hinzuweisen, dass die in den Zeichnungen enthaltenen Massangaben (Fig. l, 2 und 4 cm, Fig. 3 mm) lediglich als Beispiele zu verstehen sind und dass ungeachtet des Umstandes, dass in den Ausführungsbeispielen auf Baublöcke aus gebrannten Tonziegeln abgestellt ist, gebrannter Ton lediglich ein Beispiel für
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einen Werkstoff, aus dem die Baublöcke der erfindungsgemässen Baublockelemente bestehen können, ist.
Auch die quaderförmige Gestalt der Baublöcke ist lediglich als Beispiel zu verstehen, da in Sonderfällen auch andere Formen von Baublöcken denkbar sind.
Beispiele für die Abmessungen von Baublöcken 1, aus welchen die erfindungsgemässen Baublockelemente 10 zusammengesetzt sind, sind die folgenden, wobei als Beispiel auf Baublockelemente 10 aus Baublöcken aus gebranntem Ton abgestellt ist :
EMI5.1
<tb>
<tb> Ziegellänge <SEP> Ziegelbreite <SEP> Ziegelhöhe
<tb> 1. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 10 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 2. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 3. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 4. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 25 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 10 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 5. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 25 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 6. <SEP> Format <SEP> :
<SEP> 25 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 7. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 10 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 8. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 9. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 4 <SEP> Nuten
<tb> 10. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 10 <SEP> cm <SEP> 2 <SEP> Nuten
<tb> 11. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 2 <SEP> Nuten
<tb> 12. <SEP> Format <SEP> : <SEP> 15 <SEP> cm <SEP> 20 <SEP> cm <SEP> 30 <SEP> cm <SEP> 2 <SEP> Nuten
<tb>
Die erfindungsgemässen Baublockelemente 10 sind aus wenigstens zwei Baublöcken 1 zusammengesetzt.
Beispiele für solche Baublöcke 1 sind die in Fig. 1 gezeigten und mit Format 1 bis Format 12 bezeichneten Baublökke 1.
Die Fig. 2 zeigt vier typische Grundrissformen für Baublöcke l,
EMI5.2
bzw. Format 10,11, 12 auf die Fig. 1 in Seitenansicht gezeigten Baublöcke 1 verwiesen ist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen, dass in jedem Baublock 1 wenigstens zwei, zu den Lagerflächen 3,4 senkrecht ausgerichtete Nuten 5 vorgesehen sind, die von Lagerfläche 3 zu Lagerfläche 4 durchgehend ausgebildet sind.
Die Mittelebenen 6 der in den erfindungsgemäss zu Baublockelementen 10 zusammengesetzten Baublöcken 1 vorgesehenen Nuten 5 haben beispielsweise einen Achsenabstand von 5 cm von der Schmalseite 7 (Stossfuge) und
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sind beispielsweise 4 bis 7 cm tief. Bevorzugt ist es, wenn die Nuten 5 eine trapezförmige Querschnittsform haben, wobei für Baublöcke 1 in Form von gebrannten Tonziegeln folgende Abmasse bevorzugt sind : Mittellinie 4 cm, Höhe 3 bis 4 cm im hinteren Teil, der sich zur Ziegelseitenfläche schlitzförmig fortsetzt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Nuten 5 in den Baublöcken 1 so angeordnet und die Baublöcke 1 so bemessen, dass ein Raumraster in 10 cm-Schritten eingehalten werden kann. Bevorzugt ist es, wenn der Abstand der Mittelebene 6 der Nuten 5 von der benachbarten Schmalseite 7 eines Baublocks 1 für alle Formate von Baublöcken 1 gleich gross ist (z. B. 5 cm).
So sind, wie beispielsweise Fig. 2 zeigt, bei den Baublöcken 1 der Formate l, 2,3 (diese unterscheiden sich voneinander durch unterschiedliche Höhen, vgl. Fig. 1) mit einer Länge des Baublocks 1 von 30 cm, die Mittelebenen 7 der Nuten 5 von den Schmalseiten (Querflächen) 7 des Baublocks 1 jeweils 5 cm entfernt, wobei die Mittelebenen 6 der Nuten 5 voneinander einen Abstand von 20 cm aufweisen und, wie ebenfalls in Fig.
2 gezeigt, die Nuten 5 bei den Baublöcken 1 der Formate 1 bis 9 symmetrisch zur Quermittelebene 8 der Baublöcke angeordnet sind.
Die Form der Nuten 5 in den Baublöcken 1 - in jedem Baublock 1 sind wenigstens zwei Nuten 5 vorgesehen-ist in Einzelheiten in Fig. 3 gezeigt.
Fig. 3 zeigt, dass die Nuten 5 hinterschnitten sind und im gezeigten Ausführungsbeispiel eine trapezförmige Querschnittsform besitzen, wobei der der Seitenfläche 11 des Baublocks 1 benachbarte Abschnitt der Nut 5 sich nicht mehr verjüngend ausgebildet ist, also von zur Seitenfläche 11 senkrechten Flächen 12 begrenzt wird.
Fig. 3 zeigt auch, dass die Nut 5 im gezeigten Ausführungsbeispiel zur Seitenfläche 11 des Baublocks 1 hin nicht offen, sondern durch eine Wand 15 verschlossen ist. In der Seitenfläche 11 des Baublocks 1 sind den zueinander parallelen Flächen 12 im Aussenbereich der Nut 5 gegen- überliegende Einkerbungen 16 vorgesehen. Auf der Innenseite der Wand 15 sind ebenfalls Einkerbungen 17 vorgesehen, so dass sich Sollbruchstellen ergeben, die es erlauben, die die Nut 5 zunächst verschliessende Wand 15 im Bedarfsfall mit einem Werkzeug, beispielsweise mit einem Maurerhammer, dort zu entfernen, wo Zugang zur Nut 5 gewünscht wird oder erforderlich ist.
Aus den beschriebenen Baublöcken 1 können erfindungsgemässe Baublockelemente 10 hergestellt werden, indem wenigstens zwei Baublöcke 1 zu einem Baublockelement 10, als Stückgutkleinfertigteil zusammengefügt
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werden. Hiezu werden die Baublöcke (Tonziegel) händisch oder maschinell zu anpassbaren Baublockelementen (Stückgutkleinfertigteilen"Ziegelpake- ten") vermörtelt oder verklebt.
Die so in verschiedenen Quaderformen erhaltenen Baublockelemente 10 werden mittels Bändern, vorzugsweise Stahlbändern, die durch die Nuten 5 in den Baublöcken 1 geführt werden, zusammengespannt, wobei je Baublockelement 10 wenigstens zwei Bänder vorgesehen sind. Die Spannbänder dienen nicht nur dazu, die Baublöcke l, die ein Baublockelement 10 bilden, zusammenzuhalten, sondern können auch dazu herangezogen werden, Hebe- und Versetzvorrichtungen an den Baublockelementen 10 (Ziegelpaketen) anzuschliessen. Hiezu empfiehlt es sich, aus den Spannbändern (Stahlbändern) an der oberen, horizontalen Lagerfläche 3 eines Baublockelementes 10 Schlaufen auszubilden, an welchen eine Hebe- bzw.
Versetzvorrichtung angehängt werden kann.
Einige Möglichkeiten, wie aus Baublöcken 1 erfindungsgemässe Baublockelemente 10 zusammengesetzt sein können, zeigt Fig. 4, wobei beispielhaft Baublockelemente 10 aus zwei bis acht Baublöcken 1 gezeigt sind.
Fig. 4 zeigt auch, dass durch die besondere Anordnung der Nuten 5 im vorgegebenen Rastermass wenigstens vier Nuten 5 pro Baublockelement 10 von der unteren Lagerfläche 4 zur oberen Lagerfläche 3 des Baublockelementes 10 durchgehend ausgebildet sind, so dass die Spannbänder angebracht werden können.
Die in den erfindungsgemässen Baublockelementen 10 vorgesehenen und in einer aus den erfindungsgemässen Baublockelementen 10 hergestellten Wand lotrecht verlaufenden Nuten 5, können auch dazu dienen, Verankerungen 20 an weitgehend beliebigen Stellen der Wand festzulegen.
Ein Beispiel für eine solche Verankerung 20 ist in den Fig. 5 bis 20 einschliesslich ihrer Bestandteile gezeigt und wird nachstehend beispielhaft beschrieben.
Eine Verankerung 20 besteht vorzugsweise aus zwei Bandstahlstücken (rostfrei), als Konsolen 21,22, die derart vor der Wandoberfläche 23 vertikal aufgespreizt sind, dass nach dem Befestigen in den Nuten 5, ein dreieckförmiges, für vertikale Kräfte (Fassadengewicht) und horizontale Druck-und Zugkräfte (Windkräfte), stabiles Tragwerk gebildet wird.
Die Konsolen 21,22 weisen im einzelnen folgende Konstruktionselemente auf :
Um die aufgespreizten Enden 24,25 der Konsolen 21,22 an der Wand in einer Nut 5 justierbar und kraftschüssig zu befestigen, wird jeweils ein flacher, trapezförmiger Keil 26 stehend in die (vertikale) Nut 5
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eingeführt und dann um 90 Grad verdreht. Das Einführen des Keiles 26 kann mittels einer Sechskantschraube 27, die durch die Bohrung 29, welche sich in der Keilachse befindet, gesteckt ist und deren Kopf 28 gegen Verdrehen der Schraube 27 in einer Nut 30 an der Breitseite des Keiles 26 aufgenommen ist.
Durch Langlochbohrungen 31 in den parallel zur Wandebene verlaufenden Enden 24,25 der von der Wand abstehenden Konsolen 21,22 werden die aus der Nut 5 vorstehenden Enden der Sechskantschrauben 27 gesteckt, und die Konsolen 21,22 mittels je einer Sechskantmutter 32 und einer Unterlagscheibe 33 durch Anpressen des Keiles 26 in der Nut 5 fixiert.
Die horizontalen Langlochbohrungen 31 ermöglichen ein horizontales Justieren der Verankerung 20.
An der unteren Konsole 22 der Verankerung 20 kann bei Bedarf (z. B. bei sehr schweren, vorgehängten Fassaden) eine zusätzliche Abstützung in Form eines L-Winkels 40, dessen horizontaler Schenkel 41 in die nächste, darunterliegende Lagerfuge 42 reicht, bei der Verschraubung miteingeklemmt werden. Der L-Winkel 40 besteht ebenfalls aus rostfreiem Bandstahl und besitzt im längeren Schenkel 43 eine schlitzartige Ausnehmung 44. So kann der L-Winkel 40 in der Höhe derart eingestellt werden, dass sich der untere, zur Wand hin abgebogene Schenkel 41 in der Lagerfuge 42 abstützen kann. Der obere Schenkel 43 wird mit der Sechskantmutter 32, mit welcher auch der Keil 26 mittels der durch seine Bohrung 29 gesteckten Schraube 27 angezogen wird, im Haftverbund fixiert.
Im Falle eines Ziegelmauerwerkes ist stets ein Randabstand von etwa 5 cm von den Kanten einzuhalten, um kraftschlüssig befestigen zu können.
Damit bei der Erfindung diese Mindestrandabstände auch unterschritten werden können, ist ein Verteilerelement 50 vorgesehen :
Das Verteilerelement 50 besteht aus einem in der Abwicklung Hförmigen, rostfreien Stahlblech, mit zwei Platten 51 und einem Quersteg 52, das U-förmig gekantet ist.
Das Verteilerelement 50, dessen Breite der Platten 51 in den Abma- ssen den Trapezseiten an beiden Seiten Nut 5 entsprechen, hat eine Länge, die mindestens zweimal dem Mindestdübelrandabstand entspricht, also mindestens 10 cm. Im Quersteg 52 ist eine Bohrung 53 vorgesehen, in welche die Sechskantschraube 27 mit aufgeschobenem Keil 26 eingeführt wird. Durch Fixieren des Keiles 26, werden die Platten 51 des Verteilerelementes 50 an die Seitenflächen der trapezförmigen Nut 5 kraftschlüssig angepresst. Durch das Einführen eines Verteilerelementes 50 ist eine Befestigung der Konsolen 21,22 an jeder Stelle der Nuten 5 kraftschlüssig möglich.
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Der von der Wand entfernte Teil der gespreizten, übereinanderliegenden (Bandstahl-) Konsolen 21,22 ist so geformt, dass sich ein Aufnahmeraum 60 in Form eines zangenförmigen Mauls ergibt, in den ein horizontal verlaufender Schenkel 61, eines vorzugsweise winkelförmigen Trägers 62 eingeklemmt werden kann, wobei der Abstand des lotrechten Schenkels des Trägers 62 zur Wandoberfläche 26 je nach horizontaler Schenkellänge des eingeklemmten Winkelträgers 62 justiert werden kann.
Nach dem Justieren kann der vorzugsweise als Winkelträger ausgebildete Träger 62 durch Verschrauben oder Nieten kraftschlüssig an den Konsolen 21,22 angeschlossen werden.
Damit dieses Verschrauben oder Nieten nicht auch durch die untere Konsole 22 der Verankerung 20 zu erfolgen braucht, ist diese an ihrem vorderen Ende 64 durch Ausnehmungen 65 von ca. 10 x 50 mm an beiden Seiten zungenartig verjüngt.
An diesem eingeklemmten und angeschlossenen, vorzugsweise winkelförmigen Träger 62 können nach statischer Dimensionierung jedwede handelsüblichen Fassaden, in der Regel nach Aufbringen einer Wärmedämmung, hinterlüftet oder nicht hinterlüftet befestigt werden.
Durch diese Erfindung ist es möglich, insbesondere einen Ziegelbau mit Erfüllung aller derzeit gestellten bauphysikalischen und statischen Forderungen für wohn- und wohnähnliche Bauten mit beliebigen Fassaden, herzustellen.
Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden :
Ein Baublockelement 10 besteht aus wenigstens zwei Baublöcken 1, die miteinander, beispielsweise durch Verkleben oder Vermörteln, verbunden sind. In den Baublöcken 1 sind je Grossfläche wenigstens zwei hinterschnittene Nuten 5 vorgesehen und in den Nuten 5 der Baublöcke 1 sind die Baublöcke 1 zusammenspannende Bänder angeordnet.
In den Nuten 5, die zu den Lagerflächen 3, 4 der Baublöcke 1 senkrecht ausgerichtet und von Lagerfläche 3 zu Lagerfläche 4 der Baublöcke 1 durchgehend ausgebildet sind, können Verankerungen zum Montieren von Bauteilen, beispielsweise von vorgehängten Fassaden, an Wänden befestigt werden. Die Verankerungen besitzen zwei zu der Wand schräg verlaufende, miteinander einen Winkel einschliessende und von der Wand abstehende Konsolen 21,22, deren Fussteile 24,25 an in der Nut 5 aufgenommenen Ankern 26 befestigt sind. Die Querschnittsform der Anker 26 entspricht jener der Nut. Zum Festlegen der Verankerung 20 an der Wand sind die Anker 26 zur offenen Seite der Nut 5 hin mit Hilfe einer Spannschraube 27 verspannbar.