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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Prüfung der Isolation einer elektrischen Flächenheizung, insbesondere für Fussböden, Treppen od. dgl., und auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Derartige elektrische Flächenheizungen weisen häufig oberhalb der Heizschicht eine elektrisch leitende Schutzschicht auf, die mit einem Erd- oder Schutzleiter oder mit einem Schutzschalter verbunden ist, so dass bei einer Beschädigung der Isolation der Heizleiter, wie sie beispielsweise bei unfachgemässen Stemm- oder
Bohrarbeiten erfolgen kann, eine Gefährdung von Personen vermieden wird. Diese Schutzschicht ist durch eine die Oberfläche des Fussbodens od. dgl. bildende isolierende Deckschicht abgedeckt, die bei Verwendung der Heizung für Fussböden, Treppen od. dgl. von den Personen begangen wird.
Diese Deckschicht besteht beispielsweise aus einem mit verschleissfestem Material gefüllten Kunststoff, beispielsweise aus Kunststoff mit Siliziumkarbid, wobei jedoch auch dieses Material im Laufe der Zeit abgetragen wird, insbesondere dann, wenn die beheizten Flächen von zahlreichen Personen begangen werden, wie dies in U-Bahnstationen, Warenhäusern, Theatern od. dgl. der Fall ist. Da die Deckschicht gleichzeitig einen wesentlichen Bestandteil der Isolation der Flächenheizung bildet, so ist es nötig, die Isolation der Flächenheizung in bestimmten Zeitabständen zu prüfen.
Zur Prüfung der Isolation ist es bei Heizkörpern im allgemeinen und insbesondere auch bei elektrischen Flächenheizungen der oben erwähnten Art bekannt, zwischen den vom Netz getrennten Heizleitern und der Oberfläche eine Hochspannung anzulegen, wobei bei hinreichender Güte der Isolation diese Hochspannung einen bestimmten Wert erreichen muss, ohne dass ein Durch- oder Überschlag zwischen dem Heizleiter und der Oberfläche stattfindet. Ein solches Verfahren zur Prüfung der Isolation weist jedoch den Nachteil auf, dass dann, wenn ein Überschlag stattfindet, die Isolation des Heizleiters durchbrennt und in der Regel auch der Heizleiter beschädigt wird, so dass dadurch die elektrische Heizung unbrauchbar wird.
Bei elektrischen Flächenheizungen für Fussböden, Treppen od. dgl. stellt dies einen wesentlichen Nachteil dar, da bei einer solchen Flächenheizung die Heizleiter in der Regel erst mühsam durch Aufstemmen der Deckschicht freigelegt werden müssen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zur Prüfung der Isolation einer elektrischen Flächenheizung, insbesondere für Fussböden, Treppen od. dgl. zu schaffen, welche Flächenheizung oberhalb der Heizschicht eine elektrisch leitende Schutzschicht aufweist, die mit einem Erd- oder Schutzleiter oder mit einem Schutzschalter verbunden ist und die durch eine die Oberfläche bildende isolierende Deckschicht abgedeckt ist, wobei für die Prüfung der Isolation Hochspannung verwendet wird, jedoch eine Beschädigung der Heizleiter durch Anlegen dieser Hochspannung mit Sicherheit vermieden wird. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass die Hochspannung zwischen einer mit der freien Oberfläche der Deckschicht in Berührung stehenden Elektrode und der elektrisch leitenden Schutzschicht angelegt wird.
Auf diese Weise wird zwar nur die Isolation der Deckschicht gemessen, doch spielt dies keine Rolle, da sich ja durch den natürlichen Verschleiss und die dadurch bedingte Abtragung der Deckschicht im Laufe der Zeit lediglich der Isolationswert dieser Deckschicht ändert. Die Schutzschicht wird selbst bei einem Durch- oder Überschlag nicht funktionslos, da ja diese Schutzschicht sich über die ganze zu beheizende Fläche erstreckt und entweder aus einer leitenden Platte oder aus einem leitenden feinmaschigen Gitter oder Faservlies aus Metallfasern besteht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht darin, dass von der Schutzschicht ein Prüfkontakt nach aussen geführt ist. Dieser Prüfkontakt ermöglicht auf einfache Weise das Anlegen der Hochspannung an die Schutzschicht, ohne dass hiezu langwierige Arbeiten vorgenommen werden müssen, so dass der Prüfvorgang einfach und rasch ohne Behinderung des Betriebes der mit der Flächenheizung versehenen Anlage durchgeführt werden kann. Ausserdem ermöglicht dieser Prüfkontakt eine Prüfung der Leitung von der Schutzschicht zum Schutzschalter, da bei Anlegen einer Spannung an diesen Prüfkontakt bei intakter Leitung und selbstverständlich auch bei einwandfrei arbeitendem Schutzschalter dieser ansprechen muss.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert, die den Aufbau einer elektrischen Flächenheizung zeigt, deren Prüfung der Isolation mittels des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt.
Eine solche Flächenheizung besteht aus einer Grundschicht --1--, auf welcher eine Heizschicht--2angeordnet ist, in der Heizleiter --3-- eingebettet sind. Überhalb der Heizschicht --2-- befindet sich eine Isolierschicht-4--, welche von einer elektrisch leitenden Schutzschicht --5-- bedeckt ist. Diese Schutzschicht besteht entweder aus einer Platte oder aus einem feinmaschigen Gitter bzw. Faservlies aus Metallfasern und ist an mindestens einer Stelle durch eine kräftig bemessene Leitung --6-- mit einem Erdoder Schutzleiter oder mit einem Schutzschalter verbunden.
Oberhalb der Schutzschicht --5-- befindet sich eine Deckschicht--8--, die die begehbare Trittfläche des Fussbodens od. dgl. bildet und die beispielsweise aus Kunststoff und Siliziumkarbid, einer Mischung aus Korund und Kunstharz oder aus einem andern verschleissfesten und isolierendem Material bestehen kann. Von dieser Schutzschicht --5-- ist ein Prüfkontakt--7--nach aussen geführt.
Zur Prüfung der Isolation der Flächenheizung wird nun die Prüfspannung in der Höhe von einigen tausend Volt an den Prüfkontakt--7--und an eine Elektrode--9--, die mit der Deckschicht--8--in Berührung gebracht wird, angelegt. Tritt ein Durch- oder Überschlag der Deckschicht --8-- auf, so muss diese Deckschicht im Bereich des Überschlages erneuert bzw. ergänzt werden. Eine Beschädigung der Heizleiter --3-- bzw. der Isolation derselben tritt bei einem solchen Überschlag nicht auf.